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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-29 · Heft 634 (29.10.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 634 (29.10.1920)
Date
1920-10-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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VE? Men, FreNag die in dem Geistesadel wurzelt, der in bestän- Pifler Verjüngung aus dem Volke selbst emporwächst und tewft den We Herr sturm des Klasfenkampfes Überdauern wird. Die hohen Schulen müssen ihre ßkore jedwedem Tüchtigen öffnen. Der heutige Zustand Kann nur als Drosselung der Wissenschaft bezeichnet Werden, das Hochschulelend ist die Not des deutschen Geistes. Die UeLelstände find aber in ihrer Gänze »icht dem Krieg zu Lasten zu schreiben. Schon seit fahren wurde an den Hochschuten die Knappheit staatlicher Dotierung empfunden. Die Not zwingt aber, auch zum Selbstschutz. Es ist zu begrüßen, wenn Ungehörige fremder Völker als Gäste unserer hohen Schulen die Früchte deutscher Forschung und Lehre Mitgenießen, nur darf ein solches Gastrecht niemals zur Beherrschung oder Verdrängung der Hetmaijugend führen. Besonders unerfreulich ist der Masfenzuzug sns dem Osten. Diese Flut bedroht die volksbewußts Heimatjngend und drängt sie zur Abwehr. D'.e Ueüerflutung unserer Hochschulen mit Fremden aus dem Osten vergisst aber auch die Atmosphäre dieser Bildungsstätten mit jenem Umsturzgeist, der, ohne aufzubauen, nur vernichtet. Die Gefahr ist groß, baß im berechüglen Streben nach Popularisierung der hohen Schulen die Eigenart, des akademischen Wesens, die sich im großen und ganzen wohl bewährt hat, untertzraben wird. Wenn die Hochschulen zu Fachanstalten für dis Erwerbung von Staatsanstellungen, zu BerleihungLstätd-.m für akademische Titel herabgewürdigt Verden sollen und wenn nur« auch an geistiges Kapital vnd an die Privilegien des GcisteSadels den Hobel populärer Gleichmacherei an setzen will, dann sind die hohen Schulen — „reaktionär". Ein solcher Borwurf Wird aber mit Ruhe und Stolz zu tragen sein!"! Also sprach Ostermaher, und ,Heilk Hcilijo!" höhnte seine wackere Tat. Die Wiener Jüdischere Kinderfrennde. Wie ihr KiaderhilfsroerL entstand. — Fünf Heim» jtättcft mit 753 SchützUngen. — Die leibliche und geistige Fürsorge. — Der Verein in Notlage. * Vor mehr als JahresfrP begann eilte kleine Schar be» pehkrter junger Juden und Jüdinnen, die ärmsten Wiener jüdischen Elends kinder um sich zu sammeln. Sre gründeten Ken Vereär Jüdische Kinder freunde und gingen zunächst ohr^e Mittel und ohne die nötigen UnLerkunftsraume daran, sich Ihrer Schützlinge anzunehmen. Unter den Kindern, welche tr* btt rituellen amerikanischen Ztrnberaussvrisnng tu der W i lhelms La ferne im Prater ihr Mittagessen erhalten, fanden jie das erste Material für ihre liebevolle Tätigkeit. 