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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-24 · Heft 688 (24.12.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 688 (24.12.1920)
Date
1920-12-24
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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I » Nr. 683 . . , Wien. Kretta- Msrgenzettung - .-■ >••••• * •-.-. ■ ....-■■— — ----->■ ^rhtig und natürlich, baß man in Üesterreich Rohstoffkredlte von dep Entente verlangt, um die Ausfuhr stetgem und so den KurS der Krone, heben zu können. Die HauptauSfuhrarttkel Oesterreichs tya^n Zn. dieser Zeit'Holz und Holzwaren, Eisen und Metallwartp, Papier, Papier» und Lederwaren; die Haupteinfuhrartikel Holz, Kohlen und Naphtha, dann Getreide, Wehl, Zucker und sonstige Nahrungsmittel. . Schau diese Zusammenstellung der AnßenhMrdelStvareU deutet darauf hin, daß, wie eS ja den Tatsachen entspricht, unser Hauptlieferant (aber auch unser Hauptabnehmer) im Jahre 1919 der tschechische Staat war und wohl gegenwärtig noch ist: Unser gesamter- Zucker und nahezu die .Halfte unserer Brenn st ö fse stammen von dort. Deu.t sch land, däsgegenüber derfrüheren MoyarchieHauptgLnehmer .und Hauptlieferant war, steht im Außenhcuidel Oesterreichs an ' zweiter Stelle. Bon' dort kamen rund 63.000 Waggons Brennstoffe (also noch mehr als aus cher Tschecho-Slowaket), Baumaterialien, Eif-Nwaren und Maschinen. CS folgen Jtalrim (mit SübfrÜchtSn),' die Bereinigten Staaten, Polen, Jugoslawim und dann erst Ungarn, bas sich aüecbiitgs zu di frr Zeit ln b^föirderS üngüttsttger wirtschaftlicher Situation befand. Trotzdem mutz festgestellt werden, datz der Handelsverkehr Oesterreichs.mit.Ungarn tzu jenem Oesterreichs mit der Tschecho-Slowakct in gar keinem Verhältnis steht. .Ti' AutzenhandelSstatisttk weist UuS klär uNd Unzweideutig auf cl;t, wemt schon nicht politisches, so zumindest wirtschaftliches Zusammengehen mit dem tschechoslowakischen Staate hin. Bemerkenswert ist schließlich noch der Ilmfang des österveichtschen Durchfuhrhandels, der mehr als halb so als der Transitharidel der früheren Gefanttmonarchie ist. Das zeigt uns die Wichtigkeit Oesterreichs als Zwische'nhandelsland und gibt uns die immerhin tröstliche Gewißheit, daß auch dem kleinen österreichischen Staate seine geographisch Und natürlich gegebene Nolle als Vermittlet zwischen Nord Und Süd, zwischen West und Ost, auch bei den mkgänstigsten poMschen.. und wirtschaftlichen VerhältnissAr Nicht zu nehmen ist. Wirtschaftliches aus Palästina. Nack emer nmn Zolloerordnung sind folaende Artikel von btt Z o l l a b g a d e b e f r e i», insofern sie das Eigmfum von Betonen sind, die. in Palaftna ankommrn. um sich dort fl-ederzulasten, oder in'ofcrn fr Touristen gehSrn: Pcrkönlicke t&ff.ften und Kleidünasstücke. Möbel, vcrsönlickeJuwlen. HausballungsM nsiiinde. Der Jmvort von Wassen und Munition. Salz, Hnchnch, deutschen