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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-15 · Heft 591 (15.9.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 591 (15.9.1920)
Date
1920-09-15
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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■! E»eite 4 _ Wien. Mittwoch ggfetret VTorgenzeitung gesälschi waren, in den Handel zu bringen versucht und auch ein Quantum dem Besitzer der Bären-Apothcke in der Tabvrstrnßc -rngeüoten. Ec hatte dafür eine Angabe von 50.000 Kronen genommen. Vor vierzehn Tagen Lot Cadona dem Masseur Rudolf Pantyos, S. Bezirk, Lercherigasse 13 wohnhaft, 30 Kilogramm Wismutsubstanz zum Kaufe an; auch das Wismut war aber gefälscht..Pantyos erkannte die Fälschung und wußte von dem Anbot des Codein. Er drohte dem Cadona mit der Strafanzeige, falls der Mann bis heute nicht dem Besitzer-der Bärenap-otheke die herausgelockte Angabe von H 0,000 Kronen zurückstelle. Cadona tveigerte sich damals, bas zu tun, und Lei einem Besuche in der^ Wohnung Pantyos machte dieser kurze-i Prozeß und behielt Cadona, der Invalider ist, und eine^Fußprothese hat, gewaltsam in seiner Wohnung ln Gewahrsam, indem er ihm die Fußpwthese abnahm und sie in einem Kasten versperrte. Cadona konnte die Wohnung nicht verlassen und mußte durch vierzehn Tage G e sau ge ner.bleiben. Am 13. b. M. hat nun Pantyos die Wohnung verlassen; seine Frau blieb mit dem Gefangenen allein. Cadona benützte die Gelegenheit, seine Freiheit wieder zu erlangen. Er bedrohte Frau Pantyos mit einer Pistole, überwältigte sie, nahm ihr einen Geldbetrag ab, und erlangte seine Prothese. Frau. Pantyos siel in Ohnmacht und nun konnte Cadona^ flüchten. Ms Pantyos anr Abend um halb 10 Uhr ln'nnkehrtr, fand er seine Frau noch immer bewußtlos im Bette - auf. Cr erstattete die Anzeige bei 'der Po statin spe ktio n Ostbahnhof' und im Bahnhof wurde Cadona" um halb 2 Uhr verhaftet und dem Polizei Kommissariat Jvsefftadt überstellt/ Gegen das Ehepaar Pantyos ist die Anzeigenach § 93, St.-G-, an. di» Staatsanwalt sch ast wegen der Gefangenhaltung des Cadona erstattet. Der vermißte Reifende LLerfeld verhaftet. Wie berichtet, hat sich am 5. d. M. der Reisende der ,,Edem"--Gesellschaft m. b. §>., .Franz Josef-Kai 47, Alfred.T ie.rf.eld, .nach Linz begeben. Er hätte am 11. M. hieher zurüekiehren sollen, ist aber bis heute nicht zurückgekommen, und es wurde erinittell, daß er im Hotel „zur Krone" in Linz aügestiegen ist, am '6. d. bas Hotel mit einem Handkoffer verlassen und feine beiden Handtaschen ün Hotel zurückgelassen hat. Die Taschen wurden gegen 11 Uhr'nachts von zwei Männern, die sich als Kriminalbeamte vorstellten, rm Hotel ab geholt. Da von einer Verhaftung des Tierfeld. nichts bekannt war, nahm man an,- daß Tierfeld allenfalls einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei, zumal die beiden Handtcnchni zahnärztliche Bedarfsartikel und ZähuT inl. Werte von. 80.000 fronen enthalten hatten. Nun hat die Sache eine. harMlo'e Ausktaxung gefunden. Tierfeld ist wirklich in WAs wegen bedenklichen Besitzes von Arzneien nngehalten und in Haft gesetzt worden. Die beioen Männer, die die Handtaschen abgeholt haben, ivaren-wirklich Kriminalbeamte. ' * Vertrag Auitta Müller. Der Verein Soziale Hilfszrmeinschast veranstulut