Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 662 (28.11.1920)
- Date
- 1920-11-28
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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. Seite 10 Wien, Sonntag Wiener MorgenzeiLuzrs \mmn i- — ■, ■ JMM—---.-■■■ ■ — - ' - - - r , , -■n.nrli' -n- —'1 - ■ -- ' ' - - »• ■ SS Hovencher 1920 'Nr. 6sr Zweck der Bergeisttgung und Vcmnn.'rltcbuug alles Tuns und alles Denkens «t führen. Man wird daö in llasnschrrn Hllbriiisch vbgt'akte Büchlein gern nur Hand mimten und aus ihm schöne öreuschltche Gedanken schöpfen.' LK. 8. , ' Vllchereinlauf. Hermann Ungar: Knaben und Mörder' kTal ^Co, Wien YLI.), — Charles Foletz: Der 'chöne Professor. Ed. Mörike: Mozart au! tm: Reise nach Prag („Der kleine. Roman*. Vrrlaa HermatmLCo, Berlins — Dr. Hetmünn Lelewer: Was will der Zionismus? Das füdüche Balällmä' kVerlag der Ztomstischen Bcrem'guna »ür Deutschland).— Doktor Hans Not r Sckick'alswendr. Em Dort an die deirschm AadeN. Dr. L Weinberg: DaS Indische Pa'äüinM (Jüdischer Berkaq, Berlin). — St. H. Strobl: Gespenster im Sumpf iVerlag Staickmann. Leipzig). — Schaffner Jakob: Kinder d-S Schicksals tGretblein L Co.. Leipzig. — Musikalische Stillehre in Einzeldarstellungen non Hermann Wol gana v. Waltersdauien. Nr. 1 Die Daudet flöte. Eine muükdramatnche Studie. Nr^ 2. Das S eflsned-Jdvll oder die 'stücktchr zur Natur Nr.. 8 Der f?reischütz. Em Versuch über die mu'ikalWe Romantik. Huay Brnckmann. München 192O). —D:e nueAesthetck der musikalischen Impotent, Auflage, von HanS Mynetf ^Süddeutsche MonalShe t--*. München 1920\ — Brahms, von W ütcr N.emann (Schusters Lorfsler. Berlin 1920'».- — Dte schönsten Hetzer der Ostjnden. von Friy Mordecbai Kaufmann. Jüdische Volkslieder, de rbeiet von Arno Nadel (Jüdtschrr Berlafl, Berlrn 1920/ — Geschichte der bcu * scheu Musik, von den Anfängen bis zum Beginn des Dre ßigjäknigen Krieges... von Hans Joachim Moier (I. B. Cotta. Berlin und KtuttgaU 19^0). *■ . Sport. Die heutigeir FußLaLweLLsprsls. Durch die Schuld des Verbandes ist zu einer Zeit, wo der Ausenthalt aus. den Fußballplätzen nachgerade kein Vergnügen geworHn ist, noch eine große Anzahl von Meisterschaftsspielen zu erledigen. Heute stehen wieder sechs aus dem Programm. Die Amateure, die spiel s rer sind, tragen ew F«undschastsspiel in Prehburg aus.. Die Hakoah spielt in Floridsdorf gegen den W.A.C., der in der letzten Zeit sehr schöne Erfolge erzielt hat. Am' letzten Sonntag schlug die Prater-Mannschaft die Amateure, lvas ihr sehr hoch angerechnet werden muß. Die Hakoah must wieder mit einigen Ersatzleuten antr'e'kn, wodurch das Kräfteverhältnis ausgeglichen erscheint. Es ist. ein scharfer. Kampf , mit knappem Resultat zu erwarten. . . In Hütteldors wird der Floridsdorfer A. C. gegen Rapid zu beweisen haben, ob er.seinen vorsonntägigeT« Sieg über dle Hakoah reellem KönNen oder nur einem Zufall x» verdanken hatte. Rapid dürfte