Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-08-29 · Heft 576 (29.8.1920) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 576 (29.8.1920)
Date
1920-08-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979654--05094-2990910
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 2 Wien. Sonntag russischen Geschichte ereignet sich dies nun.zum zweiten J Male, und sü wie der Zarismus von dem Sturm hinweg, gefegt würbe, sö wird-auch der Bolschewismus, der seine Grundlehren durch den Eintritt in den Krieg verraten hat, einer anderen politischen Gestaltung Platz machen müsivl. Die Idee des sozialen Fortschritts, der Heiligkeit der Arbeit, und der Gleichheit der Menschenist nnbesiegt, Ein russischer Triumph hättesie nicht bekräftigt, die Niederlage beweist nichts gegen sie. Aber daß sie in das Gewand eines von mechanischer. Gewalt gestutzten Systems gehüllt wurde und spater die klirrende Richtung des.europäischen Militarismus anzog, hat ihr Schande und Niederlage gebracht. Rußland und mit ihm ganz Europa geht wieder sehr schweren und dunklen Tagen entgegen. _ Betrachtungen zur Mischen Welthilfskonferenz. Don Dr. Adolf Brand. «-er Verlauf der Konferenz hat gezeigt, bäh brr Gedanke zu deren Einberufung, der vom Komitee der jüdischen Delegationen ausging, ein glücklicher war und einem tiefen Bedürfnis der gesamten Juderrheit entgegen?««. Wenn auch di;,Konferenz naturgemäß- — schon wegen ihrer Zusammensetzung tt, keine realen Werte bringen konnte, so war doch die ai'.sgieblge. gegenseitige Aussprache der. von allen Teilen der Welt in Karlsbad zusammengekommenen Delegierten von nicht abzuschätzender Bedeutung und die Beschlüsse, die dort gefaßt wurden, werben für die künftige Hilfstätigkeit zweifellos richtungändernd sein. Denn bei aller Anerkennung für di« grandiosen Leistungen der amerikanischen, englischen, skandinavischen, holländischen und schweizerische« Juden zugunsten ihrer notleidenden jüdischen Bxstder muß doch offen gestanden werden, daß die Methoden dieser Hilfeleistung nicht ausreichend waren und in Anbetracht des unermeßliche« Elends, in dem sich der „.größte Teil des Mischen Volkes infolge der Kriege und Pogrome befindet, gar nicht ausreichend sein konnten. Einem Volke kann man mit Wühltätigkeit nicht Helsen, Ebensowenig wie man einen löcherigen Tack aus füllen kann, wenn auch die zur Verfügung stehenden Geldmittel noch so groß sind. Llher abgesehen von dieser Unmöglichkeit, wirkt Wohltätigkeit aus' ihren Empfänger erschlaffend und demoralisierend »M'lottie schon aus diesem. hie BolkSttaft schädigenden Grunde möglichst vermieden weichen. Gewiß, eS soll nicht geleugnet toerden, baß reine Wohltätigkeit in vielen Fällen unbedingt notMndig war, ist Md auch künftighin sein wirb; sie darf aber nicht zur, Regel werden. Hingegen lassen sich mit bescheideneren Mitheln, svenn sie nur richtig angewendet werden, vjxk großartigere^ unh ,dauernde Sftsulttzw erziele». Ditz richtige . Verweudungsart'ist einzig /und allein die, die zerrüttewn Existenzen wieder.aufzurichten, die Juden auf eigene Füße zu stellen und ihnen die Möglichkeit zu geben, durch Arbeit ihr Leben und das ihrer Familie auszubauen. Diese Möglichkeit darf aber nicht geboten werden durch Gellspenden, sondern nur.