Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 649 (14.11.1920)
- Date
- 1920-11-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■ *”'m iMGvvmua» ralmudtfche WeisheL VttMche »Wie»« Morgenzeituny" Nr. 571 vom LL. U»-»K 1SAX) Bearbeitet von Ehaji« Bloch. Die verachtete Ware. Einen [Wem, der Hadrian hieß, übertam' das'BetzvhtLir, zum Judentum überzutreten. Er hatte aber ^inen strengen Oheim und er fürchtete dessen Zorn. Eines Tages kam er zu seinem Oheim. Er gab vor, daß er sich dem Handel widmen wollch daher eine tleine Reise antrete. . „Was soll dir der Handels fragte ihn der Oheim. ,ZSiltst du Reichtümer erwerben? Da hast du meine Schätze, sie fallen dein sein-" Hahrian entgegnete: „Nicht des Reichtums wegen will ich mich , dem Geschäft widmen, sonder« um Welt und Wrenschen kennen zu lernen, und ich bitte euch, mich mit euren Ratschlägen zu unterstützen." ' . „Gut," sprach der Oheim,, ,-werw dies deine Absicht ist, ft> geh' in Gotfes Namen. 'Und hi^r mein Rat: beherzige ihn, wenn du Ln die Welt hinauskommst: 1 Suche nach der verachtetsten Ware, mach.' sie dir KU eigen, >te wird einst im Preise steigen." ' , Darauf verabschiedeten sie sich'. Hadrian aber ging zu den Inden, vertiefte sich in ihre Lehre..und' nahm 'dann den jüdische» Glauben an. Es. verging eine lange Zeit. HadMn, der üches ein überzeugter Jude.getvorden /war, kehrte heim. Und da er vor seinem Oheim erschien, erkundigte sich dieser, welche Ware er heimbrächte'. Hadrian sprach: „Ich habe nach eur?,u Ratschlag gehandelt und habe mich dem Jlldentu« angefchlossen." ,>Wa.r das mein Rat^ fragte der Oheim zornig. Gewiß!" entgegnen Hadrian. ,Habt ihr mir nicht geraten, nach der verachtetsten Ware zu suchen? Ich, yäb^s. fütwahr, unter allen Völkern der Welt kein ver-- achteteres gefunden als das Mische — in seine Gemriruschaft ließ ich mich aufnehmeir, denn ich weiß, daß einst seine Morgenröte schlagen und . dieses. Volk sich eines Tages aufrichten wird." Der Fluch der Weisen. » Es waren, in einer Stadt weise. und fromme Mämier angekommen. Da sprach ein 'Schriftgelehrter zu seinem Sohne: „Geh' zu diesen -Männern und bitte, daß sie dich segnend" s Dieser befolgte.das väterliche Wort und. ging in das Haus dev Weisen. Sie unterhielten sich mit ihm eine gute.Weile und. machten schließlich'eine. Händveweigurrg -zum-Zeichen der Entlassung. " - Der Junge aber blieb schtveigLNd stehen, i-- - .„Was wünscht du noch, mein. Junge?" fragten die Alten. - - " fiDrestz'r' anttvortetc: Min. Baker '.trüg mir aüfl duch um euren Segen zu bitten." . ''' : - /. •; j < Diese darauf: „Unseren Segen verlangst du? Wir lvollen ihn dir nicht vorenihalien: Wir segnen dich: Mögest du säen und nicht ernten, stets aufnehmrn und nie hinaussende«, aus dein Hause schicken und nicht m das Haus zurückbringcn, dein Haus möge verwüstet .Werden. Deine Herberge aber stehe fest,/es sei dein Tisch M Verwirrung und du sollst nie'ein neues Jahr sehen!" [•h Mit einem Blick der tiefsten Verachtung, entfernte sich' der Junge. Er kam unr einen Segen und nun sollte er von Flüchen beladen-nach Hause-gehen. ' . „Vater," sprach er weinend, „sie haben über deinen 'Sohn Flüche ausgesprochen." Und-er -rechne^ M -die Verwünschungen nacheinander ' Der Vater aber sprach: „Sind 'es doch'-' lauter Segnungen: Säe Kinder, ernte sü: 'aber nicht — zum Grabe; nimm die Frauen deiner Söhne bei dir auf, schick' sie aber nicht — durch