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Wiener Morgenzeitung · 1920-10-02 · Heft 607 (2.10.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 607 (2.10.1920)
Date
1920-10-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 L- Wien. Samstag -• i tu'.. •fa.ii.': v'l "hol* ^- 'o:>mc§* in^'<'K-'cft'.n'T. II. «• c ' ..8 Hht!^l<*:nrr 2'ulivn. ^CEkiutH'. — 'S 3 Uöv .'KurLjaaU: DaÜvr M, rt’out.v.n nt» Mrtrorr. — -,/:8 Uhr (Ktubfoirl): Emst Banm. SHe Bühu" der Sllciüfer. — Lchrtnrsc: 'si'r^kr U>'l'vn"Sk'.i'9 v\ 9'r; {.*>• i-s'-rr §->LU: ‘.'of-ann vh ’r Ufov: Chemischer Ardellskurs (für Aniänger^. — 5 Uhr: tViv'tLicn.iühe Sprache (Hit Anstinger, Par.-Kurs), Kalligraphie, Sprechtechrik, Atemgymurlmk und DortragSlnusi. Äeltan- '.-h.,!-utrr-."n der Gkger.wo.rt. Moderne Tnrnabrnde für Frauen. — s Udr: Französische Sprache (für Anfänger. Par.»Kurs), Sprech- :echmk und Aicmgynmr.'Hk und Bortragskunst (Par.-Kurs^, Zu« chneiden uno Nähen von Wäschestücken, Grundlagen der Elektro» echmr. Schwedisch (siic Anfänger), Kartonagearbeiien. Jtalremsch Artur Slitzisch .beging gestern . in Leipzig das Jubiläum einer 25jcihrig?n Däiigke't als Dirigent des Gcwandhans- DschcTierS. Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde die von drofcsfor Hugo Lederer modellierte Büste des Meisters mlhitllt. Thealerfkandal in Berlin. Im Theater in der Konig- »rätzirftratze km es vorgestern anläßlich der Aufführung von drei Krnaktern von C o u r t e l i n e ,nt einem argen Tbeaterikaudal, »er in eine Sch lageret ausailtte. Ob sich die lärmende Opposition gegen Mar B a l l r n d e r g richtete oder gegen »i e Aufführung französischer Stücke, ließ ich uichr genau feststellcu. -_ SPoeL. Zam M-rksterschaftSspiel HakMh J.-gm Gporlllnb. Der Sportklub Ha io ah tritt morgen mit folgender Mannschaft ,-rgen den Wiener Sportklub an: Tor: Haftern; Verieidijirng: Schöner, Trümer; Deckung: M'olnar, Grünsrld, Pollak; llngrisf: Katz, Slutzky, Gansl, Weiß,- Häusler. Dir Auftelluttg Weiß' als Halbrechter Stürmer ist sicherlich ein Experiment; momentan steht aber für diesen Dosten der Hakoah (eine bessere Kraft zur Verfügung. Der Wiener Sportkürb vird morgen auf die Mitwirkung seines Mittelläufers Vaar »erzichten müssen, da dieser am Donnerstag auf vier Wochen »isqnalifizierr wurde. — Die Res erve der Hakoah spielt « folgender Aufstellung: Tor: Neumann; Verteidigung: Bmrk, Heller: Deckung: Kolenfeld, Kohn, Herltnger; Angriff: ßoilatschek, Schwarz, Grünwald, Finko, Grnschka. — Der Vorverkauf (Sitzplätze) im Sportwarenhaus Stadion und im Cafs City wird heute um B Uhr abends geschlossen. Sportlehrrrknrs. Gestern nachmittags hat der Sportehrerkurs Leichtathlctikverbandes seirmr Anfang gerammen. Leiter des einmonatigen Kurses ist bekanntlich der Sportlehrer des deutscher: ReichsanSschnsfeS Schellenz. Der lurs wird täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 4 bis 5 Uhr nachmittags auf dern Sportplatz des W. A. Ci int Prater abgehalten und sowohl aus praktischen wie theorelich-en Unterweisungen bestehen. Lmrderwetttampf Deutschland gegen Ungarn. Deutsch-- 'and und Ungarn werden sich am 24. d. M-. nt einem Länderwettspiel gcgenüberstehen, daS nn Berliner Stadion;ur Entscheidung wmmt. Di» Ungarn entschlossen sich erst zur Annahme dieses Kampfes, als sie von bcu Deutschen hie bindende Versicherung erhielten, baß letztere jede Verantwortung für die intakte Heimkehr der ungarischen Mannschaft übernehmen. I. A. C.