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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-27 · Heft 602 (27.9.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 602 (27.9.1920)
Date
1920-09-27
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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J Nr. 602 •2B!ert, Montag Wiener MorgerrzelLuns jwf Oesterreich allein 10 Millionen Krone« entfallen, wird bereitpopulär. Bekanntlich soll bis Aufbringung dieses 10-MMionen» Kronenfonds in der Form geschehen, daß 800 Teilspenden von je- K. 20.000 unter dem Titel „Baustein« für das .dritte jüdische Reich" den von der zionistischen Leitung verlangten Betrag erbringen sollen. Obwohl sich diese Mion bisher erst in -den Anfangsstadien befindet, ist es trotzdem gelungen, in den ersten 18 -Tagen zehn solcher Baustetnzeichnungen zu erlangen. In Mödling leitet die Aktion der dortige NationalsondskommissLr Rudolf Seiden. Bisher sind zum größten Teil unter seiner persönlichen Mitarbeit dort vier Bausteine aufgebracht worden. Die Herren Fabrikant Max Klein, Karl Klein, Industrieller Jakob Kaufmann und Dr. B ... haben je einen Baustein aufgebracht. Jn KlosterneuLurg leitet die Aktion der bekannte Wiener Röntgeno löge Dr. Nobin sohn. Dank seiner Bemühungen wurden dort bisher zwei Bausteine gezeichnet; eine Anzahl .weiterer fZerchnungeN-steht vor dem Abschluß. In W i^n selbst wurde dje Werbearbeit erst vor zwei Tagen LegoMen. Ä^n'-etften- Bciuslein zeichnete bekanntlich Herr Melech MbMr, den. 'ächten Stein erwarb der Großindustrielle Barüch SS-nj) 2. Bezirk, Ptatersträße, den neunten und zehnten - Stein zetchuÄd < Direktor Now a k. Besondere Verdienste um die HÄrMKäMon tri Wien erwatb sich Herr I. Perlst-eln, de^ -Mtch Ae Ichgenannten ' dvrir BaUsteinsPerLcn '-vermittelte.. -- , In L o it d o n fand in den - leHien Tagen eist - Rationalfondsbasar statt, welchernach Meldungen des HarrptbureauS nicht nur einen-bedsutenden moralischen und-gesellschaftlichen Erfolg. hatte, sondern auch 'das hllbfche ReinertrLgnis ^ion 1 0 00 PfujtzA^t.evltng'. (nach'unssrer Mährung eine Million bracht^. In D t j ch.^chN b brachtxn. die Glnckwunschabj p tt g § »-- für de« Jüdischen Nationglfonds in diesem Jahre 81,.(>0tz..Marf M. (In Oesterreich — beinahe über-- hgt^L.nichts») . > . j-, ... NM! .ZV'Kyßk Beth-^am'chrLsch. Vn'öex unter Voi-sitz des Herrn Rektor Professor Drä A,-'Schwarz gbgehastencn.Sitzung des Vorstandes des Wiener Beth-Harnidrasch vom 23. September wurde «m.ter anderein beschlossen, aus einem von Rabbiner Dr. A. Kaminlft.-kreierten Maimonidey-Fonds zur Förderung eines wisienscheftlichen Studiums der rabbi nischen Aitgwtur i,nd -Lx jüdischen Religionsphilosophie zunächst flir das Studienjahr 1920—1621 sechs Stipendien W je 2QOO Kronen für solche Hochschüler aller FakMaien (Juristen^ Medizinen Techniker, Hochschüler fik Bodenhtltur, Erportakadensiler) zu bestimmen, welche neben iJÖrem Hauptsl.udinm, gnf Grund ausreichender hebräischer Poxkmnjniste, sich eins intensive Pflege des rabbinischen und philosophisch-jüdischen Schrifttums angelegen sein lgssgy wollen.. Die Bewerber, bei denen ein religiöser Le.bensMnd.el Yomusgeseht wird, hätten die ihnen zu bezeichnenden Vorträge im Veth-Hamidrasch regelmäßig zu befliegen, und sich om Schluffe jedes Semesters einer Prüfung zu unterziehen. Gesuche um Verleihung dieser Stipendien sind unter Beifügung eines Curriculums und Zeugnisabschriften an Rektor Dr. A. Schwarz. 