Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 575 (28.8.1920)
- Date
- 1920-08-28
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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/0Wnrr /WH*,~@'amsIag' Mchl. Be* 05e Vo^nmgen auf etttc wirtschaftliche Er- MBPS Europaverr»ichtei und die politische Neuordnung rer ffitäfc unmöglich macht. Das Einlenken der Sowjet- «yierpng läfrt hoffen, daß diese Katastrophe erspart Leiden wird. Englands Stellung im nahen Oste». England, das vor Dreißig Jahren durch die Okkupation Aegyptens sich den Seeweg nach Indien gesichert hatte, i«t durch die Ergebnisse des Weltkrieges auch die langersehnte 2<rndbrücke nach Indien erhalten, einerseits durch die Aufteilung der Türkei, andererseits durch das englisch-persische Abkomme» im vorigen Bahre. Go kann England heute -mit Holzer Freude fcipitt «nahen Osten" sprechen. Aber die allgemeine Unruhe, welche der Krieg in dir Welt gebracht hat, läßt England seines Erfolges doch - nicht recht froh werden. Vor allem ist die Sorge um Indien -rure in England stark, fett Rußland, Wen lange gefürchtete Aspirationen im Orient durch den Krieg und die stacheldrahtomzaunte Revolution erstickt scheinen, in einer neuen Form rer Bedrohung wieder auf den Plan getreten ist. Der Bolschewismus ist in Verbindung mit dem türkischen Nationalismus, den Ansprüchen der Araber, und vor allem der istamitischen Idee ein bedrohlicher Faktor für England geworden. 3» Indien herrscht wohl heute im allgemeinen Ruhe, Ahe? rn Sturmzeichen fehlt es nicht.. Die Auflösung des türkischen Reicher hat unter den mohammedanischen Indern grüße Er-! eeguug herporgcrufen und es wurde unter den indischen Mohammedanern eine lebhafte Agitation für das Kalifat entfaltet sowie eine eigene Kaiifatdelegatryst nach London mt? sendet. Starke Wirkungen haste jedoch diese Agitation nicht, obwohl die Kalifatdelegation von Llohp George sehr unbefriedigenden Bescheid in der türkischen Frqge erhielt, Dagegen gärt eS in der nordwestlichen Ecke Indiens, dn Pendschab, besonders feit den blutigen Vorgängen von Amrikar im April 1920; dq nun zurzeit das englische Ober- Haus eine Maßregelung deS für die Ereignisse in Amrikar verantwortlichen Generals Dher ablehnt, so ist nicht artzunehmen, daß die erregte Bevölkerung deS Pendschab sich beruhigen wird, wenn diese Haltung des Oberhauses durch die Agitation bekannt wird. Und diese Agitation dürfte wohl bolschewikisch sein, zumal der Pendschab der russischen Grenze ziemlich nahe liegt. Daß in Indien bolfchewikische Propa» ggnda betrieben wird, erhellt daraus, daß bereits eine „Liga zur Befreiung des Ostens' gegründet wurde. Bezsichnfnd ist. daß die englische Regierung in Indien den Besitz von Rubeln verboten hat. Die Bolschewiken suchen tatsächlich weniger durch Nexbreiümg kommunistischer Zde«n unter W Indern (vorwiegend W mohgmmedsnischen) Zu fiisfktzn M durch Erregmrg der nationalen und religiösen 8nstinkte. Diese Saat reift langsam, aber e3 kann plötzlich eine Zeit kommen, Wo nnc Reife da ist, hk picht, geqhgj werden kann. Ist in Indien der Bolschewismus mehr aus eins «üWr> bare Propaganda beschxsust, so ist in Msttelgsiep seMS unmittelbare Wirkung für England politisch und Mn, auch militärisch fühlbar. In Turkestqn schiehsn die Pgfscheq wjken .Militgr, wen« auch