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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-23 · Heft 657 (23.11.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 657 (23.11.1920)
Date
1920-11-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Men. Dienstag WienerMopgeirZeitAttg 23 November 1920 Nr. 657 Tagesbericht. DemonstratwrreA mtb Prügeleien der deutscharischrrr StuÄeRten. Die deutsch natio na len Studenten h b?n gestern tzegen dis Vv gänge in Prag demonstriert. Die „arische Studentenschaft" versammelte, sich in Gemeinschaft mit den Rektoren und Professoren vor der Universität. Den Demonstranten zuliebe wurden 'die Vorlesungen eingestellt. Rektor Dr. Do p sch hielt eine *?:t Heil.'-Rufen begrüßte Ansprache. Mgeordneter Ursiir redete namens der Großdeutschen Partei, ihm folgten Sprecher von Offiziers-' und anderen Gruppe^ Für den reaktionären Geist der Gesellschaft ist nachstehendes Schlußwort eines sind. Hassold (Prag) kennzeichnend: , „Das Eisen wird.wertergeschmiedet, und wenn die Revolution wieder in dieses Land eindringen wird, so werden wir auch durch Blut und.Leichen Len Weg nach Deutschland zu gehen wissen." ' Durch Blut und Le'chrn! Zynischer kann das'Bes kenntnis zum Mordsystem kaum abgelegt werden. - An diesem deutschen Geist soll wohl die'Welt wieder r'.tmal genesen. Kein Weltkrieg vermochte die^ Gewaltanbeter «mzuwandeln und sie tragen die Schuld, wenn das deutsche Volk im Sklavenfoch' - front. Diese Demonstrationen werden wohl das beste Mittel sein, um den .Deutschen in Böhmen zuhilfe. zu kommen^ i Nach Abs'ngnng der „Wacht am Rherk" wurde das Signal zum Aufbruch gegen die tfch'chisch: Gesandtschaft gegeben. Trotz zahlreichen Polizeiaufgebotes rsl ng es einem Teil der Demonstranten, über den Mich .e E platz ' und die Auguftmerstraße zur tschechischen Gesandtschaft vorzudrmgen. Berittene Polizei sprengten den Stürmenden nach, vermochte aber nicht mehr.rechtzeitig auf den Lobkowitzplatz zu gelangen, wo auch schon die Demonstranten, Stö^t schwingend und Racherufe ausestoßend, vor her tschechischen Gesandtschaft sich ansammelten. - , :' Der Platz vor der tschechischen Gesandtschaft war uun^dürch mehr als eine halbe Stunde der Schauplatz eines,. f ö r m l i ch e n H a n d g e m e n g e s. Bald war fast das gesamte Polizeiaufgebot auf d>:rn Lob ko witzplatz kmmandrert und suchte die DemonstranM gegen die Op'er abzudrängen, aber auch die Demonstranten hatten SukkurZ erhalten und begannen die Polizei mit Aepfeln -zu bewerfen und versuchten, auf Teinem zufällig des Weges kommenden Streiswagen dechber.ii.rien Vachkordon zu durchbrechen. Um den Streifwagen^d-.sftn Kutsch»r die Demonstranten vom Bock entfernt hatten, entspann sich nunmehr zwischen -Polizei und Studenten ein Kampf, da auch die Stimmung unter den'.Polizisten, die an dem kalten Wintertag stundenlang herumgehetzt, worden' waren, immer verärgerter wurde... Zahlreiche Verhaftungen würden vorgenommen und da dje Demonstranten. immer wieder den Versuch erneuerten, die Verhafteten zu bestes t, bvt-der Lobkowitzplatz den Anblick eines wüsten Knäuels von Studenten «rrd Polizisten. Endlich nach 1 Uh? gelang .es der Polizei, die Demonstranten irr die äußeren Bezirke zu verdrängen, worauf die Menge sich zerstreute. / „Wirtschaftsorganisation der Kri-egstsilnehrner- Studenten Deutichösterreichs" gibt durch die Polizei-- Ärrespondenz zu wissen, daß. sie zu dem Entschluß ge- VommHN ist, allen Angehörigen der tschechischen Nation ähre