Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-08-30 · Heft 577 (30.8.1920) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 577 (30.8.1920)
Date
1920-08-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
74% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979655--05106-2990923
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

■iM'-'y. r ,.-*w ffc#.* 'V »Kri» K «.SBO « w _ .:-*«»** 8. .«ö?r » «aß» |lec2lc GWajOi'' NckmaHF.. Ksoire»?w*.~ $«rfety*fc«ftfe MtrP»Wrv>L»> fteflRe* »•* V:- t ■ Detlriw;^: •".- .- ''Ütsaomt; 39;-. ■ . ijirdac# I*.~ L»sar»r im .... fte»0«*'->*0..-' .'•to&wui -KLeRo IJa.'jfttf'li ii. t» ststzdt<tl-r D^erwz .'fctottVJjiferJiflb'. w'' A**.- y, - *1* I /f, ‘f J t >v <y;f>‘ f .' J w *> * l^i* j *- ,-■•* »§<4 * f uy? *nfe | * .'''.'7. : V-P. ”hj5* | ''''?' t .f ' *>/■%! ’>*"! -v’. *«( Nreks K 1.SO Pole«: ... MmtaMch.; wkätt «iett-lfahkttch >, OOv- . v» polLisilxr WLHnm» - Deutschland: '"/ Mo»atlich. . •, Miirk M*<«' ■ - Armrlr-ich-. _ j; Mönatttch... FrarreS »y, ÄtaNen:? SUouattkch . . . . Lire 8.— Schwei«: Vtovatlich. . . . Iraner 8^» - FLr da» übriqe Autlan!»:. >' vlerteljührlich Krone« l-rL.-» Redaktton ».Sldmiüistratio» ' Wica.«.Pe^.,DrU>ors1r.L—3 Lelephou« Administrativ» 440IM, Redaktion 43310. ci* 0 Uyr adeirvS VLr. 1«3l»L Vostsvarkassenk-nto lSg^S» Mr. 577 5552» Wien, Montag» den 30. August 1920 2. Jahrgang Optionsrecht und fßX ,J -. O«e .'Bntsesmms Wü.- X tr. Dr. ^jpMii' £tt*t StofciifcIV;• r'-&nlet, dies«« Schilagwort' ersckren.„Oiener Müag" Abhandlung, welche -ü vM»em in der ^Wiener jchHstnLMm- AMk^ .Msr das Optionsrecht 'j^r' .^oL^rMoeffung-Stellmitz. -I'/1 "'^P-.'.Be>!pHer.. beih«rptvr> KollZMs^npMurig I«steM»rche^MlNcheiL über..:d«ä ,seschrM^,^hat,. d'Hch«^chhebt mir.den.Mrsirch, kl§,^..KschLHl<M^ zu MrstHrM".', Wen« .aber wirklich die.:, HßeWr?Dny urWrrerfÄjHltzß .«Hvcht^age .bei... Hern Berstchee der. 'echoWn-dtn .AWyndeß dchy», g»y -SchlMMst««-' EPWW>V« atzchchrblM Doeschltzg - macht,) essolls das HW^GdeM- .-»5« ^iAw.a.nb,f rar er . H eise": durch j .die »eche«^ . .. « >■ - ■ der.LeEtüre-des ZrisbenSvertraALS und-der Höill^Mncheiifung ungsherrra Bedenken und ZlveifÄ aufge» -'die^.tücht.tzjüm^..«sstoistÄeü ^.MtirnyttyK dirigiert.'sind, jÄerN oWHen- ^iristen Segetznen; gewiß irreangebrach^ in HSMDÜiWhs» >■iCtüiel' urchedintzt Kibs»/polGsW Tesidirnz. zu ,^ 's^sr. sie -.mit-'.hech Mkenntrsi^ anderer.' Kvörse . zu er.-Hinsicht.' bleibt, dar .Betsirsier, / ebenso' wie gsanweispng b^tre^fZ. des. OpsionZrechiLs nach Masse WHMA». bei LhLan^ ZDßüHgt,; Eid' dy^0'^f^^7j-:.^ut-- Gensige, dätz.gerade M' .ZÄt- Lnlatz -gsgÄ»sn. gaben. aber Tivergensrn MiW^Ln der. :cheoretzschen Wssenscha.f!, '.dümn hat das . Gesetz Oie^rn aichere«. FäTan, 8«e. DMffZdGnrtioM' zu geben «W»!Ä'.r<mn nicht",.hiniÄö^j.<M^MßvtSichch«vchh^ . ge- ArtiZel das FriedenSaer'txoWs abAldrucken vrä> als «veisirng zur»' Mü»ettSvsdtrage -jii dapiersn.; Datz ^ttach.der.tk)Il3U08ünto^ij[itig' 20&flnat‘«ttt' &>er^S5af|e: nichr Wi?W erstarrt im WalnLeV dch: 'Äaersen VülsZge'maurschäften .