Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 655 (21.11.1920)
- Date
- 1920-11-21
- Page
- Seite 10 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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\ . Serie 10 Wie«, Sonntag Literatur A^WUeKfchast. Simon Dubnow. Der bekannte jüdische Historiker Simon Dubnow hat vvr einigen Wochen seinen sechzigsten Geburtstag vollendet. Dubnow wurde im Jahre 1860 in Maslis.'atv, Gouvernement Mohillcw, geboren. In seiner Gcbnrtsstadt genoß er seine erste Erziehung und ging dann nach Petersburg, um hier »eine Studien zu beendigen. Hier widmete er sich der sch.rijtstellerischen Laufbahn und begann in den Achtzigeriahr-erz kn der damals angesehensten jüdisch-russischen Zeitschrift »Koschod" scine ersten publizistischen Arbeiten über aktuelle fragen des jüdischen Lebens zu verössentsichen. Außerdem oeschastigte er sich auch mit historischen Studien zur Gerichte der'Juden in Polen, Litauen und Rußland. Ans diesem Gebiete leistete Dubnow eine nesmnolle Arbeit. Er wrchsorschte säst alle jüdischen Gemein de archive Rußlands gefunden zu haben. Durch die Begründung einer jüdischhistorisch-ethnographischen Gesellschaft ist es ihm gelungen. Sie Arbeiten ans dem Gebiete der jüdischen Historiograph iS |u konzentrieren und airch einen ganzes Stab von jungen Historikern heranzuziehen, diseine Arbeit aus dem Gebiete der jüdischen Geschichtsforschung fortschten. Er inszenierte ttttö Xi er',chi-nen sind. Cluster Spezialstndien hat Dubnow ein großes Wer? über die Geschichte der Juden feit den ältesten bis zu den neuesten Zeilen geschrieben. Dieses Werk zeichnet sich nicht durch die klare wissenschaftliche Darstellung aus, fottbßrtt flflf Sftufmmtt v»|Pvk,v|vrv,|M.;wu yut uuu; al/uvuviu ui einer kleinen Schrift: „D i e jüdische Geschichte^ niedergelegt Einen Beitrag zur Historiosophic seiner Geschichte liefern auch seine im „Wo schob" erschienenen Briefe über das alte und neue Judentum. Einen Auszug dieser Briefe hat der in der Ukraine ermordete Dr. .Friedländer unter dem Titel „Die Grundlagen des R.ationaljuden. tum s" in deutscher Sprache herausgegeben.' Zurzeit soll Dubnow mit der Abfassung einer großer, Darstellung über die Geschichte des Chassidismus beschäftigt sein. Das diesbezügliche handschriftliche Material hat Dubnow bereits im vorigen Jahre teilweise in der hebräischen historischen Zeitschrift „Deaiorr", Band II, vreöffentlich!. Krnst MuLee. Der Sok> ar nnd seink Lehre. R Löwü, V.rlag. Wien—Belm 19w. E.nleckmg m die Gedankenwelt der Kabbala. Zu den vielen guten.und schlechten Waken über So bar und Kabbala. bte fett Knori vor, Roienroths ^kabbnls cksnuckata" 11677, 1684 verfaß: worden sind, aeielli sich nun en wrilltcki schöner, gelungcnel Versuch bestbekann en Philosophen Cnsi M ü l l e r. der mn Scheu und Andacht an sein Werk-gina. Nur ein mit We'en und Smache der Mystik vollkommen Vertrauter, cm Emaeweihttr sozusaoen. darf sich an dieses Th ma wagen. Der erngeflnschle Materialist Int dafür ke.n Orgin, Ihm fehlen alle Voraassetzun.'en, in eine Gedankenwelt einzudrin. cn. sie absolute Abstraktion und Berientung 'in Urgedanken wrdett, welche .