D o n n e rH t a g den 16. d. M. um '/-S Uhr abends rm Mittleren K o n; e r t b a u -- saal einen Vortragsabend öder die Iüdrsche W e l thilfskonferrnz in Karlsbad. Iran Anitta M ü hl r r wird Bericht erstatten. Der Veranstaltung wird mit Rücksicht' auf die Person der Vortragenden aroßes Interesse kntgegengebracht. Karlen im Eekrrtauat drS Vereines Soziale HillSgnneirrlckaft. Wien, U.. Pratersiraße 17, 4. Singe, l. Stock, und in der Buchhandlung R. Löwrt, l., Rotenrurmstraße 22. * Jüdisches Pädagogium in Wien. Die Ein» s ch r e i b u n g findet täglich bis 20. d. Di. 'Samstag und d«e südischm Frrerlage ausgenommen) zwilchen 10 und 12 Uhr vormittags im Sekretariat, Wien. U., Obere Donausiwße 91, statt. Der Prospekt erscheint «m Laufe dieser Woche uns ist gegen Erlag von X'4 im Sekretariat erhältlich. Beginn der Vorlesungen nach allen jüdischen Feiertagen. Das nähere Damm wird noch brka»«tg'egchkn.' , * Da» Schitksal eine» ArzteS. Der Zahnarzt Doktor Samuel R r i tz e s, der wegen seiner materiellen Lage, die durch Arbeitsnnfäbigkeit bedingt war. Versnal genommen hat, tst nvch im Laufe des Tages mt Aügrmemen Krankenhaus gestorben. * , Musterungen der tschrch» - slowuKschen Staatsangehörigen in Wien. Tschecho-slowalische Staatsbürger der Jahrgänge 1898,1899 und I960, welche im Ausland w.ilen, sind nach dem tschecho-slowalischen Wehrgesetz vom 19. März 1920 verpflichtet, vor ihrer zuständige» Musterungskommission in der tschecho--slowakischen Republik zu erscheinen. Dieser Verpflichtung zur Fahrt in die tschecho-slowakische Republik können diejenigen Personen auf Grund eines Gesuches enthoben werden, welche vollständig untauglich sind (Krüppel, Blinde, Taubstumme usw.), weiters Personen der Jahrgänge 1899 und 1900, welche bei den tschecho-slowakischen Vertretungen im Auslände, oder im Interesse des heimischen Handels tätig oder auch im Ausland dauernd oder für längere 'Zeit ansasiig sind. Alle Personen, welche um die Enthebung von der Verpfl^htung zur Fahrt in die tschecho-slowakische Republik einreicye» wollen, müssen binnen acht Tagen nach Publizierung dieser Kundmachung vor der ärztlichen Kommission des tschecho-slowakischen militärischen Evidenzamtes, . Wien, 1, Bezirk, Salvatorgasse 12, von 3 bis 6 Uhr erscheinen und alle notwendigen Dokumente (militärische, Geburt- und Heimatschein, Meidezettel usw.) rnitbringen. * Heimkehrerstadente« ans Rußland. Dir infolge ihr« Krregsgesangmfchast an der Beendigung ihrer MittelichÄstudien behinderten Heimkehrerfiuderite« aus Rußland wollen zur Ermöglichung der Kriegßmatura ihre Adresse und nähere Daten an die Dirtschafl-olganisaiion der Kncgsteilnehmerstudertten, lll., ReiSnersiraße 35. ehestens richte». * Auskünfte über Kriegsgefangenenlager. In der Freien Bereinigung,der Mütter und Frauen Kriegsgefangener aus Sibirien, Rußland ustd Turkestan werden Sprechstunden für die Angehörigen Kriegsgefangener ab gehalten: Heute von 11 bis 1 Uhr: Herr Felix Löwe über das Ossizierslager Swbelw-und Herr Leutnant Kornfeld Über das Offizierslager in Nikolsk-Ussurisk und morgen, Donnerstag, von-10 bs 1 Uhr Herr Emil Singer und Herr Karl Geldner über Mitteilungen ans dem Publikum. BRILLANTEM. Perlon, Gold,Silber,Platin «.Übten „« kauit und verkault 776 ETTER Botentnrjnsir. Ö3, Marlahilferstr. 