Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 688 (24.12.1920)
- Date
- 1920-12-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979766--06182-2992110- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
De8r <T Wlen, Krestaei S2tzstoffa-gabe. . r" Am ban^ Wer «nd der iolgendett Woche erfolgt tft den Wiener Verichleitzstellen d'e Ausgabe von Sacharin M den Monat Rovrmbkr gram Abtrennung der SWrfmtteXXI und XXII de« ärmlichen EmkanstcheineZ. Als MonotSmmge wird «ne Eackaringaktuna? 8 tmt zir'a 100 Tableiten, ' auf Kffatzkartm. fltr beaünsi ote D-'braucheram den eine' we>te.e EaÄarmoaUnna T 8 mn nirTc 10n Toiletten abgegeben. D-r Anard- «ung deS BnndcSmin'steriums tür Doiks'rnäbrnng gemlin werden, wie iuf den Mona: Sept mber, auch aekeaentlich der dieSmal'pe» Sacharinonsaabe die (5h tmfcföi tcn der Kranken. schwangeren Frönen, Killenden Mürter und Kinder bis zu sechs Jahren mit Wnbzncker eingeiöst. Tie Aboabe erfolgt aas Grund der Derenibkrrusatzhrrtkn der oer.anntrn Verbrauchergrnvven. io d,air gegen Vor» ffnng derselben Kranfe aMrr der ZlMtzquvtt von k.v 6kg Wemmcker und Kinder unter sechs Zabren. schnianoerr Fram» und stillmde Mutter außer ibrer Zn'atzauote von?5 6kg L'eisizircker noch die auf di? Grnndlane (Ablckn'tte 21 and 22 res amt! ckm Ein' m'-- fchnnes entfallende ^uckrrm'-ngk von Wetstmaer erdal'-n» Bemerkt wrd. daß bie neue Einsübrnna der WMl Zweier Rmnmnn des Ernkan'schrmes den zuckr, druckenden Berbrinchergrovven den Bezug drS Zuckers in zwei gleichen TMmenzen ermöglicht. _____ Flekschsbgabe in Wien ist der Woche söM 23. bis zum 29. Dezember 1S2V. In der kommenden Abaabewoche gelangt in Wien zum Teil 5kisÄpesch!ichtetes, brüchungSweri? nnvorlinttS Rindfleisch, .-;um Terl Gir irimdsleisch zu den P ei'en der billigen Woche zur Abgabe. Es erhüen alle HanShattmigen 10 6kg rer Kovf zum Or ei'e von 150 für 1 k® Borden es, K 54 tür 1 ks Hinteres und K 69 lör 1 kg Bmrenüüsch. An jene Hausbaltnngrn. die, btt Fleischhauern ravonierr sind, deren FamM rname oder Fi'Ma mit dem AManoJbnchstaden bez rbunaswe se 2 zurück b>s 8 (teilweise) beginnt, wird srnchaeschlachtore?, brnchungsiveise jnaoilawsäreS. an die übrigen Grsrielrmdflei'ch abgegeben. D?r Deikaus erfolgt reom Älrir nnung der mu Nummer 28 beeichneim Abschnitte des R>ndfittscheinkaMscbs nrs. Ab Freitag den 4. d. M.. 7 Uhr abends, dürfen dre Äbstadellllen daS erübrigte Rindsieisäi an die der ihnen rnvonietten Kunden ohne Rücksicht darau. rd diese idre Quote bemgen haben oder nrcht, verkanf.-n. Die Kovs' quote beträgt auch in dir'em Frlle 10 6kg und erolgtdie Abgabe za den glechen Preisen. Bc m Brzuge der.»insatzqnote wird der mit Ul bezeichnet« Äbschn tt des Rindsittschcinlaustchemrs ab« Atrennt. _ W. I. W. Mittwoch dm 29. d. M., von S bs 11 Mr vormittags, ror und grün; nachmittags, von 3 b s 5 Uhr, gelb vnd dl ru. Donnerstag den 30. d. M. von S brs ll Ubt vormittags wech, orange: nachmittags von S b S 5 Nbr, grau, rsia. Abgabe holländischer Liebesgaben. Zur Abgabe grlarroerr zwei Dosen Kondmsmüch tür MMlieder «rit Kmdern von unter 14 Jahren. D?r übrigen Mitglieder erhalte» 1« kg Zuck'r (Rer ebutrag K 5 ). Feiner pN.augen, mm Bei kam Schokoladeboubons sowie RcstedesWeiduachls» Verlasses. _' Bühne und Kunst. CLeUie. ^Vpec kn drei Men von Bruno Warden und F. M. A elleminsky, Musik von Max Oberleithne r.) . Immer