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Wiener Morgenzeitung · 1920-09-08 · Heft 586 (8.9.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 586 (8.9.1920)
Date
1920-09-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 58ss .Wien. Äiui-ovch ver diensthabende Gendarm verbot ihr den Eintritt, trotzdemer christliche Frauen ms Lager e'mlietz. Dieselbe gibt zu Protokoll, daß ihren Mann, als er eine Zigarette rauchte, ein polnischer Leutnant gezwungen habe, die brennende Zigarette samt Mundstück zu verschlucken. Die Internierten werden von den Militärwachen auf- Ste schändlichste Weise gehetzt und schikaniert. Man läßt ihnen keine Nahrung zukommen, waL sie noch an Kleidung und Wäschestücken besitzen, wird ihnen von den Poldaten rücksichtslos weggenommen. Das gemästete Hakerrkrerrz. Wir lesen im „Vorwärts": f> Alldeutsche Blätter brachten vor einiger Zeit die skotiz, daß die Hafenarbeiter von Emden gedroht hätten, den Verkehr nach Borkum lahmzulegen, wenn dort noch iveiter Las „Borkumlied", die äntisemitische Nationalhymne 8er dortiger; Badegäste, gesungen würde. In diesem. Kampfe aber hätte Las Germanentum gesiegt, itnd das Lied,, von dem ein Einsender der „Deutschen Festung" beteuert, daß es dem. Borkuni er Badegast ein imentbehrliches Tagesbeöürfnrs sei, ertöne wieder. So poetisch war-die Sache jedoch nicht. Die Emdener Hafenarbeiter stießen sich gar nicht an den „geistigen" Vergnügungen der teutschey Badegäste, zumal der llardengesang ihrer Männerkehlen, bis Emden nicht zu hören. war, umso größeren Anstoß, aber nahmen' sie an ser leiblichen Schlemmer er, die auf Borkum, iknd zwar auf Kosten der Emdener Bevölkerung, getrieben bürde. Wahrend in Emden die Arbeiter hungerten und sier Wochen lang jeder Jleischverkauf wegen Fleischnangels eingestellt war, herrschte in Borkum eine dertttige Fülle von Fleisch, daß die Badegäste Fleisch, Speckfett, Wurst usw. paketweise in die Heimat verschickten. Lieh wurde massenweise nach Borkum verschoben, erst recht Milch, und während in Emden die kleinen Kinder »er Milch entbehren mußten, schlemmte in Borkum ein «rufkräftiges antisemitisches Publikum in Schlagsahne. Regen diese Schlemmerei haben sich die Emdener Hafen- Irrbeiter gewendet und mit der Drobnng, der Verkehr iahmzulegeu, auch ein Kontrollrecht über die Sendungen zach Borkum erlangt. Diese Tatsachen verdienen umsomehr festgehalten zu berden, als die alldeutsche Presstz wochenlang versucht at, die Schlemmereien in den Badeorten ausschließlich en jüdischen Badegästen zur Last zu legen. Wir »estresten keineswegs, daß auch -jüdische Badegäste oft ^urch Luxus und Schlemmerei Anstoß erregt haben. Der fall des. „j udenreinen" Badeortes Borkum beweist Her, daß die Schlemmerei mit Rasse und Konfession nichts M tun hat, und daß. die begüterten Deutschnationolen, oo sie .ganz unter, sich sind,. sich kein Gewissen, daraus nachen, dis'MrIch der Säuglinge zu-verschlemmen — mit mgelegtem- Hakenkreuz und ' unter ' Absingung des jßorkuMliedes! Eine jüdische Rabbinatskrandrdatur. In? den amerikomisch-jüdischen Blätternwird jetzt, eine drtevessante pmzinprelle Streitfrage erörtert: Kann eine Frau das Amt eines jüdischen