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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-21 · Heft 597 (21.9.1920) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 597 (21.9.1920)
Date
1920-09-21
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Dien, Dienstag - - > .„«Mira u Ti'pi»~~~«iar > ---- Budapefter Fußball. Gestern nncfmmUiß? fand in Budapest in Gegenwart von 30.060 Zuschauern das Meistrrschaflsspiel M. T. A.—F. T. C. statt, das det erstere 1: 0 (1:0) gewann. Den einzigen Treffer schoß Orth. Der Sportklub Hertha siegte am Sonntag in Brünn gegen den dortigen Sportklub 1:2. Wettschwimmen der HaKoah Nächsten Sonntag veranstaltete du Schw mmsektion der Hakoah ein großes Wettschwimmen im Dianabad, das letzte des Jahres. In hiesigen Schwimnitrlrnsm herrscht großes Interesse iiir dieses Meeting, in deffen Rahmen ein Verernskampf zur Austragung gelangt. Anßkrdem sind eisige Bewerbe für unsere Extraklaste ausgeschrieben worden, wo unter anderen Stecher, Brbancic, Müller, Farkas und der F. T. C.-Schwimmrr Szöko (letzterer außer Konkurrenz) onttttm werden. Weiters besinden sich auf dem Programm ein Hairptsprmgen und e«n Testertaucken. Den Schluß dieser Veranstaltung bilden zwei Wasterballspiele. Wiener Fußballer in die Schwerz. Die bekannten iXavid-Swcler Bauer und Wirser übersiedeln in der allernächsten Uett m die Schweiz, wo sie für den K. C. Basel tätig sein w-rrcn. Gerichtssaal. Zm Kriege Las Morden gelernt. Am 14. März vorigen Jahres wurde an der Häuslerin Gctititb Sieger in Mittersfll wegen eines Barbeirages von 129 Kronen, brr das ganze Vermögen Bit alten Frau ausein Raubmord verübt. Als Mörder wurde der .Vuttni Franz I ungmayer verhaftet, der eingestanö, die ^rei'in mit einer Hacke erschlagen unö sie ihrer Barschaft beraubt zu haben. Bei der Verhandlung vor dem Schwurspricht in Salzburg antwortete der Angeklagte aus den Vorhalt d-eI Vorsitzenden, daß er wegen eines so geringfügigen Betrage? ein Menschenleben vernichtet habe: „Ich habe im Errege das Morden gelernt, so daß es mir zur zweiten Natur geworden ist. Ich habe auch kerne W-eiviffenöLisse mehr empfunden." Auf Grund des Verdiktes t:; Gcschwornen, welche die auf meuchlerischen Raubmord brütende Hauptfrage bsiahten, wurde der Angeklagte zu zehn V-ahren jchweren Kerkers verurteilt. Der Volkswirt. Eine Krone 2.70 Centimes Geld. Keilern norierte irr Zürich: iit österreichischr Krone Geld . 2.79 1.2.67am 18. September) d>e psterr. gestempelte Krone Geld 2.50 ( 2.30 am 18. September) die tschechische Krone. . .. . 8.— ( 7.80 am 18. September) hi Marl.9.— ( 9.— am 18. September) ^gram. 4.95 ( 4.90 am 18. September) Warschau.—.— (—.— am 18. September) Budapest.. 2.10 ( 2.— am 18. September) Die ZnduftriestaÄL Lodz. Wie rer ..Vossischen Zettung" von ihrem Danziger Korrespondenten berichtet wird, ist der Lodz er Sraötprnsident R c z e w s I1 in Begleitung einer Reihe von Stadiberordrreten und Lodzer McrgistratÄbeamten in Drmzig eingeäroffen, unr sich über ein zukünftiges Arbeiten d-es Lodzer Industriebegirkes mit dorn Freistaat Danzig zu mformieven. Der S-tadtpräsident erklärte mir im Verlaus einer längeren Aussprache: „Seit der Liquidation des Krieges zwischen Ruß. i .nd und Deutschland und der damit verbundenen