ÄhrMnMNchtas oder deutscherr Ächhlkaiaster ^K.,^stio«^recht. .noch. SstrÄhe;|Äi; Rasse auch den Iüden HchMrL'' -otetöt, ES >rÄspLiN -demnach.-meine' "MffasinH^/hö^ Recht .züsii' -'iiüüMk«Leü. '"ÄÄLlMisse' zunr''LeA,' dem HökD,dee ürLaschaÄ desteu 'überch^s. .Mngethasten mnd" ü«- .HDtzMaßk-ge»''Bvlizugsanweisurrg^ '' ü'- \£.'?•=••'.■ i?i'.'r;. / I ' das ''Mümer^'der'', Raste diÄer wsstiALr!Ge- .Hrsiht gelegt zu sein a-ls auf das Är 'Sprache, denn .ZH her PÄMtzSaÄei-sungbestimmt irWi ,?f'a W/r! «>tz n M.e.-rr.ma!« (?)..darFutn».-'sind, auS' denen,auf.die.:Hpse« Hör^keit des Optier-enderr , ^ur Mehrheit der.Ä^p^evimg ^M«o»ailen. W^lerkurre <m.'>! •. V’y-.- ’;( t*5 ‘j Diese Auffassung, datz..es. W^üch-oder t^rrpiegesch' aus Sprachenmoment — die -Ju^iri-sprechen aber DchMl) — . . .^rvch' 'wenigch:' auf das ur^estnierÄE .PassenmE.Lstt.ansdn^^ >,^skasz'die' Kumulierung von: Rasse/ und ^pmchs iu 8i«WM, Aalle '.Ah«», die kyedeuöung eintzr P-Hrc^e, äMich -ivre. ^GrrtHk^und . LÄHHert",' sich a«cht erhebt/ wirs «0tzzch.:tzM?H 'foligerche.^GWHWNg Mit'Gesetz-, dom L2.. MvvEr 1918,- .SWB!.'chr; -40, .HMcdün' der Umfang, die-GreiMNund Besutzungssn^ des \ :.GtaatßgHbiei«S von DeutschösterHchMssimmt. hiebei Whfub- ' ^Wörische. - UE> 'ssidbohmische' GHLieLe'.' inbegriffenlündi"durch »s's lttner '.sLdr»<khrjfche»''''oHr^. Wmischen' GdrnsiM'' sustHudrg ./iGü^en, blieven auf Grün^-diessS' Gesetzes. DentschKsdedP?^^, 'ßt tzHtzten chähLr nicht Mr^D^ürnLsitteMs' Wen Oie' ^ira'tS» Wh^ r G^chtMvger' tzÄvarÄyi.MMre ,Hßv/E' .sie'!Jti4r -Ätffe' lüWWische"^optierstb - M ^Wr' Äch beLmrEich 5ZWsch^ rsoM' "nLtioMbepWA 't^L.,-^... sjjdWz^f^x *<gfäbtä&: -' Nach ' der -Auffässmttz' des .. .ict Mittag'' Mschr' mdWÄS- ^oEsetzüng: Wscher MM IM - evn-' MoWchcher'- 'GWinalsiche^ mch^oht'Mner .MLv; durch dLK-ch-üsteMsch eingchltzß KÄHEMsetz---^ prak« 'Dr^. ist ag> sq -nee geivordek. -7--..Wichser gesb:8t als. fc»e WMe MW® und mäblerinnen! Mittwoch dm 1. September Beginn der ZTeLlaMatisnsfrist! Reklamiert Euer Wahlrecht! Am Wahltag kann nur wählen, wer Ln die Liste eingetragen ist! Wer also nicht nachschaüt und sich nicht vergewissert, ob er eingetragen ist. gefährdet sein Wahlrecht! Einsicht an jedem Wochentag von 3 Uhr nachmittags bis 7 Uhr abends, an Sonntagen und am Feiertag von 8 Uhr früh bis 12 Uhr mittags. In jedem Hause muß bereits jetzt ein Verzeichnis der Wähler dieses Hauses angeschlagen sein und daraus steht, wo die Wählerliste für dieses-Haus aufliegt. Dorthin muß man gehen,, um Einsicht zu nehmen, ob man in die Wählerliste eingetragen ist. -In dieser Hauswählerliste sind ' die Wähler des Hauses nicht mit Namen verzeichnet. Wohl aber ist ersichtlich, wieviel männliche und weibliche Wähler in jeder Wohnung vorhanden und eingetragen sind. Wahlberechtigt sind alle deutschösterreichischen männlichen, und weiblichen Staatsbürger, die vor b e m 1. I 8 tut er-1920 3 io c n z i g J a h r e a! t geworden s i n d.