Seelsorgers bekleiden? Die Frage wurde dadurch aktuell, daß die Tochter deS bekannten Geschichts- Philosophen Dr. David Neumark, der Professor an dem reformierten Rabbinerjeminar in Cincinnati ist, als ordentliche Hörerin in diese jüdisch-theologische Lehranstalt kufgenommen wurde. Miß N e u m a r k, die für den thcologischeu Beruf die wissenschaftliche Vorbildung erworben hat, beabsichtigt, nach Absolvierung ihrer Studien den Beruf auch kmszuüben. Dieser Fall hat nun in der jüdischen Presse Amerikas eine lebhafte Kontroverse entfesselt und es verdient hervorgehoben zu werden, daß nicht nur die Blätter konservativer Richtung, sondern auch ein Teil derjenigen, die dem Lager der Reformierten angehöran, sich gegen die weiblichen Reverenbs ans der Kanzel und' im Seelsorgerdmt aussprechen. ' * Stcrbefatt. Am 3, d. M. ist Frau Hemüne idorvwiez, die Witwe nach dein bekannten Kunstmaler Siegumnd Sidorolvicz, im Alter von 69 Jahren gestorben. ( * Geplante Srmrregelmlg der Post- und TEügraphenjgeöüyren. Wie die Korrespondenz. Herzog erfährt, ist eine Erhöhung, der Telegrammgebühren in absehbarer Zeit nicht Ausgeschlossen. Was. die internationalen. Gebühren betrifft, bei denen eine zwischenstaatliche Abrechnung erfolgt, so ist eine Erhöhung dieser Gebühren schon in der ztveiten.Hülste des kommenden Monats zu Erwarten. Wie verlautet, sollen auch hie P o st g eb N h r e n eine neuerliche Erhöl)ung erfahren. ' ' * Der Ladenschluß im Winter. Pmn. 1. Oktober bis l31. Mai gelten für das. Handelsgemerbe folgende Bestinnnungen des Ladenschlusses: Der'Großhandel schließt an Wochentagen um 6 Uhr abends, <m- Samstagen um 2 Uhr nach-- mittags. Der Kleinhandel schließt an allen Werktagen, einschließlich Samstag, um 6 Uhr abends.. Dem. Lebensmittel- Handel ist es gestattet, das Berkaufslökal an Werktagen (einschließlich Samstag) vis 8 Uhr abends; an Sonntagen von & bis 9 Uhr vormittags offaiizuhaltcn. ,. . . >. * Aerzte für Jugoslawien gesucht!Des §kriegsmiriistcrium br Belgrad stellt eine Reihe von Aerztzm,. Apothekern und Tierärzten, bei der Armee deS' S. H. S.-Staats als Saintatsvfsiziere "im'Rang vom Leutnant bis zum Hauptmann epst-r Klasse an. Ausländer werben., als Kontraktnalärztc angestellt. Sie erhalten die etatmäßigen Bezüge der Offiziere und überdies eine Fremdenzulage von 300 Dinar monatlich. Die Bewerber haben ihre Gesuche bis 10. Oktober an das Kriegs- und Marinemiuisterium in Belgrad zu richten. Die näheren Bedingungen, der Ausschreibung erliegen, bei der Aerzteorganisation mb im Pressedepartement des Molksgesundhcttsamtes. Wiens» MviK-ÄKetttzm- * Selbstmord. Der 59jährige Vrannttvemverschleißer Simon K » v p fel m ach er, 17. Bezirk, Parhamerolatz 6 wohnhaft, hat sich am 6. d. M. n-chts erhängt. Die Ursache der Tat ist noch' nicht sestgestellt. * Ein Generaldirektor wogen Kettenhandel veru. tritt. Der Generaldirektor der Bndapester . Dampfsäge-Holzpcoduktions-Akticngciellschast Hügo Rampen Hofer wuroe wegen Kettenhandels mit Holz zu zehn Tagen Arrest und 89.999 Kronen Geldstrafe verurteilt. * Raub. Der Kaufmann Leo Josefsberg, 2. Bezirk, Untere Augartenstraße 28 wohnhaft, hat gestern dem Polizeikoimnissariat Leopoldstadt