deren Tod in das väterliche Haus zurück; verheirate MW Töchter, du mögest sw aber nicht — als Witwen in dein Haus wieder nehmen: es-'werde'dein. Haüs. verwüstet -- ist-ja das Grab'die -Wohnung - des. Sterbüchsn, esstehe aber fest deine Herberge, es ist die irdische Wohnung, die doch wahrlich nichts anderes als eine Herberge ist; es fei dein Tisch in Verwirrung — durch'zahlreiche Kinder Md mögest du nie, durch den Tod deiner Frau, mit einer neuen Frau ein neues Jahr sehen müssen. (Bergt. Buch Mos., Kap. 24, V. 55.) Em' Gästmahl für Gott. - '/ Ein dummer Fürst ' sprach - zu einem - jüdischen Weisen: „Ich still eurem Gott eine herrliche Tafel -bereiten," . - , . ' : „Du wirst das Mahl nicht geben können!" ex-- widerte der/ Weise.' . //' : „Warum wähnst du das?"-sorgte der Fürst verstimmt'. - - ' - . - s „Darum," .erwiderte der' Gelehrte- „weil.- feilt; Gefolge zahllos ist, ein Mahl für sie "zu .bereiten, ist lauge stzeit nötig — und das Leben eines Menschen ist doch so kurz." — „Das soll deine letzte Sorge sein!" sprach' der Fürst. „Das Mahl für das ganze Gefolge wird in kürzester Zeit. fertig sein, nur will ich deinen . Ratschlag, wo . ich die Tafel veranstalten soll." Der Weise überlegte eine Weile und sprach bald: soll um Ufer des Meress hergerichte't werden!" Dem Fürsten gefiel der Ratschlag und er. ließ 'sechs Monate hindurch tausende Diener arbeiten, befahl vollbeladene Dagen Speise und Getränk« hiuznlstingen, und trug endlich auf, die T.fsche herzurichten. U Das Gastmahl am Ufer des MeeM w:V. fertia > schM h,iy M'lad.ung. ergangen. Da kam ein Sturmwind, ivarf alles' in has erhabene Mer — und die Wellen verschlangen alles. Der Fürst aber war nicht bloß ein Dummkopf— er war auch' «in Starrkopf — und was er sich', einbildete, das wollte er durchsetzen. Sv ließ, xr auch diesmal ein .neues Gastmahl Herrichten. Und da brach wi^r. ein Sturm ans. und fegte bas User rein , . „ , ' ' Darauf ließ der Fürst den Weisen zu sich' kommen und sprach' zu ihm: „Was soll ich' nun tun?" „Dü mußt neuerdings" erwidert« der Weise — ..eine Tafel Herrichten, denn weißt du, jene Winde, die da gekommen waren. Und die Diener, di« der,: göttlickien GefylM Vvrauaeben — fie haben ihren Teil verzehrt. Jetzt erst, aber ist/das Gefola« lelbst. im Heranrückrn!" Dieses Mal trat der Fürst, von iemem. Uorbaben Zurück. — - :.„t!;.l j Neue Bestimmrrttgen für die Emigration ans Polen. ' Das polnische Emigrationsamt hat, wie di« „Jüdischen Emigratisns- und Reisenachrichterr", Zürich, melden, ne ne Pastbestimmungeu erlassen. Um einen Auslandspaß M bekommen, müssen folgende Dobunenta Vvrgelrgt werden: 1.' Ein - JdentrtStsuachw-eis;"Jnlanbspaß.-- ' 2. Bestätigung vom Wueramt über Bezahlung aller Steuern. ■ ' 3. Bestätigung^, von' , Bezir'tzhauytmaunschast/' das; nichts gegen die Ausreise vorliegt. '. 4. Eine Schiffskarte oder eine Anweisung / auf eine solche (prepaib) ober die Bestätigung einer Schiffsgesellschast, das; im Inland eine Schisfskar.te, augrzahlt. wurde/ 5.. Bon Männern im militärpsiichtigm. Alter eine'-Br-- ffcheinigrjng, daß sie mMärfrei sind. . Diese Doknmeilte. müssen dem'' -Emkgrationsapt' ur Warschau, Mejv JeroMmsye- .