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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-16 · Heft 621 (16.10.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 621 (16.10.1920)
Date
1920-10-16
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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'9Sl 631 MMW )tL Später explodierten zweiBvm b e tt Forschen >un Hotel Cavom uni» der Polhtechnik. Durch den Luftdruck »ucbes die Fensterscheiben des Hotels zertrümmert, wobei der ßoteldirrktvr durch Glassplitter leicht verletzt wnrde. In T r i e st wurde eine patriotische Gegenluudgebung verrnstaktet, wobei es zu Zusammenstößen zwischen den beiden starte«« kam. Der Korrespondent des „Popolo d'Jtalia" Belli «wie sechs andere Persotten wurden sch w e r v e r w und e t; wrmrshin griffen die Patrioten das Gebäude deS sozialistischen Slotted „Lavoratore" an. Die Rrdaktionsräumlichleiten vmden eingccischert und i« der Druckerei Verwüstungen anrrrichtet. Die Antisemiteulrrawalle an dev Budapester Amversttöt. Budapest, Itz, Oktober (Privat.) Mit Rücksicht darauf, daß die Schlägereien und Skandale an der hiesigen Universität sich täglich wiederholen, rechnet man damit, daß .die Schließung für das laufende izahr erfolgen wird. Die RekrutenkrawaAe in Eger. Präg, 15. Oktober. Die Presseabteilnttg des StaaisamteZ?iir nationale Verteidigung teilt mit: An Egcr sind unter den ssmMenden Wehrpslrchtigcn Ausschreitungen ausgebrochen. -Die lrsache muß in dem Mangel an Zugsgarnituren für den?l & t t a tt 5 $ o r t d e r R e k«r « t e n gesucht werden. Die Rekruten versuchten, aus der Kaserne zu entkommen. Einigen. Rekruten gelang es, in die Stadt zu entweichen und alannrereude Äerüchte zu verbreite». Es kam M ssusammentoktrmgcn der 8ev8lkerung. die ei« Meeting vriattstaltete, wo' gegen die Republik gewütet wurde. Militärische Patrouillen, die die Aufzabe hatte«, die auseinandergelausenktt Rekruten wieder zu a««el», stieße» auf Widerstand und waren gezwungen, die Dassen zu gebrauchen. Dabei wurden s echs Personen leicht verletzt. Soldaten und Offiziere wurden »uf de» Straße« von der Bevölkerung angefallen. Sobald die Arbeiterschaft in den Fabriken erfuhr, daß bei der Versammlung der Rchrute» von de» Waffe» Gebrauch gemacht wurde, erklärte jt« fc«t Generalstreik. $uj Einwirkung des sozialdemokratischen Abgeordneten Hrllebrand wurde beschlossen, den Streik ubzubrecheu. Heute früh war es in Eger bereits vollständig ruhig. PkOg, 15. Oktober. (Tel. der „Wr. Morgettztg/) Die Rükvlteneinriickung ist beendet. In der ganzen Republik haben von dm 105.000 assentierten Rekruten 65.000 den militärischen Dienst angetreteu. Die anderen, Studenten. Landwirte «sw. wwchen zugleich beurlaubt. Tagesbericht. Sin UnerschroekeRer. Der. DtzuWnational«. Dr. Walter Rieh.1 halsich in kvelser Boraussicht des Umstandes, daß kein Homer sein Erdenlvallen jemals besingen dürste, selbst ein Epitheton ornans beigekegt. Cr nennt sich den „unerschrockenen Bekämpfet des Östjudenturns". Ein Wortführer der Nation,"hie naH Bismarcks berühmte«; Auöspruche nur Gott und sonst - nichts { auf der Welt fürchtet, prahlt also damit, daß er; die „polnischen Juden" bekriegt und dabei nicht ein einziges Mal ^rschrocken ist! Heil! Ein Platz in der Walhalla ist foldjeit Helden sicher, ob auch einer im österreichischen Nationalrat, ist freilich eine andere Frage ünd '$?'