Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 633 (28.10.1920)
- Date
- 1920-10-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Crfte 4 .Dien, Doimeislaz Wiener Morgenzeitnnz 28 Oktober lSM . Nr. 633 JHtafHetfcBett wrrtschaftlich eine Dagaburivenexrstenz barstelle» font TS würde weiter erreicht, daß daS Zusammenkommen fcm Liebhaber und Künstler inniger würde. Heute ist es oft so, baß der Händler den Namen des Käufers verweigert. Der Künstler hat aber ein Recht, zu wissen, wo sich fein Werk befindet. Er gibt immer er» Stück seiner selbst und pst unter Schmerzen.' Ausgabe der wirtschaftlichen Verbände der Künstler wäre -H nun, für den Gedanken der Vermietung von Kunstwerke^ Me zweckmäßigste Form eines solchen Vertrages zu finden. Die Irrfahrten des russische« Goldschatzes. Fm Pariser „SenrpS“ bespricht A. de Guillerville eine soeben erschienene Arbeit des seinerzeitigen zaristischen Vize-FinanKllÜMstLrs Nowitzki über die Irrfahrten des russischen Goldschatzes. Vor dem Weltkrieg besaß daS karserkche Rußland den größten Goldvorrat der Welt, der mit 160 Millionen Pfund Sterlürg bewertet war. Um den Zinsrn» dtenft zu sichern, sandte der Fincrnzminister zu Beginn des Krieges ungefähr zehn Millionen Pfund nach England. Dieses Gold gelangte nicht in vollem Umfange an seinen Bestimmungsort, da mehrere Schiffe, welche den Schatz nach England bringen sollten, von den Deutschen torpediert wurden. Ran kam daher von diesem gefährlichen Transportweg ab und bÄnrnte sich der transsibirischen Bahn. In Wladiwostok übernahmen japanische Kreuzer die Gold Ladung, beförderten sie nach Vancouvsr, von wo sie nach den Stet.» einigten <Bia<xten und nach England gelangte. Nowitzki schätzt den Wert dieser Goldausfuhren auf 68 Millionen Pfund Sterling. Noch knapp vor AuSbruch der Revolution wurde eine halbe Million Pfmtd an die Staatsbank von Stockholm abgefendet. Die Bolschewiken fanden demnach ungefähr 100 Millionen Pfund Sterling tu Gold vor. Im Sinne des 0frie&en§ von Bresi»L.itowsr hackten sie an Deutschland 880 Millionen Rudel in Gold und eint Zweite Summe im jetten Wert als Kriegsentschädigung zu beZahlen. Deutschland wurde nach den WaffonftillstandSbestimmungen von stompiegne verpflichtet» dieses russische Gold an Frankreich -uszuttefern. Drr Schatz der Bolschewiken wurde erst in Detrögrvd, dann in Moskau, ein Teil in Samara und später tü Kasan voavahrr. Ms sich Admiral Koltschak dieser Stadt bemächtigte, hatten die Bolsü^wiken keine Zeit, ihr Gold m Sicherheit zu bringen. Der Sldmiral fand 300.000 Pfund Woid im Werte von 68 Millionen Pfund Sterling vor. Diese Milliarden brachte Koltschak kt einem gepanzerten Schiff nach Samara» von da nach Ufa und nach tausenderlei Hindernissen pnd Widerwärtigkeiten gelangte die teure Last nach Omsk. Jur Beschaffung von Waffen und Munition. überwies, Kotffchack einem englisch-amettlanischen Konsortium 14.0lX) Pud Bold nach Hongkong via Wladiwostok. 