'Sie spreiten «rit dieser Kinderschar, die sonst der Gasse preisgegeben ge-, wesen wäre, auf den Wiesen des Donauusers, ließen sre'Lrztttch beaufsichtigen, sorgten nach Kräften, für ihr leibliches und geistiges Wohl nnd — was das wichtigste war — sie kernten durch das Zusammensein mir diesen jüdischer! Kindern praktisch die Fülle der zu lösenden Aufgabe kennen.! Bedeutende jüdische Männer, wir Oöerrabbiner Dpüor Lhases und Dozent Dr. Kornfeld, stellten sich an die Spitze des Kuratoriums mü> heute unterhält der Verein bereits fünf. K inderheimstä t tcn, tie sich im 2., 9., 10. und 17. Bezirk befinden nnd eure Gesamtfrequenz von ,753 Kindern ausweisen. Sämtliche Kinder werderr gelegentlich der Aufnahme ärztlich untersucht, gemessen und gewogen, und drerc Taten werden, verbucht. Jedes Kind erhalt täglich eine Mahlzeit von der rituellen Küche der amerikanischer! Kiuderai.'ssakLion und der „I o i n t" beliefere alle Heimstätten mit Milch, so daß jedes Kind täglich einen Viertelliter Milch mit Brot erhalten kann. Für' Zubuhen an Schokolade, Obst und Gebäck wird nach Kräften gesorgt. Besonders ErholunzZbcdürftigr, 318 an der Zahl, wurden inS Ausland gebracht und 426 Kinder mit Schuhen, Wäsche und Kleibern betritt. - Der Tätigkeitsbericht der Jüdischen Kinder freunde' dem wir diese Taten entnehmen, gibt aber auch erfreuliche Auskunft über dir geistige Für sorge, welchen diesen Kin- Hern zuteil wird. Voran steht der he brätsche Unterricht, der teils systematisch. teils bei Spiel und Gesang erfolgt, ohne jeden Zwang und, wie sich erweist, zur großen Freude der Künder, weil die Lehrer mit Liebe und Hingebung bet der Sache sind. Die besten Resultate für den Fortschritt der Linder werden durch die ihnen gebotene Nachhilfe in den S chulgegenstän den erzrelt imd, was in den Hand fertigkeitskurjeu tm Flechten, Falzen, Ausschneiden, Bauen, Zeichnen und rn iveiblicherr Handarbeiten geleistet rourde, soll demnächst eine Ausstellung erweisen. Bedauerlich ist, daß üre öer den Behörden so oft anyeforderten und urgierten Spielplätze den jüdischen kkrndrrfreunden noch immer nicht zur Verfügung stehen. Umso häufiger werden Ausflüge unterirommen und die Heunstättenleiter begnügen sich mit tunlichst geeigneten Plätzen in der Nähe der einzelnen Heimstätten. Natürlich lassen es sich die jüdifch.n Krndersreunde nicht nehmen, ihren Schntz'.inge?, die jüdischen Festtage zu bereiten. Ehanüko, Purtm, Lag« beomer und Sukloth werden feierlich begangen, und erst jüngst waren 600 arme jüdische Kinder im Großen MusikvereirrSsaal zu einer erhebenden Feier vereint und wurden auch reichlich bewirtet. Sin ScunnrÄtag, der vor Jahresfrist abgehalten wurde, vnb einzelne größere Spende«, die insbesondere den Herren. Dr. Chajes und Dr. Kornfeld zu danken sind, haben die bisherige Entwicklung diestS Berüus ermöglicht. der taisäcchlich für das jüdische Vollsivotzl und die jüdische Jugenderziehung vou größter Bed eutung ist. W;-:t dte Iaht der Schützlinge steht noch in keinem VerhälmiS zu der leider sehe großen Anzahl jüdischer Esrnddkürdrr, deren sich d?e i. Jüdisthstt Ki.-rc-rrireN'^.' ann.ck.men mächie.r. ui;l rn. der , föic»et Mvrgr»zett««s Mittcilnllgcil aus dem Publikum. Mb.LLM'M.?vr-l«v,0olS,SNdvr,V;aNvu. vdrs» ieLLttn»avvrte»ar<k 77« Botentarmttr. 23, HartahUfontr. 98 ■' ..Erst*? ndntet R&qIb* ln Wien (Bi > ...u Brill*, Pari., Juwel..