Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 627 (22.10.1920)
- Date
- 1920-10-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Menaff Wiener MorgenZemittg 22. Oktober 1920 riftr? 62t Der Volkswirt. Seite 6 ..— Bühne und Kunst. Deutsches Bolkstheater. Arm ersten Male: „Mit der Liebe spielen". Komödie in drei Akten von Sil Vara.) Alles drängt nach dem Theater. Auch der feine rnd Auge Sil Vara, dem wir unter anderem die „Briefe tines Landsturmmannes" verdanken, eines der wert- »ollsten und ehrlichsten Kriegsbücher, will sich die Bühne erobern. Indessen dünkt uns, daß dieser nachdenkliche Autor in anderer Form überzeugender und ündringlicher sagen kann, was er dramatisch zu. gehalten sich zwingt. Diesmal geht es um einen kultivierten Egoisten, rer sein Leben zwischen einer erfolgreichen Advokaten- Mlfbahn und den Frauen teilt. Beides so, daß ihm keinerlei seelisch^ Unannehmlichkeiten oder Einschränkungen des geliebten Ich daraus erwachsen..Sein Sodbrennen macht ihm wahrlich mehr Skrupel als das Schicksal der Klienten. Und der Gedanke an eine verlassene Geliebte, an der er sich vor fast zwanzig Jahren vorübergehend, aber so gründlich erfreute, daß sie'ein Kind bekam, hat ihn bei seinen späteren zahlreichen Liebeleien nicht im geringsten gestört. Da erscheint sie olöhlich in seiner Kanzlei und führt ihm den Sohn. zu. Oer Knabe ist in bas gefährliche Jünglingsalter getreten and bedarf jetzt der führenden Hand des Vaters. Die Vorzüge des prächtigen Jungen schmeicheln seiner Eitelkeit. Albert möchte den Sohn schon bei sich haben -y .wnit nur nicht Ilse wäre, der fixe Pol in der Flucht ^einer wechselnden Liebschaften. Gerade jetzt will er., ‘idj entschließen, die schöne, temperamentvolle Frau zu^ chelichen, weil er entdeckt hat, daß er ohne sie nicht lein kann. Da wird der Heranwachsende Sohn wohl im!Lege stehen. Auch Frau Ilse gehört zn jenen, die „mit?er Liebe spielen", aber sie ist aus anderer« Teig gslnetet, alH. der hypochondrische Advokat. Ihre Lebensmaxime heißt: „Tralala, hopsasa!" Ueber alles Wnliche and Hindernde srisch hinüberhopsen und das. Leben ge-' ließen. Nur keme Affären und Sentimentalitäten. In dreißig Jahren wird man ja ohnehin unterm Rasen wodern. Das „Hopsasa", zu dem sich Frau Ilse in Diesem Falle entschließt, um den hereingeschneiten Jüngling zu entfernen, wird für den armen Rechtsanwalt verhängnisvoll. Sie spielt mit dem Knaben, er verliebt -ich sterblich in die vornehme, gepflegte, Frau, und als er erfährt, daß sie seines Vaters Gattin werden soll, rennt er aus dem Hause. Papa hat den Sohn verloren. auf den er so stolz war, aber auch die Geliebte 'verabschiedet, deren Philosophie des „Hopsasa" eben nicht jedermanns Sache ist. Einsam und leer L-hrt er in seine trockene Welt der Prozesse und Tagsäßungen zurück. Der reifende Knabe, vom Autor fast, mit Dichter- ■ äugen gesehen (man wird allerdings an den Jüngling in Shaws „Candida" erinnert), wird von dem jungen Hans Brauseweiter ganz' ausgezeichnet gespielt. Leider ist das Jung-Siegfried-Wesen Herrn E v e r t h s für die Verkörperung der männlichen Hauptfigur weniger geeignet, während Frau Olly, eine neue Schauspielerin des Volkstheaters, alle Qualitäten einer glänzenden Salondame zeigte. In der Rolle der verlassenen Geliebten blieb Frau Janvwer recht farblos. Das Stück wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Sil Vara erschien erst nach dem dritten Akt vor der Rampe und wurde oft gerufen. 