Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 624 (19.10.1920)
- Date
- 1920-10-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Veite 4 Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitung netten die „Jfwesija" des VoNSkommissariatS für den kräsg (Auflage 30.000), hauptsächlich für Soldaten bestimmt, -nd „Die kommumstische Arbeit", die einen oberflächlichen von hat und reich ist cm kleinen Notizen. »Das wirtschaftliche ^dcn" (..Ekonomitschestcrja Zizen", Auflage 80.000) ist nicht ftonders ernstutzreich. Es ist das Organ des gvo^n Volksinrrschaftlichen RateS, dessen Vorsitz llihkotv führt,, und der loniiiüssarinte der Finanzen, der Lcbensmittelvorsorgung und »es Handels; es bringt regelmäßige Nachrichten aus dem oirrschaftlichen Leben. In dieser Zeitung werden die künf» igcn Geschichtsschreiber des Bolschewisnius das wahre, Bild -es heutigen Rußland finden; hier gibt tzs Berichte über, das iUni», Statistiken über die Lehrnsiniftefteuerung, Betrachüber die Vcrkehrskrise, Berichte über, die Erfolge oder '.Mißerfolge der sozialisierten Unternehmungen, Studien wissenschaftlichen Charakters über die bösen und guten seiten des Systems , neben tendenziösen Begeistermigs- »riikeln. Die Feinde der Sowjets werbe» darin. Material;cgen die praktischen Ergebnisse des KvunmmismuZ finden, doch ist es schwer, orner vollstärrdigen Ausgabe habhaft zu rerden. Sie find stch überall Man schreibt uns ans Berlin: Am 12. Oktober fcurhe vor der Srafkmnmer in Dessau eine Beleidiftungsklage des anhaltischen Staatsrates Dr. Cohn zogen zwei Bernbnrger Redakteure verhandelt. Gegentand des Verfahrens war ein in der Berliner „J ü d isch e n R u n d s ch on" erschienener Artikel über Herrn. Staatsrates Dr. Cohn, in welchem Tr. Gustav Wittkowsky da? Verhalten des Staatsrates, insbesondere, in der Angelegenheit der Entziehung des Wahlrechts gegenüber mslänbischen Angehörigen der jüdischen Gemeinde in. Tessarr gegeißelt hate, was umso uNerMter war) als fickt nur Ausländern, sondern selbst den im Ausiand geborenen naturalisierten Staatsbürgern das Wahlrecht entzogen wurde. / Tr. Wittkowsky hatte in diesem Artikel.mit •„ besonderem Nachdruck das Verfahren eines, Mannes , angegriffen, der im öffentlichen politischen Leben Deutsch-; 'ands die Grundsätze der Demokratie zu verfechten vorgebe, in der Praxis des jüdischen Äerneindelebens aber die denkbar schlimmste reaktionäre Politik verfolge. Diesen Artikel hatten zwei Bernburger Redakteure übernommen und wörtlich abgedruckt. Darauf veranlahte Cohn gerichtliches Einschreiten, nicht etwa gegen die »Jüdische Rundschau", beziehungsweise den Verfasser des Artikels, sondern gegen die beiden Bernburger Redakteure. . Auf die Frage des Verteidigers, warum er nicht die ..Jüdische Rundschau", be'ziehnugZweise den Verfasser des Artikels belangt habe, sondern sich an die Bemburger Lokalblätter halte, erwiderte er, „er lese die;,Jüdische Rundschau", nicht, volksjüdische Zeitungen interessieren ihn ebensowenig wie serbische oder kroatische". Das sagt ein Mann, der im Ausschuß des Deutschisraelitischen Gemeindebundes und des Verbandes der deutschen Juden sitzt und auch sonst im jüdischen Leben eine gewisse Nolle zu.spielen sucht. Die Sache selbst wurde vertagt. Im nächsten Dermin soll ein umfangreicher Wahrheitsbeweis geführt werden. . Eine neue jüdische Industrie in