Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-09-11 · Heft 589 (11.9.1920) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 589 (11.9.1920)
Date
1920-09-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979667--05216-2991045
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 589 Wien, Samstag tägliche Produklioiislähigkeit belief sich ans 104.UC0 r*n 91,000. bof\ie(utnfiShjeife 88.000 Tonnen. In Be-r^ob w -v>" ON g'?en 293, bepchungswelscn 266 Hochöfen. Die ersten Wahlen in die Kammern ftir Handel,. Gewerbe und Industrie. Die Bemetbei listen für die m der fett vom 26. K M bis 1. Oktober l. I. ftattfinbcnbcn Kammerwabl.ert wurden der HauMwahllommfifion überre-chi und gelangen demnächst mr Verlautbarung. Dte Aus)ve skmten wutdcn bereits zur Beisendung gebracht.. Aus diesen ift die © Ilion nnd der Wabllörpkr m ersehen. in welchem der betr sfenve Wähler zur Ausübung seines Wablrechtes berufen ist. Wahltage stud:. 1. Für den Waliltreis ddederöstcneich Sonntag der 26. d. M. Dte Abgabe der Stimmzettel, findet an allen Orten, welche Standorte eines Bemksgenchtcs sind. statt.'Die Wahl e>t ist vornrittags von 8chts 12 Nhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr. Es wählen hrer der IV. Wnhlkvrp-w von Handel, Gewerbe nnd Industrie, der U. (Bantnnd Komnnsfionsgesckäfte), der Ul. lBcrsichcrungsuntemehmungen), der IV. (Kieditgenossenschaiten). der -V. (Sparkassen), und der. VI. (Velkrhisunteinchmuiigen). Wahlkärver her Finanz' und Verkehrssektion. 2. Für bte sechs Wabllörper der Finanz' und Verlehrsiektion in Wien, nnd zwar I. Großbanken und dte trüber genannten II bis VI Montag den 27. ' & M. (8 bis 2 Uhr). Die Stiiimnettrlabgade iür diesen Wahltö>ver findet vorder Hauptwahlkonim snon, Wan. I. , Stubenring 8/10, ft<rt. 3. Dimstäg, den 28 d. M. (8 bis 2 Uhr tÜE dte I. W Mörder der, Handels-, Gewerk»', und In* buftricfcftton; 4. Mi'twoch den 29. d. M. (8 bis 2 Uhr' iür die II. Wahltöiper dieser Sektionen: 5. Frestag den 1. Oktober für die Ul. Wablkö'v'r diese, Sektionen, und zwar von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 6 Uhr n.iehnmiags. D e Stimmzettel find unter Vorweisung der AuSwciskarte von den Wählern persönlich adzugebcn. Allgemeine Warerr-Treuhand.A. G. Gestern fand in den Räumen der Oesterreichischen Kreditanstalt iür Handel und Gewerbe unter Vorsitz des Dneklois Ludw'g Neurath die konstituierende Generalversammlung der Allgemeinen Waven-- Treuhand-'A. G. statt. Die neue Gesellschaft, deren Altienlapual 10 Millionen Klonen beträgt, bezweckt dte Mederbclebung von Gewerbe und Industrie durch Beschaffung von ansländstchen Äohstoffkredtten iür österreichische Unternehmungen. Sie sicht mit der vor kurzem in Hambtna gegründeten Deutschen Warm-Treukand-A. G. in engstem E nveinehmen. was auch durch dte Berufung des Piästdenten Herrn Dr. Friir W a r b u r g und des leitenden VnwalnwgSratcs d-eler Ge'ell'ckiast des Herrn Senators August L a r im a n n (früher Teilhaber des Nem-Uoiker Bankhauses Amsiack & Co.) in den Vetwaltungsrai der Allgemeinen Waren-Ttcuhand-A.