Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 568 (21.8.1920)
- Date
- 1920-08-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I Nr. 568 Wien. Samstag m der Woche 250 Francs, 4 Tage in der Woche 125 Francs* S Tage in der Woche 100 Francs, 2/Tage m der Woche 6S Francs. Eine Gabe von 30 Francs, berechtigt auf einen Anteil an der Messe, alle .Freitage des. Jahres, 10 Francs jeden ersten Freitag des Monats, ^5 Francs einmal, in zwei Monaten. NB. Untere Gründung besitzt alle wünschenswerten Garantien der. Dauer, Die Gaben, ob sie nun persönlich sind oder aus einer Kollekte stammen, können durch sukzessive Za h langen ergänzt werden. Man kann auch im Namen von Freunden oder Verwandten — lebenden, oder verstorbenen — emzalsicn. Man bittet, Briese, und Gaben an den hachwirrdigen Herrn Superior der Priester vom Laere Ooeur, Brngelette (Belgien), zu adressieren - und eventuell eine Briefmarke für die. Antwort beizulcqen. Die Gaben können un§ in gewöhnlichem rekommandierten Brief mit Schecks.geschickt werden. * Der Bericht des Wiener Delegierten über die Londoner zionistische IahreSkonferenz. Herr Adolf B ö h m schreibt uns: In Ihrem Bericht in Nummer 565 heißt es an einer Stelle, daß ich folgendes gesagt hätte: »Bedauerlicherweise siel aber auch der Autrag durcb, der dahin ging, daß kein Jude den von ihm erworbenen Boden entgegen dem nationalen Juteresie verwenden dürfet Ich erlaube, mir zu bemerken, daßdurch' tue Zusammenziehung eines längeren Berichtes hier eine 11 n k l a r h e i t entstanden ist. Abgelehnt wurde in London, so referierte ich, der Antrag, daß die zionistischen Kreditinstitute ausschließlich nnr solchen Kolonisten Kredit geben sollen, die sich den Prinzipien des Nationalfonds unterwerfen. In diesem Antrag sah ich die Sicherung dafür, daß die privaten Landbesitzer ihren Boden Mir so verwenden, wie es daS nationale Interesse erheischt. Der Antrag wurde nur in sehr vbgrlchwächter Form angenommen, indem statt des Wortes »ausschließlich" die Worte i»i v e r st e r R e i h e" gesetzt wurden. j :* Wie die Prozentnorm nnsfieht. Aus Budapest twird »ns geschrieben: Die Jahresberichte über die öffentlichen ^Schulen in Ungarn bieten den Antisemiten und sonstigen Verfechtern des numerua clausus gegen die Juden viel Grund zur Arrgeylis. Aus diesen Berichten geht nämlich hervor, daß. Iwährend die christlichen Jungen wie ihre Alten sungen und sich als ' erwachende Ungarn und Ungarinnnen in den studentische« Brachialfornlationen und Augeberorganisationen dem Vaterlande diesen, die jüdischen Schüler und Schülerinnen mit vervielfachter Anstrengung ihrem Studium obliegen, um für den 'ihnen so schwergemachten Existenzkampf gerüstet zu sein. Dem" fntsprechend ist die Zahl der jüdischen VorzugZschüler auch um ein jMchrfaches größer, als ihnen auf Grund der Prozentnorm, die Ferrits in den meisten Mittelschulen eingeführt ist, zukäme. Am krassesten ist diese Erscheinung in der Mädchenbürgerschule in der Pratergaffe in Budapest zutage getreten. Die vierte Klaffe dieser Schule wurde insgesamt von 42 Schülerinnen absolviert, von denen drei Jüdinnen waren. In sämtlichen Gegenständen „dörflich* qualifiziert waren drei Absolventinnen der Klaffe, und zwar-die drei jüdischen Schülerinnen Ilona Goldberger, Irene B o d ü und Renee P a ch. Es ist einfach nicht mehr auszuhalten mit diesen Juden. Sie können ihren Geist und ihren Arbeikswillen nicht in den Schrayken des Gesetzes halten. >; 6??