Anilinfarben, Rasieipinseln, die auS Aapan. Cdm» rc. exportiert würden, ist verboten. Pflanzen und Eäum^ sind Nur züläisig. wenn dutck eiN Aittsi eines kowpetenvn MrckülDvifte« 'detz^ .NrsprttsiaSlandvS ,'erwleKn wo-den ist, daß sifrei von Krankheit sind. Gewisse Drogen «Kokain :e.) sind nn, Anker speücsier Lizenz des össenilick-n G sundbe'nsamtks zulässig. Hebpsianzeu aus amerikanischen Stocksind auch weiterhin von , Tare befreit. Das Plkßbureau der Zion-Kommission künd'gt eint von sskaytüel erlassene Ve'Stdnttna an, die sich auf Me Recnstrckrung der K o o p e r a t r v g r i e i i s ch a f t e n bezieht. Die GcskÜschasten sollen zummtest zehn Person-» umfassen vnd kein Mitglied darf emen 500 ägyptische Pfund übersteigurdrn A teil desiym. ... Wechselstuben^?! -G. in Budapest. Budapest. 23. Deumder. Ung.. Tel. K r>.'Bur.)' Dlc Weckseistuben.A »G m Budapest bat m ihrer heutigen Generalbertammlung'die Erhöhung des Aktienkap talS von 30 auf 50 Est'll onm Kronen beschlossen. Ein Ifthsi-Mil lchewDöllae'Skrrhit au Drutschland? Aus Washington wird gemeldet: Es verlautet, daß demnächst dem Kongreß ein Vorschlag zugehen werde, Deutschland einen Kredit von 1800 Millionen Dollar zu gewähren, um seinen Hanpel mit den Vereinigten Staaten zu finanzieren. Die Kriegsanleihe in der Tschräp-Glowakcl. Aus Prag wirb telegraphiert: Das „Prager Tagblati" veröffentlicht eine Unterredung mit dem FinkUlzminister Dr.-Englisch über die von ihm angekündizte Novellierung des Kriegsanleihegesetzes, dessen Härten nach den.Absichten des Ministers und anderer dadurch gemildert werden, sollen, daß jenen Personen, die der Vermögensabgabe überhaupt Nicht oder nicht mit einem größeren Vermögen als 25,000 Kronen unterworfen sind, freigestellt würde, ob sie die vierte Staatsanleihe zeichnen wollen oder nicht. Entschließen sie sich nicht zur..Zeichnung, st erhalten, sie für die Kriegsanleihe Staatsanleihe ohne Berpsti hturrg irgendeiner Auszahlung. Diese Rente wird aber geringer verzinslich sein als die Rente für jene, die Staatsanleihe zeichnen. Die Privilegierten Körperschaften, die in Men Kriegsanleihe lombardiert haben, würdest, so meint der Minister, selbst wenn sie mit Frredensanleihe gesättigt sind, falls der Staat zu ihrem Nutzen auf den valutarischeu Gewi im verzichten würde, der -sich aus der Kursdifferenz zwischen der österreichischen und der tschecho-stowalischen Krone ergibt, diesen Verzicht des Staates annehmen, zumal hierin auch eine SanierungSmaßregel erblickt werden könnte. WiedergrttnrachAngSpkm vet Entente. Nach englischen Meldungen wurde von den Alliierten folgender Zahlungsplan für die Wiedergutmachungen i:t Aussicht genommen: Deutschland soll während 43 Jahren, beginnend mit-Mai 1921, Annuitäten von 3 Mili.irdett Gvldmark in halbjährigen Zahlungen leisten. Don 1925 bis 1930 wird diese Summe um 3 Milliarden erhöht. Don 1930 bis 1961 treten weitere jährliche Erhöhung«» von einer Milliarde ein. Man gelangt auf diese Mise z« einer Gesamtsumme von 365 M i lliärden Gold mark. Valuten Kurie. Bei Beginn de? aestri'aerr Verkehrs wirr» fremde stabsuv"Sm«tkel Hlrocifr schwacher und schwankend, dück rat im Bnlaufe nn* entsch:edcn Bcfferung e,n. Nachstrhrnd die offizrellen Schlnßkursr: 28. Dezember 23 Dezember Gld? are Ware simsieidtm . . 