Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 622 (17.10.1920)
- Date
- 1920-10-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ar. 622 Wien. Sonntag, SBientr Moegerrz»«»«-! VvrÄwf, haß er, der 19),.tz.,hrn Bolscheiviken den -ts. Kücken gekehrt Habe, sich rteüerdings zu ihnen bekenrie itttb mit sich selbst im Unklaren sei. Der Brief -selbst jcmtetr ' Wladimir Jliisch, -• : .. ' Ich' bitte Sie, augenblicklich B. T. Donkow, den Präsidenten der «MLrärztlichen Mädenite,- öiite Audienz jü gewähren. M.an hat hier ein Schock bekannter russischer Gelehrter verhaftet, unter, ihnen Depp, Ossipow, Oldenburg, Grinur:, Busch nftv. Ich erachte es für notwendig, Ihnen'ganz freinftitzig meiite Meinung darüber zu sagen. Ich glaube. de'ENM)tunl ujtd-die Macht rines Landes werden nach der Stacke und Größe seiner intellektuellen Kräfte gemessen. Die Revolution hat nur!>en Sinn, daß sie', die. EniwiDtMdieser- Kräfte begünstigt. Man muß die Gelehrten so anständig als möglich behandeln. Das ist-besoiiderK bei unsacht wendig, wo i»ie Siebzehnjährigen int Bürgerkrieg verbraucht werden and die Entwicklung der Intelligenz des Landes für lange Zeit unmöglich gemacht ist. Wir schneiden, indem vir uns unserer Haut wehren, dem Bolle seinen Kopf rb, wir vernichten sein Gehirn.-W-bleibtuns keine Hoffnung auf den Sieg, wenn die Elite der Zivilisation aus gerottet wird. Diese Meth ode 'ist nur der Beweis unserer Schwäche und Müdigkeitu'no der Wunsch, uns Mt unserer eigenen Unfähigkeit zu rachen. Ich protestiere energisch gegen dieses Borgeh'^'^'.-welche' das Gehirn unseres.geistig schon so armen sBoftes tötet. Ich weiß, daß Sie mir Ihre gewöhnlichen E.inwürfe machen werden: ,Mer nichts"mit nnZ ist, ist gegen uns" und: „Die neutralen Leute sind gefährlich". Die bedeutende Mehrzahl der Gelehrten ist neutral und objektiv wie Me Wissenschäft, es sind apolitische Menschen..>' Die Mehrzahl: sind Greise, sind krank; das Gefängnis wird sie töten, denn der, Hunger hat sie genügend erschöpft. Wladimir Jlitsch, ich stelle mich .jenen zur Seite und jiiehe es vor, eingekerkert zu' iversen, als mich durch, mein Schweigen a>i der Hinmvrdüng der besten Intelligenz mitschüwlg zu machen. Die „Roten" sind genau so wie die Meißen"/die Feinde dös Volkes. Ich persönlich ziehe es, ohne zu zögern, vor, von den „Weißen" unterdrückt zu sein, denn ich bin nicht mehr der Genosse der „Rötend Ich hofft,, daß Sie mich verstanden haben. . ' Maxim Gorki,. Die überflüssigen zehn Gebote. Ditz,, . antisemitischwülfische „Staatsbürgerzeitung" bk Berlin gibt , unter dem Titel „Die zehn Gebote" eine ergötzliche Wartung des Dekalogs ab, irelche ihrem historischen Verständnis alle Ehre macht; es heißt dort: ' Ms nach der Legende dex Israeliten Jehova, bsr Gott diefts kleinen WüstenvotkeS, dein hebräischen mystischen Nativnalheldeu Moses auf dem Berg Sinai die zehn Gesetz-estascln überjuichech.