Unterstützung zu. versagen und soweit sich bereits fTschech?n in der Mitgliedschchaft besinden, sie unverzüglich ausz us ch lie ße n. Sie verlangt ferner, daß sämtliche tschechischen'Schulen im Bundesstaat Oesterweich von Staats wegen bis auf weiteres gesperrt «werden und allen Hörern tschechischer Nationalität der kVesuch der Universität und der Hochschulen verweigert iwerde. Sollte diesem Verlangen nicht Rechnung getragen werden, weroen die Herren zur Selbsthi.s-r greifen. iEs ist klar, daß sie auch den Ausfall an tschechischer Kohle und Zucker wettmachen werden. -Die tschechische« Studenten beim Wiener Lschechosrowakifche» Gesandten. * Das Tsch echo-slowak'.fche Prrßbnreau meldet: Eiwe 'Deputation tschecho-ftowalischer Studenten erschien Heu « Gesandten der tschecho-slowakischen. Republik in Dien und überreichte ihm einen Bericht über ihrs Mu s s ch l ie ß u n g von der Handelshochschule, und.der iHochschulfür Bodenkultur sowie ihre Nichtzulassung hur Mensa. Sie baten um den Schutz der Lschecho- ^lowak^'chen Negierung. Bemerkungen z« einem Zargonstitck. , „PräsiLmL Stopper", die jüngste. Schaffung auf dom Mbiet der Jargonpossen, hat dieser Lage das Licht.der Wichnenrarnpe erblickt und schickt sich an, der israelitische Unterhaltungsstoff der Theatersaison zu werden. , Wir muffen uns diesmal mit der neuen Posse näher befassen. Ohne uns weiter' zu echauffieren. Das 'fehlte ntzch, daß unser Unbehagen über etliche Peinlichkeiten» des „Lusiisptels" in Entrüstung ausartete und daß. uns der »Präsident Stopper" Anlaß böte, pathetisch zu werderr. Es sei nur, Zo im Vorübergehrn. vermerkt, daß mit dieser Posse der Meist der „Budapesier", der jetzt schon den Abscheu Weltester jüdischer Kreis« erregt hat, glücklich auf eine ernste Wiener Sprechoühne mit literarischen Ambitionen übergesiedelt ist. And weil sich die Vorgänger des neuen Jargonsstückes (»Onkel fB?:nhord" im£ »Dcktor Stieglitz") von der berühmten unterlchieden. kjirtyr, rgix?£ Mittcilllltgcn aus dein Publikum. AMSTERDAM Erster AWTWERPEW grösster Klufo.r In Wien för Brillanten, Perlen, Juwelen eto. Juwelier Rabinowitsch Haxfmillanttraeie Nr. 5 TefephoiHfr. Pßtl vis-a-vis der Oper (Kärtnerstrasss). .r8 '4 I«., StapbanletreSM Nr. 3, ngr.'Nr. S. im eigenen ttauss, TeJeplioo-Nr. 4SI48 Kauft von Juwelieren, Händlern, Privaten zu konkurrenzlosen Phantasiepreisen, fwsp Freitag von 4 Uhr nachmittags bis Montag früh geschlossen. B RILLANTEN. Serien, Gold,Silber,Platlau. ULrs» kauft und verkauft 776 ETTER Rotectnmsfr.23, Marlahilferstr. 98 Erster grfiss'.er Käufer &Brillantön, Perlen!übren n. Juwelen n ■ " Jiiweliep FORST ■ Sen. Spreohraum ITT 4 KU Toi.?OJfi7 l's:rstras3e maschinen — Ms Bosuahi Billigste Preise ISS Leopold Steinhart Wien, I., Biberstr. 9 Telephon Nr. 4073/VIII Mfläen, Gflmiluren, Kleider, Schals, reine Wolle, zu FabVikspreisen RGHARD SORER, I., Roteatnrmstrasse Nr. 3! Mezzanin no Telephon 23-1-69 umsoweniger unterkaffen, vom jüdischen wie vom künstlerischen Stcnidpunkt unsere Einwendungen anzmnelden. Also: Da) ist An ehcknaliger Pohrliher Tempeldiener und Borbetcr, jetziFaktotum des »Vereines der Pohrlitzer in Dien". Ist ein armer. Teufel, hat siebeneinhalb lebendige Kinder ünd''ditz dritteFUü.'Versichert zunächst in einer rührend schlichten Szenedie nach dem bewährten Rezept die sentimentale Einlage der Posse bildet, mit kindlich» gläubigem 'Mick' zum Schnürboden seine Frömmigkeit und sein unentwegtes Gotchertrauen. Teilt ater unmi'tleWar nach, dem