sicher, gewinnen. . In Favoriten tr.fftn Rudolfshügel und Vienna zusammen. Bei der Gleichioertigkeit der Gegner rst eia scharfer Kampf zu erwarten. Der -W. A. F. gastiert in Floridsdorf bei der A b mir a,. die alles daransetzen wird, zumindest einen Punkt zu rettenwas ihr auch gr.ingen dürfte. Aus dem H e r tch a - P l atz spielen die Hausherren gegen Wacker. Den gleichwertigen Kamps sollten die Favoritencr. schließlich knapp für sich entscheiden. S immering und Sportklub, die beiden letzten Vereine der Tabelle, messen auf dem Simmeringer Sportplatz ihre Kräfte. Die Dornbacher werden kaum ohne. Punktderlust heimkehren. ' In der zweiten Klasse finden folgende Mristerfchckstsspiele statt: •••,<•* . Rennw-g^Ostmark, Daumgart-n—Cricket, Germania- Sturm, Donaustadt--Ottakring, Red. Star—Slovan, Sport- . freunde—Bewegung, N. U. C.—Ober-St. Veit. ' . In der Meisterschaft de^ vierten Klasse findet daS für den Ausgang der Herbstseris entscheidende Tressen Anitas gegen Minerva statt. Falls es Len Anitas-Leuten gelingt, die beiden Punkte heimzubringen, erreichen sie die Spitze der Tsabelle. Das Spiel findet aus dem Haroah-Platz statt. . Nachher treffen Hechawer uno Kadima gleichfalls im MeisterschastSkamps zusammen. Ein faires Spiel vorzusühren, sollte, das Hauptbestreben beider Mannschaften sein. Kreis Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine. k > . Der letzte Kreis iuru- und Cvorttag hat eine technische ZweiteUuna des Kieiies in tunierftcher und spoultäter Bet'e'nmg iys Auge gkfaßt. Eine ini remistiscke Kreislet ung wmde orwälilt, die aus trrt Turnetn und drei Lportleuten drstebt. Sie bekam den. Auftrag, die Zweiteilung statutari'ch srstzulegrn und nach Bollendurg der Arbeit den Neuerungsvorscklag cirem etnju* beruhenden Kreisturn- und Sporitig zur Sanktionierung zu unterbreiten. Die Kreisle tung hat th,e Aufgabe gelost. Nach reiflicher Beratung wurde rin gememfanies Statut belassen, das aber dre Zweiteilung in eme Turn« und eine Sportab- 1«lnng enthält. Dre tcdjtt fdic Leitung olieat dem Turn-, Leüehungswe-ie Spor Par lieber diesen be den Unt erau'schitsteu > steht die genlrinsame Kreisleitling. Df beiden iintcralteilnngen haben nach ihrer Äoniutmerung Gcschästöo dnu gen aus.m« arbeiten, die sie de' neuen Kreisle uwg?ur Genehmieurto mm - breiten müssen. Für deute, riinltltch l/910 Ubr von» t'crgs, ist nach dem alten Stü'ut eine Kre's'u vratLsitzung einderusen. hauptsächlich aus dem Gtunde, um den Vertretern Gclegenhcil zu geben, an der Statuterid ratung flmmhnten. Im KielstU'Niat sind solgrnde Vereine vertreten: Makkabi U Makkabr IX. Maliabi X, Maitabr- XV, Malkabr. XVl:' Makkabr XlX. Motkabi XX. Hakoib Graz), Hako.'