-durch Kreditgewährung, und zwar in Krediten wiederum nicht in Geld, sondern in Form von Werkzeuge«, Maschinen und Rohstoffen. Die Zahl der auf diese Weise der produktiven Arbeit Zurückgegebenen oder neu Angeführten wirb naturgemäß nur eine beschränkte sein, für die große Zahl der Arbeitslosen und jener, die bismm keim», manuell-produktiven, ja, überhaupt keinen Beruf hatten, müssen Arbeit-- urch Lehrwerkstätten errichtet tvechen. ES darf keine» arbeitsfähigen Menschen geben, der ftgerramrte mille Nabe» empfängt. Wer arbeiten, kan», soll arbeiten lyll durch Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen l Darauf soll jeher Anspruch haben, nicht aber auf sogenannte Wohltätigkeit. Die jüdische Gesellschaft hat dafür zu sorgen, baß jeder Arbeitsfähige Arbeit findet,, ft! «S bei Privatunternehmern, sei eS in tot Arbeitsstätten. /.•-=ös2>W- Möglichkeiten der PrvduÜivierung der Mische» WafftM. vnd der ArSeiterhilft find zahlreich« und eS' wurden auch -in dieser Beziehung Hei der Konferenz in Karlsbad auS- MMch» -BesHlüsft gefaßt. Mt- Stolz heben wir e£ hervor, daßdi^ DÄegierten des Mischen Nationalratefür Oesterreich bei der Beratung über die Vorschläge der Arbeit-- . Hilfe und Bemssinnschichtung einen wichtigen Türteil hatten, da-Ae fast-ÄS b « einzigen auf diesem Gebiete sich auf praktisch«: Erfahrungen stützen konnten. Dem -der'Jüdische NattonalM für Oesteimeich hat die Notwendigkeit der PwdUktstnernng der jMschcn Massen längst erkannt und ist auch! HerÄtS'längst, an die Realisierung geschritten: Er hat ein jüdisches' GewerbeförderungsÄmt t«S Leben gerufen, mit einer Berufsberatungsstelle, die bereits mehreren hundert der Schul«. entwachsenen Knaben mW Mädchen bet der Wahl eines Berufes- -fachmännischen Rat erteilt und Lehrstellen verschafft hat, einen Arbeitsnachweis, der bereits an taufend Stellen vermittelt hat> und zwar nur für Arbeiter und Handwerker, eine Schlosserlehrwerkstätte, die über 80 Lehrlinge, unb. 8 Gesellen beschäftigt, schließlich zahlreiche theoretische' Kurse, die massenhaften Zuspruch haben. Die Erfahrung lehrt, baß sichder Nationalrat mit dieser seiner Schöpfung auf dem richtigen Wege befindet, denn ungeheuer in der Judenheit ist der Drang nach manueller Arbeit, wie sich aus hem ' täglich-mehr belagerten Arbeitsnachweis, aus den Bewerbungen um Aufnahme in Me theoretischen Kurse und in die Schlosser-': toerfftätta und aus der Fülle von Anfragen, öb nicht auch andere Lehrwerkstätten errichtet werden, - in unzweifelhafter Welse erkennen läßt. Diesem immer stärker werdenden Bedürfnis n»ch produktiver Handarbeit wird künftighin in ganz anderem Maße Rechnung getragen werben müssen. Die jüdistherr Unternehmer werden mehr als bisher jüdische Arbeiter anstellen, di« jüdischen Reichen die Mittel beistellen müssen tzwe Gründung der Arbeits- und Lehrwerkstätten. Wenn also, dank dem mangelnden soziale»: Verständnis JudW, dft MjgWM M LMHyr Wiener: Morgenzeitirsg Aus Palästina. Der Atrsschutz der Aerufalemer tzaudelsllammcr Sei Srr Herbert Samuel. 'Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Sir Herbert Sam ü e l empfing' die Aussch^ßmi glieder her ILrusalemÄr. Handels kam Mer, die ihm ihre Glückwünsche überbrach M. Bei dieser Gelegenheit! wies, der High CommWonev aus die große Bedeutung hin, die eine Organi'sahion derKaufmannschaftfür