in kleiner Zahl, yKp und haben dyu drei feiten den Vormarsch nach Zi'chsn angetvetKn: U^S TranSkaspien gegen das nordöstliche Persien, wodurch Ufghgmstasi bedrphr ist, mmßl auch in den Pufferstaat russische Truppen eing.erüctt sind. FerMk üpersert eine ht$s schewikische Gruppe per; Em'eli aus SM Südende des Kqstzi? fees gegen Teheran. Der gLfgürlichsir militärische Punkt für Eicqlqnd ist B a f g. Dort reicht der Bolschewismus dem für« kffchen Rationalismus die Hand und har auch politische DrZ folge erzielt, da seit der Niederlage Dernljns pje in dieser Gegend entstandenen kleinen Schoten, so Georgien, ein Terl von Armenien und vor allem Aserbaidschan, wo bereits eine Räterepublik ousgerufey worden ist dem bolschewistschey Einfluß erlegen sind. ES scheint auch heute bereits die Per« brndung zwischen Sowjetrußland und Kemgl Pascha, welche angeblich Envcr Pascha hergestellr hot, wirksam zu wepheu. Durch den Präliminarfrieden Rußlands mit der Negiepung in Eriwan, Wen wichtigste Bedingung das Zugeständnis der Okkupation der östlich von Eriwan gelegenen Gebiete durch die Russen bildet, wird ein Korridor geschaffen, durch welchen ein militärisches Zusammenwirken ijtit jchmal Pqscha möglich ist. Wie man sieht, unterläßt Rußland in den exwähnten Gebieten Mittelasiens nichts, um England zu'schaden. England will in den Friedensverbandlungen mit Sowjetrußland eine beide Teile verpflichtende Klausel durchsetzen, durch welche die Einmischung in die beiderseitigen inneren Angelegenheiten verboten wird. Damit ist natürlich die bolschewikische Propaganda in Asien gemeint. Allerdings sind Klauseln dazu da, um umgangen zu werden, umsomehr, als Tschitscherin selbst erklärt bat. daß Rußland seine Propaganda nicht einstcllen werde, solange kein tatsächlicher Friede,rSzustand zwischen England und Rußland besteht. Wenn nun England eine solche Forderung stellt, so läßt sich daraus schließen,-daß ihm die russische Propaganda ziemlich unangenehm ist. England weiß auch, daß diese Propaganda intensiver werden würde, wenn es Polen seine aktive Unterstützung leihen würde, daher auch die Zririickhaltnng Englands in den polnischen Dingen. Am meisten ist gegenwärtig das Zentrum der vorderasiatischen Position Englands, Mesopotamien, bedroht. Seit einigen Wochen befindet sich das Land von Mossul bis unterhalb Bagdad in Auftuhr. Die Eisenbahnlinie, welche Bagdad mit dem Euphrat verbindet, ist von den Aufständischen unterbrochen und die von Bagdad nach dem Nordosten führende Eisenbahn, die Hauptverkehrsstraße nach Persien, gestört. Dadurch sind die in Nordwestpersien stehenden Truppen von Bagdad abgeschlossen. Die Ursachen deS Aufstandes sind ziemlich klar., DaS Versprechen, welches im Kriege gegeben Mlener Mörgimzeitüstg ‘ ~ *—* — .— .■■■■-. — y. -,,w. IW. Die Unruhen in Kleinasien. London» 27. August. (Reuter.) Die Lage in Mesopotamien bessert sich. Die Derhindvng mit Bagdad ist wieder hergestellt. Die Nusständischen wurden zurückgeschlagen. K ö n st a n t r n o p e r, 27. August (Havas.) Die nationalistische Bewegung erstarkt wieder. Nationalistische Truppen haben M n s s e i i b besetzt. Mehrere nationalistische Offiziere sind in dem kleinen Hafen von Barthn am Schwarzen Meere gelandet. Die Mobilmachung in Rußland. Moskau, 37, August. (Fimkspruch«) Der