£tttopn. (Für jüdisches E l e n dBernhard Hchapira L 106, Beruh. Goldenbrrg ll 1OO, N. N. K 20, Gisela Ruff L 20, zusammen »( 240. Bisher ll 1582. * Schachturnier z» GStekvrg. In der z e h n t e n Runde deS MecstertnrnierS siegten R u b i n st e in gegen Niemzowitsch, Reti gegen Bogoljnbow, Selesnieff gegen Breher, K o ft 11 f ch gegen Spielmanw, T a rt a k o wer gegen Marco. Remis wurden die Partien Maroczh—Tanasch und Möller— Mieses. Der Stand nach der zehnten Runde ist: Bogoljubow, Reti, Rübinstrin 7, Kostitsch, Maroczy, Tnrrasch, Tartalowcr 51/*, Mieses 5, Dreher, Niemzowitsch 4'/,. * Prähistorisch- Funde bei Innsbruck. Wie der!,A l l g e m e i n e T i r o l e r A n z e i g e r* meldet, wurden bei/ den in Angriff gmommenen Torfsiecherrien in Bill .bei I u n 8 b r u ck mehrere prähistorische Fnnde gemacht, die «ach dem Urteil des. Archäologen Professor Menghin auf eine Siedlung ans'der Hallstätter Periode (1100 bis 1700 vor Christi) schließen laste». * Fernzugverkehr Wien-Salzburg. Heute verkehrt der von Wien-Westbabnhos um 5 Nhr nachmittags abgehende Fernpersonenzug 17 auch an Samstagen bis Salzburg. In der Gegenrichiuna wird . an Sonntagen Zug 18 (Abfahrt Salzburg 10 Uhr 25 Min. abends, Ankunft Wien-Wcstbahnhof Montag 12 Uhr 45 Min nachmittags) geführt. *. Ein neues Verkehrsmittel Der Stadtmagistrat hat der Pfeil-Krastwagengesellschaft m> b. H. die Konzession zum Betriebe von vorläufig 27 Linien von der Innern Stadt «ach frequenten Ausflugsorten und von den einzelnen Bahnhöfen?nach dm Hotels der Innern Stadt erteilt. Diese Pfeil-Fahrten werden mittels sogenannter Fliegerwagen, das sind Luxusantomobile mit einem Faffungsraum von neun Personen, betrieben. Es wird sich zum Beispiel eine Fahrt vom Standplatz Schwarzendergvlatz anfs Gänsehäufel ans K so, »mit Rennplatz Freudenau out L 80, zmn Trabrmuvlatz auf S 50 für eine Person stellen. Andere Routen: Grinzing. Kobmzl, Schafberg, Türkenschanzpark. Kahlenberg nnd in die Lobau sind projektiert. Brsonders wichtig 'für den Fremdenverkehr sind die Pfeil-Fahrten von den F e r n- »ü gen der' einzelnen Bahnhöfe zu den Hotels der I n n,e r n Stadt. Diele Fahrten führen die Reisenden vom S ü d b ah n Hof. Q st b a h n h o f, N o r d b a h n h o f. Nordwestbahnhof und Franz I o s ess-Babnhof um K 30 per Pcrsom, vom W e st b a h n h o f u« ll 4V per Person zu den Hotels. " Bqhndiebstahl. Am 16. d.M. wurde dem Eisenbandler Siegmund Oesterreicher. IX., Lirckftensteinskaße 113, in einem Coup6 erster Klasse, aus 8em Westb«hnhvf ein schweins» lederner Koffer mit Kleidern' und Wäsche, zusammen K 100.000 