0. A* Freie jüdische Volksbühne. Samstag den 30. d. M. um %3 Uhr nachmittags gelangt zum ersten Male im Wicner Bürge.theater „D i e .S ch ch i1 e" von I. G o r d i n zur Aufführung. In den Hauptrollen treten bte Damen G l ü ck s m a n n, Verso», die Herren Welze r, Jungwirth, Bell auf. Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen, SgmStag. zu befouderen Preisen „Hamlet" zur Aufführung. Beginn 6 Uhr. In der S t a a t s o p e r geht morgen, Samstag» zu de« sonderen Preisen „M adame Butterfly" m Szene. Beginn 7 Uhr. Im Deutschen Volkstheater wird morgen. Samstag, „S p i e l d r r L e i d e n s ch a f 1" gegeben. Anfang 7 Uhr. — Montag den 25. d. M. gelangt Grillparzers Lustspiel .„Weh dem, der lügt" zu volkstümlichen Preise« ohne Vormerkgebühr zur Aufführung. V o! k s o v e r. Heute, Freitag, findet in der Volksoper zugunsten der Wohlfahrtsmstltutionen des Journalisten- und Schrifrstellervcreines „Concordia" in Anwesenheit Puccinis eine Aufführung von „T o s c a" in italienischer Sprache statt. Die Hauptrollen sind mit den Damen Bland als Gast, Weiner und den Herren F l e t a als Gast, S a l e S ch i als Gast, Bandler. Markowsky, Beer, Lazer und Schmied beetzt. Regie: Herr Oberrrgisseur Markowsky: musikalische Leitung: Herr Dr. Kaiser. . _ 9 Die angekündigte Ausführung des Palästina- Films findet am 20., 21., 22., 25., 26. und 27. d. M. um l/s6 Uhr und 7*8 Uhr abends im Sophsensaal, HI., Marxergasse. bestimmt statt. Mit Rücksicht auf den wohltätigen Zweck und dre äußerst interessanten Vorsührungen ist ein großer Zuspruch zu erwarten. Karlen ä K 10 K 20, K 30 und X 40 sind ,m Vorverkauf zu haben: Bei Svvctklrtb Hakoah, I., Werdertoraasse lCofö Cny), rn der Buchhandlung Löwit, I., Rotenturmstraße, Casö industriellen, l., Äonkordiaplatz, bei Ferdinand Willner, l„ Lauren erberg 3, bei der Transportgesellschaft Maavinm. 1-, Bauernmarkt 24, der der Tageskasse d s Sophien' saales, Ul., Marxeigasse 17. täglich b s 4 Uhr nachmittags, bei Inspektor Reumann, V.. Slebenbrunnengaffe (Teowelgebäude) s»«it an der Äbendkaste. Sport. Deutschland—Uygarn. Am Sonntag findet im Berliner Stadion der Ländcrwettkampf Deutschland gegen Ungarn statt. Es stehen stch folgende Mannschaften gegenüber: Ungarn: Zsak (33er); Vogel II lU. T. E.), Hrmgler (F. T C.t; Kerteszkl m. Z. $t.\ Zloch (F. T. C.),' Dliiin (F. T. C.); Braun, Molnar, Orth (M. T. K.), E-tenhofer sKiSvesti A. C.l. Schlosser (M. T. K.). — Deutschland: Lobrmann (Svielvereinigung Fürth); Schneider (Bayern, München), Mohns tNordrn-Nordwest, Berlin); Krause 'Viktoria. Hamburgs Tewes (Vikioria, Berlins, Riegel (F. C. Nürnberg); Fieder er (Spielvereinigukig, Fürth'. Harder (Hamburg, S. B. 88) Jäger (Altona), Topp (F. C. Nürnberg, Forrll (F. E Pforzheim). DM der Hechawer Schwimmsektio«. Im August dieses Jabres hat die rübrige Leitung des Jüdischen Sportvereines Hechawer eine Schwimuisekt-on ins Lebm gerufen, die stch bald im Wiener Schwimmsport eüolgreich bemerkbar machen dürste. Die Seknonslermng degnttzt sich Nicht nur damit, «hrem talentierten Grundstock ged-egenes Traming unter bewährter Leitung zu bitten, sondern sie bilde! sich auch durch gründlichen Unterricht an Anfängern und Nichtschwimmern einm guten Nachwuchs heran. Hechawer bat zwe, Schwimmabende «m Beatrixbad (Dienstag voni6 bcS 7*8 Uhr, Freitag von 7-8 big 9 Ubr), das von der Bäd'rspcrre nicht betrogen wird, und kann daher seinen Schwiinmbetricb den ganzen Winter hindurch sortführen. W. A. F.