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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-16 · Heft 592 (16.9.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 592 (16.9.1920)
Date
1920-09-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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16etie/4 Men, Dormerstags ..-r.'i..; ,.....!—.. > — . . Tagesbericht. Der Beginn ver Ailfstütigkeit des Joint in Rußland. New-Aork, 11. September. (Fewifh Corr. Bur.) Auf der letzten Erekutivfitzung des American Joint Distribution Committee wurde beschlossen, für den Beginn der Hilfstätigkeit in Rußland eine halbe Million Dollar für Lebensmittel, Kleider, Arzneien und 200.000 Dollar für Hilfe und konstruktive Arbeit zu bestimmen. Einem telezmphischen Bericht des Delegierten des Joint in Reval, Dr. Rosenblatt. Zufolge hat sich die Lage der Juden in Züd- und Weißrußland sowie in der Ukraine, Podolien und Wolhynien nach den letzten Kämpfen'ungeheuer verschlechtert. Um der unbeschreiblichen Not deS russischen Judentums in allen Sowjetrutzland nunmehr unterstehenden europäischen Gebieten halbwegs zu steuern. Verlangt dos Moskauer Hilfskomitee als Minimum eine Milliarde Rubel monatlich, außer den aus Amerika einrufenden Unterstützungen in natura. Da§ Moskauer Komitee ist an die Organisierung von Provinz, und Rayonskomitees im ganzen Reiche heran- ^treten und viele von ihnen entwickeln bereits eine ersprießliche Tätigkeit. Die Sowjetregierung steht dieser Arbeit des Joint, mit dessen Vertretern sie eine Reihe die Filfstätigkeit regelnder Verträge abgeschlossen hat. freundlich gegenüber und gewahrt den Funktionären wie ruch dem Vermögen des Joint den nötigen Schutz. Auf Kr und einer mit dem Kommissariat für jüdische Ange« iegenheiten getroffenen Vereinbarung wird gegenwärtig bcr gan.'e Briefverkehr zwischen den russischen Juden ünd ihren Verwandten in Amerika ausschließlich vom int besorgt werden. _ Nachahmenswerte Hilfstatigkeit für die CH a l uz im. Gestern, am zweiten Neumhrstage, hr:tt Rabbiner Dr. Rosen selb in der Synagoge. 20. Bez., Klucky- Mfse, eine glänzende Predigt, in welcher er auf di« Notwendigkeit rascher und energischer Hilfe für die Chaluz.im hinwies. Dieser Appell an die jüdisch« Opferwilligkeit hatte sofort außerordentlichen Erfolg. Jung und alt. arm und reich, Männer, Frauen und Ander wetteiferten darin- Gaben für die Chaluzim zu bringen und in kurzer Zeit waren zirka 1500 Laib Brot, eine groß« Zahl verschiedener anderer Lebens- Mittel und etwa 30.000 Kronen zur Stelle. Besonders zeichneten sich durch ihre Opferwilligkeit die Familien Schick und CH. Weingarten-Türkisch aus. Nach Beendigung des Gottesdienstes wurde in der Synagoge eine Besprechung abgehalten, bei welcher Gemeinderat Dr. Plaschkes in eingehender Weise die organisatorische Seite der Hille Leistung für die durchwandernden Chaluzim erörterte. Es wurde ein sämtliche Bethäuser und Vereine des 20. Bezirkes umfassendes Hilfskomitee begründet/ um-die so erfolgreich begonnenen Sammlungen fotzusetzen. (Obmann ist Herr B-rnharö Pollak, Schriftführer Herr Max Kohn. Kassier Herr Samuel Lack, 20. Bez., Wallen- * steinstraße 33 a, an den die Geldfammlnngen zu überweisen sind. Gesammelte Lebensmittel sind an die Adresse der Zionistischen Bezirkssektion Brigittenau, 20. Bez., Karl Meißlstraße 6, Tür 1, zu übermitteln, von wo aus sie ihrer weiteren Verwendung zugeführt werden.) Unterftaatssekretar