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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-25 · Heft 630 (25.10.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 630 (25.10.1920)
Date
1920-10-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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\ -> Letter /Men, Mmta- St»rg ««zett»t»q 25;OM#6« 1920 /«£' Pollttsche^iundschau. Die Iahreskonferenz der südslawische« zionistische« Organisation. Die zionistische JahreZkonserenz für Jugoslawien wurde für den 2b., 26. «ttb 27. d. M. nach Zagreb (Agram) rinberuse». Als im Jänner v. J^. umnitielbar »ach dem Umsturz die Jabreskonferenz nach fünfjähriger Pause nach Zagreb einberufen wnr-e, folgten dem Rufe so viele Juden- Gäste und Delegierte, daß e§ zur grSßtm jüdischen Versammlung kam, die je in Zagreb stattfand. Die diesjährige Konferenz wird der vorjährigen an Besucherzahl nachstrhen. Es werden weniger Delegierte sem, da die Zahl der Schekelzahler,' die emen Delegierten zu wählen haben, verdoppelt wurde, während die Zahl der Schckelzahler selbst sich nicht verdoppelt hat. * Di« Wichtigkeit der Konferenz ist aber in diesem Jahre rächt geringer. Die allgemeine Siwaüon der Juden in S.H.S. hat sich im verfloffenrn Jahre entschieden verschlechtert. Die al!« gemeinen Wahlen für die Konstituante stehen bevor. Das Wahlrecht ist de» Juden gegenüber reaktionärer als irgendwo in der Welt. An den Jaden ist ein W a h l r a » b begangen worden. So werden über 18X000 Jude ».die prozentuell größere Steuerträger sind, die alle staatsbgrgerlimen Wichte» voll und gann füllen, in der Konstituante nicht vertreten sei«. Die zionistische Bewegung in S. H. S, selbst hat nicht die Entwicklung genommen, die rv erwarten war. Es sind zwar Fortschritte zu verrerchnen, doch erfüllen sie nicht die gehegten Hoffnungen. In der Vojvodina, wo so ziemlich die größten und reichsten Gemeinde« der Provinz find, beginnt sich erst r» letzter Zeit ein zionistische- Leben zu zeige«. Dies gilt auch für einen große» Teil der S e p h a r d i m im Königreiche, speziell in Bo-nien, die dem Zionismus noch nicht mit dem Ernst und de« VerstandnlS gegenüberstehe«, die er erheischt/ Die askenastscheu Juden in Bosnien stehen seit dem Umsturz aus sehr »nsicherer Grundlage. Ausweisungen und die F u r ch t vorAnSweisungrn erschwere» in jeder Beziehung ihre Existenz. Der Arbeitsausschuß in Agram bat unermüdlich gearbeitet, in letzter Zeit auch 300 j L d i s ch e W i e n e r K i n d e r in Kroatien und einzelnen Orten Bosnienimtergebracht, welche zwei Mouate vervstegt wurden und reichlich bekleidet und beschenkt nach Wien zmücktehrten. Das im Berichtsjahre gegründete Palästina-Amtist sehr erfolgreich tätig. . Der N a t i o n a l s v n d s, der im Jahre 1918 K 186.92L.9tausbrachte, im Vorjahre zirka eine halbe Million Kronen, wird dieses Jahr überanderthalbMtllionenKrone» SawmelergebniS erreichen. Dre Jugendbewegung hat im vergangenen Jabre die Schaffung einer Organisation des vorzügliche» Organs »Gtdevn* zv verzeichne» und eineu sehr gut besuchten Jngendtag abgehalten. Die Hauptaufgabe, für die nächste Zeit ist der Ausbau der Organisation im ganzen Königreich. Wo immer Juden wohne», wüste» sie sich m der zionistischen Organisation finden. Nur durch Vereinigung werde» die Jude« einen starken Block zur Berleidrg»ng ihrer Jnteresteu bilde« können. 