herzinnigen Augenaüfsch!a-g auf die. Frage, woher dis vielen KirÄer kommen, schtnierig-pfifffg mit, daß seine Gottselige in Pohrlitz "»allgemeinen Anklang" gefunden ha.be. DaS könnte Herr Afterduft oder Herr BartbindenLestanLteil bei- Eisenbach von sich, gegeben iHaben. .Trifft natürlich auch hier vollkommen zu, denn bekanntlich sind in. den kleinen böhmischmährischen ^Iudengemeinden die VoLbeterin der Regel Hahnreis und ihre Weiber Gemeingut der Kehillg... Ferner unterweist der , emeritierte .Kantor in einer reiht breit, angelegten Szene-sein, sichenjichriges Töchterchen im »Dreh". Er diktiert ihm einen - Schnorrbrief. in dem das Kind dem „edlen Wohltäter" verzweifelt mitteilt, daß der arme Vater bettlägerig se^. ,,Mer,'Papa, du liegst doch, nicht zu Bett!"' unterbricht -das.schreiLZnde Kmd. „Schreib' nur, mei Gold, lieg' ich nicht in dev Nacht im Bett?" antwortet der Vater schmunzelnd., Noch einige solche saubere Belehrungen werden dem Mäderl aus der zweiten Elementarklaffe zuteil. DaS Lsdauernswerte Theate^kind, welches. diese Rolle spielt,> lernt da in einer Serienauffuhrung des „Präsident Stopper" das Lügen und das stürmisch erheiterte Publikum erfährt, wie ein gottesfürchtiger Tempeldiener und.ein Dovbeter ihre Kinder erziehen — , Da ist ferner der in'.Ehren.ergraute reiche Pohrlitzer Federnschleißer Stopper, ein praktischer, „profterer Jud'", dem Kunst und Literatur: Hekuöa' sind und der sich nach den' Pohrlitzer Gefilden zurücksehnt. Er gibt sich handgreiflich mit der Vorleserin, seiner Frau ab und findet, als 'die Gattin unzeitgemäß ins, Zimrtter rauscht, folgende Pointe: „Alles begreifen, heißt alles , verstehen." Bezeichnend und großartig! DaS Publikum wiehert, ist in die richtige Stimmung versetzt und findet die spateren Zoten selbstverständlicht So wird zum Exempel im Hause Stopper „Befriedigung" und „befriedigen" nach dem Muster der „Budapester", nur im eindeutig^ Wuellen Smne geÄwucht. Mr Freude der Zuhörer und zrzr Hebung des Ansehens der Neuen Wiener Bühne. ' '. .Aeußerst. geschmackvoll.ist auch folgender Hauptschlager der Notzitätr^Der .weibliche. Teil des, unvermeidlichen jungen Liebespaaves.im Stucke heißt Anna Müller. Der alte Stopper verlobt sich im Läufe - der Begebenheiten mit Anna und stellt sie als wirkscmten Aktschluß vom Parterre also vor: „Meine Boaut Anitta Müller."- MS Buße sollten die Autoren verpflichtet -werden, einen ansehnlichen Test chrer Tantiemen < für Anitta Müllers soztateS Hilfswerk abzulieftrni So geht es mit Grazie weiter, über genug davon. Und nun wünschen wir den entzückten Besuchern des „Präsident Stopper" gesegnete Mahlzeit I; , , , 0. A. KoKstiturererche Sßtzung der Neichsleitung des Jüdischen Nationalfonds. Am Mittwoch den 24. d. M. sindet die konstituierende Sitzung der. .neug«v3hl:rn Leitung des Jüdischen Nat onalsondS statt, drr. am Donnerstag brn 25, d. M. enlsprechmd den Deschlitffen des Parteitages im Bureau des Jüdt''chcn ,Nat onalfondS eine Konffretn aller Rat on.ilfondskommisfäre Wiens über orgamfatortichd Fragen folgt, -die streüg vertraulich ist und w der nur oidnungsg'mäß lesirimtirte Bezirks- und Vrmnssommisiäre .i-uritt habe«. DaS Jubiläum der Nettungsgesellichaft. Am 9. Dewmber ffnde» anläßlich des 4'>. Jahrestages der Gründung der Wiener'Fretwilltgen Reltungsqesclltchaft im Schloß Bstv dertz ein R o » t statt. Der Rot« beginnt mit einem proi'en Kontert, brr dem Kammcrffingrrin LucilleMatcella-Weingartncr. Kammervirtuose>.Pkvl. Altrrd Grünffld und