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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-02 · Heft 607 (2.10.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 607 (2.10.1920)
Date
1920-10-02
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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M. Wim, Samstäg MkEtter Mokgenzstturig Wiener Bö^fe. Im Hmbl'ck auf die bevorstehende Bettorgnng-und den! kLockiculckiluft nahm d;e Spekulation cm - der pestrigen Böcke! Kcalliattonen iw den Kulckseenckten vor, welche ipmell in Lombard eiizü einer glößcrcu Abichm'ichung lühlten, da verlautete, daß n diesem Effekt fein Stückemanael nullt vorhanden sei. Dieielhen fielen pon K 1590 bis 1510 und war n an der Nachbürse £ 1,470. ' Salao-Koltlen ermäßigt y sich um K 100, wogegen bic Weite tschechischer Pravenienz BeMunce" auszuwecken hallen. Fm Schranken dagegen war eine'auEvrochen teste Haltung vorioiect^nblütb citte ßart^e iT?eifjc von Indnsinewerten, angeblich flir! krenlde Nechnung. Gegenstand reger Nachfrage. So wurden die AktM kiör NvchWlletzer sprunghaft um L 490, L ykam um j CosmätOs um K 480, Paldihütte umK 425 und Schvrller tiWixr uch 250 in die rcöhe gesetzt. Auch Pctroleumwwte würden mit ansehnlichen Kursbestnungen bedacht. Die Sleigetuhg. dcr Apollo bettug ll 480. Fanto Gens avancierten um BL 1000,, Kä>vgthen-Pettoleum um K 8>0. Galina um K 1275 and Schödnsca um K 1275. Gegen Schluß besserten sich die Kulissewette aus Grund der kräft-geren Steigerungen im Schranken. Renten warm begehrt und bis 2°/o höher. Im Übrigen verwerfen wir auf nachstehende Schiußkurse: A«tzMi:iefAnterrretzrnUKgen. Allgemeine Baugesellschall 875— (-)* 15.—), Umondau 755— sch- 85.—), Wiener BangeseUschasi —(--.—), Königshafer Zement 8630.— j-f- 59.-S)Werlnchoser -Zement 2850— (4* 50.—',; Wienerberger Hteßtl 2W— (— —.-f-), Liestuger Brauern 1400.— (ck* 10.—), Sarajetzü 8680 — l—40.—), Aussig Chem. 8850.— 850.—), Brosche Spiritus —.— (— ' —.—), Earborundum 8350.— l-Clothrlde 2700.— (+ 80.-). A. L G. Union Elektr. 1705.— (-j- 45.—),' Bereinigte Elektrische 1395.— (-i- 45.—), Siemens Schultert 1703 — (— 16.—>). Älvme 4095— (-8 20.—) Berg- und Hüttenwerke 10.800.—(ch 200.—), Austna Email 4500.— l7i'.1wt—), Egydterc 2450.-7 (4- 85.—), Eniesrelder —.— l— Felten &, Guilleaume 4750.— (4* 25.—), Greinitz Eisen 2300.—(4*150 —), Hutter & Schrantz 1635.—(4* 90.-), ^Krupv Ä.-G. 1677.- (4- 16Poldihütte 3225.-14- 425.-). Prager Men 9000.— 4-200.—), Mmaumrany 8370.— l^ 75.—), Skodawertt 2541.— \-\- 61.—)» Waffenwbrik 3*50.— (4- 130.—), Brüter Kohlen 6900.— ■ (4~ 50.—), Gran- Szatzzvardr 8190.— (4- 115 —), ' NördUUg. Kohlen 2500.— l——Obcrung. Hütten 8780.— l4- L0.—). Äiossitzer 83 0 — (4- 50—), Salgo Tarjaner 6500.— s—- l'.O.—), Trlsailer Kohlen 3690.- i- 90.-), lliifi. Allg. Kohlen 7600 — (-.—), llrilany - (— —Bertscher Magnesit 14 800.— f- Westböhm. 3901.— (4- 101.-), Wolisegg 1900.