Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-09-28 · Heft 603 (28.9.1920) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 603 (28.9.1920)
Date
1920-09-28
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979681--05350-2991193
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Ne. E Wien, Dienstag dem unter Bewachung stehenden OSerraLbtner Dr. fttttawtmtel Ww-den Gottesdienst verrichten dürfen. Nach langen. Pourparlers hat die Staatsa^ttv-altschast unter besonderen Kautelen die Whaltung de? Minsans an den drei Togen in der Hans. Itlle des Dr. Immanuel Löw gestattet. Gold- und ValnLenschmvggel nach Wie«. Budapest, 27. September. .Wie. die Blatter melde», wurden gestern abends bet einer von der Polizei auf dein nach Wie» abgehenden Dampfer vorgenommenen Durchsuchung, im Oelb eh älter Gold, Silber, Pretiosen und Valuten im Gerte von w e-b r e r e n M i l l i o n e n K r o rr e n vorgefunden. Der Kapitän und der Maschinist des.Dampfers erklärten, daß die Vorgefundene« Werte an eure gewisse Adresse in Wien abgegeben werden sollten. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, daß der Kapitän «nd ' der Maschinist die Werte von einer Budapestrr Dankkommlistonsfirma zur D u r ch sch ni u g g e l u n g n a ch Wie.« übernommen habe». Die Blüte vo» Flensburg oder der streLkends Erlkönig. , ' Göethes „Erlkönig" zählt zum stolzen Besitztum Äeütfcher Literatur. Und öre deutsche Jugend empfindet Liesen Volksbesitz so heilig, daß sie ihn — nicht national Zenug gesinnten Ohren vorenthält. Und wer Goethes Erlkönig" anzuhören gewürdigt ist, darüber entscheidet die Blüte von Flensburg, die stramm nationalgesinnte .Gymnasialjugend. Die Sedan-Feiern der Gymnasialjugend wurden Pom preußischen Kultusministerium stark eingeschränkt, Mn der „nationalen" Jugendkraft den Anlaß zum Reaktonsradau (mehr kommt ja Lab ei nicht heraus) zu nehmen. Darob herrschte am Flensburger Gymnasium unter der Jugendblüte des Deutschtums kräftige EntrÜstung und sie machte sich Lust, als Kultusminister 5gaenisch die Oberprima dieser trefflichen Jugend- Lildüngsänstalt visitierte. Ein treudeutscher Oberprimaner weigerte sich, Goethe den Schimpf, anzutun, seinen „Erlkönig" vor den Ohren des roten, antinationalen Kultusministers hören zu lassen. Mit einem Wort der „Erlkönig" trat in — Proteststreik. - Haenrsch nahm den Erlkchngschlucker ernster, als ihn Goethe genommen hätte, und ließ sich mit dem hoffnungsvollen teirtschen Sproß in eine Diskussion ein, in der eS ihm gelang — nun ja, es gelang, den „Erlkönig" Mfgesagt zu erhalten. - So weit wäre ja die Sache bei aller Lächerlichkeit Nicht gerade aufreizend. Es erhebt sich nur eine Frage: In diesen jungen Menschenköpfen malt sich die Welt doch nur so, wie. sie ihnen vorgezerchnet wird. Wes Geistes Kinder die sind, welche den erkönigstrerkenden Oberprimanern ein Weltbild Zu geben beauftragt sind, davon gibt ein im „Berliner Tageblatt" abgedruckter Bericht der „Flensburger Volkszeitung" Künde. . Am WMeWrEgüngstäße '(47.'Hmr ' 1920) hielt . ein redlicher % a m m, Professor des. Flensburger Gymnasiums, das so hoffnungsvolle nationale Oberprimablüten hervorbnngt, vor den Schürern . des Gymnasiums eine Rede. In dieser versuchte er ngchZuwelsen. daß die' unfaire 'Kampfesweife der' Flensburger Dänen nur darauf zurückzustihren sei, daß Dänemark seit Jahrzehnten ein demokratisch regiertes Land sei, .und er berief sich dabei auf das