Okkupation Polens haben sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Lodz erheblich gebessert. Es muß betont IRachdrirc? firrJjffjt.) Marienbad. Kein Rom.au, sondern eine überaus verwickelte Geschichte, dir ^w>sch?n Warschau, und Marrmbad spielt, in 36 Priesen- 14 Billek'doux and 46 Telegrammen. Bon Scholem Alejchem. dem Jüdischen übrrtragm von S i e F s r i e d Schmitz. (29. Fortsetzung.) Und er weiß nicht — sagt er mir neulich ans einmal — was ich gegen ihn habe!? Wir haben doch niemals — sagt er — Streit miteinander gehabt. Und wenn es vielleicht zwischen uns eine kleirch Rechnung (Du hörst: eine kleine Rechnung!) von der Miere der gibt, so sind wir doch — sagt er ~ lebende« Meirichen; er hofft — sagt er — in sehr kurzer Zeit mir Gottes Hilfe mit allen Leuten abzurechnen und zu allererst mit mir. Denn erstens hält er mich für einen seinen, anständigen und guten Menschen mit weichem Charakter (hast Du so was schon gehört?) und zweitens — sagt er —- sind wir doch jetzt ein klein wenig verwandt ... ' - , « „Verwandt?" — da ist mir schon die Geduld ge- Asien. Meinetwegen — daß ich einen weichen Charakter habe und dergleichen, das kann man.sich noch gefallen lassen. Aber wenn ein Bert Tschapnik schon dabei ist, die Verwandtschaft auszüdehrren — das sieht ganz nach einem Darlehen aus. Aber es hat sich schließlich herausg-stellt, daß ich im Irrtum war. Das heißt: mit einem Darlehen hat die Sache ja doch geendet, aber der Hauptzweck feines Besuches — sagt er *— «wr nuü eines: „Warum müßt Ihr mich" — sagt'er — „stets im Munde führen" — sagt er — „und über mich in der ganzen Welt herumreden, so daß ganz Marienbab" — sagt er — „wissen muß, daß ich" — sagt er — „zwanzig Jahre in Warschau fitze und keine .Miete zahle, und daß ich nicht dem Fleischer bezahle" sagt er —. „und sogar Hexelmarrn für das NachteL- „schuldig geblieben bin . n^f Wiener Marger ^rLerng werden, daß während der deutsehen Ottupaüsn schlimm-' Lutgleisungen vovgekommsn sind, die das wirtschaftliche Leben unseres Landes auch heute noch beeinflussen. Mau hat, um sechs Kilogramm Kupfer zu gewinnen, ganze Fabriksanlagen zerstört, und die Folge davon war, daß auf lauge Zeit hinaus -noch unsere Industrie still lag. Die ArbeitsverhAtnisse in Lodz halben sich fetzt aber -gebessert. Rohstoffe sind genügend vorhanden, insbesondere Baumwolle aus Amerika, und es wird in größerem Umfange wieder gearbeitet. In den Lodzer Lexttlw arenfabriken sind zurzeit über 80.000 Arbeiter beschäftigt. Die Arbeitslosigkeit ist m bedeutendem Matze zurückgegcmgen. Im gegenwärtigen Augenblick gibt es vielleicht noch 20.000 Arbeitslose in unserer Stadt." Der Stadtpräsident schUld-erte weiter die Lebensmittel- und Lohnverhältnisse als besonders günstig. Der Grund für das außerordentliche Wohlergehen der Arbeiter sei wohl im wesentlichen darin zu suchen, datz die Verwaltung der Stadt Lodz sowie des ganzen Jndustrvsbezirkes sich m den Händen der Arbeiterschaft, befinde. Don 75 Stadrverordneten unserer Stadt gehören 31 der, sozialistischen und 19 der nationalen Arbeiterpartei an. Lodz hat als erstes Gebiet Polens den Schulzwang eingeführt. Es gehen jetzt 50.000 Kinder in die Schule, die vor 1914 'nur von 14.000 Kindern besucht wurde. . - - s lieber die industriellen