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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-14 · Heft 649 (14.11.1920) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 649 (14.11.1920)
Date
1920-11-14
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, Mckmitz Lvittter MvrAeuzettmt- 14. Növembkr1920 Mr. 649 '- tim einen siebe »sacken Mord, den vierLegio« «are an Juden verübt hatten. Die Angeklagten haben am IS. Mi 1919 nach dem Rtzckzuge der ungarischen roten Truppen mi D»rfe Nagivitöz (KomUat Saios) sieben Einwohner veibastet uüd nnlertveflS kurzerhand erschossen. Die Ermorveten sind verdäcktigt worden, mtt den roten Truppen in Verbindung gewesen zu sein. Die Opser des Uebereüers der Legionäre waren: Dr. Aladar 8,! e i sich e r, Rechtsanwalt, Simon F l e t s ck er, Oekonom. Wilhelm F! eis ch«r. Beamter, Menyhert Fleisch er. Gymnasialfchüler,IMLesko witsch, OelonomundKrirgsmvalide, Artur Lefko witsch, Mediziner und Viktor Le sko witsch, Gymnasialschüler. DaS jüngste unter den Opfern war 15 Jahre alt. Der bloße Verdacht genügte, sie um dar Leben zu bringen. Ei« Jahr nach diesem blutigen Vorfälle hat Abgeordneter Tarrfsig im Parlament interpelliert und Minister M ar k o v i c hat versprochen, die Tater einer, strengen Strafe rnzusubren. ' Am 20. Oktober d. I. begann der Prozeß. Von den Mördern sind nur drei erschienen, der vierte entschuldigte sich, e r h a l t e s e ineHochzeit a b. Äus die.Frage des Richters i»erum sie 10 Minuten lang auf die Opfer geschaffen haben, antwortete ein Angeklagter: ..Weil sie noch gelebt haben!" Der Legionär K o r a k verteidigte sich, er habe gehört, daß - die Juden, die D'checho-Slowaken den Ungarn verraten hätten. Als er hörte, eS seien sieben Juden verhaftet - worden, ging er Zum Oberleutnant rwd-übernahm die Berhasteten, um sie dem Divlsiorsgrncht zu führen. Unterwegs haben diese die Flacht versucht, worauf sie rnedrrgeschoffkn worden ferm. Diese Aussage hat der einzige Zeuge, der Dorsricktee Johnnn Bednar, widerlegt, indem er erklärte, gesehen zu haben, wie die W e r t s a ch e n den sieben Perhaftete» ahgenommen worden sind und diese dann erschosien wurden. Das Gericht sprach die Legionäre des Mordes schuldig upd verurteilte sie zu einem I a h' r e schwere» Kerkers, srstierte aber die B o l l ft r e ck u n g d.es Urteils a u s d r e i I a h r e, wer! die Mörder ein unbescholtenes Vorleben hatten. BANKHAUS Wien, I., Maria Theresienstrasse 10 Telephon 20-3-63 Der VMswirt. Sin« Krone -- 1.75 Centimes Geld. Gestern notierte in Zürich: dir österreichische Krone . . . 175 ( 1.75 am 12. November) die östttr. gestempelte Krone . .1.15 (,1.15 am 12 November) He tschechische Krone . . . . . 6 75 ' 6.70 am 12 November) die. Mark.. . . 7.72‘A;755 am 12. November) SficöBt* .......... . am 12 November) Bskarest . . . . ... . . . 9.50 , 930 am 12 November) Bvvavest . .. . 1.17V* ( 1.20 am 12 November) Warschau . ......... 