GlSSel über -re Schulreform. Unterstaatssekretär Glöckel empfi'.P gestern vormittags Vertreter der Preise, um ihnen mit Rücksicht ans das beginnende neue Schuljahr einige wichtige Mitteilungen über die Schulreform und die Pläne der Schulreformabteilung des Unterrichtsamtes zu machen. Er führte aus: Mt Beginn des heurigen Schuljahres ist die Einführung ziemlich bedeutungsvoller Reuerunge n auf dem Gebier« des Schulwesens geplant. Die wichtigste Neuerung ist die probeweise Einführung des neuen Lehrplanes^ der für die vier, beziehungsweise fünf untersten Altersstufen der Volksschule bestimmt ist, in den Grundsätzen der Methodik jedoch auch für die höheren Jahrgänge gelten soll. Das äußere Kennzeichen des neuen Lehrplanes wird sein, daß das alte Requisit des Stundenplanes aus der Schule verschwindet. Der Unterricht wird so gestaltet werben, daß beispielsweise, wenn in den letzten Tagen Schule gewesen wäre, die letzte Hochwasserkata'stvophr in den Mittelpunkt des Unterrichts gestellt wurde; oder es wird eine zufällige Verhaftung vor dem Schulgebäude, oder das Eintreffen von Heimkehrern zum Gegenstand des Unterrichts gemacht. So geben äußere Ereignisse eine ganz« Fülle von Unterrichtsstoff, ohne haß der Lehrer arr einen starren Stundenplan gebunden bar*. Der Unterricht soll dadurch für bas Kind intevesscmt werden, daß die Disposition des Kindes in den Dienst des Unterrichtes gestellt tvird. Die Vorbereitung der Lehrerschaft für die neue Methode des Unterrichts wurde Planmäßig betrieben. Für die vierwöchentlichen Fortbildungskurse, welche für die Lehrer außerhalb Wiens eingerichtet wurden, haben sich 1200 Lehrer Wiener Lehrer ausgenommen — freiwillig gemeldet. ' Sehr große Schwierigkeiten wird die Beschaffung des notwendigen Arbeitsmatertals mit sich bringen. Elternverrmigungen haben die größte Opferwillig- $ett in der Beschaffung pan Arbeitsmaterixl cm den Dag Klrgtz Wiener Morgeazeitang , 16 September 1920 Rr. 592’ , Mitteilungen ans dem Publikum. Blanka Einhorn Samson Nagler Czernowitz Wien empfehlen s!ch als Verlobte. Wien, im September 1920. 8559 B 3IM.ANTEN Perlen, Gold, Silber,Platin u.Uhren kau.lt und verkauft 77« ETTER Rotentormstr. 33, Marlabllferstr. 98 Brillanten Oskar Saohs, Juwelier, IX., Aiserbachstrasse 5. Perlen. Juwelen, Oold, Platin und Silber k a u f t u n d verkauft Der neue Lehrplan wird folgende Neuerungen bringen: 1. Wegfall des bindenden Stundenplanes; nur die tägliche Arbeitszeit ist fixiert, nicht die Aufeinanderfolge der Lernarbeit. 2. Keine scharfe Trennung nach einzelnen Lehrgegenständen. 3. Ausgangspunkt des Unterrichts ist in der Regel nicht ein Lebensfremdes Lesestück, sondern eine Arbeits- und lebenskundliche'Besprechung, ein Lehrausgang, eine Besichtigung. 4. Alle anderen Schultätigbeiten (man nannte sie früher Lehrgegenstände), wie: Sprechen, Lesen, Schreiben, Handarbeiten, Rechnen, Messen, Singen, schließen sich innig an den sachlichen Unterricht an. 5. Den Kindern soll nicht alles gegeben werden, sie sollen sich Kenntnisse und Erkenntnisse selbsttätig erarbeiten. 