-G. seinen Ausdruck findet. Hieduich et'-che'tten die Beziehungen der deutschen Gesellschaft zum amerikanischen Kapital auch der österreichischen Neuaründung gesichert. In den Bcrwaltunasiat wurden wnters gewählt die Hrrrn: Dr. F'itz CaruS, Paul Lechner, Ludwig N-nrath, Dr Hermann Matheusche, Dr. Wilhelm Negendau; und Michail» Rosenbachrr und werden zwei VcnvasiuaeLräle in den Aufsichtsrat der Peuischen- Wmen-Treuhand-A G. e'nrreten. In der nn Anschlüße un die konstituierende Generalversammlung abgehaltenen konstituierenden. V'rmal'ungsratssitzuna wurden d e Herren Direktoren Ludwig Neurath zum Präsideweri, Paul 8 e ch n e r zum Vizepräsidenten und Dr. Fritz Earus zum leitenden Berwültungsrat gewählt. Balutenkurse. Im gestrigen freien Verkehr waren fiemde Zahlungsmittel bei geringerem Geschäft fest. Es notierten: 8 % inolen K. 6.—, N ut^i e l n o t e n K 3.^2, Marknoten K 5 86, Lire K 12.50, französische Noten K 19.25, Schweizer No 1 en. K 45.75, tschechische N oten X 4,38, Pfunds 975.—, Dinars 10.00. u n gotisch e N o t e n K 104,—, p o I n , s ch e M a r k K 120 — f Auszahlung Agram K 265.—, Auszahlung Berlin K 535.50, Auszahlung PragX 436. -, Auszahlung Budapest K 103,75, Auszahlung I ta l i e n ' K 12.45, Auszahlung Schweiz X 45.50. _ Wiener Börse. Mit Rücksicht auf den Wochenschluß, die Versorgung und die herannaheuden jüdischen Feiertage war der Verkehr an der gestrigen Börse eng begrenzt. Lediglich Lombarden waren im Hinblick auf den Ctückemangel, der in diesem Effekt bei der Versorgung zutage trat, rege beaebrt. Sie setzten zu 1339 um K 79 Marienbad. KWaifjtmi't v"i"-o:m.) <,7ein Roman, sondern eme überaus verwickelte Gcieh chte. die / ijwisthcn Warschau, und Marnnhad. spielt, in 36 Breien. 44 Biller-donx und 46 Telegrammen. Von Gcholem Atejchem. <:• ' i lübtirfun übertragen von Siegfried Schmitz. ' (23, Fortsetzung.) Nr. XVI. Äiajer Marjamtschik aus Mnrienbad au Madame Schcrenzes und' Madame Pekeles in Mt^ienbad. Ich danke Ihnen, daß Sie mich verstanden haben; doch Sie vschibajen, wenn Sie es als Kompliment prinimajen (auffassen). Ich uwjeroje (versichere) Ihnen, baß ich Wirkl'.ck^ ein ernster Mnsch bin. Alle Obessibm sind so. Bei uns in Odessa gibt es keine Flatterer. Md daß Sie Angst'haben vor meine dajlnji rodstwenirca (entfernten Verwandten), der Jamaikerin, und vor der Madame Tscha'pnik Hnd noch derlei . . . (hier ist ein Wort gestrichen), aus die pftise ich! Ein Kurort ist zur Unterhaltung nasnarschet (bestimmt), nicht zur Moral. Ich sehe nicht das mindeste darin, daß Sie ein Rendezvous mit eruetn ernsten Manne haben. Warum sollen gerade Sie, poschalosta (Beklagenswerte), ärger in der Gefangenschaft schmachten als alle Welt? Wgrum ist bei uns in Odessa jede Schenschtschina swobvdne (frei)? Ich bedaure Euch, Aermste, in Warschau, von ganzem