.h (li'ien) Hcchawer. Kadima, Judaea und I. C. Wegen drr Wichtivteit der zur Verkantlung celatigeridrn Ang'legenhrilrn we>dnt die BeretnSdelegierten btfUnnnt erwartet. D-e Sitzung snrdcl mt Jndustriellen°Ca|ö, l., Koneordtavlatz 4. statt. , Hazalr Wägt Mödlingcr Stmm 4 rF <V:y>. Schwer erkämpfter Sieg der mit größter Aufopferung kämpsetrden Hazair-Mannschaft. Dreimal gelang cs den Mödlingern, die Führung a.n sich zu rsißrir, doch rinmer konnte Hazair ausoseichen und schneßlich das Spiel für sich entscheiden. AuSßhlaggebend für den Sieg war das schölte Spiel der Stürmerreihe, die gut bei Schuß war. Die besten Leute' hatte Hazarr in Roßmann, Pi.linger,. Futtsrwrit. Reiß,' Heger urtd Karawan. Die Tore schossen Futterwett (2), 5icrrawarr Sud Reiß.! Hazair—Rndolfshüg>'k III 1:1. Die mit mehreren Ersatzleuten antretend-r Ha^air-Mantischirst konnte der mit Spielen', aus der Reserve verstärkten Rudvlfshügel-Jungmatinschrst einen zumindest ebenbürtigen Gegner abgebcn. Hazair hatte tn «Leidler, Brandstättcr, Vibring und Lauser ihre besten Kräfte. Zn der ersten Spielhälste erringt Rudolfshügel die Führung. Vrst in ixr zweiten Spielhälste kann Schlesinger mit weitem L» «L MH/ilJ m IjUntM« Aua» aki in i iiciifcicu, .Schuß den.Ausgleich herbeifühven. — tzazair Il-Rudolfs- Hügel-Jungmanuschas't 1:2. Das Tvr für HaZair schoß Neubauer. . Sportklub Gideon. An irr Deicht ist dabiu zu berichtigen. :dast Sportklub G.dton peaen Achdutd nicht 1:? umrrlegm tst. sondern ^aß die m t fünf Leuten ous der I. Mannichalt verstärkten Gldcon-Reserven 2:2 get'vicir habe». Die Hakoah'Ressrven spnkrtt beu'e mtt 12 Ubr m ttäos aeqrn W. A. C.-Re«lven in solgendrr Anlstellimg - Reumann;- ,Wrist, KonarS; Hahn. Nusb ium^ G tfchi PoUak: A!st -d Pollak,. Drucker, Giünwald, F.nto, Pollatschek. — Ersatz: Werthetmer, Hcrllvaer. - F. A. B Menoräh. Hettte, Ubr vormittags m der Ststskrserne Wettsmel' a-om Neu''au?r Svv'isreunde< Folgende. Sv-elkr haben sich um V-1V Udr vor dem Hem VI.. Ametlmgstraße 16. einzufinven: N vtchitz. Schnller, Me>b k, F iedmann l. Fruckthändler. Meth H, Kestep. Asrillen H, Schneide ' Artur. Frtedmann H. Asi tllen!. Reiß, Kürz, Sega!!, Kopfichlögel^ Erster, Frtct.hader. li und . Unger. Ä m a EJ D BtURO cuiRidHrunos- BtÜJRO * MASCHlNEI-ft» NOI2E>m*t I KOMMANDIT* EWRLICM vrJSflnMKBl Telephon 17956' ~ Posheheckonto 62473 Wien, I., Wlpplinjfctstracac JNr. ES SPEZIALITÄT- Frstk’a^s L’arbbä der varhon-« Waclixnaniere B r BANKHAUS .ROHÄTYN Wien,Maria Theresienstrasse ]0 Telephon 20-3-63 424 wjir.'VH w.iKBMPimrwi Der Volkswirt. Eine Krone --- L 82'/g Centimes . . Gesterr, notierte in Zürich' die österrrrchilchr Krone . . die osterr. gestempelte Krone die tschechische Kröne, . . dre Mark . . . . . , Agram » , < > * -. 4 Bukarest ♦ »;. #. « . Budaorst . .,.. . . Warschau •. v . . . . 1 f;2Va ( 1.60 Tun 26 . 1 40 ( 1.40 mt 26 . 7.90 ( 7 90 rm 26 9 35 9 07 Va am 26 . 4 90 5 — am 26 9 3» 9.40 rm 26 > 1-15 . ( 1.40 eint 26 1.30 (' 1.40 «m: 26. Geld. November) November" November) ^November November' November Nov mberi »November) Oesterreich Ättd SngraM Schon lange hat sich die Erkenntnis bei uns Bahn gebrochen, baß «S fstr OeDrrrich eins Lebsnsnotiw e n d i'iDkAt''.