6. Die Hand wird von nun an im Unterricht als Forschungs- und Darftellungsorgan verwendet werden. Vielleicht werden in den ersten Wochen die Eltern über die neue Lehrmethode ein wenig den Kopf schütteln, sie werden sagen: Es wird in der Schule zu -wenig gelernt, es wird nur gespielt und spazierengegangen, aber nach einem Jahre Unterrichtsreform wird die Elternschaft ohne Untersch'ed für die Arbeitsschule sein. Hoimketzrerbewegung. Die österreichische Mission in Sibiren hat bekanntgegeben. baßdie Evakuierung des Pr'mvrskaja-GebieteS mit dem Abgang des Dampfers ,,Nankai maru", welcher am 9. d. M. Wladiwostok via Triest mit 1250 Deütschösterreichern und 120 Schwerkranken anderer Nationalität verließ, beendet ist. Transportführer dieses Schisses ist Dr. BreitNsr. ~ Außerdem nimmt der Dampfte Uebersiedlungsgut der früheren Gesandtschaft in Tokio und des Konsulats. Shanghai mit/ ferner ist di« voll« Spitalsausrüstung und die Medikamente, welche das chsnerikanis-ch« Rot« Kreuz für Wien spendete, verladen. Die freiwillig zurückgebliebenen Kriegsgefangenen inklusive des Rayons von Tschita betragen kaum 100 Oesterreicher. Bonderhellen, Mitglied der österreichischen Roten Kreuz-Mission, ist am 18. August nach Jnnersibirren ab gereist. Dr. Montandon best Counts international« de la cvoix rouge war bereits in Omsk und ist derzeit in Werschne-?Udinsk. Die Absendung mehrerer taufend Kriegsgefangener aller Nationalitäten der Lager östlich Atschinfk übev Osten, und zwar Tschita—Mandschuria— Karbin ist für die nächste Zeit beabsichtigt. Alle Vorbereitungen für die Fürsorgetätigkeit ab Tschita sind getroffen. Der erste Transport mit 700 Invaliden soll bereits am 5. d. M. Werschnr-Udin.sk verlassen haben. Am 13. Juli sind mit dem Kindertransport des amerikanischen Roten Kreuzes auf dem Dampfer „Aomei maru" 34 Oester reicher über Panama nach New-Dvrk abgereist. , _ Versuchte W affenschiebungen nach Ungar». - In den letzten Wochen haben sich in Wien mehrere ungarische Offiziere bemüht, größere Mengen von Waffen und Mipntwn aufzukaufen, um sie nach Ungarn zu liefern. Die beabsichtigten Lieferungen konnten jedoch nicht durchgeführt werden, da es nicht gelungen war, die gewünschten Waffen- und Munitionsmengen aufzubringen. Die. Polizeidirektion hat in der Angelegenheit eine größere Anzahl von Personen verhaftet und perlustirert und bei ihnen auch Hausdurchsuchungen borgenomenen. Bei einem der Kontrahenten wurde ein Offert vorgefunden, in welchem sein Lagerkontrahent sich erbötrg macht, angeblich im Auftrag der ungarischen Regierung' 100.000 Stück Mannlicher-Repetiergewehre ab Kiralyhrba um einen gewisien Preis zu kaufen. Die an diesen versuchten Waffenlchiebungen beteiligten fremdländischen «Staatsangehörigen, und zwar der ehemalige Husarenoberst Bela Freiherr v. Rothenthal, der Rittmeister a. D. Oskar Gaarossy- Kapeller v. SaroS, ferner der Rittmeister a. D. Edmund M e s a r o f z, sämtliche ungarische Staatsangehörige sowie der polnische Staatsangehörige Roland Knies, wurden aus Oesterreich ausgewiesen. * B«Gr<th»iss« «« heutige» rege. Neuer Fried dof: lO.Jtbr Schäfer Paula, */,12 Uhr Mahlstein tarnte, 12 Uhr Nachniin» Artm. — Döblinger Frjedh » s: N Ubv Dr, dl «schul JnbuS * Eine Echter. Prgtefwnsmumlun». (#«* außerordentliche Vollve rsammlung deS Zwei Hereins Wien der deutschösterreichischen Richtervereimgung, welcher Vertreter sämtlicher Wiener Gerichte beiwohnten, nahm aeßsrn Sstllurio zu dem vom Staatsamt für Finanzen ausgearbeiteten Ent, Wurf der Besoldungsreform, welcher der Nationalverfamm« lung zur Beschlußfassung vorliegt. ES wurde folgende Rei solution angenommen: „Die außerordentliche Vollversammlung des Z.veigvereinS Men der Bereinigung deutschöster« reichischer Richter erblickt in den die Richter betreffenden Vorschriften des