Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 636 (31.10.1920)
- Date
- 1920-10-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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9fr 636 Wien. Sonntag Vom Bürgermeister von Cork. Mr. Tererrce Mae Swiney, welcher jetzt nach dreinnds'ebzigtä"iiem Hungerstreik gestorben ist. wu-de am T8. Marz 1880 geboren, studierte im Klober der Chriftilichen Brüder von Cork, bezog dann die königlich» irländische Universität zu - Dublin und erlangte dort ein Diplom der Moralwissenschaften. Bei den allgemeinen Wahlen im Dezember 1910 wurde er als Sinnfeiner-' Kandidat von Mittel-Cork ins britische Parlament entsendet, nahm jedoch, ebenso wie die anderen Sinn-Ärer, welche damals gewählt wurden, an' den Verhandlungen des Parlaments nicht teil. V^m Jänner 1919 an nahm er an allen Tagungen des Dail Eireann (Parlament der irländischen Republikaner) teil. Zum Bürgermeister von Cor? wurde Mae Swiney im März 1920 an Stelle des ermordeten Thomas Mae Eurtain gewählt. Er hatte damals bereits mehrere Male im Gefängnis gesessen. so im Jänner und Mai 1916, im Februar und Oktober 1917, im März und September.1918, mehr-. «als drohte ihm Verhaftung. Es gelang ihm jedoch, sich ihr zu entziehen, indem er sich bei Freunden verbarg und ständig seine Wohnung wechselte. Bemerkt sei, daß Mac Swiney in den Jahren 1914 und 1915 eine Leitung herausgab, die jedoch unterdrückt wurde. : ‘ Interessante Einzelheiten enthält die halboffizielle Darstellung seines Ablebens, die Reuter verLreib-t. Es Heißt dort: Mr. Mac Swiney hatte den Hungerstreik üm 11. August 1920 begonnen. Er war als Leiter chiner revolutionären Organisation verhaftet - und für Delikte, die dem Hochverrat nahekommen, zu zwei Jahren Gefängnis ohne Zwangsarbeit verurteilt worden. Mae jVwiney, welcher die Fakten, deren er beschuldigt -war, -ingestanden hatte, genoß während der Haft alle Er- Heichterunzen politischer Verbrecher. In Erinnerung an Vie Enthaftungen der Suffragetten und Sinnseiner, welche die Nahrungsaufnahme verweigert hatten, hoffte Mac Swiney, durch einen Hungerstreik in Freiheit zu üpmmcn. Aber angesichts der erschwerenden Umstände ^egen Mae Swiney sah die Behörde seine Befreiung Aichtals einen Akt der Menschlichkeit an, da sie glaubte, Dadurch das Leben vieler Mitglieder der irischen Polizei ztu gefährden, von welcher mehr als 60 Mann getötet Hnd eine tvcit größere Zahl verwundet worden war und ^es durch die Organisation der sogenannten „Republikanischen Armee", bei welcher Mac Swiney den Rang üines Brigadegenerals innehatte. Wahrend der Zeit seines Hungerstreiks wurde Mac Swiney in einem großen Krankensaal gehalten und Aerzte und Kranke wachten Tag und Nacht an seinem Lager. Speisen waren ständig bereit für den Fall, als der Häftling bereit . ^re, Nahrung zu sich zu nehmen. Der Bürgermeister empfing vor einigen Wochen die iv£.j£)e{urtg, was zu lebhaften Erörterungen unter den . .r.hollken Anlaß gab; vielfach wurde der AnsichtAusdruck gegeben, Daß ein Selbstmörder keinen Anspruch auf die Tröstungen der R-ligion habe. Schon zur Zeit, als der Bürgermeister offenkundig nicht mehr sprechen ro»nte, wurde eine Botschaft, die ihm zugeschrieben wurde, von der Sinnfeiner-Organisation verbreitet in der Absicht, ihn mit der Märtyverglorie zu umgeben. ‘ Möglicherweise hätte ihm die Behörde n..chg;geben, wenn ihre Milde nicht eingedämmt worden wäre durch die Rücksicht auf die Witwen und Waisen nach den vielen Ermordeten aus der Epoche der politisch;» Morde iH Irland, an der der Bürgermeister einen großen $eil der Verantwortung trug. , Zurzeit befinden sich noch elf Sinnfemer, welche dtzK Mordes oder der Mitwissenschaft beschuldigt find, Gefängnis und stehen im Hungerstreik, um ihre Areilassung zu erzwingen. Die Senatsfrage in Polen. Don bestinformierter Seite wird den „Polnischen Klimmen" aus Warschau telegraphiert: In der heiß- ,<mstrittenen Senatsfrage scheint