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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-28 · Heft 662 (28.11.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 662 (28.11.1920)
Date
1920-11-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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ää.'*8BZ .Äffen, Toimklg fiöfenet MorgenzeLLririg "28, Npvember 1920 y©eit<r7p HlLigW gegenüberstehen, hie.man. in diesr-, kindlichen Härnilofigkeit vel einem Äs raffiniert verschrienen Menschenschlag nicht für möglich halten sollte, so hat die Arbeit des Amtes durch diesen Mangel an R-ssönuanz wahrhaftig-nicht, gelitten. Auf jede.Weife trachtet. inan die Liebe der Heranwachsenden Jugend ütch der Erwachsenen zur werktätigen Arbeit zu wecken -Und, zu pflegen. Der Arbeitsnachweis beweist übrigrys, daß tl mit der Abneigung der Juden gegen Handarbeit lange : nicht so schlimm ist, wie unspreFeinde glauben machen wollen. Wohl haben sich 541 Angehörige der kaufmännischen Berufe um Stellungen beworben, aber'da-- neben auch 645 Hilfsarbeiter, von denen nicht weniger als' '4J.2 untergsüracht werden konnten, daneben 153 Metallarbeiter, von denen 83 durch das Amt Beschäftigung fanden, und 159 Angehörige der Land- und Forst-' Wirtschaft (92 > in Stellung gebracht). Auch, von den freien Berufen fandensich 144 .Arbeitslose ein (in erster Linie Prtvatlehrer, Erzieher^ aber.auch Advokaiursbeamte, Studenten usw.), diezur Hälfte Verdienst ,»gewiesen erhielten.' Zur andereti Hälf '.t abr'r deinüht man sich, namentlich wo es sich noch um junge Menschen handelt, die Slellensuchnrden zu einem „Umsatts n" zu bewegen, zu jenem Umsatteln, das die allgen-euren sozialen und die besonderen nationalen Verhältnisse zum einzigen Heilmittel für alle Schäden unserer Zeit machen. Und hier beginnt das Arbeitsfeld her zweiten wichiigen. Institution des Gewerbeforderungsamtes. der Berufsberatung. Wer je eins öffeutkichr Ts ufsbera- - tüngsstelle besucht hat, wird sich Mer' die Lebhaftigkeit ixjs Betriebes int jüdischen Institut sicherlich wunderir. Äie tägliche Frequenz beträgt dürch sch nitt lich zehn. und in den Eineinhalb Jahren ihres Bestandes hat die-jüdische Berufsberatungsstelle nicht weniger als 750 An- : sßng ern Rat in der Wahl eines', neuen Berufes ccteilt, während die Zahl der .Hilfesuchenden, die „um-. lernen" wollten, mehreretausende ierägt. ' ' Bon dem.Ge ist und der feinfühligen Seelenlsnntnis,; irtlt der die Berufsberatung ausgeübt wird, gibt ein?l>etail, anscheinend ünbedeuiend, Kunde. Da findet sich üpter. den Fragen der Drucksorte auch dis'. Frage nach - dem Beruf der Großeltern. Begehrt man zu wissen, i welchem Zweck diese Angabe dienen soll, so vscweist - rinen-' der $etb& der Berufsbrrätüngssteile. Dr. Glanz, - dLr?.uf,s wie häufig' Familientradition oder, besser gesagt/Familienvorstellungen, für. die Wünsche der Halbwüchsigen ausschlaggebend sind.. Wo --kam einmal ein if junger Bursche, dxr . .ohneerInnbarep Anfirß.?