angezeigt, daß er iu der Nacht zum 7. d.M. das Opfer Hines Raübpnfalles geworden ist. Ms er um Mitternacht durch die Novaragasse ging, wurdeer an der Ecke der Weintvaubeirgasse von drei bis vier Männern ungehalten. Sie bedrohten'■ ihn mit einem vorgehaltenen Revolver und zwangen ihn zur Herausgabe seiner Wertsachen: einer Brieftasche mit 27,09.9 Kronen, einer Börse mit 59 Kronen und feiner silbernen Tabatiere im Werte von 3590 Kronen. Mit der Beute ergriffen sie die Flucht. * Der Schnellzugsverkehr. Die von einer Wiener Korrespondenz gemeldete voraussichtliche Einstellung des derzeitigen ccwciterteir Schnellzugsverkehrs bereits am 11. d. M. entspricht nicht den Tatsachen. Die. StaaLseisenbahnverwaltnng beabsichtigt vielmehr, diesen Verkehr — wie vorhergesehen — bis 18. September aufrcchtznerhaltcn. . * Die Privatdozenten «m de« Hochschule«. Im heutigen Slaatsgefttzblatt gelangt eine Pollzugsanweisüng des Staatsamtes fiw Inneres und Unterricht vom 2. d. M., betreffend die Zulassung und. die Lehrtätigkeit der PrivatdoZenten an den Hoch schuleil (H abilitationsnor m), zur Verlautbarung. * Meutereien in der ungarische» R-ationalarnrec. Wie aus Budapest berichtet wird, creigneu sich in jüngster Zeit wiederholt Fälle von Meutereiell in der ungarischen Nationalarmee. Vor nicht langer Zeit gab es in Nyiregyhaza einen Soldatenaufstand und vorige Woche hat in T o l n a eine Kompagnie den Gehor-am verweigert. Die Meuternden wurden überwältigt, 59 Mmin umrden kurzgeschlossen in Gefangenschaft gesetzt. Das Divisionsgericht hat eine streu ge Untersuchung eingeleitet. * Verband dev jüdischen Invaliden und Heimkehrer in Wien, 11.» .Obere Donaustraße 65. Die Berbandsmitglicder beheben Gratis-Bethaussitzkaltm Mittwoch den 7.-und Donnerstag den 8. d. M. zwischen 3 und 5 Uhr nachmittags, 1l., Tempelgasse 3. Mitglied erkürten und Emkanfsschem vorwelsku, um Anstellen zu vermeiden. u Rationalfonds-Besprechung. Die Zentrale des Jüdischen Nationalfonds, Wren, H., Zirkusgafse 33, hat für D o n u e r s t a g den 9. d. M., 7 Uhr abends im Caie P r ü ck e l, Stubenrrng 21, eine Besprechung der T e m v e lu n d B e t h a u s v o r st ä n d e Wiens festgesetzt. Es referiert Herr Dr. Egon Zweig über Bedeutung und Zweck des Jüdischen Natronalfonds. Die Vorstandsmitglieder werden auch auf diesem Wege höflichst gebeten, pünktlich und zuversichtlich zu erscheinen. * Ausruf. Das Jüdische Rcligionslrhrerseminar in Wien, das im Herbst d. I. er öffnet wird, beabsichtigt seinen Hörern und 5 chüler» mit Rücksicht auf die derzeitigen hohen Büchel preise dir Büchex und Lehrmittel unentgeltl i ch berzustrllen. Auch soll eiue Fachbibliothek gegründet werden. Es ergeht . biemit an alle jene, welche für den erwähnten» eminent edlen Zweck etwas übrig haben, das höfliche Ansuchen, Bücher — es kommen vorzugsweise Bibeln mit Kommentaren, Miscknajo'h und Talmudrxemplare aber auch sonstige Hebrarca und Judaica in Betracht — svendenm wollen. Die Seminarleitung wird die gewidmeten Bücher «ach erfolgter Verständigung abholen laste«. Prof. Dr. M. Ä o s. e n f e l d, XX., Brigittenaucrlande 16. * Jüdisches Neligionslehrerseminar in Wie«. Mit Beginn des Schuljahres 