* fsirHett'^se^r/ .daß Herr Riehl bei der Verkündung des -Wahlresultates, so erschrecken wird, datz sein ganzer Nimbus für immer, slölen geht. Aber vielleicht ist er einer, der ansgog, das Gruseln zu lernen? Bisher scheint er es wirklich nicht ztt kmnen. und sei« Heldentum gegen die Ostjuden findet seinesgleichen nicht im ganzen Antisemitenlager. Konnte doch' jüngstnach i er Schilderung der Severschen Judenausweisungcn in der »Morgengeitungk, sogar die „RüiÄKpost" eiiien gelinden Schrecken ühsr '.die dabei borkommenden Mißgriffe % nicht verhehlen und gestand: „So hat sich das christliche Äolk den Kampf gegen dc^,Ostjudentum nicht borgestellt!" Aon solchen Schwächeanfällen ist Herr Riehl frei. Vermutlich, weil er sich bei seinem ^Ajnpfe überhaupt nichts vorstellt.. Wenu er von Ostjuden spricht, tauchen., höchstens lustige Bilder aus. dem „Kikeriki" iftMitter erregten Phantasie auf. Das traurige Lebensbild des .Djndischcn' Bäckermeisters,, dem inan hier dis Ausübung seines ehrlichen Handwerks verwehrt und der deshalb mitsamt .den Kindern, die ihm der Krieg noch gelassen, eleob dahin siecht,.rührt nicht an sein Inneres. Wenn er von Judenkindern hört, denkt er an den „kleinen Moritz", und nicht an die kleine Hanni, die sich als Gesellschafterin eines armen Bliyden foctöringt, aber auch in dieser kärglichen Existenz von der Ausweisung bedroht wird. Wie sollte also Herr Riehl vor seinen eigenen Siegen erschrecken? Was ihm von jüdischen Leiden und Freuden zu Ohren trägt die Marke Eilenbach und erschüttert sein. Zwerchfell, aber nicht feine« Mamnsmut. Lefsing definiert de» Schrecken als das Mitleid, mit sich selbst. Warum sollte nun ein Bekämpfer des Ostjudentilms sich selbst bemitleiden? Wenn sich sein sreigewähltex Beruf nicht rentierte, würde er ihn doch üicht auSüben. Oder soll ihn vielleicht die Angstvorstellung Peinigen, er könnte selbst einmal in eine. ähnliche Lage wie die von ihm Angegriffenen kommen? Unsinn! Die weiften deutschuatiünalen Hüiiptltnge in Oesterreich sind Flüchtlinge aus der Tschecho-Slowaksi, wo ihneit der politische Boden zu heiß geworden ist, und sie spielen hier doch eine ganz Passable Rolle, ja sie werfen sich zu Wortführern der bodenständigen Alpenländler gegen — fremde Eindringlinge auf. Das Schmarotzertum hat die Lustspieldichter aller Zeiten lebhaft angeregt. Hier verspricht eine neue Nuance die erfolgreichste Wiederbelebung des alten -Stoffes: Schmarotzer, die davon leben, daß sie — andere als Schmarotzer denunzieren und verfolgen. Dazu gehören freilich Naturen, jü» m g« iri$g — Kr. & KP. Wiener Morsenzerrrrns Mitteilungen aus dem Publikum. RELIANT EN, Perlen,Gold, Silber, Piatlnn. Uhren . kauf fc nad vetkuttit ' 778 ETTER iRotehtfcrmslr. 