-um E» fasten des Kosmos führen. Nickt, mmdcr schwer ig ist sclbst für den exakten Philoiovhen die Sprache des S o h a r. der seine eigene Sprache spricht und mit d rwelben Wortklmg ganz andere Begriffe verbindet als die profane Ausdrucksroei'ä. Kem Wunder daher, daß unzureichende Kraft der Autoren, welche sich mit d m Sohar seit jeder beschäiiig'rn, ihn in allen möglichen Bcrlerrungrn und Bttkennungcn dar- oder rmstellew und als ein pH,losophi'ches Monstrum erscheinen ließen. Nicht w n g hat dam die D svensieruna der sogenänn en prak'sichcn Kabbala!» beiaelraaen und die rchließllche En'glesiung religroler Sekten uud En'taiiker. die m mißbräuchlicher Anwendnna der Soda,lehre aas dem Gebarech'er MystikmWahn-undAbrrglaubmverstrien.Schon in., ber Beuichnung .Gebeimw sienschafi" li'gr eine Gc'ahr. Alle Wiffenichatt ist im Grunde dem Un- oder H-ttbwrsiendcn yeheim. In der Art der Au machung vrcler Weite über den So har lag von vormlurcin der Kcim tue das ihn-n enig-gengchrachte Militrauen. Müllers Buch ist davon lre>. Schon in der Besch idmhril der Bezeichnung »Emle rnng»'„i de Gecam'enweli der Kabbali" liegt Ehriirhkert. Er versteht es, dm Pli loiovhi dien, wisien'chaf l chmetaphysischen Kern aus den vielen Scha en zwanglos heianszuholen und das System der re neu. Kabbala vor un'erem Auge rmstubauen; er versteht dre Sohar-Smach? und ist m drsienTree nngcdungm; er kann orientalisch 'dcnkcn, e>ne unbcdnaie Forcernng, die an den Bibel - Talmud - Sobar - Forichcr jjeftcUr werden muß. Aus dem Mangel dieser Fäh gttit entspringen io unencl ch viel Bciteh'ttbeit und Unsinn, die über biete emzigcnt'flen Geiste^viodlikte des jüdischen Orients pesiigt and geschried-m worden sind. D-e klirre Einleuuna orten iet t über Ursprung, Nam«>. Gliederung, Ausgaben und Kommentare des Lohar und gewährt raschen Einblick m die Entwicklung der Kab ala M zuw C'.ia'ndismus Die Lehre des? obarwiid in den Abschnuten: „D is Göltet werk". ^Das Reich des Mcncb.en", „DcrBund Isiacls". ..Buck und Leben" rniwickclt. Ich kerwe keine gleich klare, von wahrer Wisi-michastlichkrit durchdrungene Dalstelluno z fcer von trockenem Schematemus. warmblüiig, schön, wahr und geschlossen. Nach dem vielen misinniaen Zeug, das Unberu'ene ü er Svhar und Kabbala. ve'ösftttlcht haben, ist cs eme Freude, Müllers Buch zu leien. Die Tertyroben und der auf Grund dcr Soharderstung gege' ene Psntm Ist liefern dm Beweis, daß de, SBcifnffec e n feinsinniger Uebeiseöer ist. D-c Ansstattung des Buckes ist — man bedenke die Schwrerigkc>teri der Zen — ganz vorzüglich. ___________ Feuchlw ang. Sport. Dle heutigen FkßbaUweMpiele. Außer t er Sv. B. Nr>dol'shüge!, d'k in Budapest weilt, gre'fen iämtbche Vereine in d e Me'.ster'chaflscre.gnlste e.n Die H a k o a h spielt gecrrn den F l o r i d s d o r er Ä. E.. der noch iebr gut rm Rennen lieg!. Da die Hgloalr-Mannscha't vom Navid-Suiel z em'ich stark bergenommcn ist, wird sie gegen d.e harten fylotib:corfrr nncti schweren S'and haben. In Hüiteldorf treffen N a p i d uud W. A F. zusammen. Die beiden alt n Rivalen werden sich emen scharfen Kamp! ltcjern, den schließl ch Rivid für sich enische-den dürste. r Der W. A C. bat im Pra ler r ie A m a t e u r e zu Gaste, die kotz der zu rrwar:endcn großrir Anwvfcrung der Prater-Mannfchait dcn Kamp werden >ür sich eirdcbe dcn können. . Mit alter Energie wnd in S r m m m n o um die Punkte gerungen werden, wo d e H nislrer^n g^gcn Adm r a an rett» Be^e W» JSIj m MAU® fclrosse Aus» ulii in i‘ d%uiiiutcla, i uuii»en, ...... ... J s Wiener MörgenzerLmrg | Wir offerieren ab Wien transito:! 