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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-19 · Heft 683 (19.12.1920) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 683 (19.12.1920)
Date
1920-12-19
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Leite 10 Wien, Sonntag 19 Dezember 1920 'Sir. 683 '■Bdio.it ‘ G nva.t und A>1rit. von Claudio Trcvcs: Spion ige. von Andreas Zinenitz; Die Kairlin. von crn m StabSokfinet; Dir dl-uische D>v>owaüe. von Kuno Demnn»; JuNuS Bab. »o« Emü Ludw g: Don Ca'loS» von Alfred Polgar, Das Jakr b-r Büdne, von S. I.; Nekrolog, von kalter M-brrng; Rundschau. von Wrobrl, G.hrke, Biator, Schmrd!, Panter; Lwworten. Büchereinlairk. Fritz Lamvl' Ged ehte (E- P- Tal & Co . Wim-Le vzic»'. — Dosic-iewÜn, tz,schildert von lriner Tvckür (Ernst Remhardl-Be.lao. München). — Fr W. Foerster: Mem Kampf gkgen da-> m'lrramtt'che und nationalistische Deutschland verlast »Friede durch Reckt", Etulwari). — Dr. Al'red $>. Fried: Mem Kampf gegen Versailles und 2t Germain (Verlag «Ter »rue Gern". D . Beker Rlndold, LeipnaX — Die Juden mi Staate Deut chöst-'rre,ch Verlag P,nsve em. Tvroüo. Jnnk-'uck) Constane n Biunner: Mem cheletb Sadon (Verlag «Neues Barer, land*. B^rlm). — Dr Vikio, Enorlbardt: E ri sich, urig i« d,e Rrlat'v lat4ffbeori'*. 6'vI'Sdochfchnlverlag C'arlottendura). — »Die Kunst". Oktober-November-Heil Devmder-HeF V rlagBruckmann. A.-G.. München). - Dr. M r Nanmann: Vom national' deutschen Inden (Belag Albert Goldchmidt, BeilmX — Solowirff Wlad'M'r - Die na, ovale ftiauc tm Lichte der GMchke»! (Drei MoSün-Berlag, München). Sport. Die herrtigen FntzbaTweLLspirle. - Von den 1Ür beute anae'ctzten Melsürschaftsivieleri wurden ^ene rwi'chen W. A. C. vnd R a v i d sowie Rudolsshügel snd Simmering bereits abgesagt, d'e übrrgm werden bei den herrschenden drsola'en BodenveiWn, fse» kaum mr Austragung gelangen. Ängekrtzt stnd d,e Sp le F. . A. C. gegen Wacker in Floridsdorf H e r t b a gegen W. A F. in Favoriten und Sportklub gegen A d mi r a m Dörnbach. Es ist immerhin moolich, daß ein oder das andere Spul tatsächlich abgeniäelt wird. _ Die Amateure der Kaperei beschuldigt. Der Simmeringer Sport fab beschult»'gr die Amateure in rin m vü nrn Drrefe der Krperei rbreS SviclerS Ferdinand Swarvrch. De Amateure haben die A stcht. Swatosch bereits auf dir italienische Tournee nu nur kmen. doch hat der FnßbüÜ-Berb.ind bereits Lpielverdst für Swalvtch erteilt. , Sportklub Hskoah. Imolae des KasteebauSsttr.lS muß das Sekretariat bis auf rv lteres ßc’p;rtt blerbrn. Akademische SporLadtelluNg Irrdaea Türken' straße 9 . Das Turnm beginnt Montaa d n Zit. d. M.. '/»8 Nlu abendS. nn Tum'aal des Ewad tli-Gymnastums. kV . Wiedner Hauptstraße. Ecke K> lebubergaffe. Anmeldungen täglich von 7.12 Äs Vsl Uhr rm Sekretariat. Der BolksVirt. Girre Stvout ----- 1.40 CesLiWres Geld. Gestern notierte in Zürich: SsterretHnchr Krone .... 140 ( 1,86 a« 17. Dezember) hie österr. gestempelte Krone . .—.SO ( 1.— a« 17 Tez-mber hie tschechische Krone ..... 7.25 ( 7,40 rm 17 Dezember) die Mark .......... 