—Thalia 2:9. Am letzten Sonntag absolvierte sec Indische Athtetikklub ein Freundschaftsspiel gegen den Svortklub Thalia, welches der I. A. C. in sicherem Stil gewann. Die Torschützen waren Schlesinger U und Spitzer. Der Sportklub Baumgartner Hakoah ersucht uns um di: Richtigstellung, daß er nicht, wie berichtet, dem Jüdischen Sportverein Hechawe'r beigetreien ist. Es haben Wohl eine Zoitlairg zwischen den beiden Vereinen diesbezügliche Verhandlungen stattgefurrden, dir jedoch zu keinem Resultat führten. Die Baumgartner Hakocrh besteht weiter unter ihrem bisherigen Namen. Jüdischer AthletikkluÄ. Heute findet im Cafs Neusaud. 16. Bezirk, Thaliastraße 22, um 8 Uhr abends eine SpiÄerversmnmlung statt. Besprechung des morgen stattfindenden ersten Meisterschaftsspiels gegen den -I. Hietzinger Arbeiter-Sportklnb Freiheit auf bern Sturm-Platz in Breitensre. Beginn 2 Uhr nachnnttags. Der Spielplatz ist mit dem 10er-Wagxn erreichbar. — Wir machen darauf aufmerksam, daß wir von nmi an die Bereinsnachrichten jeden Donnerstag regelmäßig erscheinen lassen. — JWische Sportvereine, welche einige Samstag-Nachmittage auf eigenem Platz für Wettspiele gegen unseren Klub fiel haben, werden gebeten, diesbezügliche Zuschriften an Fritz Fürst, 17. Bezirk, Dornerplatz 19, zu richten. Mrrrorah. Alle Fußballer und Leichtathlctm stndsn sich um 2 Uhr nachmittags in unserem Heim. 7i., Amerlmgstraßr ein. Ubr nachmittags gemeinsame Abfahrt zum Training. Hechawe. Heute, 7 Uhr abends, Svielerverfümmlung im Cass Monopol (nicht Industriellen), I., Biberstraße 26. - Morgen um 2 Uhr und ^4 Uhr nachmittags Hakoah- Platz, Meisterschaft gegen Frmbenauer Vindobona. Fragekasten. Gvldapper. BvroS (Brandy) ist Ende Oktober fpiel- "rechtigt, ebenso Gansl. __ Gerichtssaal. Eine Räumungsklage des k. v. k. KriegsminZsterrurrrs L. gegen einen Bethausverei«, Gin Berufungssrnat des Ziv il landesgerichteS unter Vorsitz der OLGR. Dr. Seelinger verhandelte gestern über die Berufung des t u. t KriegsministeriumS gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Landstraße, womit die Mum-ungSklaige des k. n. k. KriegsnrinrfterinmS i? L. gegen den isvaslitifche» Bechauöverein »Ose Tow" in Wien, 3. Bez., Obere Viodnktgckffe 12, abge-rviesen worden war. Dem Prozeß lag folgender TaiLestand zugrunde: DaS k. u. k. Aerar hat mit Vertrag vom 10. Dtai 1918 sämtliche Räume des HcvuseS 3. Bez., Radetzkystraße 5 lHot l Hungaria), gemietet. Bon diesem gaib eS einige Räume im Parterre des Hauses dem BethauSverein „Ose Tom" in Aftermiete um den JcchreSzinS von 1899 Kronen. Dieser Afteribestandsvertrag wurde, da der Verein den erchöhten Zins von 4990 Kcon.cn nicht bezahlen wollte, per