Vevhältmsse in Polen erklärte Rczewski, Latz 6b Prozent der Großindustrie in fremden Händen, und zwar hauptsächlich in französischsm, englischem und deutschen Besitz seien. Die wichtigsten Kohlengruben bei Dombrowa an der oberschlesischen/ Asnze befinden sich im Besitze des Grafen Genard, .eines Franzosen. Eine Reihe bedeutender Textilfabriken im Lodzer Bezirk ist in den Händen von Devourmont,-Allace und Rousson. In deutschem Besitz sind die Lodzer. TexiÄwerke Robert Geyer, Grohmann und Poznanski und bei Warschau sind. große Werke im Besitz der englischen Firma- Brix. Alle diese UnternshmungLn, das müsse gesagt werden, arHeiien jetzt im Interesse Polens und man könne feststellen, daß -die deutschen Jndustrimmternehmungen sich langsam „pokonisieren". Ueber die zukünftige Wivtschaftsverbindung zwischen' Polen und Danzig sagte RczewsÄ, es müsse für die Zukunft zu einem Bündnis zwischen Danzrg und Polen kommen. Das sei für beide Staaten notwendig. Die Parteien der Linken in Polen würden niemals erlauben, daß die polnische Regierung in die Geschicke Danzigs umgreife. Aber sie seien überzeugt, tzatz Danzig die Notwendigkeit des wirtschaftlichen Zusammenschlusses einsehe. Dann werden sich alle ' Schwierigkeiten aus friedlichem Wege losen lassen. Polen werde Danzig billige Lebensmittel geben, dagegen Danzig die Zufuhr von Rohstoffen und Waren, die für Polens wirtschaftliches Leben notwendig sind, gestatten. Geschäftsverkehr mit Syrien, Palästina und Asgypte«. Heimische Firmen, die sich für den Absatz ihrer Waren in Syrien, Palästina mü> Aegypten interessieren, erfahren ,in der Exportabteibung der niederöstevreichisHen Handels¬ und GewerLetcvmmer unter Zahl 24.315 einechertrauenswürdige Firma in Palästina, an toelche sie Kataloge und Prospekte einsenden können. Der Ausbarr der Erfenbahrren in PüLäftina. Jerusalem, 19. September. (Jewish Corr. Bur.) Die Negierung unterbreitste der Kolonie Petach Tikwah zwei Vorschläge, betreffend die Ausdehnung der Eisenbahnlinie von Ras-el-Ein über Petach Tikwah nach Jaffa. Ge- -Wie mir ums Herz war nach diesen Worten — das muß ich Dir nicht erst erzählen, Chaim. Du bist doch kein Kurländer, daher wirst Du schon mit Deinem Verstand selbst begreifen, wie die Dinge liegen. Nun also? Ich frage Dich: Ist es anständig, die Briest, welche ich Dir unter dem Siegel tieffter Verschiviegenheit schreibe,, zu nehmen und^der Madame Tschapnik zu zeigen, damit sie sieht, was ich Dir über ihren Mann schreibe? Und nach einem so schändlichen Vorgehen gehst Du hin und heckst gegen mich Verleumdungen aus, daß ich Deiner Esther die Briest gezeigt habe, die Du mir schreibst, überfällst mich mit Beschimpfungen und beleidigst mich, als wäre ich' dev allerletzte Kerl!! Nein, Chaim — ich werde Dich nicht beschimpfen, wie Du mich beschimpfst. Ich bin nicht Du. Aber sagen will ich Dir, daß Du ein niedriger Mensch mit gemeinem, verderbtem Charakter bist und außerdem total verrückt. Sonst habe ich mit Dir nichts mehr zu reden. „Ein Ochs" — heißt es — '„hat eine lange Zunge und kann nicht Schofar blasen . . Dem ergebener Schlojme Kurläirder. Nr. XXIV. Chancie Marjamtschik aus Warschau (auf den Nalewki) au ihre» Gatten Majer Marjamtschik in Marienbad. Teurer Mark! Umsonst, sind Deine Bemühungen