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Wiener Morgenzeitung · 1920-11-12 · Heft 647 (12.11.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 647 (12.11.1920)
Date
1920-11-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. V47' Wien, Frermg Wiener Mvrgenzerrnng 12.. November 1920 Seite T innig, aber zu reif für dajunge Weib, des Prinzen Carlos Altersgenossin. Sehr verunglückt, geradezu provinzmäßtg polternd, der Alba Artur Paters und ganz farblos Alfred Schreiber als Domingo. Traute Carls«» fand sich mit der Prinzessin Eboli nach Kräften ab. Im Affekt ist ihr C-ocm recht unangenehm und zum Bersesprechen sollte man sie nicht verurteilen. Die bemerkenswerteste Leistung deS Abends ist der Großinquisitor Aurel N o wo t n y S. Dieser Kardinal mit dem harten, mumienhaften Greisengestcht, den knöchernen Fingern und der höhlen Sprache flößt Schrecken ein. Die Wirkung der Aufführung auf das Publikum war ganz außerordentlich, trotzdem sie fünfeinhalb Stunden wahrte» ES war nicht nur die begeisterte Jugend, die am Schluffe des Abends Direktor Bernau, Professor Strnad und die ganze Künstlerschar immer wieder vor die Rampe rief. Das Deutsche VokkStheater hat am Gebrtstag Schillers einen großen, ehrlichen Erfolg errungen. Ott» Llbeles. Neue Wiener Bühne. Zvlas „Therese Ra quin" ist in der dramatischen Form schon deshalb für uns ziemlich belanglos, weil der' Stoff aus der Bühne, aller sozialen Elemente entkleidet, zu einer anekdotischen Merkwürdigkeit wird, die, je krasser die Effekte gehäuft werben, welch« die..Handlung weiterführen, umsoweniger dramatisches Interesse^ erwecken. Frau Iba Roland hat sich diese gänzlich belanglose dramatische Arbeit des wuchtigen französischen Epikers ausgesucht, wahrscheinlich um alle Register weiblicher Dämonie aufzuziehen. Sie hat sie nicht ausgezogeir. Ihre Therese Raqüin ist mit durchaus nicht angenehmer zerebraler Hysterie behaftet und.diese sehr vom Gehirn geleitete Darstellung des Weiblich-Eletnentarischen ermüdet. So wird das bißchen dramatische Interesse, welches das Stück noch übriggelassen hat, vollends zerpflückt. Das Publikum hielt sich an die merkwürdige Begebenheit (dem Publikum, welches heute das Theater füllt, ist wohl schon Gewissen eine merkwürdige Sache), ferner an gewisse berlinerisch-leidenschastslos-brünstlge Bewegungen der Hauptdarstelleriu und war beifällig befriedigt. Sonst aber war der Abend, gestützt von einer Fülle verfehlter Typenzeichnungen auf der Bühne, verloren. 8. 8. Aus den Theater». Im Buratbeater gelangt morgen. SamS'ag, .I u d r t h'' zur Aufführung. Besondere Preise. Anfang 7 .Uhr. S p i e l v l a n de8 B u r a t d e n t e r 8: Sonntag 7 Nlir (zu besonderen Prestn) ..Das Konzn". — Montaa. 7 Um (zu besonderen Preisen) „Bmibuey". — Dienstag, V*7 Uhr. zum eisten Male (bei aufgchobenem Jahresabonnement, zu grösst» Preisen) ,,-Haus Scrzerstwd*. <— Mrt woch. h,7 Uhr uu grölst» Preisen) „HanS HerstnSivd*. —: Donnerstag. 7 .Uhr (zu besonderen Prcuen) „Der Raub der Sablinriiiireir" (Stricst — Hcr> tzrigo Thim g alö G ist'. -- Freilag. 