Herzen — das sage ich Ihnen. Doch wenn Sie wünschen, daß w.ir über diesen Punkt eingehender sprechen, so seien Sie heute zwischen drei und vier im Caf6 „Mignon". Denn im Cafe „Egerländer" ist es zu lärmend, ärger noch als bei Ihnen in Warschau aus deu Nalewki. Die sindet man auch vollzählig hi-r, nicht? — Mit größter Netierpenje (Ittn.ebittci) erwarte ich Sie beide. Grüßen Sie;Y:.t. P.k.'les. M, D. M. Wiener Morgenzeiturrg böher ein, stiegen im Verlause dcZ V,rkch.s bis li 1410 durch Deckungen der Kontermme und fortgesetzte Käufe für fremde Rechnung. Späirrbin kamen auch Alpine, Rima und einzelne Bankwcrte, namentlich Anglobank-Aktien, ins Fahrwasser der Besserung. Salgo* Kohlen stiegen um X 240. Die übrigen . Gebiete in der Kulisse' wiesm nur wenig Veränderungen auf. Im Schränken-war zumeist eine schwächere Tendenz votwaltend. Von den Trausvottwerten verloren Dampfschiff K24Q und Navigazioue K 800. Auf dem Jndustiiemarkte wulden Prager Ersen K 225, Galizia K 280 und Cvsmgnos K 100 billiger abgegeben^ Dc>- ge.wn profitierten Btosche Spiritus 200. Lehkam- Iosefsthalev K 125 und Berg- und Hütjenwetke Z00i Der Gcsamtverkehr blieb bis zum Schluffe ruhig bei behaupteten Kursen. Von den Renten e>mäßigten sieh die Notenrenten um 4°/o, wogegen Oefterreichische Goldrente 5% höher bewertet wurde. An der Nachbörse fielen Lotybarden bis X i310.Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse: Industrie-Unternehmungen. Allgemeine Baugesellschast 870.— (ch 32.—), Nmonbau 655.— (— --.—), Wiener Baugescllschast 830.— (ch 80.—), Königsbofer Zement —.— -Perlmooser Zemerii 2700 — (ch 70.—), Wienerberger Ziegel 1855.— (ch 35—), Licstnger Brauerei 1490.— (ch 35.—V Sarajevo (-.—), Ausim Chem. 7900.— <— 100.—), Brosch^ Spiritus 3500.— (ch 2 0—), Carborundum — — -.-), Cloth,lde 2480- (-.-), A. E. G. Union Elektr. 1500.— (— 50;-). Vereinigte Elektrische —(—, Siemens Scktuckeri 1830.— (— 10.—). Alvme 4230— (ch 131.— Berg- und Hüttenwerke 10.300.— (+300.—), Allstem Email 8900.— — Egydrer 2285— (ch 35—), Euzestelder 1995.— (ch- 5.—), Felten & Guilleaume 4575.— (ch 75.—), Greinitz Eisen 23.'0 —(ch 50.—), Hutter öi Schrantz 1655.— (ch 7.-), Kruvv Ä.-G. 1654.- - 6.-). Poldihülte 2699.— (— t-), Prager Eilen 7725.— — 225.—). Runamurany 3440.— (— 65 —), Skodawerke 2499.— «— 9.—), Wafiensabrik 3595.— (ch 50.—), Beurer Kohlen 7280.— (— 20.—\ Gran- Szaszvarer 5199.— (— —Nordung. Kohlen — — —.—), Oberung. Hütten 3945.— <— — Rossttzer 3300.— ch 5.—), Salgo Tarjaner 6500,— (+ 240.—), Trstmler Koblen 3950 — t ch 50.—), Ung Allg. Kohlen 7700.— (— — Urikäny 4700— (— 90.—), Vestscher Magnesit — (— —\ Westböhm. 4b 0.— 40.—), Woltsegg 1660.— (— —.—), Danek Mmmmen 2260.— (— 80.—), Brunner Maschinen 2190— 5.—), Daimler Motoren 1290.— (ch 6.—), F:atwerke 1445 —5-Heid Maschinen 948.— — 7.—), Hostterr L Säwantz 1080 — (—18.—), Sigl Lokomotiv 1190.— (— Rustan 2352.—. (— 47.5')), Simmering er 1360.—(— 10.—). Elbemühl 2500.