chcrt, gestohlen. '- * Langfinger Dem Generaldirektor Gustav W eiß ex" stein wurde am 13. d. M.' bei der Staatsoper eine goldene llhr samt Kette un Werte von X 30:006 mid dem Edmnnd K u l t a, M., Neubqupaffe 19, im Ccrs6 Fflmhof in der Neubaugasse eure aoldenr Zigarettcntabatiöre mit blauem ovalen Stein ans der Schließe, lv 27.000 wert, entwendet! * Am Glöcknergebiet vermitzt. Der 37jährige Beamte Sicgmund Polak. II., Kleine Schiffgasse >r wohnhaft, har sich vor ungefähr z"hn Tagni ans eine Bergtour ms Gebiet des Großglockner begeben. Seither sind seine Angehörigen ohne Nachricht von rtnn und ü.c d-iü er m den Berum veru"glückt ist. Die Bcbcrdcn igi ('.', e>t.ward:,-, rcrsiänd!gt. WlSUer Mitteilungen ans dem Publikum. 8 k ««kauft 4ewr«:r als .{««ior •<j JtaweSi©*», I., Graben £ SS &ä;?es8<a SssaeiktDte!!! ' -.1 B Perlon, Gold,.Silber, Platin und Uhren kauft ku Höchstpreisen Better SotÄ.nvt,?1rins*faooe2®J G«i«i5enheitekä8fe. I Mcwtaliilforstr. 93 77Kl; « #%) * Der Diebstahl der .^Scherzo"-Gr«ppe im Arenbsrg-Park. Anfavgs Apnl machte der nächtlicherweile erfolgte Diebstahl der köstlichen Bronzegruppe ^Scherzo^ von Müllner Arcnberg-Park großes Aussehen. In der Nacht zum 6. Apnl war die Gruppe von ihrem Sockel im Arenbrrg-Park brrschwnnden. Kriminalbeamte haben ermittelt, daß der Diebstahl von dem SOjalntaen Hisisarbkiter Franz Riha und dem 2'>iährigen Schloffergehilsen Rudolf C a g a c r l ausgrsührt worden ist. Beide wurden verhaftet und am 19. d. M. dem Landesgericht eingelieiert. Die Verhaftung zweier...weiterer D-ebsaenoss?n ist im Zuge. ES wurde ferner skstgestellt, daß die Gruppe auf dem Wagen eines GemischtwarenbändlerS in semen Schup en in der Jnnsiraste gebracht worden ist. Ohne Rücksicht auf den hohen Knnstwert wurde die Gruppe von den Dieben, die es nur.auf den Materialwert abgesehen hatten, zersägt. Die einzelnen Bromestücke wurden dann in Säcken?it einem EisenkäNdler ut der Bngmenau pe' bracht. Der Mann kaufte das Metall den Dieben um X 5250 ab und veräußerte es gleich einem anderen Eiseuhändler in der Brigittenau um K 8100 weiter« Der zweite Eiseuhändler' verkaufte die Bruchstücke wiederan andere Eiseuhändler. Er erklärte sich aber bereit. daS Material ne« z« beschaffen und allenfalls auch die Kosten der Wiederherstellung der Bronzegruppe zn tragen. Gegen den Gemischtwarenhändler. der sich seit dem 16. d. M. auf der psychiatrischen Klinik befindet, und gegen die beiden Eiseuhändler ist die Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft erstattet worden. ' * „Metallum Gold" — (mit dem Regenbogen) die gutbewährte Taschenlampenbalterie. * Ein großes Gartenfest mit reichhaltigem Programm und anschließender Tanzuntcrhaltnna verausialtet der Verein Ahawath Zion am 22. d. M. im Cafe Praterfee, II., Prater Hanptallee 5. Eine erstklassige Musikkapelle bringt jüdische Lieder und Weisen zum Bortrag. Der Reingewinn fließt dem Bibliotheks¬ und Palästina-Reisefonds für Mitglieder des Vereines zu. (Näheres siehe Inserat.) _________ 21. August