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Wiener Morgenzeitung · 1920-12-06 · Heft 670 (6.12.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 670 (6.12.1920)
Date
1920-12-06
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Wien Montag Wiener MorpenzeUunft 6. Dezember 1920 s Seite L *-- ' i Der VöLkerburtd und der polnischlitaulsche Konflikt. Die Litaniiche. Telegraphen-lgentnv meldet: Die Kcniralkkommi'fio:t de.r Entente, welche nach Kowno zürückgekehxt'.ist verhan'^tt mi: der lit'uiühen Regiernng we'cn des Al fchiu sf s e'neS' endgültigen D affe n still ft >1 n d e s nti: P len. Die bi hörigen V^rschlä^e der Kmm'ifian wurden bo» Polen ii:b Litauen abgeiehnt: die Krmmif'iin htt neue Bo sch'.ä'/ ousgearbeitet. welche j-etzd von betten Part ien geprüft werden. . . „T'.mcS" lassen sich ans W i l n a berichten: „Bisher ist es dem Kommissär des VolkerbundeZ nicht Lelun^en, teri Kampf rw'schon den Litauern und General Aieligow ski oinzustellen. Z'eligowsii ist fest entschlossen. [rite Ai sichten gegen den Willen der Völker-' bnn' kemm'.ssion tu ch-u'ühren. Ko'onrl Giardt.nlder Vorsitzende der' Kemmrssivn. fordert, daß Ziettg-oivskis Truppenf'ch auf die Linie s tt t tHf $ i •?■()'? W:*" lvM^- sie innehaiten. als die Kcmmiisi.en z"m erste-., Male die Einstellung der Feind ftliIkeilcn als Vorbedingung für das Pleb'k>it forde-ke. " r > ■ Die Di n er Frage -st der e r ste F A tr irr dem der Döll-erb'.'.w) in einem bewaffnete N Kvn'flikjtiuierveniert; .nach den Ergebuiisen der Intervention wird der Mutzen des Vö.'korbuNdes beuv'e'lt worden i können. Die Völkerbu.n kommi'siion arbeitet.untet schweren Bedingungen. Ihre ein-igc Waffe ist die Drohung, sich zrtrückzuz'ehrn. die Schuld auf d.n wahren Schuldigen zu legen nnd ihn daranalle Konsequenzen tragen-zu lassen.' Glcrrddni hat"diese Waffe bereits-öfters angewendet. 'Obwohl keine -Partei frei von Schuld ist. ist es doch klar-, daß der Fkiede am schwersten nicht von den Litauern, sondern von den Truppen» die angeblich von-Zieligowski -geführt-werden, gestört wird. Dis wich.i^fte Vorbedingung für ein gerechtes Plebiszit-ist die Einstellung der Feindseligkeiten und die Demob l lisie cu ng der Zielig ow f k i fch e n T r u p p e n. Zieligows n l Hut diese Bedingungen ab. Wenn dies weiter so foctgeht, wird die Ko.mmissi.ow ge.uöiigt snn. das Mittel. des Boykotts und deittw irisch östlichen Blockade g.gen Polen anzuwenden; so wird die ganze Existenz dos polnischen Volkes durch eine Gruppe unverantwortlicher Pe/sonen bedroht.", - - Nunmehr besagt e'n offizielles litau'sches Ccmmuniqug, l daß - der endgültige W a f f e n st i (Ist and an der gan en polnisch-iiiamschen Front g schoss n wurde. Die Un.erhandluugen rvuroen.ohne Anteilnahme des Generals Aieligowski zwisch n der Völkerbundkommrssion und der W a r s ch a u e r R e gier» n g direkt.geführt^ Ne. Warschauer - Negierung g a rantiert die Einhaltung des Waffenstillstandes. Damit übernimmt Polen, d-e Verantwortung für etwaige weitere-Aktionen ZieligowM. ___ Die Grenzftage Palästinas. ' Unter der Neberschr'ft „Ein Palästina-Manbdt" schreiben die „Times" in einem Leitartikel in einer ihrer letzten Novcmbernummern: j,Un er den Fragen, die mit H. L e y g u^e S während feines Besuches'in London diskutiert werden's)llen, bcfin.et sich a::d) de Frage der Nordgrenzen P'.