— (— —Lehkam-Iosesstlmlei 291,0.- (ch 125.-). Neusiedler 10.475.- (+ 47&-\ Apollo 5910.— (— 9(>.—), Fanto 80.500.-7 — —.—), -Karpathen 16.1 0 - (+100.—), Galizia 23.970.- (— 230.—), Schadnica 14.530.— (ch 95,.—)/Cosmqnos 3275.— (-105.—), Fezfabnken 5360 -- (+ 100.—), Schoeller Znckee ^7300.— (ch 80.—Schöu» vrielener 3900.- <— 95.—), Oestetr. Eisenbahnverk. 2218.— (ch 18—', llng. Eisenbahnverk. 1248— (ch 58.—', Wiener Waggonfabrik 1349.— 'ch 1.—). Gernaroß 765.- '(+ 15.—). Holzhandelsgesellsckaft 2625.— (ch 75.-\ Tiirkenlose 2201.- ( (- 2.-). “ Tronsyort-Ilnternehmungen. Adria —(— —.—), Ausstg--Tepl'tzer —(— —.—). Buschtehrader lit. A — \ Bmchtehrader lit. B 2050.— (+ 30.—), Donau- Damvt. 11.250.— (— 240.—), Ferdinands-Noedbahn 13.500.— (+50.—), Graz-Kdstachrr 8510.— (— 40,—), Kaschan-Odetderger 1479 15 Lemberg » Czernowitzer 2250.— — 40—), Lloyd —Navigcrzione 10.000.— (— 500.—),Staatseisenbahn 8900.—(+ 50.—). Lombarden 13 6 — ch 126.—), 3°/« Südbahn-Püor. 1445.— ich 55.—). Staatsbahu- Genußscheme —(—.—). Renten. Mairente 94+0 f— 4.—), stecbrnarrente —.— (-\ Oesterr. Kronenrente 94,50 j— 3 50V Oesterr. Goldrenle 180— (ch 5.—). Ungar. Golkrente 240.— (— — Ungar. Kronenrente 110.— (-)-.75 . ■ Banken. Ang!o-Bank 906.— (ch 82.—), Oesterr.-bosn. Bank 665.— (— 1.—), Unaar. Bank- und Handels. — — —Bankverein 818.— f— 2.—), Bodenkredtt 1875.— (-—), Oesterr. Kredit 1026 — (ch 1.—\ Ung. Kredit 1759.— (ch 28.—), Depositenbank 825.—^ch 16.—), Niederöß. E-chompteges. 1165.— (+ 5.—), Una. Hypothekenbank 568.— ch 24—), Lünverbank 1238.— (— 1150. Bosn. Landesbank 680.— l— —), Mercur 859— (ch 11.—). Oesterr.-ungar. Bank 6800.— (- 80.-. Unionbank 848 - - 2.-), 'K,.r>f,v§|1flr,? 689— (ch 13.- ) ZivnostenSka 1700.— 5- Nr. XVII. Majcr Marjamischik aus Marienbad an Madame Schcrenzes und Madame Pekeles in Marienbad. Sie waren mit Unrecht böse. Ich uwjeraje Ihnen; baß das, was ich Ihnen heute beim Brunnen gesagt habe, von einem Kompliment weit entfernt ist. Sie können es mir aufs Ehrenwort glauben. Ich schätze bei jeder Schenschtschina wopierwych (zuerst) Klugheit, w«- wtorych (zweitens) Takt und wtretych (drittens) Ernst. Ich habe mit Ihnen wenig gesprochen, aber glauben Sie mir: Ich kenne Sie beide so genau, als wären wir seit Jahren snakome. Und da Sie meinen, ich sei eifersüchtig — Madame Pekeles hat mir das zweimal vorgeworfen — so schwöre ich Ihnen, daß Sie oschibajen. Ich habe nur gesagt: Wie darf so ein K'.sichinewer Idiot, ein Provinzler, nach unseren jungen Damen von den Nalewki angeln? Und daß ich so ljubesne (liebenswürdig) zu Madqme Kurländer bin, das darf Sie nicht wundern.. Ich uwjeraje Ihnen: Ich bin zu jeder Schenschtschin> so. Das ist meine. Art. Alle" Ode/siten sind liebenswürdig und höflich. Aber ich sage Ahnen ehrlich: Madame Kurländer ist nicht wert, Ihnen die Schuhriemen zu lösen. Ich weiß, daß. man Sie beide; - meine Verehrten, die beiden „Jtsche-Majers" genannt hat