-.56,--»Vorgelege -toerdeu, bas erst: dann die Erlaubnis, zur Erteilung einetz Auslands- Passes gibt. Die Auswanderung. aus Polen dürfte . auch durch den Umstand erschwert werden, daß die polnische Regierrmg eine Gebühr von cmernhM Prozent von den Schiffskarten vorgcschrieben hat. Da nun diese Gebühr nur von den^in Polen gekauften Karten behoben werden kann, .so ist es im Interesse d-cs polnischen Fiskus, die Emigranten ohne Karten mchb hmauszulassen, damit st« nicht im?lusland die Schiffskarten kaufen. Dies verlangsamt die Äusreise der Wanderer so, baß letztens nuv .60/bis. täglich nach Danzig lamen> Die Juden in der amerikanischen Armee mährend des Krieges. Iw Mw-^rk-.-Ms^.--HZe>haj8!-'.,Jewtsh 'Core. Bur. üwld«t,- ittteressanL« Ziffern veröffcntlichb worden, di« über die.Beteiligung..der Juden in der amerikanischen Armee' wahrend des Krieges Aufschluß geben. Danach haben die Juden, di« bloß 3 Prozent der Grsamtbevöl- Mrung der Vereinigten Staaten ausmacheu, 250.009 Soldaten der arnerikqnischen Armee gegeben, affv um ein Drittel mehr, als man nach ihrer prozentuellen! ZM.Hätte.erwarten körtnen. Damit hat die amerikanische Judenh'eit einen Rekord unter allen Rassen der Sfer* einigten Staaten erreicht. Was die Opfer unter den jüdischen Soldaten betrifft so haben 3500 ihr Lcden ve r lore n und 18,000 wurden leicht oder, schwer verwundet. Die genauen. Materialien über.^di« Beteiligung der Juden in der amerikanischen Armee während des Krieges.wer .cn i-t cinem spez'e!l«:r Bücke /ttrh H..Ju/inS Le Vit, den Direktor des Bureaus für indische Kriegsstatistik, nr kurzem/veröffentlicht werden. * Begräbnisse nt» henligen Tag». Alter Friedb o f: » Uhr Kobn Mina,. 10 Uhr Hnfserl^. Moritz, 10 Uhr 30 Min. Jelliuek Julie. — Rener F r i e tz h o f: 9 Uhr Schein Hrrmattn, it Ubr 40 Min. Sprinzeles Kakhariua, 10 Uhr Frredner Artur, 10 Uhr 20 Min. Strauß Solomon, 10 Uhr 40 Mm. Wolf Liesl, 1-1 Uhr Löwv-Marie,. 11 Nhr .20 Vln. Strcker Jofef, 11 Uhr 40 Min. Sidrs Emannel. : * Hvfrat ftid Toldt gestorbeu. Gestern ist der Altmeister der-Anatomie m Oesterreich, .Hofrat Pröseffor Dr. Kar^ T o l d t, im 80. Lebensjahre gestorben.' 1884 erfolgte feine Berufung nach-Wien, »o er Prvfrffor der deskriptiven und topvgrapdlsche« Anatomie wurde und die H. anatomische Lehrkanzel übernahm. 1897/1898 war er Reltyr der Universität. Seme „Gcwebelrhre" und sein „AnatsmisM AtlaS" find mrrutbehrliche Handbücher für die Studenten geworden. Tvldt hat auch dem früheren Herrenhaus an gehört. *■ Sitzung:« int MkhA»sr.- Ger 'Stadtfemck' hält in. der korittnenden Woche am Dirustag vormittags ctne Sitzung ab: — Der Genieinderat tritt Freitag um 4 Uhr-nachmittags zu einer Sitzung zufammeri. ..... - Dreß Persoueu in der Dona« evtrunke». Gestern abrgds erstattete der Elfendrrljer Ivscf F r e i s l e b en .die AnZnge, daß er gestern vormittags mir drei Kollegen in einer Zme eine Fahrt im.DonaMom nach Klostuueaburtz. «Meruvmmen habe. Seine Begleiler waren der Schloffcrgehckfc Jom Piff r n g r r. der E'.feudrcher Joief M' a -y e r und „der Drehergehilfe Anton B e v L r.'.AlS.'st'e.dLN Dvnausirom zwischen Klosteutrubnrg ynd Laugruzersdorf bei der Rückfahrt * überguerten. fuhren sie an einen Pflock an. wodurch die Zrlle kentecke. Alle, vier fielen ins Wasser. Fi eisleben, der Schwimwer ist. konnte sich eine Zettlang über Wasser halten, bis ,htü Pasfamen vom Ufer aus um einer Zllle Hüse brachte». Seme drer Begleit« find sofort n n t e r g e gang e » «»-e r t r u » k e n. * tkröfffmutzsübe^ zugunstr« des Jüdischen Nattomüsands. Für diese VeranMtNng, welche am 18. d. 3R. ia den Sofiensälen ftattsindet, gibt sich >reges' Interesse kund. W ist zu erchärtetk, das; ^der . ErSsfnüngsabeno einen ganz bedeutenden moralischen iruö'-'tzlatvriellün Erfolg ous>v>üs.'