--- durchaus Schneider werden - wollte,- Schneider und - nichts anderes. Nach langem■ Fragen heraus, daß einer seiner Onkel in- Ainerika Schneider war, und der. war so. .reich,. daß.'erj wo, er ging . uyd, stand, nzitzdestänZ- 15.000 Dollar bei sich . trug. . .Ein' andev-r wollteebenso -unmotiviert Koch werden. Warum? In der Familie war immer die Geschichte eines Texwandten, eines- Kochs, erzählt worden, der. eine länger« Gefängnisstrafe zu verbüßen hatte. Da war es allen Mit-. Häftlingen erbärmlich schlecht gegangen, nur er hatte -in der Küche' arbeiten dürfen und' dadurch ein ganz behagliches Leben führen'können. ' ' ' Auch sonst sind ja die Vorstellungen-durchaus nicht kl-Lvr Däkomütk 'ckin junger Bursche um Rat bitten, der - " Lyp i sche 1 Fall — sechzehn - -Jahrs," gälizifcher Flüchtling, - Vater' Hausierer. Und er hat auch die typische Wahl getroffen/ die von zehn jungen Burschen jetzt mindestens 6cht -treffen: Elektrote'chnlkl Mit unermüdlicher Geduld befragt der Mrüfsberater den nicht' sehr, wortgewandten Jungen über die Gründe dieses Wunsches und verfällt schließlich darauf^ sich zu erkundigenworin denn nach der Meinung des Burschen die Tätigkeit des Elektrotechnikers' beftehe.- Der richtet die Wasserleitung ein und das GaZ, sägt der Bub treuherzig.. Der Berufsberater lächelt nicht, einmal.'Aber es dauert keine fünf Minuten, da ist der Junge pon seiner Vorliebe für-die ziemlich aussichtslose Elektrotechnik göheilt und für den Beruf-eines Schlossers' begeistert, so' baß er es kaum erwarten kann, ärztliche Erlaubnis dafür in der Tasche zu haben. Ungewöhnlicher, ist der' nächste Fall. Ein bärtiger, junger Jude, anfangs der Dreißig,- mit wohlgepflegteir Händen und eineyi Beträgen, das unbedingt auf ,,Kinderstube" weift, wie'-es die Deutschen im Reich nennen. Er ist Lehrer und will umsattcln. Um seine Wünsche befragt, kleidet er sie in das, knappe'Programm: Ich will nicht hungern unb ein gutes Gewissen habe'n. Mit der . Glaserei, die ihm als l-'rchtes, dankbares Handwerk-empfohlen, wird, ist er sogleich einverstanden und eine Woche darauf gibt es kn Wien' einen mürrischen, ewig mitsich und den anderen unzufriedenen Priv-atlehLer weniger und einen vergnügten Glaferlehrling mehr. Dieser Lehrling kann' sich allerdings den-Besuch der -neu'tzn Lehrlingssch'ule, dis allgemeine/Bildung verbreiten soll- und in. wenigen Wüchen vierzig Schüler gesammelt hat, ersparen. Schwieriger als d> Burschen sind die Mädchen zu beraten. 'Gewiß trachtet man auch hier, aus jede Weise die Schafsensfreutze zu - fördern- und zu -stützen. Nur stellen diä gewe. blichen Frauenberufe im Älgeniesneü hohe Ansprüche an die körperliche Widerstandsfähig eit und können darum bei unseren geschwächten Kriegskindern nicht unbedenklich empfohlen werden. Neben Schneiderei -- die. Nachfrage nach Schneidern^ uckd Kürschnern ist gewaltig — Modisterei, Meißnähen wurden Fürsorgetätigkeit aller A't, hauswirtschastl^e Beruse. in besonders geeign ten Fä len auch Kranknpflere «und Gartenbau empfoblen. Den Kurs für Knnsigewerbe einsuriÄten, den das GcwerbefvrderrmgSamt schon seit Vj-raim Mmnammmw* Erstes Wiener Spezialhaus für I Toilette-Seife Preise K 6.-518 K 60.* perStöck I » | Jeder Einkauf zeigt . I .unsere 1 - Leistungsfähigkeit., I Berkelharn mer & Co. Gtü llf, Taborstrasse 21 und XX., Wallensteinstrasse 56 Tel. 4178 (De!