98 WGT Neu eröffnet! A. Borenstes ns Herren modehaus &u nur II., Stefaui^strasse 10. AnzQge nach Mass und fertig sowie alle Herrenmode- und Wäscheartikel in tadelloser Ausführung. Gesinnungsgenossen eventuell auch gegen Teilzahlungen JUL. SCHICK&Cc. B. m. b. H., I. Kohlnarkt 3, Hs»»«!» Tel. I0.B99 .Wir-'v rÄU',,V-V' bas Lager Derejowka, Herr Kart Himmel über das Lager Omsk, Herr Heinrich Polnizky und Herr Max Blasina über das Lager Rikolsk-Ussurisk, immer im .6. Bezirk, Vumpendorserftraße 1, ebenerdig, Tür 3. * Erhöhung der Kohlenpreife. Wir dir Korrespondenz Herzog elsährt. ist für d>e allernächste Leit M't einer Erhöhung der Kohlenvreüe um nicht weniger als 20 bis 3»°/» zu rechnen. Drr Ursache der Erhöhung liegt-vor allem in der Echöbung der Kohlenpreise ab Grude und in de« valutarischen Verhältnissen. Wie berichtet, haben insbesondere die Grubenarbeuer des Mährisch- Ostrauer ReviereS eine Reihe von Forderungen an die Gruben- .verwaltunacn erhöbe«, unter denen üch unter andr em auch dre nach Bezahlung von 80*/o des Grubenlobnes für das bloße Einfahren in ^bie Grube befindet. Wie berichtet, ist erst dieser Tage eine Eihöhung der oberschlesvchen Kohlen- und Kokspreise emgetrete«, die nunmehr K 212.14, respektive K 327.30 betragen.' * Hei«tranevort. Im „Allgemeinen Tiroler Anzeiger" veröffentlicht der hiesige Konsul des Deutschen Reiches^ ein Schreiben, betreffend den Heimtranspolt österreichischer Kriegsgefangener auS Oststbirien, m dem m.tgekeilr wird, daß d'.e deutsche Kommission ln Wladiwostok die Fühlung mit der österreichischen Mission bereirs aufgenoinmrn habe. Es werden auf dem deutsche-.sens gecharterten Dampfer „Ume Maru". der m den nächsten Wochen zurückerwaNet wird, 1400 deutschöstemichische Kriegsgefangene mrt he-.mbksördert werden. Großer Brand tu Hambnrgi. Gestern abends entstand in den Deutschen Kohlen- und Kokswerkeil arn Jildra--Kar tn Hamburg «in Feuer, das in kurzer Zeit gewaltige Ausdehnung gewann. Anscheinend ließt Brandstiftung vor. Der Schaden wird 'mit eineinhalb Millionen Mark beziffert. * Die HochAttss-rschä-en in Salzburg. Aus Salzburg wird uns gemeldet : Laut einer Mitteilung des Staatsamtes für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten an die Landesregierung sirrd. zur Behebung der Hochwasserschäden an den Staatsobjekien zwei, für die Wiederherstellung der beschädigten LandesobjekLe drei und zur Behebung der dringendsten Schäden 'in der Stadt Salzburg vier Millionen Kronen aus Staatsmitteln bereitgestellt w^den. — Der Landesrat hat dem Landespräsidiurft zur Unterstützung der am schwersten beschädigten privaten Besitzer eineinhalb Millionen Kronen zur Verfügung gestellt und beschlossen, ein Landeshilfskomitee und ein Bezirkshilfskomitee zu bilden und an die zuständigen Zentralstellen zwecks Sicherung einer entspvechendm Staatshilfe Abordnungen zu entsenden. * Gewinn«»« der Elektrizität auS der Luft. Die nkuestens in der Ocffcntlichfeit lebhatr rrörterle Möglichkeit der^ Gewinnung und Verwertung der ntniosphänschen Elcktrtzüät wird Baurat Ingenieur Rudolf Czcija (Freie Verein,gung tür technische Vollsluldung) in seinem moigeu. Donnerstag den 13. d. M., V,8 Uhr, im Kiemen Saale der U r a n i a statrfindende« Vortrage über »Blrtzund Blrtzschutz" allgemeinverständlich besprechen. * Gestrandet. AuS Montreal w'rd gemeldet, daß