Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 599 (24.9.1920)
- Date
- 1920-09-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Cfeife 6 Wien, Kerta- Gerichtssaal. Ei« Politischer Kundschafter vor den Wiener Geschrvorne«. Da« Verhör mit dem Kronzeugen. Der Zeuge Isidor L an cgi, ein l-Ojähriger, nmökulöser Man», gibt nach eindringlicher Wahrheitserümeruug durch den Vorsitzenden an, er habe den Angeklagten in der Halle di-s Hotel Bristol kmnwu gelernt tutb ihm Juwels» zum - ,v:«nj angeboten. Ans die.Bewertung des Angeklagten, daß jie ihn interessieren, zeigte er ihm einen Solitär, der dem \nnofci)?u>3ri sehr gefallen habe. Da der Beschuldigte erwart«, noch andere Steine kaufen zu wollen, verabredeten 0 5 und der Zeuge ein Rendezvous für Samstag, das aber ranezi. nicht ejnhalten konnte. Der -Zeuge schildert dam:, -nie er schiiesjlich mit dem Angeklagten im Zimmer Nr. 16 des Hotel 'Astoria zusamiueugetvmmen sei, und sagte: Kaum tiatte ich das Zimmer beirete» und schon erhielt ich eryen Hre'ö ans den Hinte-rkopf. Es gab einen furchtbaren Krach uub ich glaubte, ich bin angeschosfen worden. Ich siel nieder, fountt mich aber gleich wieder erheben. Da ist dieser Mensch davoitgelausen mib ich habe um Hilfe gerufen. Sie könnet! sich denken, meine Herren, m welcher Wut und Aufregung ui) gewesen bin. — Vors.: Können Sie her Ihrem Ge- Nüssen sagen, daß der Sciilng von rückwärts geführt wurde? — Zeuge: Es ist die Wahrheit, was ich sage; ich .kann r.ichts anderes erzählen. Zn dem nun i'olgcuDcu Kreuzverhör verwahrt sich der Zeuge wiederholt gegen die Fragen des Verteidigers Doktor Horv. Die kritischen Bemerkungen des Zeugen rufen mitunter Heiterkeit hervor. Er leistet gegen dir lveiteren Fragen des Verteidigers passive Resistenz und bittet sch.'ieülich den Vorsitzenden, er möge ihm selbst Fragen stellen, denn der Verteidiger stelle seine Fragen immer mit einem gewissen Dreh. Der Vorsitzende verfügt nun, daß der Angeklagte dem Zcug'.i gegenübergesteNt werde. Als der Angeklagte erklärte, der Zeuge habe gegen ihn den ersten Schlag geführt, schrie Lanczi: „Das ist cinL Lüge — erfunden" und gftff sich aufgeregt an den Kopf. —> B o r s.:, Können Sie ans Ehre und Gewissen sagen, daß Ihre Darstellung richtig ist? — Der Zeuge beteuerte dies. — Bors.: Können Sie es beim Leben Ihrer Frau und Kinder beschwören? — Zeuge: Ja. das kann ich. Geschworner Karl Ziebach er: Haben Sie nicht bedacht, daß Sie mit dem Verkauf der Jurvelen das beste, was unser ausgehungertes Vaterland noch besitzt, an das Ausland gegen fremde Valuta schmuggeln und unser Vaterland oadurch schwer schädigen? — Staatsanwalt: Ich bittu diese Frage wörtlich protokollieren zu lassen. — Zeuge: Mein Gott, ich bin ja nur ein Agent, eine Fliege; ich muß sa auch leben. Da müssen Sie die. Leute fragen, welche bei diesen Sachen großen Verdienst haben; ich bin ja nur eine Fliege. — Geschwvruer: Ich habe diese Frage nur zur Charakteristik Ihrer Persönlichkeit gestellt. Ein Lokalaugenschein im Hobel Astoria. Bor Schluß des Beweisverfahrens stellte der Verteidiger Dr. Horn den Antrag auf Vornahme eines Lokalaugenscheins im Hotel Astoria. Die Geschwocnen unterstützten. diesen Antrag, worauf der Gerichtshof verkündete, daß um ■ '> Uhr der Lokalaugenschein stattsinde und die Herren sich dort einfinden mögen. Im Hotel Astoria waren inzwischen alle Vorkehrungen getroffen worden, bannt die große Gerichtskomunsiwn den Augenschein