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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-06 · Heft 699 (6.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 699 (6.1.1921)
Date
1921-01-06
Page
Seite 6 (sequence 5)
Language
German
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larrwuTH. 'SK. 699” « Ä. Werk, DvnnerrtafiHetf« «O^O»DE«Mt- MUttilsnge« aus dem Publikum. Irene Zermt Lev Mergel Verlobte. Prossnitz, im Jänner 192L -wis Anna Freilich Gustav Nachtigall Stanislaw Wien, II. Verlobte irss Wien, im Jänner 193!. Letzte Nachrichten. Die Brüsseler Konferenz. Berlin, 5. Jänner. (Wolfs.) Nach einer Verein» barung Zwischen dem Staatssekretär Bergmann und dem Ministerpräsidenten a. D. Delacroix werden die Plenarsitzungen der Brüsseler Konferenz am 17. Jänner, wieder ausgenommen. Einberufung der internationale« Verkehrskonferenz. jßaximiliatt Rosenkranz Prag uanki bestens für die ihm anlässlich seiner Verlobung mit Fräulein Berta Werthammer, Wien, zugekomraenen Gratulationen. ß. Jänner 1922. ms Möbel u. Innendekoration in grSaatcr Antra;*!. Sw Sft Erzeugnisse. J.SPIRI Wias, f!i., Siibsnstergg. 13.2 (Ecke Karl Schweighofergasse’. Spezialhaius für feine SfCj Seidenu. Wollwirkwaren Ella Lederer. X., Graben, Eorotbeerg. x &ßei€l&n>&a,' mm affine ¥il.58chotteafeldg.24 GRÖSSTE ADSWÄHL IN L0XB8- DND STIL¬ MÖBELN MASSIGE PREISE 440 Genf» 5. Jänner. (Schweizerische Dcpescheuagent.) Der Generalsekretär des Völkerbundes hat im Sinn» des Völberbundbeschlusses die Verkehrs- und Transitkonferenz für .Ende Februar nach Barcelona em» berufen. Eine neue deutsche Protestnote wegen Oberschlesiens. Berlin, 8. Jänner. DidsuffSs FrisdenS. delegation hat der Bvtschafterkonferenz in Paris heute eine Note übermittelt, in der nochmals gegen die Trenmmg der Abstimmung der nicht im Zlbstimmungsgebiet ansässigen Stimmberechtigten von der Abstimmung der einheimischen Stimmberechtigten in Oberschlesien Ein« spruch erhoben wird. Das Prinzip der Einheitlichkeit des Wahlaktes, heißt es in der Note, werde dadurch durchbrochen^ Bei einer Zeitlich getrennten Abstimmung werden selbst die sorgfältigsten Vorkehrungen nicht verhindern, daß das Ergebnis der ersten Abstimmung vor- Zeitig bekannt und dadurch die Zlveite Abstimmung beeinflußt wird. Durch die zeitliche Trennung werbe die Gefahr von Unruhen und einer Terrorisierung der Wahlberechtigter: keineswegs verhindert, sondern vielmehr gesteigert. Diejenigen, die bereits abgestimmt haben, würden alles daran setzen, das erhoffte Ergebnis nicht durch die. zureisenden Oberschwester beeinträchtigen zu lassen. Die letzteren würden daher ganz besonders Einschüchterungs- Versuchen ausgesetzt sein. Die deutsche Regierung erklärt sich ausdrücklich »wchmals bereit, andere, ihrer Ansicht nach zweckmäßigere Vorschläge zur Sicherung der Abstimmung zu machen und mit den Beteiligten zu erörtern. 8 RH4AN7E14, Ferien, Gold, Silber,Platin n.Ubrea kauft und verkauft 77« ETTER Botentnnastr. 23, X&ri&feilferstr. 93 Srster «-rösaiar Säufer fltr MS n* i. 11 sm na ■& & xn. 3^®S®Ä€bBÄ9 Üchaüro Pund wFTL-GVbLEAK EdelsteiKliäncfier und JuweEter?