1 'Wagrgon .Kolopiionmni, liell, fran^. WnrsJ 1 Waggon Öbdabicarbom, Solvaj Marke B,f 6QDD kg Montanwaekg, Marke „Riebeok“,5]! 1000 kg Kigrosia, pulverisier wasserlöslich, i | 1 Waggon Alaun in Stücken,; Wir kaufen fortlaufend: Kupfervitriol 98'99% Chemische Industrie- und Handels-A.- Wies, I., Flebolimarkt l \ Te!ephtn *8.27Q. . Drahtanschrift: „Orintfust Wien“. [ BANKHAUS I M. ROHATYN 1 Wien,!,, Maria Theresiensirasse 10 I | Telephon 20-3-63 «« j Vereine liegen stark nn^HintertnsskU, ko daß sie bemüht 'rin werden, ilne Posi"on zu vcrbcsserus Simmering dürste einen luappen Sieg errngen. Wacker und S P o r t k l n b m ss n in M.'idl'ng ihre Kr äste. Biell ich, schlagen die Wacier-Leute wrcoer e.n unelilschredenes Remiiat heraus In Favor t n tut' Vienna gegen §> e r t b a an. Beide Mannkch'fien sind im Angiiii Leckst schwach; Hertha dürste ichli ßl ch ein kl'nes Uebcrgew cht gellend mach'» iönncn. In der l l. K l a s s e sinven solgcndr Mcistersck'a'lssp:ele strtt:. Ostmark—Red S'ar Ottrk, ng', Doriaustadt—Gnman a iSchwcchat^, Crickek Beive ung ^Dörnbach), Dl A. C.—B'»mgarten lN-'iib.iu. Ostakung-N muveg (Rcnnmeg) und Ob.r- St. Reit-2' or"rcundeXOlttl-^k Bst. Inder Mk'stcisch st dr kV. Klasie tr-sien K a d i m a und U n r t ä s au! dem Sportplatz der Flor-tsoor-cr Biklorio zuzammm. Beide Vereine bcsinden sich in der Spitzengruppe ihrer Klasie und sind als völl g vl-stckwert'g av-usc! en Es ist nur zn miinichen. disi d e'es Dirff n, t-otz der groiren N oalitiii der be den Mauuscha len, einen völlig lltiglo.cn Bctlans nehmen möge. _ Kreis Desterv ich der Mischen Lnvnnnd Sportvereine. In >er setzten Sitzuna wurde dre Statuteriber atmrg bee^d'gk Die wichtigste R>uerung, die <■§ beinhalt t. besteht da m d iß das StatM wolil gemein'arn für die Turnuud Spott rbte.lnrrg bleidt, troyeem aber ihrer technischen Zweite lnm apeckt wetdea muß. Die Ilvtrrrbtestungm traben dann.nach ker Konürkrucrunfl des neuere Kreises eigene G^'kbäitsordnungcn auszuarbcst n. Die nächste ^estüngssitzung sinder D ensrag den 2r>. Ä)l. um Uhr abends im Cakä Jnevsiiicllen, I. Konkordraplatz 4. stast. Für Sonn'aa den 27. d M . V-l0 Uhr vorm>L aos, wurde eine Krbsturniathsitzui'g mit folgcr drr Tagesordnurra «atbevufcn: ll E'nlauf; kl Bei cht ü'er die Tat gleit der Kre^l sttimg; Ul. Tätigkertkprogiamm; IV. Eoentualra. Inr Kre slumrät sind folgende Bere ue v rt-e en: .Mgikabr ll. MatkaS, tX, Makkab, X. Makkabr XV, Makkab, XV,r, Mali'abi XiX, Matkabi XX, Hakoab - Graz, Hakoah-Älcn, Hcchawer, Kad.ma. Judaea, I. Ä. C. Dre Le jung fordert fämiliche iüd'ischcn Sportvereine dringendst aut. dcm Tu'N- und Sporrk' e>s bcizulrcten. Dirsbezrialrche Zuschriiten.. sind an den.KleissPort»yür.t Fritz Baar, lli., Frauzrnsbrückmstraße 24, zu. richten. . . ' Die Hockeymeisterschaft. In der Hockchme'st-rschafi stnden hcuie loli knd' Sriele statt: Hrkoah—W. A. C. (Praters und B f. B— W. H. C Obcr^St. V ttj. Bede Spiele bürten ich, intcrrstrrrt verlaufen. De> gcgenwä!ti->e Stand der Mrrsterschast ist: V. f. B. (* Pnustch 29. H C. k8 Pinikhe), Hako-ah 16 Punkte, W. A.'E. li PnnkteX- Lehrer ° Cpoliveiemigimg l2 Punkte), Funkhäuser Sport lub (2 Punkte), Kath. Hochschüler (0 Punkte). DaS Hallenfportfest. Das am nächsten Samstag >m Ronachcr'Theatcr staitstubcnde HMntsportsest vcrspucht einen «echt tnerTsanten Srlrm jm nehmnu An den . Vor füll-nngcn der Leichtathleten im Hoch- und S a'choch'vrrngen