Brüssel. Das vor dem Kriege hochindustriefte Belgien war stets ein gastfreundlicher Staat, hat jedoch außer den Diailiaueettarbeitern die Urbeiterelemento unter den jüdischen Auswanderern wenig angezogeu. Der Grund lag in den ungünstigen Arbeitsbedingungen (langer Arbeitstag und kleine Löhne). Außerdem hatte Belgien : leine eigentlichen jüdischen Zentren, wo der Arbeiter, wenigstens in der ersten Zeit, bis er Land und Sprache kennt, Unterkommen könnte. Die kleinen jüdischen Kolo-* uien, welche in Belgien entstanden, umfaßten vor dem Kriege zumeist Kleinbürger und Kaufleute, welche vor Pogromen aus ihrer Heimat flohen, politische Flüchtling. Studenten nsw. Die meisten jüdischen Zuwanderer dieser Schichte besaßien sich in Belgien vor dem Kriege rnit Klein«, Hausier- und Markthandel oder mit dem Handel mit alten Waren, russischem Tee und Zigaretten. Ihre wirtschaftliche Lage war nicht, fest und' sie betrachteten ihren Aufenthalt in Belgien zumeist als vorübergehend. ' ' 1 1 Der Krieg hat die wirtschaftliche, Lage her belgischen Juden gehaben, da sie angesichts' der jüdischen Fähigkeit in der Handelsvermittlung die spezifischen 'Zwischeuhai'.delsttiöglichkciteu Belgiens rasch erfaßten. - föo ivnrdcn sie kapttalskrästiger und begannen nach dem Kriege produktivere Tätigkeit. Im Zusammenhang Urit dieser Vexbesserung der allgemeinen Lage der jüdischen Bevölkerung trat nun, wie "Dr. N. Katzenel- ■ bogen im „Vorwärts" (New Aorkj.erzählt, eine neuewichtige Erscheinung im jüdischen Leben Belgiens auf, indem dorr eine jüdiftche Arbeiterschaft entstand. Noch während des Krieges kainen junge jiidische Arbeiter aus den von Deutschland okkupierten polnischen Gebieten und auch jüdische Kriegsgefangene nach Bel> igien, nachher verstärkte sich ihre Zahl durch den Zustrom von (Simanbczevn aus Polen., Äie Einwanderung des jüdischen Arbeiterrlements -ist bis heute im Wachsen begriffen. Wohl sind die Tore Belgiens für fremde nicht ohneweiters offen, doch versperrt es sich jnicht arbeitswilligen Elementen. In der, ersten Zeit ^am es vor. daß jüdische Emigranten, welche keine Dapierr mit Ausweis, ihrer SLaatszugehörigreü hatten^ Mitteillingrn ms dem Publikum. Fftrl6n,ßold, Silber,Platin*. 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Sie würden jedoch über Verwendung .prominenter jüdischer Persönlichkeiten bald befreit und erhielten. Wohnerlaubnis.im Lande. Charakteristisch ist, daß der polnische Konsul in Belgien die jüdischen Emigranten ans Polen durchaus nicht als polnische Staatsangehörige anerkennen wollte und sie dadurch zu Heimatlosen machte. Da nahm sich die belgische Regierung.ihrer an und gab ihnen gemäß dem belgischen Gesetz die nötigen Ausweispapiere als belgische Einwohner. Auch ein Teil der jüdischen Emigranten aus Polen, welche aus Frankreich ansgewiesen wurden, fand Zuflucht in Belgien. Fast sämtliche jüdischen Arbeiter fanden bald Beschäftigung, die ungelernten in den Kohlengruben, wo viele Arbeitskräfte gebraucht werden und kein Unterschied zwischen Einheimischen und Fremden gernacht wird. Ebenso ist es auch in der Metallindustrie, wo starker Arbeitermangel herrscht. Den besten Stand unter . den jüdischen Arbcktern in>^Belgien bildert «jedoch die L e d erar b e fte r>. .Dieser Industriezweig befindet sich in Belgien ausschließlich in jüdischen Händen oder, wie die dortige Presse es