den Handel und den allgemeinen Volkswohlstand besitze. Er erwähnte auch, daß die Regierung sich mit ener Reihe von Piänen und Vorschlägen beschäftigt, die eine gründliche Besserung im gegenwärtigen Stande der Handelsgeschäfte herbeiführen sollen. Er sehe es mit Vergnügen, daß in der Handelskammer Vertreter aller Gemeinschaften ist Eintracht, Frieden und Harmonie Zusammenarbeiten. Schließlich gab Sir Herbert Samuel bekannt, daß die Regierung die Schaffung eines D epartements für Handel und Gewerbe beabsichtige, bas mit der Handelskammer zusammen arbeiten werde. Ein Besuch Sir Samuels im Museum für Landwirtschaft. Sir Herbert Samuel besuchte in.Gesellschaft des iDiftriktSgouverNeurs und eines Mitgliedes des landwrtschaftlichr» Departements das unter Leitung Mr. O e tt in gers, Direktors des Landwirtschaft?- und Kolonialbepartements der zionistischen Kommission, stehende Museum für L-rndwlrtschaft. Er interessierte sich besonders für die Diagramme, die den Fortschritt der jüdische» Kolonisation in Palästina zeigen und für die Produkte' der Landes fauna und -Flora.. . Eine zionistische Schule ssie di« Samaritaner in Sichem. Pas Evziehungshepar-etnent der zion. Kommission eröffnete mit Beginn des neuen Schuljahres in Sichern eine hebräische Schule für samaritanische Kinder. Die Leitung der Schule übernimmt David Miller, der eine Zeitlang Lehrer an der Jca-Schule in Prtch- Tikwah war. Den Religionsunterricht wird der samrtanische Hohepriester-erteilen. 85 Knaben und 15 Mädchen haben sich bereits eingeschrieben. Die Regeln«- der Zeit in Jerusalem/ " ' Das bisherige Chaos in den verschiedenen Uhrzeiten in Jerusalem wurde durch eine neu« Einrichtung behoben. Fortan, wird' das Observatorium in Kairo täglich um rS Uhr mittags die genaue Zeit (Standard- Zeit für Aegypten-und Palästina) telegraphisch in Jerusalem angehen. Eine nach dieser Zeit gerichtete Uhr wirb in der Halle des Postamtes angebracht. Nationalrafts für Oesterreich als die Hilfeforbernden Auftreten mußten, so konnten, sie andererseits als die Gebenden erscheinen, und . zwar kannten, sie mit ihrer Erfahrung bienen und bi« Wege zeHen, hio zu betreten sind, wenn mit der vielgepriesenen konstruktive« Hilfe begonnen wer-m soll. Einen breite« Raum in der Debatte «ahm bi« Streitfrage ein, ob die sogenannte schnelle HUse ober hie konstruktive vorzuziehen sei. Streitfrage ist eigentlich nicht hqs richtige Wort dafür, denn darüber wqve» sich alle Rechner im klaren, daß einerseits nur die konstruktive HW den für die Sanierung des Judentums dauernd wirkenden Erfolg in sich habe, andererseits aber schnelle oder rein charitative Hilfe durchaus notwendig sei. Aus dem Kampfe der Meinungen ging schließlich die' Instruktive Hilft all Siegerin hervor. Für diese setzten sich insbesondere die Delegierten deSPeopleS Relief Committee mit viel Temperament «in Und verlangten insbeftndeÄt,'baß'die von den großen amerikanische« Organisationen gesammelte« Gelber für konstruktive Hilft verwendet werden, während für die schnelle HW die betroffene« Länder selbst aufzukomnte» hätten, da eS auch in diesen reiche Jüden genug gäbe, deren soziale Pflichten abzunehmen, die amerikanischen Juoen dmchanS nicht gewlllt feien ein Standpunkt, gegen den nichts eingewenbet werden km». In dieser Debatte trat