18:^50 — 189’0,-180*0.- 18150- A-ram .... . , 406.- 410^- 864— 372.- Bklarad.... , . —oL Berlm . . . . . . 844.- , 85f-.— - 83550 84 IW Brüssel . . . . Bttbavest . . . 3.810.- 8 870.- 3 480 — 3.52.- . « 109.- 111— 104.- 106 - Bukarest ... . . 780.— 340.- 670 — 630- Ctir'st ania . . . , 9.075.- 9.125.- 8*475 — 8.525- Kopenhagen . . 9 « 9.075.— 9 m- 8.77 8.825.— '/ondon .... . . 2.140.- S 160 — 2.030.— 2.050 — Mailand und Triest. 2.077.50 2097.50 1.965.— 1.9U5 — Rew-Bork. . . 60150 §05.50 578.- 582.- Par'L..... . , 3. 9 3.6 0.— 3-8‘IQ.— 3.370.r- Prag . . . » . . , 719.— 725 - - 654.- 68!.- Sona..... , . 6 SO — 690- 605.- 615.- Stockholm. . 11930.— um- 11.370.- 11.4'0- War'6mn und Krakau 95.— 97,- ' 94.- - 96 — Zürrck . . . - . , 9175.- 9.225.-^ i8.775 — 3.825.- Dinar-- Noten 1.605.— 1.625.- 1425.- 1.445.— Dallir, ^rove) (kleine) d 597.— 594.— 6< 1 — '598 — 567,— 57!.- Belgisch" * 3 8 iS.— 8845.- 3 480.- 3.52s'.— französische 3 590.— 3.630.- 3310.— 8.350.— Sltmeurc ' m 9,1-0.— 9.2 0- 8.7-5 « 8«0- »?>vLän dische 18800.- lv 9 0.- (8.1-00.- 18.t0y.- . Täniscke 9.9 25.— 9.965.- —.— .luaoslawi'che * — .-Ei Rorwenücke 9025.— 9 075.— — Tchwedssche Tswecko-tlow. 11905.- 11-9-5- —.— m ■719.— 7-5- 654.— 660.- Ungarrsche 111.- 113. — 107.— 109.- ^ei° E 7 0 — 7 0.- 6^0.— 690 —?eva 615.- 685.- 645.- 655.- Ikali-'Nncke W 3.075.— 2.095.- 1.910.— 1 960 - Dcunckie Mark- 8! 4.- 850.— 83 t 50 84070 Polni'cke Mark» 99.— 101,- 98.75 10> 7? 1 Pfund Stellmg 2!30 — . 2 150.— 2.020.— 2.040.- I Rübe! (Rom.' 332- 828- 319.- 825.- Der König der Schnorrer. Do« ~ Ifraal Zangwill. f'36. ftoiff*ntna.): Manasfe wandt« sich zu ihm, indem er seinen Stuhl sankt seinem Körper zu ihm hinüberne'gte. „Meine Tochter wird einen polnischen Juden heiraten, aber .ich denke nicht daran, sie ihm zu geben," sagte er. argumentatlv den Zeigefinger erhebend. ' ■,£), ihr verweigert a so eure Emwllligung?" crflätte der Nat, seinen «Stuhl zurUckschiebend. üm die zunehmende Nähe des Bettlers zu vermeiden. „Durchaus nicht," «antwortete Manasfe in überräsch.'em Tone, während er seinen Stuhl wieder näherrückte. „Ich habe bereits eingewilligt. Ich denke nicht üns Cinwilligen. Diese Worte deuten ans Unschlüssigstit hig." . „Keine Witze, Mensch!" rief dee Vorsitzende, wäh^ rend Scharlach röte sein Gesicht überzogt Mißt ihr nichts daß eine solche Verbindung^ für euch, eure Tochter und die Gemeinde,, die so viel für euch getan hat, entehrend arnd erniedrigend ist? Was! Eine Sophardi einen Tedesco hei.a.en!' Schmachvoll!" ' ' „Glaubt ihr, daß ich die Schmach» nicht