!l wirb. . M« Freunde .und Anhänger, rverde:: höstichst, gebeten, für -ersvlgrsichc Propagqer'dn z«. snrgeri. E-inladrnrgen »:nd MMvWee UM Mette'? 1 Seiden Engpos-Haus Eduard Kunstadt, Wien / I., Fleischmarkt Nr,26. , /| Grosses Lager .aller Qualitäten Seicfensioffe für Händler iind Private. Gelegenheitskäufe! > Telephone : 18298 und 21922. v^j Karten sind im Burearr -bes Jüdischen Ratio,mlsoud?, Wien'' 2. Bezirk, ZirkrrsgassL 33, zu. haben. . .:'JJ; * Dir Bekämpfung der LnLrrkulose. .'Aus.Paris wird gemeldet: Der . Direl'tvrstellvrrrtreter des Pastour-JnstttutS,' Dr .Ealmette, und-per Leiter -des Beterin ärdienstech dieses Instituts, Guer-in, berichten, über .beffiedigrude .Ergebnlffs der Dtkämpfnug her Kiu'dertn'berkulose. -»nt cüu'iu uchcii I m P f st o f f. Die bsidtn Gelehrten ätzten ' Lhve'Forschüüg-rn im Hinblick auf die Möglichkeit der Verwendung dieses Impfstvffes zur Be kämpfung der Me«s'che«tUbtrku.Ic')e fort. Zu diesem Zwecke -beabsichtigen f*V « Guinea Mxrffici^ mit A ffenmaterial zn «ntenvehmen. * VinrelsevifiMk str die BeveAchM Tckiatrtt Nord« amrrikas.. Die Oesterreichische AnskunftSskelle für Answastdeoer teilt mit, daß in neuerer Zeit bas Einreisevisum für die. B^ einigten, Staaten, von Nordamerika seitens der Amrrika-nisdM Mission, Wien, 1. Bezirk, Stock-tm-Eifen-Platz Z,' binnen htrzer Zeit erteilt wird. Die ^weriber häbeN sich, bei der'Mission mit folgenden DowmentLu und. Behelfen Zn melden:. Reisepaß, polizeiliches .Sitteuzeugnis, Affidavit (ein vor einen« öffentlichen Notar in den Vereinigten, Gtaaten beschworeM MrLerhaltsattest seitens eins-s Verwandten, oder Freundes dort)/ - zlvri, EmpsShlimgsschreiben verläßlicher Personen des Wohn--' fitzes .in Oesterreich, vier Ph-ytographien nnd , >10 D-Mav tu amrrikmischen 'Noteüi . \ l> \\\ « Raubmord »» der uttgarischerr Grenze. / Tas Wim« Sicherheitsbureau beschäftigt sich mit einem noch mraw.! geklärten Raubmord, der au der ungarischen Grenze verübt wurde. Die Schwchern Katharina Steinböck und Äopoldiue Gz iss er, beide in Men wohnhaft, welche ihre in Ober'- Schildurai« Ungar» wohnhaften Eltern besuchen wollten, strch seit «.d. M. abgängig. Nun ist gestern ein Brief der Ezifier.aus einnn Grazer Spital ckn^langt. dem zu entnehmen ist. daß hü Schwestern daS Opfer emes Verbrechens bei der Grenzüberichreitung geworden find. Die Czifier schreibt nämlich, ohne ans die eigentlichen Ereignisse emzugehen, daß ihr der Schädel ein« geschlagen worden fit .und.daß dann der Versuch gemacht wurde/ ihr den Kehlkopf zu durchschneiden. Deshalb sei sie nun auch-im Spital zn Graz operiert worden. Von ihrer Schwester KätharW Steinböck wisse sie nicht, vb.fie noch am Leben sei. ' ---' PLsse und Einreisebewilligung für Transport- Segleiter. Die Deutsche Paßstelle verlautbart: Degleilpersom» von Transporten nach oder durch Deutschland dürfen. dft dentschc Grenze nur überschreiten, wenn sie sich im Besitz eines einwapdfreien, mit drntschem'SkchtvMieÄ versehenen Reisepasses befinden: andenlsalls werden'fie aN ' drr denlschrn Grenze zurnckgewirsni und setzen sich überdies der Gefahr aus, wegen UeSertretüng' der Paßvorschriften gerichtlich belangt zu werden. — Transportbegleiler, die sich in Bayern auch nur einen Tag anfhatte^ wollen, bedürfen außerdem -einer besonderen. Einrüseerkiuhms der Anständigen bayrischen Behörde, nud zwar -« Polizei« direNio n in Miincheu für diese bM chGtadt« rat«»* für größere Städte «no Ui .