sich nunmehr doch ein Lkompromitz vorzubereiten, auf Grund dessen das Zweikammersystem in Polen eingesührt werden soll. Ter f^eniorenkonvent des Landtages beschloß nämlich in iner letzten Sitzung, den Artikel 36 des Verfassungs- Entwurfes noch einmal an den Ausschuß zurückzuleiten. Ker Ausschuß soll nach Durchführung einer neuerlichen Debatte die Bestimmungen über die -Zusammensetzung ujnb die Kompetenz des Senats im Sinne des zwischen den Parteien vereinbarten Kompromisses ändern. PZie verlautet, würde der Senat nach diesen Vereinbarungen ebenso wie der Landtag ans Wahlen hervor- Hetzen. Seine Kompetenz soll dem Wunsch der Linken Aemäß eine sehr eingeschränkte sein. Um den Bestand des Senats überhaupt zu retten, wird den Nationaldemokraten schließlich doch nichts anderes übrig bleiben d die Annahme eines solchen Vermittlungsvorschlages. Der Vertrag über Anatolien. .; London, 30. Oktober. (Funksprnch.) Der Vertrag zwischen Großbritannien, Frankreich und Italien bezüglich Anatoliens ist gestern veröffentlicht worden. Vr sieht für alle drei Staaten gleiche Rechte vor; die Reorganisation der öffentlichen Dienste wird internationalen Kommissionen anvertraut, der Betrieb der Bagdadbahn und der Bahn Mersina— Adgna wird von einem Konsortium bewirkt werden. Hessen Kapital von England, Frankreich und Italien Lergestellt werden wird. .Wiener Morgeirzeitrmg Inland. Christlichsozialü Minder!,eitsregiernng oder Beamtenkabinett? Von unserem Varlamenlsberichter^tatter. Der VerzwersiungSschrei, den der chriftlichsoziale Parteiobma-rrn K u n s ch (i Ü in seiner letzten Hernalser Wähler- VersammlungauSftieß, charakterisiert deutlich die fotzenjämmerliche Stimmung jenes Teiles der Christlichsozialen, der unter Führung desselben Kunschak und des Doktor Seipel die Koalition in Stücke schlug, um Neuwahlen zu erzwingen, von denen er - sich die Wiedereroberung Wiens versprach Dieser sogenannte Wiener christlichsoziale' Flüge! hat seine Mandatszahl von 11 auf 18 vermehrt, bildet aber unter den 79 beim ersten Ermittlungsverfahren als gewählt bezeichneten Christlichsozialen eine verschwindend kleine Minderheit, der es nur infolge der eminent demagogischen Begabung eines Kunschak und der Gerissenheit des Dr. Seipel gelingen konnte, die große Herde der rustikalen Abgeordneten zur unbedingten Gefolgschaft zu verhalten. Wohin jedoch diese Demagogie die christlichsoziale Partei und damit auch die Entwicklung der inuerpolitischen Dinge in diesem Staate geführt hat, zeigt deutlich die obenerwähnte Rede Kunschaks, die sich in endlosen Klagen darüber ergeht, daß die Ernährungssituation einfach trostlos, daß Mitte November kein Kochmehl mehr vorhanden und daß angesichts dieser düsteren Aussichten die Sozialdemokraten aus der Negierung davongelaufen seien. Herr/Kunschak spottet da unbewußt seiner selbst. Diese trostlosen Ernährungsverhältmsse waren schon zu jener Zeit vorauszusehen, als Kunschak in der Erwartung, seine Partei werde bei den Neuwahlen die absolute Mehrheit erlangen, die alte Koalition zertrümmerte. Hätten die Christlichsozialen die Mehrheit erlangt, so hätten sie unweigerlich auch allein die Regierungsbildung übernehmen müssen, sie haben nach der Macht gestrebt und ängstigen sich jetzt vor Verantwortung. . Herr Kunschak drohte schließlich auch, das wenig «genehme Geschäfts des Regier-rnS in Oesterreich der Reparationskommission überlassen zu wollen. Diese Möglichkeit wird kaum jemand schrecken, hält man sich die beiden anderen Alternativen vor Augen, von christlichsozialen Staatsmännern Muster Heinl, Haue iS und Konsorten regiert oder von einem Beamtenkabinett administriert zu werden. ES hat den Anschein, als ob nunmehr auch, die Christlichsozialen, nachdem sich die Sozialdemokraten um die Verantwortung gedrückt haben, sich ebenfalls geräuschlos aus der Regierung verflüchtigen wollten. Wozu also' das ganze Geschrei bei den Wahlen, wenn gerade die beiden Parteien, die