2. Bezirk. Tempelgasse 3. ober Rabbiner Dr. A. Kaminka, 3. Bezirk, Obere Weißgärberftrafte 24, zu richten. Die feierliche Eröffnung des Wintersemesters wurde, auf Danrerstag' den 7. Oktober, 0 Uhr abends fest, gesetzt. Der Lehrplan wird separat bekanntgegeben werden. - . Der Ialnesbeftrag für Mitglieder des Vetb- Hamidiasch-Veiemes murde auf mindestens Lv Kronen, der Gmndsrbeitrag ans 2600 Kronen erhöht. Zuwendungen zur Erhaltung des Böth-Hamidrasch sowie für. den Mmmonldes-Fouds werden erbeten auf das Konto der Sammlttng hei der Bank Md Wechselstuben-A.-G. „Mercur", 1. Bezirk, Wollzeile 1, oder auf Postsparkassenkonto Nr. 190.967. Die n«rre Direktion des Komödrevhans-s. Das Schicksal des „Kvmödienbcms*, das bis Samstag Noch ungewiß war, ist gestern endgültig gMjrt worden. Der Betrieb dieser Birhne wird mit dem Melropolt h e a t e r und der Paris i a n r vereinigt/ die Führung dieser drei Theater obliegt einer soeben gegründeten G. m. b. ß., in der .als neue Direktoren die Herren Gustav Müller und Turl W i t tf e r eirMkest. Direktor H vllerinq und das BerlagShäuS Str«Ws''verbleiben in der..Gesellschaft. ■. ■ ■ - * . DiebMhle rm Brrrgtheaters. Diesev Tatze (in-ge D i ebstähle im Burgtlnater Wtdeckt; imtcr attbevem wurde scstgcslellt, daß fast alle Messingstiöpfe der.Teppichstangen auf de« Stiegen entwendet worden find. Da auch Einbrüche in deu>Gorbervbrn vorkamen, wird der Üebcrwachmigsdicnst. dcrschärst werden Müssen. /- Hinter dm Kulissen des BurgtheaterS wird erzählt, der Souffleur ' habe, während der Vorstellung die Schube mit Spagat angebunden, da er befürchte, daß sie ihm entwendet werden könnten. * Das Flngmretmg in Aspern.' Gestern nachmittags And' auf dem Flugseld m Aspern das große Kunst« «nd. Schanfliegen zugunsten der Knegsnutwen und -wa'.scn statt. Dis Veranstaltung begann um 7,4 llh^ und nahm einen taMd'en Verlauf. Es wurden Hoopmgs, SturMge und als Cldu NN' Fallsäi'.rnlLbsvrmig gezeigt. Die Vorführungen glichen denen, di« vor erN'ge« Wochen m der Frendennii gezeigt wurden. Es kam zu keinerlei ZwlNchcnfall. Nur emer der Flrcger mußte eine Notlandung arwechalb des Hlucsieldrs vornchmen. Der Besuch deß Cchausliegens war ein massenhafter. Man schätzte die Zahl der . Be!uckcr aus vierüa- bis fiiiilrigtausend- Unsere Wahlagitation. Die jüdischnationale Hauptwahl^ l e i t u n g befindet sich: IK, Taborstraße 20 a. Achtung! Auskunftslokale im TL. Bezirk. Caf6 Weber, Obere Donaustraße 37, 6 bis 8 Uhr; CafS Durst, Untere Augartenstraße 1», 6 bis 8 Uhr, Sonntag von 10 bis 12 Uhr; Caf6 g ei fei, Große Sperlgaffe 35, 6 bis 8 Uhr, Sonntag V2II bis 12 Uhr; Restauration Baron, Große Schiff-- flaffe -19, 7 bis 8 Uhr; CafL Reif, Stephanirstraße; Cafo I gl au er, Taborstraße 49, 6 bis 7 Uhr, Sonntag 9 bis 11 Uhr; Cafö Blau, Rotensterngafte 19, ö bis 8 Uhr; Cafs Bürger, Praterstraße 11; P r a t e rftraße 17, 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends; Caf4 K ü f f n e r, Stuwerstraße 13, 4 bis 7 Uhr. Unser Auskunftsbmeau für den XX. Bezirk ist: Karl Meißlstraße 5, Tür 1; für den Ul Bezirk: Untere Viaduktg a»s s e 13, von 5 bis 7 Uhr abends; für den!X. Bezirk: Liechtensteinst r a ß e 11. T ü r 13. Für den IV. bis V. -B e zi rk täglich vor: 9 bis. 