vornehmen könnue. Der Eingang in das Hotel in der Führichgass« wurde durch die Polizei für den allgemeinen Verkehr abgesperrt. Auf der Straße sammelten sich Hunderte von Menschen an und als nach einstündiger Dauer des Lokalaugenscheins die Kam» Mission das HotÄ verließ, war die Straße schwarz von Menschen und der Verkehr konnte nur mit Mühe aufrechrerhalten werden. Fm Hotel hatten sich um 3 Uhr die Mitglieder des Gerichtshofes mit dem Vorsitzenden OLGR. Dr. Biziste, Lina:sauwalt Tr. Weigl, der Verteidiger Dr. Fritz Horn und die 13 Geschwornen emgefunden. Der Ange» Aayte war in einem Automobil vom GerichtsgebäuLe mit seiner Wacheskorte in das Hotel gebracht worden. Ferner hatte OLGR' Dr. Biziste den Zeugen Isidor Lq-nezi, dgS Hotslstubrnmädchen, welches den Angeklagten damals beobachtet hatte, und den Kaufmann Richter, der sich cm der Festnahme Horofchowskis beteiligt hatte, zu dem Lok-alaugensche-jn geladen. Die Kommission begab sich in daß Zimmer Rümmer 16, dem Schauplätze des Attentats. Dort wurde nach der Darstellung des Angeklagten und nach der Schil» oerung des Ueiberfallenen denroisttviert, wie sich der Vorfall abgespielt haben soll. Die Geschwornrn nahmen an dieser Demonstration aktiven Anteil, indem sie bald die Rolle des Angreifers, bald die des Ueberfallenen übernahmen. Der Angeklagte mutzte zeigen, wie er, angeblich von Lanczr bedrängt, den Hammer vom Kasten nahm und es gelang ihm dies. Hauptsächlich wurde erhoben, ob die RaumverhÄtnisse ein .Handgemsttge, iuic bet Angeklagte ein solches behauptete, zulieh-rn. Das Hotelstmbenmädchen zeigte der Kommission, von weicher Stelle aus di« beiden Herren am kritischen Tage das Zimmer leiteten hatten. Dann schilderte das Mädchen seine Tätig» teil bis zu dem Augenblick, wo der Lärm entstand. Bekanntlich behauptete Lcmczi, daß er das Zimmer kaum betreten habe, als schon das Attentat erfolgte, toom-uf der Angeklagte bemerkte, daß dies das Akadchen halte sehen müssen. Dis Gerichtskommission besichtigte hierauf den Weg über die Treppe, den der Mann auf seiner Flucht genommen hatte, und endlich das Vestibül sowie die Portierloge, in welcher HorasochwsU verhaftet worden war. Damit war der Lokal« ^tymschein zu Ewidc-, tat großes Aussehen hervorgeruirn - >!>. Dü' T'i-'rehrner an smuselbon. begaben sich dann in das i -.ch: zncui». Wieuer MorgenzeitunK Das Urteil. In späte-r Nachtstunde wurde das Urteil verkündet. Die Geschwornen verneinten die auf Raub lautende Hauptfrage mit sieben Stimmen, erkannten den Angeklagten aber der fahrlässigen - KörperiheschÄdigrftig in Abwehr eines vermeintlichen AntzviffeZ mit acht Stimmen schuldig. Die -Frage auf Falschmeldung wurde einstimmig bejaht« Der Gerichtshof verurteilte hierauf Anton H.örösch owski zu zwei Monaten Arrests, welche als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt wurden. Das Urteil wurde von einem Teile des Auditorium? mit stüvnnschrn Bravorufen und Händeklatschen cnrfgenom« ni-en, was der Vorsitzende energisch rügte. Ein« Beleidigungsklage der Münchener israelitischen Kultus gemeinde. ' Die Frankfurter Zeitung" meldet: Vor dem Münchener Schöffengericht. wurde eine Beleidigungsklage verhandslt, dt« der BerwaltungsauSschutz der israelitischen KultuSglchneinde 31!