— v(4*117.—), Danrk Maichmen 2500*— (*f 20.—), . Brünner Maickinen 24 0.— <4* 10.—), Daimler Motoren 1280.-— (4- 10 85), Fiarwerke 1390-^(4- 15.—), Heid Maschinen 894.— 14- 6.-4,Hotherr & Schrantz 960 50 (—10.—), Srgl Lokomotiv 1590.— (4 5.—), Nustop 8489 50 (4- 99.50). Simmeringer 1400.— (4* 25.—), ElbrniÜht 3150*7- (4- 100.—), Leykam-Joseis- : mißt 4290.— (4- 840*—), Nensiedler —.— f— —), Apollo bOÖO.— (+ 490.—), Fanto Genf 26.300 4*1000.—), Karpathen 19.900.- r4- 880.-). GMia 30.000.- (4- 1875.—). Schodmca 17.200 (4- 1320.—), Cosnianos.4480.— (*f. 480.-). Rvtkosteletzer 4900—;(4-49SchorllerZucker 9000.— (4* 1250.—),Schönpttesmer 8100.— t4* 100.—), Oesterr. Eisenbahnverk. 8600.— (4 550 —, Ung. Eisenbahnverk. —(— Wiener Waagosileihgesellschaft I960.— >4- 85.—), Gerngroß 8! 2.- ('7-84—), HalchandelsgesrÜfchast 8650.— (4- 65.—), Türken tose 2560.- (- 4'.-). TpansporL--Ä«teri:ehmr»ngen. Adria 13L 0—(— 800.—), AlWg-Teplrtzer. 5070 — (4- 120.—), Buschtehrader Ut. A 4190.— (— 40.—', Brüchtehrader lit. B —- (— —.—), Donau« Damvt. 10 650.— (4- 40.-), Ferdinands-Nordbahn 15.000.- (4* 800.—4. Graz-Köstacher —(— —Kaschau-Odtrberger . 1850.— , —.—), Lemberg - Czernowrtzer 2275.— (4*7 76 —), Llohd —.— l— —\ Navigazione lOOco.— t-7?t-.—), Staatsbahn 4420.— (4* 170.—), Lombarden 1510.— (**-, 78.—), 3% Südbabn-Brior. 1332.— (— 28.—), Staatsbahn- Genüßscheinr 2660.— (— 40.-). Ärieten. Mairente 100.— (4* 1-90', Februarrente 10050 (4 1.251, Oesterr. Krvnenrente 100.— <4- 2.—), Oesterr. Goldrente 185.— Ast gar. Goldrentr —(— —), Ustgatt Krvnenrente 108:— (-- i; 7 Banken. Anglo-Bank 854.— (4-15.—), Oesterr.-bo8n. i T—'. —Britisch»un ar. Bank — Bankverein 800.— (4* 8 —), Bodenkredit iWh— (4- 4.—), Oesterr. Kredit 979.— (— 8 — \ Üng. Kredit 1W<)W. ^;ii;^), Dtzposttenbank 778.60 (~ 1.50), Niederöst. GWrnvteacs.,. 1160.— (— 35.-), Ung. Huvoibekenbank 540.— Georg Coeh platz S ,„4f ®I881 ii!4ü?i!Ü i. isz. i Tesephon 18-.'! «35 Kulanteste Durchffihfun? alter bankmassigen Transaktionen sowie Besorgung von Zahlungen und " Ueberweisungen an alle Plätze im In* und Anslande Eigen« Korrespondenten Kn lSsrSKm, Suäapest Prag, Etossliau, a®ram m ^4- 10.—), Länderbank 1185.— (4- 5.—). Bosn. Landesban! 651'--- l— —Mercnr 870.— (4- 1-*^*). Oesterr.-ungar. Bank 5410.- (— 40.-, Unionbank 825.- <4 13.-), Berlehrsban! 635.- (- 1.-). ZivnostenSka 1790.— (4* 12.-). Pmge« Börse. Prag» 1. Oktober. Zum Wockenichlnß eröffnete die Börse in sehr belebter Stimmung, die bis smm Schluffe -vorhiclt. Während ans dem Bankenmarkte das Geschäft bei bchaumetcn Kursen e'msetzte, cmsgenommm Zivnostenska- und Hn>onbirnt- Akticn, die zur Schwäche neigten, wurden fast alle Jndustr'ewrril' zu steigenden Kursen umgesetzt. In der Kulisse war da8 Geschäft nach Neberwindnng der anfänglichen »suriickiialtttng ebenfalls sehr lebhaft. Der Anlagcmarkt war gut behauptet. Schlußtendenz fest. Budapefter Börse. Budapest, 1. Oktober. Unter