ISA)' <Ütfc s »WBR'-;- nibPi—i™iihiiji i Bühne und Krmst. Aus den Theatern. Im D e u t s ch e n V o l k § r h e a t e r bereitet Direkror B e r n a u als erste NeninsMierung im Znklns klassischer Werke Shakespcares a vi! c t" für dir eiste Häü'te Sevtembev vor. Dü Titelrolle spielt Ferdinand Okji o. Dre beforuro? . und kpsiüml che Ausstattimg wird nach Entwürfen Ptosessor S t r n a d s Herges!ellt. Im Deutschen Bo l k s : h e a t e r gelingt Mo ne«« den -'f). d. M., 6 Ü h r, Schillers- „K a Nie und Liebe" mit den Damen Volckmar, Thalltr und Dencra und den Herren Olino, Rangenhofer. Millwcmn. Askonas, KutichrrL und Amon, in den Hauptrollen zur Aufführung. Für die Vorstellung gelten' volkstümliche Preise ohne Vornierkgebühr. In den K a m m e r s p i e l e n des Deutschen B o l k S t h e a t e r s wird als nächste Novität die Komödie „T> i e u u b c r ü h r t e F r a u" von Gabriela Z a v o l S k q vorbereitet. Im DeutschenVolkstheater gelanat heule. 7 Uhr, die dreiaktige Komödie »M oral" von Ludwig T h o « a zur Aufführung. Wie wir hören, bewirbt sich der bekannte Kompomst Robert Stolz bei Direktor Jarno um die Direktion des L n sts p i e l t h e a t e r s ab 192l. Der Vertrag mit den jetzigen T'irc'toren läuft ab. _ Ein neues Drama von Gorki. Marim G o rJ t bat rrii neues Stück beendet: .?Robotaga Slowatjckon". Es be»- handclr d:e Sozialisierung öa I n d u st r i eb ei riebe und wird g'g rnvärtig m Moskau gcft'iel!. Der Nobel-Preis für Literatur. Der l i t er a rif ch e Nobel-Preis soll, wie verschirdenc Blatter meldnr. kiefts Jahr dem sp a n i s ch e n Dramatiker Jacmtv Benevent»- zutalltn. Sarab Bernhardt als Romanschriftstellerin. Die unsterbliche Sarah, deren künstlerischer Ehrgeiz, sich nicht aus dw iveltbedentenden Bretter beschrankt, sondern die sich 'auch als Malerin und Bildhanerin versucht hat. beginnt soeben nn Pariser ..Excelsior" mit der Veröfsentlichnng einer ,La,Betite Idole" betitelten Erzählung, mit der,sicb die melgewandte Schauspielerin dem Publikum als Nomanichriftstellerin vorstellt. Das erste Kapitel des Romans führt d?e Heldin, in der Gestalt cines tapferen jungen Ätädchens ein, das den festen Willen hat» ihren Berus nach eigener Wahl zu treffen^ Man sieht der Fortsetzung der Geschichte mit umso größerer Spannung entgegen, als man annimmt. daß cs sich um einen Schlüsselroman handelt, der der Verfasserin willkonnneue Gelegenheit bietet, eine Reihe bekannter Personen, die in der Gesellschaft, dem künstlerischen Leben der diplomatischen imd literarischen Welt vor sürnzig ,>ahren eir Rolle gespielt haben, im Nestexspiegel ihrer persänftchn, Ingen erinnernngen vorznführen. Dereirrsrrach richten. I ü d. V o l k s b i b l i o t h e k Z i o n, kl., Glockeng a s s e 90. Heute um 3 Uhr nachmittags nn Vcreinslokale Borirag Herr Moses R o s e n b l u m. Thema: ^Erez Israel vor nnd nach San Remo". Gäste willkommen! --Chaluzim- Versammlung. Sonntag den 22. d. M. findet im Lokale, .XX., Karl Merßlfiraße 5, eine Versammlung' aller, Chaluzim statt. Sprechen werden die Delegierten der Achdulh Haäwodah au§ Palästina. Anfang l]$ Uhr nächnritlags. — Jugendv e r e i n A h a w.a 1 b Z t o n. 1l., Kleine Zufahrtsstraße 160. 