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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-11 · Heft 675 (11.12.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 675 (11.12.1920)
Date
1920-12-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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gttfo s _ , rmen sumsraz statt. Emiae Anmeldungen für bfr ©cftik wrrfcej; nvck ent* Htgengrnommen und .Ujit> ap. das Sche.auat des Glrnnes, h, Kon!ordmpiatz 4, m richten. SrorMub Hakoatz lSNsektion). Hnte Ski knrs Gr Anianoer un Wienerwald. 8utanimentnnft um °M Ubc beim L'ebknderfl-Tentmal. Vftmifl Jnaemmr Ackermann. — Moraen. Sonnt»,i den 12. d M-, Skitour aM d s Ltnblekk. Abfahrt von Wren'Südbahnhof um.^7 Uhr früh. Leitung Jnsemrur Ackermann. __ GerLchtssaal. Pflichtverletzung im Wachtdienste. Vor dem EinzUgcrichre H.Mkn sich die Wehrmänt.er AdoU" K r ist a und Wilhelm Grüner weaen unerlaubter Entfernung von drr Lagerhanswachc zu verantworten. Bcrdr hatten die Wache verkästen, um ins W i r t s h a t/s zu: gehen. Grüner gab an,, daß er mit Küsia d e Wache, Me mrnagiert zu habrn. aegm 1 tzhr m ttags bezogen hätte. Heide wollten sich ihr Effcn aus hem Gasthaus« holen. — Richter Obeijandesgerichtsrat Dr. E n g e!: Sie sind drei Stunden ansgeblttben. — A r i st a: Es war gang und gäbe auf einen Sprung ms Wirtshaus zu gehen. "2- Nicht e t: Diese .Schlampern muß aushören.' . > 'De Angeklagten wurden der Pflich'vrrletztmrj im Wachtdienste schuldig erkannt. Das Urteil lantcte gegen G.iinec arck •ür\t*i zehn T a ge, gegen Kusta auf a ch »Tage Arrest. ... Es ist dits das erste Urteil, welches vom LandeZacricht in Strafsachen wegen eines m>l täröcken Bcrcirhcns ge'öllt wurde. b/>. ROHATTN Wien, I., Maria Theresienstrasse 10 Telephon 20*3-63 Der Volkswirt. C1«e Krone --- I.Lv Centimes Geld. - Gesiern notierte in Zürich: ,Iie östrrrerchitchc Krone.190 M.90 am 9. Dezember) osittk. pestewvelte Krone».. . 1.25 l 125 im 9 Dezember >ic tschechische Krone. . . . . . 7.15 ( 7.25 am 9 Dezl-mbct) 'lye Mark»»»«... 8 02^/, ' 8.70 am 9- De;emd» Agram. 450 ( 450 un 9 Dezember t®nföt est *.«••••*•••# 350 (■ 8.75 um 9 D jrutbci Hndavest 1.30 ( 1.30 am 9 Dez mber> Warschaa . .«»..»»«. 1.10 ( iio am 9. D Amber) BorüereUungen zur Vermögensabgabe. Bon Rechtsanwalt Dr. Moses Skeiß. Das Gesetz über die einmalige große VetmögensabgaSe wurde im Juni d. I. von der Nationalvexsamntlung btzfchlossen. Nach einer mehrmonatigen Pause be/sirnk es setne Wirkung, zunächst durch amtliche Vorbereitungen, zu äußern. Bor kurzem ist die erste Durch führungsverordnrtng '«schienen, welche sich mit der AirfstÄlung von Vermogensverzeichnissen und der Ei:bekennuug gewisser Forderungen^ belaßt. In nächster' Zeit ist bi; maßgeblichste Durchführungsverordnung über die Aufstellung des Vermögensabgabe-' Se^nntnissrs und b« Dewertungsmodali äten zu' erwarten. -Die Durchführungsverordnungen fußen, wiei)te Namen hejfttöctt, auf dem Gesetz selbst. Es ist darum von Wert, im gegenwärtigen Augenblick, i:t welchem die einschneidenden Bestimmungen des Gesetzes aktuell werden, diese den Brtei.igten .in. shrem wichtigsten Belang vor Augen zu führen,, denn nur hie genaue Kenntnis der.gesetzlichen B-sstiinmungen ermöglicht Lerg Äbgabetzslichtigsn dis klaglose Erfüllung. der vpn "dein Gesetz an ihn. gestellbm Anordnungen.. Die erste. Frage, welche - der Beanttvoptung bedarf, ist Lie, pb die persönliche Abgabeps.icht im gegebenen Faste vorliegt.