Novamd« ISIS aMMat. SSÄk KjiMlMs wax durch.Urte il;hesvBezttiiSgericKftr Ldndstrnhe?n Rechtskraft'erwachsen. Nunmehr brät^, der beklagte Äerrin cnt dsS Aecnr mit dem Ersuchen herivu, den MietSverträg zu verftänge.rm Namens des Vereines unterhandelte Herr Jakob Chaim D r e x l e r mit detn Vertreter deS StaatSamtes für Heerwesen. Bei eurer späteren Zusammenkunft hat Drexler, und zwar am 19. November 1919, oine Evklävung nnterfchrisben, daß sich der Verein verpflichte, im 3Mtermin 1920 die gemieteten Lokalitäten zu räumett und den halbjährigen ZinS von 8990 Kronen zu bezahlen. Da der Verein die Raums im Mm noch weiter benützte, erfolgte die Klage seitens des Nrrars. Der beklagte Bethmlsverein wendete vor dem Bezirksgericht Lanldfttaße durch seinen Vertreter Rechtsanwalt Doktor Josef AueNbach ein, daß, wie Drexler dem Verein mitgvtettt halbe, die VevernLarung dahin gelautet habe, daß der Verein so lange im Hmrse ve rbleiben - könne, als das liquidierende Kriegsministerium Hmchtmieter des Lokals sei. Nachdem nun das Aerar daS Harts weiter in Miete habe, bestehe auch diese Vereinbarung zu Recht. Bon der 'Unterhandlung, die . Drexler müMich Mt dem genannten Vertreter deS AerarS geführt halte, habe er den Verein verständigt, dieser halbe auch seine.Zustimmung zur Geuchmigung des Uebereinkommens erteilt. Nach dieser Vereinbarung, wurde auch der Mietzins von 2000 Kronen bezahlt. Von der Uttte^eichnung des DertvcvgeS am 19. November, der» Drexler überhaupt nicht gelesen habe, habe er dem Bevein gar nicht, berichtet. — Drexler sei übrigens zu oi-nttn BortragSalbschluh nicht bevollmächtigt gewesen, fonfeetn habe diesen anS eigenem Antriebe gspfiogsn, er Hab« allerdings dem Verein, begiehungS. weise dem Bethaittsvorstand über die mürMtche Vereinbarung Bericht erstattet mü> dieser habe hiezu die Mnehmigutig erlitt. -- DaS BchirkSgevicht hat die RLumungSkldge ab g e wiesen. Gegen diese» ÜrteÜ hat dys Asoar ün Wege der Finanzprokuratur die Berufung erhoben. Rach längerer Beratung hat der BeDufüngssenat beschlossen, das Urteil in schriftlichem Wege bskan-ntzugeben. Den Bruder erstochen. Bor dem Schwurgericht unter dem Vorsitz des Öfter» larchesgerichtSrateS Dr. Kämpf hatte sich gestern der 36jährige Handlungsgehilfe Leo Weitz wegen Totschlages an seinem Bruder Adolf Weitz, mit dom er seit Jahren in ' Feindschaft lebte, zu verantworten. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Schwartz. Wie in der Anklageschrift auSgeführt wird, hatte Leo Weitz seit länger« Zeit mit seinen Brüdern Adolf und Max Stre-itigkeiten, die wiederholt zu «regten ^ttnc» führten. Als einmal Leo Weitz von seinen Brüdern geschlagen wurde, kaufte « sich ein im Griff fesisitzendeS Messer, um sich gegen neue Angriffe zur Wehr setzen zu können. Am 8. Mai d. I. vormÄtags tvaf de« Angeklagte mit feinen beiden Brüdern in der EchiffamtSgasse, zusammen und eS entstand neuerdings ein Streit zwischen ihnen. Leo Weitz zog nun fern Messer, woraus die Brüder Reißaus nahmen und sich in ein in der Gchvevgasse befindliches Geschäft flüchteten. Noch in der Tür