BiLelwort: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." ' Er fuhr dann wörtlich fort: „Dieser Lügendrache Demokratie, der nur Verlogenheit.' Gemeinheit, Schmutz, Dreck und Gestank um sich vorbreitet, kommt nun auch von unten zu uns. Die Ehr- und Würdelosigkeit dieser jetzigen Machthaber in Deutschland zeigt uns, wohin auch uns die Demokratie stihrt. Ehre, Wahrheit und.Reinheit sind.Dinge,' die man bei der Demokratie verlernt. Gegen diesen Lügendrachen muß unser Flensburger Gymnasium ein starker Kort sein ..." ' Nun ist es natürlich klar, daß das Flensburger Gymnasium Schüler' hervorbringt, welche gegen „vaterlanöslose" Minister „zur Lat" schreiwn. Und die „Tat" ist ein getreues Ebenbild der stolzen „Lat" der Majorität der großen Flensburger Lehrerversamnklmrg. welche, als der Vorsitzende sie aufforderte, sich zu Ehren des visitierenden Ministers von den Sesseln zu erheben — sitzen blieb. Der Streik des „Erlkönig" m Oberprimä und der Streik der Reversseiten bettet tust den rMchen Lamm. sie sind das Symbol für den Geist, der Deutschlands Jugendblüte und Deutschlands Jugendgärtner beherrscht. In diesem Zeichen ist Deutschland besiegt worden, in diesem Zeichen wird es ins Elend geraten, wenn es nicht bald seine Würde wieder zurückgewinnt, die ganz anderswo liegt als in Ameronaen. BegräLniffc am hruttgon Tage: Alter Fri.ed 1) o s:. */*iö tlfir Gottbisi Anno, 10 ttbr Tbumin David, König Joirfine, 11 Uhr Böhm Fanriv. V-12 Uhr Erstlina^Oslar. N e w t r Sv v i c b b o t: 9 Uhr Vlcker Scherte, hall Ühr^)r. Ben Buchsbaum. * Dersnnrmlnng. H n y » t I H a.z a i r und. Z.e i r e t Aio »;;lnbm hiemit sämtliche Zionisten Wiens Möffentlich?» Versammlung, die Doimvsiag den 30. d. P?. '/.VUhr abends im Saöltz des B.ohrischen H o f, H.. Dlscr.. Donawstraße SS, stattfindet, ein. Tage8ordnu.ua: Die gcgenwiürige« Situation im Zionismus und unsere Pflichten. Redner: Adolf Bobm, Dr. Chaim Tartakov, er. Abraham L ew ins o'h n, Lipmänn 2 e w i « s o h n, Elieser K a p l a n. * FrauenversLmmlung der Zion. DczSrkSsekLio» Älsergrund. Donnerstag den 30, d. Nt. um t-> Uhr abends spricht Frau Esilier RapaporEueses über die Anfgabrn der jüdische« Frau. (Ost-Sektion: twkal, IX., Liechtenfimisii'ußc 1!, Tür 13.) Wie»«ik MorserrjjÄKmg An unsere p.t. Abonnenten! l Oestevreichislhes Postsparkafirnkonto 150,093. Tschscho-slorvakisches Postsparkaffenkonts 150.693. Zahlstelle füt Pole»: Wiener Lombard- und Gskomplebank, Krakau, Aynek 12. Zahlstelle für Angoslüwie«:! Mer Kisirky, lrrrpk. ein., Osijek t, Garen irg broj 11, Am i. Oktober beginnt ein neues Abonnement auf die „Wiener Morgenzeitung". Wir ersuchen, die Erneuerung rechtzeitig vorzu» nehmen, damit in der Zustellung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. Erlagscheine gehen unseren Abonnenten in diesen Tagen zu. Abonnementpreise: Für Wie» (zum Abholen in den , rTrafiken oder mit Postzusendmrg) Kr. 30.— pro Monat Mit Postzusendung: Für die öfterveichische Provinz . Kr. 30.— „ ,» Für die Tschecho-Slowakei . . . Kö. 13.—. ,, „ Für Jugoslawien . . > . . . Dinar 6.— „ » Für Pole».pol«. Mark 30.— n „ Für Deutschland . . . . . . . Mark 10.— „ ,, F«r das übrige Ausland . . . Kr. 45.