dem Eindrücke der heute zum ersten Male in Kratt getret-'nen erhöhten Börsensteuer herrschte in der Kuliffe fast völlige Geschäflslostgkeit. Nach Erledigung der wenigen Kauwuftmge fanden nur tn ganz wenigen Wetten Um» säye statt, so in Skaa sbahu-AltikN, dre? 60 gewannen, diese Besserung aber nicht dis mm Schluffe behaupten konnte«. Gegen Ende des Verkehrs setzle in Ungaio-Itallana-Aktien ein lcbhaNes Geschäft ein., Auch im Schranken' war der Verkehr viel geringer als 'an dm Vortagen und trat auch hier um dre Mittagsstunde ziemliche Geschäfrsstille ein. Bloß in einzelnen Pavieren, wre Üngansche Zucker- und Chirunn-Aktien, chemischen Werten, Zabolaer und Gutmauu-Akii-'N. fanden gröhcce Umsätze statt. Der Schluß war ruhig. Aui dem Balutcnmarkte setzten Dollarnoten ihre Auswärtsbewegung bis 324 sott. Auch französische Franken, SokolS, Lei und Dinars waren lebhaft gesucht. Im vfstzrrllen Dalmenhandel notierten: Napoleons K 930.— bis K 945.—, Engl. Pfund K1080.— bis 1 HO.—. Leva A 435.— bis K 470.—, Dollar K 830.— bis 830.—, französische Franken K 2050.— bis 2170.-, Mark K 495— bis 515.—, Lire K 1290.— bis 1350.—, osterr. Noten K 93.— bis 99,—, Rubel K 815.— bis 885.-, Ler K 580 - bi« K 620.—, Sokols K 400.— bis 430.—, Schweizer Franken K 4950.— bis 5050.—, Kronrn-Dinars L 950.— bis 1015.—, Frauken-Dmars L 940.— bis K1000.-.; Bon Devisen notierten: Amsterdam K 8800.— bis K 9800.—, Kopenhagen K 4000.— bis K 4450.—, Ehnstiania BL 4000.— brs K 4450.—, deutsche Bankplätze K. 500 bis & 520, italienische Banrvlktze L 1800.— bis BL 1880.—, Prag BL 407Vs brs K 427Va. Stockholm 5350.- bis L 6250.-, Schweizer Bankpläye L 4950.— dis BL 5250.— und Auszählung Wien KL 96"/, bis BL iOO*/<. _ Berliner Börse. Berlin, 1'. Oktober. Der überraschend' gute Jahresabschluß der Laurahütte führte der seit langem für Montanwerte an der Börse hervortvetenben Kauflust neue Nahrung zu. In erster Linie wurden natürlich Laurahütte-Aktien gesteigert und gewannen etwa 20 Prozent. Namhafte Besserungen erfuhren ferner Bisnrarckhütte- und Hösch-Aktien, die je 9 Prozent anzogen, sowie Bochumer-Aktien, die sich zeitweilig um 17 Prozent hoben. Phönix-Aktien traten mehr, in den Hintergrund, konnten jedoch ihren Kursstand gut behaupten. Farb- und Elektro werte zeigten keine gleichmäßige Kursbewegung. Für diese Werte waren Veränderungen von 4 bis 5 Prozent nach oben und' unten zu verzeichnen. Von Spezialwerten stellten sich Gebrüder Böhler-Aktien üm 20, Köln-Mottweiler- Aktien um 7 und Zellstoff Waldhof-Aktten um 9 Prozent 2. Oktober IM , feeTfeiT —- : L— L rrr:-^ * höher. Kallwerte erfuhren keine einheitlichen DeränbernngettZ Prtroleumwrrte waren gut angeregt bei fester Tendenz und' mäßig erhöhten Kursen. Für Bank-Aktien zeigte sich heute! reges Interesse, wobei Diskottw-Konnnandit'*Anteise bet riners Besserung um 4 Prozent bevorzugt waren. Die Deviserrprsisel haben sich müßig abgesch'vncht. Ausländische Werte sprachen' sich fest aus. Deutsche Slnleiheu konnten sich gut Hehaupten.' Die WsVLfLrrkrrrfe. ,' HDteu» 1. Oltober. -'Kutte der östrrr. Devlimrentmte.) Amsterdam 880,.