4 Uhr allgmreine Komiteesitzüng zwecks Kartenabrechnung und Arbeitseintelluug. Erscheinen Pflicht! — Jüdische Jugend- Verein i g u n a M e n o r a h. Alle indischen Jugendlichen des Vf., VII. und VIII. Bezirkes, auch N i ch t m i t g l i e d e r, werden zu der heute 5 Uhr. nachnnttags 'im BereinSlokale der zionistischen Sektion für die westlichen Bezirke Wiens, VI., Amerlingstraße IS, Hosstiege, ’ stattfindenden großen B e rs a m m l u n a ewgeladen. T a g e S d r d n u n g: Besprechung des künftigen Arbeitsplanes, Gründung einer Spart- und Kunst sektion. —Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer in Wien, H., Obere Donaustraße 65. Sonntag den 22. d. M. um 6 Uhr vormittags Mttgliederversammlnng in Winklers Pcaterkeller. lk.» Stuwerstraß'r 1. Erftl>einen Pflicht! Mitgliedskarte vorweisen! — Akademische S e k t i o n , d e 8 Fürsorge- Komitees für die Chaluzim. SmnStag, 9 Uhr abends. P l e n a r v e r s a m m l u n g, IX., Türkenstraße \K Alle Sammler werden dringend ersucht, , die eingelösten Gelder mitznbringen. Pünktliches Erscheinen Pflicht! — Hebräischer Konversationsklub. Heute, 7 Uhr abends, Diskussion Über literarische Fragen unter Teilnahme des Dichters Josef L i ch t e u b a u m. Sonntag 3 Uhr nachmittags, Ausflug. Treffpunkt Schottentor. Die Ernährmtg. Der Marktbericht. Die Beschickung der G r ü n w a r e u m « r k t e mit G em ü s e und O b st war gestern wieder außerordentlich günstig. Unter den» Einfluß der starken Zufuhren find d i e Preise fnrZwetschken undAepfel weiter zurückgegangen. Gute Wirtschastsäpfel ivareu zu S 6 und K 7, inte Zwetschken zu L 8 bis L ii zu haben. P a r« d e i s e r kamen weniger, waren aber immer noch über Bedarf vorhanden. Dagegen waren die Zusnhre» an grunenFisoleu und M a i s a m K o l b c n etwa- ,st 8 r f t r. Der Jahreszeit entsprechend, kommen auch schon die verschiedenen Rübe na r t e n tu größeren Sendungen an. Alls den Fisch m ä r k t e n faitmt lebende Karpfen zu K 120 und lebende Barbe n zn X 90 daS Kilogramm zmn Verkaufe. Fleisch nnd Geflügel stand in großen Menge« zur Verfügung, die nahezu u n v e r k ä u f l t ch waren. Das Angebot an Eiern hat sich vermehrt, der Stückpreis betrug gestern S 7. W. I. W. Taschen oder Rucksäcke »ttb,ringen! Farbeneinteilung genau beachten! Obne Buch keine Waren-! Nachzügler. werden / nicht berücksichtistt. DienStag, 24. d. M.. von 9 bis 7*U Uhr. blau, rot; von 7,11 bis is llbc weiß. gelb. Mfttrvock, 35. d.M.» von 9 bis 7-11 Uhr rosa, grün; von 7-11 bis 12 Uhr gra«, orange. Feinmetzlzuhuße für die Kinder. Vom Staatsawte für VolkSernährnng wird verlantbart : In Fortsetzung der vom Staatsamte für Boikseruähmng eingelerteten Zubutzenaktion tür Kinder wird Noch im August d. I. an die Kmver bis zum vollendeten 6. Lebensjahr: in Wien bei den städtischen Nährmittelabgabcstellen und Konsnmentenorgmnsatioucn