7. b. M. Zionistische Betfrksse&tion Leopoldstadt Die jüdische Auswanderung «ach Amerika. Der Großteil der jüdischen Auswanderung 'wmmt derzeit aus Polen, und zwar zirka 80 Prozent. Es fst dies eine Folge des Umstandes, daß Sowjetrußland keine Auswanderung zuläßt, und daß eine Auswanderung aus den Zentralstaaten Europas in die Länder der alliierten und assoziierten Staaten erschwert ist. Polen, Rumänien, Jugoslawien und die Tscheche-Slowakei. sind aber assoziierte Staaten der Entente wrd die Immigration aus jenen Ländern ist ohrtzweiters zulässig. Der Krieg aber hat das Paßwesen geschaffen, das ein Hindernis sein sollte, daß nicht feindliche Personen ins LarH kommen. Den» nunmehr auch diese. Ursache weggefallen ist, so schleppt dmmoch die gesamte Söett noch immer diese Galererr kette des Paßwesens mit sich herum; sogar das freie Amerika, das doch wahrlich keinen Feind zu fürchten hatte, und dieser Umstand behindert wieder .außerordentlich die Immigration., Auch ist der Schiffsverkehr über den Ozean noch nicht völlig wieder eingerichtet und Warenfrachten sind derzeit noch wichtiger und besser bezahlt als Menschenfrachten. Aber die reißende Flut laßt sich nicht behindern, sie geht und reißt die Dämme mit sich fort,' sie wird zurückgeschlagen, bricht sich aber wieder Bahn. Dieser Hampf des Emigrantensrromes gegen die Hindernisse würbe Ätlt zahllosen Opfern bezahlt, wenn nicht mächtige Organisationen «tty* greifen würden, um dort zu glätten und einzudämmen, wo die Staatsgewalten sonst mit ihrer ganzen Strenge auftreteu müßten. Immerhin sind dir Emigrationsschwieriglei&it nicht gering. Vorerst mnß ein Paß ausgestellt werden. Der Zivilstand ist aber her den Ostjuben in größter Uuordnung. Die Ehen sind meistens mit rituell geschlossen; noch schlimmer wirkt die Umschreibung der jüdischen Namen, die verschiedentlich geschrieben werden, wodurch dann die einzelnen Akten nicht immer übereinstimmen. Der Heimatschein wird meistens auf Grund eines GebuttSstheineS ausgestellt, aber die Namen der Eltern und Kinder sind meistens verschieden angeführt. Zur Reise Weeden Familienpässe gewünscht; ferner sind Leumundszeugnisse nötig, kurz, viel jüdisches Geld und «och mehr Jammer wstet es- bis endlich diese Formalitäten erledigt find. Bon den JmmigrationMndew kommt in erster Reihe Amerika in Betracht. Dieses erlaubt aber jetzt nur die Einreise zu Verwandten und Bekannten, die eine Garantie für die Neuankömmlinge übernehme». Wieder ein notwendiges Papier, wieder der Jammer der Mißverständnisse und der Unstimmigkeit der Namen, aber hier greisen schon die Institutionen ein. In erster Beziehung entwickelt die H.J.A.S. (Hebrew Immigrant M SocM) ig Amerika Mtz jege»sr»iA+ »AHaMk. .^AWWIM _ Dienstag den 26. Oktober t. J., halb 7 Uhr abends Plenarversammlung im Saale der Sozialen Hilfsgemeinschaft *• II., Praterstrasse Nr. 17 Tagesordnung: 1. Wahl der Delegierten zum Parteitag TT TT 2. Stellungnahme zu den Beratungsgegenständen Erscheinen aller Wahlberechtigten Parteipflicht!!! W gibt eine Ausnahme von diesen Bestimmmigen, und diese umfaßt Frauen, die zu ihren Männem, und Kinder, die zu ihren Elten: reisen. Mer das muß zumindest durch Briefe in einer amtlich verständlichen" Weise