ebenso tief empfinde wie ihr?" fragte Manasss mit unendlichem Pathos. „Glaubt ihr, ihr Herren, daß ich durch diese Lstbe eines Tedese» zu meiner Tochter nicht gelitten-habe? Ich kam her,. Mitgefühl von euch erwartend, und ihr macht mir Vorwürfe? Herr, -vielleicht glaubt ihr" — Hier wendete er sich zu seinem Nachbar zur Rechten, der in seinem ängstlichen Bestreben, die gefährliche Nähe zu vermeiden, seinen^ Stuhl halb umgedreht hatte und somit dem argumentativ er*’ hobenen Zeigesinger nun den Rücken bot — „vielleicht glaubt ihr, daß ich. weit ich meine Einwilligung gegeben habe, nickt mit euch mitfühten kann, daß ich nicht gleich euch diesen Fleck auf unserem gemeinsame» Wapi-en beklage vielleicht glaubt ihr Hier rückte er geschickt seinen Stuhl auf die andere Seite des Rates, ihn derart wie ein Lkap umsegelnd — „vielleicht glaubt ihr, daß ich, weil ihr Mit meiner Heimsuchung kein Mi gefühl habt, auch keines für eure habe? Nein, wenn ich einwlll'gie, so geschah das nur, weil «S das Beste war, was ich für meine Tochter tun konnte. In meinem Herzen habe ich sie verstoßen.-so daß sie eigentlich als eine Waise gel'en kann und somit völlig geeignet'ist, die Heiratssttftung zu erhalten^ die Rodrtgnez Real — Friede sei mit ihm! — hintrrlassen hat." „Herr, da > gibt es nichts zu lachen!" donnerte der Vorsitzende. Er vergaß seine Würbe, da er zuviel an sie dach e. „In der Tai," antwortete Manasse teilnahmsvoll, indem er sich nach rechts schob, so daß er dem Vorsitzenden gegenüber saß, der stürmisch fortfuhr: „Herr, kennt ihr die Strafen, denen ihr euch auSsttzt, wenu ihr auf eurer Absicht bcharrt?" Ich setze mich keinen Strafen ans," entgegnete der Bo.tler. „So glaubt ihr also, daß jeder ungestraft unsere alten Dakanoth mit Füßen tr't«n darf?" ».Unsere alten' Takanoth?" wiederholte Manasss überrascht. „Was haben die dagegen einzuwenden, wenn eine Sephardi einen Tedesco heiratet?" Die Kühnheit der Frage machte den Rat sprachlos. Manasse muß!e sie selbst beantworten: „Sia haben qüv nichts dagegen einzmvenden. Es gibt keine solche Takana " Einen Augenblick herrsch e ein. furchtbares Stillschweigen.'ES war, als hä.te Manasse-die Zehn Gchbote verleugnet. > „Ihr stellt also das erste Prinzip unserer Verfassung in Frage?" sprach der Vorsitzende endlich in leisem, unhrildroh-endem Ton. „Leugnet ihr, daß eure Tocktec eine Verräterin ist? Leugnet ibc's?"- 24. Dezember 1920 , 'Ü&ÖTT ■ « ■'!»" wmy’-w..... ALftktzstockurrg und BewirbSrtnschränkmlgen tu Tscheche«! Ans Prag wird uns gemeldet: Der Verband nordböhmisch« Streichgarnnnd Schafwollspitrneretm in Reichenbeech der etwa "80 Unternehmungen umfaßt, hat beschlossen, läufig für die künsüM sechs Wochen die Arbeitszett in deS Weise zu verkürzen, baß Freitag und Samstag nicht gearbeitet wird. Die Ursache dieser Drtriebseinschtänkuntz ist die kolossale Ansammlung der Vorräte, während drr Absatz stockt. — Auch in der