offiziell ausdrückt) in den Händen der „braven und energischest Polen und Tschechv-Slowaken". Vor dem Kriege war'die LMtverarbeitung in Belgien ivcnig entivickelk, da Deutschland Lederwaren einführte oder selbst in Belgien erzeugte. Die Versuche d^r belgischen Fabrikanten, sich po'n der ausländifchen Herrschaft auf diesem Gebiete zu befreien, schlugen gegenüber der energischen deutschen Konkurrenz fehl. Als nun nach dem Krieg der belgische Markt für Deutschland geschlossen würd^, uützteü kapitalskräftige Juden den günstigen Moment aus und. sobald es möglich war, Rohstoffe zu erhalten, wurde eine ganze Reihe von Werkstätten größeren und kleineren Umfanges eröffnet, wo die Herstellung von Dkmentafchen, Portemonnaies und anderemft!ederwazWftu Angriff genommen wurde. So entstand eine, neue jüdische Einwandererindustrie, wie es. schdn frühfr in Amerika, England, Deutschland, Frankreich vlisw. mit der jüdischen Schneiderindustrie, Tabakindustrie, Hutmacherei und dergleichen der Fall gewesen war. Freilich sind alle diese Werkstätten mit wenigen Ausnahmen noch Nicht allzu güt organisierte NnternehMüttgen, aber die Lederwäreniichustrie, welche , sich hauptsächlich in B r ü f f el' konzenirtert, hat in Belgien gute Zukunft- Ihre bisherige Entwicklung hat einen stetig wachsenden Zustrourvon jüdischen Arbeitern hervorgeruftüi' Diesem Ärbeitsfachwidmen sich auch Leute, welche ftn ihM . Heimat andere Beschäftigungen gehabt haben. Die jüdischen Lederarbeiter haben bereits eine eigene Gewerkschäftsvereinigung gegründet und führest jetzt einen energischen Kampf gegen das aus Amerika-bekannte Schwitzsystem, welches bei beit kleineren Leherwareneczeugern ziemlich starke Anwendung gesunden'hat. 'Die neue jüdische Industrie in Brüssel hat der jüdischen Bevölkerung dortselbst wertvolle Kräftig gung in jeder Hinsicht gebracht. « Die Ernüchterung »er ungarischen Weinbauer. Bckannchch hat der Weiße Terror in Ungarn zu allererst und am wütendsten in K ecs k e m 11 und Umgebung gehaust. .Ww haben seinerzeit über die furchibaren Judcnvogrome, die ganz besonders und zuletzt noch während der diesjährigen Peßachwoche in der GMtinde .I z s a k veranstaltet wurden, berichtet. Der größte Teil der Bevölknung von Jzsak lebt von Weinbau und es war ^er Pronah'Hejias'Bande und den »Erwachenden Ungarn" gelungen, die Jzsaker Bevölkerung so einzuschüchtern, .daß diese den Boykott gegen die jüdischen P e i n h.L n d l e r. Wemageuteu und Weinkommifsionäre auSsprach'en. Welchen Erfolg der Boykott für die Weinbauer hatte, geht auS einem offiziellen Schreiben der Gemeindevertretung int, den Landesverband der ungarischen Münkommiisionäre und Weinageutcn hervor, in welchem der Verband mit der Bitte nur weitestgehende Puhlizicrung des Beschlusses verständigt wird, daß eine aememsame Beratung deS Gemeinderates mit der Partei der 19. Oktober ISA) . 'Slr. 824? Klrinwirte und dem Verband der »Erwachenden Ungarn" be2 schlossen rvnrde. den v ö l l r g! a b m tz e l e g t e n W e i ni handelt« I z s aV wieder ganz In derselbe^ gemeinsamen Konferenz wurde ferner rmstlmmig Mchlofien/lftveckZi Wiederbelrbnvg deS Wcinhandels iit^ber Iüaftr Gegend i*bemj Wemhöndler nnd Wemagrnten den wei<cstgüieildrn 'vers8nlicheni.?j und materiellen Schutz zuzusicherü. Die Ecvdarmcrie fei beauftrag^ alles zum Schutze des Lebens und des Vermögens anständiM; Kausteute Notwendige ohne Unterschied zu ttm. a ' ’t *• ' * Die Aufforstung PalLstinas. Der I Ü d isich n^ N a t i o n a l f o n d s hat in Verfolg semer Abficht.di^ > Wiederausforstung Palästinas durchzusühren, im vorigen Winle«'? allein 600.000 n e u o Ä 8 u m e angchflanzt. , , ,.