1920/21 wird das Jüdische Rrligionslehrersemrnar in Wien mit je einem Jahrgang eines vierjährigen und eines zweijährigen Lehrkurses eröffnet. Aufnahmswerbrr beiderlei Geschlechtes^ für den ersten Jahrgang devierjährigen Kurses wüsten das tb. Lebensjahr zurückgelegt und eine Unter« Mittelschule oder die vierte Bürgerschulllasse mit gutem Erfolg absolvie-t haben. Für dir Aufnahme m den ersten Jahrgang des zweijährigen Lehrkurses wird die Beibringung eines ZeugnisteS der Reife zum Besuch einer Nniversilät oder eines Reifezeugnisses einer Lehrerbildungsanstalt gefordert. Dem Ansuchen um Auf« nähme ist beizulegen: 1. der Geburtsschein, 2. das zuletzt erworbene Schulzeugnis, 3. rin von einem Amtsärzte ausgestelltes Gesundheitszeugnis. Eine Aufnahsprüfung findet nickt statt. Gesuche um Aufnahme find an den Seminarleiter Profeffor Dr. M. R o s e n s e! d, XX.. Brigittenauerlande 46, zu adressieren. Bezüglick etwaiger m Aussicht genommener Stipendien und der aus der Absolvierung des Jüdischen Religionslehrerseminars sich ergebenden AnsiellungSmöglichkeitrn erteilt, die Seminarlcitung Auskunst. Die Ausnahme erfolgt Adttwoch den 15. d. M. von 10 bis 12 Uhr vormittags m der Semiuarkanllei, U., Temvelgaffe 3. Für das Kuratorium des Jüdischen Religionslehrerseminars in Wien: Oberrabbiner Dr. H. P. C h a j e s. * Vom Gewerbesördernngsamt des Jüdische« Nationalrates veranstaltete Kurse. Kurs A-; Schlossers praktisch, Montag und Mittwoch von 5 bis 8 Uhr abends, Eintritt jederzeit; Kurs 8: Schlosserei praktisch, Dienstag und Donnerstag von 5 bis 8 Uhr abends, Eintritt jederzeit; Kurs 6: Eleltrotechuik, Dienstag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, Beginn 7. September 1929; Kurs v: Mechanische Technologie, Dampf- und Wasserkraftmaschmen, Dienstag «nd Donnerstag von 6 b,s 8 Uhr abends, Beginn 5. Oktober; Kurs L: Architeltur- und Baupolierkurs, Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Ubr abends. Beginn 6. Oktober: Kurs F: Eiseubahnerkurs, Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Ubr abends. Eintritt jederzeit; Kurs 6 : Motoren-», Automobil« und Chausteurkurs, Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends, Beginn 6. September 1920; Kurs 8: Ornamentik und Technologie des Kunstgewerbes, Dienstag und Dönnerstag von 6 bis 8 Uhr abends, Beginn 5. Oktober'^ Kurs 1: Erverimentalvhysik, Montag und Mittwoch von 6 bis 8 Uhr abends, Beginn 4. Oktober; Kurs X: Cxperimentalchemie, Dienstag uud Donnerstag von 6 bis 8 Ubr abends,. Beginn 5. Oktober; Kurs L: Englescke Svrache. Dienstag und Donnerstag von 6.;bi3 8 Uhr abends, B-ginn 5. Oktober; KnrS : Wasserversorgung von Ortschaften und Häusern, Beginn 4. Oktober. Anmeldungen und Auskünfte im Gewerbetorderungsamte des Jüdckcken Rationalrates, U., T a b o r ft r a ß e 29a. von 9 bis 12 Ubr vormittags uyd von 3 bis 6 Uhr nachmittags (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag vormittags). * Jüdisches Nealgymnafirrm. Die AufnahmS- Prüfungen für die l. Klasse beginnen am Mittwoch den 15. d. M. vormittags. Piüfungstaxe X 59 sowie Federn sind mitznbringen. Die Ausnahmsprüfungen für dre H. Klasse /8. September 1KL0 ÜiH i .." ■ ■»" I - ■ und Ergänzunasprüinngen aus Hrbrastck beginnen DonnrrNag den 16. d. M. um 3 Uhr nachmittags. Prösungstare X i<0. Die in die II. Klasse Aufgrftlegenen sowie dre neu airfgenommeurn Schüler haben sich am Freitag dcu 17. d. M. um 8 Uhr nachmittags in der Schule emzufinden. Nenaumeldnngen werden nicht mehr eutgcgengenommen. * Ikrania-Lehrkurse. Das soeben erschienene Verzeichnis der neuen Urauia-Lehrknrse mit _ fcmtrmi iffrrfjni? Utu.