1.65 < 1.60 am. 13. November) Das Bankwesen in Palästtna. Bon Fritz Rodeck. ' Wie aus Palästina berichtet wird, bereitet Sir Herbert Samuel'die Errichtung von Bankinstituten dort'vor, welche die .Aufgabe 'haben sollen, langfristige Darlehen an 1a.rchwirtschastliche und industrielle Betriebe zugrbcn., Diese Banken werden später bei Zufluß vo» Privatkapttal auch als Regulatoren des Geldmarktes. in Palästina und Verteiluugsstyllen' 'für die durch ihre, Hand gehenhen. Kapitalien eine wichtige Rölle im Wirtschaftsleben Palästinas, spielen.' Der Mangel an Geld-, richtiger gesagt Kreditinstituten für.ganz bestimmte, nicht zu engbegrenzte Horche,'machte sich bisher in Palästina sehr fühlbar und. ist heute noch zweifellos ein sehr ernstes Hindernis für den'Aufbau des Landqtz. Die 'einzige, wirMche Palästina-Bän^ die Anglo- Pälestina LompanY, hat viel zu beschränkte Mittel '(ihr Aktienläpitgls betrug zu Kriegsbeginn rund 120.000'Pfund Sterlinz), um außer ihrem allgemeinen Bankgeschäft die statutenmäßige, „ökonomische Förderung des jüdischen 'Pevölkernngsebemrnts" durchführen zu können. Die übrigen 'Banken 'in»'Palästina waren mit unbeträchtlichen Ausnahmen nur Filialen ausländischer Institute und bas Schwergewicht ihrer Tätigkeit lag im 'Aüsländ, so bei der Banque Imperiale Ottomane (der türkischen Notenbank, die übrigens eine aUsgesprochsüe- Mdbilbank daxsteflt), der Deutschen PalästinaundDeutschenOrieut-- bank. . Am deutlichsten zeigt sich'dieses Verhältnis beim Eredit Lyonnais,'der bekannten 'französischen Großbarjk, dir auch in Palästina zwei Filialen unterhielt: . Auch das Privätbankwesen ist in Syrien sehr schwäch entwickelt. Eine Vorstellung öojt der Geringfügigkeit des gesamten syrischen Bankwesens erhält man aus folgenden Ziffern (Ruppin: „Syrien als Wirtschaftsgebiet", Seite 274): Mach einer ganz rohen (Schätzung betrugen die Aktiven der als Gesellschaften organisierten Banken vor dem Kriege 46 bis 69 - Millionen, die Passiven 23 bis 35 Millionen Francs. -In Aleppo soll nach dem Bericht des dortigen amerikanischen Konsuls das gesamte im Bankgeschäft .(einschließlich.der- Pr'ivächänkicrs) arbeitende. Kapital 22 Millionen, der jährliche Gewinn etwas über.2 Millionen Francs betragen haben.' Denn man« damit die Bilanzziffern (auch aus der Vorkriegszeit) irgendeiner europäischen Mittelbauk vergleicht, so wird man verstehen, wie schwach (trotz des sicher viel geringeren KapitalshedürfnlsfeS) bas Bankwesen in Palästina und in Syrien überhaupt ctfwickelt war und vielleicht - rnfolgr des Krieges much heute nych ' ist.' , ' Der Grschäfttzkeeis der PPästftra-Bqnken.ist »ach''dem Gesagten naturgeinäß sehrengbogrenzt. Außer der Banque Commerciale de Palestine versuchte nur die Anglo-Palestine- Compäny sich mit dem RealkredLLgeschäft zu befassen, doch konnte dieses . mfphge. des , geringen . Kapitals, noch, mehr - infolge . ..gesetzlicher Einschränkungen des HypothekenverVehrs vor Lem Kriege, und der Katastersperre - nachher' sich nur in stehr bescheidenem Umfang sntwikMn!. Aus ähnlichen.Ursachen, vor «stlem weil langfristige Anlage,l durch das Keine Geschäftskapital unvorteilhaft erscheinen, ist die