^ bMMt.-^'zu -- /.'den' tvesteuvöpaifch'r t / Stäaftin^' tsMetzinlich , England,' tn "möglichstreße. HandelsLeziehungenf zu tveken und 5'iq durch drn Kr'sz zerriss.-nkin - Fädeln. mit -GroMritannien «tiöicbcr,' nru zu 'knüpfen. - Durch den Absatz' Deutender Quantitäten österreichischtzk Waren in England. wstÄe. nicht nur die hiesige Industrie ausg)ehjG B-schiistigung finden, sondern auch,f rem d t D a lM a,.die chir so dringend / benötigen, ins Land kommeH ' -> Eine zweite" für uns noch wichtigere Form des Ausgleiches besteht, darin, daß. England R o h st o f fe, wie zum Beispiel Baumwolle und Leder, nach Oesterreich s.n et. unsevr Industrie so weit wir möglich mit Kohle versorgt und bann einen Teil der qus den Rohstoffen hergestellten FNbr'ksttr erhält, trahrend. .1-e: .andere Teil zum Kon»um im Inland und ein etwaiger Ueberschuß zum Export nich den Nationalstaaten bleibt. Die Borü'.^ssetzung für einen solchm „Veredlungs- Verkehr"^ ist die Gewährung bedeute nder Kredite von seiten Englands, über die schon seit langem V-rhandlungen geführt werden und um deren ZustandekommkN:,sich die osterreichis^ .Sektion der Rs parati-onskommiiiiou mit bankenZwertem Eifer, bemüht. - Welche' Vorteile Bidtst den. Engländern^ ein reger Handelsverkehr mit' Oesterreich? Noch immer bildet ÄNn ein Zentrum der L u x u S-. warenindustrie. Luxüsmöbel, Ledergalantcrie-und Perlmutterarbeiten, Schirme, Spazierstücke, Lampen, NippeS und KunstgLgenstande werden hier, noch immer iin einer Vollendung'und mit' einun erlefei'st Geschmacks : hergostellt, die dem Ausland Bewunderung abringrn i Krieg und Hunger vermochten drran nichts^zu ändern. Auch österreichische Schuhe, und Handschuhe.. finden draußen Ankla'ntz'. D ie - englischen K?- ufleute haben mit.' ihrer Brwunierung der gmannLen österrerch'i,che.t Jn-i idustrle-rrzeugnisse"nie/ MargL. ' Anderersei.Ä herrscht'O stirreich..abgesehen.von dem ru'nösrn Rohstoffmangel, ein autzrrorL.eutlLcher Warenhunger, besonders m D'xiitten und technischen Artikeln aller Art. Leiters in LebeySmit'.etn. Eü S Ueberflutung Oestirrcichs' durch' solche Waren und ,NähritngZmittel müßte einen s.forttgcn betrcich.lichen Rückgani der Inlandspreise zur Folge haben. Die englischen Blätter berichten unausgesetzt von fceu tiefret , Ware nmengen, die ich Vereinigten Königreich auf e.t..pslt lieg:«, ohne daß im Augenblick Absatzmöglichkeiten vorhanoen wären. Die Ironie der Dinge will eS, daß auf der einen Seile diese Ue c fülle Erst uns der drückendste Mangel 'h:rr,cht. Du ch derartige englische Importe großen' SUls auf rcin gc,chiiftlichrr Basis würde 'O sterreich unendlich mehr geholfen, als durch' alle Hohl- LaLig'^itSaktiott?n, die, so. gut sie auch gemeint sind' und so vortreffliche Ergebnisse sie bereits ge e'tigt haben» -doch zu ke'n:r radikalen Gesundung der hiesigen WirtschaftSverhöltn'sse führen können.' i Wenn der engl'sche Kaufmann fragt: „DaS hat mir Oesterreich dagegen: zu bieten?