des Geschäftes erreichte Leo Weitz seinen Bruder Adolf, packte ihn und stieß ihm sein Mess« wiederholt im die Brust, und zwar mit solch« Wucht, daß der tödlich Getroffene zusammenbvach und in wenige« Minuten eine Leiche war. . Der Vorfall hatte in der belebten Straße ungeheures Aufsehen «regt und zahlreiche Zangen hatten den unseligen Vorfall beobachtet. Leo Weih wurde .verhaftüt und gab bei der Polizei an, er könne sich an nichts erinnern, später erklärte er, tt habe einen Angriff seines Bruders befürchtet und sein Mess« nur zur Abwchr gezogen. Diese Angaben wurden aber durch zahlreiche Zuschauer widerlegt, die gesehen hatten, daß die beiden Brüder sich vor dem Angeklagten gefürchtet hatten. D« AngeKagte, der 36 Jahve alt ist, macht einen sehr beschränkten Eindruck. Er war bei seinem Bvud« Adolf, der ein DeMatessenyeschäft betrieb, GeschästSdien«. Schon nach kurz« Zeit kam es zu Zwistigkeiten zwischen ihnen. Adolf beschuldigte ihn eines DageS der Brandlegung in seinem Hause und « wurde verhaftet, wett die Brüder ihn angezoigt hatten, daß « sie am Leben bedrohe. Er wurde wegen gefHEch« Bedrohung arrgeklagt, jedoch fteigesprochen. Späiec richtete ihm sein Bruder Max ein Geschäft ein, das aber sehr schlecht ging und schließlich von Max gegen den Willen des Ängeklagten wieder, verkauft wurde. Nun sei er in ärgste Not geraten und muhte sich als Handlang« bei Baittrn fortbringen. Wenn « die Brüd« um Untorstützung bat, mißhandelten sie ihn und wavfen ihn zur Tür hinaus. UeberdieS erstatteten sie immer wieder Anzeige» gegen ihn. Am S. Mai sei « den Brüdern zufällig in der GchiffamtSgasse begegnet und timt habe ihm einen heftigen Schlag auf den Kopf versetzt. Sinnlos vor Zorn und Aufregung habe « fein Dolchmesser gezogen, was weit« geschehen ist, weiß et nicht» es fei möglich, daß Adolf selbst in das Mess« gerannt ist. Die GerichtSpsychvater Dr. Probst und Dr. Wteg- Wickenthal gaben in ihrem Gutachten cm, daß bei dem Angeklagten kemerilei Anzeichen «in« geistigen Erkrankung festgestellt werden konnte. Er sei ei« minderwertige, leicht reizbare Persönllchkeit, ab« seine ganze seelische Entwicklung muffe nlS eine novmale bezeichnet werden. Dafür, daß er die Tat im Zustand einer vorübergehenden SirmeSverwirruug begangen habe, liege ebenfalls nicht der gvvingste Anhaltspunkt vor. DaS Urteil wurde abends gefällt. Die Geschwovnen bejahten mit zwölf Stimmen die Hauptfrage auf Totschlag und verneinten einstimmig die Zusatzftage auf SinneSverwirrung. In einem Beisatze baten sie den Gerichtshof um weitestgehende Milde. — Auf Grund diese» Wcchrspruches vtturteilte der Gerichtshof den Angeklagten Leo Weitz zu drei Jahren sechweren Kerkers. D« Angeklagte nahm den Urteils» M M»S «aiM ach Nr. 807 ~T~ 9 Eine Krrme --- 2.67V, E^rrtiMes Geld.^ Gliterr' no-'rerie iti' Ziirnd * dir östernich'ic!^ Sb um ©äfft 2 67'/9 ( 3.70 nm 30. Stttember) dw ßfierr. aestemveltt Kroyr Geld 9,80 ( 3.30 am 80 Sevtewber) die tschechisch»: tirou?. . . . . 820 ' 8.Ä5 am 89. September)? ie Mark. . 1919 ( 9.86 am 89. September) Agram . . . ... . . . b 1b l 5.