Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-10-11 · Heft 616 (11.10.1920) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 616 (11.10.1920)
Date
1920-10-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979694--05471-2991327
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr 616 Men. Montag fit bin letzten drei Wochen insgesamt acht Bausteine dem Jüdischen Nationalfonds gespendet wurden. ES zeichneten gestern: Die Herren I. L-, I. W. und P. je einen Vauste'n zu 20.000 Kronen, ferner durch deren Vermittlung H rr S P emen weiteren Baustein. ^Sämtliche Herren im 1. Bezirk.) Ferner zeichnete, tvie'er durch, Vermittlung des Herrn Perlste'.n, H'.'tcr Nachum JiziHaki. Wien, 2. Bezirk, ebenfalls einm Baustein. Schließlich spendete direkt der Zentrale Herr Samuel T i l l i n g e r. Wien, 8. Bezirk. Skodagasse, einen Baustein für das Dritte jüdische Reich. Somit gingen in den ersten 29 Tagen der Prvpa- [)ütt a für ^en 10-Mi l'onen Kronen Fond? des Jüdischen Nationalfonds für Lnndkäufe in Palästina insgesamt 15 Bausteinzeichnungen ein. während am letzten Tage des ersten Monats allein 9 Bausteine gezeichnet wurden. Im ersten Monat unserer Propaganda wurden somit von 200 Bausteinen zu je 20 000 Kranen, die des En e dieses Jahres unbed ngt attfg-bracht werde i müiien, insgesamt 24 Bausteine dem Jüdischen Nationalsouds gewidmet. ______ Wo sind die verlorenen zehn Stämme Israel? Eine interessante Vereinigung, die vorwiegend aus Historikern und Altertumesorschern. jedoch auch aus Personen sonstiger Stände besteht und in den letzten JM-en stark - anwächst, ist die über England und Amerika verbreitete British Israel World Federation. Die Mitglieder dieses Britisch-Jsrael- Weltbundes vertreten die Ansicht, daß das englische Volk sich von den verlorenen zehn I s r a e l st äm m e n ableitet. und vor allem, daß die englische Königsfamilie von David absiammt. Der'Bund hat eine gen-ine Genealogie der englischen Königs scnniiie ausgestellt ine — bis Adam reicht. Interessant ist, daß P' ot c f t ö r i n des Bundeeine P r i n zessin ans dem englischen K 8 nigsha u s e ist. Der Bund dielt vor kurzem einen $ o n gl reß m London ab. Decket dielt der V>mdesiekrcllär Herbert Garrison einen Vortrag, der den Titel führte: „Wir haben den Schlüssel *ut Biber!" Ein amerikanisches Vlindesmitg!ird, ein Prediger, erkfürte. dötz Amdrikn den Eintritt in den Volkerbrrnd, Wilsons kigons Mündimg, ablebne. -weil England und Amerika' demnächst zu einem Sonderbundr sich vereinigen werden, der den BblkerbiNl^ iibersHMg mmstt. Das habe der Prophet Daniel in der Bibel vorausgesagt. Diw Eimoandenrrtgsvurtzav der rttnerlkanlschs Ikfdis'chev Gewsrkstkaften. Am 19. ^ep'ember fanden New-A'-'rf eine Delegier tenkonß'renz der jüdischen Äewerkscha'ten behufs Besprechung der jüdischen Auswanderungssrage statt. Sechzig Gcwe:k,'cha-en halten 119 Delegierte entsendet. Nach eingehender Beratung wurde auf Grund der Berichte tej Vor,i''cnLen Salomon Metz und der Schriftführer Max P i n e und M. F e i n stc i n beschlossen, unverzüglich an die Errichtung eines Eimvandcrungsbureaus zu schreiten, das in ständiger Fühlung mit den Ha °eu de Hörden, welche die Einwanderer zu passieren haben, sowie mit allen in Betracht kommenden O.rgam'sattiinenund Anstallen stehen soll. Der wichtigste Zweck dieser Einwanderungsbureaus ist Mc' rationelle Arbeltszuweisung an dis jüdischen Einwanderer, um sie vor Ausbeutern. welche auf die grünen Ankömmlinge latern. zu bewahren. Das EinwanderungZbure.au der jüdischen Gewerkschaften erklärt in einer angenommenen Nesolutton, daß es ein gemeinsames Zusammenarbeiten auch mit allgemeinen jüdöchen Auswanderer-, beziehungsweise Cimvattd-erer-HilsSor'.'.anisa.tonen h-rbei ühren tvill. Das Eiuwanderungsburean Hai bereits seine Tätigkeit begonnen. Das gefährliche „Kok-RldreK Gegen den vor einigen Tagen verstorbenen Komponisten Max Bruch (der kein Jude war), kam es in Bremerhaven kurz vvr feinem Tode zu einer soirdecbaren Kundgebung, natürlich antisemitischen Charakters. In der Kirche fand ein Konzert der Alvcrt-Kapelle statt, bei welchem auch die bekannte Kol-Nidrei-Bearbritung von Bruch gespielt werden sollte. Dies benützten antisemitische Musiktenner zu mannhaften Kundgebungen, bet denen R«eden gehalten und Flugl>lättcr verteilt wurden. In Wort und Schrift mürbe von den Kutturkämpsern durgelegt, daß es nicht angehe, daß die Juden (sic!),,in versteckter Weise die christliche Kirche .für ihre Zwecke" bcnützrn. In den Flugblättern wurde gegen die Ausführung eines Musikwerks, dessen Text „eich Fre-'. brief für jüdische Meineide* sei (eine alt-o ANhisemitenfavel» protestiert und — wie köiurte es anderseln — dir Ausweisung aller seit 1014' eingewanderren Juden (Oesterreich macht überall Schule!) und die Stellung der Juden unter ein Freindcngesetz gefordert wird. Die „Kundg-ei'er" mußten durch die Polizei zum AuSeirrandergehen gezwungen werden. Wte ernst die Bremerhavener Kulturkämpfer chre Mtstion nahmen, ßety daraus hervor, daß einer der Demonstranten, der Flugblätter verrerlre. einen aitderen, der ihn daran hindern wollte, durch Hiebe mit einem Totschläger erheblich verletzte. ltu& willst du^nicht mein Radaubruder sem, so schlag' ich dir den Schädel ein! Einstein — der Bolschewik. Nun ist auch Enstcin zum Bolschewiken gestempelt woiden' Auf einer Kon'uenz bet linkischen wtvrniclrufilichm Ge cllstall, der unlängst in Cardiff siatismd. liat Sir Oliver V o d g e ehr Icfetu) neuen Einsteins neue GravuntconStbeorie auf. indem ©lener Morgenzettung Die nächsten Wählerversammlmrgen. Harrte, Montag den 11. d. M., Vg8 Uhr abends, Terrafsenrestaurant, Margaretenplcch. Referenten'. Anitta Müller, Doktor Heinrich Krämer. Herne, Montag den 11. d. M., V28 Uhr abends. Restaurant ,Bunt grünenBaum", VII., Mariahilferstraße 56. Referenten: Gemeinderat Dr. Jakob Ehrlich, D. Nebenzahl. Dr. D. Fried mann. Herrte, Montag den 11. d. M.. Vs8 Uhr abends, CafS Kaiser Josef. II., Kaiser Iosefstraße 25. Referenten: Abgeordneter.Stricker, A. S ch w e r t f i n g e r. Heute, Montag den 11. d. M., 7 Uhr abends, im Saale der B e z i r k s Vertretung, IX., Währ'mgerstratze 49. Referenten: Dr. Schallt, Gemeinderäte Dr. Plasch kres, Dr. P oll a ck -P a r n a u, Bezirksrüte Auer und Dr. W e i n e r. D i e n s t a g den 12. d. M., Va8 Uhr abends. Hotel Post, I., Fleischmarkt (Eingang Drachengasse 1). Referenten: Anitta Müllen Erna P a t a k. Dienstag den 12. d. M., V28 Uhr abends, Speiseholle. II., Haidgasse 3. Referenten: Gemeinderat Dr. I. Ehrlich, Dr. Kurt Rosenfeld. » Jüdische Dolksblbllothek Zion, IL, Glockengaffe 30. Sämtliche Mitglieder des Vereines werden ersucht, Dienstag den 12. d. M. um 7 Uhr im Dereinslökal zu einer Versammlung zu erscheinen. Tagesordnung: Die Wichtigkeit der Arbeit bei den Wahlen. M'igliederl 'Erscheinen Wicht! __ Wichtig für die Wahlagitation! Die j il b i 1 cf) nationale Hauptwahll e l t u n g befindet sich: II., Taborstraße 20 a. ÄusknnfLslokale im tL Bezirk. Eafö Weber, Obere Donrmftraß? 37, 6 bis 8 Uhr; Cafä Durst, Unsere Augartenstraße la, 6 bis 8 Uhr, .Sonntag von 10 bis 12 Uhr; Cafö Zeißl, Große Svcrlgasse 35, 6 bis 8 Uhr» Sonntag Vtll bis 12 Uhr: Restauration Baron» Große Schissaasse 19, 7 bis 8 Uhr.; Cafö Reif, Stephanie straße; Cafä Iglauer, Taborstraße 49, 6 bis 7 Uhr, Sonntag st bis 11 Uhr: Lafä D l a u. Rotensterngafse 19. 6 bis 8 Uhr; Cafd B ü r g e r, Praterstraße 11; P r a t e rstraß« 17, 8 Uhr früh bis 6 Uhr abendsCafö Küffner, Stuwerstraße 13, 4 bis 7 Uhr; Cafü Schwarz, Leopoldsgasfe 25, 7 bis S Uhr abends. er erklär te: ,E:nstrrnS Theorie bringt dmBülschewrSmnS in die Wrsscnlldoft/ Nun w ssrn «ir'S. Dcvn ein Mann dir Wrfsmschaft avltritt und aN den wodigst'ü.itrn wlssensckiastlichkn Denk» gewobukeitkn von einigen Fnbrhundkrtrn tiititlr, indem er die dlirär "Gewohnheit lrebgewordene Aewtonsche GraviwnorEeorie ariskrebt. so — bringt er Bo!>chew!smus rn die Wssenjchast. Man sollte glauven, dajr die'e Art wissenschaftlich er K'.itrt nur in Oestervercb mticüikh sein kann, wo dageflügelte Wort eritslanden ist . ,Ein Buch «y. wuS rin Jird' vom andwn abschreidr". Nun wrrd auch in England nach dicüm System ^Stellung* genommen und, dem ,Zug "der Zeit folgend*, der Jud durch den Bolschewiken rrictzk. Dre Sache geht aber nicht so ernfach. BolschtwiSmnZ und Umsturz stnd zwei verschiedene Dinge. Und Emstün rst Umstürzler rmer Theorie und Erbauer erneS neuen wtstcnschaktlichen Fundaments. Bol'chrwikmriS könnte daS nur m Ocsterrerch» dem Lande der Wrstkn?chersts»rrachtung, hcihen. Konferenz der hebrükschen Lehrer kn Netv-tzork. Ne».Bark. 4. Odober. (Iewich Eorr. Bur) Untn Betcrltgung von 20« Deleg,-r:rn wurde hier dir dritte Konierenz der htbröischeu Lehrer New-NorkS abpehalterr. Aus dem Rrchen« sch rltsveiichk geht eine bedeutendc Bcrbrsscmnq des bcbrarschen Schulwesens und der malerirürn Lage der Lehrer hervor. Au> der Kouserenr.kat unter anderem auch der aus Polen eingetrosfcne hcbräijchc Dichter Jrzchok Kaycnel'on ein Nejcrar gchalten. Der Postsparkassenstreik beendet. Die in der Nacht von ScrmStag stuf Sonntag gesührtcn Verhaudlunacn mit hen An.sestcllken des PostsparkassenamteS haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Vertreter der Angestellten erklärt haben, daß sie Montag den 11. Oktober ihren Dienst antreten werden. Die Verhandlungen werden vorgusstchtlich hentp mit befriedigendem Endergebnis abgeschlossen werden können. LohksokVerungek der Schuhmacher. Nach wiederholt abgebrochenen Unterhandlungen gelang es . Samstag Abend, eine Einigung zwischen den- Vertretern der Schubwarencrzenger und der Elebilfen berbkiznsühren. Es wurde eine Erhöhung der Löhne um 40, 50 dis hb[)/0 auf die bestehenden Löhne inNustve Zul 'gen gewährt. Tiefer Tage wird nunmehr der Scknhnrachergenostenschaft die Forderung aus Lohnet Höhung überreicht werden. Aller Voraussicht nach wrrd es hier zri einem schweren L o h n k a m o f e kommen. Bei den enornnm Mattrialpreisen — Sohlenleder kostet II Oktober 192(7 «r -^ MittkilnWcn ims dem Publikum. 8 an.UM*TEN, Perlon,Gold,Sllbor.Platlnu. Uhren kanftundverkMift 77« ETTER R.otsnfctirni»tr. 23, Marlahllferetr. 98 Erstklassige fOr brillanten, Perlen, Juwe’en etc. Maulmmaitaahlt nur Juililü HliMwüM Strasse Nr. S Telephon 8541. vis-ä-vi> dor Oper, KbrntnerotraMp II., Stephanlastrasse i, mr Nr. 3 Im eigenen Hause — Telephon Nr. 48145 Samstag cesohlossan iS®!?, fmc/vtefc w 420 bis 440 Kronen per Kilogramm, Oberleder 120 bis I bOKronen perQuadratfüß — ist das Gros der Konsumenten nicht mehr in der Lage, sich Schuhe machen zu lassen. Großer Dalutenschmuggek. Samstag nachmittags hat der. Gendarm Idols Pro chaska auf dem Ostdahnhofe zwei Männer angkhalten, die mehrere Pakete trugen und ihm verdächtig schienen. Der eine der beiden Männer legitimierte sich als der Postunterbeamte Jmre K ö k e n y aus Budapest, der andere als der Fremdenführer Karl Hajnal.^ In einem Paket fand man einen Betrag von zwei Millionen in fremden Valuten. KökenY gab an, er habe daS Paket in Budapest von dem Beamten der Oesterreichisch-nngarischen Bank Oraki für dessen Schwager übernommen. Kbkeny und Hajnal wurden bßNI Knegswucheramte zur Verfügung überstellt. * Wie der Militarismus die Kranken kurierk hat. DA .Mcner Medizinische Wochenschrist" bringt einen Bericht de« prtniaräezre des Allgemeinen KrankenhaujeS, di« das «oe* lualige Gornijonsspiial Nr. 1 m Wien, das auch zur Ar«, uxin'eung des Allgemeinen Krankenl-anjeS in Aussicht grnonimcn ist, besichtigt haben. Aus fort Bericht erkennt matz lnlss neue, wie der MilitaviZmuS mit seinen Opfern WW gesprungen ist. Das alte Maria The-rchien-Haus in der vatz' Dwkten-Gasse machte den düsteren Eindruck eines Gesang«, nisses niit seinem dunklen Tiefparterrs und den vergttterletz Fenstern. Nur der Schutz des Militärs hatte offenbar Beansländnngen der Baubehörden verhindert. Im ganzen Hauftz war ein furchtbarer Gerüch verbreitet, der die Wandere?; überall versal-gte mtd durch die schlechte Kanalisierung dcm, anlaßt war. Die riesigen Korrioore waren eine mjapt jür Kranke Knd Aerzte. Sie konnten nur schlecht behetzL^ rverden und diente« mehr militärischen Rapporten. Die thera. pcUiischen Einrichtungen waren verwahrlost, dt« Wasfev< bassins vernachlässigt, die Klosets in für Kranke unver-wend-. barer Form. Jedes Kloset war mindestens 120 Meter vom! Zimmer entfernt und für 30 Menschen berechnet, ©ine Sw» küche fehlte, jeder Tropfen mußte von der entfernten Küche geholt werden. Kein einziges Hilfsärztezimmer, nur ein mtU* tätliches „Dienstziinmer" war vorhanden, aber kein Raunte für Mantz'lllacLon und Spülungen, eben,owemg Kleid«-: kammern, Depots und Tagraunte. Bloh in zwer Zmrmertz gibt es Waschtische mit strömetrdem Wasser. Auch für Warteperjonal gab