- ^600.—'. Berlin 519.50 516 50). Zürich 4400.— >4300.— ), Ehristiama 3800.— —>, Koverchagen 3800.--- /38C0.—), Stockholm 5100.— (5100.—), Mark-Norm 513.50 151050'. 8ei»Nolerr 515 - - 515.—Leva-Noten 380.— 880.—). Schweizer Noten 4375.— (4275.—), Französische Noun 1900.'- (1850.-5. Italienische Noten 1200.— (1190.—)/ Englische Noten 940.- (920.—), Dollär-Notm 270.— (270.—),- Nubek-Noten (Romanow?) 280 — <880.—). ,j N-ten, 1. 'Oktober. (Kurie im f r e i e n V r rkehr? Agram 253.— brs 274.—, Budapest: Zahlung in Post-) svattaffageld 95.— brs 105.—, Budapest: Zahlung in gestempelten Noten 95.—- bis 105.—, Ungarische gestempelte Noten 95.—, bis 105—, Warschau. Shahit m vojn. Mark 100.— bis 113.—; Prag 410.— bis 436.—, Tscbecho-stow. Kronennoten 5000er 108.— bis 484.—, kleinere 403.— bis 434.—, Nene Dinmp aoten 1010.— bis 1060.—. Prag, l. Oktober. (Kurse der Devisenzentrale.) t Amsterdam 2378,50 2368.60V Belgrad 251.— (282.-); Berlin 121.75 (121.75), Bril.uttl 142.25 '142.75. Sofia 102.75 '10150), Zürich 1218-50 1213.50). Kovenhageu W6Z.50 (1063.50); Stockholm 1498.50 (1408.50), Mailand 317.— (814.-), Parisi 503 50 (500.50). London 263.— <m.~\ N?w-2)ork 75.50 ( 74.50); Wien 2312 (23.37 , Brüssel 535.50 (534.50). Agram 62.50 62.75); Warschau 25.— >25.50), Budapest 23.12 (23.37), Jugoslawische, Noten 247.— (248.—'', Marinsten 120.75 < 120.75», Rumänische Noten 186.75 (187.25), Brügarffchr Noten 101.25 <100.25),; Schweizer Noten 1214.50 (1209.50), Dänische Noten 1059.50. (1059.60', Schwedische Noten 1494.50 11494.50'. Italienische! Noten 314.- 1311.-), Französische Noten 5(0.50 (498.—), Englische Noten von 1 Pfund Sterling aufwärts 261.—' 257.—), bis 1 Pfund Sterling 260.— (256.—); Ameri«' kamsche Noten von io Dollar arrrivarts 74.50 73.50), von 1< bis 10 Dollar 73.50 (72 50), Oesterreichrsche gestempelte Kronen! 92.12 ''22.37 ■, Holländische 2373.50 (2363.50), Belgische 532.50 (631.50) , Polnische Noten 24.— (24.50). Berlin, 1. Oktober. (Devisenkutte.) Amsterdam 1913.05 (1938.05), Antwerpen 482.05; '437.05). Christians 879.10 (87810h Kopenhagen 866.60 878.10). Stockholm 1218.75 '(1233.75). Hclsingfors 175.80' (184.55),z. Italien 254.70 (257.20), London 213.50 (216.75)/ New-NoÄ 61.55Va (62.18), Paris 409.55 (414.55), Schweiz 986.50. (994.—), Spanien 900 10 '904.05', Wien altes —j (24 97), Wien abgestempelt 25.84Vz (26,22), Prag 81.52V, (81.40); Budapest 19.48 (19 78). Berlin» 1. Oktober. (Kurse der Devisenzentrale.) Noten: Dollar 60.75 (61.70), Belgische 428.50 (486.50)/ Pfund 218.50 (216.65), Französische 402.50 (412.-), Italienisches 254.50 (258.50), Türkische 40.- (40.—\ Polnische 21.50 (21.75),j Tschecho-slowakische 80.90 (80.80), Alte 8sterre:chrsche 19.45 OesterrerchMe gestempelte 19.05 (—.