7 Uhr, n>-u «nstadieri (.» besonderen Preisen) „Das Glas Wasser". — Samstag, 7*7 Uhr (zu großen Prersen) „Haus Hrizenslod". In der 0 t a n tsover wird morgen. Samstag. „D e r Manie l". „S ch w e st e r A n g e l, c >r" und „G > a n n > Schiccdr" gegeben. Besondere Preise. Anfang 7,7 Uhr. Spir! plan der Staatsvper. Sonntag 7.6 Uhr (bei ausaeliolstNkNi Siamilisitzabonnemeut. zu besonderen Prei'en) „G8t e dännnerung" lBrünh lde — F.a„ Helene Wildlunnn von der Staatsover in Berlin als Gast'. — Montag, 7.7 Uhr (zu besonderen Pr eisen > ..Die Jüdin". — Dienstag. 7,7 Ukr (m bconöcr n Preisen) „W-cner Wil er". ,D>^ Dupvenfee". „Sonne und Erte"r — Mittwoch. l/sl Uhr (sru blonderen P eisen) „Der stregende Holländer". — Donnerstag. 7,7 Ulrrliu besonderen Preisen) ..Tre Hugenotten" (Baleniine- HeleneÄ'iidbrUl'N von der Staatßoper in Berlin, Revers— rrr Corneliß Bionsgecst von der StratSover m Berlin als äste). — Freitag. 7,7 Uhr (ru b>sonderen Preisen) „Der Mantel", „Schwester Ang lica". „Giannr Sch echr". - Samstm 7,7 Uhr (m te'onderen Preisen) „Der Ring des Polykrales", „Biolanta". Dir geni Herr Erich Wolsgang Korngold. Im D e u t s ch e n Volkstbeater gelangt Sonm tag den 14 d. M. nachnntiägs 8 Uhr Hawels Boltskomodi „D e r r e i ch e A e h n!" und Montag den ib. um V*$ Uhr Grillparzcrs Trauerspiel „D r e A h n f r a n" zur Ausführung. Für be'de Borstcllungen gelten volkstümliche Preise ohne Bormcrkgebühr. . In .den Kammersprelen. wird Striudberg? Komödie „Kameraden" Sonntag den 14. d. M., 7,8 Uh> abenkS, wiederholt. An der Neuen Wiener Bühne beenden Ido Roland und Oskar Beregi ihr Gast'viel Tonne s-ag den 18. d. M.» Freitag den 19 geht die Uranssührnni des VuftipMö „P räs, dent Stopper" von A.rnrn Friedman« und Gustav Bcer rn Szene. In der B o l t 8 o fc e r wird heute, Fr rllag, „C armen" mit den Damen Rantzru. Psiu-r. Mann.Weuer und den Herren Rrltnsheim a- G, Bruno, Beer, Baumann, Marlowsky und Taut'er gegeben. Felix W.e i n g a r 1 n e r und F » cil! e Weingartner-Marcel sind am 1«. b. M. abends in Wien erngerosien. D"cktor We mariner bar dst D > r e k 1 i o n sgeschäfte derBolksover im vollen Um'ang auigenommen. Direktor Wtinpa-Mer. der am!7. b. M dm „Fügenden Holländer", am 18. „Die Meistersinger von Nisinberg" und am 81. „ToSea" dirigiert, bciiitnt sofort mit den Proben zu lenem „Gencsius". « B o l! S o v e r. Morgen, Samstag» gelangt in der Volksoper nach vreljähriger Pause neu eittsttidiert Dvttizetiis „D r e N e g i m e n t s t o ch t e r" zur Aufführung. Die Hauptrollen sind mit den Daiuen Musil, Aitlcv und den Hmcu Peters. F vchlrr und Beer b s tzt. Unter dem T'trl „T h e a t e r tt n d Zeitgeschmack" wird Dr. Astrrd Möller lGraz) am Mrliwoch den 17. d. M. ‘'„H Uhr, in» Klernen Saale der U r a n r a e nen Bortrag m t Lichtbildern halten, der die Theaterki'liur von heute von den vericlueyensten Gesichtspunkten Reg e, Bühuensiil. Kritck. Over und Drama usw.) mrt b(in Theater, bekondtrS dem österreichrschci, und wirnen'chrn. vergan encr Z-st rn PirallUe stellt und dre Möglichkeiten ihrer We teieiuwicklima bespricht. Die L i i c r a r i s ch e S e k t i o n des Kulturp o l r t l s ch e n D r s k u i s i o n Ü k l u b S veranstaktel M> >-- woch den 3s d. M. ,m Feflkaalr des Ingenieur- und Arckil eklen* Vereines. E chenbackrqasse 9. eure Vorlesung B^rnard T a g S. Miiwrrkend: Marianne Eis und und Tdeovh l Goetz von der Neuen Wienr Bühne. Es gelangen ausrchleßlich Werke Berna>d Tags zum Borirage, darunter