2000 Pud dieses Goldes fst mrteowegs verschwunden. Bon diesem Moment an schwindet her Schatz in beschlemrigtem Tempo. Als Koltschak gezwungen V«. Omsk zu. raumen, besaß er nicht mehr als 44 Millionen Pfund Sterling. Der Eisenbahnzug mit den Mlliarden hatte Feuer gefangen und die Begleitnrannschaft nahm die gute Gelegenheit wahr, um zu plündern. Es hieß damals, sich schleunigst aus dem Staube zu machen, denn die Bolschewiken folgten ihnen auf drn Fersen. Die Tschechen verweigerten Koltschak jede Hilfe, sie bemächtigten sich des „Goldzuges" rrnd der Admiral wurde von den Tschechen den Bolschewiken «rSgeliefert und ermordet. Die Volkskommissare mußten die Ptündeverförmlich mit Maschinengewehren Niederhalten, bis sie schließlich in den Besitz einiger Uobevreste des Koltschak. jchsn Schatzes gslangen konnten. Die Herren von Moskau jochndsn noch immer nach dem versteckten Golde, welches immerhin noch 500 Millionen Rubel beträgt, ohne jedoch nennenswerte Erfolge zu erteilen. Nowitzki behauptetdie Volkskommissare seien heute nur von einer Idee besessen, einerseits die sibirischen. Goldminen bis auf das letzte Stäubchen. auszuveuten und andererseits aller wertvollen Gold» nnd Edelsteingegenstände habhaft zu werden, um sie nach Schweden und England in Sicherheit zu bringen. NichLöehobsne PoftfendttngeLk, / Nach einer Mitteilung des Bolksvcrdandrs der Juden für i.; Slowake: erliegen bei d'mselbcn mehrere . Postsendungen, die wegen Abte>fe der Adtessmeu nicht behoben werden konnten. ' ' ' Wir velvssenüicken daber mckstehwd. eine Liste der nicht- Srhobeveu Srudrmgen samt den N.nneu d>.r Adtrssalcn,. die im Falle ihrer Anwesenheit in Vien sich bei drr Deteqanon des t8btfd>eti Rat ovalrateß füt Ostgalitzien, ll., P r a 1 e rr o ß e 9/5, melden mögen, wo sie riaeb oehöriger Legilimirrung eure Bestätigung erhalten werden, auf Grund deren ste ihre Postsendungen beheben weiden können. Die Auswärtswohrrendm mögen uns ihre Adressen ver P o ft rinsenden. 8 rst e der ,m Bolksverbond der Juden sür die Slowakei, Bratislava. Tunieigasse 3b, eütepenben Post: Aron Sovel, Aufgnbepostomt B'atissava. K 190 er» siege« aus Gabolrow. Io'ef A u s ü b e l, 6eseL vsnka Union, Prag, übet wieS K 4000 aus Strashaus JÜava. Tob'.as Tannenbauw. Konsulat der Vereinigten Eraoteu von Nmeiika m Prag, teilt mit. daß Ein eisebkwill'.purig nach Amerika emgelanot ist. G. Händler. Ausgckerin Anna P:rlberacr, Wien, XX.. Klosle'nruburgrrstraße 71. M. K, dessen Schwester Anna ans Lod;. Kistenbau irr Abraham, Brief von Fanny Kistrndauin. Drobobycz Bieder. Bit f von Neuwir! m Megcs, Post H^nnovce, Zupa Saris On^s Lang. Brwi von drssin Dater Is-ael Lang. Molzc'tM.i. Noch I g e l, Brref von Lite Bl. Mostczyska. Salvmon W c , ß m a n y. Brief aus Köln, as E p st e i v. Buer von Rasa Epstein, Tarnow. Mose) w l n, Brref von Tctta Lrrorn. Lubttn. Moses W i l l e r, Briet von Meer Wtller, Lemberg. Heisch S o k f e x, Brief von Lrja Soffer, Rozwadow. _ Mittcilunstn ans dem Publikum. * 1k Vermählungsatueige Sonntag den 31. Oktober 1920, >/,4 Dhr nachmittags, findet Im Neudegger-Terapel, VIII., Neudeggergasse, die Trauung der Frau Malvine Tauber aus Pressburg mit dem Grossindustriellen Herrn Carl Schärf, Wien statt. Nach der Trauung Gratulation im grossen Saale des Lehrerhausvereines, VIII., Langegässe Nr. 22 Telegrammadresse: Scharf, Wien, XIII.,' Anton Langergassc 68 Wien, im Oktober 1920 Statt Karten Rosa Streifer Adolf Sftssmann empfehlen sich als Verlobte Wien, im Oktober 1920 ssö ROLLANTEN, Perlen, Gold, Silber, Platin u. Uhren kauft und verkauft 77* ETTER Rotenturmatr. 