-Ka) ' En doUil und en groe Tel. 40-0-84 Langem plant und der namentlich für die Töchter des jüdischen Mittelstandes gute Aussichten böte, fehlen leider noch immer die Mittel. Auch die Werkstätte für Elektrotechnik kann aus demselben Gründe stoch immer nicht ins Leben gerufen werden. Hingegen ist die Entwicklung der jüdischen Schlosserlehrwerkstätte wirklich herzerfreuend/dreißig Lehrlinge samt sieben Gesellen lernen dort sich und der Judenschäst eine bessere Zukunft schaffen. Für die anderen Fächer muß m.n sich leider bisher-mit theoretischen Kürsen begnügen (Elektrotechnik.? mechanische Technologie, EisenbahnerkurS u. s. w.), deren-' massenhafter Besuch doch darüber nicht trügen kann, daßes eben I nur theoretische Kurse sind. Eine besondere Gattung Besucher sind im Gelverbeförderungsamt die Auswanderer. Auch wenn sie das Wort Palästina nicht aussprechen, weiß man,vom ersten Augenblick au, was sie im Sinne haben. Sie gehen mit sicherem Zielbewußtsein vor,' sie setzen sich über alles Nebensächliche kühn hinweg. -Die Lehrstelle mutz nicht angenehm fein —es ist ja nur ein Uebergang, das Zeugnis ,'midWfgeding'ist gleichstMg‘fie ftreßen ja hinaus aus dem Lande, in-dem sie ausgewachsen sind, und neben dem -erwählten Handwerk.kernen rolle mit rührendem Eifer Hebräisch .und Englisch. ' 7 Ueberflüssig zu sagen, daß^ sicherlich nicht alle, die davon träumen, nach Palästina gehen werden.'Aber jeder . einzelne» der Zut Arbeit..der.'.Hände/heimfindet, . Hilst dazu, datz auch bei uns ein Land ersieht, in dem Judenhaß und Judenverachtung unbekannt sind. In den kahlen dunklen -Räumen des Gewerbeförderungsamtes wird unsere' Zükünft-geschmiedet. Wohl dem, der in späteren Zeiten wird sagen dürfen, .daß er mitgeholfen an dem großen Werke, wenn' nickt-Wt Taten und Werken, ja , doch mit Fühlen und Wollen... Klara Mautner. ' Flüchtlinge aus Ungarn in Berlr«. Man Ickreibt »ms: In diesen Togen ist eine große Amaht jüdischer Wckllinge aus Bu d ay e'st m Berlin emgetroffen. De ungiU-'sche Nkgicrnnq dal eine Massenausweisung der während res Kcieg-s aus den osicuropälscd'N Landern» nach Budapest geflüchicicn Fu?en voroenommen. Die Flüchilmge befinden fich \tt s.ch re ck l l ch e r No t, da die Polizei das Jndenv'ä:tel? ' >äm' ' sparen - -- Abend ' ümMte die Ausländer auS den Wohnungen, bezirhungSweiie' ans den Dettm hcranZholie und sofort in die Gelängniffe vei'chlepvte. von wo man sie aber bald hcrausholte und unirr müiläriicher Bewachung über die Grenze abschob.. Die Flüchtling« wären nicht imstande.' Geld. Lebensmittel oder? Kleidung^ iuntWchiü«n^^aS'--KMiche-. Ärbeiterfürsoi geamt.. hatzusammen mit. dein Verband der Ost»" jnden in D-'Mschland den.Flnchüingrn. die,-erste materielle^ Hilfe erteilt und sie daraufhin-in die verschiedenen wesicnropäischcn Länder, wie Belgien, Nordsransteich usw., verschickt, wo sie. Arbeit fanden. ZAÄenprrlgeleir« an beit Brrdapester ÄnSversitSte«. Wieaus Bu dÄ p-e?st gMefdet..'wich, herrscht au der dortigen Universität noch immer ^Ine- Ruhe.? Bo* kanutlich wurden die Klaustnburger und Preßburger Universi.