- Hakoah. Für das am kommenden Sonntag stattssndende Wettspiel W. A. F.—Hakoad wurden nachfolgende Vvrverknufsstellen eröffnet : Cafö Garlenba», l..' Packung 10; Cafä Industriellen, I.. Konkordiaplatz 4; Svortwmenbans Seemann, 1... Annagaffe 18'^Sportwarenhaus „Stadion".!l„ Obere Donaustraße 43; Josef B. Garmer, Ul., Ungargaffe 18. — -Die Bereinsleitung des W. A. F. hat Vorsorge getroffen, daß das Publitum das Wettspiel bequem und gut beobachten kann. JnsbesonderewirdaufdiegrdeckteTrlbünrundanfdie geräumigen, gedeckten Stehhallen des reservierten Raumes aufmerksam gen,acht. Das Publikum wird gebeten, den Anordnungen der Ordner unbedingt Folge zu leistcn, da nur daun die ordnungsgemäße Abwicklung des Wettspieles möglich ist. Ueber Intervention der Vereine W. A. F. und Rapid wird Sonntag aus dm Lauen 49 und 52 ein verstärkter Verkehr staustnden. Außerdem wird auf die vom Haupkzollamt abgrhrnden Züge der Verbindungsbahn aufmerksam gemacht. Schiedsrichter Bürgest leitet das soniitagigeMannschaftsspiet Hakoah-W. A. F. Ungarische Mannschaften in Wien. Die Budapester -Vereine Vasas und B. T. C. spielen am 31. d. M. und 1. November in Wien gegen Ruöolfshügrl und Wacker. Hechawer spielt Sonntag in der Meisterschaft gegen B e r u f s f c n e r w e h r ' um 3 Uhr nuchmiktags auf dem Hakoah-Platz. Vorher die Reserven. - Nandor Lajta, der hervorragende Sprinter desN. S.,C. (Budapest), ist dem Sp.-Kl. Hakoah beigetreten und wird bereits am 31. d. M. und 1. November beim Internrtionalen Cchwrmm- Meeting der „Wien" für die blau-weißen Farben starten. Hechawer-Iungmannschaft spielt Samstag um y,4Ubr nachmutags auf dem Baumgartner Platz gegen Kadniia-Jungmannschaft. (Linie 52 bitz Baumgartner Kasino.) Zionistischer Jngendverein Menorah (Sportsektion). : Heute haben sich alle Teilnehmer der Sportsektion um 7 Uhr abends in umerem Heim, VI. Amerlingstraßc 19, rinzufinden. ReuanMeldungen werben daselbst entgrgengenommen. Sportklub Kadima. Heute ab 3 Uhr nachmittags Training am Bikoria-Platz, XXl., Anton Slörkgassr 66. — ' Samstag den 28. d. M. um 7 Uhr abends Svielrrvcrsammlnng im Klublokal Cafs Rembrandt, H., Untere Augarienstraße 11. Indischer Athletik-Klub. Samstag. '/r8 Uhr .abends, Spirlerversamnilung Cafe Neuland. Mannschastsausstxllung für Sonntag gegen Sechshan>er Fußballklub am Apollo-Platz (Mklsterschalt'. Beginn: Reserven 6 Uhr, 1. Mqnnschast '/,1st Uhr Ümklerdelofal: Petelsilkas Gasthmrs. XVI., Gablenzgassc 48, Frcüudschaftssviel um 2 Uhr, Libitas-Platz, I. A. C. HI— A. M. A. Schüler. Treffpunkt V«2 Uhr Relnbartsgaffe 1. Gerichtssaal. Die Verzweiflungstat einer Mutter. Vor dem Schwurgericht unter dem Vorsitz des Ober-' lanbeKgerichtsrates Dr. Heller hatte sich gestern die 26jäh'rige Hilfsarbeiterm Anna Frisch unter der Anklage des Mordes an ihrem fünfjährigen Töchterchen zn verantworten. - Aus die Frage des Vorsitzenden, ob sie sich schuldig bekenne, erwiderte Anna Frisch mit trärrenerstickter Stimme: Ja. — Sie erzählte dann, daß der Vater des Kindes im Felde gefallen ser und sie .des Kindes wegen von ihrer Mutter immer Vorwürfe erhalten habe. <^ie wurde beständig gequält und beschloß, um' diesem Schicksal zu entgehen.isich und das Kind zu töten. Am 6. Mai habe sie ihr, Vorhaben ausgeführt. Sie schnitt dem Kinde den Hals dur^. Die von ihr darauf unternomnrenen Selbstmordversuche mißglückten ihr jedoch. / ' Die Mutter der Angeklagten, Frau Gabriele F r i s cheine 65jährige Frau, erklärt auSsagen zu kdollen und gibt