Kammericin-er Alfred Äccaver Mitwirken weiden. An das Konzert ichliesn sich eine 8oir«is ckansonts an. Die Ballmuffk besorgt das Andrä HMmer- Orcheffer. Di' Vcr'endung der Einladungskarten und Ehrenkarten beginnt anfangs vächiler Woche. Eintritts^' ten nur gegen Anmeldung im Komueelokal. lll. Ländstraß: Hauvtliraße! (Tele Vbon S577, erhältlich. Der PrerS einer Eintrittskarte für den Rout wn' tik mit K 10’to f stgese"! Tis Asb'sch? Tischgesellschaft Blftrflratze und Umgebung hielt am 18. d. M.. ihre, zwanzigste , Zusammenkunft ab. Herr Dr A b e! e s trug über daS jüdische Märchen vor. Daran schloß sich ein bsisälligst äufgenomyrener Gesaugsvortrag deS Herrn/- ChaSkiel Verständig, oer von Frau . Magkstra Ueberall glanzvoll begleitet wurde.' Dann sprach Herr Med. Wels e l für den Nationalfonds mit dem Erfolg, Laß die zahlreich erschimensn Teilnehmer einen Vaystem zeichneten. - Den Schluß machte Herr Professor Ehrli ch' mit einem Vortrag über das jüdijche Lied, den Herr Korb trefflichs?; illustrierte. - - - - - 'l * Spenden. Für jüdische Blinder M. R. L 8tt, bi-?her 8l — FürjüdischeKriegs«' inö t L i h e: M. R. L 20. bisher % 12.562. -; * Jüdischer Frauenbund. Sven d e« a u s w e 11 der Ist.! a n d s a k 11 o n f ü r K , n k» e r. Frm Dorg Ravvavort Przemy-?!-Wien L 20<), H rc Dr. Heinrich Engländer, I, Fteischmtrki. K 10O. Herr Wolf Kornbaum. U.. Mbsstraüe, 1>v, F,au Klara Sokolowikt aus Bolen K 2 ö. Ftau Malka Bauer, IX., K 2004. nutzerer Answeis . K 5350, zusammen K 6150. * DaS Tragen der fremden Uniformen. Amtlich wird m tgeirilt: Mit dem Inkrafttreten des StaaisverltageS von §1. Germmn ist das Tragen frrmdländffcker llui'ormr« i« Ö sterreich an die E'laubnis der ostc' reich schen Regieruna ge-> bnuden. ,Pie Bew.ll gungen zum Tragen von fremdländischen Utirornt n w rden von nun an ausschließlich vom Bilndek-m nisterium für Heciweien ausgestellt. Alle bisher ansgcstellt'n Bewilligungen dl iben nur mehr brs zum En^e der m-estanrenen.-Lanktett iu Kraft- Ausnahmen gelten hinstchtt'ch der militärischen Attaches, der Mi'gl-eder der interalliierten NeSerwachtings- und Grenzregelungsausschüste und für die d^m östertrichrschen Ltqutdiciungsamte zugcteiltm ungartschen M-ltläweisönen. ' ' ' . Urania. Heute. Di^s^ag. '/,g Uhr (Kleiner Saal) Dr. Karl Mana Swoboda: G'sch'chte de> Landickaftsmaleret. 1^« — 7»6 Uhr (Ku'ssaal) P,o». Dr. Rüdol» i^enk: Englische fautb'ldunaS- und Aus'prachlekire, U. — V-6 Udr (Klubiaal) Prof. Dr. Al red Kocrbel: Grands,agen der Logik. IX. — 7 Uhr (Großer' Saal) „Kabale und Liebe". — liS Uhr «"Kleiner Saal) Prot. Dr David Wirt: Die K'ankbetten des.Hundcs. — Uhr Kurskgal) Ptof. Dr. Ä. Kaierep: Un>er Brotget'kldel V»6 Uhr (Kltchltml) Dr. Hans Meö:l D e Entwicklung des Audrucks^ in der Musik. V. — f',8 Uhr 'Mikroskopiersaal) Dr. Alfred. L.mbelger:'Anatomie der Pflan e, VI. Dar Hakenkreuz in den preußische,r Schulen verboten. tarn nmhl kragm. Leider mußte in v elen Fäll n festgesicllt «:r'en..^ daß durch das' Tragen des^ Hakenkreuzes das gu'e Emve, nehmen zwischen den Schäle,n erheblich gestört wurde. Ich brstimmk daher: WZ Traam des H tkenkr'uses in der Schule ist verboten.» Wenn män den Buben m der Schule daS Rauchen verboten bat, so haben.sie sich bekannttich nie an das B'rbol gekehrt. UndchaS Veibvt d S „das gute Einvernehmen* störenden Hakenk euzrß m den vreußtsch-n Zchnlen müh die Hrkenkreuchubcn nicht abhalten, weiter „daS gute Eirtvernchmen" m stören; dafür sorgen schon, auf andere Weise Schule