^ Wer. erst am 1. Jänner 1960 oder, später geboren tfC ist kein Wähler. Staatshürger ist: ki7,'^r.MMbuchtet Gemeinde,der: Rexublik Deutschöfterreich' heimaKerechtigt MtßnW M- -* > - ■ Nt Derjenige, der nach dein Umsturz die S t a ats«. b ürge rsch a s ts erk! äru ng abgegeben hat. Auch die Frauen und Kinder derer, die. eine solche Slaatsbmgerschaftserklarung abgegeben Habers Md wahlberechtigt. , . Ferner diejenigen, die nach Deutsch-Westungarn zuständig sind, denn gemäß dem Friedensvertrag' gehM Deutsch-Weftungam zu Deutschösterreich.- Als in Deutschösterreich heimatsberechtigt kommen für diese Wahlen auch diejenigen in Betracht, die nach Deutschböhmen. Deutschmähren (einschließlich Brünn, Iglan und Olmütz) sowie dem deutschen Teil Schlesiens zuständig sind. Um eingetragen zu werden, muß man Nachweisen das Alter von zwanzig Jahren (am 1. Immer 1920), die deutschösterreichische Staatsbürgerschaft, den Wiener Wohnort. Also braucht man: Melde,Zettel, Geburtsschein, Heimatsschein, eventuell Staatsbürgerschaftserklämng, Reisepaß oder ein altes Arbeits- oder Dienstdotenbuch, wenn man nichts anderes hat, ein Militärzertisikat usw.; kurz die Dokumente, in denen. Alter und Staatsbürgerschaft amtlich angegeben erscheinen. Verheiratete Frauen müssen auch den Trauungsschein bringen. , , Die Reklamation muß ' nicht persönlich ge» schehen. Auch diejenigen können reklamieren, die erst jetzt mach Wien gekommen sind. A u s k si n f t e u irb D ü r ch fü h r ü n g von R e kl'ü m a t H ä ü p t b u r e a u, II., £ a b 0 r st r a ß e 20 s, v vnl 9 bis 12 Ü h r vormittags und 3 bis 5 U h r n a ch m i t t a g s. Personen; bk die 'deuifchösterrerchlsche SLarisbürgerschaftS» eMäxung alrgegebe» haLsn^ Zu.dieser Konsequent würüe »der klare Srnn^ der Vollzugsanweisuntz nötigen.: Und das kann gewiß wcht Msicht, wenn eS nicht' Bosheit ist, der. hohen Staatsbehörden sein. - Ichlann beim besten Willen nicht fitiben, daß die Voll» sugsanweisrrng so Nar und emdeuiLx ist, wie es dem »Wiener Mittag" - scheint. Sind diese Zweifel durch Gesetz nicht behoben wordrn, dann mutz der Praxis die Regelung überlassen, werden und müssen Erläuterungen den mrtevgeordneten Beamtenstellen zugehen. Eine Forderung der Billigkeit und bisherigen Gepflogenheit von Rechtsstaaten ist eS, solange ein Schwebe2 Ausland besticht — uttb er ist in den Grenzen der Optronsfcist zeitlich beschränkt — Personen durch Zwangsmaßnahmen von der Möglichkeit eines geltend zu machend2n Rechtes — auch wenn nur sin Schein dafür spricht — mcht auszufchließen. Wird aberzur Entschuldigung bon'den bezüglichen kompetenten Stellenimmer auf die Eminenz des' offrnürchen Interesses. und-der Notlage unseres Staates Angewiesen, so mutz diesem lerchtderfängl-ichsn Motiv enigegengehälten werden, datz von einer Gefährdung der öffentlichen Interessen durch die Belastung der Flüchtlinge nur dann füglich gesprochen werden - könnte, wenn kein anderes AuSkunftSmittel