nrhm n unter anderem die HriLalmer Hir'chle,. Dri lintrrbdra und Singer teil. Säm liche Leich aihleren auch jene der andrinr Brienre. tra-niaen Montag um 9 Uhr voimiltrgs im ^aile des l. W.encr jüdiichen Turnvereines, IX., Lllcbtcnslcinstratzc 20. Pkstgee Kaperer. Der Sekrttär dcs Prag'r Deulschert Fußballklul's d memrert im „Sporl-Tagl la r" dre Nachricht, baß ,scm AükniHa!' m Wien,dcn Htuerf d r Sp elcralqu,st"on habe. Tatsache ist aber, daß von Avgksandten des D. Z- C. Sv Her iiit Prag ang worin» wurdst') von dencn e-n'ge ber rts üb'>- siedelt sind. Der Name R-.mrA wurde lälichl.ch uu.et bcu Gekaperten genannt. Die Haktoah«Zungmamrschasten spiclm hcnte vor' untlags gegenttie Iuiwman»sch.iNcn F A E. 'l»» Lt >r U Ianawann'chasi: Bcer l: B er U, E ckienb um; Bcrloo er. 2Lald. Lttrrog; Drucker 'II, Byk. Su chny. N-iimaun ll, Grünes (Degen). — */tt0 Uhr, l. Inngmann'cha t Dnld'g; Becr. schwarz; Schwarz, Frisch, Neubauer; Kraus. H.rlmger, Lajt's, Popper, Weiß. - ■ Gerichissßml. Der ^ypnoLi'che Anschlag arrf Hofrai Wagner' Iaurea^ Gegend den Lithographen August G rn ndm a n n, bcr sich als Hyprro/Üf^ur Walter Sen n g.-naunt uub tLüdj ein siebzehnjähriges Mädchen als Medium zu einem Scheinatteutat auf Hofrat Proscssor Dr. W a g n e r- I a u re g g mißbraucht hat, ist nunmehr die ordentliche larrdeZgerichttiche Untersuchung eingelleitet w irden. Wie, wir erfahren, wird Grundmann nach Abs.hllus; d:r Hauptverhöre auj freien Firß gesetzt werden. Die Anl.'age gegen ihn dürste wegen vssent-- llrcher Gewgllttüligteit oder wegen UebrrireUing der körp-er-- lichen Sicherheit gegen sein Msdium erhoben werden. -November ISM_ Wt. ISA Der Volkswirt. ' Eine Krone -- 18S Centimes Geld. (Sefterii notievte in Die osterretchischc Krone; 1.88 T 1.87'/, am 19. November) vte österr.' gestempelte Krone z » 1 30 ( 1.30 im 19 November) oie tt'checlnschc Krone . . 7 ü8 ( 7.15 am 19 November) tte Mark .... .... Y v 870 / 840 am 19. November) ^laram ...... .■ . . . 4 10. 4 15 .m, 19 November) Bukarest . ...... . . . 880 8.70 am 19 November) BudM'est . . . . . * . .1.25 ( 1.15 am 19 Noo mber) Warschau . . .". . 1.35 ( 1.30 am 19. November) Das ^pitzengefchLfL in Oesterreich. Wir entnehmen dem „Handelsmnseum": Hand-' klöppelspihon werden in Deutschöskrreich überhaupt nicht erzeugt; dr'ch un^rsteht noch immer ein bodeutsnt«: Mil der im ehemaligen Oest-'rreich. das heißt im ErzgrbirrV. im Böhrnerwald und in Krain vor sich gehenden Erzeugung einer von Wien ausgehenden geschriftlichrn Leitung. Für'Wien ist von besonderer Wichtigkeit die noch aus der Zeit vor dety Zusammenbruch her bestehende Hausindustrie-Gesellschaft m. b. H. Es ist dies eins gemeinnützige Gesellschaft, die achtzehn Te.'bände in sich schließt. Die Gesellschaft hat in den Erzeugungsorten im gegenwärtigen Oesdsrveich ihre Vertrat« rsmänuer; diese liefern die Spitzen nach Wien, wo daraus; Decken, Vorhänge usw. verfertigt Wörden. ' j Im Jahre 1919 wurde die Erzeugung von Ha n bj kl öppelspitze n nur mit 300.000 Kronen bewertet.. Dieser Betrag hat sich im Jahre 1920 beveits m den ersten neun Monaten auf 2,750.000 Kronen-erhöht. Hievon entfallen auf Böhmen 2,20 undauf Kraiu. 