««. Juwelier Rabinowiisch I», MaximilianstraeuiQ 8 Telephon 8941 b vif-A-vi« dar Oper, KlmtnerstraMa 3tS3 Ili| Stephantestpasae 3t nur Sr. S, tm eigenen Bans» Tolophoa 45149. Freitag von 4 Uhr nachm, bi« Montag frtlh geschlossen BRILLANTEN, Perlen, Platin. Uhren, Gold, -ja Silber und Juwelen (auch versetzt) kauft ÄT g Juwelier FORST H,Htn»!m 1^^ Samstag gasahfossen «8<0 Telephon 20787 Parterre, TBr IS Feine Herrengarderoben bei« Schneidermeister Rudolf Gold«teln, Wien, II., Taborsirasse 54 Oegi findet I3<56 781 Orosses Xager feiner Stoffe Telephon 45629 letzten Zeit war der Mangel an ständigen Einkünften arg fühlbar. Wir halten es für zweckdienlich, auS dem Lätigwitsbericht folgenden Satz wörtlich zu übernehmen: „Es ist beschämend, daß wir uns in den Ausgaben für die elementarsten Bedürfnisse unserer Heinrstätterr Beschränkungen auferlegen müssen und unsere Kleinen durch den» großen Mangel arr Spielzeug, Büchern und Material für den Handsertigkeitsrmterricht verkürzt werden." Wir hoffen, daß dieser Notruf genügen wird, um dre ' jüdische Oeffentlichkeit zu bewegen, den Jüdischen Kinderfreunden (Sekretariat: 2. Bezirk, Obere Donaustraße 91) die nötigen Mittel bereitzustellen. Es wäre vor allem wünschenswert, daß jedtt Jude und jede Jüdin, Lenen eS nur irgendwie ihre Bermögensverhältnisse gestatten, dem Verein als Mitglieder Leitreten. Auch die freiwillige Helferschaft ist viel zu klein und insbesondere die werktätige Beteiligung jüd ischer Frauen und Mädchen dnngend erwünscht.! _ Erhöhung der Wein- und Speisspreise vom 1. November. In der gestern stattgefundenkn Vollversammlung der Gastwirte-? enosiemchasr teilte Voistehrr H o! z m a n n mit, daß die Gchilsm an den Gcnvssenschastsausschuß mit nmetlichm Forderungen nach Erhöhung der Lohne herangetreten such. Der AuSfchnß wird rm Lause der nächsten Woche m diesen Forderungen Stellung nehmen uUd süne Anträge emrr Vollversammlung Mlerbreürn. Unter Himmrs am die im Laufe dieses Jahres zu leistenden höheren Ekwerbsteuern, die neue Mieizinsaufwarchstmer, die Konzcsstonß- und FLrforgLsteuer ertlarte der Vorsteher, daß mit, 1. November eine Stciaenmg der Wem- und Speisepreise m den Gau Häusern Wims unvei mcidl ch sei. Es bleibe jedem ennelneu Betrübe überlassen, im Verhältn'.sse m den neuen drückenden St unn die Preisstr'gerung zu bestmmien. Die armen Wirie sind wirklich.zu bedauern. Obwohl sie alle dick verdiene» und reich werden, überwälzen sie jede Abgabe, die ste treffen soll, ani dm Konsumenten und in erster Ncrhr auf de» schon inimmen Mrtlelst.md Die eiste Errungenschaft deS chnstlich'ezialen WablneaeS bat sich e »gestellt: die Wiener Gastwirte eskümpliercn ihre W.rhlhlie für d e Christ! ch'oz^alen. <£\m eNgUsche KrisflsqerichtsverhanÄlnng in Wie«. Im Gebäude der. M«ar:nsfek!rolr fand gestern Dor cluein bri ischen Kriegsgericht unter dem Vorsitz deS Obe st öutna lts der Gü dstriam Gua.-HZ, H. Coo ke. die Verhandlung geg.nr den bri'ischen Korroral Gibb i n s sta'.t. GibbinZ ist angelegt, am 5. d. M. auf der Fahrt von Wien nach Klagenfurt als Teilnehmer an einem T anSpürtzug der ' Enien^militärmission zwifck.err St. Pölten'und Amstetten aus einem Revolver geschossmr und dadurch den österreichischen Postbed'euste.en A>ols Breyer, der in dem Postwagen eines in entgegengesehier Richtung vorLeifahvenden Zuges beschafigt lua*, getroffen und verletzt zu haben. Der Angeklagte würbe von dem Wiener Rech Mnwalt Dr. Josef G r i e z - N o n s e verteidigt. In Vertretung drs Staatsamtes