wieder reizt es den schaffenden Tonkünstlcr, brr nur sein Werk liebt und leibet, dess:n W'rdegang auch bühnenmäßig vorzusühren. An den„Meisisrs'n^ern" führt uns Wagner in die innerste Werkstatte des Künstlers und zeigt uns das Werden und Wachsen der „seligen Morgentraumdeut - Weise", Ln Pfihn:rs „Palestrina" erleben wir das Wunder, durch welches sein „Kyrie eleisgn" Gestalt annimmt. Unser Opern- Held, Musikus und Organist Hans Lobesa n g hat seine Oper „Cäcrlie" bereits vollendet; ihn plagt nicht mehr Kummer, ob sein Werk ans Lebenslicht gelangen, sondern Zweifel, ob es noch das Rampenlicht erblicken wird. Schon vor einem Jahre hat er cs der Hofbehörde elngereicht und wartet vergebens auf eine Nachricht. In der letzten Nacht träumte ihm, söine Oper würde aufgeführt, und dieser Wunschtraum foft rasch zum Wahr träum werden. Als „Deus «x machina" betritt eine junge Dame 'fein Gärtchen und nimmt an einem kleinen Feste teil, das er rnit seinen - Freunden feiert. Nach Künstlerart blickt er der jungen fremden Schönheit, der er auch das traurige Schicksal' seiner Oper klagt, allzu tief in die schönen Augdn utid nimmt, als sie aufbricht, schweren Herzens von ihr Abschied. Bald darauf Merbringt ihm ein Diener b«s Obersthofmarschalls einen Brief, der die Abnahme feiner Oper und eine Einladung.zum Fürsten enthält.. Der übermäßigen Freude folgt im zweiten Akt die ' herbe Enttäuschung. Schloß.erführt er, baß seine junge Liebe Hoffnungslos, daß Eäcilie' die Fkvu des Obersthofmarschalls ist und daß er nur ihr die Annahme seiner Oper verdanke; mit dem Geständnis' feiner unglücklichen Liebe bricht'er zusammen. Inr dritten Akt trägt er den 5deim der Todeskrankheit in sich und stirbt, nachdem er Cäcilie noch einmal inS Auge geschaut und sie ihn ihrer Neigung versichert hat. Die Nachricht vom Triumph seiner Oper kommt zu spät in sein Sterbezimmer. ' Die Handlung ist auch diesmal von Oberleithners erprobten Textdichtern Warden und W e l l e m i n s k y - gurechtgezlmmert und durch verschiedene komische Ele-' mente belebt worden. Der Text selbst ist reich mit musikalischem Zugehör drapiert: Der Held heißt Hans Lobesang, seine Freunde sind durchwegs Musiker, im zweiten Akt wird ein Schäferspiel vorgesührt und die Fürstin heißt Cäcilie gleich der Schutzheiligen der Tonkrrnst, bie Lobesang im Tode erscheint. K An Oberleithners Musik hat sich so gut wie tnichts geändert; feit zwei Jahrzehnten wurden seine Merke an deutschen Opcrnbühnen aufgeführt, und sein '^Eiserner Heiland" ist noch in frischer Erinnerung. ICV: *’■- Elirge:?. gehabt, in das mitnv‘': ' . ’ ■. : ■ .Wiener; MMMjedMch , esnzudringön, er kennt auch nicht bieMwete Hötchettdig-. keit, über musikalische Probleme der' Gegenwart Nachzusinnen. In seine« .Opern, die in Aufbau, Thematik, Harmonik und Instrumentation, eigentlich einer vergangenen Epoche angelsören, erblühen quf gebahnten Wegen immer wieder Melodien, die, volkstümlich gehalten, vielfach direkt aus dem Volkslied schöpfen, mitunter freilich , in ihrer Sentimentalität ziemlich weit gehen. Mit einer LeichtigkeiL, die zuweilen an Sorglosigkeit grenzt, erfindet Oberlekkhner diese /Melodien und Melodischen', die er zu Liedern und Gesangsszenen aufbant, ohne sie auszugestqlten' und psychologisch zu verdichten. Durch geschickt angebrachte Steigerungen im Orchester weiß er für einen kurzen