—), Rumänische 115.50 (115.25), Schweizer 986.50 (999,-). | Zürich, 1. Oktober. (Devisenkutte. — Mrtgetellt von der. Schweizerischen Kreditanstalt.) J Berlrn 10.10 (9 95), Holland 196.- (193.80!, Ncw-Nork! 626.- (622.-), London 2171 (21.7*2), Pans 41.65 <41.55),| Mailand 25.95 (85.90). Brüssel 43.80 (43.60), Kopenhagen' 88.— (89.—), Stockholm 124.— (124.50!. Cbristianias —(—.—), Madrid 91.60 (91.50), Buenos-Aires 230.—] 230.-), Prag 8.20 (8.25), Agram 5.15 (5.-), Budapests 2.- (2.-), Warschau —Belgrad 20.50 (21.-4 . Wien Geld 2.67V, '2 70\ Wien Ware —(-.-), österr. ßcft.j Krone» Geld 2.80 (2.80), österr. gest. Kronen Ware —' Amsterdam, 30. September. (Devisenkurse.) ' London 11.15 (11.22-, Berlin 5-10 15.25), Paris 21.327, (21.50) , Schweiz 51.40 (51.65), Wien 1377s (1.87‘U Kopen-j dagen 45.25 (45-25), Stockholm 63.80 (64.35), Chrlstlaniaj 46.— (45.20), New-York 321.— (320.75). Brüffel 2S.5yt (->2.70). Madrid 46.90 (47.-). Italien 13 80 (—.—). tNachdmck verböte«.) Martenbad. Kein Mman, sondern eure überaus verwickelte Geschichte, die MWn Warschau, und - Marienbad spielt, in 36 Briese», 14 Billet-doux und 46 Telegrammen. Bon Scholem Alejchem. Aus dem Jüdischen übertragen von S i e g f r i e d Schmitz. (88. Fortsetzung.) Das ist alles, was ich Euch jn dieser Stunde zu sagen für nötig befinde. Aller Uebrige werde ich Euch gut einpauken, bis Ihr, so Gott will, gesund nach Hause kommt und wir uns persönlich Wiedersehen. Indessen seid mir und habt mich . . * Gegeben von Zwi Hersch Lau f? r m a nn. ' Dabei erklärtet Ihr ihr, Ihr seid nicht Gottes Statthalter, und doch werfet Ihr es ihr vor, wenn ste'm't so verachteten Personen spricht, wie Euer Schwager ist. Und nach diesen Worten waget Ihr, meiner Frau zu sagen, daß Ihr und Eure Kasse ihr zur Ver^'gung stehen. Das ist schon — nehmt es mir nicht iwel — eine solche Schweinerei, daß man einem dafür hier j ich möge Dir Geld und wieder Geld schicken? Daß alle Knochen entzweischlägt . . . Und Ihr habet dann! Du aber dort in Martenbad — unberufen — so gwßen noch die Stirn/ Euch, vor meiner Frau zu rühmen, 's Kredit erhalten hast — davon schreibst Du mir gar daß wir mit Euch auf so gutem Fuß stehen und habet nichts! Zum Glück habe ich sein Briefchen an Dich die Frechheit, Euch zu unterschreiben „Ihres Mannes , zugeschickt bekommen; sonst hätte ich gar nicht gewußt, guter Freunds. Ich frage Euch (bleibt mir gewogen): wie Du dort die Zeit verbringst nnd was für gute Wanu,sxid Ihr mein Freund geworden? Wo wäret l Freunde Du dort gesunden hast, welche samt ihrer Ihr damals, wie ich noch — ich will heute nicht mehr s Ka sse Dir zur Vers ügung stehen! Daß er daran denken — sehr tief unten gelegen bin und Kipfel! Dein guter Freund ist, das steht man aus seinem gebacken habe? Ich glaube, daß ich von Glück sagen i Briefchen an Dich. Aber wann bin ich sein guter konnte, wenn Ihr auf meinen Gruß geantwortet habt, j Freund geworden, daß er meine Ehre wahren will? Und ich frage Euch: Wer braucht eigentlich so notwendig '’ “v-- r-!