-ut-in f‘i<: das eiste Semester 1920/21. umfaßt 114 ve> schiederie, wöchmt'rch ein- bis zweistündige Kurse aus allen Gebieten Iheorrtstcken mW praktischen Wissens, darunter: Vbilosapvie, Lireratu geich:chrr. Bstarizenkunde, heimatliche Vogelkunde. Chemie, Mataenratrk, Mechanik, Elektrotechnik, Volkswirtsckaskslkhre und Finanzrvirtschaft, Kultnrgeschickte, Geologie. Mythologie, dann Fertigkeiten und Künste (Kalligraphie, Stenographie. Malm und Zeich«en, Stickerei- und Knüpfarbeiten, Gesang» Lnmen ata».), Frauen- und Mädchenkurse, Kleinwrrtschaftsknrse, Kaufiuönnrsche Kurse, endlich Sprachkurse für Anfänger wie für Dorgeschrillrüc- ^Deutsch, Latein, Französisch. Englisch, Italienisch. Schwedisch. Holland,sch. Tschechisch). Die Kurse finden teils iw UranW» Gebäude selbst, teils m der unmittelbar benachbarten StaatsrealtWule, M., Radetzkystraße 2, statt. Teilnehmergebühr für einen Lehrkurs mit einer Wochenstunde X 40. mit zwei Wochenstunden X 80, mit einer Doppelstunde wöchentlich X «y. Einschreibungen vom 10 d. M. täglich von 9 bis 1 Uhr uud vo« :> Ubr an der Kasse lV ,m Uiania-Gebäude. * Kautschukstempel innerhalb zwöks Smudeu ll^crt t Gustav T i u t n e r, VI., Manahilsei siraße 19k, Ul., Ungaigasse 10, IV.. Wiedner Hauptstraße 51, XVH., Ottakringerst atze 8S. * Elegante Herrenanzrige und alle anderen Herren- B.ekleidungsartikel in tadellosester Ausserligung liefert fertig nutz nach Maß billigst Ludwig S P r r l r n g e r, Wollzerle 34. * Ehaluzim, A u s l ä n d e r. H ä n d l e r. kansin und veikausen Kleider, Wäsche, Möbel nur bei Mayer, Jl, Tabor» fliege 89. * Alle Arten Talaee und Barette, vorrätig oder «ach Maß, in bekannt schönster Ausführung beim Spezialisten Rrchoki G o l d st e i n, Schneidermeister, Wien, ll., Taborstraße 54. Telephon 45-6-29. Gegründet 1866. * Die Speditionsfirma Leo Mang» H., FrrdinaudS« strasse 29, übernimmt zu den billigsten Tarifsätzen Transporte , aller Art nach Rumänien per Schiff mit Umladung in Giurgiv und Galatz sowie per Bahn mittels direkter Spezialzüge nach C z e r u o w i tz. * Prtoateealgymnafiur» «nd Pensionat in Wie^. II., Tadorstratze 29. Einschreibungen in die!. bis kV. Klasse täglich von 9 bis 11 Uhr. OeffentlichkertSrecht bevorstehend. Obligatorischer, unentgeltlicher Nachhisseunterricht, Hygiene, Schularzt, Sport. (10. Schuljahr.) D ereinsnachrich teu. Jugendve^rein Ahawath Zio», U,Kleine Zufahrtsstraße 160, eröffnet in dm nächsten Tagm einm - hebräischen Kurs für Anfänger und einen für Vorgeschrittene. Außerdem einen jüdischen Geschichtskurs. Anmeldungen von nme. Erwachsenen täglich im Vercmsheim zwischen 6 bis 8 Uhr abends. — H e ch a l u z -O rgnnisation. Heute um 5 Uhr nock» mittags findet ll>, Pra/kstraße 9, eine Sitzung des Waad Hechalüz