^ mutz eins 'fritS auf den bereits erwähnten BeredlungZverle''r und dir Luxus- - Warenindustrie hingewiesen werden, ünde s szitS auf ven Naturveichtum. dieses S'täates. besonders auf die noch immer gewaltigen Wald bestände, die für ein Holzarmes Land wie/das Jnselreich von nicht zu unter-' schätzender Bödeutung. .sein könnten, fernrr auf di« f enormen W a s s e r fr ä ft e der Alpenländer, die nur ' deshalb nicht, ausgebeutet werden können, weil das zu ihrem Ausbau und ihrer Erschließung erforderliche Kapital fehlt, durch dessen Aufbringung England in hohem Maße zur Re tung Österreichs beitragen würdtz. Außerdem würde durch e'ne modernere und iSltablrre Bewirtschaftung aus dem Boden ungleich mehr hervor- . geholt werden, als dies gegenwärtig der Fall ist, was aber wieder die tatkräftige Unterstützung von seiten d-r Wcststaatcn, besonders Englands, durch die Lieferung von Düngemitteln und landwirtschaftlichen Maschine« zur Voraussetzung hätte.! Bei dem sehr hohen Mrsstand des euglischttt. Geldes eröffnen sich dem britischen Unternehmer hier ganz außergewöhnl'ch günstige Jnvestitiousmögl ich ke i te u. Er könnte hier die alten Industrien wisiisv in Gang fetzen und sie..ausbauen; es wäre für ihn auch möglich, neue ins Leben zu rufon. Bon den großen mitteleuropäischen Berkehrsstraßön.steht ihm in erssü Linie die Donau,zur Verfügung, die als Wasserweg einer bedeutenden Zukunft entge ensieht. Als! Handels- und Verkehrsmittelpttnkt Zentraleuropas wird Wien infolge seiner -günstigen geographischen LagS früher oder später' mit NaturnotwendigkLit in seine ' alten Rechte treten, eine Ansicht, dis von der östrrveichischcn Sektion der Reparationskommission geteilt wird. Wien wird wieder die Brücke bilden zwischen West-, Ost- und Südeuropa. In richtiger Erkenntnis dieser wichtLzen Tatsache und der in Oesterr-ich vorhandenen grasen Möglichkeiten hat die Britische Handels-, kammer (British.Chamber of Commerce) schon im vorigen Jahve hier eine Filiale errichtet. <! Zuletzt sei noch hervorgehoben, daß der öster^ 'reichische Kaufmann dem englisch.'n nach wie vor inik , v ie l S y m P a t h i.e ' gegenübersteht. Der britisch^ 'Kaufmann erfreut, sichhier größerer Beliebtheit als! irgendein.7 anderer'/ dank^/stzinem tKoßzügigen i-UnteE 'nehmerge'st. seiner Integrität und Zirv'erlLssigkLiL. Sei^ Gerechtigkeits- und Billigkeitssinn genießen dir: H o ch?' ach tu ng der hiesigen 'Kaufmannswelt. Äuf solch: , günstiger Basis ist ein reger Geschäftsverkehr zwischen Oesterreich und Großbritannien denkbar, der nicht allein für Ocfi.rre'chs Wiederaufbau von höchster Bedeutung ist. sondern sich auch für England nutzbringend und ersprießlich gcstaltssn muß.; Notenumlauf: 741 Milliarden. Dem letzten Ausweis drr^Oestene chüch ungariscken Bank zufolge ist-der Notenumlauf um we>tk'.e 729*4 Millionen auf 74 l Milliarden gestiegen, wovon aul Oestuteich mka 26 Milliarden entfalle». \ ^Tpeditiou Biedermann & To., Men.!., 8alz4 grkes IS. Leiephon Nr. SS75 Ylll und 3260/11.