ÄKL7 ' ' _ _.3lffilX„Älsepstr,1ö Pr«ltag roa 4 Uhr bie Montag früh fSsebl&tSBE. 4875 Drittes Haas naeb dem Allgemeinen Knuikeah&nse. Die Konstituierung der franzöfischen kommunistischen Partei. - PM§, 5. Jänner. Das leitende Komitee der fta.nzösifchen kommunistischen Mrtei hat Ln der ersten Sitzung die Wahlen in die Leitung vorgenommen. F r v s s a r d wurde zum Generalsekretär wiedergewählt. Zu Sekretären wurden Loniot und Antonio Eoen und zum Schatzmeister Dondiool bestellt. Marcel Cachin wurde in seiner Eigenschaft-als Leiter der „tzumanits" bestätigt. Amsterdam Wien Antwerpen Erster grösster, Käufer für 4020 Brillanten, Ferien Juwelen etc. Babinowitsch, Juwelier t. Bezirk, MaximiHanstraass 5, heisst jetzt Mahleratr. If. Bezirk, Stephaniestrassa 3, nur 3 im eigenen Hause Freitag ab 4 Ukr und Sr-ms**:/ (TtscfiiosacH. Hören Sie aaeh aasere Preise. Telephon 8541 und 45L£d Schreibmaschine kauft und bezahlt am besten Leopold Steinhart I,, Biberstrasse 2. irs Tel. 4073/VflB - HAUS-undKÜCHENGERÄTE" . WOLFER, 2. Bez,, Taborstrasse 50 Feine Herrengarderoben “SÄ?,?.',SÄ l^üo Sehr «denndster Rudolf Goldateln, Wien, II., Taborstrasse 54 ÖegrSadet Ittb '181 Grosses Lager feiner Stoffe Telephon 45-6-29 Der Bergarbeiterstreik im TrifaUer Aevier. Laibach, 4. Jänner. (Südflckw. Preßbnr.) Im Laufe der Verhandlungen zwischen den Vertretern der streikenden Bergleute und der Trifailer Gesellschaft forderte Regierungskommissär Ribnikar beide Parteien auf, die von der Regierung-vorgeschlagene Vereinbarung anzunehmen. Die Regierung betrachte mit Rücksicht aus die ungünstigen materiellen Verhältnisse der Bergleute eine Regulierung der Löhne als notwendig, sei Hoch gegen jede Erhöhung .der Kohlenpreise. Bis. zur endgültigen Regulierung werde eine 2Spwzentige Erhöhung der Löhne für festbesoldete Arbeiter bewilligt. Falls beide Parteien heute die Vereinbarung nicht annehmen und die Arbeiterschaft die Arbeit morgen nicht wieder aufnehme, werde die Regierung im Interesse des Verkehres und der staatlichen und wirtschaftlichen Bedürnisse die' notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung der Kohlenförderung treffen. Die Konferenz endete ohne Endergebnis. "ITO Restaurant M A.a». Wie»»,ll„Taboretrasee 12 dl *08 Spezialität: Karpfen und gefüllte Hechte Polen Rumänen__„ . Bulgaren Set.b8n kaufen Parfümerien und Toiletteartikel am b i 11 i g s t e n bei SMS 8« Fahrer, 18., Glockengasse 8 „Die erste Textanrwnce einer Zeitung" — sagt Sombart weiter — „erschien, wie mir bekannt ist, im Jahre 1733 in Holland. Der Inserent war ein Augenfpezialist namens Lassar. In Amerika erschien die erste Annonce am 17. August 1761 im „New-Aork Mercury". Sie lautet: ..Zu verkaufen bei Heiman Levy, Bord- Street. allerlei Militärfuhrwerk, die besten englischen Militärschuhe und alleZ. WQZ für den glorreichen Krieg nötig $ *• ELn merkwürdiges Testament. Eine recht dunkle Erbschaftsaffärv beschäftigt jetzt ungarische Gerichte. Soweit aus dem Gewirr der verschiedenen Zeitungsmeldungen zu erkennen ist, handelt es sich um folgendes: Der jüdische Großgrundbesitzer Stephan Burger ist auf seinem Gute in Hazoni bei Nyiregyhaza eines tragischen Todes gestorben. Angebgeblich soll während einer Unterredung Burgers mit seinem Gütsverwalter der Revolver des. letzteren sich zufällig entladen und Burger, tödlich getroffen' haben. In.seinem Testament vermacht er die Hälfte keines vierzig Millionen betragenden Vermögens der ungarischen Nation für nationale Kulturzwecke, während er die Kultus gemeinde von Nhireghaza gleich- , falls, für ungarischnationale Zwecke mit eltteni eben- - falls ansehnlichen Legat. bedacht hat. Soweit stimmen : die Nachrichten der Blätter, miteinander überein. Abweichend von einander, je näch ihrer Paxteistellung,! bringen die ungarischen Zeitungen di; folgende Notiz' l iu dem 2üll: ictem Sterbebette erklärts BuraLr Ä. SSmttt mt a. rrr 1 n .... .. vor seinen Freunden, er sterbe in dem Bewußtseins daß er, obgleich Jude, sich als Magyare fühlte und er schließe glückbeseelt seine Augen, weil er der ungarischen Nation bas Vermögen zurückgeben kann, welches seine Vorfahren' v i e l le i ch t u n t e r E rp r^e s s un g fremder Tränen.ertvorben haben." So geben die antisemitischen Blätter, den. Verlauf der letzten Stunden!' des,' Stephan Burger wieder. Die dem liberaleren!