-Die persönliche 8l b g ab e H f l ich t trifft in erster Linw österreichische Staatsangehörige, welche am Stichtag, dem 30. Jum 1920, tti österreichische Staatsüürgerschast besaßen. Hierunter fasten auch bt-ejeuizen, welche erst nach dem Zusammenbruch die österreichische Staatsbürgerschaft crporbenchahen. Die Abgabepslicht trifft aber auch .diejenigen, welche am 12. November 1918 oder in einem späteren Zeitpunkt österreichische Staatsbürger gewesen.sind, jedoch nachher in. der Zeit bis zum 30. Juni 1980 die österreichische Staatsbürgerschaftaufgegeben haben. Diese Bestimmung wendet sich gegen , diejenigen, welch?, um der Vermögensabgabe zu entgehen, auß dem österreichischen StaatSverbcurb ausgetreten sind. Es . ist fraglich,. ob das Gesetz damit seinen Zweck erreicht. DäS Gesetz schneidet hier das Gebiet deS rnterna:i?nalen Rechtes. Die einseitige. Bestimmung des GesttzeS wird nicht genügen, eS wirb diesbezüglich titter* .nationaler Abkommen bedürfend Trotz österreichischer .Staatsbürgerschaft ist von der Abgabe derjenige befreit» welcher, feit ,1. Jänner 1913 ober; schon früher des Erwerbs wegen im Ausland Aufenthalt genommen hat. Woim eine solche Person infolge des Krieges auS .dem Äüsland. inS Inland gekommen ist, kann sie wan.der Abgabe befreit werden, wenn , sie bis 31. Dezember 1920 . wieher . Ins Ausland zu Ertverbszwecken zurückgeht. Solche Auslandsö per reicher sind also nur dann von drr Abgabe brfveit, wenn sie tut Ausland dem Erwerb nachgshen, nicht auch, wenn sie als Private im Ausland leben. Die Abgabeps.icht erstreckt sich auch auf ausländische S taatsangehörrge, welche längere Zeit un Inland wohnen oder, sich daselbst aufhalten, und Zwar .dann, . wenn sie in' der Z.ic vom 39. Junr 1915 bis 12. November 1918, oder, länger daselbst gewohnt öhsr sich dauernd aus gehalten haben. Bei. dieser Aufenthaltsdauer ist es gleichgültig, ob si: hier geschäftlich tätig waren oder alö Private gelebt haben. Waren sie geschäst ih tätig, so genügt .eS schon, daß'fi? sich vn Jnlund seih dem 20, Juni 19,17 bis 12. November 19,18 oder (ätrger aufgehalten haben. In diestm-Zusammenhang sei auf tie Abgabepflicht der fluktuieren den Elemente, welche, zu keinem dauernden Äusmthält im Inland gebracht chaben, hintzewiesen. Diese sind Lbggbepslichtig, wenn sie sich zwischen hem 1. Anglist 1914 und dem 30. Juni 1920 im Inland ausgehalteN haben, hier geschäftlich tä.rg waren uud^ yre^ vermögen erworben haben. Ssiche Personen müssen'die Abgabe pon hem. ganzen im Inland erworbenen Vermögen bezahlst und genieße^ keinerlei Besrcrungen. Auch wi-rd die P-etmögensabgabe bei diesen Personen Aicht nach,den squst.übliche» -steigenden Ab'gabeprpzentsä^ön, sondern mit dejn stxmr Satz von 15 Prozimt berechirei. Wtmt zum Beispiel eine nach Galizien zuständige Person sich bloß z:i weilig im Inland aufgehalten hat und hier aus Geschästeu Vermögen erwarb, so wird ihr pon' hem gänzen . erworbenen Vermögen eine Abgabe hon 15 ^rp^nit.. bemessen. / Falls Hirse Person sich jedoch seit Hern .30. Juni 1917 bis. mindestens 12. November 1918 M Inland.geschäftlich äusgehalten hat, hat sie von ihrem .gastzWnicht hir^' erworbenen Vermöge»,' mir'Master ÄusnHme ihres an häs Ausland gebuttdenen Vermögens (Liegen- Wast^HM.