Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 594 (18.9.1920)
- Date
- 1920-09-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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tit. 594 Wien. Samstag Wiener Morgenzer««- /18. Tepremvtt iSHf gebrftcft. Eine ganze Anzahl von Personen trug mehr oder mmder schwere Verletzungen davon. Der Unfall ist einer der schwerste» der letzten Jahre. Verletzt wurdenDie Schneiderin Leovoldine Staßnh, XU., Schallergafsc 27, d:c Emlegerin Agnes Bauernschmied- XVI'. Koflergasse 23. die HlilSarbciterin Marie K l a h i c k a, LUI., Hütteldvrferstraße 161, der Schriftsetzer Wenzel Sr egel' V., Siebenbrunnengaffr 24,. die Trasikve^schlecherm Therese H o ch r r i t r r, Hß, Rudolfsgasse 38, die H'.lssardeiterm Her* Mine N i e d r r m a y e r. V., Pilgramgosse 55, der Straßenbahnschaffner Franz Morawek, XII., Längrnfeldgaffe 12. Ferner der Straßenbahnschaffner Alois Klein, XXI., Wagramerstraße 126, der Maurer Johann N a v r a t i l XV., MvnplatzS, die Vchloffersgattin Karolrne S t e y s k a l. V., Wimmergasse 34, der EisenbabncrJohann Ko b h la, ZZelzergasse 9, die Köchin Anna L a m b e r g e r, XVI., Ottalnngmtraße 112. Tiefe konnten sich allein entfernen. Der Geschäftsführer Fca»r S i m e Ich, XVII., Hernalsrr Hauptstraße 138 lGehirnrrschiMervng) wurde i»S Rudolf-Spital gebracht. . Als verletzt werden ferner noch gemeldet: Johanna S ch o l z, VI., Aegidigasse 23, Geschäftsdiener Anton Buschka, Brandmahergaffe 31, Leopvldine B e r a u t s ch k a, XII., Stein» beuergaffe 10, Konditorcibesitzerrn Kaoline Berger, Vlll., Lerchengaffe 6, Werkmeister Eduard Hofbau r r, XVI., Speckbachrrgasse 9, Modistin Marie Hnhnal. XX., fLeipzjgersiraße 54, Koch Eduard Friedrich/ Telephonistin Adrienne H e » g e l, HI.. Hafengasse 38, und ^ch'eurßrhttfe, Adolf W o d n a n s k y, X., Gröllgasse 22. I Gottesdienst. D i e D e le g a t i o n des j ll d ich.r» NatronalrateS für Ostgalizirn. I!., lraterstraße S, veranstaltet am 21. und 22. d. M. (Jom Kipur) nne» feierlichen Gottesdienst. Die kantorale Funktion hat der bestbekannte jüdische Konzcrrsänger Herr I. Deutsch übernommen. Karten sind dortselbst täglich I» haben. * Dvs Schulgeld in den Mittelschulen. DaS Staats» gchietzblatt veröffentlicht «lue Vollzugsanweisung des Staatsinnttzs für Inneres und Unterricht, betreffend das Schulgeld tzr den Mittelschulen. Demnach sind neben einer Aufjrahmstaxe von 20 Kronen an jeher staatlichen Mittelschule einheitlich 100 Kronen für das Semester an Schulgeld zu ftrtrtchten.! Versammlung. Montag beit 20. d. M., 6 Uhr libenbs, veranstältet die Hitachdut (Vereinigung des Hapoel Haza.tr und der Zeivei Zion) eine öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die gegenwärtige Situation-in Palästina und die zionistische Organisation. Ort: Hotel Post, 1. Bezirk, Fleischmarkt. Referenten:!Zwi Jehuda, Lipman Levncfon (Palästina), E. Kaplan (Rußland), Abr. Levinsohn (Polen) und. Dr. Tartakower. * Die Anpolitische Jüdische Tischgesellschaft Alfer- «ah» und Umgebung hat beschlössen, sich zum'Zwecke der Erlangung fjiöncier Bewegungsfreiheit in derbevorstehenden Wahlbewegung fortab Jüdische Tischgesellschaft stlserstraße und Umgebung zu nennen. Die Leitung der Jüdischen Tischgesellschaft Alserstraße und Umgebung hatBorsorge aciroffen. »aß auch bei' den weiteren Zufammenkiinsten, welche allwöchentlich Do nur t.5.t ag um 8 Uhr abends im Weißen Saal des »Riedhos, -stattfinden werden, gehaltvolle und das allgemeine indische Interesse erweckende'Vorträge abgehalten