ünchLn gegen den Studenten Katt Braßler und dsn berautwoMchen Redakteur des „Völkischen Beobachter" Franz Lader Eber angestrengt hafte. Der Anklage lag ein ArMel Eders tm „Völkischen Beobachter" zugrunde, der zum GedenAage der Geißelerschietz u ng geschvickben war. ES hieß darin u. a.: Lvvin, Le-Vine und Tol^r, sie haben berechnende Grausamkeit walten lassen, die Grausamkeit, die ihnen ihre religiös eu Ge setze gegen Men Nichtjuden vor schreiben, mÄ sitz haben auch die Hilfe der hiesigen Kultusgemeinde gesundem Hat sie doch der Polizei gegenüber erklärt, die Behörde hätte selbstdie Mittel, die Inden ausfindig zu machen. Sie verraten körnen ihrer Glaubensgenossen. Damit hat sie also diejoniysn, bk die DsntsHen-Pogrome heraufbeschworen haben, unterstützt. Der Beklagte erklärte, die Behauptung, daß die Kultusgemeinde es abgelehnt habe, den ihr bekannten Aufenthalt der Levin, Lchvine und Taster anzugeben, habe Juftitzrat v. P et s ch-> w i tz, einer der Führer der Münchener deutschvol-. kischen Bewegung, in öffentlichen VersEM'lungen unwidersprochen ausgestellt. Juftizrat b. Zetschwitz erklärte als Zeuge, er habe diese Feststellung in einem P o l i z e i a k t, dem Bericht eines mit der.Sache befaßten Kriminalkom» missärs, 'gelesen. Das Gericht beschloß daraufhin die Aussetzung der Verhandluttg,' um detr PoKzeibeamtrn zur Stelle zu schaffen und ihn ccks Zeugen zu nerivchmen. Im Laufe der Bewsisaufricchme wurde von der klägerifchen Seite ein Brief vargslegit, der der Kuliusgemeinde zugegangen war- und in dem ihr angeboten wurde, das gesamte Nkateriail, das Braßler in dieser Sache gesammelt habe, der ftultusgemembe gegen Bezahlung einer hrchen Summe anszuhändigen. Auf die Frage, ob Bwhler den Briesschveiber kenne, bekannte sich dieser selbst als den Schreiber des Briefes. Braßler war in der Sache äilch bereits unter dem Verdacht der versuchten Erpressung verhüstet Wörden. Der Beklagte bemerkte, die Briefe — es handelte sich um mehrere dieser Art — seien von Anhängern der "völkischen Bewegung geschrieben worden, um zu sehen, wie die MtglüLer der Kuktusgem-einde darauf^ Leagierten. Ein Material sei gar nicht vorhanden' gewesen^ Man hätte also auch ein solches gar nicht ausliefern Wunen. Zur Fortsetzung der VerhaMung wird ein neuer Termin anberanmt, werden. Die schmutzigen Praktiken der „völkischen" Deutschen bleiben sich immer gleich und der dentsch-„patterjohtsche" Erpresser wird langsam zur typischen Erscheinung! Der Volkswirt. Eine Krone « 2.85 Centimes Geld. Gestern notierte in Zürich: die österreichische Krone Geld . 2 85 ( 2.65 am 22. September) die ösierr. gesiemvelte Krone Gekd 2.40 ( 2.40 nn 22 September) tue tschechische Krone. 8 85 ' 8«— am 22 September) die Mark.1Q.30 ( 9,85 am 22. September) Agram .. 5.15 l 5.— avk 82 September) Warschau .......... am 22. September) Bndavrsi . . . . - . - . . . 2-20 ( 2.— am 22 September) Ausgabe votr Staatsschatzfchsinsn. Im amtlichen.Teil der „Wiener Zeiftrng" wurde gestern svlgende Kundmachung des Staatsamtes für Finanzen veröffentlicht: Auf Grund des Gefttzes vom ,22. Juli 1820 gibt di« Finauzverwaltmeg eiiven neuen Typus.eines verzinsl ichen Sch ätz sch eines aus, der dem Prrblikum die Möglichkeit bietet, seine Barmittel für kürzere oder längere Zeit (drei Monate bis sechs Jahre) hochverziusltch anzulegen, ohne auf elne rasche Wiederflüssigmächung der angelegten Gelder, nach Bedarf, verzichten zu müssen. Die neuen Staatsichatzscheine lauten auf den Jtryaber und werden in Abschnitten zu 1000, 6000, 10.000, 60.00Ö, 100.000 iwb 1,000,000 Kronen aiisgefertigt. Sie sind vom 1. Septenrber 1920 datiert und tragen in Faksimile