zur Abhilfe oder | augenblicklichen Linderung der Wohnnnngsnvt — das ist da§^ neue Schlagwort roter Bsvbrämung —t-’ zu Gebote stünde. - Der Vorwurf mutz erhoben werden, datz seit der Umsturzepoche Mutze genug war, um die dibersrn Kasernen zu menschenwüMgen Bohansmigen umzngestalten, datz Mutze genug war, die LebensversichevungSanstalt der.Kriegsliqüiidadur aufzulösen und jene unzähligen Rärunlichkeitsnfür Wohnzwecke zu adaptieren, die heute noch immer sinnlose Errüneruugcn verblatzter Sta^Stzrotze bergen. Es ist zumindest gefährlich^ Schlagworte von dieser Zündkraft, in die Massen ZU werfen, und nivnraird ttzcitz es besser, als oben die verantwortlichen,! Stellen, datz die paar taufend Flüchtlinge die Not nicht erhöhen und nur felbsttrügerische Hoffnung von einer Generalabschiekmng der Fremden eine wesentliche und dauernde Besse-' rrmg der wirtschaftlichen Verhältnisse erwarterr kamr. Mutz aber aller ruhigen Vovauösicht nach dieser Rvttungsversuch aus Wohnungsnöten mißglücken, ist auch die sogenannte Gofsihrdung öffentlicher ^nteresien illusorisch und hat hintangesetzt zu weÄwn dein höheren Interesse, das in der Möglichkeit der Ausübung des OptiönsrechteS für alle Personen, auch sür Flüchtlinge üestsht, Ed »nutzte ansonsten ein arÄ»eves Instrument hervorgeholt welchen. Strenge Kritik der englischen Arbeiterabordnung amSowfetsystem. L 0 n L 0 n, 29. August. (Funkspruch.) Die eÄlgUschs Arbeiterahordnurra, die sich vor kürze« rr.ach Rußlünd begebe« hatte, veröffentlicht n«« ihren Schlußbericht, Ver eine streng« 5trrtik des so w j e tift ts ch e » 9t t« gimes darstellt. Die persönliche Freiheit, heißt es darin, die Freiheit des Wortes ««d der Propaganda sind streng b e g r e « z.t in Men Fällen, rvo die Freiheit der Person eine Bedrohung des Sowsetrsgimes bedeutet« Die Arbeit ist «ach von Tag zu Tag streu« geren Grundsätzen organisiert. Was den rüssi* scheu Bauer betrifft, konnte er nicht für Vs» Sozialismus gewonnen «erde«. Erbeschränkt sich darauf, sich passiv dem Gesetze Wr Sowjets unterzuordnen, doch ist er weit Mttfernt, gegen die Einflüsse der Gegen« - t^volutiouare gefeit zu sein. Die polnischen Friedensbedingungen. Berlin, 29. August. (Priv.-Tel.) Aus Luga u 0. wird gemeldet: W:e der Warschauer Korrespondent des ^Corricre della Sera" meldet, hat die polnische Regierung ernsthafte F r i eF ensab si ch t e n. Ihre^ Bedingungen sind die folgenden: Znrüchvei- . sung jeder Forderung auf Entwaffnung und Einmengung in innere Angelegenheiten. V e r w e r f ü « g bei Grenze, die Lord Curzon festsetzte, vielmehr Festlegung einer Linie W i l n a—N ow o-G r 0 d ek—B a.r a* uowitschi—P insk—Styr-^Stochvd. Wust MrÜ/ Polen Litauen überlassen. Diese BchingüngeN. werden rvahrscbeinlich dem polnischen Delegierten Dvmbsti der in B r e st-L i t 0 w s k erwartet wird, übergeben Werden, vamst er sie den russischen Delegierten in Minst zu den, Verhandlungen überbringe. > ./.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.