—- am 89. September) Äcmchan . . ✓ . . . . . . . (—.— am 89. September) Ludavch ........ . . 2.— ( 2.— am 29, September) Minister Nirdlnek Über Äie wirtschaftlichen Vertrüge mit DestsrMch. Einem Mitarbeiter deS »Az Est" gegenüber äußerte sich ^er ungarische HandelSmimster JEuS Rubinek Über die ungarischen Handeispläne, wie folgt: Was den Außenhandel betrifft, findet demnächst «ine Konferenz statt, in welcher wir die vorzunehmenden Ausfuhrerleichterungen ftftstellen werden. Die Vorarbeiten für die wirtschaftlichen. Verttäge mit den ausländischen Staaten sind im besten' Gmrg. Gegenwärtig bereiten wir den mit Rumänien zu schließenden Vertrag vor. Hernach werden wir die. Verhaud». lurigen mit den Tschechen aufnehmen, um. auch mit de»; Tschecho-Slowakei zum Slbschlüß eines Wirtschaft, lichen Vertrages zu gelangen. Im Verlauf unserer Bechand-, lurigen wird auch an Oesterreich die Reihe kommen, doch glaäbe ich, daß dies in einem viel späteren ZeitpuM. der Fall sein wird. Die Einfuhr von ungarischem Wern nach Oesterreich ist sehr erschwert worden, nachdem laut meinen Informationen die österreichische Regierung den.ungarischen Weinirnport karttingentiert, da die Oestevreich« ,ou<j$ - den Wein als LuMsartik«! betrachten und v-behandeln. Mit) Italien haben wir den wirtschaftlichen Vertrag bereits, abgeschlossen. Bon einer Revision der Eifenbahntairise kauft keine Rede sein. Cs kann nur damit gerechnet werden, da^ wir die Transportgebühren von drei oder vi« Posten bet* ringern. 'So we-tdeü wir ick erster Reihe die Transport'-: gebühren firr Holz- und Grünwaren entsprechend er« mäßigen. Die diesbezügliche Verordnung habe ich bereits vor! einigen Tag-rn Unterzeichnet. Im übrigen muß man sich eher auf eins neue Tariferhöhung als auf eine HsrabH, fetzung der Tarife gefaßt machen, erhöhen doch auch die . un»! umgebenden Staaten ein« nach dem anderen ihr« Eifew-j vahutarife. Balvtenkurfe. Im ßkstrigm fttim Vukrht wareAc fremde Zahlungsmittel, namenllcch Dollar, sehr fest. Es-' notierten: Leinölen g.07, Rubeluoten X 3.24,j Marknoten K B.16, Lire K 18.80, Schweize cj Noten K bl.—, französische Francs K 21.60^ Dollar K 324.—, tschechische Noten 422^ D i n a r K 1044, nngarischeNoten^ 102.—, p o ln i s ch e M a r k K. 118.50, PfundSterling K 1195.—,; Auszahlung A gram kL. 368.—, Anszahtun- Berlin K 619.—, Ausza h l u » g Prag K 423.—j Auszahlung Budapest K 100.60 und A u S*> zahlungJtalienL 13.36.! Für chte Aufhebung des WirtschastSverVandeS der jZemarch«? iudustrte. Unlängst sprach eine Abordnung deS ReichSverba»ch«Ki ber Händler mit Zement, Kalk und GtpS Leun Gtaatsi? sekretär Heinl vor. Unter anderem kam auch die FraM der Aufhebung b«S MrtschastSverbandeS d« Zementtnbustris,! der durch seine nunmehr überflüssige Tättgkeit nur der-, teuernd aus die Dar« und v«zögernd auf die Abwicklung d«! Geschäfte wirkt, zur Sprache. Staatssekretär H ein l stellte fest, daß auch e.r ein überzeugter Anhäng« der freien Entwicklung! des Handels sei und seit langem die Auflassung d«r Zentrale!»