statt. — Zerrei Zion. Heute, 7 Uhr abends,^ Versammlung im Easi Zion, ll., Glockengasse. Ecke Große Stadtgutgasse, wobei mehrere Resereuten z« Worte kornnenr. Interessenten willkommen. — A k a d e in i s ch e B e r e i n eg ü n g M i s r a ch i. Die eben gegründet« Akademische Vrr«^ einignng M i s r a ch i bat die Ausgabe, wahre jüdische Kultur und die hebräische Sprache zu pflegen und insbesondere sich m die Probleme des Judentums zu vertiefen. Heute, 7 Uhr abends, in unserem Saale, H., Praterstraße 43/11. Versammlung mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht des Ausschusses, 2. Orgarn-- sätionSsragen, 3. Kulturarbeit. Um vünklliches Erscheine« der Mitglieder wird gebeten. — Jüdisch-akademisch er BereiuHaor. Morgen, 5 Uhr nachmittags, Zusammenkunft im Caf6 Nord. II., Kaiser Josef-Straße 15. Referenten: Schlam. Geschichte, Dr. T c i ch m a n n, Palastinographie. Nachher Aussprachen über die weitere Reorganisation^— B e b a n d zionistischer I « g e n o g r v p p e « in Wi e«. Alle diejenigen Jugnidgmppen, die sich unserem Der» bande noch nicht angeschlossm haben «nd deren Adressen wir." nicht kenne«, laden wir aus diese Weise ei«, o« der Delegieetruversammlung, d'e am S o n n 1 a g den 12. d. M, VI., Amerkivgstraße 19, staltfindet, durch Entsendung von Delegierten teissunehme«. - __ Die Ernährung Der Marktbericht. Das FleisehangeSot war gestern in der G r o ßmar 'S. t« hallo außerordentlich reich, dis Nachfrage sehr schwach, i», daß wieder große Mengen der teuren Fleischsorterr unverkauft dlieben. Trotzdem sind die Preise nicht vn niindesten herunter«' gegangen. Sowohl für frisches- Kalbfleisch als auch fürfrisches Schweinefleisch wurden Preise bis zn!180 KrmieN per Kilogramnr verlangt. Aus den Grünwareum ärkien find nur geringe PreiSerriräßigmrgen für einzelne Artikel eingetrete«.' Ettvas. billiger stellten sich Tiroler Aepfel, die von. 8 Kronen, aufwärts zu haben waren; ungarische Pfirsiche, die in großen Mengen emlangten, kosteten 10 bis 12 Kronen per Mlogr'anlM. Für Paradeiser ist auch eine Preisermäßigung eingetreten. Gute Paradeiser kosteteir in: Kleinhandel >7 Krysi«t, bei Abnahum eines Körbchens — 5 bis ,7. Kilogramm enthaltend — 5 Kronen per Kilogramm. An Seefischen waren nur Bratschellsische zu 42 Kernen per Kilogramm zu haben. Flußfische fehlten. ..An Eiern ist ein fühlbarer Mangel ein getreten. Fleischabgabe in Wien in der Woche vom 9. bis zum 15. September 192V. In der kommenden Abgabewoche gelangt in Wien Rindfleisch zu den Preisen der sogenannten teuere« Woche zur ÄnS-.- gäbe. Es erhalte« alle Haushaltungen 10 Dekagramm Mndfieisch per Kopf zum Preise von £ 98 für 1/Kilogramm Vorderer, K 102 für 1 Kilogramm Hinteres und K 124 für l Kilogramm Bratenlleisch. Ab Samstag dürfen die Abaabestetten das erübrig'.^ Rindfleisch an die bei ihnen rahonierten Krmden vetkanse«. W. I. W. Donnerstag den 9. d. M. von 9 bis '/„u Unr > blau", von ’/sll bis 12 Uhr grün, rosa. Freitag den 19 d. M. von 9 bis Vsll Uhr weiß, gelb, von V,l1 bis 12 Uhr orange, gran. Lcop, Rtelnbaxt, Wie« I., nib<ir.<i,r.!) — Tel. 1073 VIII fi.’iifMe Answshi; BÜJtete PfOiSQl

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