werden. *. Hebräischer Kl«d. 7 Uhr Vortrag Dr. I. Fr ä n k e l aber Blalrk. , . -. « ,* Die südafrikanischen Juden für die noileldende jüdische Bevölkerung in Wien. Aus Südafrika und London wird Herrn ^Oberrabbiner Dr. C haj.es gemeldet, daß von Wienaus in- Johannesburg darüber Klage geführt wird, baß die Jrrdenschaft Südafrikas nicht in entsprechender Weise rar der Hiffstätigkest für die notleidende jüdische Bevölkerung unserer'Stadt teilnehrue. .Nun legen die Herren Obermbbiner Dr. Hertz, London, und Dr...J. L. Landau in Johannesburg Wert dckriluf, daß die. jüdisch^ Oefsentliä)keit in Wien davon^Kenntnis erhalte, daß unsere Brüder in Transvaal Mazzoth und Fett znwmmen lieh. Für diese Aktion hat der Transvaal Jewish Var Vietias' Fund die Summe von 2000 Pfund Sterling.(etwa 2 Millionen Kronen) nach London überwiesen. Außerdem sind direkt von -Südasrikä aus verschiedene Institutionen und Einzelpersonen mit größeren Spenden bedacht worden. Hebräische Gebetbücher. Bei den rinerschwiuglichen Preisen der hebräischere Bücher fällt es heute einein "Vater des Miitelstandes nicht leicht, seinem Kinde ein Schulgel,eübuch anzuschaffen. Konnte schon im abgelansenen Schuljahr mehrfach, die-Wahrnehmung gemacht -werden, daß minder ohne Gebetbuch zum Religionsunterricht kamen, jo dürsle diese Wahrnehmung in dein nun beginnenden Schuljabr noch bedeutend häufiger werden. Fehlt aber das Gebetbuchbeim Religionsunterricht, so fehlt diesemdiewesentlichste Basis. Da bis zur Durchführung, des Beschlusses -der Schulbehörde, allen Kindern.die.Schulbücher unentgeltlich berzustellen, noch ein', weiter Weg zu. sein scheutt. so. könnte dem Mangel vielleicht durch eine Sammlung avg-eholsea werden. Sicherlich befinden-sich)-im Besitze zahlreicher jüdischer Familien' neben anderen alten, -hebräischen -Büchern nach geeignete Gebetbücher »und Bibelexemplare von längst her. Schule entmacht eilen -'rostiet gestellt würden. Diesbezügliche -Milt-eiluiige» L. Wiesner, 2. Bezirk, Rembrandtstraße 22/1 l'. * t3run Streik im BAchhandel. Die gestern Verhandlungen in der nieberösterreichisW'ii La>st>ere,n''.rin'.gdarterten bis in die späte Abendstunde. Mit Rmcksichl -ni' den Umfang des zu beratenden Vertrags -wäre es-nimnög.'tch gewesen, den . ganzen Vertrag noch gv'lü/indig.^dinchzub-er-Ne-r und eine Einig» >rss zu erzielen., ,wurde deshalb .beschlossen, da eine Verhandlung .für. MiH-d beim C'iiu.zrmg-'-rml bereits augesetzt war, diesem Arnt die. Entscheidung zu überlassen. ' - Fürgdienst Berlin—Wien. Das „Berliner Tageblatt" meldet: In Gemeinschaft mit der Wiener Flug-Aktiengesellschaft betreibt, der Lloyd-Luftdienst iit Bremen bereits seit längerem dieorganisatorischen Vorbereitungen für ., einen. Flugdienst B er li n—W ien. Drese. Sorbrreituiigkn sind nun so weit gediehen, daß der Verkehr vorläufig bedarfsnräßig Zwischen den beiden Hauptstädten a usgenommen werden kann. * Nroße Mchlvrrschlrppnngüt im städtischen L»g^cha-:s. Die Polizei. hat in Erfahrung gebracht, daß im städtischen Lagerhaus von einzelnen Arbeiter,l Mehl in größer«:.Mengen gestohlen wird. Gestern ist es gelungen, in zwer Pratergasthäusern einige Lagerhausarbeiter, die gestohlenes Mehl bei sich hatten, dingfest zu machen. * Betrug mit falschen Schecks. Nach Ausführung eines Scheckbetruges in. der Höhe voll 400.000 Kronen sind' zwei bulgarische Studenten, Athanas K at schale fs und Wladimir S pas soff, zwei Sosivten, aus Wien flüchtig geworden. Die.beiden Studenten habe,: ztvei Schecks der Bulgarischen Kreditbank Isidor in