die Unterschrift des Staatsselretärs für Finanzen und die Gegenzeichnung des Präsidenten des Staatsrechnungshofes. Sie werden vom 1. September 1820 angrsangen mit 0 Prozent vom Nennwert für das Jahr verzinst. Di« Zinsen werden ohne Älbzug einer Ncntenstruer halbjährig im nachhinein am 1. März und 1. September eines jeden Jahresan den Inhaber der den Schatzsckssineu gehörigen Zinsscheine bei d-.r' SiaatszentrUlkass« ' in Wlen ausgezahlt. Jeder Schatzschein kann vom Inhaber jederzeit für den ersten Tag des der Kündigung nachfolgenden Aalendermonats gekündigt werden. Dsi: erfolgte Kündigung wird von der Präsentaft'onssielle aus dem Schatzschein ersichtlich gemacht. Die Rück» >;cttVf»i!sj des Kapit-rls ees-'lui ohne Steuer--, <i><i>üyren' oo.>r 24. September 1920 Rr. 695 sonstige Mzüge gegen Einliefernng der fälligen Schatzschesi^ ,an dem durch die Kündigung bestimmten Tage, jedeufallit aber am 1. September 1926, bei der Staatszentralkasse irj Wierr. Die Verzinsung der Schllpscheine erlischt am FälligkeitSi tage des Kapitalbetrages. Die Schahscheine sind mit zwölf Zinsscheinen, von denen der erste am 1. März 1-921 fMg wird, versehen. Die Schatzscheine werden al parr ab-« gegeben. Hiebei hat der Erwerber die G Prozent Stücke zinsen vom 1. September 1930 bis. zum Tage des Erwerbes zu vergüten. ^-D'ie.Schahscheine sind Her der Staatszentral^ lasse in Wien, dem Postsparkassenamt in Wien, der Oesters reichisch-u^gartschen Bank, Hauptanstalt Wien, sowie bei deft Kredittnstituten und Sparkassen erhältlich. Es kann alssi jeder, dev Bargeld für mindestens' drei Monate fruchtbringend mstegen will, durch den Erwerb solcher Schatzscheine sich! eüre j e ch s p r o z e n t i g e V.e r z.i n s u n g sichern, die er^ wenn er will, sechs Jahre, da? ist bis 1. September 1826^ genießen kann. Er hat dabei jederzeit daß Recht, durch brefti monatige Ki'mdignng dir volle, abzugfreie Rückzahlung deß« Kapitals zu erlmMn. Eine Zeichnmigsfrist wird für bstxj neuen Schatzscheine nicht festgesetzt; sie können jederzeit, fo* lange, sie laufen, erworben werden; doch find sie in allttif Fäll«!, wenn sie nicht zu früherer Riickzaylmvg gekündigt werden, am 1. September 1926 fällig. De«tschland9 Budg^Ldestztt 55 - MMatsde»/ seine Gefamlschnlden 2427 MiMatoen. BerliNi 23. September. In der gestrigen Sitzuhg dei^ Reichskübinttts machte ssstichsfimuMlnisttr Dr. Wrrth schiedene Angaben über die Finanzlage deS Reiches. ' ÄaraM ist zu ersehen, daß die dluZgaben des Reiches sich?. im ordentlichen Etat auf 30'4 Milliarde« belaufen^ Dötz außerordentliche Etgt sieht Ausgaben in der H8^e tzo«' 39'7 Mlstigrdtn und'Einnahmen voü 2 Mchiardrn vor, rrchnei! also mit rchrw Fedlbe!<ag von 37'7 Milliarden. In dieses Zahlen sind die Defizite bei den Eisenbahnen und bei der Posif 'nicht mitentalten. Die Fehlbeträge beiden Eisenbahnen bekgusntz sich auf ungefähr 16 Milliarden, bei der Post auf etwe^' . 2 Dliüiardem Es bleibt demnach einÄesamtfehlbetra^ von 657 Miltiarden. Die Gesqmtschuld rnÄ Einrechnnng der fundierten Schuld im Betrag von 91 Milliarde« b e t r ä g t 2427 Milliarden. Dazu treten die der« Ländern noch restlich abzunrhmenden schwebenden Schulden »n^ die Zmsenverpfiichtungen an \>U Länder ans Anlaß dev Uebtp^ »ahme der Eisenbahnen im Gesamtbeträge von 25 Milliarde« sowie die von den Ländern skr FamilienunttMtzunge». KrirgA»- wohlfahrtszwecke usw. verausgabten Beträge in der Hohe vvitz 16 Milliarden. _’ Die Pr-grr