bewiesen werben, und nichts ist in der Regel unklarer als ein Familienbrief an eine Frau. Auch hier muß die H.J.A.S . Helsen. Bei Frauen muß der Ehestand bewiesen werden, waS, wie schon erwähnt, sehr schwer fällt.. Allein.es werden aUch die Kethuboth (hebräische Ehepakte) anerkannt, diese müssen aber dann übersetzt werden und wieder muß die H.J.A.S. helfen. WaS das nötige amerikanische Visum anlangt, so gibt es in ganz Polen zu diesem Zwecke nur ein einziges Amt^ und zwar das Generalkonsulat in Warschau.. Alle Hotels, alle Prioatwohnungen find mit den Emigranten in spe Überfüllt; der Andrang ist so groß und der Schwierigkeiten so viele, daß oft Wochen vergehen, ehe alle Papiere in Ordnung sind. In diesem Chaos beginnen die Leute im Trüben zu fischen und nehmen Beträge von 4000 bis 10.000 Mark für ihre Inter veu^onen. Endlich ist man in D a n z i g. Zirka 10.000 Juden warten auf Päise. Dis amerikanische Konsulat wendet sich an das Jom* Distribution Lommittes um Hille beim Vidieren. Der Joint arbeitet mck größter Intensität. Die Quarantäne wird abgeschafft. Sie pflegte zwölf Tage m dauern und täglich per Kovf 37 deutsche Mark m kosten. Niemand weint ihr eine Träne' nach. Der Joint gibt auch sonst Hilfsgelder, leider darf, er nach amerikanischem Gesetze keine Subventionen für bte Reise erteilen. ’ Auch die Behandlung auf den Schiffen läßt viel zu wüwchen übrig. Proteste erscheinen gegen altbewährte Schlffsgesellschaften und tragen Hunderte von Unterschriften. Es wird geklagt über schlechte Behandlung, über Unreinheit, über das Esten, .über den Mangel an koscherem Effrv, kurz über alles nm Mögliche, und tatsächlich ist daS Leben «ährend, der Iahrt von 12 bis 14 Tagen ärger als :m schwersten GeMgnisst,' für die Reisenden Ul. Klaffe «amlich. Und nun. wiid wieder eingeschritten, und zwar vom Vertreter'vom Roten Mögen David in Amerika, und es wird alles Mögliche versprochen •-- für die Zukunft. Endlich ist man in Amerika. Durchschnittlich Fbmmen jetzt 10C0 Juden die Woche an. aber eS gibt auch Tage mit 2000 Emigranten. Der Betrieb ist etwas Enormes. Die Verwandten warlen, aber.nicht alle. Nicht alle können herankommen. Und da gcht.rS wieder i» die großen Räume der H.J.A.S. wo man provisorische Unterkunft firwet. Und auch eigentümlich henergreisende Szenen kommenimmer wieder vor. Nicht nur das Wiedersehen nach Jahren, nicht nur Freude über die glückliche Ankunft. Da kommt ein altes Männchen mit schneeweißem Barte langsam heran. - Ick Kaftan, ganz nach der Mode der polnischen Kleinstadt. Eine junge Dame, nach der letzten amerikanischen Mode gekleidet, nähert sich chm- „Talenlt, wie host du dich geältert!" rust sie. Der Mau« stutzt, nichts an ihr ist ihm kenntlich. Mit 15 Jahren war sie «eg, acht Jahre sind seitdem vorbei. Aber endlich erkennt er die Stimme und rr beginnt zu weine». Rasch saust ei» Auto heran und sie bittet ihn, einzusteigen. Aber ertraut sich nicht; wo find den« die Pferde? Reverend tritt auf ihn z«: »Sie können fahren", meint er, »nd glücklich vtrlaffen beide den Wartesaal am Hasen. Die schwere Zeit hat gelehrt, daß der bequemste Weg über Danzig führt. Denn zu den französische» Häfen muß «an die Tschecho-Slowakei, Oesterreich, die Schweiz und Frankreich passieren, was mit vielen Spesru und Schikanen verbunden ist. Die jüdische