— » „ In Deutschland abonniert man die „Wiener Morgenzeitung" bei dem Zeitungsvertriebsbmeau H a m e w a s s e r, Berlin C 54, Rosenthalerftraße 43. Die Bevmaltnng der „Wiener Morgenzeitnss". * Der Müdchett-UnLerstützuntzSverei« eröffnet am 15. Oktober 1920 einen kunstgewerblichen Kurs (Buchbinderei, Karkonagearbkiten, Montierungen, Strick- und, Srickärbeiten). . Der Unterricht wird unentgeltlich' rrje'ilt. Ausnahme finden u n b e nt i ttelte israe l i s ck,e Mädchen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Einichreibnnaen zwischen 6. nnd 8. Oktober von 1t dis 1 Uhr vormittags in-der Schul-- kanzler, IX., Seegaffe 16 a. ' * Die Fiidische Tischgesellschaft Mserstraße «nd Umgebung sah bei ihrer vortvöchigen ZusammenÄrnst so zahl-? reiche Gäste, baß sich der geräumige Weiße Saal des Hotel Ribdhof fast als zu Nein erwies. Nach Eröffnung der Sitzung durch Dr. Alfred Loewh hielt Herr Hosrak Jakob Winter-- n i tz vom St ratsamt des Aeußeru eiuerr veifällig^ aufgenommerren Vortrag über Pypper-L'hnkeus' fast verschollenes Wert „Bismarck urrb seine Stellung zum Anti-- 'seini'i -mu4". Danach erstattete brr stürmisch begrüßte Nationalrat Robert St r i ck e r einen ausgezeichneten ‘ Bericht über die politische Situation.- — .Den Beschluß dieser Zusammenkunft bildete her Bericht bxS Med. Dr. Ludwig Rieß, über das von ihm angeregte.Simo chaÄ -Thora -Kind erfe st. Bei diesem Kinderfest,' welches, am Sonntag 'den 3. 'Oktober;umi/VS’ llhr nachmittags mr Saale des Schützenhauses, 8. Bezirk, Albertgässe 36, stottsindet, werden '130 Kinder mit . einer Jause beteilt werden. 400 diafer Kinder sind Pfleglinge der Heimstätten d^?s- Vereins Kinder freunde. Der Uebersclmß her eingöleiteten Sammlung für das erwähnte Fest wird hem Verein der Kinderfreunde zufließen. * Dia Krbessg-ewdrüler dae GÄdküste. Sogar die Neger iverdett Kriegsgewinnler und treiben einen bisher bei den -Bewohnern des ^schwarzen Erbteils unerhörten Luxus. . Die Einge'bornen der westasrikanischen G'oldküste haben mit dem Kakaohandel riesige Sirmmen erzielt. Wahrend des Krieges ' verkauften sie den Kakao zu zehn Pfund bis.Tonne und behielten große Vorräte, dre sie nach dem Waffeustillstand noch viel güirftiger, oft für das Sechsfache des Preises,^ absetzten. So sind die Neger in den Besitz großer Neichtümer gekommen und wollen sie mrrr auch „standesgemäß" anlegeu. Mehr als 200 Eingeborne der Goldküste besitzen bereits elegante Autontobile und wertere 200 dieser schwarzen Krösusse waxten auf die Lieferung bcstMter Wagen. Viels haben sich prächtige Häuser ganz nach' europäischem Stil gebaut, von denen manche 8000 Pfund und mehr kosten, und.es Mrd jetzt Mode an der Goldküste, — wie ein englischer Kausrnarrn aus Westafrika berichtet — „sich zum Essen besonders elegant anzuziehen". t . * Auskünfte von Heimkehrern. Im Verband der HilfsgrupprnarigehSrigen von Krugs gefangenen, VH., Hcrmann- , gaffe 27, 1. Swck, Tsiir 7, werden heute von 11 Ws 1 Uhr nachmittags außer Heimkehrern ans S k o b e l e w (Turkestau) auch solche aus T a s ch k e n d Austünste erteilen. Es wird ersucht, Photographien mrtznbrin^rn. — In der Freien Vereinigung der Mütter und Frauen Kriegsgefangener in Rußland, Sibirien und Turkesian, VI.. Gumpendorserstraße l. Erdgeschoß. Tür 8, Gibt heute Herr, Otto Weinmgrr von 10 bis 12 Uhr mittags AuMnste über die ^age'r K r a s n a r j e t s ch k P e r» w a j a, R j e 1 s ch, A a ch a b a % o » s k and Wladiwostok. HI. Oesievrerchifche Klafienlotterre, Der Ernevernngstennin zur V. Klaffe endet am Abend des 1. Oktobrr. Bis zu diesem Tage können jene Spieler, welche crn den Ziehungen ' der V. Klasse teilnrhmsn wollen, dre Erneuernngslose v. Klaffe unter Zahüulg der einfachen Klaffmeinlage und Vorweisung der Lose IV. Klaffe