^leichsy»)/ speich.', ei t-m Inländer Abgabe zu leisten. Ausländer, welche im Ausland leben, sind nur dann abgäbchslichtig, wenn si: an das Inland gebundenes Vermögen haben, worunter hauptsächlich inländische Liegenschaften, Erwe^bsunternehmungen und Hypotheken zu verstehen sind. Die Frage^ ob Aktien und ähnliche Papiere von inländischen Gesellschaften an das Inland gebundenes Vermögen darstellen, wirb vom Gesetz verneint. Besitzt also gin un Ausland /j. «'»''Ml'Skk rwotr Ät tw --I in ..."»Ml . Ijifai > wohnender ÄuSlänbee noch so viele AlpineMktte» Wbe» Lombarden, ist er persönlich hi.'von nicht abgabepflichtig, wohl aber die Alpine und Sübvahn ftwstk Dirsär tzatt hat mit dem Falle der fluktuierenden Elemente das gemeinsam, daß derart Im Ausland lebende Ausländer von ihrem an taf Inland gebundenen Vermögen eine Abgabe von' stxertz 15 Prozent dieses Vermögens zu leist« haben. Avgabopflichtig sind nicht nur physische Personen, sonder« auch juristische Personen, wie Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaften und dergleichen/ Die persönliche' Mgabepflicht derselben ist ähnlich derjenigen der natürlichen Personen geregelt. So sind abgabepflichtig juristisch^ Personen, wenn sie dm' Stichtag ihren Sitz im Inland hatten. Ebenso, wenn sie ihren Sitz daselbst am 12. November 1918 oder später hattenauch wenn sie ihn nachher ausgegeben haben, ebenso, wenn sie m der Zeit vom 1. August! 1914 bis 30. Juni 1930 vorübergehend im Inland ihren Sitz oder Betrieb hatten. Im Ausland besindltche Mistische Personen find von beb' Abgabepslicht betroffen, wenn sie inländisches gebundenes Vermögen haben, in gleicher Deise, wie oben bei den im Ausland lebenden Ausländern ausgesührt wurde. Bei dem Kapitel der persönlichen Abgabepslicht ist voNständigleitshalber anzuführen, daß auch Erbschaften und inländische Vermögensmasse» von derselb« betrosfe» werbe» ösfentlichvechtlühe Korporationen, wie KuttuSgrmeinde«, fa *6e» meisten Belangen befreit sind. Ist derart die erste Frage der persönlichen Abgabepslicht im einzelne» Falle bejahend sOgestellt. muß als zweite Frage die der sachliche« Abgabe- Pflicht geprüft werden; dann kommt die Frage, von welchem Gegenstand überhaupt eine BermSgensabgabe erhoben wird. Fortsetzung folgt.) KorrespondenzsteLe de» Handelsmnseum» t» Leipzig. Als alleinige Korrelvondenzsielle deS LandrlSmufeumS m Leipzig wurde die dotttge F-rma Oeßeireichische MevhandelSflcsellscka't m. d H., Lcwzia. Haiustraße 16/18. bestellt, |tt deren Te lbabcrn auch du Mcsienb-tliebsge'ell'chaft m. b. H Wie» zätzlk, die ans der F ickgiuppe tür Meffeangsjegenheitm im Verein Handeksmu eum hervorgegange« ist. Oesterrekchitche Firmen, die sich der Dienste der Lelpz-ger Esvosi'ur des HandelSmuieumS bedien^ wollen, hätten demgemäß. sich an die Oesterreichisch« MeßhandeiSgejellsckatt m. b. H. Leipzig zu wenden. Wiener Lombard-und ESeompte-Ba»! Der Perwal'ungsrat der Wiener Lombard- und Escompte-Bavk hat i» Ätrsfubrung des Beschlußes der am IS. Oktober d. I. adgehal'eüen außerordentlichen Generälver'ammlung in feiner Sitzung vom 29. November de'chiossen, das Ak ienkavttai durch Ausgabe öon 4»>9 OO - Stück voll einaezahlier, auf den Inhaber louteuher Akten L K'200 ykomin.rle von K 20,00M00 auf K 100.000.000 zu rrböheu Bon di fen 4 t> 001 Sliick wurde« 800.000 Stück von emem Köniortium sir übernommen. 