Gemeinschaft arbeitet im allgemeinen wenig mit. Energisch arbeitet nur die genannte amerikanische Gesellschaft H.J.A.S., die »aber neben den jüdischen Interessen ihr Augenwerk ausschließlich dem amerikanischen Interesse zuwmdet. Die gegenwärtiqe Einwanderung ist in Amerika sehr erwünscht. Die Regierung hat durch die Affidavits die Sicherheit, daß dir Neuankömmlinge niemandem zur Last .fall n «erden, denn sie besitzen in ihren Verwandten die berufensten Helfer, die ihnen m jeder Beziehung, insbesondere bei der Suche nach Arbeit, beifiehru. Dies« einheimischen Verwandten kenne» die Fähigkeiten der Neuangekommenen und haben meistens schon vorher für diese vorgesorgt. \ ' . Eine LVrangel-MWorr In Budapest. Aus- Budapest wird uns berichtet: Scho« seit einigen Tagen weilt hier eine Mlitärmifsimr des rn dtzr Krim operierenden rnWchen Heerführers Wrangest. Nach. Aeußerungen-des Ehefs der Mission, General' Wladimir Maruschewski, Journalisten. gegenüber soll der Zweck der Mission in- Budapest sein, bei der ungarischen Negierung. die Erlaubnis erwirken, daß die in allen Teilen Europas zerstreut lebenden Russen über Ungarn . nach Südrußland befördert werden, damit-, sich diese „ Russen der Wrangel-Ärmec anschließen und Rußland von den Schrecknissen des Bolschewismus befreien Helsen. General Maruschewski gab seiner Freude darüber Ausdruck, r.daß die MiWrr jMüh.l bei der Regierrung. als. cuM bei der Bevölkerung das wärmste Entgegenbo: gefunden habe. Rußland tverde dies Ungarn nkemal vergessen, denn diese freundschaftliche Haltung werd umso Höher eingeschätzt, als oie Wrangel-Mission inj einzelnen europäischen Staaten, so zum Beispiel trf der Tschecho-S^tMkei .nnh in Dänemark, der kühlstes Ausnahme bpgegüet sei, WraNgel bedürfe dieser Unterstützung dringerchst, 'it. auf.Höhe Weife. -in dte Lagtzt kämeseine Arm^e nch bieLe''Müsende zu verstärke«. j Es Alt schwer/ zu Msthen, daß die von ungch-! % ris che« MgieruügSbMÜemr, ve^b retteten ' AeußerungM des Abgesandten des Generals .Wränget wirklich bi» volle Wahrheit über den Zweck der Mission darstellend Unwillkürlich erinnert rnEsich der verschiedenen bote der ungarischen Regierung, an Polen ungarisches" Militär zur Niederwerfung des Bolschewismus zur Bev»; sügung stellen zu wollen. Nun,, da Polen auf btefej Hilfe, nicht mehr angewiesen! ist, mag .wohl Ungarn jetzt unter Duldung der Entente -ans diesem Umweg nicht nur den Durchzug russischer Soldaten für dis Wrangel-Armee, sondern auch bei diesem Anlasse und' unter diesem Borwand-e auch.eigene Soldaten n a ch ' S ü d r n ß la n d befördern wollen. Dies böte gleichzeitig eine güte Ausrede dafür, weshalb die ungarische Nationalarmee bisher poch nicht auf die vom Frieden .'vertrag festgesetzt Zahl herab gemindert wurde. Im Gegenteil, der Reichsverweser hat erst vor wenigen Tagen eine ganze Anzahl neuer Beförderungen in dtMt höheren^ Offiziersrängen vorgenommen. Das annektierte Südtlrol. Aus Südtirol wird uns geschrieben: Südlirvl. ist am 4. d. M. offiziell dem italienischen Staat ein-j verleibt worden. Dies geschah durch ein publiziertes!! Dekret, in dem Viktor Emanuel III., „von Gottes! Gnaden und dem Willen der Nation König von Italien befieblt, daß Südlicol einen integrierenden Bestandteil des italienischen Königreiches zu ^bilden habe. . Wenn etwas geeignet ist, die Annexion die Deufsckien in Südtirol, döe nunmehr Italiener deutscher Zunge heißen, nicht allzu peinlich empfinden zu IdfftiV so ist es neben der Tatsache einer gerechten Behänd*! jung seitens der Italiener die Hoffnung auf baldigste! Gewährung einer weitgehenden Autonomie. Sit?