der Dampfer .Mctügama" der Canad'än-Pacistc gestrandet ist. 1700 Fahrgäste sind geborgen woidm, 3M noch an Bord. * Riesenbrand. Das Pneumatiklager der Firma Dunlop in Levavols ist durch einen Brand zerstört worden. Der Schaden beträgt 20 Millionen. * Kassencinbruch. Am 14. d. M. nackittz wurde das Geschäft des Kaufmannes Ferdinand Zillinger, V., Margaretenstraße 108. erbrochen. Dre Täter stahlen Bargeld und Schmuckgeg ustände im Werte von K 110.000. * Elegante, Herrrngarderoben nach neuester Mode bei Gelbard & FmsiU., Strphaniestraßr 16. * Ehalnzim. Ausländer, Händler, kaufen und verkaufen Kleider, Wäsche, Möbel nur bei Mayer, H., Tabor» sbaße 39. _. Kommunales. Die Wiener Gemeindesteuern in Kraft. Das Lanöesgesctz- und Verordnungsblatt vd'n 6. SeptLi-ibkr verlautbart die vom Wiener Gemeindorat und Landtag beschlossenen, von Le- StaatLregierung ohne Einspruch gebliebenen Wiener Stemrgesetze. So treten sämtliche Abgaben von diesem. Tage an, das ist vom 6. September d. I., nunmehr in Kraft. Es handelt sich bek../.ntlich um die Novellierung der Mietaufwandabgabe, die das erstemal gÄegentlich des Novembe Zinses zur Entrichtung kommt; die zweiprozentige Fürsorgeabgabe von allen Lohnen und Gehalten, die im Wiener Gemeindegebieie von Erwerbsunternehmen gezahlt, werden. Diese Abgabe wird ab 6. September zur Einzahlung fällig. Eine Ergänzung bildet die H a u S p e r s o n a l a b g a b e, die für das Jahr 1926 mit einer Quartalsrate für die Monc.to Oktober, November, Dezember von allen jenen 15 Sepremoer IV2S 591 ri begleichen sein wird, die mehr als eine fremde Hilfskraft d in ihrem Haushalt beschäftigen. Die K 0 zessionsabgabe zerfällt in eine laufende Abgabe^, die je t>ach den vier Erwerbssteuerklassen 6000, 4000, 2000 und 500 Kronen ailsrnacht und für alle dem zwt iten Hauptsuicl der Versonalsteuergesetze unterliegenden Unteri nehmungen mit 6000 Kronen bemessen ist. Die Abgabeist für das Jahr 1930 mit der Hälfte der vorstehenden Sätze zu entrichten. Losgelöst davon ist im Falle der Uebertragung konzessionierter Unternehmungen — den Erbgang ausgenommen — das Vierfache der vollen Jahresabgabe abzustatten. Alle seit 6. September vorgenommenen Uebertragungen sir.d daher alsabgabepflichtig zu betrachten. Die lOprozentige Abgabe von der Verabreichung von Speisen und Getränken in Luxuslokalen tritt erst 14 Ta^ nach Zustellung der Entscheidung, laß ein Lokal als abgabepflichtig erkannt worden ist, in Kraft. Die Er.ts5)eidung trifft der Wiener . Magistrat-nach Anhörung der betreffendeu Genossenschaften nach fteiem Ermessen und sind alle in Betra ht - kommenden Genossenschaften bereits zur Aeußeri.ng aufgefordert worden. , Noch dem Wortlaut des Gesetzes kann es keütem Zweifel unterliegen, daß alle eigentlichen Nachtlokale, wie Bars, .Kabaretts usw., btx Luxusabgabe unterworfen sind und' wird die Verständigung dieser Betriebe schon in der! allernächsten Zeit erfolgen. Die Wirksamkeit der erhöhten Zrrschläge zur Grundsteuer, allgemeinen Erwerb- . steuer, Nentensteuer, zur Erwerbsteuer vcu Aktiengesellschaften usw. beginnt rückwirkend mit 1. Jänner 1920. Schließlich ist noch eine formale Mänderung der . Fremdenzimmerabgabe, die der Gemeinderat gelegentlich' der Beratung der vorgenannten Steuern zum Zwecke der einheitlicheren Gebarung beschlosten hat, in Kraft