9 05 9. IS am 17. Dezember Agram .. . 3 SO ( » 70 am 17 Derrmbn" Bukarest .......... 7.50 l 9— am 17 D'A^mber' Budapest ««»,.»».,. 1.20 ( 1.30 am 17 Dez'mdert Warschau . - . . . . . . . 1.- f 110 am 17. Dezember) .-■r'»»v«-«»-rnwOT.>rrvw»^f»wt^m«Baagx^^^^,g^^ag>aaaan^\rji^»TKCTMnraias>y.<’^ M. BROHÄ?YN Wien, I., Maria Theresienstrasse JO i | Telephon 20-3-63 " «4 J 8EMi3WggMBWMmi«iMgm»<aaitMaBq»itP,a^nw8ratta»Ti!a.iijiJH|.lfliiiwwii n >,»» iniinwnwnnwa Die Zuckerlage in der Tschechs- Slowakei. Bo« unserem Dvönuee 1. L.-Beeichtssstätteo. Die mit Anfang Oktober b. I. eröffnetL neue Betriebs- Periode eilt nunmehr bei anhaltend günstiger Witterung rasch ihrem Ende zu. Da heuer alle Vorbereitungen rechtzeitig getroffen wurden, bestanden begründete ÄuSsihten' auf einen regelmäßigen Verkauf der Kampagne. Tatsächlich haben bereits ungefähr dreißig Rohzuckerfaüriken, dank der beschleunigten Lkohkenlieferungen, die Rübenverarbeitung fertiggestelli und ihre Zahl wächst von Tag zu Tag. Die K ohlenvers o r g u n g der Zuckerindustrie kann im allgenirinen als ziemlich zufriedenstellend bezeichnet werden. In geldwrrtschaft'.icher Hinsicht wäre daS Finanzsyndikat der Zuckerindustri: hervorzu.heben, durch welches den Zuckerfabriken öie Geldmittel, deren sie zur erfolgreichen Beendigung der Kampagne benötig«,, von verschiedenen Danken zur Verfügung gestellt wurden. Zn bemerken ist, daß vor Beginn der Betrle5speri-de durch Einigungsverhandlungen mit den Arbeitern die Löhne um ungefähr 100 Prozent erhöht wurden. Die Beschaffenheit der Rüben ist im allgemeinen ziemlich befriedigend; nur an Orten, wo sie durch allzu' starke Fröste gelitten haben, sind di: Folgen des Erfrierens zu bemerken. Trotzdem der Rübenstand auch m den übrigen Ländern Europas als günstig bezei hnci werde« konnte, wird Europa nach dem Urteil vorr Fachleuten Heuer keine größeren Ausfuhrüberschüsse erübrigen, was Haupt sächlich aus die äußerst rege Nachfrage seitens deS Inlanbskonsnms der einzelnen Staaten zurückzuführen ist. Die Kalkulati onsbebingungeu der Zuckerrndustrie haben ji!) gegen das Vorjahr wesentlich verschlechtert. Die unvorhergesehene, rapide Steigerung der Frachtspesen, die stetige Erhöhung der Gehalte und Löhne, die Steigerung der Jnstandhaltuttgskosre« für Gebäude und Maschinen usw., alle diese erhöhten Kalkulaliinsbestandteilc ließen keinen Zweifel über die Preiserhöhung des in der BetrieLZperiode 1920/21 erzeugten Zuckers auffommen. Nach langen Unterhandlungen mit der Regierung wurde der Nohzückerpreis nmh'Mbzüg "'Äner ^Qüötefür den Fonds gemeinsamer Fabrikslasten mit 393 tschechischen Kronen für Rohware von 88 Prozent Rendement und 728'tschechischen Kronen für Großbrote, festgrlegt, waS per Kopf eines Tschecho-Slowäken ein Mehrersördernis von 60 tschechischen Aromen gegen daS Vorjahr barstetlt. Diese Bert e.u e r u tt g des Z « cke rpreifes, ber wesentlich unter dir heurige ursprüngliche Kalkulation herabgedrückt erscheint, ist lediglich als Folge der unausgesetzten Steigerung der Gestehungskosten