bei jener Geschäftsstelle beziehen, bei welcher ste die Lose IV. Klaffe gekauft baden. Die Zlchuriaen der V. Klaffe, welche tm Ziehnngssoale Wien. IH., Lothringerstraße 20 (Konzert- Hans), jeweils um 8 Uhr früh stattfinden, beginnen am 9. Oktober, nehmen 20 Tage in Anspruch uird werden am 8. November > beendet, * Der Schuellzug Mailand—Rom entgleiste Aus Rom wird gemeldet: Der. Schnellzug Mailand—Rom' ift.; be'r Pistoja entgleist, wF>ei elf Reisems verletzt wurden. ' * Streik der MaftrgehAfsu. Gestern sind bis Glasig ' geyilssn Wiens in den Streik getreten, nachdem die Meister die Forderung nach einer dOprozentigen Lohiierhöhung mit. dem 'Zugeständnis von zehn'Prozent beantwortet haben. Die Meister wenden ein, daß nach Erfüllung der Gehilsenfordcrungen das Einschneiden einer Fenstertafel ans' 00 Kronen zu stehen llüne. Die Hilst-rufe. . . . Aus Berlin wird berichtet: Gestern abends gingen zufällig Beamte des Landespolizer- > ftiitic? durch die Frnnsinrivr Allee; da schrie e$ plötzlich B5gwMa.'ii«»iii». n^i. ■ ..in ■■■ntnMiiunmmiima ans einem Haus, schM und' ohvenbekäuSenb'. Die BeamW drangen in den Flur des Hauses Nr. 9 iS iiitb -es schrie immer noch wie aus hundert Kehleu zugleichsie stürmt«» i die Treppen hiucius, standen vor. einer Tür,' hörte»'immernoch die' entsetzlich«: Schreie, dran.)L-r ip die Wohuu.ng und'. fanden — eine Frau M'. Stark beim Schweiucmorb . . Eine Hausburchsuchuttg förderte '33 geschlächtele und zvtz» lebende Schweine zutage, die im Keller, aus dem Hof »»$ Boden versteckt Ovaren. > , . ,. Blntternfülle «n Oesterreich. In der Wochr tzm» 13. bis 18. b. M. wurdenim VoÜ'Zgcsnndheitsantt im Staatsamt für soziale. Vmvaltuug 7 Neuertrausimgen' an BlaUeru m Steiermark bei emhrmiischen,Zivilperfouen. und zwar:.i Fälle in Ungersdorf und 3 in Naß angcmeldet. Neckiyphnserkranknvge» wurde» nicht angemeldet. * Glsgante. H«rr«ngarderobsn nach muesterMode bei Gelbard & Füi st, Il>, Srephaniestraße 16. Dererns«achrrchtett. Zi s uistische S ektio« VI, VII, VIll. Dir zweite ordentliche Generalversammlung findet Mittwoch den 29l d. M. um '/i8 Uhr abends im Bezirksheim, VI., Amerlingstraße 13, Hofstiege,statt. Tagesvrdunng: l.RechenschaftSbericht des Präsidiums) 2. Neuwahl des Präsidiums und Wahl der Delegierte» zum Parteitag der zionistischen Organisation Oesterreichs. 3. Wie sollen die Juden bei den Wahlen in die Nationalrersammlvng stimmen. Referent: Gememdemr Dr. Leopold B l a s ch k e s. 4. Bausteine für das Dritte jüdische Reich. 5. Eventuelles. Pflicht jedes Mitgliedes ist eS, pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. — Iuaend^- v e f e i n A h a w a t h S t o n. II., Klsiue Znsahrtsstraße 160, eröffnet in den nächsten Tagen einen hebräischen Kurs W Anfänger und einen für Borgeschrittene, außerdem einen jüdischm Geschlchtskurs. Anmeldungen nur von Erwachsenen''täglich im Bcreinsheim zwilchen 7 und 8 Uhr abends. Mitgliederversammlung mit sehr wichttger Tagesordnung. Zutritt nur für Mitglieder.. — I u g e n d s r « p p e d e r z io ». S e k tl» N Innere S r a d i. Dienstag präzise 7 Uhr abr»dS im Lokale deS Vereines jüdischer Hörer an der Hochschule?Sr Bodenkultnr. I„ Börscplatz 7, DiskussiouSabend. GSste willkommen! — Z. M. B. H a s ch.a ch a r, IX.. Glasergaffe 4». Der seinerzeit angekündrgle Vortrag des Dr. Markus Krämer über hie Iahreskonfereuin London findet heute um 6 Uhr abends auf der Bude endgültig statt. Gäste willkommen! — H a t i kw a h. Mittwoch