als Zeugin an, daß sie gegen ihre Tochter Arma nie strenger war als gegen ihre übrigen Kinder. „ Sie habe i allerdings strenge darauf gesehen, daß ihre Kinder zu anständigen > Menschen heranwachsen. Als sie erfuhr, daß ihre Tochter sich m anderen Umständen befand, habe sie diese Wohl strenge verwarnt. ■ Das Urte«. Die Verhandlung wurde in später Abendstunde zu Ende geführt. Die Geschwornen .beantworteten die auf Mord lautende Schuldfrage mit acht Stimmen „Ja" gegerr vier Stimmen „Nein" 'und baten in einem einstimmig gefaßten Zusatz den Gerichtshof,-die größte Milde walten zu lassen, da die Angeklagte große Reue an den Tag gelegt habe. . Auf Grund dieses Verdikts verurteilte der Gerichtshof Anna Frisch zu fünf Jahren schweren Kerkers, verschärft durch hartes Lager und einsame Absperrung rin dunkler Zelle an jedem Jahrestage der Bluttat. , Die Angeklagte nahm das Urteil tränenüberströmt entgegen, erklärte, di<^ Strafe cmzunehmcn und wankte, gestützt auf den Arm eines Justizsoldaten, aus dem Verhandlungsfaal hinaus. Eine Krone ---- 2.10 Centimes Geld, Gestern notierte in Zürich: ) di« österreichische Krone . . . . . 2.10 ( 215 am 20. Oktober) di« österr. gestemvelte Krone. . . 165 ( 1.70 am 20. Oktober), dir tschechische Krone ...... 770 ' 7.60 am 20 Oktober) die Mark ... .9.— i9.17'/, am 20. Oktober) Agram.. . —am 20. Oktover) Bukarest . 10.80 10,70 am 20. Oktober) Budapest.. 1.65 ( 1.65 am 20 Oktober) Handelsnachrichten aus der Tfchecho-Slowakei. Prag, 21. Oktober. (Privat.) Die Böhmische Uniou»' bank hat mit der bekannten Banksirma Lazard Freres Sc Comp, ein Ilebereinkommen getrofsrn, demzufolge diesern BmikhauS ein ansehnlicher Posten von Aktien der Böhmischen Umoiy Lank überlassen wird. Dadurch wird die französische Firma ein großes Interesse cm der Böhmischen Uniortbank gewinnen?. Die genannte Firma hat drei Stammhäuser, und zwar Lazard Freres Sc Comp., Paris; Lclzard Brothers 8c Comp., Ltd., London, und Lazard Brothers, New-Dork, sowie zwei Filialen in Amsterdam und Madrid. In. Aussicht genommen ist, daß ein Chef dieser Firma rin die Berivaltung der Böhmischen Unionbank eintritt. . . , Wie das „Prager Tagblatt" aus Budapest erfährt, hat' die Wollverkehrs * A.»G. einem Konsortium, das in der- Tschecho-Slowakei und in Deutschland T u ch f a b r i k e n besitzt, eine Million Kilogramm ungarischer Schafwolle verkauft. In einer Verjammlung der Vertreter der heimischen. Klcbestosfabriken wurde beschlossen, einen engeren Zusammenschluß dieser Unternehmungen zwecks Behebung der gegenseitigen Schwierigkeiten, anzustreben. ,. Valutenkurse. Von den fremden Zablungsmitieln waren im gestiigen freien Verkehr p o l n i s ch e M a r k. Dinar, L «i und D o l l a r begehrt und höher. Es notierten: Leino t e n K 6.95, Rubel notenX 3.88, Marknoten K 5.83, LireX 15.45, franzö s i s ch e.N oten X 26.25, SchweizerNoten X 6350, tschechische Noten K 4.80, Dollar K 402.-, Pfund X 1390.-, polnische Mark X 141.—, ungarischeNoten li 10150, Dinar X 12.25- Auszahlung Agram K 303.—, Auszahlung Berlin K 587.—, Auszahlung PragX 485.—, Auszahlun gJtal ien 1552 50 Au szahlung Budapest X 99.75, A u 3* zahlungSchweizX 64.50 und ungestempel t .e NotcnX 113.