und Haus. < * ©citctftl Schemua gestaebe«. Aus G r a z wird o«-! meldet: Gestern ist^ hrer der General der Infanterie i. R. Bkafins Schemua ,m Alter von 6> Jahren plötzlich ver»! schieden. ] * ttm eine Million Mark betröge«. Nach einem Tflegramm auS München ist von dort der Säjöbrifle Kaufmann Gustav Schönrock am 26. d. M. nach Verübung eines Betruges mir emtr Schadenhöhe von e i n e r M r l l l 0 n. Mark flüchtig .geworden. Er nannte sich auch Robert M a 11 e r u s und Z i d e ck. 9 Sine Grauatene-eplofion in Stadla«. In de^ Giesterei voü Wagner. Ä r r 0 & n r z. XXI., Stadlauer» straste 59. hat sich heute um etwa 9 Uir nachmittags ein fchvcres ExplosionSnnattick ereianel. In d»r großen Gußhalle, in der eine Reihe von Schmelzöfen aufgestellt ist. ist ein Schmelz 0 i e n.-in dem allEi Arten von Lltmelall geschmolzen wurden^ plötzlich e x p l 0 d r e r t. Es wir'r angenomm-n. daß sich unterdrn Granätenstücken auch eine noch ge'ülte Granate befunden, bat. Dr: Wirkung der Ervlo'ion war überaus gewaltig.» Der Oft» wurde nuten auseinand-rgrriffen und d,e , rnzelnrn Sprengstücke wurden biL zu 50 Me'er wett geschleudert. Die Ardriter wurden von Sprengstückcn aatroffci, und lerlmrire von dem gekchmolreneu Me'allmaffrn v rbrüht. Die RettungsgescA'» schaff entsandte drei Hilft Züge. Die polizeilichen Erhebungen sind einßcleuet. .! ' 0 Gene falsche IW-Dollarnote. Am 15. d. M. hat rin etwa SOjnhrißer, sehr großer, schlanker, gla tiasterter Mann .mit braunem Haar, dunkelblauem Anzug uud steir«m Hut. dem Wenre^Pi chof. XX«. Iägerstrrße 43 wohnhaft, etitnt schwarzen Stadtvelz tm Werte von etwa kl 61.000 entlockt, indem er mit. einer f a l.s ch e n Banknote zu 100 Dollar zahlte. | ö Flucht eines Betrügers aus Budapest. Der Wiener Pol'zeidirektion tst aus Budavest bte Mit e lung von der Flucht emes BetlÜgerS zngekommen. der eine Bank und e>nen Privaten um mehr als ü 60)M > geschah qt hat und stüchkig wurdet Der Betrüger ist der 28iährge Böisenkuricr Iotef Ban, der d>< Fölöechttmänk um X 400.‘>p0 und den Dr. V ttor Kugel um K ,218.318 geschädigt hat. Diese beiden groben Coups hat Ban bei Börsirigeschäsien ausgrsübrr.! * Ter Untergang deS Pharao Necho. D>e englischen AüSgrabtmaen in der bct»ti'chcn rllesidenr K a r k e m l s ck, die auch am l tzten Jahre förtgcsevt wurden, obwohl g« ade an dieser Stelle die Franzosen mtt den Anhängern K^m «lS zu kämpfen batten, haben zu einer einziaartigrn Entdeckung geführt. Die woblelhaltmttl Ukberreste etneS großen Haufts der Außenstad! be-- wabrten eine Sammlung he'ttti'mer Goldschmiedekunst, die'au S Jahr zu datieren ist. Im Iahte Ml v. Ehr. wurde der Pharao Necho des Äl'en DstamenlS am Euvhrat zu^kariemisch vernichtend ae'chläorn. In per d.ck auf den Fußböden deS HausrS li'acnde» Asche und namentlich in seinen Emgängen lagen ganze Haufen von Bronze- und etsemen Psulivitzen. Lantenspitzen, -erbrochenen Schwertern uiw.. d,e zeigt n. wie dte Bettechrger von Raum -o Raum ntrückgetrieden wurden. Siegelabdtücke von Paphtusdokwmenteu ldenttsitierkn die Schlacht, von der der Prophet Irtem as berichtet; «n B onzesch'.ld mtt ReltelS weist auf^rirchische Söldner im Heere des Pharao; Bron esiguren der Isis und deS Osiris ieigeN die inttmm Beziehungen zu Aegyvten. Man erwa>ttl bei Foilseyung der AuZgrabungeü neues Ltcht für de Ge'chichie deS Öriems. Wenn die volitischen Zustände in Syrier! eS nläpben- »-'ll «SN in diesem Herbstend Winter weilttLrabeNs

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