©eiitflftmteß* für kleinere Ortschaften. Dw Erlaubnis ist vmcher einrecholen und bei dem Antrag« «uf Sichtvermerkerteilun-xd« Demschen. MrßM^ vvrzvkgr«.' . Versammlung fMe Um ' 8Rtzifchett"'RatiEW fonds. Die Zionistische Sektion Wieden-Margareten veranstaltet Dienstag den 16. d. M. um '/,8 Uhr abend» tat Terrasimrestaurant, Margaretenplatz, eine Bersa«»Vms für dm I n d i s ch e n Rat i'o « ä l s o u d §, b« toelch« Herr Wilhelm A l p e r über seine persönlichen Eindrücke in PalLMn! und Dr. Israel W a l d m a n u über Wesen nud Zweck des- Jüdischen Rationalfonds und des Kenn Hajefiod sprechm werden.^ * Abendkurse kur Bervollksmmmmg in der.hv-! brLischeu Sprache (Grammatik, Stilübnngen. Bibel, Talmch, nwderne Literatur) veranstaltet der Hebräische Klub unter Leitnngi der Herren Auerbach, Dr. Goldstern. Dr. Kaminka und Wieset).! Beginn Dienstag den 16. d. M. Einschreibaebühr K lO. Knrs-. beitrag K io pro Stunde monatlich. Erntchrnbnngm rm LvM. lk„ Laborstraße 20 n, jeden Abend. Z/ Rettet die NeLtungsgesellschaft! Uut deLÄvlleid«chrn ReltungsSeftllschast -ansehnliche Mittelzu verschaffen, -hat-eck Komitee mehr als 50V Kunst- und WvhnungsemrcÄtnnstzaegenstände durch Spmden zusammengebracht, die Wgonsten .der NcttlmgsgeseÜjchast versteigert werde». Diüe Gegenstände sind täglich von 7*7 bis 7-9 Uhr abend» im Lass Westen- 6?» sichtigen. Im Cafö erfoltzt am DomaSws den.18. d. M. ZW *jgl Uhr abends dw Auktion. . . ' ^'i&wfäf; * Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer in Wien.' Beim Verbände find eingrlansen: Für die A k t i o n für de» W ied etc »f bau der Existenzen der j Ü d is ch e n Kri egsun d PogrominÜali-e» (für sanitäre Hilfe- Errichtung von Werkstätten, Fördernng' de« BerufSnmschichtung, Förderung der EniZelexistenzen): SammlM Davis Erd \ t n ch tr Gablonz L 86.000,. R c i ch.eM b e r g lc 20.000,-K atz lsb ad K 12.800, Prag K.IS.OÖO. Sammlung .D. E r d t r a ch t und Dr. .8 ö w e n s o h,ar>: Wien ü 69.200. > .fi * Japanische!/ PariaS. - Japan,-b'M auf der Älcn .Seite dem. euröpäisch'en/i N.örjlschvi,tt ' so . weitgehendes. Ee'chwsteukominen bezeigt, iicckt /äuf. der anderen Seite noch-fiief ui vönatteteni- Dorürtejlini,''' dje' - das '-Mld,' das die Kultur: drrs Landes -zsigif MtzvüNich'''Kr Irüben geeignet find.- Hab 'doch k-Vi.spielSw.aise Japan, noch ein«! regelrechte' Kaste 'von Parias, 'die sogenannjen-.«Eta",'die über eine Mion Köpfe zähfen und anfierhalb tzop-^lMchastttchen Ordnung ejne verachttzle Existenz-zu führengezwungeii sind. Es sind d-ie Äckchkornmen von Verbrechern, die. ,iur^ Sklaverei verurteilt worden waren-, von Kriegsgefangenen odervon wlchcn „Samurai", die sich der Pflicht, das .durch di« Sitte' vovgeschriebene Harakiri.0 vollziehen, endogen liaiten. Viele dieser ...Eta" find reich, aber ihr Reichtum nützt ihnen nichts. Sie dürfen auch nicht cimm-tl hie Schwelle dsS'. Hauses der Acrmsten 'der Ä'rnrpu rwerfchreiten. Sie loben in -streng abgeschlossenen Dürfe«, und müssen - sich den' -Mdrigsten. Arbeiten unterziehen. Diese AuSflestoßenc^- .beZahl^ .die. Verachtung, .die sie pmgibt, mit eLnem wilden'Haß. der eine umso größere soziale Gpfahr blldrr. als er im Stillen glimmt und nur auf^ die^GelegmrheH w.u.^el, in toller Flamme anf.^ckodern.^