Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 647 (12.11.1920)
- Date
- 1920-11-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I Stt. «47 .firm*m*rvm MU'fr saaaaoaesga^^s&s^s^-i Fabriken. Dar Auftreten des Gesuchstellers gefiel Ford und nach einem kurzen Gespräch nahm er ihn als Hilfst aufseher in seiner Motorabteilung auf. Der Hilfsaufseher erwies sich als verwendbar und kam bald; vor* jvärts. Nach etwa sechs Monaten erschien der Beamte nieder bei Ford und stellte sich als Prinz "uboa, i r s k r vor. Ford war einigermaßen erstaunt..und fragte: „Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen und was für Absichten haben Sie eigentlich damit, daß Sie sich in meiner Fabrik anstellen lassen?" Offenherzig erwiderte Prinz LubomirsVi, er bezwecke, die Generalagentur m Ford-Automobilen für ganz Polen zu erhalten, und habe deshalb vorher die Fabrikation und die Arbeitsweise in Fords Fabriken kennen lernen wollen. Dem gerissenen Ford scheint diese Art und Weise, auf dem Wege industrieller Spionage eine einträgliche Generalagentur zu erhalten, mächtig imponiert zu haben, denn er verlieh dem Prinzen Stt&omtrfft tatsächlich die Generalagerstschaft feiner Unternehmungen für ganz Polen. Soweit das Blatt, dem wir die Verantwortung für drs Geschichte natürlich überlassen müssen,; ■ HweUer DelegierrenttZg des BottlsVerbomdes» der Juden für die Slowakei. Die Präsidialkormmsswu de§ Vo!kSveck>andeS der Juden für die Glowaku hat beschlossen, de» statutenmäßigen DelegiertenzagdesBolkSverbandeSd er Inden fürdie G! 6 to ö 11 r a m 7. » n d s. D e»e m b e r in Piettany abzuhalteu. Die Tages« rdnorrg -es Delegicrieutages wurde wie folgt ststsesetzt: >-j. ....!. T ag. ... 1. Eroffmnrg durch de» Präsidenten.. - -j-./.v. 42. Konstituierung des Delegiertentages.. X Rechenschafisdencht des Sekretarlats. <s. -V;?- 4. Kafscöcnchr. ä. Speziakeferate: /. ») Politisches Rekerat. " - - b) Referat über die Teilnahme drtz VolksverdanbrZ an der TNtzM der Beremigten jüdischen Parteien. ..... e) WirrschastLlches Resttw: fl) Schrrlresrrmt, Preßreferat. , . .. Y Soziales rurd NechiKschntzreserat. x) Bankreserat. Jugendfürsorge. . 0 Orthodoxie rrch BöÄver-ünd, ' , . i) Vorlage der ergänzte» Stwck«. - '" p «.Tag. -- Allgememe Debatte. Wahl d«S PEwmmP Md d« PrMialwmmissiv^- Wahl der -iindrsen ^nrrmissioyett.' 7 >; Bezüglich jöc Delesrrrieu ist an die ttuzelneu Äenttinden. nud Orlsgruppm vom Bureau deZBvllsrrcrbandeS eure separate Insirutlion ergangen.' Die dem Bollsverband antzeschlossenLn Kulrusgrmcinde» /und Ortsgruppen sowie auch »amtlMjc Zotä^wahltomllees der Bereinigten jüdische«.. Parteien haben das Recht, den Delegierlentag zu beschläeu. - . / - ,■ vDar stark «srMsche Meyfch." Die Pogromhstzer find Lllararts, gleich skrupellos in der Wahl ihrer Mittel. Ink „Berliner Dageblat^ ' Lesen wir: „Die Komödie Artur Schnitzlers,' in. der der junge Journalist Fliederbusch. unter , dem Namen F-ink irr einer aristokratischen Kreise» nahestehenden. 