0,55 Millionen Kronen. Dieser stärkere Absatz ist nicht bloß auf Preiserhöhungen, sondern auch auf eine unrfang reiche re Erzeugung zurückzuführen. Die Ausfuhrziffern können nur für alle Arten von Spitzen zusammen gegeben werden, mit Einschluß von Filet, Häktzl, Point d'Aiguille; denn die einzelnen Sorten werden häufig miteinander in Verbindung gebracht. Die Spitzenaus-' fuhr Deutschösterreichs betrug im Jahre 1919. nur 2 5, in den ersten zehn Monaten d-es Jahres 1920 bereits 6,5 Millionen Kronen und umfaßt vorwiegend Durchfuhrtpare. Die Ausfuhr ging, hauptsächlich nach Süd-' ,amerika, den Vereinigten Staaten, den skandinavischen Königreichen, und zwar wurde jene nach Südamerika zum Teil durch" schweizerische und italienische Untere nehmungen vermittelt. Ein gewisser Absatz tvurde auch auf dein französischen Markt erziKlt, -und zwar hauptsächlich in den gröbeven Sorten, die nirgends in v jener Art Hergeft-ellt werden, wie es Tnr Krainer Bergst>rrks^ ort Jdria üblich ist. ..Y tt i (Beit Sommer dieses Jahres zeigte sich im Wiener' Spitzengeschäft wie auch in anderen. Geschäftszweigen eine starke Ab sa tz sto ck « n g. Diesedürfte teilweise auch' mit der bedeutenden Verteuerung der Warr-zu^ sammenhängen, was wiederum zum großen Deil aüf Preiserhöhungen der Hilfsstoffe (Garne, Zwirne) zu^ rückzuführen ist. Es hängt wohl von der allgemeines wirtschaftlichen Lage ab, ob und in welchem Aüswatz auf eine Behebung dieser Absatzstockung zu rechnen wäre, Im Sommer dieses Jahres wurde in Karlsbad eins Gesellschaft mit einem Kapital von 100.000 lschechyk' slowakischen Kronen gegründet, d'iss dortselbst als Mittel Punkt für Herstellung, Bearbeitung und den Vertrieb der böhmischen Spitzen dienen soll.. Die Wiener Haus-» industrie-Geseklschäft m. b. H. steht zu dieser Mull« grün.ung in Beziehungen. j In Deutschösterreich selbst hat sich im Absatz eine gewisse Verschiebung vollzogen, indem insbesondere Luxüswaren für I -neneinrichtung gekauft werden. Meterware (Wäschespitzen und ähnliches), die früher einLL starken Nachfrage begegneten, werden der >r't weniger verlangt. Die schmale Meterware wird durch Maschiuklöppelspitzen verdräugt. Diese werden mit den ettglischeu Klöppelmasch'.nen täuschend ähnlich hergestellt, so daß sich die teure Handarbeit hier kaum mehr lohnt. Da^ gegen können breite Spitzenecken mitleis Maschinen nicht annähernd so gut hergestellt werden wie durch Hand-- acbeit. Daher wird sich die.Handklöppelei vor alleur auf letztgenannte Warengattungen werfen müssen. In Tschechien hat sich im heurigen Sommer eine deutschböhutische' Vereiuigung der Spitzen-und Stickereierzeuger gebildet. Dieser BL.emigung gelang eS. bei der Prager Negierung den Erlaß eines. Ein^ fuhrverbotes für Maschinspitzen dürchzuschen. Infolge dieser schutzzöllnerischen Maßnahme dürfte Tschechien gegenüber dem früher stärker empfundenen W.» tbewerb TLU.ich.'an s (Barmen), D> t tschöst-rreichs (Vorarlbergs», Englands (Noitiughatn) leichter bestehen können. Verkehr mit ausländlschrn ZähtnnBmittcln in Ungarn. AuS B u d a p e st Ed-gemeldet: Die Heutiae Nunrrirrr Ldrö Amtr-blatleS vcrösfenilicht eine Neaierunasverürdii'.it'.sj. beireffcnd die Eraäitzuua einer seinerzeit erlassenen Borottt'imnfl in Anac.'egenheit des Verlehrs mit ausbindischen ZaHlunaLruitetlu. Jur ttLiune dieser ^Verordnung könücu ssordenuiäen da» in anderen Ci aalen als Lieslerreich, Vviaa> simvien, OUuucitucu, der Zsä.echo-Tlowcilci und Polen rN' nfk 7»?H •"! S |p 'p 4<| Ä iä w ÄS« I &' «£> d “5Ä, . ü. ei, J.i’. <S> M c ä* js: %? 41 jjmj 1 -cm imd i:: « üfia'i.i ^:.;o &