deir 29. d. M. um '/,? Uhr abends im Cas6 Alk- Wien. V., Wiedner Hauptstraße 106, 'Vortrag des Herrn Ärmerrrat Schwertfinger über die Sukkvth- und Simchaih-Thora-Fner.. Nach dem Vortrage gemütliche Unterhaltung. Gäste herzlich willkommen! Kommunales. Die Bekämpfung dsr Wohnungsnot in Wien. Die SiedelungSaktion der Gemeinde« Im GsmernidHvrtssitzunigssaail fand kürzlich eine Bera^ tung Wer die Siedlun-gsaktionen der Gemeinde Wien statt, <m der Mrrgermeister Reumann teilwaihm. Eiulstteni) gab Gemeinderat Beermann eine Er» kläruny für die tägilich steigende Wohnungsnot, die in ' allen Städten des In- und Auslandes ein Problem ist. Ip Wen zahlt man gegenwärtig 28.000 wohnungsuchende' $az»; teien, von denen sicher an die 10.000 als dringend wohMng'sbedürftig bozeiichnet werden können. Die Gründe für die Wohnungsnot sind derschiodene; seit Anfang ISIS, der Zeit,, wo die Bautätigkeit ausgesetzt hat, sind über 10.0stv EheschI-ietzungen zu verzeichnen. Schließlich wuickwn> viele Familien gezwwngen, aus den NachsÄMstcmten vnfo dem anderen Auslände nach Wien zu Wersiedeln. Da an eine private Bautätigkeit auf Jahrs hinaus nicht zu denken ist, weichen alle bisher angewandten Mittel nur eine kleine Linderung bedeuten, wenn es nicht gelingt, die schönen Ansatzr, . die sich auf dein Gebiete des Siedlungswesenr in Men bemerkbar machen, zu fördern. : ' Divekbor Dr. Sagme ist e r vom Wohnungsamte sieMe fest, daß alle biWrigen Mittel, die Wohnungsnot zubekaurpfen, arigesichts des ungeheuren Bedarfes sich früher oder später erschöpfen müssen und daß nur ebne ausgedrertete Sied» luugstätigkeit dauernd Mhilfe verspricht. Der Vorstand des Siedluingscmrtes der Gemeinde Wien - Dr. Ermers berichtet über die Asherige SieblungSposiüL der Gemeinde und über die laufenden Aktionen in W'ien^ und Umgebung, die nach Fertigstellung einen neuen Sisdlungsgürtel g arten städtisch er Art dapstellrnwerden. Die wichtigsten SisdlungSpILne. sind derzeit: Gartr». > stodt RosenhuyÄ, Mtmannsdovs, Juvalidensiedlung Lainzer Tiergarten. HeimkehrersiedilunH Laaerberg-- und Invaliden^ -' siMung Aspern. Ein neues. E n t e i g n u mg S g e s s tz wird ' von der Gemenide in der Nrtionalversanünlung verlangt werden. ... - - Inspektor des LandwrrtsHastSamtes Silier' betonte, Laß' die Schrebergärtner schön vielfach gezeigt, haben, ■ daß und wie man bauen könne; Wohnstätten wurden-er- ' richtet, die vielleicht den bauvehordlichen Bestimmungen nicht' entsprechen/ die aber besser waren als die inn-egehwbten Stad't» Wohnung. Verfügbares Land wolle also den Schrebergärtners' und Gartenstedlern in erster Linie gegeben werden. Obmann des Vereines der Schvebergärtner Adolf. Müller betonte, die Klerirgärtner und Siedler wollen unke Verzicht auf jegliches Pribateigentilm durch ihre Avbettdir' WöhnmigSnot lindern helfen. Gemeinderat Schmitz waEe sich gegen die vom Laad, tagsaogeovdneten Müller ausgestellten Grundsätze und lehnte insbesondere jede Monopolisierung des Siedlungswesens cü. Redner sordcvt die Gemeindeverwaltung auf, das nördlich'' der Donau gelegrn Gelände, das sich für SiedlungZzweüe am besten eignet, die Lobau und die Leopoldau, sowie bas Gut Kobenzl für SiedlungSzwecke zu widmen, i Stadtrat Siegl führte aus, daß die gange SiMungrs. aktton im engsten Zusmnmenhange mit der Wohnungs«' ®.^:«eti5«SR»8snR“Än 1 •. t'üt'. v..11-.',i ... M.<;s VI»; - w.» ft-lafttuwuhl1. - Bit iu$t« drittel

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.