äteir zum Ausdruck ' des Protests gegen die Abtvonnung dieser- Gebiete v^ysUngarn nach Budapest transferiert. Vor einigen Tagen wurden nun die jüdischen Hörer von den biologischen Vorl.sungen dieser zwei Universi'älen gewaltsam.v.hiMusgewsesen-.tl'nd zwei Tage später wurden.K jüdische - Hörer, die es trotzdem versucht hatten, die Vorlesungen, für welche sie rrsrtzmäß'g inskribiert sind, zu b suchen, in schändlichster 'Weise insultiert und ans den H'örsälen vertrieben. Man bringt dies' nrit der neuerlichen Erstarkung der „Eriiiüche nden U n garn" in Zusammenhang, welcheentschlrssen sind, es auf eine Kraftprobe zwischen ihnen und der Rrg'erung ankommen zu lassem Da die Regirrung aflmähl'ch eiülenkt. so kann schon heute g s.igtwerden, daß d'e „Erwach n'e» Ungarns die Oberhand b halten und an den verschiedenen Hochschulen die grwohnei 'brutalen-Szenen gegenüber den wen' >*\ noch vorharrdenen jüdischen Hörern auf der LaGÄvrdnnnL sein 1 werden. Die ValMhoWiez-Vogvome. tteber die vrr-eiis genreldei-rn Ausschreitungen" 'berichtet der Warschauer Korrespondent der „DosfischLn Zeitung": Gerüchte von Judenpogronren, die von der i Balachowicz-Armee systematisch" verübt werden, waren! hier schon feit Beginn der Offensive Balachowie^-- intj Umlauf, aber bisher war ich trotz aller Bentühnngetr'!' außerstande, Beweise, zu erlangen. Nun sin^ durch- Aussagen zweier durchaus vertrauenswürdiges ' barunter eines christlichen --- Angenzeugeit MeliWÄ' Judenpogrome der Valachowicz-Truppen f.-Mstellt, bi<s diese am 10. November, nach der Einnahme von Mvzh^ (Distrikt Minsk), dort veranstalteten. An dem genann^ri-" Tage drang in Mozyr die Spitze der' Balachöwiez- Truppen, bNs erste Reiterregiment, unter dem Kom«'' mando des Obe r st e n^ Balachowiez, eines' BrüLerff!' des Generals, ein. dem sich Sawinkow ängeschlosstn? hatte. Am Marktplatz angelängt? st'egen die Reite'rs' sofort ab und zerstreuten sich in Windeseile, von den, Offizieren nicht zurückgehalten, durch die ganze Stadt','^ wo das' systematische Plündern.der jüdischen Wohnüügew' und Geschäfte begann. Die christlichen Wohnungen uni*? Geschäfte wurden nicht berührt. Tore ^und Türerv ' wurden mit Aexten und Karäbinerkolben aufgebrochen^' Jüdische Männer und Frauen, die sich in Kellern, der:-!' steckt hatten^ wurden auf die Straße gezerrt und "miß-! handelt. Dann mußten die Bedauernswerten feller dieii' Plünderer durch ihre Wohnungen und Gosch äste führen! und die Gewahrsam« des verborgenen Geldes und Gnies zeigen, stetig von Bajonetten und Revolvern bedroht.'' Die Zahl der dabei Ermordeten konnte noch nicht' feftgesiLllt werden, wird aber auf über dreißig $1*,. schätzt. Erst - gegen Abend hörte das Morden und Plün-?- oern auf,, nachdem General Balachowiez die Schaffung einer jüdischen Miliz erlaubt hatte, die allerdings'' kein j üdis-ch.eZ Gut mehr zu schützen' hatte.'' RetteL die RettAngsgeseLschast r y Dos Zentralkomitee für die Sammrtiage der Rettun-s-?' gcsellschaft. welchem die Bcnrksveilretungrn und Fraurnordeüs-' komitccs aller 21 Heär'e WicnS anqchörcn, findet uns-«inen- Aufruf, in welchem grlaat wird: Dre Retlungsgesellschatl ist \n{.t Not. Die «inlau'enden Svendcn rächen lange nicht aus. um die,' fortwährend wachsenden Betuebskosten zu decken. Ein ßicblttiüS^r werk der Weuer steht vor dcm Busammenbmch, w en n n r ch'talle helfen. Wir wenden uns vertrauensvoll an die Bevölkernng; und bitten um Hilfe. Um allen. das Geben zu erleichtern- - wcrdeu am 8. unü 9. Dezember S a m m l u n g e n i n Sßttn" veranstaltet werden. Frauen und Männer wtcden in den Straßen, und öffentlich n Lokalen, in den Geschäften und Betrieben dies" Spcnocn sammckn. von d e n e n s-r ch nie man d —o-.b reich oder arm — ausichließeu wcrd. D.nmt das Zämme!