erste Mobiliftexmigstag hat in Petersburg M Prozent der notwendigen Anzahl ergeben. Die Kommunisten der Sowjstämter gohen ausnahmslos an dis Front. Nach Meldungen aus den Gouvernements geht die Mobilisierung Übtzrg.ll sehr erfylg^'ich Vax sich. „Prawda" meldet, daß unter hem B-rsitz Mel« Nltschqnskiis eine außorordentliche Sitzung des Moskauer Sowjets und der Gewerkschaftsvertreter stattfand, wobei hie alkg?meino Modi Wrung hefchsofstu wurde. Kämpfe bei Brest-Litymsk und Lemheyg. Moskau, 27. August. (Funkspruch.) Frontbericht vom 26. August: Im Gebiet von Brest-Litowsk bartn Eckige Kämpfe um di« Festungswerke der Stadt. Bei L e m b g leb ' af e Kämpfe u i wechss'ndeui Erfolg. Im Krimabschnitt ist der F.'ind im Gebiet von Cherson zurückgedrängt worden, wobei viele Gefangene singeb-'acht wurden. B:i Orjechow außerordentlich heftige Kämpfe mit starken Kräften der feindlichen Reiterei. Ein bylfchewikischer Propagaudazug von den Pole« erobert. Prag, 27. August. (Tck.-Komp.) AuSstembertz wirb ge. Bei den letztkn Kämpfen am Seretd wurde von den Bolen riy ggpwr bplschewiklschcr Propagqndqzng, dsr mst holschttyikischep Flugschriften m tschechischer rmh ungarischer Sprache sowie M JnstxustwnHmaterigl für die Errichtung von GowietZ sie Ungarn und der Pchechv-Slowskei helqhen war, erobert. Russen vrrteibigten den Zug auf das erbitteriste und versuchten, qsS sie ihn in di? Hände der Polen fallen sahen, feti Waggons in Brand m stecken. wurde, daS arahische Königreich zu errichten, wurde nicht gehakten, sondern England hat sich in San Remy ein Uarrdqt geben lassen, das die „Times" selbst als „recht fragwürdiger Herkunft" bezeichnen., Es wurde, eine kostspielige Berwaltupg eingerichtet, welche hohe / Besteuerung der Bevölkerung zur Folge hat. ' \ V ' - ssnglaxch' has für M^oPsLamien>bishxx. M WMygen vnd MWe OchaysMas-He^ßÄuet tza; jährliche Budget auf etwa 5Y Millionen Pfund, eine Aufwendung, die für ein neuerworbenes Land ühWauß hoch ist. England muß gegenwärtig, um die drei Migiflnep Gsßlßp zählende Bevölkerung Mesopotamiens im Schach zu halten und her llnsicherheit im Lgnde Herx zu werdest, 80.000 Mann eurosräischer und indischer Truppen dort halten. Der Gegenwert für dieses, Aufwendungen an Menscheg und ist hishex mcht Zutäge getvet^n, denn hie Q,lfelder is' iwr GqgßNd von Mossul und die Baumwolle Mesopotamiens, welche beide dieses Gebiet als das kostbarste Beutestück Englantzß KpfcheiULN. ließen, haben bisher keine klingenden Ergebnisie gehabt, einerseits weil es an Arheitßkxäfwn fßhft nvtz weil die Pxa, huftipn sehr , teuer kprnmt, andererseits weif hi« Reibungen mit Frankreich wegen der Peieiliggntz an fftzploitgtsan hex Ölquellen hishex. nach keinen rechten Aufschwung in der WirtschaftMuatwy Mesopotawienß möglich mgchftn. Hst, spiestu auch dst syrischen PryLstme, welch« qn.tzie P«xsp« Fqisuls geknüpft sind, hinein. Fgisul soll nqch den Wnfch^s Frankreichs den Engländern als König pgn MesotzytSlnstn ausgehalst werden. Heute wird äüZ diesen Gründen bereitin England selbst sozusagen ein Feldzug gegsn.