23, Harlafcilfetatr. 98 ROLLANTEN, Perlen, Platin. Uhren, Gold, Silber und Juwelen (auch versetzt) kauft Juwelier FORST iMiwtae Samstag se8Chlot*en J34d Teleptoß 20737 Pirts.’-rt, Tür (9 —iihhii’iljihii , ji Krater vrOaater K&ufer lu Wien fttr ■ i n n ■■ ■■ Brill*, Perl., Juwel, eto. Juwelier Rabinowitsch 1., Silnximtiaanstrasse 5 Telephon 8541 vip-Ä-vio der Oper, KttrotaerstrassQ "f53 10., Stephanieetraase 3, nur Hr. 3, lm eigenen Hansa Xalephon 43146. Freitag von 4 Uhr nachm, bis Montag fifih geschlossen Feine Herrengarderoben ÄTÄliSÄ beim Schneidermeister K’iöolf Gotdoteln, Wien, II., Taborstraes^ 54 Oegi findet 1666 731 Grosses Lager feiner Stoffe Telephon 45629 HetrepMtiijrißil ensstof[e, narb lllless imigsl JUL SCHI CK & 0o, 0.m.b.H., I.Kohlmarkt3, Msrnnln Tel. 10x96 dritten Jahrganges an bet philosophischen Fakultät bst Budapestör Universität ist. Fräulein Ilona HegedüS ist ein hübsches brünettes Mädchen mit schwarzen lockigen haaren und da ist es kein Wunder, baß sie ber der Inskription einem besonders strengen Liechtsertigungsversyhren unterzogen, aber schließlich als die Tochter emeS Urchristen, der zu. beit Stützen des neuen Kurses gehört, auch rn'skribrert würde. Am 19. d. M. jedoch, anläßlich der Durchsührüng der letzten Jnskciptl'ons-- forma'itaten, erschien Fräulein Ilona Hegedüs enter Brachialformation der Universitätshörer besonders verdächtig. Unter dem Gejohle „Eine Jüdin! Eine Jüdin!" stürzte sich die Bande mit todesmutigem Elan auf das junge Mädchen rurd verprügelte es derart, baß es blutüberströmt aus. der Aula geführt werben mußte. Herr Lorant.Hegedüs hat mut ferne Tochter zur Fortsetzung ihrer Studien ins ÄuSIänb geschickt. Er selbst aber bleibt iveiter als gutgestellta Stütze des christlichen Kurses in Ungarn. * Helfet de« jüdischen Blinden! Der Hilfsverein der jüdischen Kriegs» und Zivilölinden wendet sich mit nachstehendem Aufruf an die .jüdische Oeffenüichkeit: Der großen Not der jüdisryen Kriegs« und Zibilblinben könnte nur durch Gründung einer Produktiivgenossenschaft für blinde Handwcrter (Bürstenmacher und. Korbflechter) und durch die Schaffung eine He-lmstätte für erwerbsunfähig« und kranke Blinde einigermaßen gesteuert werden. Um die genannten Institutionen inS'Leben zu rufen, bedarf es derzeit größerer Geldmittel. Im Nanren der Aermstsn der Armen bitten wir ave edeldentenden Menschen, uns bei der Durchführung der Aktion, nach Kräften zu unterstützen. Gütige Spenden mögen an die Geschäftsstelle des Vereines, 21. Rvfrnbsvg, Wien, 9. Bez., Nordbergstratze 12, gerichtet werden. - * Zählung bet