Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 701 (8.1.1921)
- Date
- 1921-01-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Wiener Mor enzertung Nr. 7Y1 Wien, Samstag 8. Jänner 1921 Sette 7) Die Prämien für die Rübrnzüchjtsr. Die tschechische Zuckerkommission bestimmte, daß jeder Zuckerrübenanbaucr für je 100 Kilogramm abgelieferter Rüben ctß' Prämie drei Kilogramm Zucker erhalte und jeher Rübensamenzüchter für je 1OO Kilogramch Samen 48 Kilogramm Zucker. Zwangsausgleick. Vom Wiener Han-elSpe' »cfit wurde der zw jchen der Frma Mo orvffugeruuvuna Jose' Sckwerdk? n k a Ges. m. b. L. XVUL. Simevzgass^ 4, und ihren Gläubigern lfschlosiene ZwanosanSgle cd bestät-g' Bon 43 stimm» berechugten Gläubigern nw Fo,d rNnaen im Gffamtbetrme von K 1,727.814. - warm 24 «vtvsend. Hievon st nim m sämtliche Gläubiger mil X i,59).7f5.-~ liir den 3">*/0ißcn Ausgleich. ' Die Tonrtagegebühr in Ungarn Aus Budapest wird gemeldet: Laut amtlicher Kundmachung betagt d e Courtage für Valuten- und Deviieng«schrltie 1"/,.«. Das zivi cken dem Bereut der Effekten» und Balukahändler und der S'erelmgung det Sparkaffen und Banken hinsichtlich der EourtageiLye zustande gekommene besondere Uekereinlommen, wonach die Courtage zwischen Mitgl edern der beiden Bereinigungen bei Valuten 2",«,. bei Deylscn aber stir Auszahlmig an das alte Ausland IVm und tür Auszahlungen an die Nachiolgestüaten ‘/»Yoo beträgt, berührt die »bencuvähnte BcriÜgung nicht.. Ocsterreichisch-nngarische Bank. Der Generalrat der Oesterttichisch-ungarischen. Bank hat sich in der gestern unter Borsitz>des Gouverneurs Dr. Alexander Spitzmüller abgehaltenen Sitzung' mit verschiedenen Fragen der Liquidation befaßt. Im übrigen blldeten Fragen der lausenden Verwaltung Gegenstand der Beratung. . Dis. Zukunft der Aaglsbank. Dia Generalräte der Auglo-Ssterreichischeu Bank Rosenbergund Schwarz sind aus London eingetrosfen, wo sie Beratungen wege^ Umwandlung der Bank in ein englisches JrMut geführt haben. Diese Verhandlungen werden in etwa vierzehn« Tagen wieder ausgenommen werden. Nach dem bestehenden Plan soll die Anglobank in zwei vom englischem Kapital patronisierte Unternehmungen, in eine BakH für Oesterreich und in eine fylcke'für die Tschecho-Slowakei, umgewandelt werden. Beide. Unternehmungen /würden englische Pannen mit dem Sitze in London sein, die Geschästsführung bliebe jedoch in Wren, beziehungsweise in Prag konzentriert Die Anglo- Üsttzrreichische Bank würde.dann eine. Umwandlung ihres Unternehmens derart vornehmen, daß die Aktien etwa auf «•&..' Nominale gebracht würde». Die Schulden Ws Bank an England würden durch ein« vorzur^hmende Kapitalsvermehrüng beglichen werden. Ermäßigte Akobrlpreiso — in Deutschland. D'r deutsche Mäbrlfachverband bat trotz der-dauernd, hohen Gestehungskosten die Preise für dieLagerbeständbedeutend ermaß gt. um, «ne B e l e b u n g des teinerzeit sehr stille« Geschältes heryeizüsüdren. . Rumänische LokomotivSestekfungen. Aus Bukarest wird gemeldet: Die rumänischen Banken bewilligten der Regierung namhafte Kredite zum Zwecke des Ankaufes von Lokomotiven im Ausland. 