RegierungsentwurfeS einer BefoldungS« ordnung einen von mangelnder Sachkenntnis und Gering« schatzung geleiteten Angriff auf di« Existenz und das An« sehen des Richterstandes. «Ae lehnt, es ab, in Verhandlung gen über die verbesi?rvng des Entwurfes einzutreten, and fordert die Schaffung" eines besonderen Besoldungsgesetzes für Richter, welches der staatsrechtlichen Sonderstellung des Richters und dsx Bedeutung der richterlichen Arbeit im öffentlichen Leben gerecht wird und die UnaLhängigkert der Rechtsprechung sichert. Sie fordert die Leitung der Vereint« gung auf, mit allem Nachdruck und unter Anwendung aller zulässigen Mittel für die Erreichung dieser Zieles einzutrete». * Orgo«isation der Wiener Presse. Freitag dm 17. d. M. um 3 Udr nachmittags findet im Großen Saale deS Konkordioklub, l., Bösiengebände eine Delegiertenkonferenz statt. Wegen der Kürze der Zeit w-'de« die Herren Delegexten auf deeiem Wege verständigt. Die Tagesordnung lautet: »Unsere Forderungen". Da wich,ge Entschließungen grtzoffm werden solle«, wird mn zuversichtliches und pünktliches Erscheine« gebelen. .j Straßenkundgebung der V«chha«dlui»s-a»ge* stellten. Nack emer Versammlung im Lehrerhsvsverei« ver«i anstalteten dir ürrrkmden BuchbandelSangestellten gestern Zwischen S und 10 Uhr vormittags einen DemonfirationSzng durch die Innere Stadt. In Biererreihen bewegte sich der lange " dem eiwa zweitausend Personen lerlnahmen, vom Ring I die Kärntnerstraße und über den Graben wieder zum Ri _ dom Graben wurde vor de« Buchhandlungen Müll e r und Seidel haltzemacht, und hier kam es zu Prdttstkundgeduuge» gegen d e Inhaber dieser Firmen. In der Herrengafie schwenkte eine Abordnung ab und begab sich zum Landeshauptmann S e v r r. dem das Ansuchen unterbreitet wurde, den Erlaß^ welcher den Austausch der Schulbücher in den Schule» vorschreibt, zurückzunehmen und -ualeiH dahin m Wirkens daß die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgenommen wnden. . Landeshauptmann Sevev sagte diez«. Bei den Verhandlungen mt de« Arbeitgebern erklärte Landeshauptmann S e v e r, daß er nunmehr, dir seit Tagen bereNS vom Publikum und den Lehrkräften von ebm toew langte Einrichtung von Austaufchstellm für alte Schulbücher «z den Schulen selbst Wwie den gemeinsame« Bezna der Schulbücher durch die AnstaltSleitung nicht mchr aüfhalte» könne, sv sehr daS er ,m Interesse der llemen llntenrebmen, die ans dal Schulbüchergescka't angewiesen seien, bedauere. | » Der Müllersche hebräische Lesevnd Getzöast-N. klagt allgemein, baß das Kind am Beginn der Schulpflichtigfett aus seinem Paradies, dem Rerch der Märchen, ut*. plötzlich herauSgerissen und in die kalte, harte Wirklichkeit versetzt wird. Man möchte Spi«L und Scherz so lange «M möglich in der Schule fortsetzen und so die Lernarbeit evleichtern. Ein solches Mittel ist der vorlkegenbe Lern- und - Setzkasten. Mit ihm wird bas Spiel umnerklich zum Lerne» und die ernste Arbeit der Gewinnung der hebräische« Lesezeichen zur Lust und Freude deS Kinder. Die Forderung der Großmeister der Pädagogik ,ßbon der Selbsttätigkeit zur Selbständigkei?