'Zeitung die konservative Weltanschauung preW' während er als Fink in seinem denrokratischLn Blatt'dieselbe WelLavschauung.mit Hohn. ruck. .Spott, übergießt, hat. setzt eine neue deutschvölkische Auslage erhalten. Voreinigen Monaten erschien eine Broschüre:' „Die siegreiche Weltanschauung rmd wir Juden", als bereit Verfasser Dr.. Siegfried Pentha-Tull genannt war und die in jeder Zelle den Eindruck «erweckte, daß hier ein Jude die durch den großen Krieg vorbereitetes We'lrhsrrschast des Judentums stiere. In der deutschvölkischen Presse fand die Schrift einen starken Wider- Hals. Die „Deutsche. Zeitung" besprach am *31. August •i 020 diese Broschüre, -„deren Inhalt.einem das. Blut in den A ern erstarren lasseir könnte und die geeignet h\f selbst -dem dick,'ewigsten dentschen Michel die Augen i,n öffnen". -Auch der frühere Leiter der. auswärtigen Politik in der „Deutschen Tageszeitung"' benützts die Schrift als eine wertvolle. Unterstützung beS Unsinns, der sich mit dem Namen der ,Meisen von Zion^ deckt. Auch sonst machte der Pentha-Tull vielen Dein..-Wer ist der Mann? Wir sind in der Lage, den Schleier zu lüsten: Verfasser, der Schrift ist der deutschvölkisch ge- ..mine Berliner Baurat, Architekt und Schriftsteller Hans Schliepmann. Der Humor an der Geichübte ist aber, das; derselbe Herr, der unter jenem mu^isLe-u A'amLn irr der. „Deutsch,-» Zeitung". .oberp..,lb des Strichs so heftig befehdet ivird, im FeEetoil. 'als Haus Schliepmann zurzeit, eine» Roman in fünf Büchern unter dem Titel „Was das Lehen erfüllt verübl. In der 169. Fortsetzung dieses Romans lesen rmr.den-Satz: „Uns tut setzt nicht das Schöne, sondern das Starke, Ethische not, das mehr ist als das Schöne, -iö der starke, moralische Mensch von selbst iaart) de", wirklich schöne wird." Eine ideale Forderung, die Ibsen, erfreut hätte. Genügt ihr Herr Schliß mann? .Wir wagen nicht, dis Frage zu bejahen." . So weit das zitierte Blatt. Wir aber wage», iühittick, zu behaupten, daß Herr. .Schlicpmann «in -Mensch ist„ über telfett aeri^qe M»Wlijschr -QnaliMep MitteilMgen aus^dem PMikurn. ZUR VERLOBUNÖ' des Herrn Nathfiin L5w mit Fräulein Erna RymaH gratuliert herzlichst -. ./v v? Alex Berger' 'D ZUR VERLOBUNG des Herrn Nachutn Löw mit Fräulein Erna Rymalt gratuliert herzlichst Uwe Berger rmll Braut Zur Verlobung des Herrn Nachum Löw mit FrSulein Erna Rymaft gratuliert herzlichst Sigmand Holländer Zur Verlobung des Herrn Nachtim Löw mit Fräutem Erna Rymalt gAtulieren herzlichst und wünschen eine glückliche Zukunft Benzion Reinisch und Frau r vrdmmg, durch toelche tt itt einzelnen MmizipalstBSv»! - trotz der Wohnungsnot dis neuerliche Errichtung von öfstntlichen Häusern anordnet, ausrechterhalt. . j , . lieber diese seine Interpellation äußrct« sich iGießwein unter anderem: „In Raab wurden uuisL-., der Proletarierdiktatur sämtliche öffentlichen Häuser vow. ihren Bewohnern gesäubert und die fr?chew^öxmen^ -Wohnungen mehreren Fan litten zugewiesen. DerMimsts^ des/Innern hat nun an die genannte Stadtverwaltung^ einen Erlaß ergehen lassen, wonach er zur Eindämmrmz! der stark verbreiteten GeschlTchtskrankheitrrl LZ für außer-', ordentlich wünschenswert