Moment dramatische Fewr'gung vorzutäüschen, aber schon im nächsten Augenblick empfindet man, daß hier kein wirkliches Leben pulsierte Trotz aller netten Einfälle im einzelnen fehlt der dramatische Zusammenhalt und so will sich der bühnenmäßige Gesamteindruck nicht einstellen. Am stärksten scheint Oberlekthner im Lyrischen: . So gelingt ihm sehr hübsch die Begrüßung der Freunde, lieblich klingt das Lied „Die Seele schwebt am Sautne", auch die S-ene zwischen Hans und Cacitte im zweiten Akt ersreut durch ihren satten Wohlklang. Därme und Innigkeit atmet die. Erscheinung, der heiligen Cäcilie im dritten Akt, der auch im Kinberchor eine Abwechslung bietet, und schließlich sei des komischen Quartetts der Freunde g'dacht, dem Oberleithner seine besondere Sorgfalt zuweudeti Die Sänger dürfen Überhaupt mit dem Komponisten recht zusriKden sein,'er schreibt ihnen allen leicht sangliche dankbare Rollen. Sänger und Orchester gaben sich auch alle Mühe und b'.'ach'en eine kn Anbetracht der beschränkten Mittel der Bölksoper sehr gute Aufführung .zustande: Herr Bandler als Sixtus Jakobi war w'e immer von ergötzlicher ünausdringlicher Komik, Fräulein Rantzau als Cäcilie und Herr Lauer von der Staatsoper als Hans glänzend bei Stimme. Auch die andersn Mitwirkenden, nicht zuletzt Kapellmeister.Doktor Kaiser, waren alle mit Eifer bei der Sache und gaben ihr Bestrs> um dem Komponisten jenen vollen Crso g zu sichern, den die Dichter schon im Textbuch der Oper < vorausgesagt hatten. Dr. Erwin Felder. SÄttitzl^rs „Nergeu" in Derli« verdokerr. Aus Berlin wird grmelde»: DaS Ddckwrmm der Hoch'chule für Mnük, iu der das Kl« »e Sckiul vieü'auS feine Borsteliunmn iolDlt, bat eme einstmalige B e r f ü a u n g des VandaerichteS Ili nw rkr» »rickie lit dcut^ge Aufiübrun«. von Schnitzlers ,Neig N*'yn e er sag t. DaS Drtttorium iü der Anückr, daß"die Äunühnma des »Rrrg^n*. .i^ecreu den mtt dem , Duektorittm mchiosfenen M'etv rvag verstostt, der Lkücke ver» bietet, die in polnischer oder sntl ä'er Ber gung Avstoß err. en können. Ter ^Reigen" ser vom Landgcricht l hnrilö emmal als unsiUkrch rrilärr «ordcn.! W fccti Ctzeakertt. Hr?e Slelbe» faMtliche Theater gesch ossen I B u r a t h t a 141 wud rnv' cen. S imstag. zu crhöhlen Pieiscrik b ri i f a? gegkden. Änfana 7 Utir. In drS t fl «rts.ov t r arlanat. moegen Samk-Wfl. zu erbo'ten Preise« *X a n nhäui e t" zur Aufführung. Dcqinn */oT Itfrr. Volk 8 :o‘ p e r. Am 8<\ b. M ftnbft m der VolkSvp''' die ErstnMi>-rvna d^r e nak! g-u P.'Nwm'me i e N s s e". «ich Monvrn von Ostendtch und Supps zusammengenrÜk von Julius Katay, sta't. Im D e u t s ck, e tz V o l k S t b e a t e r' g'bt moraen. Sams'og nlB i n t e r l e a e n d e" in Stene. D k»nn 7 Uw. tzNachm ti rcs um ‘'*8 Uhr (Äh ndpreiiel -Ji l a m m t% In d-n K a m,m e r i p »e l e n g'-lanaen nw'aen. Samd" ta-, r«r Änffi-brung: V^ Uftr r ncknn ttüs- ..A r m u t*. ttm V-7 Uhr ,A n n e t t tn und um 10 Uhr 4M e n agt r i e". Die Beethuve«-i?e?e« in ver StEtniDakrademir f M«ißk. .Um« &ttttrtOr& D rrltors ^erdmand L ö tv e taub ü am 16. d. M. nne.Be thov'n-Fe kr im Tbe-verfM deS Kol'-ntvanleS U'Nir M iwrMig d'ks SebÜle orcheOers ünu *D'e Nülfübruna der 6mol!