- st * Philosophisch - «aturwiffenschaMchy . PovtriigA in der Aroma. Mittwoch den ZO.'-d.M. finden im Kleine^. Saal der Urania zwei bemerkenswerte' Bötträge statt':' M i,Lß Itbr wird Prof. Dr. Mor G ans über das Verhältnis von «Paantasse und Wlssenschoft" sprechen, um '/z8 Uhr Professor Dr. Wladimir M isst r' unter dem Diel »Naturgesetz,, Zufalls. Wunder" du diesen drei landläufigen Ausdrücken zugrunde liegende^ Begriffe Misch delcnchten. . s. * Der Jüdisch akademische Philosophenverein hat am Donnerstag den!4. d. M. die Generalversammlung für das!, ^i'üntersemesler 1020/21. abtzchalten. Nach Entgegennahme deS' Berichtes, des abtretendcn Ausschusses und Erteilung des Ab» solutoriums wurden folgende Herren und Damen für' daS kommende Semester gewählt: Zum Obmann Herr De. Isa6 Braunstein, zmn Obmannstellvertreter Herr Adolf F i n k,! ferner Herr Jsachar R e i ß. Herr Iosue Ehrlich. Herr Wolß H i n d e s. Fräulein Dr. Rachel M i e s e s, Herr Joses Fin Fraulein Schenk e l und Herr Erich B 8 h m. Die General« Versammlung faßte den einstimmigen Beschluß, die Herren Doktov Josef F l e s ch, Mr. I. G r o ß b e r g und Markus T e i chft mann im Hinblick aus ihre langjährige, ersprießliche Täligkeü in das Ehrenbuch des Vereines einzutragrn. ü * Vom Gewerbesörvekungsamt des Jüdischem Nationatrotes veranstaltete Kurse. Kurs A: Schlosserei, praktisch, Montag und Mutwock von 6 bis 8 Uhr abends £ Kurs B: Schlossern prakttsch, Dienstag und Donnerstag vost 5 bis 8 Uhr abends; Kurs C : Elektrotechnik, Dienstag tmbf Donnerstag von 6 bis 8 Uhr,abends; Kurs U: Mechanischei Technologie, Dantpfuud Wasferkraflmaschmert, Dienstag uM Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends; Kurs E: Archtlektur-i und Bauvolicrkurs, Montag und Mftwoch von 8 bis 8 Uhr! abends; Kurs Etsenbahnerkurs, Montag und Mittwoch vom 6 bis-8 Uhr abends; Kurs 6: Motoren-, Automobilnn« Chaüff'mkurs. Montag und Mittwoch von 6 bisst Uhr abendsv Kurs U: Ornnmeniik und Technologie des KunstgewerbeS^ Dienstag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends; Kurs!;- Ej.pcrimentalvl,ysik, Montüg und Mittwoch von st bis 8 sthri abends; Kurs K: ExprrrMentalcherrne, Matertalimkunde und) chemische Gewerbe. D'enstag und Donnerstag von 6 brS 8 Uhkj abends; Kurs k,: Wasserversorgung von Ortfchattm md Häusrrnü - Montaa und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends; Kurs blü Englische Sprache und Kultur. Für olle, die die Absicht haben/ nach Palästina auSmwanbrrn, ist es unbedingt, nötig, neben der bebrärichen auch . die englische Sprache zu beherrschen, die in! Palästina als englischer Schutzstaat von großer Bedeutung fteü^ ' wird. Der englische Kurs ttvird tm wesentlichen ei» Konverlations^ kurs fei», der aber auch eingehend über englische Kultur.nnd Lebensverhältuisse insorlyieren.wird. Anmeldungen und ÄuÄLnste im Gewerbeiördecungsmnt e des Jüdischen NattonalrateL, ll., T a b o r^ '7 st r a ß e 20a, vou st bis 1.2 Uhr vormittags und von 3 bist , 6 Uhr nachmittags - , . . 