üftinas. Glückl'cherweise ist die Frage e'ne gan», einfache und ruftlkeiEfündameiitalen Gegensätze zwisch-n den Interessen de^'Landes und Frankre'chZ hervor. Die Zuinuft Kaliist'ftaSghüngt grv'denicils von'den Flüssen Und d r Wasserkraft ab. Für'fetten ökoncmisch.n Woh stand ist eseine Frage von ernster Bedeutung, daß es ct.ieu Zutrttt — nicht gerade durch territorialen B'sitz — zu den j,Messern .des L i t a n if l u f se S im N. rdon haben soll Und'daß d'e Ufer des Harmuk jedenfalls aber bis Mezereb — in foine Grenzen cingeschlvssen werden, Frankreich kann dies« großmütige Karr, zession für Palästina le'.cher machen, denn sie enthält keinen Schaden für feine eigenen Interessen und Zwecke. Entweder wird Palästina vondi.-srn Quellen ökonom'.scher Kraft Gebrauch m-chen oder sie werden Unbenutzt versiegen. Die Frage ist nun, wird Frankreich luns helfen wollen, die Bodittgu.igen zu schassen, unter denen der Zionismus Aussichten auf einen Erfolg in Palästina haben wird? Außer unserem moralischen Jn.crcsse am Zionismus ist es unser direktes Jnwreis.' in Palästina, unsere Last?» und Verpsttchkungen zu verk.einern. Viele in unserem Lande nehmen die zion frischen Ideale in Palästina ernst. V-'N de en Lerwirl ichnn'g hängen unsere besten Chancen ab, unsere Lasten in diesem Teile des gewefonen türkischen Imperiums zu reduzieren. Ohne die Mitarbeit der Juden gibt es keine Hoffnung, eine palästinens sche Nation zu schassen. Was also Fraukre'ch Palästina z. gest.hen wird, wird nicht für den c!lg!i,chc:l Jmp.rialismns geschehen, fonoern für die Poli.ik, die s'it San N^mo ebenso die Frankreichs wie auch die unsere ist, und zwär: Die Schaffung einer palästinensischen Nation, die si'ch schließlich wirdal.eiu erhal.en und beschützen können. ' '? - Der Rechtskreis des Oüerkommiffars von Syrien. Auö Paris wirün3 berichtet: DaS Amtsblatt ver- Lffentucht doS über Vvi. schlag des Nillifters des Aeußern beschlossene Dekret, durch welches der NechtskreiS und das vsirtungsgebiet des OberkommifsärS der R-epublik Syrien tzeregl-tr wird. Hiernach untersteht der Ltberkoinmisinr direkt dem ircu^ojrjchen MiniWr des Äeuüern. Er übt rn Svrien Mittcillmgcn ans dem Pilbliknm. Amrksecksm . Wien Antwerpen Erster fjrVsster Kilufer rf?r 4039 Juwe'en »t% Rabinowlisclt, Juweliet« 1. Bezfr!f, iAax'miilsnsirLs^s 5 Telephon 6541 2. Dfzirtr, Stephaniestrassi 3, nur Im cireieti Hauso . frcitnir 4 Uhr bi«t Snm*tfi<r ade-6? j*e«c1i'ossM Tc'eplion 4SI I ^iLLAKTSM, Pirlnn.aol^.S'lbe .Platlnt», Ührnn fcftnft und verkauft 776 ETTEES Rotentauas r. 23. 3Ä*ri»bllferotr. 93 &?