halte, daß die öffentliches. -Häuser wieder eröffnet werden. Infolge - diestr Brry^% ordnung müssen bk. in diesen Häustmr eiügemietelsn ständigen Familien abermals v b dach los werden^ nur^ damit die öffentlichen Häuser ihren affe» Betrisb wied^i,- anfnehmen können." *■ M . Die galizischen Juden und alle anderen /ftsmden- Juden wurden unter dem Vorwand der Wohnungsnot-- trotz ehrlichen, anständigen- Erwerbes in Baracken mter- -!niert und dann abgeschoben, aber für Bordelle gibtv!es Wohnungen genug, selbst wenn man anständitzs.Par-! ' \ ieien delogieren müßte. Man hat in Budapest..offerr«.- i bar Angst, daß die „Erwachenden Ungarn" und dir ge-.. ' s samte Gentry-Elique der Provinz revoltieren könnten'^ - wenn ihrem SchrÄ nach Fveud^nIöäufE niM, ylM.!,sprochLN würde. 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M « n k in Berawng über diesen Antrag eingetret^' Bevor eme Beraöschicdung dieses Antraaes erzielt werden kavH' muß eingchmdes statistisches Material beschafft werden, das fcsrtr dre Bersendurg eines FragrbsgrnS an alle jüdrsche» Gemeind« gcwouneu werden soll. , FrrK Sieineo ZestavSeA. Der ReqisiemnnN Direktvrstsllverweier der Neuen Wiener Buhne Dr. Fritz Han^ 'S r e i »er ist vorgestrr« M Alter vor SV Jahre« rrrschiedE GrhoL»«^heSm de« inraZverltand CoritasveebauÄss ßv. auf Schloß Wolfsberg. Molsstzerg. Der ... .. bei H ollen bürg a. d. Dvnav. ein DauererholmrgSheM sii«. Knadrn des MrttrlstaAdeS emgerichtet. Der Ausenkhalk wahrt-;wei Mosatr. Der Monatliche Kostendeitrag fofcagt K 300, An-- Meldungen m der Kanzler des CantaShaasts.Wren. lX.,W8hrinM« Artel 104, AbteilMa J«gmdjüffsrgr, jede« Mittwoch in der.. Zeck vo« 1V biß 12 uhr. . (Eclör Kart Sehweighofergasse). demnBohsi epfahroner univat’selles9 Kaufmann übernimmt im K©mmässionen u.V©rtpetsingeii aller dort in Betracht kommenden Artikel von nur seriösen firmen. Angebote und Mitteilungen unter „ORIENT 8591“ au die Administration dieses Blattes Teilt Zweifel bestehen kann. Er paßt ganz wundervoll in den Rahmen der HaseukrenAbHstvsbungcn urch hätte unser li«üor Herr J?rzaöe? Mdaillan zu vergeben, Schliepmaun bekäme eine. .',,! Wiedereinführung von Freudenhäusern m / Angaru Trotz bev großen Woh»««gAI»oL. Aus' Budo PL st wird uns gemeldet: In der Sitzung der NationoMrsaimusung vom 7. d. M. richtet« der Abgcordnele Prälat Alexander Gießwein an den Minister des Innern s-olgmide Anfrage: Im Namen der Sittlichleit. des Humanismus und der Freiheit de? Menschen richte ich -an den Herrn Minister des. $n>m'Ä hk r>i.ni.r.aae. ob er stjne P-?r^ ArberLeL m DrMfchlswd. 8Mt scher BufsteÜUK« des ÄröctLrffürssrgröLitS der jSdifchvl Organs, fationen Deutschlands drstndm sich m Deutschland zirka 3V.V 0 yoftjlld i s ch e F L L'ch t l i «ge, welche znm «roßen TeÄ" bereits Arbeit w Nordsrankreich, Belgim rmd Demschlcmd E. fmrde« Hab«: Vereitt bet Hörerschaft ver ZSV.isch«« Päd^ agogi«MS. Wer einen tüchtmrn Lchr>.L für Hebmisch, TanaT- und Talmud braucht, wende sich U., Obere Dsnausiraßr 91^,!. Stock. Mündlicher Parteirvverkehr täglich wrKer SamStäg vyF 4 Vis 8 Uhr abevds. ' * Freie Stellen ffe KeanLeupfiegeaeÄme« Apotheker. Im jüdischen Spital in K o n st a n t i n o ^.e klsind Stelle» Wh? »h« Krankenystegerinneu und eine -Oberschwester, sowie für einen jängeren Apotheker sofort z« besten. BorkenntmW der italienischen oder französischen Sprache benötigt. Gesuche sin« unter Angabe der Referenzen an die A e r z t e g r « p p e d e § Palästina-Amtes, Wien, L.