1: * Das Arbeitspvogramm de» Jüdischen Fenne«-!' bundes. Am 5. d. M. koristituierie sich eine jüdische Frauen* organisatiou. Ucbcr.. das.Arbe'isvrogranmi dieses Frauenbundes wird Frau Esther Ravpaport-Mieses Mittwoch den 30. d. um Vft Uhr abends referieren. (Lokal der zionistische» Sektion^ iX., Ltechtensteinstraßr 11, Tjir 18.) :; Astatische Cholera, in Ostgalifien. Dem Ukrainischen Pressedienst wird aus Lemberg berichtet: In Ostgäliüeu wurden im Dorfe Ppszkowci (Bezirk Buczacz) 17 Fälle asiatischer Cholera > scstgcstrllt; 11 davon verliefen letal. Lebensmüde. Der 28jährige Echansvieler Max W e w e r k a. Hl., Untere Weißgärberstraße 6 wohnhaft, bat fich , gestern vormittags in einem Anfall von Schwermut mit eckiÄ Messer eme Stichwunde an der linken Brustseite beigebracht und wurde von der RettungsgefiNchast in die Unfallstation gebracht — Der Sftähnge Student Hillel K o f l e r, I., Köllnerbdfgaffe 1 wohnhaft, bat sich gestern nachmittags aus einem Revolver eine Kugel in dir linke Brustseite gkjagt und sich s ch w e rner letzt. Die Rettungsgesellschaft brachte rhu ins RudolsSspital. Die Ursache, der Tat ist unbekannt. - * Eröffnung des FlugverkiehreS München—Wie«.' Morgen. Mittwoch, wird die Lnstlmie München—Men? dem' . Verkehr übergeben werden, nachdem dank der ^nittative des österreichischen Gmatsamtes iür Verkehrswesen dr« Schlußverhandlunqen zu einem guten Resultat gelangt sind. Am Mittwoch gegen 4 Uhr nachmtttags werden am Flugplatz Aspern drei Flugzeuge cintreffen^ Die Strecke Münschcn—Wien wird in zirka, bm Stunden zurückgelegk. ' ' : * A«ckerkra«»aÜe i« Prag. Jus Prag, wird . gemeldet : Heute nachmittags hielten die beiden Flügel der tschecho-' slowakischen Sozialdemokratie zwei getrennte Volksversammlungen gegen die Verteuerung des Kuckersob. Die Teilnehmer an der rechts^- soüalistrschen Versammlung gingen ruhig auseinander. Nach, der Bcrsammlmig der Linken kam e3 zu Demonstrationen, wobei cintge Kasseehausrenstcrscheiben zertrümmert und die Polizei mtt: Steinen beworim wurden. Fünf Wachleute erhielten Verätzungen. Neun Demonstranten wurden verhaftet. * Urania. Heute, Dienstag, (/x6 Uhr (Klemer Saal) Bros. Dr. Heinrich Lohwag: Pilzkunde. Die eßbaren und giftigen Mze, V. -- ft,6 Uhr (Kurssaal) Prof. Dr. Rudolf Denk: Engltsche Lautbildung-- .und Aussprachlehre, II. — Vz6 Uhr tKlubsaal) Proft Dr. Alfred Körbel: Grundfragen der Logik. -7- 7 Uhr (G' oßer KonzerthaMaal) Ronny Johansson: Hnmörtstische und Charaktertänze. —' V98 Uhr. (Großer Saal) Franz Siller, Inspektor des Landwirtschaik^amtes: Wie kommen wir .nir GartMedelung? — Ubr «Älctncr Saa1>: Der Httnd, I. Pros. Dr. Leopold Böhm: Zoologisches, Anatomie und Physiologie des Hundes. — ,'/tS ,l%t (Kurssaal) Land- und sorstwrrtschastliche Vortragsreihe Dozent Dr. Alfred Till: Die ENtstebuug dev Ackererde. — '/28 Uhr tKlubsaal) Dr. Hans Pleß: WeUanschammg und Musik- — ftst Uhr lMikroskopiersaal) Dr. Alfred Limberger: Anatomie der Pflanze, l. * Berhaftrle Posträuller. In Leo-ben wurden di«' Brüder Anton und Rudolf Sk ober ne in dem Augenblick verhaftet, als sie den Postwagen eines VorstadtamteS) der 7iun Haiiptbahnhof Leoben fuhr, berauben wollten. Die beiden Berbaiteten werden der Einbrüche in die Post« ■ äintrr Leoben, Selzthql. und. Kapfenberg, .bejcyntdigt,.. >vo sie rnsgejaurt 280.000 Kronen gerauvt hatten. Anton Skobern« /wird außerdem verbächftgt, au, dM Viubxuch betm. Juwisltzyf