- ergebnis möK'.chst groß werde,, benötigen wir Tausender von ' Sammlerinnen und Begleitern. 'W i r 0 r t 1 e n d ar u m die Fraaen und M ä d ch e n, M ä n n er und Jünglinge, i n S ch a r e n s i ch z u m S ammeld i e n st e z u melden. Die BesirkSy-ertretungen der Wohnderirke und die Zentralkanstei der Nettltngsgesellschaft werden die Anm'ldaitgen mit freudigem Dank emgegennebme^-!'Die GsiHlis'-Smtiader we.den dringend , gebecen, vom Kasseneingang , der geuanmen Tage der R e t t n n g s g e.t c l l f ch a f r> einen, w enn' a n ch b es ch e i d e n e n Prozentf.atz'? zn sv end en. , W teuer n n d W ien e r-i n n«n! N e ttet eure R et t nnsSg es elis ch aft! FLr das,Siedlttngsprojekt im Lainzer Tiers" garten. In drr Volkshalle des RathaufiZ fand gestern uachmiltggs, eine Versammlung der Vertrauensmänner der Krügsinvaliden/. /Witwm und Waisen statt, in der die schleunigste Durchführung ü des Siedlungsprofilts der Kriegsge'chädigten in Lainz fordert und gegen die derzeitige Zusammensetzung des Küegs-, grschädigtenkmatormms Protest erhoben wurde. - i Gencralrat Bermann bemerkt, daß. das Siedlüngs^!, pröjelt zwka 200 Millionen Kronen erfordern würde, drö In* validen würden durch ihre Arbeit d:e werteren Kosten ansbrrngru^ Er, sicherte zur Durchführung der Siedlung die Unterstützung der,- Gemeinde-zu. ' '' ' Es wurde eine Entschließung angmommrn, m der.dir Re-s gierung ausgckordert wird, den § 7 des Gesetzes über dejiMiegs-. beschad'gtentonds dahin abwänderrr, - daß-das Kuratorium je zur - Hälfte ans Vertretern der Invaliden uird den Vertretern der Startsämle^. und poetischen Körperschaften gestehen soll, da nurdurch eine solche p a v i t L t i s ch e B e r t r e t» ü.g drr Be-- r^lnngen des Kuratoriums dem Parteigezänkr entrückt tverd'tn.- '- Ein neuer französischer Akademiker. . Das „Institut be France" ist bekanntlich auS süirf- Abademien zusammengesetzt. Attläßlich der vor einiges, Tagen durchgefühpten Wahl zur Besetzung einer Vakanz-, in der „Akademie des Jnferiptions et Belles-Lettrvs^^ wurde - Professor G l otz in diese Akademie gewählt'.- Er ist Professor für griechische Geschichte an der Pariser Universität und Verfasser elner großen Anzahl wissen-' schaftlicher Werke über griechisches Gesetz und die Ge-' schichte der nattonalen Akademie in Griechenland, welcheihm unter den Gelehrten seines Faches eirifen angesehenen Namen verschafft haben. Durch die Wahl des^ Professor Glotz steigt die Zah der jüdischen Mitgtedepin den einzelnen Akademien auf zwölf. Es sind diE .Henry Bergson (Aoademie Francaise - und Aoademie des Sciences Morales et Politiques), Ha«' dammard, Lippmann und Ferdinand Widmj: (Aoademie des Sciences), B r ir n s ch w i g, Le v y« Brühl, Lyon-Caen und Raphael Georges Levy (Academie des Sciences Morales et Politiques). G l 0 Ealomr: Re inach und Theodor R e i n a ch (Academy dss Jnfcripiiüns et Bellcs-Lettres) und Baron Edtnortd R 0 t h s ch i i b (?lcabc,uic hc§ Beaux-Arts).,

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