- Mesopotamien geführte Die „Timss" verlnggen den Nückzug aus tzex Mossulgege^, Asguich tzi« Näunnmg ganz Mosopfitamienssn bis Basxa« wgs hqs pölli§« Aufgeben dieses Gebietes bedeuten würde. Auch in konservativen Kreisen tauchen ähnliche Forderungen aus und die „Daily Mqil", di« Pertretexin mesopotamischex Oelintex» essen, ist recht still gewpxdpn. Es steht heute fest, daß Mesopotamien noch auf lange Zeit hinaus hohe Kosten verursachen wird- und das hängt mit der Araberbewegung zusammen, von welcher die Sicherheit MefopotämieNS vielfach beeinflußt wird. Um sich nun in beiden Fallen zü sichsru, geht man jetzt daran, einen a r-a b i s che n Staat uystr englischer Kontrolle zu schaffen. Nach den Bestimmungen des Mandats soll ejne Konstituante nach Bagdad berufen werden, um das Wahlgesetz für eine LandeSversqmmluug aüszuarbeiren. Biß hier konsolidierte Verhältnisse geschaffen sind, umsomehr qls die arabische Frage auch an' Basästina auftaycht, ist lange Zeit erforderlich. Die unmittelbare Gefahr ist aber nicht gering, denn der Zusarnmenhang der Arabeftwwegung mit dem türkischen Nationalismus und dem russisch-persischen Bolschewismus ist heute offenkundig. Der erste Aufstand irj Mesopotamien brach kurz nach dem Waffenstillstand ouS und man weiß, daß Kcmal Pascha vorher mit Araberführern konferiert hatte. Olctzt erfolgen auch aus Süd-K»rdistan Angriffe, also aus einem Gebiet, daS zu Kemals Einflußsphäre gehört. Es bestehen auch Beziehungen der Aufständischen zur Räterepublik in Rescht. So ist also auch in Mesopotamien ein, wenn auch mittelbarer, bolschewikischer Einfluß vorhanden. Daher ersck>eint es durchaus begreiflich, daß England, auch um seine Stellung im nahen Osten zu sichern, den Frieden mit^ Rußland sucht. 2K. August 1920 ~ PolMsche RurrÄschau.' Die ttngelSstM Ppovleme irr AtakienS Nrcherr« ppNßik. ..V«rriere d«lla weist — in einem Rückblick auf die eben beendet« Tagung der italstnischrn Kammer. Und dje Erklärungen des Außenministers Grafen Sforza auf M Bündel von ungelöstn Fragen der ahrK-? Wärttg-en Politik hin. hi« von her Nation viel zu wenig - beachtet werden: „Nehmen wir einige tzs« d«n Hauptfragen: Welch«! Haltung wird Italien einschlagen, wenn Frankreich und England sich, um das Schlimmste anzunehmen, in er--. Hartem oder doch tatsächlichem Kriegszustand mi ß! Rußland finden sollten? Denkt die italieinsch« Regie-i rung, ist Uebereinstimmung mit dßm AbgeychMen./ Tveves, daß ein Balkanbund eine Friedensgarantie wäre, oder denkt sie das Gegenteil, und wie fdskkt sie' sich dazu? Welche Maßnahmen gcheM dWKe Regierung M ttefftn, damit, hej afler AchMng W AutommiL.W Oher«tsch, die staatliche Einheit nicht verletzt uu8s die dortigen italienisch?« Minderheiten nicht zum Dotze^ perurtesit WrdM? WarM hat Htalien in de» NÜ»! tragest von BersMes und pan Zäm.t-Germain die- Klauseln geduldet, die Oesterreich d.-n Anschluß an Deutschland untersagen und dadurch mittelbar die Donaubustd-' und habsburaischLN ZntriM begünstigen«, und wie gedenkt es diksen Fehler gutzumachen? Parum sind die llnterhanhlungen mit den Süd" s l a w e n in P a l l q n z st,, dis,angeblich nur durch eine Ministerkrise uuwrbvochrn wurden, nicht wAd^r aufgtznommsn worden? In welcher Weise und m welchem Zeitpunkt gedenkt di« Regierung hie. von Ssarza wiederholt betonte VersphnuugLP.oftftk mit den Südslgwsn durchzuführen? Mt andexeu Worten, ws.M worden wir Zsriest und die aichereu adriatlschen Gebiete einpecleihen rönnen? Mnp es wahr ist« daß her Besitz PM Pa ly Vst mehr eine Verlegenheit