Gcschkchtstrankcrr tu Oesterreich. DaS Dolksgrsundheflsamt ersucht alle Aerzte dringend, die Zählbogen zurückzubehasten und erst nach Ablauf der Zahlfrist (in der ztveiten Ha fte Dezember) einzuschrcken. Weitere Aufklärungen über bis Zählungen können die Aerzte un Bolksgejundheitsamt und bet den Obmännern der Aerztekammeru und der ärztlichen Vereine erhalten. * Iudenäusweijnngen aus der Slswakei Wie das «Pragkr Tagblatimiltkilt. sind vor einige» Wodie» 21 jüdische F a m i 11 e n druck ttchechüche Legionäre widetrrcktkich auS L n r o e z - S z t. - M a r t ö u a u S g e w i e f e n worden. * Urauia. Heute, Donnerstag, Uhr (Kleiner Saal) Dr. HcmS Tern t-Elswchr: Grab- und Tempi lbau mt alten Aeghv'.cn, I. — Uhr (Knrssaat) Prof Tr. Ludwig Hänsil: Dcut'chr Lyrik seit Goerhe, VI. — V»6 Uhr (Klu' taal) Dr. Karl Kadersckafka: Altmiener Theaterzemur. I. — 7 Uhr (Großer Saat) Ronny Zohairssyn: Humorssttscke und Charaktcrtänre. - V?"Uhr (Klsiner Saat) Umv-Dor. Dr. Oswald Zckwarz und $r Bernhard A'chner: Der S'xualapva'at deS Menschen. IV. — V-8 Udr (Kursraal^ Landrs'chulmivektor Dr. An on Bocker: Die Umg'duna von Wrrn, Nl. — ftv8 Uhr (Klubsaa!) Un^v.» Lektor Marius Fab er: Goainraus R>naissance. I. —^ V-dUbr (Mrkrosköpiersaat^ Nniv.'Dot. Dr.Olto Storch: DaS mikroskopische Tierleben deS Wassers. VN. * Begräbnisse am hEutigan Tage. Alter 8 t i : b b o t: lü Uhr Aiexander ötohn; 10 Nbr KO •JJ/in. In! r Sun. —Neuer Frrrdhof: 9 Uhr 40 Mm. Korhos Httttner. * Ein Irrtum der Psgromtsteu. AuS Budapest tvrrd rsts berichte^: Der fc'ünmte nnokristhe und Polittter Lorant io<-«2d»; SJoTfgtflm’W/ Dortr'gmt d r Technischen Hochschule. Die Frcs'.V'r'inriilng für techitiiche Bo'kSbi'bnng veranstaltet rm Hör,aal lr d?s^ Elrttxotechnischen Instituts, ' 4. Bezrrk, 0tttsthaitest'.aße 25, folflonoc Baricäge: Margen Freitag um lalv 7 Uhr abends:. Hvsrat Karl Haust: „Nichtlinren für den industrielle -Ausbau Oesterreichs", U. SamStag den Ü0. b. erue Tocbter. ftisu'ria be4 i jLitttü ÄUui'iterralrat Ing.. Paul , i11'i -rif tM fn>;: &f!h»tiF'tihnfiit". färtttittsM mit fJ U'ot aberrdi'. zitr ir: den 31. b. M. um 10 Uhr vormittags: Ing. Max Singerr - „Der Anteil des Wassers an der Zerstörung der Erdrinde^. * Ä; tue Verschärfung bet Sparmaßnahme« im Winten. \ Wie aus dem Kohlenamt berichtet wird, ist die ZkohlensagL 1 heute den. Umständen angemessen, so daß nahezu die sichero ' Hoffnung besteht, mau werde mit den b r s h e r r g e n s Sparmaßnahmen während beS ganzenWrnters . das Auslangen finden. Aus eine Karbidbeleuchtung, wre ste . rm vorigen Jahre in den Gast- und Kasfeehäusenr notwendig - war, wirb man Heuer verzichten können'. * Indische Bdlksbibiiothest Zion II.» Glockrngisse 80. Hnrte, ^/,7 Uhr abends, Versammlung mit der Tagesordnung t Der Parteitag. Re erent Gesinnungsgenosse Wolf Feiler« Sämtliche Mitglieder werden ersucht, bestimmt und pünktlich zu rrschemen. * Spende. Für den jüdischen Invaliden: Josef Nasenthal.I, ll 100 (bisher K2145). Spenorm^ swcis der Inlandsaktton für Kinder. Zur Richt'gstcstst.' ' i