4 Uhr nachmittags, IT,, Favoritenstraße 21» Telephon 53.426; von 4 bis 8 Uhr abends, IV., Favoritenstraße 42, I. Stock (Max Strauß), Tel. 58.699. Für die P e z i r k e Vl b i s VIII: Auskünfte in Wahlangelegenheiten. VI, Amerlingstraße 19, Hofsliege täglich von 9 bis 2 Uhr nachmittags. Das zionistische Bureau, X.,Fav aritenst r a ß e 130. erteilt. . Auskünfte in W a h l- 'angelegenheiten täglich von 3 bis 6 Uhr nachmittags. Für die Bezirke XVI und XVII Auskünfte täglich zwischen 2 und, 4Uhr nachmittags, Brunnengasse 41. 0' Das Züdrschnatjonerle Wer^lbüres-rr für tzas BierLer. unter dem Wienerward (Vorort Mener-Äepstädt) befindet sich in Mödling/ Enzersporferstraße 6 (Telephon Mödling 2^3Tl) und. gmtiert täglich MN 10 bis 12 Uhr vormittags und' von 7 bis 8 Uhr abends. FnLeturbane Gespräche zu ftder Tageszeit Telephon Mödftvg'2Ö9/V!!I^— Auskunftsstelle für dje Bezirke' W i eg \.%tM eu st a d t und $t e it n k i x ch e n Kanzlei Dr. Leopold Baue r, Äl i e n e r - N e u st a d t, H a u y t ft x g ft e 30 (Telephon 343), täglich von 3 "his 4 Uhr nachmittags. Das AüdrfchnLtiÄnale WahldurLE für das Viertel ober derrr Memp^LsbergTKultusgemeindesprengel Krems) befindet sich ft ei Karl Rebh ah n, Kr e ms- Welepchon Zyvifche WahlyrgMifatW M, LsriU. ^Bezirk. Me 'jugendlichen Genüssen werden, aufgefordert zwecks der Wahlagitatton sich im Verbandslokal, II., Arnchhoserstraße 6/9. täglich zwischen 4 und 6 Uhr uachmittags zur Mitarbeit zu meldem Hbmann: Isidor Wechsler. * Grotzpr Einbruch. Am?2. d. M., nachmittaB, wurde dir Wöhnrira des Kau m-rmies Somuel N u s l e n d a u m, Nkmbmndtürastk 85,. crbroLem Der Täter idnugtt citmi Schränk auf und entnahm ihm e nm- Naiisuchs. -euren fiiffaS. ancn noch uubcni’Uftni duMammn Schlussw<k mit Hyre und Weste, eine weiß xestrsifw, schwirtt.Ho'e. cm Paar Dammichuh-' und «ue eiserne Kastelte. Sie enthielt: ein va«r Bnüont» o&iflrfifinflf,- •. einen Brillant,tun. nn Bullania'.wt'inldi nne aoli'i'ne llirmdai'dichr. eine golden? He,renustr lamc Dovvelkelte aus Gvli) vnd Wut n und ü Lössel. 6 Fadeln. R. ßarfcdorrcl 6 Mollnkäffel, 1 Eal^ay m'd 3 kle'nc Bichn au'l S lb , Oe,. Gesdnuschndkn belrägt 200.M0. Aus -re Wled>erlaugung ist eine Belehnung ausgesctzt. SteuerfragekaKen. Ratschlag. 1. a) Die Uedcrgäde an btt tccit c locli'cr von Wertpapieren über &000 ist als Schcrilnug anzuieheri, wel sie v'chr auf Grund eines gesetzlichen An'p>nch:§ zugrwendet wuche. (E nen Awpruch ant Nebergabe einer Mrtgit bat die Tochter erst nNlästlich ihrer Berebelichung. § 1220, Allgemeines biirnrliches Gesetzbuch.) b) Daher ist die Uebrroabr, wenn sie nach dem 1., Jänner 1917 xifolgte. Ihnen zuzurewuen uud der verhältnismästig entsagende Teil der Abgabe m ersttzen; ialls die Ueorrgabe vor dem 1. Jänner 1917 stänge'undrn hat, ist der betreffende Peu ag Mnen nichtz zuzurrchmn. 2, Wenn pie Kinder am Stich« toste, stltichstlilsta wodüich, ein 151W Aeiste'gendrs vermögen besitzen, so können Sie die K I5 00o vpu sFlnenr Bennö^en nicht in Abzug bringen. Der Ausgleich erfolgt durch die oben unter 1. b) exiviibnte ErsalMicht der. beschenkten Kinder. 