einiee Szenen aaS der dramatischen ’ Dichtung „Moles". Fragmente aus der phantastischen Erzählung „Die neue Atlaniis" und lyrische Gedichte. Spitteler erhalt den Nobel-Preis. Der Nobel-Preis kür Lite-nlm-, der im vorigen Jah,e nicht verteilt wurde, rst von der schwedischen Akademie dem Schweizer D ckter Karl S v i t t e l e r zuaete 11 worden. Den Preis diesrs Jahres erhielt der norwegische Dichter Knut Hamsun. verscbieen'sler Systeme <98 ZU nd st eine Doson an fl diverse S2eta.llwa en M. FOIBL& SOHN WIEN. I., Franz -Jooc Sb-2Kai 7*9 industr'epalasf, 171. Stock. Tel. 17-2-11 Jüdische Sport I» Gra^. In bet Vorwoche verlor die Hakooh nach unglücklichem Kampfe das erste Meisterschaftsspiel in dieser Saison. Ob«! wohl die Blau-Weißen bedeutend mehr vom Spiel hatten», unterlagen sie gegen Naprd 2:3 (0;0). Die Hauptschuld an der Niederlage trifft den Angriff, der viel zu weich war. Grasgrün bederrtete wohl ebne Verstärkung, er konnte aber mit seinen Nebenleuten keinen Kontakt finden. Die besten! Leistungen boten Adler. Lichtenstein und Goldenzweig. Die Verteidigung war schwach. Den zweiten Treffer hatte der Tormann leicht verhindern können. — In der ersten Spielhälfte kam Rapid nicht über die Mitte, trotzdem ging' Hako-.rh leer aus. Nach der Pause kam Rapid durch zwei Treffer (em Elfer) in die Führung. Das pulverte die Hakoahner auf. Durch zwei Elfmeterstöße stellten Bettelhcim und Farbe rger I daS Spiel ein. Eine Minute vor Schluß errang dann Rapid aus klarer Abseitsstellung den siegbringenden Treffer. — Das Spiel der Reserven endete 0:0. Am letzten Sonntag gastierte die Hakoah zum zweiten Male in der sich gerade nicht durch Judenfreundlichkcrt aus» zeichnenden Obersteiermark. Diesmal war es der Brücker A t h l e t e n! l u b. der es auf stch-nahr». gegen einen nichtarischen Verein zu spielen. Die Hakoah führte ein faires Propa»! gandasptel vor, wodurch sie sich rasch die Sympathien deS? Drucker PubltkumS erwarb. Die Hakoahner siegten 6:2 (5:0)! und hinlerlicßcp den denkbar günstigsten Eindruck. Sie konnten übrigens auch mit der Aufnahme, die ihnen durch die Arbeiter zuteil wurde, vollauf zufrieden, sein. Die Hakoah-Mannschaft tonnte trotz Einstellung zahlreicher Ersatzleute bester denn je gefallen und hatte die Sektionsleitutrg mit der Einstellung' junger Kräfte einen guten Griff getan. ' Die heutigen FuschallmeEp??ke. Das heuiige Weltipielprogramm ist nicht so reichhaltig wie das sonntägig'.', imme hin tveist es aber ein internationales Spiel und zwei Meisterschaftskämpfe auf. . > Auf dem Lldmi^'a^Platz in Floridsdorf gcst'ert der S. E. Gradjanski aus Agrain, der auf Grund der dish.'r ge eigten Leistungen seinem Gegner, dem S. C. Admira als ebenbürtig angesehen werden muß. Vor diesem Spiele tragen um 1 Uhr die Neserventaunschafien von Hakoah und Admira^ ihr a:'.sstehen e.r Mcisterschastüspiel aus. Im P <Uer treten W. A. G. und Vienna in der Meisterschaft zusammen. Man wi.'d nicht seh-lgehen, nenn man ein gan', knappes Resultat erwartet. Im Spiele W. A. F. gegen.Sportklub, das in Hütteldorf statti'indet. ist der W. A. F. wohl Favorit, aber auch, ein Erfolg der Dornbacher ist keineswegs auSgeschivssen. Der Vollständigkeit halber erwähnen wir noch die Ireundschastsspiele W a ck e r—-N u ß d o r f (Meid- ' li"g). Amateure— Karl Marx (Ober St. Veit) und N udolfsh ügel—M öd lin g (Favo i en). Auf dem Hakoah-P'aß finden heute folgende Wettspiele statt: Vflll Uhr Hasmone a—Har i r; s/^12 Uhr Hechawer Ib—8 ion; 2 Uhr Eintracht— Hechawer (Cup). Die ersten zwei Spiele zählen zu einer vom S. C. Zion ausgeschriebenen Pokalkonkurrenz, die nach Punktnertung entschieden wird und Montag ih.e Fortsetzung sinket. Hechawer Iungmmn«schaft—Anitas Jungmannschaft S : 0. Unitrs ma acht M>rnn konnte den ambUtotneikev H''ch iw r-Filnoens kcm'n t:a*n Geaner adgeben. — Mrl diestnt Svi! lck<iestt die Inoem mnscha t Hcch'werS die Sat'vn. Sie erfocht m 5 Sp eien b S >ge mit dem Türveihäitnis vor! SS: 5. S-ortsekrjtion BokktsLib'livtheli Zion. EinTurnier bringt brtr Sport!!I'b B. B. U'vn MN rem Hakvob-Pk'Nzr Pestis und Montag znr Ätts'tag»nfl. an briji stch die Pernne Hechawer, Hami', Hasmonea und die Bkransialter beteiligen. Im erste» ^ptcl treffen sich Hcchaw-r und f-stön lym^e Hazair und Hasmonea. Im rweit n Sriel am Montag st-hen sick' Z,on und HrSmone» sowie Hrchrwk'-H.'N'iir oefenüber. Die siegreifi e Mannfchaft erhält den von VolkslndlrothU Äon gcipendeicn.Pokgi. - HakoakpSchiilermannsckiaft. Drel» Wache k e i n Train na Sameil'g den .18. d M. 7 Uhr abends. Be sammlung im Klnbhe.m. MannschasisausstrÜung für das Wchspiei ary M'onlag. > i Zionistische Jnoendvereinignna Menorah (Vl.j Ammerlm str ine t^, Hosstiegei. F rr >r b a l l s e k t > v n: Heule, 7,8 Uln abends. Sw^crv.r'rmmirwg in unserem Heim. Hechawer. Die I M a n n < ch a t t ip 'lt beute gegen Ei'otrrcht in 'olgender An stlllung: <:orel'finflrv; Kolisch. Vmiier; Sinerrr. Furstnr nm. Koviste n; P. " 'eis), Bock. Grbßmaun, EcklunS. Ar t-ad. — I b: Deut'ch Ein. Wolswn, Brandes. Scch r. Misnon chn>7 Hrumann. Rolk. Ienö Weist. Kalmmni, D nt^ch Ernst, tsb "'er. - S ä, w t nt m s e k t t o n: yeur?^ mck Rücksicht auf den ft-.i-rt ip, le n Training. S^ort Aus Graz wird uns berichtet: Am SarnStag und Sonntag tagte hier im Hotej WieSler die Vertvelerverfamm« lung deS Oefterreichifchen Ssiverbandcs. Vertreten waren 23 Derbandsvercine mit ^800 Mitgliedern. ES wurde beschlossen. sich dem Deutschen Skiverband pnzufchließen. Bis zur Durckfführung des Anschlusses ist ein geineittsameS Arbeiten zu erstreben. Auf Antrag des Akademischen Turnvereines G.raz wurde die Einftihrung des Arierparog r a p h e n besprochen. Dagegen sprachen Ing. G o m p e r z anS Tirol, der auch die Vollmacht der Widner hatte, und der Vertreter deS Calzkammergutes. Die Dcschlußfassuug üöer die Angelegenheit wird einer Ni ß e r o r d e n t l i ch e n Vertreterbersammlung in St. Johann im Pongau überlassen. Für reibungslosen Durchführung des Verlan,i?sIaufonS werden jedoch, die Vereine vertraulich ersucht werden, zum Verbandölaufcn keine Nichtarier ztt entsenden. — Angst vor der Ueberlegenheit der Juden im Sport! Zum Spiel Hakroah—Napid sind frf meisten Sitzplätze bereits vergrsfm. Dcr Bororrkiu', auch für Lrchn>äi.'e wird H>'M« vorw ttags und morgen wäluend de? , anz-n Trgeo fo^ioe'stzt. Die InichM n'ärime nm im Floridödor'er Sport' vlatz sind m iml letz en ^azcn d.deutond ve'gröücn woi dcu. io oa«i 2 .'O.i Permnen bcqn m tiiit'rgeb acht w rdcn löhnen Die StraiirnbahntMklton bat »tir die Beit vor nad nach dem