^, muß . er nach der Uebevzeugung v2s'späierMM'Mas^N5'e'r Bücher, . die unter dem Äa'Men des Mo seZ-in'der Weltliteratur eine große Rolle spielen, eine Horde Wilder .vor 'sich^ ge h ab t Hab e n, denn das. primitivste Volk in der verlorensten EckL dieser'Erde befolgte diese Grundsätze und Geboie ohne Moses und Sinai. Ohne die Jnne Haltung solcher Gebote läßt sich irgend ein Gemeinschaftsleben überhaupt nicht durchführen. Man braucht nicht einmal beim Menschen damit anzusangen. Auch die-Tiere haben ihr Nest und haben ihre Ehe,'in-die einzndrrügen verboten ist." Den Leutchen.von der „S.aatsbiir.gerzeitung"iw' zulegen,' daß die zehn Gebote die Quinte--enz aller, Ethik sind, also auch die'zur Zeit ihrer Abfassung geltenden ,- primitiven" Grundlagen des Gemeinschaftslebens in sich tragen müssen; kväre.angesichts der Geistesverfassung der arischen Kulturträger überflüssig. Aber so ganz überflüssig, wie die Historiker v-on der .'.StaatSblirgerzeitung" meinen, ist der Dekalog denn ^och nicht. Denn die „Wilden", die ihn als Gesehgründlags bekamen und bis heübe'bewahrten, staben/-ich irr ihrer Ethik und Moral wenigstens an dieses Fundantent das Gemeinschaftslebens gehalten. Die arischen Heldens die zur Zeit, als die- ,jHörde Wilder" den Dekalog erhielt, Eicheln fraßen' itilb erst zwölfhr,adert Jahre, später mit.der Annahme des ChristeNtum-s den Debalog kennen lernten, haben es bis heute noch nicht dazu gebracht, die Gebote zu'halten, ..ohne, dere.no'Jnneüaltung sich ein GeMeinschästslebeit üld.'haüpt ''nicht durchführen läßt". Bor «cklem-, morden sie.shsteniatisch -und unsystematisch, ja nachdem, ob es sich um Krieg oder Pogrom handelt, und wenn man darangeht> den Krieg durch das einzige' jetzt 'mögliche,' Mittel,'stillen 'Völkerbund, aus der Welt zu schassen, so stellen sitz diesem großen Gedachten ein nwrdlustlges Revanchewntgeheul. entgegen. Sie erschlagen pölitische "Gegner, sie morden Menschell, weil!ir anderer Nalihn, Religion oder Wirtschaftsfunktöon sii:d, sie stehlen und rauben kaltblütig im sogenanntes Feindesland oder' bei Iirbeir, die ne pogromieren, sie'legen täglich taus-eüdmal falsches Zrngnis wider ihre Nächsten ab, ein Bolk gegen das anders einer gegen den andern. Es sclftint, daß die zehn Gebote den Leuten von der „Staatsbürgerzeitung" und ihresgleichen in a.len arisch.'>: -Sippen nur deshalb als überflüssig.erschLnien, lvni sie. .noch heute nicht so Mit sind, wie „eine Horde Wilder",,daß sie diese Gebote als sittliche Grundlage ihres Lebens wirklich, nicht; nur im Dogma einer Dien bis heute fremden religiösen Anschauung, ersaften können. ' Das jüdische Lebe« i» Betzarabie». Rabbi Schulen: Schenils, welcher im Aufträge b«S Vereinigten jüdischen Hilfskomitees in Netv-Aork nach Wolhynien reiste, um die Hrlfsarbeit für die dortige.jüdische Bevölkerung zu organisieren, besuchte auch Beßarabien und erzählte nach seiner Rückkehr einem Mitarbeiter des „Moment folgendes: In: großen und ganzen geht es den Juden in Beßarabien nicht schlecht. Mit. den Rumänen leben sie in Frieden. Ihre wirtschaftliche Lage ist recht günstige Der Handel lebt in allen Gebieten Beßarabiens aus... Lebensmittel sind nicht teuer. In Beßarabien gibt es jetzt e t w a 2 0.0 0 0 jüd: sch e, F l ü chtlinge aus der Ukraine und Podvlien, zumeist junge Mädchen und Jünglinge, welche vor den Pogromen in ihrer Heimat nach Beßarabien geflüchtet sind. Die beßarabischen Juden haben in BMnest» ein Hilfskomitee für die ukrainischen Juden gegründet, welches Abteilungen in-.allen größeren Städten hat.. Das Hilfskomitee -hat unter -anderem die Mnfgäbe.