Sofia, von denen der. eine auf 50.000 Mark, der andere, auf 5000 Francs lautete, dem Kaufmann Benjamin Almaslino, 2."Bezirk, 'Zirkusgässe 3, zur Einlösung überreicht und-für die Schecks Auen Betrag, von 400.000 Kronen in österreichischer Währung erhalten. Nachträglich wurde aber fest ge stellt, daß die Schecks gefälscht sind. * PrlzhauS O. I. Pipersberg, 2. Bez., Praterstrahe 9. Die rühmlichst bekannte und während ihres langjährigen Bestandes^ in den fernsten Kundenkreisen . besteingeführte Firma bringt Heuer wieder zahlreiche, in eigener Werkstätte erzeugte Modelle rn unerreichter Vollendung. Durch recht« Zeitigen Einkauf ist die Firma trotz enormer Steigerung der Pelzware am Weltmarkt in der Lage, verhältnismäßig -preiswerte Ware herzustellen. Große Auswahl in Blau-, Silber- und Polarfüchsen, ferner Sealbisam-, Nutrra- und Persianermänteln. Reichhaltiges Lager von Herrenpelzen und Pelzsakkos. Der Besuch der reichhaltigen Ausstellung wird als überaus lohnend warmstens empfohlen. * Selbstmord. Der 58jährige Kaufmann Emanuel Weiß, 9. Bezirk, Sechsschinnnelgasse 22 wohnhaft, der Lysol getrunken hat, ist im Allgemeinen Krankenhaus anr 16. d. M. gestorben. Die Ursache der Tat ist Familienzwist. * ^Metallnm Gold" — smit dem Regenbogen) die g:ttbewährte Tmchenlampcnbatterie. Veveinsttachrtchten. B L r c i n i g n n g d e r L e h r w e r k st ä t 11 n u n d KurfedesJüdisäicnGeiverbesördevuyas-- a m l e H a p o e I H a i w r i- S.inistag den 18, d. A?. wird um 3 Uhr nachmittags im Lokale des Jüdischen Nativyalrates, H., Taboistraße 20a, Herr Dr, G l an tz über „Lehrwerkstätten in Deutschland" sprechen. Die Besucher fämtl'cher Kurse werden ersticht, in Anbriracht dieses interessanten Bortrages vollzahtm und vünkllich zu erscheinen. Eintritt fre,...Gäste wüikormncn! — W i c n e r B c t b - H a nr i d r a s ch. Hen'e. \i U(u: vormittigs, wird Herr Lektor Dr. S. R u b i n im BeR-Harnü rasch-- Lola!e. II., Fcrd-navd-tstraße 23, eine» halachgchen Borrray ballen. Thema: Bal To'sis. — Severn- Er e z %’\ v a e l; II., K o m ü b i e n r, a f s e 8 (Ea sc- W erne r). Infolge Lokalichwierigkeitcn .finden, dir hebräischen Kurse b,s aus werteres im Cafe Werner, kl.. Komödiengasse 8, statt. Heute, 2 .Uhr nachmil.'ags, Kurs iiir-Anfängern 3'MriMutelkurs,- 4"^llhr .Borgeschrlüenc. — F n g c ir'b ei» p p r d t r z : o n i st i s ch e n B e z i r k s s e I r r o n XX. Heule, V-4 Uhr nechnistLags. Zusammenlunst der K n> uz a S ch w a r z b r o d im Bercinslokal. Referate: Jnbrnstaat und Svrechsaal. — I u g e n d v e r e r n A h a w a t h r-, i v u,!l., K l e, .n c Z u f -a h-.rst s str a ß e Nr. 160. Die zweite Stnudc dcs bedranchen Kurses f i n d.e t heute von 3 bis 4 Uhr statt. .Präzilc 6 Uhr - .abends Mitgliederversammlung. Tagesordnung: I. Hille iüc Chaluzem. H. Die bevorstehenden Wahlen zur Rat-oriaiv crsammlung: E r t ch e i n e n Pflicht! Gäste willkommen. — Der Ä e r e r n der H ö r e r f ch a f t d e s I ü d i f ch e u P 8 d -a,g o-gü ums macht bekannt, daß d.r Leiesaal im Sekretariat des Pädagogiums jeden Tag von 2 Uhr nachmittags bis 9 Uhr abends geöffnet ist. — Heck a luz- 0 rgan t f n t r^o u. Sonntag den 19. d. tlV. um 9. Uhr vormittags im Lokale/!X.. Türlenstia^e 9, Generalversaunulnng. —?, c i r e > Rc i Z r a.ch H., B rate rstratze 43/11. Die A-nrÄundm des.Vo'siMes sinsen jeden Sou ntiH Nti 11 bi s 1 U I) r und D i e n s t a g v o ii 4 b i <r> 6 ll h r statt, wo auch- .Aumeldungc:! '.um H ebrst i s ch-- k n r ß i ü r. B o v g c f ch r i t t-c u e -und., nr nnan K rr r § f ü rMinde r v a r g e s ch r ü t .e n e iö'wre. .auch zu einem A g n d a h - K'u r s entaegnrgenömrneu ^/werdclr. Heute um 'US ■ Uhr beginnt -iiz Gesangspwb?.: her Ehorrnitelieher. — B e r b a n d- .z r o u.lft : s ch c r I it g e n. d g r uvpe lt. Infolge tcchni'cher. Schwieugkeiiem war ■/§ .unmöglich,., alle ange« tchlosscnen Gruppen .zu der Somilag. den. 19d. M.