*>**/? my und tm Libanon alle der franzZfifäien Nepubtik znsteh.'nden Eienxltten cruS, und ist das t?L>:kntivorgan für das'-der fran» zöfisckieu Zkegicru-ng übertragene Dka-ndat über die gen.rnuten Gal'iete.' Cr ist d^r einzige gesetzliche Vermittler zwischen den Lokatbehördcn und den fremden Konsttlalen. Der Ober» kommissäc verfügt über sälittlich« m-üitärrschen Krirfte zu Lande und zu Wässer, sofern ne innerhalb seines Wirkung-» gcbictes stationiert find. Sein - Verkehr mit deneinzelnen Departements, der französischen Republik geschieht im Wege des Ministers d^s?leutzern. Die weiteret» Punkte des Dekrets behandeln die Schaffung der Stelle eines Sekretärs, de- L>ieclonunifsäcS sowie den Wirkungskreis desselbsn. Die Fremdenauswei^ungen aus N-rmänen. Einem rumänischen Bericht der ..Humanitee" entnehmen wir, daß die von uns wiederholt gekennzeichnete F r e'm de n» p o l i,t i k in den -neurumäitischen Gebieten Siebenbürgens, de» Banats und der Bukowina noch immer auf der Tagesordnung ist. Regierungsverordnungen geben nach wie vor den Beamten der g.mannten Gebiete die Handhabe, jeden Juden und jeden?lrl»citer aus feinxm Wohnort auözmveifen, wenn er N'cht Nachweisen kann, daß er vor dem 1. August 1014 bereits seinen W-ohNsitz in. dieser Stadt hatte, ohne Rücksicht darauf, ob der Betreffende nach Siebenbürgen, Banat oder-Dato-. wrna zuständig ist. Der Bonvand für solche Ausweisungen ist nicht »innrer der Vervvchl politischer Unverläßlichkeit, sondern per Mangel an Wohnungen, und eS ist bezeichnend, daß die auf solch brutale Weise freigeworderien Wohnungen »loyalen Rumänen", die erst seit ganz kurzer Zeit m der betreffenden Stadt. sich. aufhalten, zugerviesen rverdey. Lüe Bergarbeiter von SieHenbürgettr. und dem Banat haben in den letzten Tagen dem , AcbeitSuünrsrer ein Memorandum, über» reicht, in welchem sie eine , ganze Reihe von Forderungen aufstellcn, für. deren Erfüllung eine ultimative Frist festgesetzt ist. In diesem ^Ultimatum drohen die Arbeiter für den Fall, daß ihre Forderungen abgelchnt würden. d»e Ar» beiterscl>ast die Bergwerke besetzen ziyd auf. eigene Faust den Betriab erhalten »verden. D»e nimänische Regierurrg habe diese» Ultimatum in Beratung gezogen,, ahne jedoch noch eine Entscheidung getroffen zu haben. Eine Diskussion über die jüdischen Minderheitsrechte in Polen. „Nowy D'i.'nni^ berichtet; Ueber Anregung de» jüdtschen Akademikervcrbandes Hashachar fand am 30. v. M. ein DlZkrsstinsabmd üb:r da) Problem der jüdischen Minderheitsrechte in Polen statt, der durch den Dekan der jutilsttsch:n Fakullät an der Krakauer Univrr,ität, Prof. Zkutrzeba. eingelütet wurde. Der Rednet ci rg davon aus,, daß seiner' Atrsicht nach weder dir Äs'i alkatiin noch der Antisemitismus dir jüdische Frage t» Polen lösen kömren. Es müsse.zu einer staatlichen Asstmilatton, einer staatlichen Einordnung d r Juden in Polen kommen. Al» Vorbedkngungen dafür, steht Prof. Kttttzeba das Aufgeben der eigenen Tracht und der jiddische»» Sprache an; ferner sollen die Juden allenthalben lm Interesse Pokeus wirken und in Pol-en die Gesetze, des Staate) achten. Auf de» Traktat Über die na'i'nalen Ml derheilest übergehend, gab Pros. Kutrzeva der Ansicht Attsdrück, da) bi ser Traktat weder Polen noch den I n d en nützen könne. . Auf di se Aw?sührungeu erwiderte Depu't'rter Doktor Thon, der darauf hinwreS. daß der Traktat über die Minderheiten »itzt bloß für Po'rn g-'sHaffen wurde, soridern alle Staaten verpsücht-et. wo Krden wohnen. Die. liZ dahin i:» akadonlisch^'n Dahnen ,i h bewegende Diskussion