arrzusehen. Das Ergebnis der heurigen ZuckrrproduNion in der- Tschecho-Slowakei wurde angesichts der günstigsrr Auspizien für eine gut- Mbeüvrnte und bei Erfüllung. der übrigen Gl Frage kommenden Prämissen (Kohle) naturgemäß weit über schätzt. Ursprünglich wurde unsere Ernte mit 738.000 Tonnet ^-kobzucksr, das sind 850.006 Tonne» Raffinade, veranschlagt wovon 300.000 Tonnen Mafshtade für den Jnkanbsverbrouck und der Rest für bis Ausfuhr Vorbehalten war. Jüngstst Fachblattmeldüngen zufolge mußte jedoch die Schätzung bet Rübenertrages vom Hektar um 20 bis 25 Prozent herab» gesetzt werden. Derngemäß beträgt der Mgang gegenüber bta erwarteten Produktion rund 100.000 Meterzenttrer, war nicht nur für die Zuckerinbrrstrie. sondern auch'für bau Staatssäckel, einen empfindlichen Verlust bedeutet. Im gegebmen Falle karr» also neben deiner ausreichenden Versorgung beS heimische» Bedarfs für den Export nur mehr mit einem Ueberfchus von rund 2i/a Millionen Meterzentner gerechnet werden. Der 28 e l t in a rck t steht bereits seit langem im Zeiche» brr Unsicherheit, 'Da dir Käufer auch weiterhin die größh Zurückhaltung bewahren, bröckeln die amerikanischen Zuckerpreise weiter ab und gelangt Zucker aller möglichen Prodsnienzen znMDr. niedrWve«, Preisen zum Angebot. Von dev Wiener BSrseKammer. In der gestern unter dem Vorsitz des Präsidenten Bern» hard Popper abgcchaltenen Plenarsitzung der Wiener Vors» kommet wurde der Kostenvoranschlag pro 1921 einhellig ge» nchmigt. Die FahceSgebühren pro 1921 wurden vorbehaltlich einer etwa später sich vlS notwendig herausstellenden Gr» Höhung vorläufig unverändert gelassen. Auf Antrag dich! Notierungskomitoeö wurde beschlossen: -Die Notierung der Gewinstscheine zur vierprozentigen österreichischen Losanleihe vom Jcchre 1920; ferner die befürwortend» Vorlage an das ÄnndeSuriurstevium hinsichtlich der Gesuch» wegen Erteilung der Notierungsbewilligung für die Aktien der OestHrrvichischen Stickstoffwerke-A.-G. in Wien, de» ^Kompaß-, der Allgemeinen Garantiebank in Wien, bei .,Tar>bouche"-Trust»A.-G. in Zürich und der Haardt u. Co.^ Emaillierwerke und Metallwarenfabriken-A.-G. in Wien. WeiterS wurde beschloffen,. die . befürwortende Vorlage der Gesuche wegen Ausdehnung der Notrerungsbewilligung auf die ncuauSZ«gebenden Aktien der MaShüttenwerke (vormals I. Schreiber und Neffen) in Wien (7500 Stück), der Kroati» schen ESkomptcbank in Agram (75.000 Stück), der Oesterrel» chischeu Berg- und Hüttenwerkegesellschaft in Wren (12ÄK Stück), der Britisch-ungarrsckien Bank in Budapest (280.006 Stück), der Aktiengesellschaft der Rothkostcletzer und Erlache» Spinnerei und Weberei in Wien (24.000 Stück).- Den Gesuchen wegen Lieserbarkeitserklärung junger Aktien de» Aktiengesellschaft der Emaillierwerke und Metallwarenfabriken »Austria^ in Wien (48.690 Stück), der Hanf-, Juteuns Textilriindüstrie-A.-G. in Wien (10.000 Stück) ünh der Union«' .bank in Wien (!26i000 Stück) wurde ifn 'aulonoms^ Wirkungskreis statr-gegcben. OefterrßrchischsunZLrMze BaM. Gtstsrn iand rm Mittleren Gonierthausfaal, .unter dm . Bmsitz' ^.drs Gouve .NknrS Dr. S p i v m ü l l e r eine a»ßey> ordemllche G-mrralversamm'.