und um Deine süßen Briest, in denen Du mich Deiner Liebe versicherst, ist es wirklich schade. Ich weiß bereits, wozu Du ins Ausland gefahren bist. Ich weiß bereits, wem zuliebe Dü auf Marienbad so versessen warst. Zu spät habe ich das erfahren zu meinem . Ach und Weh. Wäre ich nicht eine Närrin, ich hätte das vovaussthen können und nicht einem solchen Erzlügner geglaubt, wie Du einer bist, daß per Doktor Dir Marienbad verordnet hat. Ich sende Dir hier ein kleines Geschenk, .MrL ~ kmeu. Brief« den Schelms Kurlcmder. an '21. September Nr. 597. :iw'$ dem ciftm Vorschläge soll die Kolonio Petach Tikwah für die Ausdehnung der '-Eisenbahnlinie eiützn Betrag vonl 15.000 Pfund Sterling vorstreckon, den die Regierung von de«! Einnahmen mit sechs Progent zuvückzcchlen wird. Dem zwertest Plan zufolge soll die Kolonie 80.00V Pfund Sterling zu den^ selben 'Bedingungen für den Bau einer Peiach Tikwah-- Jaffa-Linie vorstrecken. Die Kolonie hat den ersten Vorschlag angenommen. Man erwartet^ daß. die Arbeiten noch vor B"! ginn der Regenzeit vollendet sein werden. Anmeldung der Aktiven in Frankreich und Grotz« britannien. Das Abrechmiugsamt versendet folgende Mt- - teklung: Die Formulare für die Amme^ung der Aktiven in Frankreich und Großibritannirn sind bei den Handels- und Gswerbekammern erhältlich, jedoch - werden d-is Parteien, welche im Lause der Jachre bereits bei einer Handels- und Gewerbekammer oder der Schutzstelle für (deutsch)5sterroichische Vermögen im Auslände, sei es fveiwMig, sei t$ auf Grund der Verordnung vom 31. Oktober 1917, R. G. fßU Nr. 489, Anmeldungen - erstattet haben, ohne weitere Ansor*' derung die Formulare uifter Nachnahme zugeschickt erhalten« Daher wollen diese-Parteien nur dann die Anmcldeüogen bex der zuständigen Handels- und GeivcvbekMnmer anstrdern, wenn.ihnen die Formulare nicht bis 27. d. M. unmitteLb«: zugegangen sind. Gemäß § 7 der Vollz-ugsanweisung vom. 9. September 1920 befreit die stmerzeitige Anmeldung nicht!, von der Zlotwendigkeit der neueülichen Anineldung. Das.! Unterlassen' der rechtzeitigen noueÄichsn Anmeldung zieht dst Rechtsfolge des Verlustes jeglichen Ents^iädigungSanspvuSrH gegen den österreichischen Staat nach sich. Dom nordwrstLöhnrischcn Braunkohleitmarkt. Ueber K» Geschäftsgang in -der ersten. SeptemverhÄftL schreibt to# Deplitzer Fachblatt „Der, Kohleninteressent": Die Verhältnisse haben ' sich in der Berichtszett nicht geändert. Nach tvst> vor sind die reichlich zur Verfügung stehenden Eisenbahnwagm! nicht voll ausgeuützt worden,, da die Fördermig gleichmäßig, ans dem Stand vom August blieb. In der Zeit vom. 1. bis- XI. d. M. wurden in den Revieren Teplitz, Brüx unM Komotan 26.620 lausende Wagen von 10 bis 20 Tonnest Ladegewicht beigestellt, das ist ein Tagesdurchschnitt vonf 2662 Wagen. In der Ausfuhr nach Deutschland ist manj bemüht, die vorgeschriebenen Mengen zu erreichen, waS ernigermaßen schwierig ist, weil bekanntlich die. Verpflichtung besteht,' die vom Juli rückständigen Mengen Nachzulresern, soweit bäS' nicht schon im August geschehen ist. Störungen der Förderung sind tm großen und ganzen während der Berichtszett nicht! vorgewmmen. Nach den Borschrerbungen zu schließen, bi«' allgemein den Werken eine viel größere Leistimg aufgettagest haben, als