wurde dann durch eine gis i;e Rede des Prescssors H u m a n k c k t auf ein ti'ses Nivran herabgedrÜM, brr »nit wütenden Ausfällen auf Juden und D'u'sche. zu beweisen suchte, der Minderh^itStraktat fl das Werk des Generals Be se 1er. Z»»m Schlüsse griff Deputi rter H ä r.t g läs i» die Tiiskussion 'ein und legte bar, büß die BerordstünZen Bese'erS und der. deutschen Negierung. während der 'Okrupations'-.it, welche die Ei,»- sührung des deulschen Sprachunterrichtes in den Schule,» zum Inhalt hatte»», gar »»ichtö mit den Forderungen ciuer kulturellen Autono nie . ztt tun haben. Dir Wrundzttge ci.icr jüdisch'n kulturellen Aule,»o?.ii.' ,i b programmatisch bereit» auf der - Konferenz in Hessti'tg.'ors t.n Jahre' 1906 ausgearb:itet worden.? - ... .. PolnNch/jüd'sche Ver^ndliun slro-.7eronzen. W'.e die Warschauer Bsätter berichten, fand in Lublin vor kur-em eine.Konferenz zwischen dem dortigen Wojwodetr (Statthalter) Mos kalowski und j den Vertretern der Lubliner Judenschaft statt. Der Mojwode, welcher die jüdisch-.'n Vertret.'r zu birser t lNoniereuL dnrcü die indische Gemeitche batte einlaven Nr. lassen w'es in feiner Eröffnungsansprache darauf hin, daß die Zeit für eine polnisch-jüdische Verständigung reif sei. Die Aufforderung des Wo^voden zu offener Aussprache ben'i'tte e'n Aisinnlant?Dr, S e i b e »N a n n) sofort zu e'n ltt'merkttürdigen Klagelied, in welchem er. Tr"nen darüber vergoß, i daß die Assimilanten ihren, Einflnst auf die „finsteres M'sse der Juden verloren hätten weil — die Negierung die Assimilanten ,"U wenig unterstütze uitb tre l ciuttu innigen Kontakt der Assimilan en mit det -M.-sse der „Jargon" hindernd im Wege stehe. Der Manu bat dahrr um kräft'g-re Unterstützung' der Dssimi an en durch die Negierung. Selbstverständlich blieben diese Behauptungen bei den übrigen Teilnel'm.'rn n'cht unwidersprochen, diese wiesen v'.e'm.hr darauf hin, daß eine polnisch-jüdische Verst.'indigung durchführbar sei, wenn vor allem die die feindselige Stimmung erzeugen, e polnische Preßhetze abg st ltt werde und w-nn die religiösen, kulturellen und sprachlichen Rechte der Juden durch nativnalkulturelle Autonomie gesichert würden. In seinem Schlußwort sagte der Wojwode, matt Müsse zu e'ner Berständigüng koinmen durch U-eberw'n..::ng des polnischen und jüdischen (!) Chauvinismus. Er prrgU'. ft'.zierte Einer jüdischen „Neoass rnilation" viele Möglichkeiten für die Besserung der polnisch-jüdischetr Veziehun^n. Bemerkensirert ist. daß der Wojwode weitere Kenferen'.en dieser Art nicht nur in Lublin, sondern auch in anderen Städten Polens in Aussicht stellte. Wesse« Auslesen sprechen die Delegierten des Völkerbundes aus? Pariser Blatter.besprechen jetzt eiuLN interessanten Zwischenfall, der sich in der ersten KHnmission des VSlkerbundrates abgespielt hat. Ein Delegierter aus Kanada verblüffte die Kommissionsmitglieder mit einer unvermittelt in die Diskussion geworfenen Frage, ob die Delegierten der Versamlung von ihren Negierungen ein iulperatives Mandat erhalten haben oder ob für ihre Reden und Stimmenabgaben nur die Delegierten selbst verantwortlich sind. Hierauf erhob sich Balfour und