üng der Notenbank flatt. Im SmÄ der Dankstatuten wnrdi der Beschluß auf Fortlührung dk< B a n k« nm d H y v o th e k g r k r r d i i g rf ch 3 ft i"6! gefaßt. Dr. Svivmüllcr mochte Mrtte'lungr» über seine Paris« LSWWSrL,-°.M8U«tG-NLM-S.4. Levtrsle?res8dvry ° Hai» Wien, L, WippBr gtrsirasse 24-28 ° Telephon 12358,18296,17408 Besorcrnnsr nUor banft^csichäftl. Tmnsaktlonen, üntxsFSNimlims von 6« i'lviniaxvo. Ans^iibe tob Efulags» büehern. UebernaUme tob VsrmöxsitSrorisMnBgv»» Warenabteilung. Esp*i*t von Sericnrnnheln v. landTrirtsebaftl.CerHleBa Import tob deutschen MetomaterUlien etc, ö IttHIWIIBIMBMWW Der König der Schnorrer. Don Israel ZangwM. (32. Forsietzuns.) ^D'aö ist ja ein Schwindel," keuchte Jankele. 'JD nein, in dieser Beziehung könnt ihr ruhig sein. ZH weiß, daß ziemlich viel falsche Erde aus Palästina tm Verkehr ist und daß mancher Tote, dem solche Schollen ins Grab gelegt werden, trotzdem in unheiligrr Erde begraben liegt, aber ich habe Sorge getragen, diesen Korb von einem besonders frommen Nabbi zu erhalten. Es war das einzige, was er besaß und was des Schnorrens wert war." „Ich glaube nicht, daß ich mehr als eine Krone Sukür bekommen werde," sagte Iankele, der seine Empörung nicht unterdrücken konnte. „Das sage ich auch," entgegnet« Manasso. „Ich hätte aber nie gedacht, daß einer meiner Schwiegersöhne daran denken würde, meine heilige Erde für lumpige fünf Schillinge zu verlausen! Ich werde mein Versprechen nicht zurückziehen, aber ich habe mich in euch getäuscht — bitter getäuscht. Hätte ich gewußt, dhß diese Erbe nicht eure Gebeine bedecken wird, so wäre sie mit mir in mein Grab gegangen, so wie ich es in meinem letzten Willen rmd Ästament sorderie. Neben dem sie in meiner Kasse liegt." „Gut, ich werd' sie nicht verkausen," sagte Jankele Vürrisch. „Ihr erleichtert mein Herz. In her Misch".a steht fa: „Wer ein Weib um des Geldes wegen heiratet, erzeugt ungeratene Kinder." „Und wie steht es mit der Provinz in England?" fragte Jankele in leisem, niede grsch^a.aenem Ton. Daran hatte er nie geglaubt, aber jetzt in seiner Ber- Zweiflung und Ungläubigloit regte sich in ihm die uubestimmte Hossnur-g. dal; riwo-b aus dem Erajh. tzereidrL werüLu £ömi*. „O. ihr sollt sie euch selbst arrSwäht-en," antwortet« Manassr liebenZwürdig. „Wir werden uns einen großen Plan von London verschafsen und ich werde das Gebiet, in dem ich schnorre, mit rotem Stift bezeichnen. Dann sucht ihr euch darin einen Bezirk aus, der euch paßt. Wir können sagen: zwei Hauptstraßen' und ein Dutzend Nebengassen. Diese werden wir mit'blauem Stift bezeichnen und -ich werde mich verpflichten, von eurem Hochzeitstage an dort nicht zu schnorvLN. Ich brauche euch nicht zu sagen, wie wertvoll eine' solche Provinz bereits fetzt ist; unter der forgfältigen Verwaltung, die ihr ihr angedeihen lassen könnt, können die: Einkünf.r verdoppelt, verdreifacht werden und ihr braucht mir nicht mehr als zehn Prozent davon abzUgebsn." Jankele schritt wie mesmerj,sierk dahin; sein herrischer Gönnet hatte ihn in einen Somnambulen verwandelt. ■ r .