Textilindustrie herrschen ähnlich» D:rl ältniss-^ und eS isi wa^ r'ch in ich, bast es in diesem Industries zweig z« einer gleichen Betriebseinschränkimg komyien wM, Wiener Börse. Da die schwächeren Elemente seät einigen Tagt», ihn PosisivN'n. gelöst, laut an dir gcstr aen Börse ' eine entschiede« freundtzchete Tendenz -um Tuichlnuch trotz dir dr'enäpigrtt BA fslirSunteibleckung Im Vo,de>g,und tes Interesses standttt A'p ne, di» m größeren Posten, onarblick *fit auSwärtitzr R chnnng, aus dem Markte genommen würden und eittt Steigerung von K 4M erzielten Sraarsbahn gewannen bei lebbaftcn Ilm'ätzm K 294 75 Dre Besserung der Bankenwerte dttrütz li 15 b s S-. Calgo vrositicnen t L89. So wie rn der Kulisse w« auch im Schranken Ka»siust vo,banden und wurden last alle Werte Avancen zuge'ührt. Dre Akt en der O sterrelckisch-unaari« scheu Bank gewannen K 385, Bodenkredit K 300, Damvsichlss K 460. Lloyd K 300 und N-wigcmonc K 450. Bon deN JndüstriSwerten wurden Av'sig Chemische um K 3t0. Berg Und Hürttü um K 640 in die Höhe gesetzr. Bevorzuat waren auch «rnzelne Kodlenvapiere,. ferner Beiticker Magnesit und beide EiseNdabch» Berkebrö-Attlru. Dre feste Tendenz erfuhr b»S rum Schluß Un'erbrechnug. Auf dem Rmrenmarlt wendete sick das Interesse dm ungarischen Knegonen zu. Ungarische Göldrente gewantz 30°/o. Ungar,sche Kronenrcnie 80"/«. Im Übugrü verweis« wir aut nachstehende Schlußkurse: ‘1 ^nDustrte-Aaternrhmvuge». Allgemeine Bavarsell- 1097 — (4- 97.-). Umonbnu 1040 — (+ 70.-*), Meck» Baugesklischast HOo— (-.-), KönigSbofer Zewmt — -), Perlmoor-r Zemem 3400— l-s-10'».—), Wierierhrtgkt' kregel 4200 (+ 200 •), Liesingrr Brauerei 2660— (— Sarairvo 4350 — ' -i- 300.—), Aussig Chem 11.830.—i-s-8^0-7-), Brosche L pwkus 7370.— >— 80—), Carkvrundom 4900!--- - Elorhildr 6>00l-sm.—\ A.E. G. Union EtM 229 (-f 2> 6.—), Veremurtk Elcktrrschr 28iO.^- (-f S70.—I t amm« 2Äurfti’ 2199 — (+ f 9.—'. AlVMc 6020 — r-s-460.««^ Bero- und Hüttenwerke 18.600.— (-1- 94V ->,Austr>a Email 5160.— l-i- 160.—). Egydrer -.— --), EnzrSielder 4- 200—). Felten & Guilleaume 7080— f+ 430.—), Gremitz Eisen 8-50 - (+ 890.-). Hutter ft Schmutz 2640.— (+ S30.-5 Kruvv Ä.-G 1746.- 4* 59 PoldihÜtte 4598.- +113.-4 tzrager Eisen 14.000.— (— Rimamurany 8995.— + 20).—), Skoda werte 8400 - <ch 101.-), Wasieniadrik 3150.- + loo.-), Brürer Kohlen 10.200.— (— —\ Grün- Szoszvarer —). Nordnng. Kohle» 3870.— (-t- 70 -). Lberung. Hätten 5330 ' -l-130.-). Rössitzer 4960.— -i- 160.—'.. Salgo -Tarjaner 8720.— (*f 260.—), Trüarlec Kodlen 4300-(ch 100.-) .Ung. Allg. Kohlen 10.930.- (ch 180.-),' Urikonv 7900.— (ch 280 —Be,sicher Magnesit 24-000.— ch >00.- . WkstbSdm- 5600.- ich 300.-), WoUSegg 2470.- (ch 445,—). Danek Dia'ckinen —i— —©rönnet Maicklneo 8600.— Daimler Motoren 1885.—' ch 120.—), ^-rrwerke 1700.— l ch 105.—), Heid Maschinen 1340.— '4- 61.—), Hollierr ft Sckrantz 1225.—(ch 65.—).Sial Lokomosi» 3700l- 125-), Mston 35'5. — (ch 145.