Messe. Ans Prag wird «nberichtetr" Wie verlautet, wird die Prager Messe keinesfalls üher d«^ 26. d. M. verlängert werden. — DaS Geschäft war in drw letzten Tagen fehr lebhaft, es erfolgten größere AuSil landsausträge. So kaufte eine bulgarische Mission um Itz lionen Schuhwarm, Griechenland, Belgien und Amerika b«»i stellten größere Mengen Gablonzer Glaswarea, Rumänien land»! wirtschaftliche Maschinen, Indien und Frankreich erteilten gtößerr Aufträge in chemischen Produkten, namentlich Seifen >>nd, Kerzen. , j Kapitalserhöhung der Böhmischen Anionbank und italienische Beteiligung. Aus Prag wird uns ge»! melden Dle Regielung hat die Böhmische Unionbank ermächtigt,, ihr Aktrenkapital von 80 auf 120 Millionen Kronen durch Ausgabe von 200.000 Stück neuer Aktien zu erhöhen; von dieses wurden 120.000 S tück von der M a t l ä n d e r K o m m e r z i a lbank übernommen, die zwei Vertreter in den Verwaltung^ rat entsendet. Mitteilungen deS Tveditoren « Vereines vair -1870. Das gerichtliche Ä u s g l e i ch s v 1 iahren wurdeeingrleitet: Akimcr & Frank, Kam-i leute, Wien. I, Schüler strafte 22. Schermann Anton und Philomena. Gastrvirte, Wien, l., Schönlaterngafie 8. Hohenrainep Jolef, Hoühändler, Sistrans. Bast Hugo, Wien. H., Lisfiuggaffe 21. Placzek Emilie, Wreu, l., Nabcufierg 1.— Konkurse: Gerpel Robert, Franzensbad, Haus Grsesa. Tikwa Josef. Kaufmann, Reichenberg. Neider Anna. HandelSjrau, Tetschen. —! Außerdem meldet der Verband derGläv» digerschutzvereineOesterreichs. Konkurs^ Samson, Stadl" und Eisenhandel Karl Gehn, Kötn-Deuh. Henn Oskar. Schuhiabrik, Kölu-Nipves. Balte Ernst, Schnetdewerkzeughandlung. Lnpzig. Langenfeld & Jsermann, Remscheid. -Nägeli-Ramsterm Emckie, FuttennUtrlhandlung, Aarau. Agostiuetti Pietro, Feinkosthandlung, Aarau. Dürft & Eie., chem.-techru Produkte, Aarau. Mosimann Hans, Weinhandlung. Bern« Babel Paul & Co., Tmtenfabrik, Carouge. Lottaz Cathsrinr, Spezereiwaren, Freibprg (Schweiz). Ruggerl Ariuro, Vertrete^ Freibprg (Schweiz). Addo S. A;, AdditlonSmaschinen, Genf. Jache Otto Reinhold. mech. Strickerei, Mercerie, Grand Saconw'i.'. Schneebeli Emma. Holz- und Kohleuhandlung. Zürich lAerl.v Boefiaer I. & F. Frqdrnlund, Zürich. Skandia, Lderfabrike Ä. B-, Malmö. Verbindung mit englischen Handelshäusern. Die Londpnre Korrefpondenzstclte des Händelsmuseums berichtet, daß bei einer Reihe von englische>: Großhandelsfirmen lebhaftes Interesse für exportbereite Waren aus Dentschösberreich besteht. Sie wollen in erster Linie unter Ausschluß von Vertretern mit den Erzeugern selbst arbeiten und*wären in einzelne^ Falten mich bereit, Rohmaterial zu beschaffen oder in Tausch zu geben. Wenn auch in vielen Fällen mit Rücksicht auf die augenblickliche Geschäftsftille in England mit soforttgen großen Geschäftsabschlüssen nicht gerechnet werden^ kann, so wird es sich doch sehr cnlpfehlen, Verbindungeir solch«! englischen Häuser:: zu suchen und aufrechtMerhalt«:, die geneigt , sind,' schon jetzt die Wiederaufnahme eines regeren Geschäftsbetriebes vorzubereiten. Für eine Reihe vou Wärest verschiedener Art hat eine große Londoner Firma - Intern esse. Nähere Mitteilungen über die fraglichen Warengattungen, über die besonderen Zahlungsbedingungen, Propagarzdamittel und derartiges sind int kommerziellen Bureair des Handelsmujeums zu erfragen. , Oesterreichische Waffenfabriks-Gesellschaft. Der Beos } :ro!u«»gerat der Ooftciteuij:ji’ii Wnj,•.*»fabriks.-Gesellschasi