23, Äariahilferi&tr. 98 Die Ausländer an der Wiener Universität. Gestern vormittags wurde folgende Kundmachung d e s R «Ho t 8 auf dem schwarze« Brett der Universität publiziert: «Für bie Zulassung zur Inskription in der Zeit vom 18. d. M. augefangen wird nachstehendes verfügt: Am 18. und 19. b, M. haben sich zur Inskription zu melde« die Ausländer deutscher Nationalität sowie diejenige« Studierimden, die ihre Zuständigkeit in tittcr Gemeinde Deutsch-WeftiingarnS (Burgenland) nachzuweisen in der Lage sind, und zwar haben ordentliche Hörer, die im abgelanfettin Semester bereits . inmatrikvliert und inskribiert waren, ferner außerordentliche Hörer (Lehramtskandidaten, Pharmazeuten, Hörer der Staalsverechnungswissenschaft), die im abgelausenen Semester inskribiert waren, die Inskription bei der Quästm anzusprechen, während die anderen Jnskriptiottswerber (insbesondere auch Erstinskribierende) vorerst die Aufnahms- Lewilligung des Dekanats ihrer Fakultät zu erbringen haben. An den folgenden Tagen habe« sich unter Einhaltung der gleichen Bestimmungen für die Inskriptionsbewilligung — d i e ü b r i g e n ausländischen St« L i e r e «de n zur Inskription anzumelde». Hiezu wird bemerkt, daß der Nachweis der Heimatsberechtigung auch in einer nachdem Staatsyrrtrage von St. Gennain zum Staatsgebiete der österreichischen Repttblit gehörigen Gemeinde Westn « (j a t n § durch den Heimatschem zu erbringen ist, wobei Vorbehalte» bleibt, daß seitens der akademischen Behörde dessen Ucberprüfung durch daS Staatsamt für Kultus und Unterricht (Abteilung für Jnuerrs, Verwaltungsstelle für Wesinngaru) veranlaßt werden wird. Studierende, welche auf Grund dieser Neberprüsung als in einer der hezeichneten Gemeinden Westungarns anerkannt werdend werden hinsichtlich der Taxbeiaessung wie österreichische Staatsbürger behandelt werden. Diese Kundmachung besagt nichts betreffend die nicht aus Wesiungarn stammenden Ausländer. Wir wollen deshalb daran erinnern, daß die Staatsbürgersch aftserklärun g en unter allen Umständen g i l t i g sind. Ein anderes Verfahren wäre rin B r u ch. d e s % i j e d e n S v e r t r a g es. Keine Sistierung der Kaffeeinfuhr. Ser Trick einer Spekulantengruppe. Seit einiger Zeit wird in mehreren Blättern die Nachricht vetbreitet, daß das Staatsamt für Finanzen die Einfuhr von Kaffee völlig zu verbieten beabsichtige. Diese Gerüchte haben im Publikum vielfach beunruhigend gewirkt. Biele Parteien glaubten, sich rasch noch einen über ihren Momentanen Bedarf hinausgeherrden Vorrat sn Kaffee anlegen zu müffen, vnd so sind die siit längerer Zeit aus dem Straßenbilde verschwundenen Kolonen angestcllter Käufer vor den Kaffeegeschaften wieder zu sehen. Es fei daher scftgeffevt, ^aß die ausckeinend in spekulativer Absicht verbreiteten Nachrichten von einer gänzlichen Ststierung der Kaffeeeinfuhr vollständig aus der L u f t g e g r i f f t n f t n b. Keine der zuständigen Regierungsstellen hat in Erwägung gezogen, daS bisher gewährte Ausmaß der Kaffeezufuhren einzuschranlen, so .daß der Konsum auf eine Versorgung, wie sie bisher möglich gewesen ist. auch wei'.erhin rechnen kann. Ueberdies wird gegenwärtig von den beteiligten Stellen gepriift, unter welchen Bedingungen und Vor sichten eine Erhöhung der bisherige« Kaffeeeinsuhrurenge platzareifen könnte. * „Ans den Weihnachtstisch deS IsraelitsnFür die kultmellen Bedürfnisse des Vereines deu scher Staatsbürger jüdischen Glaubens sorgt rin Leipziger Verlag, der im neuesten