- '. ' - - ' „O, da find wir ja," sagte Marrasse, plötzlich stehen bleibend. „Wollt ihr euch nicht die Braut ansehen und ihr Glück wünschen?"; ' - Ein FreüLenstrahl zückte' über JankeleS'Gesicht, und verscheuche seine Düsterkeit. Was lag an allem andersn? — Da CostaS schöne Tochter blieb ihm ja. doch, und.bas war eine solide, ausreichende Gcnugtuunge Er war früh, daß sie wenigstens nicht einen Posten-der M gkft bildete. Die ahnungslose B aut öfsuet« die Türe. „Ha, Jankele." sage Manasse, dessen Valcrherz beim Anblick ihrer Schönheit'warm wurde, „ihr werdet nicht nur ein König, sondern auch ein reicher König sein. Es steht ja gesch ieben: „Wer' ist reich? Der ein schönes Weib besitzt." 5. Kapsel. (Zeigt, wie der .König den M a ch a m b a u f. löste.) M-anas-je ds ftsrart in dem feierlichen k Tchrribcn ieiucc ^umrns;üll? entkleidet) war vor den Machamad vorgelaben worden, da die beabsichtigte Verbindung seiner Tochter mit einem polnischen Juden! in der Brust der Synagogenvorsteher Entsetzen und Mißve"gnügen erregt hatte. '!■ Der Machamad war ein 9fctfc bet Fünf» mchi: weniger gefürchtet als der bekanntere Rad der Zehn. .Gleich dem venezianischen Tribunal, bas die Ausurerksarnkeit der Geschichte ungerechtermaßen monopolisirrt hat, wurde er jährlich gewählt, und zwar von den Aeltesten, ge adeso wie der Rat der Zehn von der Art»' stokralie geroählt wurdel Die „edlen Herren des Machamad". wie sie genannt wurden, verwalteten die Ange» legenhci en der fpanisch-portuglestschen Gemeinde und ihre Oligarchie würde zweifellos für alles, was schiedsgerichtlich und inquisitorisch ist, sprichwörtlich geworden' sein, -wenn die Unkunde von ihrer Existenz nicht, so verbreitet gewesen wäre. Der Machamad selbst hielt sich für Jben Miltelpunkt der Schöpfung. Bei einer Gelegenheit weigerte er sich sogar, sich der Autorität des Lordmayors von London zu beugen. Ein sephar«- discher Schnorrer leb,e und bewegte sich nur „mit, Erlaubnis des Machamad". Ohne seine Einwilligung konnte er im Plan der Dinge keinen gesetzlichen Platz haben, ohne die Erlaubnis des Machamad durfie nW heiraten, mit dessen Erlaubnis konnte er rasch geschieden werden. In der Tat, «r durfte ohne die' Sanktion des Rates der Fünf sterben; aber bas war die einz'g-.' Groß at seines Lebens, die von dessen Ober-. aüfsicht 'frei war. und ohne die Erlaubnis des Machamad durf e er entschieden nicht begraben werden. Der Chacham selbst, der Weise oder Oberrabbi der Gerneinbe, fernste ohne die „Erlaubnis des Machamad" seine Herde nicht in heiliger Ehe verbinden. Diese Auwrität war nicht bloß negativ und passiv, sonde n sie war auch positiv aktiv. Um ein Iachib — ein an er kann es Gemrindemi:glied zu fei«; mußte man sich un.er ein Joch boilgen, das noch schwerer war aiS das der Thora, von der Firna oder ä?opfstousr nicht zu. red'Lrt. rrt-stufeyung foyji,).

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