und Sie leiden darunter nnd büßen für anderer Sünden! Madame Kurläntzer aher h^t sich selbst' um Geld verkauft. Und baß Madame Pokefts mich jedesmal daran napominajet (erinnert), daß ich ein Schenater (verheirateter Mann) bin, das ist, pomojemu (meiner Ansicht nach), überflüssig. Bestreite ich denn, daß ich eine Frau habe? Ich sagte bloß, daß inich das nicht hindert, mit schönen, klugen, ernsten Damen liebenstvürdig zu sein, so wett es nur wosmoschne (möglich) ist. Hören Sie ans deu Rat eines guten Freundes uitb legen Sie Ihre Bedetrklichkeiten hier in Marienbad beiseite. - . Nebeigens bitte, wer hat Ihnen gesagt, daß ich Couplets, schreibe? 11. September hteu Seele 7 Bridapester Börse. Budapest, 10. September. Die Beratungen der National« versammlnng über die Börsenstcuer veranlaßten die Spekulrivon zur jjurück.ialtuna, so daß die verschiedenen Werte bei zwar fester Tendenz keine alösieren Kmsclbötmngen erzielen konnten. In der Kulisse entwickelte sich nur in Südbalm-Aktien ein sehr lebhaftes Geschäft; nach Schlnä zoaen Südbabn-Aktien bis K 1275 an. Im. Schranken waren Kohlen-und Montanwerke gesucht. Eine größere Steige,una erzielten llnginii'che Allgemeine Kohlen-und Urit'any-Aktien. Von SchisiahrtSpav-eren verloren Adria-Aktien Li 400. wogegen die übrigen Werte sich behaupten konnten. Chemische und Mühlenwerte zeigten keine großen Verschiebungen. Auf dem Valuienm'arkte waren, dre Kurse bei ruhrgem Geschäfte meist unverändert. Im okstziellen Valutenhandel notierten: Lei K 560.— bis K 585.—, Mark K 500 — bis 520.—, Pfund Sterling X 605.— bis Iv 955.— , französische Franken K 1820.— bis 1890.—, "“' Schweizer Franken X 4300.— bis 4470.—, Dollar K 245.— K 275.—, Napoleons K 820 — bis. 845.—, Lire K 1160.— bis 1270.—. Romanow-Nnbel 300.— bis 330.—,^ Sokols 390.—bis 420.—. österr. Noten 8 90.—bis 97.—. Kronen- Dinars X 970.— bis 1000.—, Franken-Dmars X 960.— bis 99v.—. Leva K 480.— bis 510.—. Von Devisen notierten: Amsterdam K 7800.— bis K 8500.—, Kopenhagen K 3550.— brS K 3850.—, Chrrstiania K 3550.— bis K 3850.-, deutsche Bankplätze K 515 bis L 535. .italiemsche Bankvlatze 1190. - bis 1250.—; Prag K 4121/* b's K 432'/,. Stockholm K 5000.— bis K 6400.—, Schweizer Bankplätze K 4210.— bis K 4500.— und A«rzahlmig Wien 64*/, bis K 28% Prager Börse, Prag. 10. September. Der heutige Verkehr trug das Gepräge ausgesprochener Schwäche. Bei vorherrschender Lustlosigkeit und Neigung zu Realisationen wurden wieder Industrie» und Svez'alwerte niedriger gehandelt. Im weiteren Verlause verschärüe sich die hocharadige Geschätislosigkeit, wozu auch der Wochetzschluß beitrug. Die Kurse gaben weiter erheblich nach. Der Schluff war schwach. Berliner Börse. Berlin, 10. September. Im Mittelpunkt «eines sehr lebhaften Treibens stand heute de^ Montan-Aktienmarkt, auf dem unter Hinweis auf allerhand angeblich bestehende Angliederungspläne. in den führenden Werten, wie