8« den rumänischrrusfischen Beziehunge«. Der Mtyänstche Be'treterinPans, Ghila, erklärte einem Vertreter der Weste gegenüber, daß die über eine Spannung in den Benrhungm zwischen Rumänien und Nunland ausgcstreriten Gerüchte n cht den Tatsachen enffpi ecken. Es bandle sich um Börsenm a n ö v e r, um die rumänische Valuta zu d.ücken. NeneZahlungreinstellungen der Londoner Banken Die Brimch-Amrükamsche und Kontinent.rlbank. früher Havenigs Bank, in London mußte rhre Zahlungen erustcllen. Wiener Warenbörse. Die gestrige Warenbörse wies zMre-.chcn Besuch aut und bei großem Ansgebote wu-den Abschlüße m em gen Artikel» zu -gut bebauvlrtrn Prersen perfekt. Es erstellen: Paraffin 50/32 X 91 ad Oderbekg. Terpentinöl K 210 ab Neustadt, Sodabikarbonat dl. 8. v. K 18.75 und B. 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Schweielnatrium, Kup'ervmiol und Kalitalpe'er. —Lebens m i t 1 e l vet eicknetra größeres Ausgebot, und zwar rn mehreren Gattungen Reis;, man bot g"s: 300 Kisten Saigoon zu 210 Lire per 10o Kg. Ka'sia m 360 Lire und Brasil nt K 62. des ferneren 4 ag rme Offerte von 250 Sack Kaffee (Santos suver.^ zu 690 Lire ab Freilager Triest vor. 10 Waggon dani'che (steril-homoa.) Sahne (Rnhm's in Flaschen, iri Kisten ä 50 Flaschen. V, Liter-, zu dänische 8. 33.50. Sonnenblmnenspeiseol zu ungansche R 170, ungarische werße Söhnen?u K 34.50, lransit Wien, sowie Zwiebeln zu R 9 brS 9 50. Offeriert wurden des terneren 2 Waggons Hasclnüffe zu 4 Lire, lransit Wten. — Spirrtuosen barten Irbdaslerrn Verkehr; -um Ausgebot gelangten Essigsäure. Wernsternsäure und Zrtronensänr-. Auch lag eine Offerte von Kognak vor. — Leder Dre ausländischen Cchubbörsen halten der aUgemernen Lage entwrechend, großes AuSgebot. Nachfrage war nach Slraßenschuhwerk und Holzschnhen, Preise in Frlzwaren leßen etwas nach. Die Umsätze für die Provinz waren gut. für Berlin rckwächer. Das Geschält am ausländischen Lrdrrmarkt steht rm Zeichen der größten Zmnckhatlung sämtlicher Verbraucher uns kann als allgemein stagnierend benannt w'iden. Dre lederherstellende Industrie hat sich dem beschränktem Absatz an« gepaßt nnd mrrß sich rn der Einarbeitung bedeutende Mäßigung auserlegen Dadurch rst em einigermaßen normales BerkälmiS zwilchen AuSgebot und Nachträge auf dem Ledermarkt herbeigeführt, w-lchcs ern arsnncres Gleichgewicht innerhalb der Lrderwrrtschaft bedeutet. Die Lederpreise sind daher nur geringfügigen Aenderungen unterworfen gewesen. Für Waschleder verlangte man 60 bis 70 Mark per 1 feg. An der heutigen Börse sprach sich die Tendenz für Sohlenleder fest aus, doch vermochte man zirka R 500 per 1 kg zu erreichen. Wiener Börse. D.e BorsteNungen des Bundesiiräfidenten bei den Entente- Vertretern über unsere sinanzielle Notlage-veranlaßten die Sp^kul lation an der gestr gen D8rse zur weitestgehenden Reserve. ®3[ Zurückhaltung trug auch vielfach der knavvere Geldstand bei dell stattgchab'en Bersorgungbei. Es fanden vielfach Position-»' löitmaen sta t upd auf rinÄuen Gebieten waren, ohne daß daß Angebor stärler in die Er-schernuna getreten wäre, wesmllich'. schwächere Kmffe zu verzeichnen. Stärker m Mülerdenschast fl*; r-grn wurden Sraatsbakn und dre Genußscherne derselben. A»E, Holz-Astien wurden wesentlich bill'grr abgegeben. Der Rückgang der den Banken werten b trug R 15 bis 70. Dagegen warm Anfllobank gefragt und um K 86.