eine hohe Und wohl nur dem Judentum^ eigene Auffassung sozialer Rechte und Pflichten' . zutage. Die Delegierten der ins Elend geratenen Länder'! traten durchaus nicht als di« Bittenden und Bettelnden auf, ftrchern als die Fordernden und Kritisierenden. Sie-forderten insbesondere das' ihnen die Bestimmung über die Derwendungsart der doch im Ausland gesammelte« Gelber überlassen werde. Die Vertreter der gebenden Länder wiederum gaben bescheiden zu, daß sie noch lange nicht die Grenze des Möglichen erreicht hätte«, und versprachen, nunmehr, da bas ganze Hilfswerk in ein System zu kommen scheine, ihre Anstrengungen zu vervielfachen. Sft seien sich bewußt, baß sie als der gesund« Z-eil des jüdische» VolKorganismus dem in Not geratenen Hilft bringen müßten, nicht aus. Wohltätigkeit, sonder» aus Egoismus, den» sie wüßten, daß in Osteuropa das Herz des jüdische» Volkes schlage, und wenn das Herz krank sei, bald auch die andere,; Glieder verfallen müßten. Diese Auffassung beherrschte übrigens die ^anze Konferenz und fand auch in einer Resolution Dr. Solowejtschiii. D'r. Margulies ihren'Niederschlag: Die gegenwärtige jüdische Not ist nicht eine Not des'-einzelnen jüdischen Individuums, sondern ein Problem der Not des jüdischen Volkes, basjüdische'Hilfswerk'ist daher ebenfalls eine AngelegenheitveSgcsümten' jüdischen Volkes und'nicht etwa eine solche einzelner jüdischer Philanthropen. Eine überragende Stellung auf der Konferenz nahm unftre Frau .Anitta Müller M. .ZwZMl, rAerftrtx sie. 29. August 1920 JtTBTSV das erste Mal über die Jubennot Oesterreich-, das zweit» Mal über die Kinderfürsorgs. Beide Reftrate war«; dp formeller und sachlicher Hinsicht Meisterwerke der ykhetorÄ Während sie in ihrem ersten Referat in auf 16 Minute« beschränkter Redezeit die Fülle von Material vpp ihr«; spannten Zuhörern ausbreiten mußte und daher baS meist»- nur andeuten konnte, dabei aber doch ein llares-.BAH.von der großen Jubennot,- insbesondere der Flüchtlinge. in/WiM, bot, verstand sie eS, i« ihrem zweiten Referatdurch voya eineinhalb Stunden mit ihrem kräfttgen Organ ohne dft mindsstcn Zeichen von Ermüdung die Zuhörer nicht s«« in! atemloser Spannung zu erhalten, sondern vielfach auch Männer zu Träne« zu rühren. Ihr Reftrat über fürsorge verriet eine - souveräne Beherrschung' der Maftrie^' ihre Vorschläge zur Sanierung des KinderekendS zeigte» oöst)'- hohem sozialen Verständnis, «iner feinen Beobachtung? Kinderjeele und von einem eigenen w'armfühlen'den 'HerzU.'f' Anitta Mütter, auf die nicht nur ihr, engeren jüdischen! ' Landsleute, jondem das ganze weibliche Geschlecht stolz ' kann, Ist auf dieser Konferenz von Vertretern der Jüben fast-' aller Länder der Erbe z« internationaler Bedeutung «mpov» gestiegen. Sie wurde denn auch nicht nur in danew«! geschafft«« lidgltebritze Zentralorgan, sondern auch in besftm neungliedriges Exellrtivkümitee gewählt und wird vielleicht bÄK - beruft« sein, H»n hier aus in einem die ganze Welt' üm^! ' spannenden Wirkungskreis ihre großzügigen Pläne zu dev»! wirklichen und dem jüdische» Volke Tausende. .ftin« Kinbotz! zu rette» und z« erhalle«. ' Ueberblicken wir die Ergebnisse dieser Monftrenz, die twk wahrsten Sinne des Worteeine ArbaitSkonftrenz war, herett Delegierte getragen waren von der schweren Last der . Vev» qntwortung, ft müsse» wir sagen, daß ihr ei« voller Efttzbj . beschikden war. Sie hat den Weg der. Hilft klar -vov,' gezeichnet, hat neue Anregungen und Impulse gegebm.