sie nach den Durchschnittsziffern der vorangegangenen Monate bewältigen können, macht der Herbstbedarf seinen Einfluß bereits geltend und selbst ln Staubkohlen, die wahrend des Sommers etwas vernachlässigt worden waren, geht der Absatz flott vonstatten. j Eins christlichsoziäle Bank in Budapest. Wie a«S bee ungarischen Hauptstadt gemeldet lvird, ist unter der Aegikst Stephan Hallers und des früheren MimsttrpräsidenteM Huszar eine christlichs-oMle Bank tzegründet worden.; Polnische Gründungen in Ungar«. In Budapest bat sich eine ungarisch-polnische Handelskammer konstttmrrt.^ Gleichzeitig gründet die polniiche ,Wawel"-SprditionS- und! Transport-Gesellschaft eine selbständige ungarische ^Wawel"-A.-K.' in Budapest. In ven nächsten Tagen findet auch in Budapest die konstituierende Generalversammlung der Ungarisch-polmschrii Handrls-A.-G. statt. Valutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr wurden u«^ gesetzt: M a r k n o r e n zu K 475 bis K 486, Lei K 58« btfi K 596, Lire L 1315, R »bel 8 326, Dollar K 302 Bi« K 308.50, Schweizer Francs K 51, Pf»v Sterling K 1170, Dinarll 1025, A g r a m ll 248.» tschechische Kronen K 3.95, ungestempelt« Noten ll 98, ungarischeNvten li 102, polui- Märkli 112.50. \i r-—-. wag; unseren Chaim geschrieben hat, und einen Brief fcvW unserem Chmnr an seinen Freund Schlojme Kurländer^ Aus diesen Briefen wirst Dü begreifen, woher ich alleN weiß, was bei Euch in Marienbad vorgeht. Ich.fei# sie vor Apgen, diese Dirne, die Schlojme.Kurländer drei Wochen nach derir Tode seiner Frau rächt hat; er hat sie genommen (dafür soll er den Aussatz! kriegetl), wie sie geht und steht, nur wegen ihres! schönen Lärvchens. Jetzt ist schon alles gut. Jetzt ver-< stehe ich schon alles. Und sei dessen gewiß, Mark- Lange werde ich Dir nicht mehr im Wege stehm'^ bald, bald werde ich Dich von allen Fesseln befreien) Heute war der Doktor zweimal bei mir. Er sagt, daß! ick sehr krank bin; die Leber ist augegrifsin und ich brauche Karlsbad wie das Leben. Aber ich will nicht nach Karlsbad fahren. Hörst Du, Mark? In ditz Grube will ich fahren, nicht nach Karlsbad, damit ich . dort nicht sehe, wie Du Dich an liederliche Weiber heranmachst, ivie Du läufst, in« sie von der Bahn ab* 1 zuhvleu, wie Du sie in Dein Hotel mttriiinmst, wie Du mit ihnen in Marienbad spazieren gehst urrd wie Du sie ins Kino, ins Theater und ins Restaurant!' fährst. Ach, was habe ich erlebt! Wenn Vater und' Mutter jetzt aus ihren Gräbern aufstünden, so würdest ,sie sich wundern, was aus Chancie. ihrer Iüügsten, geworden ist. Warum bin ich nich^ im Mutterleib erstickt, eh' daß ich Dich kennen mußte! Ein jäher Tod hätte Deinen Verwandten Welwel Iamajkor samt seiper Ianmjkerin ereilen sollen, bevor sie Dich noch aus! Odessa hergebracht haben! Verflucht sei der Tag, au dem icb' Dich zum ersten Mate getrasftn habe! Nicht' ohne' Grund hat mir meine Esther x-nral ge raten, ich möge Dir nachspürsn, wohin Du gehst und mit wem Du Dich in Warschau triffst. Ich habe ja gewußt, dgs; Du Netze legst; aber wie hätte ich darauf kommen, folfyii, daß Schlojme Kürländers Weibchen sich mit ihm verabreden wird, zusammen nach Marienbad zu fahreu!-. LFortsetzuvs fölaüi ..... ,.L

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