für Aeußeres, juridisch^ Abteilung, tvohnte Generalkonsul Egon Hein der Verhandlung bei. Die Verhandlung wurde vorniittags begonncn und dauerte bis in die Abendstunden. Bisher wurden vier Zeugen vernommen und das formelle Verfahren abgeschlossen. Nach den Bestimmungen des britischen i.uiuärstrnfg'.sehes wird das Urteil später bcl» n:. öen wertzLN. . der Echnorrer. In einem Berichte über die amerikanische Hilfstätigleit zugunsten der ungarischen kranken Kinder läßt sich „Az Est" gegen Oesterreich folFerrdermaß^t aus: Das Ausland und ganz besonders Amerika hat sich in unschätzbarer We's: uns gegenüber freigebig gezeigt. Ate ° --,es r* T1 den Ausch'in. als ob die Opferbsr^itschaft des Ans langes und v«hö\wm ött Amerikaner in jüngster Zeit im Adn-, l>iucu ben.rft-s.-r f i. Es sind verschiedenr Cesnhii.oan'te. von wAchru die Führer d-'r ausländischen Missionen und die privatz-'n F>h!lanlhropcn beeinflußt ro.'rden. Am NN7'-Nund trauriaften iedoch 29 Oktober 1920 - Rr. 634 macht sich, jene hä ßliche Konkurrenz gellend, welche in Wien gegen uns geübt wird. Der Weg der auswärtigen Delegationen führt jetzt noch immer Dber Wien zu uns. Dort aber -bieten maßgebende und unmaßgebende Kreise alles auf. um uns als ein der Hilfe nicht bedürftiges und der Hilfe unwürdiges Volk erscheinen zu lassen. Diese ihre Minierarbeit bleibt leider auch nicht ganz ohne Erfolg. Der beste Beweis yiesür ist, daß die American Relief Wminfstvation in Wien auch heut« noch täglich an 300.000 Kinder ^cittagmahl verabreicht, während sie bei uns dis Verabreichung von Mittagmahlen schon gänzlich eingestellt hat. Die maßgebenden^ ungarischen Kveift müßten im Namen der vielen tausende hungernder und notleidenh«r un^arischrr Kinder alles aufbieten, um dieser gegen uns gerichtelrn Arbeit ein Gegengewicht zu bieten. „Az Est", der sich schon beim Auftreten des christlichen Kurses fregoliartig der neuen Richtung in di« Armee warf und seine säm tlichen jüdischen Mitarbeiter zur Annahme des Christentums gezwungen hatte, tut so, als ob er nicht wüßte, daß die ausländische Hilfstätigkeit in Ungarn hauptsächlich deshalb nachgelassen hat, weil die für diese Hilfstätigkeit aufgebrachten Gelder — dies trifft ganz besonders für Amerika zu — von Juden gespendet wurden nnd daß kein Amerikaner, ob' Jude oder Christ, die Geneigtheit hat, einem Lande oder einer Stadt Hilfe zu bringen, in welchen selbst die Hilfeleistung vor dem Judenhaß nicht Halt macht. Esi ist im Auslände heute schon bekannt, daß die die auswärtigen , Hilfsgelder verwaltenden ungarischen Kommissionen die notleidenden Juden und auch die jüdischen Kinder von der Hilfeleistung ausschließe». Baustritte für das Dritte jüdische Reich. Do« de» 60V Bausrrinen, welche dir Zentrale des Jüdischen NaiionalfondS bis IahreSende auszubringen beabsichtigt, sind bisder zirka 80 Danfirme bereits in mehr oder weniger verbindlicher! Form dem Jüdischen Nationalfonds -»gesagt worden. Definitiv' gezeichnet-sind biS zum heutigen Tage 4t Bausteine zu jr K 20.000, dirvvn sind bereits vollgezähtt 14 Bausteine' mit InS». gesamt K 280.0i,0. ■ Neve Vanstemzeichmmgen liefen ei»: Für dm 42. B a nw; stein dmch die Zionistische Bezirkssektio«, . X/Xl, für de» 43. v a u st e i n durch Hern» Benjamin D o l Brzirksscktion H), für den 44. Baustein durch bettj NradrmischenBereinjLdischerMediriuer,! Wien, IX. \ Der Alademffche Bercm jüdischer Mediziner dnpflichtete sichj ferner zur Ausbringung weiterer zwei Bausteine. 