— hoher. In Kiupp-Altte» fanden nach wie vor MaioritS'Skänfe statt; diese Aktien verließ« nach mckriachen Schwankungen um K 92.— hoher den Markt« In den Schrankenvavlr'.en war mit Ausnahme stanz gmug» Westen fast durchwegs billiger amukomulm. Bank-Aktien »rr». koren K 150,—, Felten Guilleaume K anO.—, GrerrntzK 2Ä0.-%J Grauer Koblen K 2- 0 —, Obrrungarifche Hütten K 145.—Z Ungarische allgemeine Kohlen ft 250—, Neusiedler Papi«- ft 4^0.—, Fanto R?> 0.—, Karvathm-Petroleum K 250.— und österreichi'cht Eis nbahnverkebr ft 250.—. Dre lustlose, schwächer^ Tendenz blieb bis zum Ende des Belkchrs in Geltung. Rent« lagen ruhig. Im übrigen verweisen wir auf nachstehrndr Schluß» kurse: t Audustvie-rrutevuehmunge«. Allgemeine BüMfeO-! schaff 1180 — c— 55.-), Nnioubau 1875.-- (-f 25.—), WieMk!' Baugesellschaff 1700.— (4- 100.—), KönigShofrr Zemrni 7600."-! — —1. Perlmvoier Zemem 4350— (Z- 80.—1. LieuerderM Ziegel 5250 - (— 250 —Liesinper Brauerei 4725 — (— 28.—),; Sarajevo 4470. - 60.-), Anfsig Chem. 11.980.— Brm'che Spintus 8300 — or Coupon» Earborundum 6975.—; ex Coupon. Cloihilb 6800 — l- 160.—', A. E. G. Union EleWr. 33>,0.— (— 82.—), Bereinigte Elektrische 2880.— « Coupotz, Siemens C chuckerr 8340 — (Z- 40.—V Altzine 5950 — —180.—',; Berg- und HLltenwrrle 14 000.— (— 209.—), Austria Smai! 5250.— 80.—), Egtzdeer 8000.— (-—), GnzeSield« 2845,—) — 25.-). Felten * Gmllesume 7400- (- 200.-), Gttr^tz Eisen 3900.— s— 220.—). Hutter k Sckrantz 2750.— (*f 85.—A Kruvv Ä.-G. 2l20.- -l- 92 Poldrhüttr 5050,— k- 50.-^ präget Eisen 13.900.— (4- 50.—). Rtmamuranv 4400.—; — 40.—), Sfodawerke 3465.- (— 80.—),. Wastenfabrtt 8690.—; — 60.-), Brürer Kokten 10.920.— (-h 70.-\ Gra»>; zaSzvarer 4950 — — 25" —), Nordung. Koblen 4555.—z l-s- 65 Oberung. Hütten 6350 — (—145.—V Rossttzer 5500.-*»; — 80.—!, Salgo»Tarjaner 9350.— (— 310.—), Trifaißbt Koblen 4990.-(-.-). Nng. Allp. Kohlen 12,400.- (— 280.—ß 75(0— (— 150.—), Bettscher Magnesit 27.000.—: ex Coupon Westbohm. —i— —.—), Wolf-egg 3505.^— (- 165.-). Danek Maschinen 405Y.— (- 50.-), Brünn«! Minchinen 4200.— -s- 10.—'. Dmmler Motoren 1400.—; — 45.—). Frarwerke 1690.— ex Coupon, Heid Maschinen 1400.—! ' + 5.—), Hofherr & Sckrantz 1409.— (— 36.—). Stal LokomoÜv! -;770 — (— 40.—l, Nuston 3670.- (— 229.—). Simmerina« 8241.-k—10Z.—). Elbemüh! ö520.— erBezugkrechl. Leykam-Ios^ tdaler 7800-- (-.-), Neusiedler 18.500 (- 480.—), Apollo! 8100 — (- 275.-), Fanto Genf 29.300.- 700.—), Karpathen 19.050- (— 250.-), Galizta 28.650.— ex Coupon, Schodnica l-Cosmanos 5900.— (— —Fezsabrike» f-.-), Rotkosteletz« 7480.- (- 90.