unserer gleichlautenden Not z am 26. d. M. tei fcRacficH-. Vn'. .:a Spender der ll 2000 richlig Aron Wohl (nicht Trobl) heißt. * Scharlachepjdemie In London. In London benscht eine starke Scharlach- und Dipblheiieepidemie. An ernem einzigen Tage wmden 4771 Schmlachkranke und 8031 Diphtheriekranke m die Spitäler eingebrfert. s. * Adressen polnischer Flüchtlinge, die sich in der Slowakei avföalten, sind eihälilich bei Flüchtlingsrejerenlen Dneltor M a r k u S W e i u f e t d. P r e h ll u r g. s.. " Vollversammlung der Vastw!rtegenossenschaft. Die Genossen'chait der G.istwirie in Wien hält heute, Donner?«" tag um 3 Uhr nachmittags m der Volkshalle des Nmen Nat-/ hauseS die diesjährige ordentliche Vollversammlung ad. j * Eröffnung der Czernowitzer Universität. AuS C z e r n o w i tz wird gemeldct: Gestern fand die feierliche Erösfnuna der biesigr« Universilät in Gegenwart deS KöntgspaMrS, ' der Mitglieder drr Regierung und von Delegierten der Univfrsttäten Bukarest, Jassy und Klauten bürg statt. | ' * Studierende der Philosophie. Die Studienberatungsstelle des Jlidisch-akademischrn Ph-losopdenvereines, IX.. Türken- . straße 9. erteilt an solgcndeu Tagen Anskünfte und Ratschläge an Stüvierende der Ph'losovbie: Fm Chemiker am Mittwoch 7 bis 8 Uhr abends, für H storiker am Dienstag bis 1 Uhr mittags^ titi. Philosophen am Freitag 12 bis 1 Uhr mittugS. für Pädagoge« am Donnerstag 12 bis 1 Ubr Mlt'ags, für Onentalistm am i Dienstag 12 bis 1 Uhr mittags, für Pharmazeuten am DienStag 12 bis l Uhr mittags, für Narurhistorrker am Montag IS blS . 1 Uhr mittags. i * Neue GchneNzugssnschlüssr nach der Tchwetz. M Freitag finden die Nachtschncllzüge Wien—Innsbruck—Felbt'rrch—Bregenz (Wren-Weftbahnhof ab Dienstag und Freitag 6 Uhr 40 Min. abends, Feldkirch an Mittwoch und'Samstag 12 Uhr 38 Min. nachmittatzs) schnellzugsmäßigen Tlnschluß' nach Buchs, Mlü ztvar Feldkirchab Mittwoch und Samstaz 2 Uhr SÖ Min. nachmittags, Buchs an 2 Uhr Sb Min. , nachinittags. Die Schnellzüge zwischen Feldkirch und BuchS. ‘ und umgekehrt unterliegen nicht den Platzkartenvorschriften.. * Ramenoähnltchkeit. Der bei der Speditionsfirma Wawel angkstellle Expeditionsbeamte Friedrich, Kimme U->.!I »EttnSstzäßeT?, ersucht uns festzustellen, daß er Mt dem wegen . Drebstahis der Straßnibahn-Reinigungskasten verhasteteu und ' dem Landesgericki eingelieferten Friedrich Kümmel weder identisch noch verwandt ist. ’ ‘! * Wem gehören die Bettdecken? In einem Gebüsch" iu der Vorgartenstraße wurden am 16. d. M. 60 Bettdecken mit 1 der Etckette .Franr Preidl, mech. Weberei, Rumburg* gesunde^ Sie rübren wahrscheinlich von einem D'ebstahl her. j * Die Grenzkontrolle fit Lundenburg. In der tschechischen- Kammer ist jüngst über die skandalösen Vovgänge bsr der Grenzkontrolle in Lundenburg interpelliert worden. Die Regierung hat in ihrer Antwort sich darauf ^beschränkt,, olle Schuld aüf die räumttchrn Verhältnisse zu schieben. teressant ist die Mitteilung, daß mit Oesterreich ein Abkom»' mrn über ein gemeinsames Zollmnt in Lundenburg