« Lywohouie und der „Emnont" - Ouvrni'lrr winde vom Publilum nnt Recht tehr de iü'lii ausq'nommrn. D relkyr Vöwc - wurde n.ach j. dem Latz w t üli mtfrb?m Beifall nrei^rt Als ' Snl sten Men' auf- Frl. Kat o'iue H ü t t« e.r' und Mnna.A ^Wobne) Und Fr! Mm L a « n e r l^lärchen-?ieder)t B>toNv''rs' hrrvorwhcdrn frnd die a>'san'technischen {Mfiinumi ‘ bts ftvf Ltwner,' emrr degidtm Schülerin ofcsior Forstens. De suiise Künstlern wmd'w ederbolr stürmisch der vorgern'eie. Direktor Vöwe ckblte sich tommhfr, die?änaelin mr Mi de bvlung der wieder aufzulordern, gewch eine Selcerrheit m dm Annalen der Atadcmie. " . c». BezugsscheinabovuemenL . dev Wiener Bold»- opev. Der Eplewlm vom 1. bis 10. I8nn-r 19 1 .rntbiilt die erütn Avoni'emrn vorstellunae» des Irkre abonnem ws. Mit Montan den 2<. d. M. d^innt die AuSaabe des RrsteS der EchreZal'onnenlenrS an Bei e ue, Insti'U'e. BlldunflSanttalten und!gam süvonen, mi» w lch'N d'e.D reltrsn besonderscnkgegenkornmmde Beremdaumgen trcffm wnd. ' - Sport. ZuLerriaLiortales Sch«chmeistLr.'lotir \zt. In Perl» wwde ssebr» em internat on.rles Ech chme siertourwer berndestz daS ernen-überraschenden Ausgang nahm. Der erste Preis Ulan den Pretzburger SB c ety er, der sicherlich wcft» der beste, sondern nm - einer der alücklichstm Kamv'rr war. Er erzielte 6'/, Pvnk e. In dm zweiten und Dutien Preis teilten sich Bogoljubow und T a r t a k 0 w r r mrt je B*/e Wählern Vielter wurde der Wim'r R e t r m't 5 Punkten Ten fünften P.eis teilten nnt je 4 Puniten Maroczy. Mieses nnd T a t r a s ch, während auf den nächsten Matzen S ä m U ch 24. VeMStt vm M .... ■' ' .. M Die sonntägigen Fufballweitsptele. Am Sstmtaj köwuren, vormSaesetz', daß eS die Bodenverhältttiffe gestätkeks zwei MctsterschaftSsvitle zur AuSttaanng. Iw Prater tk,W A. C. und Rapid, in Floridsdorf W. A. F und F. A. C zusammen. TaS SebiedSitchteramt versehen du Herren Komaq deziehnnasweise Sterrifcld. l Drr Wiener Meisterringer Steinbach slkste i» einri NrugkaMpfkortknrrmz, du soeben m Teplitz beendet wurde. | _ $13 km in dev Stunde. Emm neue« Schnelkiv-M« Weltuekord >ilr.Fluflmasckmm stellte der Franroke Lecointe iv B llacourt auf. mdem er eine Stundenfleschwindiakeit von ötAkn, rrrerchte. Cr vr'ketlerte damit seine eigene Welthöchstleistung dürf 809 km «m 4 km. Gpuetblub Haüsah. L e i ch t a 1 b l e t i l f t l t i v ut .Som'tiq Querf-lderNlanf rm Praier. Ablauf vm 10 Ubr vorn CatS Konnantlnhüge!. — T s u r i st i t s e t t i v N: In de, Hinterbrith! sinder rin Cbkürs unter Liiituna 8eS Herrn Jnarnieut Ackermwn statt. Anmeldungen bei der SrktionSzu'ammenkunst Drens ag de» 29. Dezember. 8 Uhr abend?, im Klubtimn. Jüdischer Mhletikklub. Sonntag de» 28. d. M.. '/»6 Uhr. >m Calö Bullantengrnnd. VM. Lerckenjelderstratze ZS, Klubunirrhaltung d:S I. A. E. GL re «wünscht. Akademische SportadtelLnng Indaea (IX., Tärkeustrahe S>. Die Akademische Svortabieilung Iuda<a deabstchtzg) e'ne Tämrn-Tu n'rktton auWstellen^ Jene Äollegmnen, d:e stch dafür mtre'sreren. wögen sich im Sekretär rar täglich von VslS Iw V«i Uhr einfindrn. . Der Volkswirt. Ei«r Krone -- 1.75 Centimes Geld. Gestern notierte in ijürd;: die österrelchlichr Shcne .... 175 f t.55 am 22. Dezember) die österr. gesternt elte Krone * . 1.15 ( 110 am 22 Dezemberl die tschechische Krvue ..... 7.65 [ 7,50 am 22 Dezember) vre Mark.. . 915 913'/, am 22. Dezember) Äaram ........... 480 L 420 am 22 Dezember) Bukarest .......... 8.10 ( 7.40 am 22 Dezember) Bnöavest .......... 