Wrtisprel ans der 8tir-7n>e Dre^mn-urc! rieckerr b^nvfl'’t. PElL'lillÄlJS Oro&Be A ..8 w aiil in r eUiiiäutclm h ilclisen^ 0. J. PIP Dorr Leu rmMrLschsu LerrorLsterr mißharrdeLt. Sine Wiener stzirma, die ihren jüdischen Angestellte» als b mmnnistisck, «tu ntck-t zai 9:1 zu müssen. Der galizische Flüchtling Heinrich Schapira» ein junger Mann von etrvaS über 20 Jahren, war als Transportkammandant bei der Firma Rudolf Pollak und Eo. im 3. Beztrt seu Mitte November 1919 angestellt. Die Firma besorgt gewerbsmäßig die Sicherstellung von Transporten durch Beistellung pon Begleitern. Im Jänner d. I. würde er nach Siebenbürgen geschickt, um nach einem in Verlust geratenen Eisenbahttwaggon zu forschen. In K 0 m 0 r ji wurde er aus dem Zuge herauSgerrssen und verhaftet. Im Gefängnis nahm man ihm seine Barschaft — mehrere tausend Kronen — ab und fügte ihm iede erdenkliche phnirsche und psychische Marter zu. Man ließ ihu h u n g t r n, frieren, mißhandelte ihn und drohte rhrir mit dem Er" hänaen oder Erschießen. Von Komorn führte man^ ihn naH Budapest, wo er der. Staatsanwaltschaft vorgeführt wurdt>, Rach mehr als 60 Tagen und nachdem sich der p o l n i s.ch e Gesandte energisch ins Mittel gelegt, hatte, erlangte er seine Freiheit wieder. Nach Wien zuvückgckehrt, forderte er von seruer Firma den ihm ^zustehenhen Betrage von (60 Tage zu 2»0 Kronen) 12.000 Kronen. In der Klagebcantwortring an daS Gewerbegerrcht. .wendete .die , fce» klagte Frrn:a ein, daß Schapira bei ihr ^nicht angestsllt war, sondern stets von Fall zu Fall entlohnt wurden Er' fei an feiner ihm in Ungarn widerfahrenen Unbill selbst schuld. Der Grund seiner Verhaftung sei seine kommunistische Geirnnung. Es sei ja bekannt, daß man in Ungarn auf die Kommumsten. insbesondere auf die ausländischen, Jagd mache. S^chapira dürfte sich d-esbezüglich unvorsichtig benommen baden, .weshalb er sich sei» Unalück selbst zuzuschretben habe. Die Firma Habs ihm einen Auftrag gegeben, diesem sei er mcht nachgekommen, weshalb ihm ein Anspruch nach keiner Richtung zustehe. Der Vertreter Schapiras, RechlSanmalt Dr Friedrich Langer, hob hervor, daß sein Klient nimals Kommunist war und eS aucy gegenwärtig nicht sei. Man habe ihn seelisch 'und physisch gemartert, - we.il er Judfl war. Wäre er Kommunist gewesen. Polen hätte sich seiner gewiß nicht angenommen, denn es bekämpfte damals den KommrimSmus auf das heftigste. Nur weil er als Juds e r k a n n t worden sei, hatte er den Haß auf sich geladk-n. Sein Ungemach habe er in Ausübung feines Dienstes für ^die Frrma erlitten, weshalb diese haftpflichtig sei. Das Ge* werbegerickrt hat dem Kläger die 12.000 Kronen zugesprochen. Dagegen hat die beklagte Firma die Berufung cm daS Landesgericht erhoben. Die Entscheidung der VerufungSinstanz ist noch nicht erflosien. ErMhung der Wrvtgrenzen rwd GeLÄjvrafey Ln den Srra"Besc-tz"tt. D'c Bun!-c°r'g ernng Hst arck Antrag des BuudesministerS für Ju'nz d m ')?>st vualrrt einen G.sctz?n.wur' vorgrlest. der dir Gstist iifcu »nk> We"gre>'zeir u> dcn ^rrasg sing, abermals erhöben d auf kr se Weist die von den GetichstN an uwe'stendeu Strafe >'i nunring.n den ge.stnwärt gen wntjckiafrlichen n f'e„. ,'Npgsi u Witz. E.9 & zu enurm billigen i-reisen

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