Buchhiindles-Börsenblatt seine Verlagswerke unter dem Tucl „Auf den Wewnüchtstisch des Zsraeliten" anzeigt. Unter anderem wird für den Weihnachtstisch eine Erzäbluttg „Ioffele" von Albert Katz angekündigt, welches Buck bekanntlich ein Plagmt einer Dinesohnschen Erzählung ist. Besonders empfehlenswert.für den Weihnachtstisch dürsten auch dir Betrachtungen r» den TboraabsÄniUcn. betitelt ..Sabbatweihe", vor Lion Wolf fein. Unter den Achtern des Weihnacktsbaumcs kannsich dann die verehrliche Familie an der Pulvermannscheu Erzählung „©te Söhne des Bundes B'nr B'rith" ergötzen. Es geht doch nichts über die frohen Feste der vemschen Israeliten! * Jüdische BolkSbibliothek Zion, H., Glockengüsse 30. Die Bolksbiblwthek ist wieder eröffnet und zwar Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 5 bis 7 Uhr abends und Sonntag vott 11 bis 12 Uhr mittags. Neuanmeldungcn werden an den oben angegebenen Tagen und Stunde» entgegengenomuren. * Hebräische Schule, Wien, ll., Große Mohrengasse 18/22. E>nschreibungen für K-i n d e r und Erwach he n e, Anfänger und Vorgeschrittene werden täglich von 5 bis 7 Uhr abends entgegengenommen. Gediegener Unterricht in der hebräischen Konversation. Bibel, Geschichte und m o d e r ne r L i t e r at ur. * Verband der hebräischen Lehrer in Wien. .Um dm Uttfug zn steuern, welcher von vielen unberufenen Elementen mir dem piivatcu hrbrätscken Unterricht getrieben wird, hat der hebräische Lehrerverband beschlossen ein VermrttlungSb » r e a u eittzurlchten, welches zwischen Lehrern unb Schülern, bezichungsweise deren Eltern vermitteln wird. Es werde« nur auallsizierte Kräfte empfohlen werden. Amtsstunden täglich von 7 bis 8 Uhr abends im Schullokale,' 11, Große Mohrengaffe 16/22. * Urania. Heute, Samstag, 7*3 Uhr (Großer Saal) Schülervortrag: Im Lande der Pyramiden. Wie die Weintrauben wachsen. — 8 Uhr (Kurssaal' Fachreserent Georg Wkeninger: Küustliche Brut und Aufzucht, l. — l/a6 Uhr (Kleiner Saal) Univ.-Prof. Dr. illvbert F. Arnold: Schiller. IV. — 7,6 Ubr (KurSsaal) Prof. Dr. Paul Dcnglcr: Soüalethik. V. — 7,6 Uhr (Klubsaal) Univ.'Lektor Marias Faber: Praktischer Uebungskurs in Lorttags' und Redekunst. IV. — 7 Uhr > Großer Saal) Johann ewmifj. — 7,8 Ubr (Kleiner Saal) Anton Amon: Boilesung. — 7*8 Uhr (KurSsaal) Dozent Dr Otto S>orch: Zeugung, Geschlechtsbestimmung uud Vererbung, l. — 7,3 Uhr (Klubsaal) Ptaria Lry: Vorlesung. * Generalstreik in Mährisch-Ostrau. Wie mt§ ein Teltgrsmm meldet. k»d Mern mütaaS die AsMellle» der /16. Oktober 19Ä Seite 7 ■ ',ijr. ‘— ..* i i " ' . ■$, ■ ■ öffentlichen Betriebe in den Streik getreten. Der Verkehr des elektrischen Lokalbabn und der Straßenbahn ist vollkommeu rittH gestellt. Auch im Gasünd Elektrizitätswerk wird gestreikt. Di« Stadt ist ohne Verkehr und ohne Beleuchtung. Mün befürchtet.' daß auch die städtische Mssetleilmig de« Dienst ««stellt. Iw einigen Teilen vott Grvß-Ostrau ist bereits im Rohtttetz kein Wasser. Die Lage ist ernst und in der Bevölkemng herrschtet-' begreiflicherweise Aufregung, doch wurde die Ruhe nicht gestört.' Morgen werden keine Zeitungen erscheinen. Der Streit entstand wegen her materiellen Fdrdenmgen der Angestellten mV Beamten. /,! ■» srabbinev Landau in Botoschany gestorben.