eine Zubuße von je 1 Kilogramm Feiumehl abgegeben iverden. Die näheren Best-mmnntien über 'i>:t Ausgabe der Z'.ikmß: weiden vom Magistrat i Wien kum'C i.,j füucaa«uil;t w..d,n. Sport. Mit der Hakoah in Dentschlan^. '' Von Artur Baar. IX. Das letzte S^isl. Nur ungern schieden wir Sonntag den 15. d. morgens, von Hannover, wo wir . durch, die Mtglieder des Bar Kochba eine überaus' herzliche Aufnahme go» sunden hatten. Nach einstündiger Bahnfahrt langtenAp'rr in Braunschweig ein. Unsere Gegner, der V e r e i n s ü r B e w e g u n g s s P i e l e, B r a u n s ch w e i g, waren^am Bahnhof sehr zahlreich vertreten, wie sie sich in jeder Hinsicht als äußerst gastfreundlich erwiesen. Die wenigen Stunden, die uns noch vor Beginn des Wettspieles zm Verfügung standen, wurden dazu benützt, um das vorhandene Spielermaterial zn sichten und durch radikale Behandlungsmethoden, elf Leute heranszirbringen, die. überhaupt imstande sein nvürden, das Spielfeld zu betreten. Ins Tor wurde Halpern gestellt. Für die Verteidigung.stand nur der unverwüstliche Lewitus ^nr Verfügung. Scheuer und Trümer waren völlig spielunfähig. Da war guter Rat teuer. Schließlich übernahm Grünfcld, der alle sieben vorhergehenden Spiele als Zenterhalf mitgemacht hatte, den verwaisten Posten. An seiner Stelle spielte Jszo Gansl, der gleichfalls kein einziges Mal pausiert batte. Kurt ^ltTm bezog trotz völliger Lahmheit den linken. Pollatschek, der sonst nur Stürmer spielt, den rechten Läuferposten. Die Stürmerreihe wurde fokgeudermaßeil zusainmengestellt: Katz. Slutzky, ,/Hanst-. Boros und .Häusler. Boros und Sluhky waren tags vorher noch auf Stöcke gestützt gegangen. Der erstere war auch völlig unfähig, den Ball -mit dem rechten Boi ft -zu berühren. Häusler trat mit heftigen Muskelschmerzen an. die sich nach seinen ersten Aktionen derart steigerten, daß er nach der Pause nicht mehr antreten konnte: an seiner Stelle sprang Grünwald ein. lieber das Spiel selbst ist wenig z» berichten. Die Brampchweiger waren herzlich schwach, trotzdem hatte die zur Halste aus Invaliden bestehende .Hakoah-Els Mühe, das letzte Wettspiel siegreich zu beenden. Boros errang die Führung. Braun schweig stellt noch vor der Pause das Spiel ein. Durch zwei schöne Treffer „Hansis" wurde der Stand auf 8:1 gebracht. In iveitcrer Folge Verschoß Boros einen Elser. Knapp vor SMuß holtest die Braunschweiger noch ein Tor aus. Endresultat 3:2 für Hakoob. Wieder war es nicht ohne Verletzungen abgegästgen. Grunreld erhielt von einem Gegner einen Faufthieb ms Gesicht, dem zwar die Absicht fehlte, der aber doch <:iüe Deformierung der Nase und eine heftige Blutung zur Folge hatte. Am Abend waren wir Gäste des Vereines für Bewegungsspiele, der sich in jeder Weise bemühte, uns den Aufeutbait so angenehm als möglich zu machen. Der Obmann des Vereines überreichte uns eine Flagge in den Vereinsfarben, geschmückt mit dem Abzeichen des Vereines. In längerer Rede, würdigte, er die Bedeutung i unseres Gastspieles und wies ans die völteroersöhgende