^ ist eigentlich schon so gut wie gesichert, denn sowohl'di«' Regierung in Rom als auch die Landesregierung ins Trient haben ° wiederholt ihre grundsätzliche Bereitwilligkeit ausgesprochen, den Deutschen die Selbstz-^ Verwaltung in ihrem Gebiete zu gestatten. Selbstverständlich nur die administrative. Denn allzugroß» politische Befugnisse einem Landesausschuß zu gebend hält die' Regierung nicht für opportun, ganz abge-- sehen davon, daß man sich zurzeit im Königreich Jtalßrnr bei alter den neuen Staatsbürgern entgegengebrachteu' Sympathie doch nicht so sehr getraut, dem,Südtirole«! Landtag allzu große politische Vollmachten zu gebe«. Wenn sich die Selbstvertvaltung Deutsch-Südtirols Im der nächsten Zeit also nur auf die reinen Verwaltung--^ geschäfte beschränken wird, dann können sich die Süd--, tiroler, die ihren Landesausschuß mit mehr Rechte« ausgestatlet gesehen haben möchtenx-bet ihren chauvini< stischen Führern und Zeitungen bedanken, die tagtäglichs in Rom und Trient den Eindruck erwecken mußten^ als kennte das Südtiroler Volk kein anderes. Bestrebe«^ als bei der erstbesten Gelegenheit sich gegen Italiens »zu erhebe«. 1 Die politischen Rechte der Südtiroler Bürger!! werden indes nicht im geringsten beschnitten werden^ wie man an amtlicher Stelle erklärt. In der aller-! nächsten Zeit werden in Südtirol die Wahlen in Ma Kammer ausgeschrieben werden und es werden dq auch schon sogar die Optanten mitwählen können. Auch eine oder zwei Senatorstellen dürften für die Deutsche« abfatten. Italien will, das wird von maßgebende«! italienischen Funktionäre« immer wieder versich«:t, alledas tun,. was geeignet. erscheint, die beiden Bölkevj einander näherzubringckr. Und es 'wird gelingen« wenn die Landesregierung in Trient auf dem Wega fortschreitet, den sie betreten. ' j Die deutschfreiheitliche Partei in Südtivol. bfef derart schwach ist, daß der Ausschuß zugleich Generat- ' Versammlung ist, hat einen stark antisemitischen. Einschlag; die katholische Volkspartei, die in Stadt, und! Land einen großen Anhang hat, ist da gemäßigter. Immerhin würden beide Parteien, wenn sie die Macht besäßen, sich gegen die Frernden aus Oesterreich, ebenso, anmaßend verhalten wie ihre Konnatiönalen in Nordtirol, die jetzt unter dem Vorwarld der schlechten Er-! ' nährungsverhältnisse jedem Nichttiroler und Nichts deutschen die Einreisebewilligung nahezu ausüahnA^ los vorenthalten. _ Der Zustand des griechischen Königs. Athen» 24. Oktober, (tzavas.) Der König Hai die Nacht sehr ruhig verbracht. Temperatur SV'S bis 38-5, Puls 130 bis 148. Der Zustand des Königs IÜ noch immer sehr bedenklich. Paris, 24. Oktober. (Havas.) Venizelos erklörtt einem Vertreter des „Temps", daß, falls König Alexander sterben sollte,, dessen Bmder Paul auf den Thron kommen werde. Er verlange jedoch Garantie daß König Konstantin auf seine Anrechte verzichte Die Wahlen würden diesem im übrigen beMLen. daß seine Sache verloren sei.

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