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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-19 · Heft 566 (19.8.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 566 (19.8.1920)
Date
1920-08-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien. Donnerstag iener M-rgenzeitupg 19. August 1920 Nr. 368 -i-t Der VEswirt. Gine Krone -- 2.85 Centimes Geld. Gestern notierte in Zürich: dir österreichische Krone Geld. . . 2 85 ( 3.-- am 17. August) die osterx. gestenrpelte Krone Geld . 2.85 ( S.1Q am 17. Augusts die tschechische Krone.10.40 <10 60, o?n 17. Anguß) feie Mark . .. 12.50 12.85 am 17. Augusts kgrM . 6.50 : 6.60 am 17. August Warschau.—am 17. AugmD Budapest.. s 87'/,. \3.tt am 17 August) Die StaatsfinanZey der Entente. ' ^as Organ des tschechischen Ministeriums des jAeußern „Sborni zaära'nri ro'itcky" brachte eine interessante liebersicht über die Finanzlage der Ententeftaqten: „Englands Staatsschuld, die sich zu Ktiegsbcgiun auf 645 Millionen Pfund belief, wuchs tauf 7435 Millionen Pfund, das ist 190 Milliarden Uskdfranke-.r, an. Di?'e bedeutende Schuld hofft England durch eine rabi'aie Ve'itzsteuer und K—gsgewinnfteuer zu beseitigen, die in manchen gälten bis aus 80 Prozent ansteigt. Von der oben angeführten Schuld entfallen 1350 Millionen auf die auswärtige Schuld; der Rest von 6085 Millionen auf innere Anleihen. In den letzten fünf Ja inen wurden sämtliche Sbaatsausgaben zu 28 Prozent durch Steuern, zu 72 Prozent durch Inlandsanleihen gedeckt. Das jüngste Budgetdefizit, das größer aussiel, als man erwartet hatte, wird durch neue Steuern gedeckt werden. Die nustr artige Schuld wird sich leicht amortisieren taffen. Hiezu wird auch die bedeutende Handelsflotde mithelfett, dib 'bei den heutigen Schiffsraumlperten eieren nanvihaiien Aktivposten in der Handelsbilanz-pusmacht." > Run bessert sich aber Englands Händelsh'ilanz seit einigen Monaten ununterbochen. Der Iuli-Ausineis d^s Handelsamtes lautet: Die Mehrernsuhrbeträgt bloß!8 Millionm Pfustd gegenüber 64 Millionen'Pfund im tzuni, Die günstigen Frachtver'ichsrnngen und Bank- Verdienste von rund 50 Millronen fverden die Rückzahlung von '40 Millionen Pfund Staatsschulden gnßerlhalb Gxotzbritauniens cr nöglichen. Die O^isfuhr hat gegenüber jener im Juni um 23 Millionen Pfund zujgenommen. Infolge dieser Tatsache sowie der energischen Steuerpolitik und den bedeutenden natürlichen Aei.chdümer« und Hilfsquellen. Englands dürfte afler Wahrscheinlichkeit nach England der erste europäische Staat fern, der die finanziell«!! