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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-07 · Heft 612 (7.10.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 612 (7.10.1920)
Date
1920-10-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M. 615 Wien, Donnersrag Wiener Mergenzerrunjs .7. Oktober 1926 Sette 5i; Bühne «d KMst. VersDebung dev Premiere der vRondine". (Oeffentliche Generalprobe.) ' ' Da Mister Giacomo P ü c c i ui ßtflmvfibnib« wrftürliche «ttuftCaltfcbe -Änibcvurtgett iu .feinet. Oper .,L tt'. R io,u t> 1 n t" dmchgeführt hat, müßte die gestrige 'Grncrälptobe -abgrsagi werde». .’ " H^rute. den. 7. b., M. findet um 7 Uhr abends zu besoudc.ct, Preisen 'die öffentliche Generalprabe statt. .. lDerBerkauf für die AsseoLiche Generalprobe hak begotme«. :- -vv , . -Dir. .--Prft»iLre'?„ft»det.Samstag' bat 9. Äst. um 7 Uhr abeflhs statt undgelten' die.fiix^btn % d.. M'. gelösten 'Äart'm. . . .^Die atti.9.,:b. M.- entfallende, Börstellung.von ^Die Meister-«, siugrrvon Nürnberg* wmdr auf DievKivtz'den'12.d. M. verschoben; äuck 'diese' Karten behalten ihre'Gültigkeit^' Dre für' «E-rMyt" .gelpften Karte»- werden -zmückgerrornme»..- V^'-'-^.>Weere^9ÜWchs -VyM-Stzye. ''' Die ' äm/SNvt'stag im Wir»e<'Blirgrrtb.eo»er -. stotrstnkende Aufführung, ivou Leoir K o. b r t n i,-Drama ,.D c t D n r f s-,! ii« g* - (neu itt'Szene gesetzt)' vetzinnt. 'stjiyktlich um liJ> Ubv nachrnittögs. Regie Herr Jungwirth. Zuspätkommende staden erst/ nach' .Schluß des''ersten Ätte.8 E,.nLaß.'. Samtzlag. den. 30.'d. ,M. wird zum ersten Mole ' Jakob Gordins „D e r Mein r o!" gespielt. . ^_^' ..- Ärrs den ThSLtsVrr. - In der, Staats o per gelaugt morgen. Freitag, zu‘ tthöbten Preisen „D i e H u\§ t netten* zur Ausführung. Anfang,MMr^. . eÄm Brr.-r-g “•»icb,'-*-'aiotfl««;^%eitttgr , zu erhöhten Preisen t,A l t'c H e id e l b er gespielt. 'Anfang 7 Uhr. -?--- - - - - '■ ' Im 'S ch irn b r u n tt; e)t S ch T ö tz' t h e a t e >- geht morgen,- Freilag, „D a s 'Ä o tt j a i" ' tu Szene. Alttang 7 Uhr.- . ' / ' - . . ,'Im.D e u t f ä) 11* 3$ n l-k s't.b e a t.r r gelangt morsicn,. Freitag, „D e r R e n e g a t" .zur AnfiAuUng. Änsang 7 Uhr. TaaÄpwaramm der tt r a ü. t a. f/.,6 llbr f&fchter Sooft' , Anita» «r.5 XvrdjasöCf innen aut Sonntag auf dem Hatoah-Watz im L^eisterschafrskamvfL zusammen- ... Dev G. E. KnÄLma siegle am Sonntag im Mersie.schasis-- spiele gegen "den F C. F r e m 3:0. ' ' Die HMoah-Jttugmanufchnften. Sv giosi di:'Zahl der Beruhter der Hakoah-Fnhballer ist, so gering ist die Zahl der Fußimllsimnbe. d:e den Wettspielen.der Kmitzmannschasren bei-- wohnt. .Und doch ist es, slir den Kennerein wahrer Genast.?.n b/vbacktrri. wie das munige Talettt häpsig schon jetzt zu erkennen' \ü und rv:r fein* das *' viel - ddr Großen kypiert wird. Da d'L ll^elttvirle der Z'uUgml'.mrschafte.n -Inst irpmer bei freiem Eintritt' - fnrltuiba*, iii es zu hoffen', daß eSssich in Zukunft viele Cpo'.r-. denMe Biief.l, l. — 7 Uhr lGroßer Saal: Wa.Beria und Marlda > Wiesenthat«. Kanimer-Tanmbend.. —- xj{l Uhr (Kleiner Saal): UnihrrsttAsdozeniDr. -Oswald Schwarz und Dr. Bernhard Aschner,- Srxualapvarat des Menicheni l. — Ys$ Uhr^Krr^aolf: Dr. Richard-Korn. Charalter und Intelligenz. VI. — V,8 Ulrr (Mikroskovrerfaat): Univerfttö'tßdozent Dr. Otto Siorä,. Das mikroskopische Tierleben des Wassers, IV. — % t b r f t* r f t: V#4;ttbc.: Französische Sprache sstr Arffänger. Kleintrerzruist. — Vüö Uhr: Französische Sprache für vorgeschrittene. -— ,5 Ubr: Der Literatur .der - deutschen Nomantik -und Neuromanltt. — § Uhr: Elcinettrarlui-s für Recht schreiben in -'Äerbintung mit' praktischen Aussätzen. Zeichnen uns .Handnicheiten un S'nne desl ^Ä»U^^M^!'Ge'L.'.''Hyll8nbirÄ sü'c Aumnüch / Lichechi.ch für MtkinWe.^' Weinstch - für.Arifänger. -Dollstüntliche -Bortrage übePMesangstechnic. — 7 .Uhr: . Warenkunvtiche Chemie unter Emmhrung in die Weriiersche Kvord,uatio»s!chre." Tschechisch' Zur' Borgejchrütene. Holländisch für-Borgeselwittenk. ^icbcemotm 7jat beqonncn; Bilder zu den Erzählungen der Bibel zu radicreN' Als -erstes Hcft werden die. Radierungen Mit Boche Tobias erscheinen,' das, von M. I. bin' Gono'n . »ach der'Schrift neu gwrdnct. un Inftl-Vet lag cv-- sch einen soll. •; ■■1. , - . Ppof.^ F«U«s Wolfsohttha! eine Serie von P h a r>-- t a f r t tt: ft b e i’ j ü b i s ch e B o I k s nr n s i k ge'chrirten. dre im Anschluß-au einen Börrrag 'über: ha3 Welen der südischen BolkSmustk brumächst zur Urousirihrung grlimneu werden. KrenstnacherchLerr. Der Kour'po'nist/Manriee R >, w t f, ein Vertreter der modernen Richtmrg, wird Hm :ttt. d. M. m Wien ein, Konzert eigener Komvosttioyen dm,-irren. — B a t ti ft i n i ,trifft noch >n diesem Monat in Wien ern und wird außer zwei Gaifftnelübenden itt bet Bolksover Ge'angs--. konzerte geben. — Dr. Wilhelm G r v ß, dessen Oichrsterfiücke in den Philharmonischen Komerten zur Auffühkuiig gelangen werden, wnrde an die Mannheimer Over verpflichtet.- ®te Nesetevemenrnscha^t des Hechawee lieferte bitten Sonntag ihr Veües Spiel m dieser Saison. Sre siegte über die' Vl.ndobvna-'Rc'erre sicher 4: 2. s .Die .besten'Lerstungen boten Äolsson, Hanruartll und Roth. ' u Srduet des SportkLnd Hakoah. (LZ baden' mm folgende Herren das Recht, Sonntag dm 10. d. M. als Ordner auf dem F- A. C.-Matz zu fmtßierett: Gotzklang. Ebrenreich. Zcaschitz. AK. Falber, Wachtel, Sobotka, A-. Grünmald, R. Campst tt. Schwatz, Blotz,, Berger, Morgenstern, WernrMb. Anderen Herren ist es untersagt, mit irgendeinem Ordnerabrrichen den' F. A. C.-Platz zu betreten. Me»s«atz. Der ueugegründete Sportklub M e n o r a h sucht für Samstag nachmittags anh fremdem Platz s p i e lsch wach eir Gegner tür nur Mannschaft. Exprkßzmänrsren sind an A'.kur Schneider, VII., Richlergäste si, bis längstens Donnerstag zu richten. — Alle Spuler haben sich heme Punkt. Ks,7 Uhr abend? im Heim. VI., Amkrtingstcaße e:«zustnden. — Die Schwnnmlektkon eröffüete Dienstag den 4. d. M. rm Beatrixbad ihre Täng.Ktt. Durch die große'Beteiligung'rrschemen auch weiter- Abende, die allwöchentlich Dienstag-von bis 9 Uk abends stattfinden, oeudiert. Training für Schwimmer und Nichtschwimmer. Heute, 7 Uhr abrndL, rru Bezirks heim. Vf, Amerlingstraße 1,9, Versammlung aller Sportler (Fußball, Schwimme« Md Leichtathletik).' Gäste-willkommen. JüLifcher Sportklub Hafchilto». Der nengegrünbete Jüdische SporÜlnb H a s ch i l t o n sucht für seme und!!., 5cziehungswett'e Nl. Mannschaft 'gute Spieler. B'.ieslich an M. Koßner. II.. Haidgaffe 3/10. Vvm EchLsichhändLer zum RarrbmörLer. Dre U»LaL v» dev Pre,tzg«ssr.. Vor -d-em Schwurgericht unter dem Vorsitz doS OLGN. Dr. F rauem sie l d begann'gestern 'der SchwurZsrichtsprozLtz gegen den ehemMyen Leutncnrt Bilior S't.er nif'cha und den FleischbaULr Karl - G <b a u c u wegen meuchl-erischen Rowbmordes fowic^ gegen. Pas Stubenmädchen -Marie D'r e scher und den Äkorrtrsten Emil T o g n o t t i ivegen Mitschuld <nn Raube. Am 26. Jänner d, iA., gegen 11 Uhr nachts, wurde die 65)ährige verwitwete Private Angelika.Stefanska in ihrer Wohnurig -in der Pvetzgasse 17 ist ausgesunden. Alle AnZeichen wiesen darauf Hitl, daß sie ermordet und beraubt worden war. Vierzehn Tage später 'gelang, -die- Fchistellung der Täter. Die. - Anregung zur Tat gaben die Drch'cher und ihr <Keliebter. . Ain kritischen Tage verschaffte sich Sternischa ar:f <Z>eheitz des “(StebaüDr Eintritt in ’ die' Wohnung der Frau Stefaitska. Sternischa warf die Frau zr» Boden, warrgte die sich Mehrend? so lange, bis sie kein LeKenszeicheN mehr von siWaa-bt Htzwischen hatte GÄ-äueu aus den Kästen' ÄeD-^mGDchmM-' ge« rwiM. Wr-die Schmucksachen zahlte-der in-der Gudrünstraße wohnende Händler Ignatz Ehren st ein- - 3M-' Kronen. Das Verhör mit Steruischä. ' , Sternischa wird in Mwesenheit der-ändermt ÄngeAagteu. verhört. Vom B-o r s i tzen de n befpayt, ob ec -sich schuldig - bekenne, enta-etznet Sternischa laut: „Ja, aberich hatte nicht 'die Msicht, sie Frau zu töten." Dmrn berich^t -er über sei;t Vorleben: Nach Msolbievung der Realschule in Favoriten und Ablegung der Kriegsmattrra,r-uckce er -zugr Kaiserschützen-- 'regiment Nr. 1 ein mch kam auf den. südtveMchen Kriegsschauplatz, wo er z-tveimal vertouNdet wurde, das zweite mal schwer <rm'linken Bein, das steif ül-ieb. Er besitzt die große si!« .berne und hie bronzene Tapferkeitsmedmlle. Nach dem Umsturz suchte er einen Posten, fand aber nichts Passendes und ergab .sich > deswegen dern EchleichlMtdel. „Da traf ich eines Teiges bcti mir bekannten Gebatier... Gebarter, dem ich meine Not klagte, meinte: „Durch die Marie Drescher weiß ich, daß auf der Wieden eine alte Grastn wohnt, die tun anderthalb Millionen-Schmuck besitzt, da wäre etwas zur machen." AtlfangS dachten wir an ^ebstahl in -Wwesenheüt der Frau Stefanska, 'Gebauer rüstete''sich mit Brecheisen und Nachschlüsseln aus. Da wir wiederholt vergeblich warteten, bis die Frau sich entferne,-. bixschloffen wirauf Vorschlag Gebauers eine andere 'Methode. Ich kam Zu der Fvcvn als Schleichhändler und bot ihr Fleisch und Fett an,. Gebauer kurz darauf Kohle; ec wurde' aber angewiesen. Ich. bin bald nachher auch fort, froh, bafe nichts geworden war. Aus der Straße machte mir Gebauer Vorwürfe, ich sei lein Feigling, ein Hasenfuß/ uud drängte so lange in mich, bis ich mich zu einem zweiten Besuch bei der Fvau entschloß. Front Stefanska Ließ mich bereitwillig wieder in die Wohnung, ich bat ihr Mehl cm. Inzwischen tauchte Ge- , bauer aus und da er aLevmgls z-urückgewiesen wurde, wollte - er mit. Gewalt ei-ndringen. Erschrocken rief die,Fvau; „HAfe!..' Einbrecher 1" Bis dcchm war ich mir meines Tuns nicht de« .wutzt- (stockeichs/'Äier/wie'ich-'fie schreien hörte) käm^ ich gleichsam zur Besinnung. Blitzschnell überlegst» ich... im Geiste sah rch ürich schon. in den Händen der P-olizer, meine Verhaftung-:.. las den Artikel tu der Zeitung... wie meine Eltern .sich grämen und — ohne daß ich die Frau toten oder betäuben wollte' — beging ich eine rein -impulsive Handlung. Rein aittomatisch haben sich meine Hände um den Hals , der Frau gespannt, sie wehrte sich verzweifelt und fiel zu Boden. Als. sie ruhig dcolag, ließ ich die Hände von ihrem Hals los.. Sogleich schrie sie wieder.: ^Hi.lfe! Einbrecher!" und zerkratzte mir das Gesicht. Daraufhin packte ich sie wiedeu am Halse und würgte sie so lange, bis sie kein Lebenszeichen mÄhr gab. Gebauer tarn dann aus dein- Zrnüner und sagte: „Sie ist schon tot." , / Das Verhör mit Gelrauer. , Der Angeklagte- Karl Gsb a uer bekennt, sich.nur teil-- wei-e schuldig. Auf die Mordtat zu sprechen kommend, stellt Gebauer die Sache jo dar, als ob er von, Sternischa dazu gebracht worden wäre, an der Bluttat teilzunehmett. Gebauer habe nur an einen EinbrnchZ'dieüstahl gedacht, aber ntemals .an einen Mord. Gebauer gibt weiter.an, daß, als Sternischa am 26. Jänner bereits in der Wohnung der Frau Stefanska gewesen sei, auch er angeklopft habe. Als Frau Stesanska biß Tür öffnete,, fei er eingetreten und habe dre Tür hintett - SW>rt: -, ■ / KttLLurabteilung der Hakoah. .- Bon dmr Bestreben auZgehend, attch in kultureller Vez'tehtmg dem jüdischen Volke zu dienen, hat dre Klnhleituug. der Hakoah die K n l t ir r a ti t c i t u tt <V ins Leben aemsen?'Trotz orc kurzen Zeit des Bestandes des 'großen ' Orchesters tmd des Mündolinen-Orchesters hatte die jüdische Oessentttchfeil'. schon Gelegenhenheit, sich selbst von.den ksinA^ffchen Fähigtetten dieser beiden Abteilungen zu überzeugen. Die Hakoah geht nun daran, die Kulttlrabteilung weiter anszugestaite«. Em Hakoah - Cbvr soll schon in der nächsten WvÄe mit-deu regelmäßigen Proben beginnen. In der Pkriow des Hirigentea.. SS t a,z l ü w s k i -wurde dei^ künstlewche Lester - gesttnd.en. Nicht nur. dir Haloahnerinnen wrd Hakoahner, sonhern tämlüche sängesfrohen"Aüdtunen und.Jüdin wetden ausgttrrdcn. sich im Sekretariat der-Hilkoah, Cäkä Wh, K„ BSriegässe lip/fifcden Chor zu melden. Grlmgt es. eine genügende Anzahl SÄigerinnen und Sänger zu vereinigen,,, so , wird der Chor noch - rm kormlneuden Winter vor die OeffentÜchmt. treten. LL»dor«»vLtLampf Deutschland gagen7Lngarn.. Am Ä4b; M. kommt in Berlitr der Änderwetttampf Dtutschland gegen Ungam zur Airstragung. Der Ungarische - Verband hat jolgende Mannschaft ausgestellt: Zsak (36 F. C.^; Zadnko (Vasasst Bogl ll (U. T. E.s: Kerresz l\ m. T. Ü.\ Szabo (F. T. Ls. Blum (F. T. L); Broun (M. L. K.). Ntkolsbmger (F. T. LI. Orth (M. D. K.), Etseirhoffer (MpeD, Schlosser (M.'T. K.) oder Toth (F. T. C.). Jüdischer: Sportklub Achduth-Jüdischer Sportklub Lhernth 2 r 1 (v: 1). Torschützen Günsberg,! und Zeiger., Das Tor für die Unterlegenen war rin Etgeutoe. Bei den Siegern beiriedigle die ganze.Mannschaft, besonders gcsielen der Tormann Blpmenzweig l, Günsberg 1, Sternklar!, Zeig« und Feilick U, Bei den Unteilegenen der Tornmnn rmd der linke Half. — Reserven 4:0 für Cbernth. ^wur«>caL-«unn.i»l»4el stich zugemacht. Dann fti er ük ein anderes Zimmer - gangen und -habe nach dem Schmuck und dem Gelbe gejucht, Borj.: Was. hat Stermischa dann gemacht?-Uw 62 kl.: Ich weis; os nicht. Ich habe nur -ein Gepolte» igehürt,- wie wenn, zwei miteinander raufen,- . Aorj. lzu Sternischa): Was wurde besprochen, al? -Sis mit Gebauer die Treppe zur Wohnung hmaufsiiegeu? — S der-» i j ch a : Wir haben verabredet, daß die Frau-betäubf 'wLrdtn' jr»!'t. -- G e-bauer: Das ist eine ^irge, . ' - ‘ i-'' ’ WaS die Angeklagte Drescher, erzählt. - i - >'-' - -Die 'Ängeklagts Marie Drescher bekanntL>.sich ebchpi' st'chch nur teilweije schuldig. Sre erzählt, daß sie Wen Goi .rieüten Tigrrotti um Jahre 1916 .kennen, gelernt, und süß dein Schleichhandel zugewendrt habe, weil sie .-ächte, «$' .'dirfL Weise leicht Gelb verdleneir zu. köniten. Mit Gebau«: stei sie durch .'greichaLtitzeir^Berüf..b«rchuir'-'^vordsy^'.. Gr.klagte -über feilte schlechten srnmizreUen Verhältulsse - und sägte, &t Ichüfftirgendrtwas mrLsruehmen, um' such"zu helfen. Dar«rh . sagte-die Süigeklagte zu ihm, däß^ --sio.st«Lne/.Fryr'., wtM! -Sy"' Mt etwas, zu - holen-wäre. — - Vors.-: 'Wer hat .-'ziMstdie^ - Idee gehabt,. Fran Stefanska zm beraubett'?. -^ ^Usiä'eckM': Ah. Die-'-UngeKagte ^erzählt M durch--M.x ^Brfuch bei'der' ihr. von .früher her bekannten G.Ssnifchtwä»^r< . chtzrch'Lerin BchemLerndie Bekanntschaft 'der Frau.. Stefimsis' -gemacht habe. Dre .Frau nahm sie 'ür ihre Wohnung mt;-' zeigte ihr verschiedene Schmuckstücke, welche sre für Lebens» snsittel- Umtauschen wolle, - und unterhielt, stich, .mit ihr eino , Sstmchr. — Borj.: Und jetzt richte ich eine. Gewissen^-, srä'gä an -Sic: Haben Sie bei dieser Gelegenheft der'Frau -Stefanska etwas entwendet? — An g.ekl-: - Ja, ich 'nah'nr^ einige Meter Seidenstoff.' Ich. dachte,. daß Gebauer,:wenwr er. sicheinschleicht/ den wertvollen Schmuck stehlän kSnptr,- Vorj.: Sie' sollen auch gesägt haben, .haß..man Fratt mir Ltetherbetäuben könnte? — Angekst.: Nein7-bs8' hat Gebauer gemeint. . - .. -« '"±.:, , : Der Angeklagte bestreitet dies'. - -t .tt:^ - Die?lngeksaglL erzählt nun,.- haß' sie. erst ..zwei.-.Tä^i'r vor der Tat' von 'Gebauer erfuhr,' daß 'SchrnischchststtzeHst sie gar nicht famttc, mit ihm gehm werde. Sie 'wurde'füp-' Montag den 26. Jänner in die' Preßgüsse bestellt, ww ouszukundschäften, ob die Fran zu Hause sch.'- Sie stand an der Tür einen Zettel der. SLesrnska^.-aufstMeLhem standv „Komme gleich", 'weshalb sich die Manndr' nicht in -id Wohnung wagten.. Sie jah auch' bald darauf die Stefanska nach Haufekommen. Die Männer ..entschlossen stich deshaV, ihr Lebensmittel anzntragen und die Gelegenheit zu 8e» nützen, um zu stehlen. '' / ' ' ' Nach Einvernahme einiger Zeugen, die teils über. dÄä'st ersten Die'bstaN der Drescher bei- Frau Stefanska,- teils-Überdie?lnw-.',enhsti'Sternischas und GebaurrS am Tak-ort tttuK--'-- sggten, -wurdedie Verhandlung auf morgen vertagt. "; EiNrVendrrrr.ste« gegen die GeschsVorttSLr-A^1iHs> "Dre Btrztichnisse aller jener Prrsorrrn, welche., nach - dem Gesetze- .i» Wien zu Gtschwornen oder Schossen berufen -siqd>- liegen gesonderi noch den Gemcindedezirken durch 8.Tage (vo» 4.-bis einschließlich 11. d. M.), an Werktagen . von- 9 blö 3 Ühr ' nachmittag?, an drm in diese Frist falleuben 'Sonntag aber von k> Uhr früh brs l2 Uhr mittags in den Gettumfcebrsirkskanzleim zu irdeMgnns Emsich! aut. Jedem Bete,ligieu sicht es frei, daseM . wä'hf»i:b"b;tter Friss wegen ttcherge-lchg gesetzlich zusäisiger od«c w'ege» Gmtmgmjg gttchUch uysähiger und unzuIÄsiger Persone»' in die Lcke schrifiltch oder mündlich Einspmch zuerheben oder in ' gleicher Wesse seine BewciungsgrLtide geltend zu machen, lieber : allettrhsbnren Einsprüche und über die angeführten ÄefreivngS» gründe, entscheidet die. eingesetzte Gememdekommission. Beschwerde« 'gegen' btcfb Enische'dungen müssen innerhalb dreier Tage vafy-X amtlicher MtNetlrins der Entscheidung eingebracht werben. Der Volkswirt EiNe Krone 2.16 Grsierv. itoHtrfc in Zürich: die siet reich', jcke Krone Geld . . . die MerrstMempetle Ntc.«r Geld' . dir tichechssche Krone .. . .. . . die Mart . . ... . . . Agram ... . . . Varschau . ... . . . . . . Bndcü'eß . ... . . . . - . Centimes Geld. t 2 10 { 2.55) ant 5, §)ftobS> — l 2.10 ant b. OltoherZl. ft 10 ( 8.30 an, 5. Oktobers 5.63 (.10.10 am 5. Oktobers 5.05 ( 5 20 am b. Oktobers am 6. Oktober» (1.W am 5. Okt»bt*b! Die wirtschaftliche gskmrft Sodftarviens Wir rntnchturn der ,Meltwirtschaftszettung": Die . Beute, die Serbien als neues südslawisches . R<Ähjaus dem Weltkrieg davongetragLn hat, ist groß. Früher schpw .- ein agrarisches Ausfuhrland, - hat es seine Bodensläche um- . außerordentlich sruchtbare Länder mehr als verdoppelt «nb Millionen einer tüchtigen, ackerbauenden BevölLerung ge> warmen. Das sübslawijchs Reich wirb ebenso wie GerbiMs'' und noch mehr auf die Ausfuhr seiner Landesprodukte an»? gewiesen sein, wenn es aus seinem natürlichen Reichtum Nutze«'- ziehen und unter den neugeschasfenen St-aatsngebilden Mittel- - eurvpos dir ibm zukommende Rolle spielen soll. Nur tftwfc! - Hoffnung, hcu dett Friede dem südslawischen Volk -ebensowent§! - erfüllt, wie..steine Kraftanstrengungen im Balkankrmg: - dem - ,brauck)bare Zugang zum-M'eere ist ihm aust diesma^> -versagt.- grblieben. Die Gerben sind. zwar tatsächlich biSö! l ans Dteer : vorgeörungen, aber brr eine oder derlUtJwwe^ j der kleinen dalmatinischen oder ehemals montenegrmischervz ' Hasen bedeutet noch lange nicht d«r ersehnten Asischlüß die Weliverkehrslttrien. Wesentlich für ein.Ausfuhrland Häsen, die aus dem Landesnmern leicht erreichbar mch leistungsfähige Eisenbahn- und. Schisfslinie» mit dem ..Ber»i., kehrönetz der übrigen Weltverbunden sind. Solcher. HäftrÄkamen infolge der geographischen..Lage' des SüdslawenreftheK nur ganz wenige in.Betracht: Triest und Fmmc, die inki. Besitz der Italiener sind, Saloniki, das den Griechen gehört,' und — lediglich als ZukunftShosfnung das albanische Du-' rcnzo, nach dem einst, der. berührnte Korridor an die. Adr,ai führen sollte, den dle Großmächte, mit Ausnahme vor, O(:sirr-- , reich-Ungarn, den Serben in mehr oder minder stHere Aus»'.. , -stellt hatten. Das stärkste alte Problem der serbischere! -.

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