- für jedeiH Ankommenden, die Anftnthaltsbewilligung für drei Monate zu be-'- sorgen, ohne det sich niemand in Beßarabien aufhalten darf; ferner sorgt cs für Wohnung, Ausspeisung und, soweit' es möglich ist, für Beschäftigung der Flüchte. linge. " - , ' j ' .. " 7 >" Auch das „I-o i n t"-Konntce ^at den Flüchtlingen Hilfe gewährt; von. dstn ainstrifan: schein. Hilftgeldern,, die für Beßarabien 'bsstimyrt sind, wird hie Hälfte .zur, Ausspeisung der ukrainischen, und podolte schen Flüchtlinge Verwendet. Alle Flüchtlinge, haben' nur einen Wunsch: Zu -ihren Verwandten nach Amerika zu fahren. Dies 'wcire nur daMUinöglich, wenn .die „Hejas", welche den Transport jüdischer Bewohner. ans Osteuropa zu - ihren Verwandten nach Anierika. durchführt, in Beßarabien eine Filiale eröffnen würde-- Irteder letzten Zeit'gab es in Beßarabien einige- Schwierigkeiten wirtschaftlichrr Natur, dadurch, daß die rumänische Regierung den zwangsweisen Austausch der russischen Zarenrubel in. rmnttnischo Lei dnrchführte; das bedeutet, daß der Rubel als ausländische Valuta: zu existieren anfgehört hat. Dem Handel erwuchsen dadurch manche Schtvierigkeiten, die noch nicht ganz geklärt sind. - ' - Das soziale und kulturelle Leben der -Juden- Beßarabiens entwickelt sich in der letzten . Zeit ganz normal. - Die jüdischen G y m n a s i t n mit russischer Unterrichtssprache worden jetzt in solche mit hebräis ch er und j id d i s 6)e r Unterrichtssprache verwandelt. Ausyrabrrrrg der KrenzritterstadL Askalon. Der Direktor de», neuen britischen Schule für-Archä- . -ologie in Palästina, Pros., Garstang, hat, wie Ierusaterner Blätter^ berichten, mitgs^ilt,- dgß ep demnächst, mit den Ausgrabnugsarbeiten-au deu Stelle der Kreuzritterstadt Askalon -(-in der Bibel Eschkalon) beginnen werhe. .Die Geschichte der Stadt Askalon reicht weit ins Altertum -zurück. - Zwischest Jaffa und Gaza, .an. einer.haftplvsen.^üste, U2 Meilen nördlich von Gaza gelegen,, war Askalon.^^'eine7--dsr..-süyf ,Hauptstädte der Philister. ES wird airch in d-rn- Tet-el-Amara-Taftln im, 15.. Jahrhundert vor der gegenwärtigen ZeitrechnuW erwähnt. Iüftphus verzeichtM-inzseister Geschichte, d^ß 'Askalon die Gebürtsstätte Herodesdes Großen. ist; deü daselbst Bäder,. kostbare Quellen" und Kolonnaden; echaueu ließ, die „sowohl wegen-;ihrer künstlerischest } Aussührnng als auch wegen ihres - limfanges bewrrnde-- irungswürdig waren". Später war Askalon die Residenz - Salomes, der Schwester des Herodes. .Während! K»er : römischen- Periode hat Askalon' ftine Bchesttung'^ets (halten, .wenn'es auch durch den Krieg unter Titus 'stark, gelitten hat. Zur Zeit der Krenzzüg'r ist Askalon aber-, mals zu hoher Bedeutung WmW Die Dtadt wurde 1154 von den Kreuzfahrer!: genommen/ 11-87 jedoch, von Sabadin zurükterobert. Hier feierte Richard I. einen 'seiner größten Triumphe, zu dessen Andenken die Stadt nn Jahre 1192 neu erbaut, wurde. Die Ausgrabungen dürsten wertvolle Aufschlüsse über Palästina zur Zeit der Krenzzüge liefern. Die Lifte der Luxuslokale. Die von: Gemeinderat hüchlosiene 100°/oific Abgabe von den Prejfch der Speisen und Getränke, die in solchen Lokalen verabreicht werden, die nach der Ansstatiun- Luxus l o k ä l t darßellen, ist bekanntlich mit den übrigen fünf Slenervorlagen bereits in Kraft getretrei. Alle 3'achllokale, Bars "und Kabaretts, dir im Grsrye ausdrücklich ' als Lurnslokale genannt ünd, unterliegen dieser Abgabe. Nunmehr sind auch eine Anzahl von Unternehmungen im Gast- S ch a n k? u n d Konditorgewerbe vom Msgistratr, dem. die Festsetzung obliegt, als