1 Das SmLrrL des PalLstittL»GrüttdungsfondS? ÄngestchiS der einen immer geößeren Umiang anv-hmende» Arbeit für dm K e r e n H a j e s s o d, der bekanntlich die Hoho von 25 Millionen Pfund erreichen soll, dürtte es angebracht sein,, auf einige der bereits bestehenden Grundlagen dieses Fonds hinzuwsüen, die auf der. Londoner Jahrrskonferenz einstimmige Anuahme gefunden haben. Es hat sich heransgestelll, daß über die Einzelheiten, selbst soweit sie bereits feststehen, vielfach Zwtrfrl herrsche». Es sei daher darauf hingewiesen. Laß vor der eudgülirgeu Nedigierung des StakMS das folgend^ unter alle» Umständen ieststeht: ES wird über jeden Beitrag zum, Kerrn Hajesiod (Grund'ondS) ei« Zertifikat ausgestellt.! Die Ausgaben gliedern sich m folgender Veisr: Mindrstcns 30*/» der Eingänge werden dem Nationalfonds zugeführt werden. Bon dem Nest darf höchstens ein Drittel für dringende laufende Aufgaben der EmwandertrsÜisorge, der sozialen Fürsorge, des BildungSwesrnS und ähnliche offemliche Zwecke verwendet werden, wahrend mindestens zwei Drittel für baue r n d e nationale Anlagen und wirt schaftlicheBetriebe zu verwenden sind. Die Inhaber der Zrrtisikwe werden an der V e r w a l t u n g des Fonds und an den Ertrag «essen der aus dem Fonds geschaffenen wirtschaftlichen Betriebe d e t e 11 i g t. Die Einzelheiten hierüber stellt die Exefulive fest. Bei der Schwirrigkeil der Materie war zn erwarten, daß die endgültige Feststellung deS Swtu'.S einige Zeit erfordern würde. Auch die Bildung der Kontrollinfianze» wird mit ganz besonderer Sorgfalt dmch-- grsührt.. ___ Der Emigrantenstiom nach Amerika. Der New - Uorker Korrespondent des ^Moment* schrerbt: Drr Emigrantenstrvm auS Len verschiedenen rnropciffche.r Ländern nach Amerika wird immer größer. Täglich kommen Schiffe mir Einwanderern. Manche von ihnen müssen einige Tage m Ell,s Island oder auf den anpekommene» Schiffen warten; daS ist daraus zu erklären, daß es!ür die Einwande-- rungSbeamtrn fast nnmöglrch ist, alle Ankommenden auf einmal zu kontrollieren und die äiztlicke Nnteliuchung und andere Fo'maliiätm vornehmen zu. lassen, denen sich jeder Einwanderer unterziehen muß, bevor er ms Land eingelassen wird Als Illustration, wie stark der Zustrom der Einwanderer ,st, dient der B richt drS Ncw-Uorkcr EmwanderungSamieS, welchrr iocben verosstnil'cht wurde. Danach sind im Monat I u n r 192'' etwa 70.000 E »Wanderer in den Beremlsten Staareu angekommen, das ist um 100°/» mehr als im Juni 1919. Diese Zahl ist größer alS die Zahl iu jedem einzelnen Monat fett Juni 1911. Dcr g, ößie Teil der Einwanderer sind Jude«. Aus dcm B: licht ist auch zu rrs.hen, daß vom 1. Juli 1919 bis 8o. Juni 1920 COt .000 Einmal derer in die Bereinipten Eraat-n fikkommm sind; ihn Za bl dürste, wie man annimmt, bis Ende 1920 auf 1 Million stupen. Edc>r.ikie>istisch ist übtigcns. Lau in dcm Beiichtejahr 1919yi;0 4üO,(jco P^jonen naA E u r o p a a n S g e w a n d e r t sind-

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