Anglo Palcstinp Company auch, heute noch nicht in der Lage, etwa industrielle Gründungvher Istvestitionskredite zu.geben. Das Bedürfnis,.nach Gründung von Agrar- und Jndustriebankien in Palästina, dieauch langfristige Kredite gebe»' fömteu, ist Dringend. Der gesetzliche. Höchstzinssatz betrug vor -6em . Kriege 9 Prozent,, im' Verkehr' .der . Bankew untKreinändier? ^r/z bis. 7-Pxvzent, im Verkehr,, mit. Zkaufleuten 7 bis -8 .Prozent, das alles zu eine« Zeit, wo in Europa die Bankrate'zwischen 4 und 3. Prozent schlchuftte. Heute erhält in - Europa auch ein gut ringeführter Jndusttrellär ober Kaufmann. kaum, einen Kredit, der sich, einschließlich. Provision, Nebenspesen und Gebühren, billiger als 10 Prozent, stellt. Das Geld ’ war im Orient immer teurer, . als zum .Beispiel ,ui Europa und - Anrerika, und ein Kredit-Zinsfuß von 10 Prozent wäre in PMMa heute niedrig. ' 1 " , . Da nun..einerseits die Grundlagen , für eine gute Entwicklung -des Bankwesens in Palästina nachder tzanzeH-Sachlage gegeben erscheinen,.andererseits seine Ausgestaltung aber auch für den ökonomischen Fortschritt des Leindes von höchster Bedeutung ist, muß, der eingangs erwähnte Plan Sir Herbert Samuels nicht nur als vorteilhaft, sondern als wichtig und notwendig für die wirtschaftliche Entwicklung von Erez Israel angesehen tverden. , > Der Ausverkauf, der Ukraine. Die „Nowa Reforma" veröffentlicht folgenden, zwischen der PeLjUra-Negievun^ und,Polen am 17. Oktober-d. I. ab-. geschlossenrn Handelsvertrag: Polen erhält für die Dauer eines Jahres eine Monopolstellung rm Handelsverkehr zwischen Polen und der 'Ukraine sowie das ausschließliche Recht zur wirtschaftlichen Ausbeutung der Ukraine für' die ganze Dauer des erwähnten Hartdelsvertrages. Der ganze Ge- - tr'eidevorraä! üiü» beinahe' ’ dep tzefMbe' Zucker, - Hvvnvieh,. Schweine, Fette und überhaupt alle, wichtigen Nahrungs- . nrittel, die sich, gegenwä^z m der UkWne befinden, werden von Pplen <lls i KöMlPeNsoRow-für alle, feine.-bisherigem und zukünftigen Forderungen'^ schlag nähm t. Polen ist dafür Verpflichtst,'tzer''Ukraine Sa^lz,"Petroleum, Ben-( zin und Kohle.zu liefern. Bei der Festsetzung der Preise wird 'nicht die" VÄrrftr^söOiwn^dW^Mtreid^'.zur"Grundlage 'genommen,. so daß .'W ' eineinhalb! Waggons Getreide, für einen Äägg'ön Petroleum oder Roh-" ölproduftedrei MaggstnS. H.etrei^.„.für einen.Waggon Kohle - ein halber Waggon Getreide. MLahbung geliefert werden, wobei das Getreide zu,pOHrotz, Ms reinem Äoizcn bestehen muh. Wenn das , Getreide. nicht..' rechtzertig, .ch^/der entsprechenden Menge geliefert wird,. daM. -sost ,als Aeguivalent der im gegebenen Augenblick in' Ml-in. besehende' GetreidepreiS, und zwar in polnischen Mbrk^ geltoft. Menst,also zupr Beispiel bei der 'Lieferung emeS. WaggostS. - Kohle"nicht gleichzeitig , ein halber Waggon Getreide gHefert wird,, muh die Ukraine für diesen: Wchzgpn Kohle " 130.006 i polnische . Mark». das ist 3000, Mark .für'einen Meterzentner K^hle, bezahlen, während in MrMchkeit' der Preis' siiies"Waggons' Krchle' in' Polen, beim, Spekulanten gekauft .Wb. mit der ^Zustellung - in§. Haus, höchstens. 