Luxuslokale erklmt worden. E§ stnd dies außer den eben erwähnten: Casirestauration und Bär Kranz. I., Neuer Markt; Casörestauration und Bar Atlantis, I., Schwarzrnbergplatz; Capua, l., Johannesgasse; Grand Hotel, Bristol, Imperial, die Restaurationen Meißl L Schadn, Har tmann, Hopfner, k.. Graben, mit Ausnahme des Bolkskrllers Hopfner, l., Kärninrrstraße, Hopfners Grill-room, l.. Goldschmidgasfe, Sacher. KursalvNlStadtpark, die! -ÄZemstuben Continental Bodega, 1, Fichtegasse und Kolowratriyg, die -Frühstückstube Stiebitz, I., Bognergasst sowie die beiden Zvckrrbäckir Demel, I., Kohlmarkt, und Gerstner, Kärntnec- '" ' 17. Oktober 192V Seite v m B0 Sie Boö*»iwffen &3bm tS» bBcHsten ttwmXunQpa . Äes ftpocbffiesb, * Personalnachricht. Dr. Artur Hol d e n g r 2 v e r< Rechtsavwaltanwärter hat sich mit Fräulein Regina Hst r»w i tzi Tochter des Naphtamdustpiellen Arnold Horowiy, . .-.Wien,' verlobt. -' - '- '' ' -' - ' v * Eine Spende Sir Herbert Samnelo Hr da» Schulwesen in Palästina. Das Jewish Cörr. Bur. meldet : Dex.Oberkommifsär hat. für. hie Volksschulen in den Kolonien Mtgdal uni) Tul-Kereni 20y Pfund Sterling als Aüemnuüng' ihrer, wertvollen kulturellen Lttstungrn gespendet. i '*Die Schecks für Dollärpakete. Die Leitung 'deL amerikanischen Hllfslagerbanses Wien, l., Barkring 8,- teilt mit: Die Anweisungen auf „-Dollarpakete" müffen vom - Emptänyer ... (Adrcssaicn) des Schecks'äw der'Rückseite eigenhändig unterterklgt ' werden, Wenn der Adressat das Paket nicht selbst behebt, hat ec! dein Bo'en außer dem Legitimationsvavier kHeimatschei« oder Paß, Gewerbeschein und außerdem Meldezettel), das in jedem Fall vorgewiesen werden muß, eine selbstgeschriebene Vollmacht "mitzugeben. ./ \ . Die Schuhmachergehilfen fordern eine 5v°/,ige Lohnerhöhung. Gestern-überreichte der Obmann , her .- Wiener Schuhmachergrhllsen bei der Genossrnscha, ''e Forderung einer 5 0°/„ l g e n L o b n e r h ö h u n g. T.. - Lohnkomitee der. Genoffenschast ist für Donnerslag den.21. d. L':. einberusen^ um.. mit den Gehilfen zu unterhandeln. , i; * Schlagende Weiter. Aus Saarbrücken wirst gemeldet: Aus der Grube Frärtkenwols bei Bixbach-ereignete-stch'-k heute bei der Frühschicht ein schwerer Unglücksfall durchschlagende Wetter. Fünf Bergleute wurden getötet» , , * Fahrpreisermäßigungen für Triester Akefse- Lesucher. Die italienische Regierung. hat de», vom Wiener^ Handels-Museum delegierten Teilnehmern und Besuchernder Triester Messe eine Fahrpreisermäßigung von .20% ans der italienischen Strecke nach T r :' e' st zugestandrn. "i * Freie Jüdische Volkshochschule in Verli«. Im 6. Trimester lHerbst 1920) werden lesen: M. Abrabam:, Hebräischer Sprachkursus. Dr. A l e r a n d e r: Der Ant: em:- lismus. . seine Geschichte, sein Wesen und, seme Bekämpfung. Dr. B a e ck: Weltgeschichte und Judentum. .Dr. B er gm a n n: Religionsstüter. Dr. B er n f e.l d: Dre PropheUschrn Bücher der Brbel. Dr. B l e i ch r o d e: Talmudlektüre. Doktor F e i st: Sondertppen des jüdischen Volkes. M n sikd rrekto^ F ri e h m a n n: Der gottesdienstliche Gesang mr der Hand, des Gebetbuches. R e g i e r u n g s r a t Hans G o i l <x r: Die Juden im 'deutschen Wirtschaftsleben fest der Eman-. zipation. Dr. K e ll e r m a n n:. Dre neuere-Phüosophre^m ihrem'Verhältnis zum Judentum. Dr. 8 e s.gd n s ky: Geschichte des jüdischen Volkes vom babylonischem- Exil .bis zur Zerstörung des zweiten Tempels. Professor.Doktor L o e w e:'Geschichte des nationalen Gedankens im Jiteentum.