eS keinen Raum. Di« Gasleitung funktionierte ungenügend, daS elektrische Werk war zusammengeflicklt and. kein Mensch kannte sich darin aus. Dre Parterretronketch rimmer waren stellenwche bis zur Höhe von etnem Bieter feucht und wu|en Schlmmelbildung aus. TS givll keine Conderzuruuer für die Jso.leraag unruhiger Krank«, Badewannen fehlten säst gänzlich. Die sechs Meter hohetz Zlminer sind schwer heizbar. In der mternen Abteilung gibt cs bloß iu einem Zltnmcr einen Gasrechaud. Ueber 40 steiltz Srusen von je 16V» Zentimeter Höhe ersteigt man tat ersten Stock, eine Qual für Herz-, Lungen- und Beinkranke.. Die Pntitarärzte kommen zu dem EndurteU, daß mit Ausnahme der psychiatrischen und Jnstktionsabteilung die Abn tcilungen des Gamisvnsspitals unter dem schltchresten Wmn« Zivilspitat stehen.! * Die Vermögensabgabe. Zu den über diefrn Grg<m^ stand d>st>cr enchienenen Arbci'en gesellt stch, als besonders de« ackitrnS>v,lt dir Sondetausaabe der ^Siever" über die Der* mögenSadyade. welche von de?en Herausgeber Rechtsanwalt Doktor Gmtl K o 11 c ( tzeme tiichanl kb mtl den Herren Oherfinaiurätert :Kobcrt D , em und Anatol W ' b o r o v 8 l y. iomr Herr» Finan-.ral Gustav S ck u st e r besotgt wmde. Dte^ Ausgabe bebandelt in gemeinvetstündlicher Wetie sämtliche mteresttetlNdr» Fragen und bietet einen votrügllchm Onenuerungsbehrlf. D« Bc'.ugSpreis von K. 12 futicrt der Ülibeit we.teste Berbremmg m Die AuSgtbe ist bei der Verwaltung der ^Zteucr", Wien, 1^ W-Pplmge'siraßk 22, sowie in allen Buchhandlungen erhältlich. - * Verbot zweier Wiener Leitungen in Polen. AuS Graudenz wird iclegravh>er>: Unter den m Polen verbotenen deutschen Zruungcu befinden sich auch die-Wiener „Arbeiter« Ztttung^ und das ..stkcuc Wiener Jotrutal".; * Eine Wohnung anSgcplündert. Am Samstag vormittags «st die Wohnung des Zahnarztes Dr. Franz Red dal IX., Scrvilengasse 1s. von Einvrechern ausgeplündett worden. Den Einbrcärrn steten zahlreche Schmuckgcgmstände sowie eine holländtlche Banknote zu 100 fl. (97u i $.) m die Hände. D« Gesamtschade bilciitft sich aus mehr alS 200.000 Kronen. Briefkasten der Redaktion. Thaluz. Wir hören von dem Bet ein nichts mehr. Fragen Sie bei d--r ^Morgenvost". l1..TaVvtürane.'iSd. nach. - Zionist. Oplieren Sie siit alle Falle. — A. Bergstuhl. Genaue Aus» künste erbalken S e im Piiästlna Ami, 1i^ Ztrtusgaße 83. Es ist bester, daß Sie sich dort bera en. "Steuerfragekaste». Ginkommensteuer 1019. Wenn Sie im November 19ld nett in hie ^tpuctvtltrtit genrten find, wird Ihnen der mutmaßliche Jahre-°be>tag sür das ganze (fahr 1919 vorg-'chneben. Nach der Per« icmnhtcucvn Drcflc vom Zrhre 1920 ist dieser Grundsatz der Berechnung des mittmastlichen E nkommens lallen gelasicn worden, da daS Emkommcn erst ii-tel, Beendigung d^s beitesfe.rden SteuerjahreS detmst-n wud. — Dirnstbezüge S278. ,Wenn Sir einem Ange« stelpen K i2:<o Ui'n.ltluh bezahlen, io wüsten Sie von de« Jahrccbeznge der ii 11 1 €0 uteift 20°/» abzuhen, vom Rest (!< l 1.520 ist nach Ter neun Skeucukala der Steuersatz ü l?0! zu e'Mü'rlii D«>>»>nach habut S^e monatlich £ Iv.vo« Dteullbezua Jhtes Anacstelltcn zu.ück.mbehaltcn.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.