- Flügel angehörigen Blätter hingegen enthalten die von' einer offiziösen ungarischen' Korrespondenz auZgegebeniS Bemerkung von den erpreßten Tränen sticht^ Welche Lesart die richtige ist, mag dahingestellt fein pnd W auch' irrelevant. Wichtiger. ist die Tatsache, daß. diL. Verwandten Burgers, das Testament aus verschiedenen Gründen anfechten. Sie möchten vor allem über dir! Begleitumstände seines Todes beruhigende Aufklärungen haben, wollen vor allem wissen, ob es sich hier nicht eher um e r p r v tz t e L e g a.t.e und ein erpreßtes; Testantent als um erpreßte Tränen handelt; sie ’ glauben auch, daß es jedenfalls aufllärungsbedürftig jei,- ob nicht zwischen dem .losgegangenen Revolveu' mchi dütt merkwürdigen 'TefkvnLnt 'Burgers ein Kausab« i nexus'Lesteht. .... . ,Prof. Levpsld La«blUt «estorben. In Berlin ftcrtS vor iinrar« Tagrn der deröhmte Arzt «nd medizinische Hackischul-! lchrer Geheimer Medtztnalrat Prof. Dr. Landan. Lsmdau shielli sowohl im wirtschafllichen Leben Deutschlands wie im jüdischen . Leben,eine überragende Rolle. Geboten 1848 tzz Warschau, genoß er semr'Erziehung und wißensckaitliche Ausbildung in Denllchlandi 1872 war er Assistent an der Ümversitättklmik in Halle. 187L Pnvatdount für Gynäkologie und sicdelie svaier nych Berlin über, wurde 1898 Professor und 1906 Geheimer Medizinalrat. Seine Klinik galt stets als ein Mnsterinstirnt und wurde be«' sonders - auch von ' ausländtschrn Medizinern gern zum Vorbild genommen. Seine Bibliothek, eine der größte« und wertvollste» . Wedizmisch-wiffenschaftlichey Büchersammlungm die es üderbaupt gibt, hat er der jüdischen Universitätsbibliothek in Jerusalem / vermacht. * Wilhelm BLlsche vv Jahre alt. Der «at«rwistenschastlickie'Dichter Wüdelm B ö ls ch'e feierte am 2. d. M. seines 6ö. Geburtstag. Er wurde am 2. Jäunrr 1861 in Köln geboren, begann dort seine. Studien, setzte sie m Bonn, fort und beendete, siem Paris, Zürich und Jlalirn. Später ließ er sich als -ächrMeller in FriednchShagen der Berlin «»der; seit einem Jahre lebt er aus seinem Landsitz, rn Schreiberhau, im Rirsen'' gebrrge. Böllcke begann seine literarischeLansbahn mit ästhetische« und 'kritischen Arbeiten, ging aber bald znr Naiurwisienschalt über. Im Jabre 1896 erschien srme »Entwicklungsgeschichte der Natnr^ und dann nach emem Werk über Darwin seine große dreibändige Arbeit a s L i r b e s l e d r n tn derNa 1« r", die zusammen mit der Herrüche» Anssatzreibe „Vom BazilluS r u.m A i f e n m e n s ch e «7 Böliches Weltruhm begründet hat. Eine wundervolle, dichterische und manchmal rhythmlsch-brschwingts S' rache paart sichtzhier mit einer eindringlichen tiefen Kunst der Darstellung selbst der heikelsten Stoffe. Bölsche ist Dichter und Lehrer zugleich. Er hat für die Verbreitung «aturwrsienschastliche« Kenntnisse vzehr getan als irgendeine Umversität. Auch dre moderne Dichtung verehrt r« ihm; einem der Begründer der .Fieren Bübne*, ihren Förderer, der Herne, Novalis und Wieland m schonen NeuauSgäben de« Publikum a«fL neue nähergebracht hat. * Eine