^ Dr. M--a v e r:Ausgrabmrgm m Palästina, Dr... O^b e.rüiflii n:- Die iüdische Philosophie des Miltelallers.. Doktor. Sandler: Palästina. Landesnatur und Geschichte. Doktor-. T o rechnet: Die Dichtung vom frommen Hiob. Doktor Warschauer: -Einführung ins Hebräische. Emtuhruna. m : den israelitischen Pr ophetismus. F r a u W r o n s k y: Neue, Ausgaben jüdischer Wohl ahrtspflege. - ' * Iüdische BolKsbibliotheK Zion, II., Glocken» aasse 30. Die Bolksbibl'othek ist wieder eröffnet und zwar Montag. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 5 bis 7 Uhr abends und Sonntag von 11 bis 12 Uhr mittags. Renan-: Meldungen werden an den oben angegebenen Tagen und Stunden e'ntgegengenommen. ' ' * Hebräisches Lehrerseminar in Klansenburg. Ueber ixsuchen des Siebenbürgischen Jüdischen Nationalverbandes, at der Kulturau sschuß der Londoner st is ch e n J a h resko n fte re n z dre- Errichtung tewes -ehrerpädagogiums für Großrumcmren beschwuen. >er Ausschuß hat zu den Gründungskosten für das erste!abr den Betrag von 750 Pfund Sterling votierte -^as Zädagogium hatte ursprünglich in Käschinew errräMlerden sollen, doch die dortigen politischen VerhÄtnihi.-- affen derzeit die Errichtung eines solchen Külturinstituies icht zu. So wurde der Sitz dieses Jnstttutes 'fur K l a u i'e n-- u r a'bestimmt. Die Ziomsten in der Bukowrna haben .auch, ugestimmt, daß das Pädagogium in Siebenbürgen errichtet ,erde, wo die jüdischnationale Bewegmlg intensiv r.ib uud n Verbreitung immer zunimmt. Der Lecker des NnchtigLN Institutes ist der Professor des Wiener hebräischen Padaogiums Dr. Sonnenschein. Das Institut wird, wahr, chemüch im.Oktober dieses Jahres eröffnet, werden. * Ein jüdischer Bquer als Zola-Nebersetzer. In Jaffa, rschienen dieser Tage Ser erste und zweite Band, der hebräischen Uebersetzung von Emcke Zolas »Debacle -.,;>ie Uebersetzung, welche von der Jerusalemer hebrarschen Zreffe wegen ihrer ExMheck, ihrer klaren, slusstgen^SpraM lusterordentlich gelobt wird, stammt aus der- Feder, .de*. Padova, eines Bauern in Hebron, der tagsüber,. an: em Felde und in der. Scheune schwere Arbeit lerstet und ort Abend, gewissermaßen zur Erholung, den.großen. Roman »on Fola ins Hebräische übersetzt. Padova hat das Buchen: Andenken seines von den Türken vertriebenen Bruder« <akoL Padova gewidmet, der auf seiner Wanderung ui dre ranzosische Armee verschlagen wurde und rm Kampf den rod fand.. „Hachurban", dies der hebräische Drtel de- .Debaele", ist der erste große Zola-Roman, der ins Hebrauche übertragen wird. Bisher wurden nur kurze Erzahlnnge»' >on Zola übersetzt. * Semhon AfanaSjewitsch Wengerosf gestorben. Aus- Petersburg kommt die Nachricht, daß dort der beranntz: mffische Literückuvhistor-lksr und Kritiker S.A.W enger off rm Typhus gestorben ist. - Wengeroff war Jude von Geburt; eine Mutter, Pauline Wengeroff, hat das feinsinnige ähtäf .Memoiren einer Großmutter" geschrieben. Der Sohn ües ich nach BeeMgung seiner Hochschulstudien taufen. , ^n,v-er .Memoiren einer Großmutter'! kommt eine' Paulrne Wen« fccroff auf diesen Schrick ihres Sohnes zu-sprechen, den sü st mütterlich ..rührender - Weise zu verftÄngen sucht. S.A PelaEC» ■ I - Bauernmarkt » » Ecke Fleischmarkt