8. Wenn die Stenern bereits btmesstNi wurden, das hetstt, wenn Sie bereits Zahlungsmlsträge. für Kriegs- und Eulkommensieucr erhalten haben — nicht ulvp exekutive Mahnungen nnt Grrirtd der vorjährigen Bemessung — so können drese bereits btineffrn.n Steuern Nicht mehr ngchträglich erhöht werden. Im anderen ^alle, selbst wenn S«e die Steuern — ol eb ohrte ZahlungSausträae erhalten zu haben —, schon gezahlt haben. lvNiim bie noch nicht bc* messenen Kriegs« und Einkommensteuern ans Grund der neu zunr Bdrschcin kommenden Bcrmögenschafteri bemessen würden öl, Abs. 3, P. 2a). Bettkiben Sie jedenfalls. saÜZ es noch nicht schehrn ist, die Bemessung Ihrer Einkvnintcnstenep 1919 und KttiegSstener 1918, noch bevor die Boslzvgsarrw;ii«ng erscheint. BkrefKaften der SredrrKLrM. L.Pofnirer. Mit Slipendic^verl ürlung wurde noch nicht bestünnrn. — „Ivint". Wenden Sue sich mrt Attlrüge - cm.; die ..^üdstche Boiksstimmr" ni Brnnn. Krawenaaste 1-. — Börn» hvrd Iiigvp. Sie we,den leidet in dieser ^vache nichts machen tönncu, außer nn siialii. das? der A'Ulei dürste Dlivhnnoen cnt- ImU. Wir/müssen ober abrilen. angesichts der ln jenen Geg'Nden berr'chendcn Staumuug irgendwelche Schütte zu unten,ehm'en. — Lehrlin«. Das ist aan: necicb.cbcn! Ihre Frage läßt sich m (Tr. Sepkenlver'IMI _ fccÖTW allgemeiner Fafsong nicht beantworte«. — W. Offne». Mi können wohl ungehindert hinüber. Welche Schritte ähre Ana« hörigen d 0 r t pmernehrmn sollen, kann man von hier a»S «dH gut sage». — „Rambam". „Mor8 Nebuctira“. 1. Teil, dkutsÄ v. Fürstenthal (Krotoschin 1839). 2. Terl, v. Stern (Wien 18tzD 3. Teil, v. Schcyer .Frankfurt a. M. 1838). Bedeutend die srapq zosische Uebersetzuug und Erklärung von M u «k »k« guid« ckeni dgards“, Paris 1866, 3 Bände. - Bielitzer. 1. Auf alle FM rekurrieren Sie! Wenden Sre sich auch an den Jüdischen Ratiouqbs rat, II., Taborstraße 20a. 2. Die Iuständrgktlt der Fra« richtet! sich nach der des Mannes- — I. G.» XX. 1. Sie müffe« z«nr Zwecke der Paßerlangung Ihre Dokumente zuriickfordern. Solange Sre nach Polen ruständig sind, «kiffen Sie emen polnischen erhalten. 3. Wenn Sie dre amerikanische EmrrisebewilligunK ec-( halten, besteben kr-ne weiteren Schwrerigkeiterr. Im übrigen lefeit * Sie den Aaffcch in.unterem Blatte vom 20. d. M. nach. Schiffskarte bekommen Sie überall. — Zionist. Wenn Sie in Oesterreich wohnen und den Nachw.is deutscher Svrachkenntms erbringen, haben Sie ohneweiters das L)püonsrecht. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Gauel Beer. Zunahme der Krebskrankheit. Schon längst war den Aerzten ein ununterbrochener Anstieg der Krebstodesfälle Lei. allen Kulturvölkern ausgefallen.^ Doch die persönlichen Eindrücke konnte die Wissenschaft nicht als Beweis gelten lassen. Nur eine aus s breiter Basis gewonnene MqftsE hätte AufsHnß' geben können, zumal die Zunahme ^des Krebses bei Rückgang der'allgemeinen Sterblichkeit besonders auffallen mußte. Unter hen wie immer „uneinigen" Gelehrten wollten manche die Zunahme der Krebssterblichkeit nur als scheinbare erkennen, indem sie auf ver»i schiedene zweifellos berücksichtigenswerle Momente hinwiesen. So sind die Verbesserung der diagnostischen un^ therapeutischen Methoden, ' ditz Zunahme der Krankenhäuser und deren bessere sanitäre Einrichtungen, hie allen VLvölkeruilgsschichtenMWte kommende gesteigerte Möglichkeit einer geordneten Krankendehanölung, die bis in die breitesten Schichten gedrungene Kenntnis von der Gefährlichkeit des Krebses- Tatsachen, die heutzutage viele Krebse der Behandlung zuführen, bie. früher eben unerkannt blieben,, Auch nahm man hiefÜH