100.0! 0 Stück werde« den AkliynLten z>tm Kurse von si 420 iol <n»1 per Aktie derart anprboten. daß der Besitz einer alten Aktie -um Bezug einer jungen Aktie b rechtst. Das Bezug?recht 'st m der Zeit vom 15. bis ftnschlHUch St. d. M. unter Vorweisung der entiv-ech nden allen Aknen bi iolaendeu Stellen geltend m machen: In 'Oi n bei der Wiener Lombmd- und EScomvte-Bank, Wie», l.. Wivplmaerstraße 81, in Triest bei der Banca Commercial* Tripstina, Triest, rn Budapest bei der Nnaarnche» Ällarmeine» Sva? kaffe A'G-, in Biüffel bei der Loeiätö 66näral» vvlg'guv, Briiüel. Die jungen Äktien sind ad 1. Jänner 1921 dtvidcnden» heecht-ig^ Warenzüge über die Tschecho-Slowaßei «ach NumLnie«. Me das österreicht'che Bund^smi» sterium iür Derkebrswesrn der Kammer für Handel. Gewerbe und Industrie mittrilt/gelangen,allwöchentlich einmal über die Tschecko-Slowäkei (Preßburg-^Käschaü-BerVszasz) direkte Güterzüae zur Ablasiung nach;!!nm8n,en.' -Ämereff'Uten an diesem Verkebr werbe» dringendst ersucht, die mit dicken Züarn zu befördernden Transpor.ie nack» Rumänien im Emvrrn-hmen mit der Staatsbah»- direlnon Wien-Rörbbst stets rechtzeitig, längstens a de te b i S S a m S t a g f ei> e r W o ch e. versandbereit m machen, damit mckit wegm Verzögerung der Avsender die Züge unge-' nüarud z de lastet abgchcn müsten, was einer rationellen AüSnsttzung unserer ohnedrrs knappen Beirredsmittel widerspräche. Die rumänisch polnifche Grenze gefcklosten. Wie die bernberger Bläl er melden, fei die rumänische Grenze für die Ausfuhr gänchch g schloffen. Der König der Schnorrer. . Bon ■ Israel ZaugivüL. : / - s25. Fortsetzung.) r: ,HsL Lms nicht klar? Lazarus hat elf Pence wegjgegeb«». Ein Geizhals, der nichts für sich selbst verbraucht» kann in Ausnahmefallen dazu, bewogen werden, etwas wegzugeben. Nur wer sich selbst jeden Luxus Mnt und nichts weggibt, der ist am schwersten, vnzuschnorren. Er tzat eine Verwendung für sein. Geld — sich selbst! Wann man s»inen Schatz .vermindert, verletzt, man^ ihn an seiner verwundbarsten Stelle rwzn beraubt ihn leiblicher Genüsse. Einen solchen an- Auschnorren, würde ich für. ettoas Höheres und Edleres tzalten> als einen bloßen Geizhals anzuschnorren.^ - „Scheen, nennt-mir einen sülchrn." „Nein, das überlasse ich euch," sagte M'anasss Abermals mit s^inep stattlichen Verneigung. „Wen ihr wählt, der soll mir recht fein. Würde ich auch nur daran.denken, euch zu meinem Schwiegersohn zu machet^ Sven« ich mich nicht auf..eure Ehre verlassen könntet „Gut. so werde ich gehen zu Mendel' Jakobs."; „Mendel Jakobs '— v nein! Der ist ja verheiratet! Mn Verheirateter kann nicht fortwährend, ansich' selbst Henken."' „Warum nicht? Ist eine Frau nicht auch ä leib- Kichev Genuß? Vielleicht kommt sie auch billiger zu Kehen als eine Haushälterin." ' . „Wir wollen nicht darüber streiterr.. Mendel Jakobs vrrs es nicht sein." „Simon Keluiski, der Weinhändler?" ,>Dec? Der ist ja mit seiner Schnüpstabalsdose geradezu s--1^ebig. Er hat mir selbst eine .Prise an- PebvtM; na'ürlich pahin ich sie nicht an " Jünkele nannte noch verschiedene andere Namen, aber Manasse strich alle, und Zuletzt hätte er eine eigesie Jnschra isst. ,^abt ihr nicht ln Geineiude einen Rabbi, dessen Ktiickrrgkeit, sprichwörtlich' ist? Laßt mich nur Nachdenken.