Bochumer-, , Hösch-, Rheinstahl-,' Buderns-, Gelsenkirchener-, Mannesmann- und Thale-Aktien, starke Käufe bei garrzs beträchtlichen Kurssteigerungen erfolgten. Diese betrugen 25 Prozent und teilweise 50 Prozent. Die hier so ausgesprochen zutage getretene Hausseströmung bÄinflußte''auch die Kursbildung der übrigen Umsatzgebiete günstig, wenn auch hier das Treiben! ' nicht so lebhaft war und die Kurserhöhnngen bei weitaus geringeren Umsätzen sich zumeist unter 10 Prozent hielten.^ Von Petroleumwerten erreichten Steaua Romana-Mtien 'erstmalig den Kurs von 2000. Die anderen Petroleumwerte sowie Kolonialpapiere waren bei stillerem Geschäft wenig verändert. Trotz einer erneuten Versteifung der ausländischen Devisenpreise waren Valutawerte nur wenig verändert.- Nur Kanada-Aktien und Mexikaner zogen erneut kräftig im Kurse an. Nach den Pluszeichen an den Maklertischen zu schließen, ist mit einer festen Tendenz der zn Einheitskursen' gehandelten Jndustriewerte zn rechnen. Viel! Georg Cochplsb 3 Telephon 18-1-35 Kulanteste Durchfühtung aller bankmässigen Transaktionen sowie Besorgung von Zahlungen und Ueberw^isungen an alle Plätze im In- und Auslande Eigene Korrespondenten In Berlin, Budapest Prag, Krakau, Agram 4vs Die Devisenkurse. Wien, 10. September. «Kurse der österr.Devisenzrntrale.)' Amsterdam 8100.— 8100.—!. Berlin 536.—^541.—), Zürich' 4150.- 4150.- . Chnstiania 3750.- (3750—'. Kopenhagen Madame Tschapnik öfter Madame Kurländer? Und was Haben Sie Ibsten. gesagt? Wo sehen wir uns heute? 1 - M. M. Nr. XVIII. Majer Marjamtschrk aus Marienbad an Madame Schcrenzes und Madapie Pekeles in Marienbad. Unser Stammtisch in Marienbad hat jcdneo glasnst (einstimmig) beschlossen, bei Ihre Gesellschaft so angenehm ist, Sie und Ihre Freundin, Madame Pekeles^ zu unserem morgigen Ausflug nach Eger einzuladen. Dort werden alle unsere intimen Bekannten sein und wir werden die Zeit sehr angenehm verbringen. Wir wollen uns zu Geftornern setzen und ich will^ Ihnen mftii: Couplet vorlesen, das ich aüf die Töchter der IamajLerin. verfertigt habe; ich nehme an, daß ich Ihnen-wirklichi, udowolstivje (Zufriedenheit) bereiten werde. Ich glaizbe: Wenn Madame Knrländer mitkommt, dürfen Sie und" Ihre Freundin auch mitkomwen. Wir sind in Marienbad, nicht in Warschau auf den Nalewki, und-können ruhig alle Bedenken zu Hause lassen. Ich grüße Sie föHbe. schrchrrM). - ■ ■■ .v. ■ ,-iv Ihr ‘ Mark Daw'ioowilsch, M Nr. XIX. - Schlojiile Zlurläuder aus. Warschau (auf den Nalewki)' an seine Frau Belcle Kurkänder in Marienbad. Der teurrn Gemahlin, Frau Belcie, meinen Gruß! Deinen Brief habe ich «erhalten, ahn von Anfanghis zu in Ende dnrchgelcs-Ln und mir gedacht: Vielleicht hast Du recht? Vielleicht bin ich wirklich, wie-Du selbstsagst, in diesen Dingen ein ivenig übertragen? Vielleicht bin ich wirklich, wie Du sagst, ein'Mensch aus. der alten Zeit, der nicht ein, nicht anS weiß? lFnitlevuna folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.