alles, was an Mandaten erreichbar war, unter Vergewaltigung der kleinen Parteien mit HUfe des"raffiniert ausgeklügelten Wahlverfahrens zusammenrafftrn, jetzt auf einmal an der. Regiere rei keinen Gefallen mehr finden wollen, nach der sie — wenn das Wort Demokratie einen Sinn haben soll — mit allen Mitteln gestrebt hrben? Für die nächste Zeit ist also damit zu rechnen, daß eine Beamtenregierung, unter dem verschämten Namen eines Fachmänuerkabinetts, die Geschäfte fortführen wird. Die beginnende Woche wird mit Verhandlungen über die Kabinettsbildung ausgefüllt sein. Zunächst haben sich die Christlichsozialen an die Großdeutschen herangemacht, die trotz ihres - dicSwöchigen Beschlusses nicht abgeneigt scheinen, einem solchen Fachmänncrfobinett ihre Unterstützung angedcihen zu lassen, wenn sie beruhigende Zusicherungen in der westungarischen Frage erhalten und wenn der künftige Außenminister ein Anschlußfreund ist. -Personenfragen wurden in den bisherigen Verhandlungen noch nicht angeschnitten, doch hat ME mit zahlreichen höheren Beamten Fühlung gesucht und ihnen Portefeuilles angeboten, darunter mit hem Wiener Polizeipräsldenten Schober, von dem die Christlichsozialen erwarten, daß er als Kabinettschef ein Mann der starken Hand sein werde. Wie lange die Sozialdemokraten die Rolle der Oppositionspartei behagen wird, wich wesentlich davon abhängen» wie sich die Distge im. christlichsozialen Klub weiterentwickeln. Die Erkenntnis, daß Kunschak auf die Dauer nicht der Führer der stärksten Partei dieses Staates sein form, dürfte sich nach der Talentprobe, die sr mit der Koalitionssprengung samt allen ihren Folgen abgelegt hat. kaum lange aushalten lassen. Wird der Wiener Flügel der Christlichsozialen auf den seiner Kopfzahl und seinen politischen Verstand gebührenden Einfluß im Klub beschränkt, so wäre nach der Meinung von Leuten; die ab und zu einen Blick hinter die Kulissen tun, eine Situation geschaffen, die den Sozialdemokraten die letzte Ausrede bemmmt, mit der sie ihre Flucht vor der Verantwortlichkeit der zweitstärksten Partei des Hauses bemänteln. Man munkelt auch, daß etwa im Februar der Groll der sozialdemokratischen Führer verraucht sein und dann die alte Koalition, natürlich mit einem stärkeren christlichsozialen Einschlag, ihre Wiedergeburt feiern werde. Bis dahin wird man mit einem Beamtenkabinett foriwursteln, das von den Christlichsozialen, den Großdeutschen und der Bauernpartei gestützt und von den Sozialdemokraten kaum mit anderen Mitteln als den einer richtiggehenden parlamentarischen Opposition bekämpft werden wird. Austeilung der RestftimmenmsndutL. Wie wir erfahren, erhalten die Großdeutsche Volkspartei 7, die Sozialdemokratische Partei 4, die Christlichsoziale Partei 3 und die Deutsch i'sterrcichischc Bauernpartei, 1 der fünfzchn im zweiten Ermittlungsverfahren zu vergebe u' eu Sitze. Das endgültige Ergebnis der Aufteilung wird erst nach Einlaugen der noch ausständigen Wahlakt?!! v.rlautbart werden. $1. Ofclobet 1920 fet®* Der Brllnner Staettsvertrag. Wie wir erfahren, beabsichtigt die Regierung, M am 10. November dieses Jahres zusammentretende» Nationalrat als eine der ersten Regierungsvorlagen de» in Brünn am 7. Juni dieses Jahres gefertigten Staats^ Vertrag mit der tschccho-slowakischen Republik übe» Staatsbürgerschaft und Minderheitsschuh vorzulegem Der Präsident der Nationalversammlung hat beschlossen!' die in der letzten Sitzung des Hauptausschusses ang»! kündigte Natifikation des Staatsvertrages von Brünm erst nach dessen Genehmigung durch den Nationalrav vorzunehmen. Ottokar Czernm. Im „8 Uhr-Blatt" war vorgestern das/Gerücht Leotzzeichuet, Ottokar Czernin wolle sich der christlich soziales Parier anschließen. An die Wiedergabe dieser Meldung tvatz. der bissige Hinweis aus die Unbeständigkeit: des City-M^ geordneten geknüpft worden. Es ist' sicher nicht hübsch ferne!, Herrn Sreghart, daß er Czernurs Wahl rm „Neuen' Wieners