erklärte, daß es keine imperativen Mandate gebe. „Die Sache steht so — fügt er hinzu — daß zum Beispiel in der Delegation Großbritanniens nur zwei Mitglieder von den dreien die Ideen ihren Regierung züm Ausdruck bringen." Diese Bemerkung ist eine Anspielung auf eine Rede des dritten englischen Delegierten Mc. Barneß, dessen Eintreten für die ehenrals feindlichen Staaten in der Sitzung des Völkerbundes bekanntlich einige Bswegung hervorge^ rufen hat. ■ Tagesbericht. Massendemonstration für den Abbau der Preise. Der Verband der' Wiener Gemeindeangesteitte»^ berief für gestern vormittags eine Versammlung vor dem Rathaus ein, in welcher gegen die Teuerung und für den Abbau der Preise Stellung' genommen werden sollte. Lange vor Beginn der Veranstaltung hatten sich trotz des schlechten Wetters Tauiende von Angestellten eingesunden. Folgende N^ottstton oelon^t- «tr Annahme: „«die kffentlichen Angestellte« fordern die BundeSregke. Ntttz auf, das versprechen vom Preisabbau wahr zu mache-. Die zur Durchführung notwendigen Maßnahmen wurde« in der Oesscnllkchkelt und von PpMikera so vielfach erö -kirrt, datz eS Überflüssig erscheint, hier weitere v-rschläge zu erstatten. Die Negierung muß unerschrocken und ttner» bittlich alle ihre Machtmittel gebrauckien und darf selbst vor mitllärischem Zwange gegenüber den Bolksschäblingrn nicht znrückschrecken. Die öffentlichen Angestellten verlangen weiter», daß die BundcSrrgierung der NeparatkonSkommlssion eindring, lichst Nar mache, daß die Entente die in die FriedenSver» träge Übernommenen Verpflichtungen endlich auch erfülle, die Republik Oesterreich zu einem lebensfähigen Staate mache »rnd vir Bevölkerung Oesterreichs von dein beispirllosen Elend, das der Dkktatfrlede gebracht, befreie. Diese jNesolutlon ist dem Bundeskanzler und allen i« Betracht kommende« Faklore« mit dem Bemerken zu über« reiche«, daß Unverzüglich gehandelt werde» müsse, wenn nicht die Republik und das Wirtschaftsleben de« schrverste« Erschütterungen auSgesetzt werden sollen. Die öffentliche« Angestellten sind überzeugt, daß diese Forderungen sich mit dem LebenSinteresie aller arbeitenden BolkSschlchten decken." .Um klwa halb U Uhr setzie sich der Zn^z durch die breite Allee zwischen Burglhcater und Nathans in Bewegung und nahm seinen Weg über die Ringstraße. Etwa drei Viertelstuudm dauert? der Vorbeimarsch. Die Manifestanten, deren Zahl sich auf etwa 30.000 belief, zog'U ohne Ruse und in säst militärischem Schritte in Reihen zu drei bis fünf gegen den Schwarzem bergplatz. Die' Ordner gingen an der linken Seite, Man sah Beamte aller Kategorien, darunter auch die Rechtskundigen. Amtsdieper, Schulwarte, Straßen arbciler, die meist die rote Nelke trugen, das Personal der Straßenpstege. da? des Fuhrwerksbetriebes. der städtischen Hliminitälsanstallcn, der Jugendsüriorge. die Kinderwärlerinnen, Abordnungen der Sicherl'eitswache in Zivil und der Stadlschntzwache usw. Aussall-.'nd ^var die große Zahl der weiblichen Teilnehmer. Der Veran^alnmg halten si h auch viele Mitglieder der R> ichs» vruanitaUou der LauSirauen Lesttrreichs auueichlosfen.

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