gotroffen wurde, dessen Ausführung jedoch wegen des Mangels on Lokalitäten, bisher mcht erfolgen konnte. Weshalb muh man solche immerhin wichtige Dinge erst vom Ausland Höven? * Die Verhaftung beS Dramatikers Georg Kaiser. Ueber , die Verhaftung deS Dichters Georg K a r s e r teilt fein Rechts, «mwält Dr. Pinner mit, daß die Behäuptung, Georg e Kaiser Hab« verschiedene Gegenstände auS einer Wohnung in München - widerreckttich verkauft, unrichtig ist. Kaiser , selbst stellt seine Schuld in Abrede. Eine Verhaftung konnte. nur erfolgen, weil Kaiser aus München abgereist war, ohne fsinen neuen . Aufrnchaltsort bekanntz;ugeben. Jedenfalls steht, fest, - wenn Kaiser etwas Gesetzwidriges begangen hat, so kann dies nur im Zustand einer vollständigen G e i Jt c 3 ü e rwi rtintg verübt worden fein. Man hat ^allgemein' den Eindruck, daß es sich um einen Fall handelt, über den die: Aerzte-und nicht-dre Richter zu urteilen h>aben. ^Doktor Pinner. hatte sich bisher noch nicht die Möglichkeit verschaffen können, mit Kaiser zu fprechrn. Er besitzt nur einen Brief' von Georg Kaiser aus der Untersuchungshaft, worin er sagt, ' daß er durch die Verhaftung dem I r r f i n n n a h e sei.: * Schecks im Werte vo« mehr als 1,203.000 Kronen entbät. Am 26. d. M. hat der in der Neubaugasse 40 wohnhafte Ernst Fr an cos dem Stcherheitsbureau angezeigt, daß ihm in Turin ein Koffer mit drei Taschen und bvei Schecks gestohlen worden ist. Dre Schecks sind von der- Wiener Bank-- A.-^G. an den Wiener Giro- und Kassen»- verein ausgestellt, lauten auf 600.000, 400.000 .und 300.000 Kronen und haben die Nummern 37.845, 37.84§ und 37.847. * Waffendiebstähle in Steyr. AuS 8 i n » wird gs-» meldet : Die Abendblätter berichten über einen Waffendiebstahl in Steyr, wo aus der dortigen ArtlÜenekaserne Waffen, die aus'' ernem früher bestandenen Devot stammen^ sollen, entwendet worden seien. Man spricht von einer größeren Menge von Gewehren, beziehungsweise Karab nern (ungefähr 80») und sieben Maschinengewehren samt Bestandteilen und. der zugehöngen Munition, die von blsher unbekannten Tälern gestohlen worden seien. * Der christlichsoziale Norbcrtus-Drucketti Lauft ge, stohlrnüs Papttr. Seit anfangs September wurden aus den Magazinen einer Tageszeitung 22 Fässer Rotattonssarbe rm Werte von 243.320 Kronen gestohlen. Als Täter wurden nun sechs bet dieser Tageszeitung beschäftrate Arbeiter ver» Läftet. Ste gestanden den Diebstahl ein. Die Farbe haben sie verkauft. (Liner der Beschuldigten hat auch vor emigen Tagen sieben Rollen RvtationSpaprer im Werte von mehr als 50.000 Kronen der Nobertus-Druckere-t verkauft. Auch daS Papier rührt offenbar von erneut Diebstahl her. Die Verhafteten wurdengestern dein Landesgericht eingeliesert. Drr laut n auf d r Straße. Aus dem Neubau wurde Imtt 26. d. M. ein wertvolles, mit Nrillanten besetztes. Armband, das auf 70.000 Kronen geschätzt wird, aus der Straße gesuilden und von dem redlichen Fiaker benn Potttei" komniisft.iat Neubau hintertegt. Dre Berlustträgersu bat sich nock nicht geur^det.