Tagblatt" in (sicherlich gutbezahlten) Inseraten empfohlen und ihn nun im „8 Uhr-Blatt" anfttzen läßt. .' Was Herrn Czernin anlangt,» so wird er ja -zu Ce* weisen haben, wie er es mit der Freiheitlich keit hält. Daß er in einem Schreiben'an die chriftlichsoziale Parier ersuch^ hat, von ihr Ln den Ausschuß für AeußereL enffettbst zw. ' iveröen, ist eine Folge der verfluchten ParteiLechnik, die unsere politisches Leben vergiftet. Dieses Ansuchen ist übrigens/' wie wir hören, von den Christlichsozialen ab gelehn t worben^.' denen wahrscheinlich an Herrn Czernin nichts gelegen ist. Daß! aber gerade Sieghart sich aufregt, der ja mit den Christlich»: sozialen sehr intim ist, finden wir heiter. Darf denn nur! ein getaufter Jude ber Kunschak und Mataja antichambrieren/. Vertagung der ostrreeLchisch - tschecho slowakischen ZuÄerverhanL lungert.;- Prag, 80. Oktobrr. Die öuerreichüch'tschechischen Zuä<r». Verhandlungen in Prag wurden heute d,§ zum 15. No-« vember vertagt. Dcr Leiter der österreichischen Zuckcrsiellel SektionSrat Dr. S a u e r, hat zwar mit dcr tichicho-slowMche» ZuckerauSiuhr-Gesellsctiaft tmn Schlußbrres endgültig vrriüiLsukj doch ist der tsckecho-slowaklsche Handrlsmncker Dr. Hotovea nicht in dcr Lage, eme iowrvgr Ent'cheidrmg zu vrsieu. De» rschecho-stowakliche HandetZmin.ster hat aber dem österrcichische^ GkichLstslräger Dr. Marek gegenüber die anLdrückilche Ec«tz ktälung abgegeben, daß er die im Schln: bruf vorgesehene Zuckers menge von 22.',0 Waggons zum Prcrse von LS pevi Kilogramm für Oesterreich reservieren wird. , ' Erhöhung der Gnadeugabs«, Durch einen Erlaß des Staatsamtes für Firtanzerrj" wurden die Gnadengaben j.ür Witwen und! Waisen nach ZivilstaatsbediensteLen und MMäv^ Personen rückwirkend vom 1. Juli 1920 um hnndersH Prozent erhöht. Ueberdies wurde den B^ttreffen-) den e'.ne Teuerungszulaze zuerkannt, die kür die inL Wien Ansässi.qen 1008 Kronen, beziehungsweise 804i Kronen jährlich, für die zweite Ortsklasse 600 £rs:!C.u1 betra'.eu wird. 1_ : , - Telegramme. Die Genfer Konferenz. ' London, 30. Oktober. (Funkspruch.) Amtlich wird.! dementiert, baß der englische Premiermmister Lloydl George als Vertreter Englands an der Gensse KvnferenAi des Völkerbundes teilnehmen werde, und baß er den Vorschlag gemacht habe, auch, die übrigen Mtnisterpräsibente^! sollten als Vertreter ihrer Regierungen nach enlftnbep! werden. Der Friede von Riga. Warschau, 29. Oktober. Der Minister des i\' Sapeeha richtete an Tschitscherm in Moskau und in Charkow nachstehendes Telegramm: Der polnische LaudtaK ralrslzierte einstimmig den Friedensu::d WLffenstillstäudsvertrag. Unser Delegierter, der Ueberbringcr der NatiftfotionS-! urkunde», wrrd am 1. November in Libau emtrrsfeu. Mr;! schlagen den Austausch der Urkunden für den 2. Nvv-mver fcferjj. Ms Abstimmung in WikrsL. Warschau, 30. Oktober. In der'gestrigen Sitz:-!:.-; H'ß Landtagsausschusses für auswärtige Angelegeuheiter; erklärte Minister des Aeußern Fürst Sa P ie h a, die Negierung nehme den Vorschlag des VölkerbundrateS, betreffend eine Volksabstimmung in der Wilnaer Fraget unter folgenden Bedingungen an: 1. Bei der Ab*' stiinmung werde man sich nur für Polen oder für Litauen zu entscheiden haben. 2. Die Volksabstimmung werde möglichst rasch und in einfacher Weise öurchgeführt werden. 3. Die polnische Regierung werde nicht die Aufgabe übernehmen, die Truppen Zieligowskis aus den von, ihnen, besetzten Gebieten zu entfernen.! ' Die Parteien der Rechten sprechen sich gegen den - Gedanken einer föderativen Verbindung Wilnas mit Polen ans, erklärten sich jedoch mit derVolksabstimvtuug , einverstanden. Tie Vertreter der Linken wünschten die Schefffung eines litauischen Staates mit drei Kantonen und dessen bundesstaatlichen Zusammenschüiß mit Polen. > Ter Ausschuß nahm eine im Sinne der Ausführungen des Ministers des Aeußern gehaltene Entschließung, an. die dem Landtag in der am 4. November stattfinden-