^- Eure gute Freundschaft? Kredit habe ich bei Euch nie gehabt und gesucht und jetzt brauche ich, Gott sei Dank, Euren Kredit erst r^pht nicht. Wißt Ihr, was ich Euch sagen werde? Solche Briest, wie Ihr sie schreibt, passen — nehmt es mir nicht übel — für solche Weiber wle die MaöaM-r Lschapnik und der- > nicht erst sprechen. Der ist sofort nach dem Haupttreffer gleichen zügellose Weiber, aber nicht für anständige voll Freude gerannt gekommen und hat mir das Ge- Frauen anständiger Männer. i heimnls entdeckt, daß er mich stets für einen fähigen yüOy UjJ Uityli? DüTl J€WVT gliren Q*r'ciUTU|Cyu|t gehört, wie ich noch — ich will jetzt nicht mehr daran denken — ganz unten war und in ganz Warschau mit langer Zunge herumgelaustn bin, um einen Dreier zu verdienen? Jetzt sind sie alle auf einmal meine guten Freunde geworden. Von Berl Tschapnik will ich Nr. 88. Hersch Laufermann aus Warschau (auf den Nalewki) an seine Frau Bronja Laufermanu in Marieubad. Bronjischyl Wieso kommt es. daß Dü mir fortwährend schreibst, Mann gehalten hat; geendet'hat das Geschäft mit einem kleinen Darlehen. Aber sogar ein Jude mit so ei-neu^ schönen Bart, wie Reb Welwel Jamajker, sagt mir, jetzt schon von weitem „Guten Morgen!". Auf einmab bin ich aufgeblüht, bin ein Mensch geworden, der HeM des Dages! Man sollte doch glauben, ich sei derselbe? Hersch Laustrmann wie früher; und ich bin doch nicht! derselbe. Sogar die Zeitungen haben sich in der erstem; Zeit mit dem neuen Reichen von den Nalewki befaßt./ Doch lassen wir das jetzt. Sage mir nur, Bronjischyr Wie kannst Du erlauben, daß man Dir solche Briefchenj schreibt? ,Warum hast Du selbst mir nicht seinen Brief) geschickt? Und was hast Du ihm geantwortet auf dieses Brief? Und schreibe mir, ob es wahr ist, daß Dü dorij mit seinem Schwager, dem Scharlatan, verkehrst. Und? ob es wahr ist, daß Du mit ihm auf offener Straße spazieren gehst? Und wieso kommt das, daß er Dir zuerst schreibt, Du hättest ihn kühl empfangen, und' zum Schluß bringt er vor, daß Du, da Du von Berlin kommst, wohl Geld brauchen wirst; deshalb — schreibt er Dir — stehen er und seine Kasse Dir stets zur Ver-s fügung?! So eine Unverschämtheit ist wirklich unerhörte Abgesehen davon, daß ich ihm selbst einen so schönenj Brief schreibe, daß ihm dunkel von den Augen werden wird, wenn er ihn lieft,'so gehe ich noch mit seinem! Brief an Dich zu seiner Frau —• damit sie sieht und weiß, wie ihr Mann die „Kur" in Marienbad macht. Ich bitte Dich, Brottjischy, mir sofort über ihn zu schreiben,' was und wie; denn ich will diese Sache nicht auf sich beruhen lassen! Und schreibe mir über Deine Gesundheit und über alles. Von mir, Deinem treuen Mann Hersch Laufermann. (Fortsetzung folgt.) 'i Pas neue Palästina ixu Film. aus(üh?> Meh. demnächst T sK

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