^ Börse für landwirlschaftliche Produkte. An den auZtvartigen Märkten ist eine wesentliche Preissenkung zu beobachten. In London haben die Preise mancher Waren bereits Vorkriegsstand erreicht. Insbesondere bei Getreide, Baumwolle, fNetallrn-(mit Ausnahme von Eisen), Oel und Terpentin ist dev Wrrtrückgang sehr bedeutend. Als Hauptursache diejer Erscheinung werden große Borkäufe und die beschränkte Nachfrage angeführt. Bei . Baumwolle ist man in Handels kreisen der /Änsicht; daß sie'bei dem ietzigen niedrigen Kurse nicht stehen bleiben, sondern noch^ weiter sink«'« werdet. Bezeichnend für die geringe Kaufkraft der weiten-Schichte» der Bevölkerung, die ju auch bei der Preissenkung, mitbestimmend gewirkt hat, ist der Umstand,, daß die Katzftätlgkeit noch immer keine Besserung erfahren' hat, daß t«r Gegenteil bas große Publikum aus weitere Preisabschwächungenrechnet.. AuS. den Bereinigten Staaten find, nach New-Aorkee Börsenmsldungen. ungemein g ün stüge E r.» tezi ffe rn^ bekannt. Die. Mais-, Reis-, Kartossrl- und Tabakernte soll di« größte sein, die die Union sei't Menscheugedenken zu verzeichn»! hatte. Auch Karrada/meldet eine^ Rekordernte. Bei dem aus-' giebigen Bedarf, den die Siegerstaaten ebenso wie Deutschland' und wir haben, werden der Stand.unserer Valuta und dia günstigsten überseeischen Erntezissern für ünS Heine BcrbiHigu^l der Getreidepreise im/Gefolge haben. Die Tatsache, daß man bei größer:» Ueberschüssen in Bödenprodukten sich vielleicht williger zeigen und unS langsristige Kredite , in Mehl gewähren wirb, ist unser ■ einziger Hoffnungsschimmer. 5Dk heutig« Wochrnbörse zeigte wieder lebhafte Frequenz bei.sich gleichbleibendeN geringen- Geschäftsumsatzen. Im Bordergrunde dÄ Interesses stand Hafer, in welchem greifbar nur geringfügig« Mengers. zur Verfügung, waven, die zu exorbitant hohen Preise« anfgenomme» wurden. Auch Ersatzfutterstoffe begegneten guter Nachfrage und erziePü gleichfalls höhere Preise.. Von Nährftosfen wurden'Hül'f-nfrüchte in'hämischen und ungarisches Provenienzen zu festen Preisen umgesetzt. Rauhfutter ' zeigt Preisbcss:rnngen. Auch in diesen Artikeln, in welchen die Produktion ausreichend tst, macht sich tnerkbarer Mangel geltend, da die Ausfuhr' aus den ErzeuguilgSgebieten.. durch, behördliche Verfügungen, teilweise gesperrt ist? Kür Sämereien vermochten sich , die Preise zu behaupten. Eine Umfrage bei. Besuchern aus landwirtschaftlichen Kreisen ergibt, daß dev Witterungsverläuf keine günstige Beurteilung findet. Einerseits ist der WitterungScharqkter zu trocken, andererseits fehlt die Schneedecke, und die jungen Saaten entbehren des Schutzes gegen den tSiitctlt bim niedrigen Frosttempdratnren. <£t«js ernste Beschädigung der Pflanzen ist glücklichenveise bisher; nicht zu verznchen. ' n^P-«ateratr. S Kurr^apeizeii und