Kolonie In Srez Israel als Denkmal für die Pogromopfer non Pinsk. Die Eltern, Kinder, Brüder und Schwestern der. Juden, welche am 5. Apnl 1919 aus. dem Marktplatz in P i«s k unschuldig erschollen wurden, haben beschlollen, nach Palästina auszuwandern und dort erue besondere Kolonie Au gründen. Herr Lipa Silbermann, deffen zwei Söhne sich unter den Opfeni der. militarrschm Pogromjustiz rn P'»sk brsäuden, fährt als Delegierter nach London, um bei a onisttschen Exekutive Unterstützung für die Ausführung dieses Planes der Pmsker Gruppe zu erwirken. Die Kolonie wäre ein würdtges Denkmal für die Opfer von Pinsk. * Ein!ad«»g D»b«üWs «ach Koro«». DsS Jüdische Korrespopdenz--B.ureau meldet auS Kowno: Die litauische Regierung beausiragte ihren Vertreter in Moskau, mit der Sowjetregieruna in Berbandlungrn bezüglich der Uedersiedlung des berühmter Wischen Historikers, Simon D u b n ö w, nach L'tauen, zu treten. D u b n o w, der in Rußland unter großen Eutbehlungen leiden muß. erhielt auch vom jüdischen Nationalst für Litauen erpe herzl che Entladung, «ach Litauen zu vbersiedelnj wo er sich sem^n werwollen Studie« m Ruhe widmen könnte. : Steno ^raphiekuvs. Am 17. d. M. beginnt der unentgeltliche' StenogravhiekurS der BerusSberatungSstelle. des Jüdischen Gewerbes rderuntzsamteS. Tcklnebmer können sich noch melden I!., Taborsiraße 2< r. (3 bis 6 Udr nachmittags.) Die Wascheputzee werden teurer. Die freie BereiüigunA der Wascher und Wäichevuver teilt mit: Wie kürzlich gemeldet, haben die Großwäschereien im Vormonat, die Waschpresie erhöbt.. Nun sind auch, die. Klein- und Mittelbetriebe «egert der neuerlichen enorme» Ste'-perungm der Kosten iür Rohmaterial rind Brennstoff, insbesondere Kols, des rleltrischen Stromes, des Gases -. und der aufgeMungene« . Nachzahluugen genötigt» ab 1. d..M. ihre Preise um etwa 30°/, zuerhöhe«. Bier Kuabe» bei« Schlittschuhlaufe« er* trvude«. Kos Innsbruck' wirb berichtet: In der Nähr von' Kundl vtignügten. sich trotz des Verbotes der Elterrr dte Brüder Peter und Leonhard Reiter svwre die Schulsnaben Sebastian Reiter und; Peter.Moser mit Schlittschuhlaufen im stehenden Wasser des Inn. Infolge des warmen Wetters brach die Eisdecke -ern und die vier Knaben ertranken in dein 2 ur tiemt. Waffex, ohne daß ihnen Hilfe gebracht werden konnte. Die Lerchen bK im Alter von 8 und 9 Jahren stehenden Knaben wurden gchorgen. . * Urania Heute, Donnerstag, '/-H Uhr (Großer Saab r Karl Löwes Balladcuweik. — . V-3 Uhr (G»oster Saal): «Wiener Humor auS vergangener Zeit". — .'/»6 Uhr (Kleiner SaaU: „Jules Vernes Fahrten ins Weltall". — *}$■ Uhr (Kleister Saal) Karl Kneidinger : Ge'chichirn und Gestalten aüs ÄnlengruberS Werken. — 5 Ul r Klubsaal» Artur Dworak,:. Heiterer Abend.5 llftr lKurssaal) Dr. Heinrich Keller: Sorgcnlinder. — 1 Uhr (Großer Saal): ^Ferdinand Raimund-.. — 7 Uhr (Kleines Saal): Kammermustk-Abenö. — 7:Ufj» (Akademretheater): «Das liebe Ich". — ,7 Uhr lKurssaal): Dr» Gustav. Haiter: Die chiomsche Verstopfung und Darrp' schwackr«.. 7 Uhr Klubiaal): Koirzeriabend. Stzetterücricht. , In Oesterreich war. es . gestern ' meist^ Hefter:, in den Niederungen stellenwcis? neblig.' Sieiäripark und ^Tirol hattLn leichten. Frost. Jnzwilchen 'ist es trüb und d7t wenig wärmer geworden Gegen Avend-'began^ es in-Li n zü regn 'ni Auch im Mrigen Mittel'.nropa >:irricht - trKü^s, zien-lichu'f.drS. Witter. Vorauoiage: Trüb«. R-gen.- . luetiiä vrränderr,' mäßiLL Winde. 077

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