— . Die Lodzer Textilindustrie. Wie die ^Lodzer Preffe". mittellt, kostet eine Tonne Baumwolle, die in Bremen gekauft ist, b.s zu 150.000 polnische Mark; trotz alledem streben die Lodzer Industriellen danach, sich mrt Vorräten dieses. Rohmaterials zu versehen, ebenso mit Wolle, von der Lodz demnächst 600 Tonnen ei halten soll. In Bremen wurden auf einmal 16.000 Tonnen Baumwolle erworben. Die staatliche Kohlenbehörde lieferte in den letzten drei Monaten der Lodzer Industrie weniger als die Hälfte der bestellten Kohlen. , Stundung der Wetrwachsteuer. Wie die niederösterreichische. Handels- und Gewerbekammer mitteilt, hat das Staatsanrt für Finanzen gestattet, daß auck in Fällen, in welchen ein Gastwirt an'Nachsteuer für Wem einen Betrag bis 50.000 Kronen zu entrichten hat, die"Nachsbeuer in Noten bis Ende Dezember 1920 entrichtet werden kann, toenn die wirtschaftlichen Verhältnisse ^ber Partei eine Ratenahlung begründet erscheinen lassen. Parteken, welche vyn ieser Begünstigung Gebrauch machen tvollen, haben um diei Bewilligung der Ratenzahlung unter Anführung der für eine Berücksichtigung sprechenden Umstände bei der zuständigen Finanzbezirksdirektion einzuschreiten. Rene amtliche Wechselülankette. Aus Anlaß der am . 1. d. M. in Wirksamkeit getretenen' Erhöhung der Stempelskalen (88 1 und 29 des Gesetzes vom/ 15. Juli 1920, St.-G.-Bl. Nr ^99) wurden neue amtliche Wech>elbla,ikette mit Stempeltvertzeichen von 10 und 60-Hellern, dann von ..1,-2, 3, 4, 5, 7, 10,. 15, 20, 25, 30, 36, 40, 45 und 60 Kronen in Verschleiß gesetzt. Zur Deckmrg der Herstellungskosten ist für die . neuen Wechselblankette nebender entsprechenden Steiypelgebühr eine Blankettgebühr hon 20 Heller per Stück zu entrichten. Bis zur Fertigstellung ,der neuen -Wechselblankette (§ 1) und. Bevorrätigüng der Verschleißstellen mit diesen gelangen auch nach..dem 30. Sep tember 1920 zunächst noch die amtlichen Wechselblankette i sämtlicher bisherigen Wertkattzgorien, jedoch nach vorheriger jWtrennung des die Gültigkeitsklausel enthaltenden linken : Randstreifens, zur Ausgabe. Eine Blankettgebühr für diese alten Blankette wird nicht eingehoben. Die noch zur Ausgabe gelangenden alten Blankette sowie die'in den Händri^ der Parteien befindlichen, unverwertet gebliebenen alten Blankette sämtlicher bisherigen Wertkategorien können ^anch nach dem 30. September 1920 unter der Voraussetzurlg verwendet werden, daß der Stempelbetrag des Blasitetts gemäß .den Besttnimungen des .8 1 des Gesetzes vom 15. Juli >1920, St.-G.-Bl. Nr. 299, der Wechselsnmme, aus di: der Wechsel ansgestellt werden soll, entspricht^^ ober, ripeiä; .dies nicht der Fall ist, daß die der. Wechselfiimme entspreche,che, Ergänzungsgebühr auf die . im ß 14,'.lit.. B und E des Gesetzes vom 8. März 1876, Ni-G.-Bl. Nr. 26, .vorgesehene Art entrichtet wird. Ein Umtausch der unverdorbenen alten Blankette findet im Hinblick aus die Bestimmungen des zweiten .Absatzes vorlänsig nicht statt. Die Eröffnung der Holzbörse. Samstäg den 6. November. 11 Uhr vormutags, finde! im Böriegebände,!.. Wipplmgerstzaße 3t. die Eröffnung der Hol.chvrse statt. Die Ecöffnnna.hal iltr das Vosfswwtscha'tslebrn unseres Staates, eine um>o großer«, Bedeutung, als cs bisher an. einer einheitlichen Preisbildung für' die einzelnen Holzsorrcn gefehlt bat und die Schaffung cmri Marktes ««ncm lange gehegten Wunsche aller Interessenten ent« spricht. An der Eröffnung wird eine Reihe von. Vertreten! der Staalsbehördcn teilnehmen. Aus der Wiener BLefekammer. Bei d^n geflerv siattgefundenen N a ch wählen von z w e i B ö r s eräten für die . Effeltcnicltwn der Wiener Börse ans der Gruppe der 33anf; imb' o nt ut i ff i ü » 6 f i r iu e v wurden als BLrserärc mit der Frmltionsdauer bis Ende De»