-: Wirtschaft fordere. Er sicherte die möglichste Verüastchtigmrgi der Würssche der Händlerschast zu. " Vugarlschi-pvlnische Handels»A.»G« AuS Budapest wkrdl uns berichtet: Unter dem Vorsitz de- Grafen Stephan B ur tan hat sich die Ungarisch-polnische Hand«lS-A.-G. mit einem Aktienkapital von 3 Millionen Kronen konstituiert^' Gründer der Gesellschaft sind die Würenverkehrs-A.-G. Leu Genossenschaftszentralen, die Hangya-Genossenschaft, dies Ungarische LebenSmttte!transPort-A.-G ., die Polnische Handels-^ A.-D. und diie Wawel-Transport-A.-G. Die neue Ges-ell-, schuft soll den Handels- und Wirtschastsvttkehr zwischertz Polen und' Ungarn pflegen. HanbelSkammerkurse für wirtsthastlichr Weiterbildung« Für die am Montag den 18. d. M. begmnende, von dep' Handels- und Gewerbekammer in Wien veranstaltete dritttz Reihe der Handelskammerknrse für wirtschaftliche Weiterbildung haben in entgegenkommender Weise auch die Herren Professor Karl Hoffmeister, Professor Th. Micklitz und Professor Josef Rezek von der Hochschule für Bodenkultur in Wien ihre SJtttrf Wirkung zugesagt. Professor Hoffmeister wird einen acht-' stündsgen Kurs über „Die soziale Frage und ihre LösunaSversucht- (mit besonderer «Berücksichtigung der agrarischest Probleme), Professor Micklitz einen ISstündigen Kurs übest „Waldwertschätznng" abhalten, während Professor Rezek bist Abhaltung des zweiten Teiles des im Vorjahr« stattgefundenest Zkurjes über die „Einführung in daS landwirtschaftlichst Maschinentvesen" zugesagt hat. Prospekte d« Handels kammerkurse sind in der Kammer. Wien, 1. Bezirk, Stuben^ ring 8, erhältlich, wo auch dA ausführlichen Programms braschüren über die Kurse zum Preise von K. 8.— zst b'.^i", :: sind. Unionbimk. Herr Georg M'etaxa hat sich aus Gtzi smrdheitsrücksichten' veranlaßt gesehen, seine Stellung als Ber^ waltungSrats- , beziehungsweise Vorstandsmitglied der Unionbank zurückzulegen. In der Sitzung des VerwaltungSrateß vom 39. September wurde diese Resignation mit Bedauerst zur Kenntnis genommen. In der gleichen Sitzung wurdest die Verwaltungsräte Herr Hofrat Albert Frankfurt est und Herr Bela S t r a > s e r in den Direktionsrat, beziehungsic weise Vorstand, der Bank gewählt. \ Aagarische Weirrpreiss. Aus B u d a p e st wird gv/ meldet; Wembcncht. Budapestcr Rayon schwach mittel, Qualitaj mittelmäßig, Mostprecse L 7 bis 14. — Kecskemeter Rayon Mosti preise K 14 bi3 16.—-Tapolczaer Rayon Qualität schwach mittel Presse im Steigen. — Tarczaler Rayon Qualrtät wegen Fäulnis gefährdet. — Egerer Rayon Qualität schwach mjttel. -7 Balassagyarmarrer )1iaho'.i gm mittelmämge Ernte in Aussicht. MrSkolczer Rayon Onantirät gering, Qualität gut. LtuSgleich. Vom LandeSgericht Wim' wurde das AuS^ gleichsverfahren übrr das '-Lermägcn des Karl Kolliniky. Gv schättSführcr, l.. Adlergvsse 8, (ingeleitet. Äusgleichskommistäi Oberlandesgerichtsrat Dr. Karl Dölzl, Attsglrichsoerwaltel Robert Bchneit, XX., Treustrave 74. Anmelücsust: 27. d. M« Ausaleichstaafatzuna: 4. November, 19 Ubr. Wie-rsv M»rASstzenreM L, 2. Oßtodtc 1020 1 -

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