ge- , treten. Der Finanzausschuß hat sich in seiner gestern abgehaltenen Sitzung bereits mit den Vollzugsanweifungen der Fürsorge- und Hauspersonalabgabe be- .schäftigt und die vorgclegten Magistratsentwurfe naH einigen Aenderungen gutgeheißen. Die Finanzlage der Stadt Wie». Aufnahme eines Wechselkredits von 300 Millionen., Der Stadtsenat hat gestern die vom Finanzaus^ schuß gestellten Anträge wegen Aufnahme eines Wechselskredits von 300 Millionen Kronen für die städtischen Unternehmungen gutgeheißen. Die Vorlage wird - den Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung beschäftigen^ Der Finanzreferent Stadtrat Breitner begründete die Aufnahme dieses treuen Wechselkredits damit, baß' die in den drei Hauptunternehmungen der Stadt Wie« investierten Kapitalien in Anbetracht , der geänderten Geldverhältnisse lange nicht mehr ausreichen. Sv vevverfügen die Gaswerke über ein Betriebskapital von 2i/z, d ie Elektrizitätswerke von IO1/2 und die Straßenbahnen von 10 Millionen Kronen, während der Umsatz dieser dr-'i Unternehmungen zusammen mehr als Milliarden ausmacht. ' In Anbetracht der geänderten Kohlenpreife — ein! Waggon kostete im Frieden 240 Kronen, heute schwankt der Preis zwischen 23.000 und 25.000 Kvonen je nachs Herkunft der Kohle — sowie in Anbetracht des Umstandes^ daß namentlich die Elektrizitätswerke einen Rohölvorrat ausch affen müssen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, hat sich die Sicherstellung der erforderliches Betriebskapitalien im Wege der Kreditvperation «Isj notwendig erwiesen. \ j Die Aufnahme des Gelder erfolgt zu denselben!, Bedingungen wie die letzte Kreditoperation. Die Abrechnung der breirnonatigen Wechsel wird zum jeweiligen Banksatz zu V* Prozent Provision pro Quartal vorgenommenen, was einem derzeitigen Zinsfuß t>m 6 Prozent pro Anno entspricht. ' I Vizebürgermeister Hoß (christlichsozial)' schloß sich den Ausführungen des Finanzreferenten an und erklärt^ daß er selbst nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn über diesen Kredit hinaus neue Kapitalien zur Anschaffung von Brennstoffen verwendet werden würden^ was eine Lebensnotwendigkeit der Stadt wäre.! Der Reserentenantrag wurde einstimmig genehmigt« Dereiusnachrichte«. R e d n e r r e n t r a l e. Die nächste Besprechung bet Rednerzentrale findet Donnerstag dm 15. d. M. um? Uhr abmdS im Lokal der Rede- und Lesehalle Jüdischer Hochschüler, IX., Ttirkenilraße 9, statt. Gäste sind vollkommen. — Nationalfond skommrssion X. XI. Heute um x!fi Uhr wichtige Sitzung der NatioualfondSkommission X, XI. Erichemm Pslrckt. — Zionlstische BezirkSfrktion Wieden -Margareten. Heute präuse '!fi Uhr adeudS findet im Terrassen-Cass eme AuSschufsitzung statt. Dre Mitglieder werden ersucht, pünkklich zu erscheinen. — Juaeudaruvve derzion ist,scheu Bezirkssektion XX Heute. V,8 Ubr abends, BuemSabend. Reftrent Dr. Gelber: „Ueber die Haskale". Die Ernährung. Fleischabgabe in Wien in der Woche vom 16. bis zum 22. September 1920. In der kommenden Abgabewoche gelangt in Wien Rindfleisch zu den Preisen der sogenannten teueren Woche zur Ausgabe. .Es erhalten alle Haushaltungen. 1V Dekagramm Rindfleisch pro Kopf zum Preise von 98 Kronen für 1 Kilo-! grauun Vorderes, 102 Kronen für 1 Kilogramm Hintereis

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