das Argument der Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer auf — indem man sagte, daß jetzt nochs Menschen ihren Krebs erleben, der doch meist eine Erscheinung des höheren Mers ist. ( Leider hat allen diesen tSpekulatwnen eine fleißige statistische Arbeit des Amerikaners L. Hoffmann die Spitze abgebrochen. Ihm, dem Angehörigen einer der größten amerikanischen Versicherungsgesellschaften, ist neulich die Ausarbeitung einer' Weltstatistik über die Krebssterhlichkeit gelungen, die besagt, daß die S t e r b l i ch k e i t s> rate an Krebs innerhalb des Zeitraumes der letztM dreißig Jahre auf mehr als das Doppelte a's, ft i e g eist. In den Vereinigten Staaten allein starben 80.000 Menschen jährlich.an Krebsleiöen und der jährliche Zuwachs beträgt etwa 2.6 Prozent der angegebenen Ziffer. Diese Zahlen sind erschreckend und die stetige Zunahme kann doch nicht aus den Fehldiagnosen der früheren Aerzte erklärt werden. i Die großangelegte Arbeit des Amerikaners mrt ihrem riesigen statistischen Material will zweifellos nicht allein auf die Aerztekreife, sondern. auch auf dass ÄaierrPublikum wirken. Sie will auf die ungeheure Veri breitung und die Gefährlichkeit des Krebsleidens' Hinweisen, sie wirbt um die Mithilfe der Erkrankten aus Grund verschärfter Selbstbeobachtung, denn wie kein! anderes Leiden, ist die K r e b s k r a n k h e i t bei frühzeitiger Erkennung auf operat^m Wege mit größtes Wahrscheinlichkeit h e i l b at^JjStn man bedenkt, was für ein trostloses Leiden der W^s ist, so muß man dis Erfolge, des modernen Chirurgen gerade auf diesem Gebiete glänzende nennen. Sind doch Dauerheilungest nach Operationen bis zu 26 bis 60 Prozent bekannt, was bei einer Krankheit, die in ein bis zwei, Jahreft zum sicheren Tode führt, viel bedeutet, zumal doch meist fortgeschrittene, gerade noch operierbare Fälle zutz Operation kommen. Möglichst friihzeitige Erkennung der'Krankheit und möglichst frühzeitige Operation verbürgen den Erfolg. Leider gslangew die meisten Fäfls infolge des schleichenden Beginnes des Leidens, der: mangelnden Selbstbeobachtung, des Hinausschiebms der Operation zu spät zum operativen Eingriff. ^Zudem sind in den letzten Jahren als wirksame Helfer die Radium^ und Röntgenbehandlung hinzugekommen, die in erfahrener Hand bei der Nachbehandlung der operativen Falle Bedeutendes zu leisten vermag. . So könnte unsere Zeit auch der Krebskrankheit eine«. Teil des Schreckens und der Gefahr nehmen. Daz« bedarf es der. Belehrung des Publikums und der He5« ammen durch die Presse. Man hat nicht nur die Aufs gäbe, den Krebs zu operieren, wie ihn einem der Zufall in die Hände spielt, sondern man muß die gefährliche -Krankheit anfsuchen, dann wiiL^man das Leiden häufig früher entdecken und rechtzeitiger operieren, als es hisher der Fall war. ( lieber die Art der Selbstbeobachtung soll ein anderesmal gesprochen werden. As-ZLttche Winke. Sättglingsfnrunkulose. Bei mangelhafter Hairtpslege der. Säugli'uge entwickeln sich -bisweilen auf der behaarten Kopfhaut, am Packen und Rücken Hunderte von klo'men Abszessen, dis , in den verschiedensten Stadien ihrer Ausbildung die Haut bedecken. Die lirsacbe für dieses, das Gedeihen des Kindes sehr beeinträchtigende Leiden gibt meist eins Eiterung oder ein AimnifW d>'r Müder oder der Wart».

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