—). SiMMttinger.- 2065.— (ch 140.—), Elbemühl 4900.-<- 100.—), Leykarn-AosM> ttaler 7500.— (-.—), Neusiedler 16.400 (— 300.—). Apollo 7990 - (- HO,-), Fonts Genf 27.450,— ch 650.—). Karvardeü Ix.ooO- (— 100.—), ®allst a 28.000— (4*500.—), Schodnica 19.700.— (ch 4( 0.—), Cosmunos 6890.— (ch 500 —), StzftzdM» (-Roikosteletzer 7800.- (ch 600.-), SckprS» «ucfet 11.20 ),-r- (ch 200 —), LckönvrieseNer 4880 — (ch 80.che^ Oesierr. Eisendahnverk. 73'v.— (ch 575 — , Ung. Eisenbavnyen. ".800 — (ch ch)5.—, W'ener Waggonleihgeiellsckaft 3760.-- 4- 200.—). Gerngroß 1' 50 - (ch 85.—), HokhandelSgeseSlck»ßl 4960*-- ich 820.—. Törkenlvse 3550.- lch 100.-), Tra«sportoA»ternehm«ngen.Ndria 15.980. chgtzü.*-)^ Anssig-Tevützer —(— —.—), ©Mtiehrader ltt. A — ' -!• —.—, Buicktiedrader fit, B 2910.— (— —Dona«» Damm 14.5(0.— (ch 490—), Servmands-Nordbahn 21.300.— (ch 420 >. Graz-Köstacher 4370.- (ch 190.—). Kaschau-Oder» eron 8680.— ch N'—Lemberg - Czernowitzer 8870.-^- ch 270 —), t'lovd 88 3^0,— sch 300.-). Ravtgazwm 14000.— (ch 4'tt.-). EtaatSdalin 5079 75 ch S94 75). siomdarden 24Stz.— „Fragt euttn Kanzler," fiel Manasfe ruhig-ein. „Er ist ein Amhorez, aber die Statuten sollte er. kenne»' er wird euch sagen, daß das, was meine Dochte^ tat, nirgends verboten ist." „Still, Herr!" rief der Vorsitzende gereizt, „Herr Kanzler, lest die Takarra vor" Der Kanzler, abwechselnd rot und bleich werdend. - rutschte auf seinem Sessel herum. Aller Augen waren in angstvoller, Erwartung auf ihn gerichtet. Er stieß ein „Hm!" und ein „Ha!" aus, hÜMt-,. schnupfe und schneuzte sich sorgfältig. „Es — gibt dafür — kei—keine ausdrückliche Takana." stotterte er endlich. Manasss saß in bescheLdenem Triumph ruhig da. Der Rat, der nun. seirr rechter Nachbar geworden, war der erste, der das betäubte Stillschweigen h ach. Er mischte sich heute zum ersten Male ein: „Natürlich ist dergleichen nie rüedSr» geschrieben worden," sprach er in strengem, vorwurfsvollem Ton. -,M b'auch'.e nie ein Gesetz dagegen gemacht werden, weil man es nie für möglsch HM. Solche Dinge gibt jedem vernünftigen Sepharden bas Gefühl ein. Haben wir ein Gesetz gegen Ehen mit Christen gemacht^ ' Manasse wendete einen halben Kompaßstrich um und durchbohrte -den neüeft Gcgner mit dem arguisieütativ erhobenen Ze'g^inger: „Gewiß haben wir has!" antwortete er unerwartet. „Abschnitt XX, Paragraph 2." Er zitierte die Dalan« auswendig; das' tonende Portu^ giesisch klang wie eine feierliche Anklage, „Wenn unsere Gesetzgeber die Absicht gehabt hätten, Mischehen Mit her deutschen Gemeinde zu verbieten,- würden siE eK verboten haben." „Das mündliche Gesetz ist ebensogut, wie drtz geschriebene!" rief der Kanzler, sich fassend. „So ist tzK in unserer heiligen Religion, und so ist es tu unserer Verfassung." „Gc'.nlsr: W gibt Präzedenzfälle," riss der Vorsitzende eifrig. (Fortsetzung >

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