-). Schoeller "Ucker 13.200.— ex Coupon, Sckönvriesener —(— Oesterr. Ersenbohnverl. 6700.- (— 250.—^ Ung. Gisenbahnvttt. . 4145 — (— 155.—. Wrener Waggonleihgesellschast 2705.--; -s-125 -).Gerngrvß 950.- exBmtgSrrcht,HvlzhandelSgesellschaft 5150.- 300.-', Türlenlvle 3850.- (+ SO.-). Trnnsport-riuLernetzmunseu.Adriaöl.lVO.—«rConvostl Aussig-Tevlitzer 7940.— (H- 40.—), Buschtiebrader lit. A 5700.— -.—Buschtiebrader lit. R 2300.— (—100.—), Dona«- Damvi 14 450.— (— 70.—), Ferdiuands-Norddahn 33.000.—1 ex Coupon Graz-Köstacher 4820.— (•+- 145.—), Kaschau-Odevt ttftn 2695.— •-{- 95.—), Lemberg - Czernowitzrr 8820.— (-s- 145—). Lloyd —s— —.-). Navigazionr 14100.— (— 100.-), Staatsdahn 5225.— (— 200.—), Lombarden 2865.— (+ 20.—), 3% Südbahn-Mior. 1710 - (- 42.-), SUatKbahv.. Genußscheme 8870.- (- 155.-). ] Reuten. Mairente 97.— (— 1.—), Febnrarnnte 97.— (— 1.—), Oesterr. Kronenrente 97.— <— —Oesterr. Gold« renke —(— Ungar. Goldrente —(— —'% Ungar. Kronenrente —(-). Bankett. Anglo-Bank 1196.— (-l- 66.—X Orsierr^-boSu» Bank 1180 — (— 45.—), Britisch - Ungar. Bank 1185,— — 45.—. Bankverein 1250.— (— 8.—\ BodenkredA jEelegenheltoldlufe- HIENER RESTEN-MESSE VI. Bez., Windmühlqasse Nr. 2 ggZSUS* vDer König der Schnorrer. x.: Don Israel Zangwill. (47 fterf «uü ' Erst am Nachmittag erwischte ihn Menasse in Sampsons Kaffeehaus, in Exchange Alley, wo die Makler sich versammelten und allerlei Leute, vom Stutzer bis zum Advokaten, herumluugerten, um womöglich einen Wink aufzuschnappen, wie man leicht zu Mrchtum gelangen könnte. Manasse entdeckte seine Beute am vordersten Tische. Das Gesicht Gröbstocks war hinter einer ausgebreiteten Zeitung verborgen. „Warum kommt ihr immer zu mir?" murmelte der Direktor der Ostindischen Kompagnie hilflos. „Wie?" sagte Manassa, feinen Ohren nicht trauend. „-Verzeiht, ich habe euch nicht verstanden." „Wenn euch eure eigene Gemeinde nicht erhalten kann," sagte Grobstock noch lauter und mit aller Kühnheit eines gestellten Wildes, „warum geht ihr da nicht zu..Abraham Goldschmid ober zu seinem Bruder Ben oder, van Oven oder Oppenheim? Die sind alle viel Weicher als ich." '' „Herr!" sagte Mänasse wütend. „Ihr seid ein geschickter — nicht doch — ein berühmter Financier, ihr wißt, welche Aktien zu verkaufen sind, wann eine Baisse, wann eine Hausse.entsteht. Wenn der Premierminister die Anleihen ausschreibt, blicken die Augen von-, tausend Spekulanten auf euch als ihren Führer. Was würdet ihr sagen, wenn ich mir anmaßen würde, mich in eure finanziellen Geschäfte zu mischen? Wenn ich euch raten würde, diese Aktien auszugeben oder jene, einzuziehen? Ihr würdet sagen, daß ich mich um meine eigenen Geschäfte kümmern soll, und würdet Älinz recht haben. Nun, Schnorren ist mein Geschäft. Glaubt mir. ich weiß nur kosten, zu wem ich kommen .soll, Kümrnert euch um eure Aktien mch überlaßt das Schnorren mir. Ihr seid der König der Financiers, aber ich bin der König der Schnorrer." Grobstocks Empörung Über die Entgegnung wurde von dem Kompliment gemildert, daß