16.000 Mark ktzstet.-Pöbrn hat sich ferner'die Konirölle über alle Z uckerfah rrcken' in, Len 'Ukraine-.sowohl' in bezug auf die Erzeugung als.auch -auf die . Verteilung vorbehÄtcn. Die Zucktzrverjeilnng erfolgt in. der Weise, daß - 30 Prozent der Gesa-nrtp,vrwuktlon , ohne die : Verwaltungskosten Polen übernimmt, Währing» die weiteren 40 Prozent ebenfalls von Polen übernommen werden, wpbei es davon die Ansprüche der FäbrikAbesitzer sowie die Probüktions- und Verwaltungskoften deckt (pvsr - Siebentel der Kosten). Zur Sicherstellung dieser'70 Prozent der Zuckerproduktion hat Polen das Recht, eigene 'Transportmittel und eigene Organe beizustellen. Die Preise'für alle Produkte werden von Pollen bestimmt. Im Falle eines Konflikts - zwischen Polen, und der - Ukraine werden die stvittigen Fragen ausschließlich von den polnischen Gerichten entschieden. Gleichzeitig wuvden alle wirtschaftlichen Kvnzessionen'-für Polen derart monopolisiert, daß die'ukrainische Regievung-'jede'Konzession gurrst .der polnischen Regierung offeri'even muß. Erst'wenn -Polen.oder ein polnischer Staatsbürger dieselbe nicht annimmt, kann die ukraimsche Regierung darüber frei. verfügen. . Die. Ukraine hat das blecht, - im AllÄande das Kriegsmaterial anzükaufen. Polen hat jedoch da§ Kontrollrecht über jede nach der Ukraine bestimmte Transitivere. Zn- Dänzig soll -die' ukrainische Regiermig. enie eigend HatidelSagen'tur. ernchten. - Unter oberwähnten Bedingungen gestattet Polen - die Warendurchfuhr vorr Danzig' nach der' UkvaiÜö.-' Die Durchführung ' dieses Warenaustausches wird . die Handelsgenossenschaft (Spolka yaMewa)- in Warschau übernehmen. Sie ist ein Syndikat großer polnischer Exporthäuser und Banken, dem ausschließlich der Handelsverkshr mit der - Ukraine obliegt. Diese Genossenschaft 'monopoUster't beinah!?, den gcsEten Warenäustäusch in der Ukrairw und.hat bqs.-Recht, ohne be,sorrdeve ,Erlaubms ihre, Filialen und Exposituven m -der Ukvaine zu errichten. Getreide, Zucker urÄ Fette werdest näch'Pgbm und über Polen ngch dem. Westen ausschließlich, hürch. pölmsche Hände gehen und vbenso wird das galizische SaLz und P> trolenm nur durch'polnische Hände' nach der Ukraine abgehon.. Kem Legitimationszwang für Schätzscherue. Die, Fmänzverwallung hat in einem Erlaß 'die Mshrbnng des LegitimatiovszwangeS beim Schatzscheinankauf verfügt. Storni* wird.eine besondere Begünstigung und Erleichterung für dm Absatz der Schatzscheme geboten. Bekanntlich ist ans Mleuergiünde« der Legitimattonszwäng jetzt bn der.Erwerbupg aÜer festverzinsliches Werte und aller Divjdendenpapiere sowie Einlagen in Banken : »der Sparkaffen vorgeschriebe«. Den seitt» Schatzscheinm wird nunmehr cme AusnohmssleLung eingeräumt, weil ' die Finanzvrrwaltüng offenbar von der Erkenntnis ausgeht, daß' allen jene«, die., die staatliche Geltzbcschaffnng ohne, Inanspruchnahme der Notxppreffe in der gegtn- «artigen, sür unseren Staatshaushalt und unseren 'StaatSkredit