-, präzise Vr10 Uhr vvrrmttags- - im Lokale der ^-onrstn'chri'. Beürksicktion, VI., Ameiliirgstmßr 44>. - statifindendm D e l,e g r c r t c n versa rn m l n n g rechjzeaigernzuladen. Da auf der Tagesordnung wichtige Punkte- (P a r l e i t a g, Ä a h l b e f v r e ch u n g), weiden alle Dvleg'ertencmrcht, bestimmt und piintülch zu crfchcmcn. .-_ KsMNmrmLes. Die rechAiche Stelluni Wiens in der nenen StL«rtsverfnffung. (Aus der gestrigen Gepreinderatsfitznug.) Der Geineinderat trat nach einer fast siebonwöchigen Parrsc gestern wieder zu seiner ersten Sitzung zusammen, um unter anderem einen Beschluß über!^ie rechtliche Stellung Wiens iu der neuen Slaatsverfaffung zu fassen. äDeh.Referent Gemeinderat Speiser gab in längerer" Ausführung einen Rückblick über die Entwicklung,-welche diese Frage in letzter Zeit in.der Beratung der Parteien sowohl in Wieir als in den Ländern geinacht hat und begründete -die Vorlage mit der Bedeutung Wiens, die eine Bevorinunduug durch das Land nusfchliesze. - - -Inder Debatte führte Gomeinderat- Dr. Jakob Ehrlich unter anderem folgendes aus; Wir [tebeu heute, was die grundlegenden Fragen der Bersasinug au belangt, vor vollzogenen'-Tatsachen. Das i Verfassiruasgebäude ist fast fertiggestellt und frir uns ist nur die Frage offen., ob die Stadt Wien in dieses Ge« -bände allein einzieben uürd oder im Rahmen des Landes \ Nicderästern'icli- Dir Bundesverfassungbietet uns ein sonderbares Bild. Gerade jetzt, vor den Wahlen, wird' Mieder einmal laut vom Anschluß an Deutschland gesprachen und dieser Anschluß beginnt damit, - daß die Länder, die sich anschlietzen roollen, auseinandmPeben.. Wir beklagen die z e n t r i f u g a l. e T e n d e n z der Ler-' sassung. Die angebliche Souveränität der Länder ist nichts als eine Fiktion. Und .die unerfreuliche Konsegueuz dieser Fiktion ist Artikel 13 des Entlvurfes, nach welchem alle Angelegenheiten in die Kompetenz der Länder fallen,v soweit sie nicht ausdrücklich dem Bunde zugewiesen sind. Die Artikel 10 bis 12, welche die Kompetenzen zwischen Bund und Ländern regeln, geben den Ländern eine-große. Machtfülle und beschränken nach allen Richtungen die- Rechte des Bundes. Die Vollziehung in den wichtigsten , Bundessachen ist den Ländern übertragen und die Ver» waltung wird in der Praxis nach den bisherigen Erfahrungen die Gesetze in ihr Gegenteil umkehren. Welche sonderbare Bürten der Landerpartikular-ismus zeitigt und - tvie wir die wahren geistigen Erben des alten Oesterreich sind, zeigt beispielsweise Artikel 142, der verlangt, daß den Senaten des Verwaltungsgerichtshofes - ein Richter angehören soll, der aus dem Lande, stammt, gegen dessen Entscheidung sich die Beschwerde richtet. Der Redner befaßt sich in seinen weiteren Ausführungen mit der Landesbürgerschaft, der jeder Inhalt fehle, und macht den Sozialdemokraten den Vorwurf, daß sie ihren Widerstand gegen die Einführung des Bundesrates aufgegeben haben. Der Erfolg der Verfassung wird sein: Außerordentliche Komplikation der Verwaltung, neue Beamte, erhöhte Kosten, ständige cKompetenzkonslikte, immer neue^ZlnIässe zur Vergrößerung künstlicher Gegensätze. ■ Unsere Partei ist stets auf