^ findet hier ihre Verwirklichung. DaS Kmb kann in der Schule, ganz besonders aber zu Hause, mit und' an diesem Lehrmittel lernen und sich das Lese« selbst erarbeiten. Welche Freude für daS SKnb, wenn «S die zu Hause nach dem Buche oder selbständig konstruierten Wörter und Sätze in die Schule bringen kann, denn die Buchstaben basten fest in den Falzen. ES sei noch erwähnt, daß die Buch-! staben in streng traditioneller Form und Gestalt erscheine»' und unter den Konsonanten sich eine Vertiefung für die Vokale befindet, so daß beide als ei« Ganzes erscheinen, was entschieden als ein besonderer Vorteil und Vorzug biefefc Setzkastens und Verdienst seines Erfinders gelten muß. Wer' seinen Nndern das x Lesenlernen zu einer Quelle der Freude und als Anstoß zur Beschäftigung mit der hebräischen Schrift und Sprache machen will, der schaffe ihnen einm solcher Lesekasten an. Oberlehrer Jakob Kohn. * Auskünfte über Gefangenenlager. Im Verband tat HtWgruppen Angehöriger Kriegsgefangener, 7. Bezirk, Hermanngasse 27/1, erteilen heute folgende Heimkehrer ÄuSwnfte: Fähnrich Zamponi, Fähnrich Artur Löwy und Herr Lukas Rubitschek über Nikolsk-Ussurisk, die Herren Urmann, Joief Male! und Wilhelm Schubert über Perwata-Rjetschk«.! — In, der Freien Vereinigung der Mütter und Frauew Kriegsgefangener aus Rußland, Sibirien und Turkestan, 6. Bezirk, Getreidemarkt 9, 3. Trakt, Tür 3, werdenl AuS-j künfte erteilen: Morgen: Heimkehrer aus den Lagern! Uschinfk (Herr Karl Hirschl und Hans HetteS) und über Taschkent. (Herr Edmund Chlaupek) und Samstag hen 18. b. M. Serr Josef Flectt über das Lager Petropawlowft und Herr mmerich Poglitsch über das Lager Tomsk. I * Der llnterstützungSvercin für mittellose fühlsche Techrliker in Brünn als Zentralstelle für alle studentischen! FürlorgeaMonen wendet sich an die Judenschast der Slowakei mit der Bitte, oen Verein in leinen humanitären. Bestrebungen zu unterstützen. Hunderte mittellose Studenten! aus der Slowakei und Horthy-Ungarn wenden sich, aller Mittel entblößt, an den Verein um Hilfe. Die mährische Judenschast obzwar sie nach Möglichkeit ihre Pflicht erfüllt — ist nicht in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden. Soll die bedauernswerte Lage der slowakischen und' magyarischen Studenten durch Verleihung von WohnungS- und Menfafreiplähen usw. gemildert werden, muß die Judenschast der Slowakei, deren Wohltätigkeitsstnn sich Lei zahlreichen Gelegenheiten bewährt hat, auch diesmal helfend eingreifen. Spenden find zu richten an ben Unterstützungsverein für mittellose jüdische Techniker in Brünn oder auf unsep Konto an die Mährische Eskomptebank in Brünn. * Urania. Hrnte: grvßrrSaa^l, 5 Uhr abends: Kinematogramme;? Uhr abends: Heiterer Mufikadend im allen Wien. Kleiner Saal. V-6 Uhr abends: Kurs Dr. Helene Änderte: Phrsiiologre der Frau. I.; 7*8 Udr abenbfi: Baurat Ingenieur Rudolf Czeija: Blitz und Blitzschutz; Gewinnung von McklrizilLt aus der Luft. K » r S f a a l. 7,8 Uhr abends r Kurt Dr. Richard Korn: Charakter und Intelligenz. IU. M i k r o s k a p r e r s a a l, 7,8 Uhr abends: UnwersilLtS-- Dozent Dr. Otto Storch: Da» Mkrostvpifche Tirrleben de» VrHv». l. j * Da» AwOewtzwaewi« Atz««wth M»w, U., Kl»i»e 8uiab»t»stra-e 180. eröffnet tzvnte eine» hebrAscheu K«n» für Anfiinger und in dm »Lchstm Tom« »ine« für Bargefchr,tte«e. Außerdem einen jüdischen EeickicheskueS. Anmeldungen nnr für Erwachsene im VerriuShuni-zwischen? und 8 Uhr abendS. * 8«»»»er»Ehrw«, Wle»-stV«ftdOh»h«f—V«r»»w>- tz»nf. Uh DonnnStaa verkehrt ad Wren-Westbahndvf 1 Uhr 85 Mn. nachmnrag» Nahverfonmz»» Rr. SS nach Pmkersdotj und rn Gegencichtung Nr. 56 üb Pmtrrsdors'ü Uhr vochmtttags,' an WiM'Wlfiöillnbof S..Uhr 80 Mm nachmiltagS,' täelich rrgelmäßi«.

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