so überaus schMren Zeit ermöglichen, außerordeutliche Zugeständniste gemacht werden müffest^ Diese Auslastung / kostimtja auch in den übrigen überaus günftlgen Bedingungen der neuen Äyleihe zum Ausdruck: In der 6*/,ige» Verzinsung der Schatzichein'e, in ihrer Eskvmptierbarkeit -und in ihrer zu jedem >MouatSersteu möglichen dreimonatgen Kündigung, wodurch dieses Papier den Charakter einer sehr liquide» und, jederzeit ohue KapitalSverlust realisierbaren Bermögensarstage besitzt.- . i. , . Patente vo» Oesterreichertt in England. London, 12. November. (Reuter.) Das Amtsblatt, ver» offeirtlicht eme'Verordnung' deS Hcind'elsämtes, worin der Verwahrer feiudlicherk Ergentums angewiesen wird, die vor dem Kriege, an ö st e.r re ichische und bulgarische Untertanen erleiste» P a t e n t e zum Zwecke der Rückgabe an die früheren Eigentümer oder deren Rechtsnachfolger freizugebm. Die VerotdNuug enthält verschiedene Bedingungen- und Einschränkungen. Unter anderem wird das HandelSämt ermächtigt, em,P a t e n t z« e n t e ig n en. falls e>n solcher Vorgangs im Jutereffe der narionalen Verteidigung oder zur Sicherstellung der Oesterreich oder Bulgarien aus de» Friedensvfttiäg erwachsenden Verpflichtungen notwendig "sein sollte. Eine solche' Enteignungsoll indessen hinsichtlich der Entschädigung, der Erwerbung usw. an Bedingungen gcknüpst sei«,! d»e von einem besonderen'.Gerichtshof zu bestimmen sei» .-werde«^ Abba» der Krregsbeschränkttngen für Handel Znd«ftrte t« Dole«. Aus Warschau wird uns berichtet: Dw.-Handels-, uad Jndusirrrkommission des volpischm Landtages beschloß die Amhebung der.Rcquisitivnsvorschriften für-Ro/h* l e d e r. In der Kommission wurde betont,, daß es nunmehr an der Zeit sei,, die durch, den Krieg helvdryermenen BeschMkungr» sür Händel und Industrie gänzlich auftüheb'en. um die freie -'EUt-> Wicklung deS polnischen Handels zu ermöglichen. Der Beschluß über die Freigabe des Rohleders wrrd in 8er Kommission als der erste Schritt auf diesem.Wege betrachte!, den aus Grund „d?L Beschlusses, der außerordentlichen Gemrgl-. Versammlung voin. 8. d. M. neu zür Ausgabe', gelangenden. ,ab l. Jänner'1920 dividendkUberrchtigten Ättieu der A. E.°Gv Union - Eleklrizikäts - Gesellschaft werden 75.000 Stück den bisherigen Aktionären zum, Preise oon.K 1000 tel quel per Stück derart zum Bezüge apgeboten. daß aus je fünf alte Aktien je drei neue Aktien biogen werden können. Das, B'^ugsrecht lft bn, sonstigen Verfall in 'der Zeit vom' 11. bis einschließlich 26, Npnr'mber d. J.-Lei der Allslemeinen Desierreichifchen Boden-CrcLit--> Anstalt.oder, der O.esterreichischrn. Credit-Ansinlt für Handel'Mtdj 'Gewerbe,-W»«/ auszuüben.- - -? - ' - ' ' Die polnische Miark. Die Tel.-Komp. 'meidet Ühest Kopenhagen aus Warschau: Im Lause der letzten Tage siel der Kurs . der polnische« Valuta geradezu katastrophal. Polen-steht »qr einem, finanziellen Zusammenbruch. .Die v'stzwlle Porst» ,dm nirgends beachtet, wird, vetyffenllichk, a.l t,e B'e r i ch' t e.' Apf der nichtosfizirllen ' Börse herrscht P a u ick.' Der Unterschied zwischen dm tatsächlichen und den offizielle». Kursen belräot 6j* byo polnische Mptk.. Am Samstagwurdenfür 1 Dollar 440 polnische Mark, für 1 Pfund Sterling 1400 polnische Mark bezahlt. 