stls ein Kvrterl wor, worum haben wir, stm.es Mzugeben., gerade best Augenblick gewählt, in dem dieser Rückzug gm ehksten einer Atzr« jagung gleichsehen mußte. Ustd gerah« die Wtuationm^ di« am meisten zur Schwächung deß Koudoner Wx^ trgges geeignet waren? Welche Garantie biete^ uns dgL Ahlymm^n von Wirgstg für «ine wirft'che jj*» abhgngigkeit Albaniens und Pakpnas und für «ine ^rtzundschaftspoliti^ die n-cht unsere Intervention in jeh«ß belobige Balkangezgstf nach sich zieht? Wenn die Tit Loni-Benizelo^-UeLr'.einkunfb Mft Und Nichtig war, wie Tittoni darlcgt, seitdem Italien auf territoriale.Erwerbungen in Anatolien ver« ^Wt hat, wqpum hat Mast bi<Esche Mf. NM sich davon loszstsagen? Mechr M-m Mzstg guf .dest Dvdakanes nicht mehr exlangon konstttzn aW einetzi Aufschub von zehn Jahren für die Volksabstimmung M.f UWws, es nicht möglich, die Verhandlungen Mit GV^HKnsglkd in solcher Weise zu führen, baß dieses, bescheidene Ergebnis ohne lärmende Konflikte erreicht Wprhtzn wstr« und 'haß diese unsere neuerliche Anerktzimung des Nationalitätenprinzips den Ruhm und den Vorzug der Spontaneität besessen hätte, statt den Usbel»- wolkelchesi erzwungen und uuBWktt M.-OpschetWP? Auf feine dieser FMgen Ht dttz Rkrliexusg gtzasttz tzMtst. Ho daß wir, um uns von dieser Parlaments-» tagung befriedigt erklären zu können, uns mehr an den Heist stS gn feen WchstabW Der Geist war friedliebend und tzdßl, her Buchstabe ver- MmmM und unaufrichtig. Dieser HideHruch «rgikt sich ausder dauerndest Krankheit des itMeuischeu politischen MilleflZ. Jystiilkt uusexe? Volles mch seine. LpschiHtsichs T?adi- Ichu tmcht. uns zu GSWlen der PersöhnliDeit und des WMglftnsr und doch ich-int Schrift, den wir nach diesem Ziele bin tun, m^hr dem Zwasti) ftKrud^r Wacht alß der Wahl unserer Wxnunft sprungeu. Ms Ruhm ftin konnte, wird hapt« Mft Wendigkeit. C)as Primat, .das uns uiij:aE den Siegexn erwartete, wird traurige Zwitterstellung, die weder die des Siegers noch des B-esiegteu ist. '! Immerhin waren in der diesmaligen DrgMst einige Anzeichen der Gesundung zu spüren, tzyn deM die erisw groß« Rede des Grälen Sforza das hMem ksnstpsrteste ist, Unser Minister des Aenste-'n Hai Hst viel gesunden Sinn, um nicht z:l sehen, daß ßs Zeij ist, von den Worten zu den Taten überzugehen. OävS JNrsien jrscht Sklavin seiner ungelöstml Pryhseme, .stz hätte-es heute ein entscheidendes Geiuicht in die Wag, schale HU werfen bei der polnischen wie bei allen au* deren Fragen, von denen, mit dem Heil Europas, auch das unsrige abhängt. j Sic Urnrvhen in Breslau. \ Wie gemeldet, hat es in Breslau vorgestern deutsch, nationale Unruhen gegeben, bei welchen bas polnisch« und französische Konsnkat gestürmt und zerstört wurde. Wie nun mitgcteilt wird, haben sich im Anschluß an diesi Vorgänge in den Abendstunden noch weitere St8» r u n g e n ereignet, die zum Teil einen a n s g e s p % o» chen antisemitischen Chara kter annahmen. Unkontrollstybare Elemente bedrohten in de« Antonien« straße das Hotel Blatt, in dem vorwiegend Ostjudß« zu verkehren Pflegen. Zu weiteren Ausschreitungen kam es dort jedoch nicht, wohl aber in der Schauerstraßej wo das Warenhaus Hcrzfeld geplündert wurde. Dies« Deutschnaftonalen bringen es wirklich fertig, die Sorgest ihrer eigenen Ration heillos zu kompromittieren. /