^ Wie das Iewissi Corr. Bur. berichtet, ist der aus feiner auf* opfernden Tätigkeit für den AomsmuS bekannte galizifchei Rabbiner und Freund Hrrzls, Leib Mendel Landau, m Botoschany, wo er die Stelle eines Rabbiners seit 1896 bellerdetÄ im 59. Lebensjahre verschieden. Rabbmer Landau hatte durch seine» große Gelehrsamkeit in Judaistik und durch seine tiefe allgemeiner' Bildung sich einen klangvollen Namen in allen Kreisen des» Judentums erworben. Ec war zusammen mck dem Rabbiners Reimes uud Nabbinowitsch Begründer und Führer des »Misrachi! auf den ersten ziomstifchen Kongresses. ,■{ * Srnpfand beim Chiefrabbi Dr. Hertz. Das JewW Corr. Bur. berichtet an? London: Aus Anlaß der oevdr^ stehenden Abreise des Chefrabbi Dr. H er tz nach den Dominionfand in Anwesenheit von beinahe 700 Teilnehmer« von derschiedenen Teilen des Landes ein großartiges Din« statt. Den Vorsitz führte Mister Lionel Rothschild? Lord M i l n e r , erwiderte einen Toast des! Vorsitzenden mit einer längeren Rede, in der er die jetzige politische Lage besprach und führe ans, daß in der z künftigen Entwicklung des e n g l i s ch e » Reiches die j ü d i s ch e R a s s e e i« e wiehtigck Rolle spielen werde. Dr. Weizma» saote, Palästmaj sei kein Experiment. Zwar werde noch nicht diese Generativ« diÄ Realisierung deS Zionismus sehen, aber die kommende wird sie! sicher erleben. Es svrachen noch der Chiefrabbi Dr. H e r tzü! Lord R e a d i n g, Dr. G a st e r und andere. * Blutige Unruhen in Italien. AnS R o m wird^ gemeldet: In San Giovanni Rotondo bei Foggia veabsichtigt« ' die sozialistssche Verwaltung, bei ihrem Einzug ins Rathaus dick rote Fahne zu hissen. Es kam zu einem Zusammenstoß mit be»l Anhängern der katholischen Volksvarter, die die Hrssung z» verck hindern suchten. Die auf dem Platze versammelten Manffestante« schosst« auf die Carabinieri. die sich um die WiederhersteLung der Ordnung bemühten, worauf die Carabinieri, von Soldaten unterstützt, düs Feuer erwiederlen. Es gab 14 T o t e und nahezu 80 B e r w u n d e 1 e. Es wurde der allgemeine Aussiand erklärt. * Die A.ock«arder. Einem Beamten wurde gestern abends im Cafe Güelahof der Winterrock gestohlen. Es rst ein Double-Ulster aus starkem, enaüsckiem, schräg schwarzgrau geripptem Stoff, einreilug, mit großen Hornknöpfe», Aermelanischlag aus gleichem Stoff, hinten mit Spange. Außen sind zwei große Taschen; in der rechten Tasche ist innen eine kleine Tasche. Innen sind zwei lange geschlitzte Taschen. Im Rock befanden fldb Ei« Paar weiße, rehlcderne Handschuhe, ein Paar braungesütterttz Leberhandlchnhe und ein zur Gänze grüngestreiftes Taschentuch mit der Marke.»?'. V.“. Der Rock hat einen Wert von K 15.000j Auf ferne Wiedererlangung ist eine Belohnung von 2000 aus« gesetzt. ■ ' ■ " , j * Amnestie für Deserteure in Italien. Au? Nom wird, berichtet: Der König .hat vier Am nest rede kr ehe untere zeichnet. Die^-AnmeW- Letznfft'.sinsbejondrVS!, jene Httsvnendie sich vor dem S.^tSeKMher^^191S'tA8er->Mklitchchienst«', Pflicht entzogen haben. Sie können sich binnen^ vier Monatmck stellen. .... .. .• , ■' ... Die nemm Luftschiffe» In .der. letzten. Luftkottsereffz .sprach Sir Edward .Elkington. .