-Wie heißt er nur?" ' M. ,Mn Räbbi?^^^ murmelte Jankele, ivyhE seinHrr^ vdr Schrecken zu klopfen begann. ' ' ' . „Ja! Wie Mt vr nur? RObi Bücklings JankeL-.'schüttelte, den Kopf. VernWtünb starrte ihm ins Antlitz. Seine WönsW HoffWNgen brachen zusammen. . . . '' . ’ „Ich weW es ist.irgendein Fischname. Rabbi Kabljqü.- Nein, so heißt er nicht, es istettväs mit Reue." . Zankele fah, daß es aus mit ihm war.' ,,Vielleicht ^meint ihr den Rabbi ReuesPökel- Hering?" sasite er.'schwach,.-Heyn die Stimme versagte ihm. - . y ,<Ach. ja, Mbbi Reue-Pökelhering." sagte Manasse. : „Nach allem, wasi ich höre 7— denn ich haha den Mann nie gesehry ^-7- D das -ein König her Fresser und .Säufer, der schmutzigste- Mensch vonder Welt. Wenn; iht bei b'ejtt ei^ .Mittagssen hekomytt. wäret ihr in! der Tat ein König der Schnorrer 51t nennen." . Jankele war bleich und zitterte. Ein glücklicher Gedanke kam ihm. „Aber er ist ja auch verheiratet!" rief er. „Eßt deck ihm nwrgen zu Mitfag", entgegnete Mamasse iln^rbMich'. „Er. speist 'am5 Sabbat Lesondersl königlich. Erlangt Zutritt zu seinem Tisch und ihr sollt meiner Familie angöhören." . „Aber ihr kennt nicht, den Mann rs ist un- ' möglich", rief Jankelr.. „Das ist dieAu^rede eines ungesch'ck en Schnorrers.. Ihr habt mein Ultima tum gehört. Kein Mittagessen t keine Krau. Keine Frau — keine Mi»aist." ' „Wie hoch würde diese Mitgift sein?" fragte Jan- Mt zur Ablenkung. . 1 „O, großartig — ganz großartig. Zuerst all bas Gech,. das sie von der Synagoge bekommt. Unsere Synagoge gibt armen Brauten eine beträchtliche Mftgift. ES'bestehen zn diesem Zweck große Stiftungrs." ^. . Jütrkele's. AuAM glänzten. . „Äh, was für noble Leute seid ihr Spanier." ' würde ich wohl auch meinem Schwiegersohn theinen ganzest Jerusalemer Besitz überlasten." „Habt ihr einest Besitz im Heiligen Lande?^ fragte Jankele. . ' erster Güte, mit unanfechtbaren Unfprüchen. Außerdem würde ich t euch natürlich die eine oder die ändM. Provinz in Englätrd überlassen." , ' . „Was?"' leuchte''Hün8sl< . „LMnß ich nicht?" sagte Manasse günstig. „BedeM doch, mein eigen Fleisch und Blut! So, ich bin zu Hause.-.ist-zu-spät, mueuch noch zu. bitten, hereinzukomman^ Hut.Schahbes, vergeßt nicht, morgen Rabbi tReue-Pökelhering zu Mittag zu essen." ' . .. ..„Gut Schabbtzs!" stammelte Jankele und schlich schweren tztr^ens heim nach DinahS Buildings, White» . chap^. wo. daS .A.tdünken an/ihn noch bis nuf-rbM heutigen'^ Tag^fortlebt. - . x- - ..... .' ... Mbbi Reue-Pökelhering war ein nichtoksiziellev Predjger,.der in Privathäusern Trauergottesdienste abhielt, da er eine schöne Gabe der Beredsamkeit befaß. Er war ein großer, aufgedunsener Mann mit üb erhängendem Bauch und rotem Bart; sein geistlicher Trost rührte his zu Tränen. Seine Kunden wußten, daß er in 'seinem .Privatleben sich jede Befriedigung gönnte und nur in bs;ug auf Wohltätigkeit enthaltsam war; aber sie verloechselten die Rollen nicht miteinander. . Gortsetzuns solai.j

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