dem Standpunkt -er Reichsunmittelbarkeit Wiens gestanden und hält an dieser Forderung auch heute fest. Soll Wien die Stellung eines Landes haben, dann gebe man ihm. auch alle Rechte, die hiemit verbunden sind, sowohl bezüglich der Kompetenz des Gemernderates äls der Stellung des Bürgermeisters als^ Landeshauptmanns. Es war anzunehmen, daß die heutige Debatte nicht viel Fruchtbares bringen wird, denn die wichtigste Frage, . . wie die Stellung Wiens zu Niederösterreich sein ivird, blieb offen. Mit Mcht wird die Lösung dieser Ara ge auf den' Weg der Auseinandersetzung zwischen Land und der Gemeinde Wien verwiesen. Deshalb kann die heutige Debatte keine abschließende sein und der.Ge-/ meinderat wird zu tnformiee .l und zu befragen sein über alle Fragen, die damit Zusammenhängen. Dem Antrag des Stadtseuats schließen wir uns an. Wir haben uns jedoch verpflichtet gesehen, unseren Besorgnissen Ausdruck. zu geben, und wollen wünschen, daß sie nnbegründet-' sein mögen. ~; Nachdem nach der Deutsch nationale Feld man.n und ber^Christlichsoziale K n n schak gesprochen hatten^ wu.rde zur . Abstimmung geschritten, die Vorlagv' in der vom Referenten beanti-agten Fassung angenommen und die Sitzung um Mitternacht geschlossen. .- Die Ernährung. De« Marktbericht. Die Beschickung der G r ü n w a r e n m ä r k t e siel tzestersr ungünstig ans. Der Bedarf konnte zwar gedeckt werden, doch-, war die. Auswahl, inr Laufe des Vormittags geringer, gfür- Kohlrüben und Paradeijer sind die Preise gestiegen'. Letzterekosteten bis 14 Kronen per .Kilogramm. Auch Obst kam^ins viel geringeren Mengen mrs die Märkte. Auf dem dcasch--^ markt erhöhten sich jZwetschken im Kleinhandel cnif '11.40s per Kilogrannn; die übrigen Obstsorten notierten unverändert und sind noch immer weit über den Bedarf augekoten. Ncr'ch^ längerer Panse kamen gestern auch wieder ungarische 2Befoitranben an. D'a der Zoll für. Weintrauben nöch nicht aus-! gehoben ist, kosteten sie im Großhandel 36. Kronen/ im! Kl-eÜ!Handel auf den Märkten 40 Kronen und für die .Bezirks-- laden wurde ein Preis von 42 Kronen per Kilogr-amstf. bestimmt.- . Fleisch gibt es auf allen Märkten im Heberslnh; Preisänderungen sind nicht zu verzeichnen. Fischzüfuhrrn sind auch gestern ausgeblieben, auch an Geflügel sind, nur kaum nennerrswerte Mengen eingelangt; Mangel <KV Geflügel machte sich aber trotzdem nicht fühlbar. Ei»-»: sind auf den Märkten nicht zu haben. Flrischadgabe des Americau Joint Distribution Committee, Abteilung Wien. Mit Rücksicht auf die Feiertage sind für die Zeit bis einschließlich 9. Oktober die Ausgabetage unseres amerikanische» koscheren Flelsches, wie folgt, abgeändert: „ . .. . Montag am 20. d. M. fiött Dienstag 21. d. M.: Freitag am 24. d. M. statt Dienstag 28. d. M/; M i i 1- , w o ch am 6, Oktober statt DienStag 5. Oktober. - Bnkowinaer Konsumverein. - Wir werden um die Aufnahme nachstehender Aufkündigung ersucht: Die Mitglieder des „Dereines der Bukowinner Juden in Wien" werden aufinerksam gemacht, daß der Verein seinerzeit beschlossen hat> den Konsumverein znsamnren mit dem „Schutzbund" zu gründen. Inzwischen sind einige Vorarbeipen^ geleistet worden, die Vereinbarungen mit dem „Schutz-' Hund" sind aber noch, nicht erfolgt.- Die Mitglieder? welche an der Gründung unseres Konsumvereins Intern esse haben, werden daher aufgefordert, das esult-at der Verhandlungen abzuwarten. Es tvied rechtzeitig' lundgegeben werden, wann und wo die Anmeldungen zu erfolgen haben. se NFRVMK m «a. B»!;r *. VJM w: - Biiiiast# Preise! JUgel