über^ dick , Verwendung -von Da mpfturbinen auf Flugzeugen? Eck ' führte aus, daß die neuen großen Flugzeuge ähnlich dM - Schifsen! alle: Mechanismen ,in einem Raum vereinigt. hcchenfwerden, zu dein der Führer mit Sprachrohren die Urteilen werde. Englische Ingenieure bemühen sich, FluK-s zeuge ganz aü? Metallen, bei gänzlicher Vermeidung vons Holz, zu erbauen. . , . * Die Lohnverhandlungen in der Damenschneider» Branche gescheitert. Die Berhandlungeu. welche das Lohn»; lomrtee der Vereinigung der Damenkunden-Schneidermeister und -Meisterinnen gestern mit den Gehilfenvertretern geführt hat, find als gescheitert zu betrachren. " i * Gestohlene OMgationen. In einem hiesigen Bank? institute sind in der letzten Zeit vom 3. bis 11. d. M. 25 Stück Apollo-Mmeralöl-Aktien im Kurswerte von rund S. 200.000 abhanden gekommen. Die Erhebungen über dm Verbleib dets Aktien sind eingeleitet. * Eine falsche Kommission. In der Wöhnuna der Viktnalienhändlerin Hcrmioe P e n i a s. VII., Neustistgaffe 78^ erschienen am 12. d. M. drei Männer, von denen sich zwei mit . Gendarmerielegitlmät-onrn ausw'ese» vnd' der dritte sich als Arbeiterrat vorstellte. Die zwei Männer gaben sich als Polizei konnnifföre 'aus und verlangten dst Herausgabe einer Kassette)' die 20.000 Mark, 1000 Lue und 30 Schweizer Franken enthielt.' Die Kassette hatte der zukünftige Schwiegersohn der Frack ' Penias, Max S ch l a n a e r der Frau zur Aufbewahrung' übergeben. Als Grund der Amtshandlung führten die Polizeikommiffäre den Verdacht des Balntenschmuggels an. Frau PemaSj > gab die Kassette dem t'nm Mann.. wie sich nachträglich heraus» stellte, dem SSjähngett Bankbeamten Karl Franz Josef Pollak.^ XV.. Gebrüder Lavg-Gasse 1 wohnhaft, und dieser händigte sie dem Arbriterrat Ferdinand Christ, XIV., Nobllegasse 8 wohn-'' Haff, rm, der aber den Pollak und den zweiten falschen Kommissär, den 35jährigen Ressenden Salo E l l n e r. XV., Gebrüder! > LaNF-Gaife 1 wohnhaft» von eine« Sicherheitswachmann arretieren ließ. Der Plan zur Beschlagnahme war von dem Sohne der Frau Penias, dem Gendarmeriepatrouillenlübrer des Detache»! ments Nordbahuhof,. Kurt P e»i» s, 32 Jahre alt. «ns-i gegangen. __;_ * Die große Serbstmaskenredoitie des Akademie fche« Vereines jüdischer Mediziner findet Samstag den 23. d. M. um 6 Uhr abends in den Sophiensalen statt. Kartenverkauf im Bereinslokal, IX., Mähringerstraße 15. j * Gesucht. Saul Schwarz, Stevpdeckenmacher aus Stanislau. aus der sibirischen KriegSgesangrnschaft nach Deutschland zurückgekehrt, bittet alle, die um den jetzigen Aufenthaltsort seiner Frau Nettt,' geü. Redffch und feiner beiden Kinder Lina und Rose, welche bei Kriegsausbruch in Przempsl wohutru^ wissen, denselben unverzüglich an das Arbeiteriürsorgeomt deck jüdischen Organisatioven DeutschlangS, Berlin 24, Augusts straße 1b, milzuteilen. __ D ersinönachrichteu. O e st e r r e i ch is ch e r I u r i st e« b u n d. Diß gründende Versammlung findet nicht wie ursprünglich w Aussicht genommen am 23. d. M. statt, sondern erst an der Wende dvtz November und Pezember d. I. au eurem Tage der vacher rechtck zeckhekamusegede» wrrdm wftd. - L r b r i \

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