> Banrrnmarkt schrifilrch zn richte». . H * Das entvLMe^te Kiew. «Fomnal Posten* daß die Stadt Kiew, die vor dem Knege eine Bevötterüug v« einer halben Million hatte, nur noch von 90.000 Mmsch« wohnt werde. . * Jüdische ArheitsVvrsorZAKgsftsüe irr Deutschs la«d. Dieser Tage hat in Mannheim «ne Beratung sämtlicher jüdischen Organisationen stattgesunden, um «rü Ar beiterversorgu nässt «Ile f ü r »stistdM s ch e Flüchtlinge zu schasien. Nach längerer DebaW wurde einstimmig beschlossen, in Mannheim eine jüdisch Arbeiter- und FlüchtlingsversprgungsstclleLN eröffnen, ^hrr Ahn habe wird sein, jüdische Arbeitslose im >s a a r g e b r e L «« beim Wiederaufbau in N o r d s r a n k r e i ch nnterrabringe». | RatnralSfterkms vo« Fremden ist England. Im Laufe des Monats Oktober erhielten in Enaland 136 Fremdi die Naturalisienmgspapiere. Darunter sind 14 Polen, 60 Rüssens während dre übrigen I n d s n sind.; » Ei» Zionist als türkischer RnterstaatSsekeetSZ Iiaak Ferrara, Redakteur der in Aonstawivopel scheinenden zionMchr« Zeitschrift a N a t i v n^ wurde, v die „jZiomsrische Korrespondenz^ mitteilt, zum llnte.^ ndenz" mitte»tt, zum ««11 tückischen Justizministerium ernanur staarssekretSr im * .Sm Oftjordanland n»d die britische Derrnattnng. Wie die arabische Zeitung ^MnktabaS* meldet, Hab«; die Bewohner des 'Adschlun snördlicher Teil des Ostjordanland^ zwischen Tiberias- und MeromseeV eine Abordnung »ach: Jerusalem an den Oherkommissär Sir Herbeck Samuel gesands mit der Bitt^ die Verwaltung dieses Gebietes zu ÄbernehmeM Bortrage mit Abendbrot. Dir Pariser Febens^' mrttelteuerung, unter der die französischen Schriftsteller besonl schwer zu leiden haben, bringt die nolleidmdm Anwren. Interesse der Gttigerung ihrer Einnahmen auf die seltsc Emiälle. So mehren sich, wie Herbes „Bictoire" zn beric wc»ß, die Anzeigen, i» Lene» die Autoren dm Subskribenten «neß. zu' erscheinenden Werkes die Uedcrmittlung eines Exemplars mit eigenhändiger Widmung versprechen. Andere wieder suchen dir Zugkraft der Vorlesung ihrer Werke dadurch zu erhöhen, daß sie sich zwecks Beranstaltunß von Massenspeisuttgen mit Nestamakeuren in Verbindung fttzech So gelang es küizlich einem bekannten Schriftsteller, seiner $hk klung einen vollen Saal durch folgende Einladung z« sichemis „Die Herrschaften, die den Wunsch hegen, im Klubrestaurant «fr den Veranstaltern der Vorlesung und dem Vortragenden Vereins zu speisen, werden gebeten, dem Direktor heS Klubs möglichst durch telephonische Muteiiung dis b Uhr nachmittags Nachrn» jUikommen zu lassen. Der PreiS des Couverts beträgt 18 FmncS.1 Es versteht sich, daß ^,n diesem Preis die ErntmMrrtr für M wit inbeariffen ist,