-hats-- gezeigt, wo Hilft am meisten »pttut und woher vnh.wft sft am beste» gewährt werden kann; sie hat ein .Zentraftrorgan geschaffen, sie hat aber insbesondere den Derzagendak neuen Lebensmut gegeben und den Willen und die ZkraU ein neues jüdische» Lebt» auf»ubqu«r. Möge der Schosa^, der — wie Delegierter Zuckermann «u- Amerika.sagft'>>» s, von der Konftrenz aus* ertönte, in den Herzen .aller Jubas" kräftigen Widerhall finden, insbesondere auch tn den jener, die bis»»» ihr« Pflicht ihrem notleidenden Bvlke'-Mdjch' über nicht erfitllt haben! " Kosperatio» de« deutsche« nutz tschechischeu <S»-wldO«vrrate». .< Daß „Prager Tagblattt^ meldet aus Teplitzr lkm den Vertrauensmännern bar tschechischen ZlrbMrscha^ einen Ueherbltck über bft trau rrg in# U. Verhältnisse dar deutschen Arheite.^sH.afh zu geben u;ch über die Organisierung eiM gemenlsarntzy Kampfts sowie über eine geordnete ErnSMngSwirtschaft - zu beraten, findet über Einladung des PatdeivoOyicheS der deutschen ftzialdemokrattschen Partei am WÜwvW im Abgeordnetenhaus in Prag eine gemaiusamE- Sitzung des Parteivorstandes, der Gewerkschastsprgchnisationen und der Vorstände der PechaMMssseU schäften der deutschen und der tschechischen . Arbeiter-! schuft statt. .;r' _ Die bulgarisch-engNschen Bsziehunge«. .Daily Trlr-raphmeldet, daß. hie diPlamatischm Beriehungz» Mit Bulgaür« m Mzester Frist wieder ssf-enommm werde». Der ftüdm englische Pttweter m Brasilirn Hye AE/ Peel werde demüchst als Gesandte, nach Sofia gehen.. Der bnlü«isch» MiMerpMmt S t a m b n l i s k t' werde im Lauft, dcs Oll»bn i« 8»«dön erMtet. Inland. Die Vorschüsse aT die StoatsongeftelLte«. Der Kabmettsrat hat, wie die „Reichspost" mitteilt,! beschlossen, als Akontozahlung auf d.ie-BeMung yn die^ Staatsangestellten \ nd t es ent Monat 40Q. K r o n e.st> auszuzahlen. . - . ,--7/ Im September^ sollen überdies als KprsKutz- Zahlung noch für die 11. und 10. Rangsklasse 100 Kronen/, für die 9. 200 Kronen und so fort steigend - bis zur . b. Rangsklasse, in derder Vorschuß M Kroycn .beträgt.,., zur Auszahlung gelangen. , --- ... - . ArtSwattderrrrtK «ach SstvZ •.r;,:'!iii Wie wir vor kurzem berichteten, stsllewbereits reichsheütschg und tschechische Behörden Pä ssa zur» Auswanderung n a ch' Sv'w jetxußl a-n d aus. ' Die- Einreise geschieht durch 'Estländ^ über Reval--und durch - Lettland. Eine kommunistische Organisation "hat diese ' Auswanderungsaktion in-Deutschländeingeleitett - -- Es wird nun Mitgeteilt, daß ein Verein, der die' gleiche Absicht verfoM, -jöeben' in Men in Bildung be-' griffen ist und um Genehmigung seiner' Satzungen beiden Behörden eingefchntten ist.-' Das Meressö -für die-- Auswanderung' nach SoivjetrrrMnd soll arr'ch-bereits-M'-- lehr lebhaftes sein. Es sollen sich schon viele-Hüüdertevon Personen gemeldethaben/ die nach Rußland aus- ' wandern wollen, wo jedeüfalls Arbeitskräfte, jeder^'Art' gesucht sind. ' r"v ’’ Aus Deutschland hat sich erste Kö tf, M i s s i 'ö n-'nacb'-- Rußland beg'ben, 'um gn Ort und Stelle'- die -- j nisse zu si'-.t'ieren und danach das g£K!. 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.