Manasse seinem finanziellen Verständnis machte. Freilich kam es ihm unerwartet, daß er mit dem Bettler auf den. gleichen Standpunkt gestellt wurde. ' „Wollt ihr ctite Tasse Kaffee haben?" sagte er. „Nach einem solchen Empfang dürste ich es eigentlich nicht tun," antwortete Manasse, dessen Zorn sich noch nicht gelegt hatte. „Ich schnorre ja nicht einmal für mich selbst, sondern wollte euch nur die Gelegenheit geben, zu den Einkünften unseres Gotteshauses beizutragen." „Aha! Cure vielgepriesene Gemeinde ist also in der Klemme?" fragte Grobstock mit. wohlgefälligem Zwinkern. . „Herr! Wir sind die reichste Gemeinde der Welt, wir brauchen niemanden," protestierte Manasse empört, während er zerstreut-die Tasse Ka-ffee nahm, die .Grobstock für ihn bestellt hatte. „Die Sache ist einfach die, daß ich zur Feier der Hochzeit meiner Tochter der Synagoge hundert Pfund gespendet'habe, die ich noch nicht einzusammeln..vermochte, obwohl ich bereits eineinhalb Tage meiner kostbaren Zeit diesem Zwecke gewidmet habe." ' „Aber warum .kommt ihr zu mir?" „Was? Das fragt ihr schon wieder?" „Ich — ich meine — warum soll ich zu einer portugiesischen Synagoge beitragen?" stammelte Grobstock. Manasse schnalzte vor Verzweiflung über eine solche Dummheit mit der Zunge. „Gerade ihr sollt mehr beitragen als ein Portugies-?." „Ich?" Grob stock fragte sich, ob er wach fei. „Ja, ihr! Ward nicht das Geld zu. Ehren der Hochzeit eines deutschen Juden gespendet? Es eine großartige Rechtfertigung' eurer Gemeinde."! „Das ist Loch zn viel!" schrie Grobstock außtetz sich und vor Wut beinahe erstickend. „Zu viel, um den Tag zu bezeichnen, an dem btt erste Ädesco in unsere Gemeinde ausgenommen, worden war? Ihr bereitet -mir eine tiefe Enttäuschung.'^ Ich dachte, daß ihr meiner Großmut Lob spendepgwürdet." . . ' „Mich kümmert nicht, was ihr bachlei," kcuchbs Grobstock. Die Lächerlichkeit der Forderung, brachte chü tatsächlich außer sich, aber er freute sich, daß er gegen den einschmeich'elnden Schnorrer so tapfer standhielt. Wenn er jetzt nur fest blieb, dachte er bei sich, könnt^' er sich für imnier von ihm freimachen. Ja, er würds. stark bleiben und Manasse nie wieder wagen> sich! an ihn zu wenden. „Keinen Farthing gebe ich her," brüllte er. i „Wenn ihr eine Szene machen wollt, gehe sagte Manasse ruhig. „Schon jetzt-sind aller Auge»' und Ohren auf uns gerichtet. Nacheuren Reden werden die Leitte mich für einen nngestümen -Mahner nnd ench süc einew Bankrotteur halten."'. . „Sie können sich zum Teufel scheren und ihe auch!" donnerte Drobstock. „Golteslästerer! Ihr gebt mir als» den Rat. £>*$ Teufel mn einen Beitrag für die Synagoge zu bitten? Aber ich will mich mit euch in kein Wortgefecht erwt lassen. Ihr weigert euch also, zu diesem Zweck; ßeßt, zu tragen?" . -v „Das will ich meinen!" ’ - , „Nicht einmal die fünf Pfund wollt ihr gebend die ich für das Wohl Jankeles, eines von euren Le«re^ gelobte?" ’ . „Was? Ich soll für. Ianlele. einen ichmntzigeD' Schnorrer, bezahlen'?' iLckiilusi fülai-i *