1-25 ( 1.15 am 32 Dej'Mber) Warschau ..1.10 ( 1.10 am 32. Dezember) Die SteuerrütkstLnLe. AtnLl'rch wird gemeldet: In der letzieu Zeit wurde öffentlich häufig besprochen, daß die Bemessung und Einhebung der veranlagten Steuern nicht überüll in einsr Weise vorgeschritten ist. wie es die Not der Staatslinanzen dringend erheischt. Das Bündesministerimn für Finanzen hat dieser Frage fein besonderes Augenmeü zugewendet nnd hat insbesondere über die Bemessungs« rückstände schon wiederholt schriftliche und mündliche Berichte der UnterLehörden eingeholt. Ein Erlaß unL den letzten Lagen verlangt nun ganz detaillierte Berrchtc und Nachweise über die Steuerbemessnngsrückstände ad. Es kann angenommen werden, daß nach der umfassenden Aktion des vergangenen Jahres zur Aufarbeitung der noch. aus der KriegszesL i herrührenden Rückstände dis Anzahl der noch offenen Bemeffungsposten bis 1320 nicht mehr eine allzu große ist. Sicher sind es aber gerade Fälle mit komplizierteren EmkommensverhAtnissen. dcrerr Veranlagung besondere Schwierigkeiten bietet. Die Aufarbeitung dieser noch bestehenden Rückstände wird den Steuerbehörden nttn.mehr zur dringlichen Psiicht getnacht. Von keiner Seite kann und darf Bedeutung verkannt werden, die dem regelmäßigen und. rechtzeitigen Einfließen der Steuern'bei der jetzigen Lage dev Staatssinanzen znkommt. -Hiebei handelt es sich in gleicher Weife um den endlichen Abschluß de^Steuerbcmesinng wie um die tatsächliche Einzahlung der Steuern. Die Steuerbehörden haben neuerdings in beiden Richtungen dringende Weisungen /erhalten. An die BeMkernng selbst aber ergebt der naöjdrückliche Appell, in der Einzahlung der Steuern es nicht erst auf Mahnungen und Exekutionen ankommen zu lasten und vielleicht sogar verfcharste Bestimmungen für die St.euereintreibung notwendig zu Machen. Mit der Zurückhaltung schuldiger Steuerbetrugs gewinnt niemand etwas, wohl aber riskiert der Steuerfchnldner, vielleicht in einer-Zeit, wo fein Einkommen spärlicher fließen.wirdals heute, -angehäufte Rückstands der Vergangenheit auf einmal einzahlen zu müstm. Vor allem aber bringt eine Lässigkeit der Bevölkerung in der Einzahlung der geschuldeten Stenern den Staat in Gefahr und.stellt damit zuletzt die Grundlagen für die Privatwirtschaften selbst in Frage. Oesterreichs Ki«--, A«s- «nd D»rch-> fuhrhkrrdel. Vor einiger Z'ii hat das HanbelSministerinm statistisch« -Daten , über hrn Außenhandel Oesterreichs im zwettm Halb- .jahr veröffenLstcht, die nicht nur den wirtschastSpolitisch-verantWorLlichßn Kreisen -zu denken geben dürften-. Dir Eins» Hw OesterreichO betrüg (abgesehen von den Stückzahlen). ü» zweiten SenrHer 1019 807.000 Waggons, die Ä u S f u h.r zirka 60.000 Waggons, der gesamte Außenhandel demnach rund Sü7.0.ö0 Waggons und 905.000 Stück anderer Waren. (Die Zahlen sind auf Tausrnde abgerundet.) So geringfügig diese Ziffern i.n Vergleich zum -Außenhandel der ehemaltgru österretchisch-Uliga'ischen Monarchie sein mögerr, so bedeuten sie doch' gegenüber her Zeit feit Abschluß des Waffenstiilstanb-eS bis zum Frieds« .von Sailt-Gsrnratn zweifel.'os einen Fort-' fchritt. > Mel bedenklicher ist. schon das Verhältnis von Ausfuhr zur Einfuhr. In diese Z:it fällt nämlich schon ein großer.Teil des ersten Aurverkanfs Oesterreichs —- Und trotzdem ist die Et.lfuhr mehr als viermal so groß als die Ausfuhr. Das war und ist natürlich ein wefcntlicher Grund