'Mr 'dir' deutsche Mark werde«'5.56 polnische Mark gezahlt. - .-• Urbrrlettuii» dir tsihechvs-slowäNschLk^' polmschest wpd ruWüuischsu Filialen des „Mcrcur" i» selLständig« nationale Institute. Die Mercur" - Bank sührpe seit Monaten Verhandlungen mit der in Gründung LegriffeMiU Böhmischen Kommerzirlban k in Prag, welche nunmehr zum Abschluß, gelangt sind. Die ünchjtnierende Generalversammlung der neuen Bank findet bereits anfangs Dezcmsttzr statt. Die Böhinische Kommerzia-lbank wird mit Einem Aktienkapital m 60 Millionen tschechischen Kro.nton ausgestattet sein und werhen. dse Aktien im Durchschnitt W,t einem derartigen Agio, eingezahlt, daß die Komincrzialbank sofort außer ihrem Mienkäpital über einen, Reservefonds-vpn 8- Millionen tschechischen.Krönen verfügen wird. -D-s neugeschaffene Institut, übernimmt die in der Tschechv^Slothgchi gelegenen Filialen der Bank L Wechselstube» - A.-G. >,MerM-r"; äs. sind dies die. Filiale» in Böhm.-Kamnitz, Böhch.-LÄVg, Brünn, Gablonz, - Leitmeritz, Mähr.-Schönberg, NeutitsM)l> Pilsen, Präg, 'Reschenberg, - Deplitz und' Zwittäu.! Aüß^M;» wurde, mit, dern ungärischeu Tochterinstitutder ^Mercnr^Bänk eine-Abmachung wegen »ebernahme, deren Filiale in P'petzÄM. getroffen,, so daß hie' Böhmische Kommerzialbank i» der Mg« ist,: mit Beginn ihrer Tätigkeit auch eine .Filiale -in MP Slowakei zu etablieren.. Der Uebergäug der ,,MerLu.r"-BW« silialen -auf die Kommerzialbänk erfolgt in: der 'Weise, d.äß die Aktiven... und -Passiven mit - .Wirkung-z vom 1.- Jümwe 1921übergeleitet werden. Die „Mereur"°Bänk uberniWnt einen entsprechenhe» des; Aktienkapital; der.NtzhnÜsMr Kommcrzialbäiik '»«h bleibt, dadurch' iu^öinem innigeü 'BerhältniS z«. derselben.. - Die wird in den BerwaltungSrat der uenerrichteten,.Dank'.eine ,PnKchl Vertreter, entsende^ . In Poleii tvürden die veiden Filialen im Krakau und Ärmverg der „Mercür"-Bank auf die Kv m merz ia lb a n k- A.-G. in K r a ka n übergeleitet. Dieselbe verfügt über ein eingezahW^ : Altienkapital, von, 2 0 Mil lio ucit polni schcn Mark. In den 'Verwaltungsrät der letzteren sind mehrere Vertreter wwLj,.mwnmtmA,'. oeorundet m »ank- und wechseuhau«; i, kolowratr(n6 m. mSSK/ib m wffS'sf Wiener Wechneljituben: I. Teiufalisirassc 2 1. Kotenturnutrasse W I. Franz foseWUi 37 II. Tiborairaase 1 ■ ' llt Hauptstraße 10 IV. Rainerptatz 2 IV. Wiednerg-artei 10 VIII. JosefelädtcrstraSse 04 XII. Koppreitergaase 2 XIII. BreitenseerHtraa^e 6 XUI. HietzingHinibtatr.3 XIV. MtMerMUSe 1% XrV. Sparka^saplatz l XVII. Otiakrin^eretraste 84 Filialen, Baden b. Wlep.Czemovaitf. Oraz, Innsbruck, Linie, Steyr, St k»ül. ten, Villach; Exposituren: KniiteV t'eld. Vöcklabruck. ,> 4Ä*i9p“Ä3sr:i Besorgt sämtliche Bankgeschäfte uijd industrielle Transaktionen eu dcn4<«' 'wikrten Lcdwiomven. t)99i

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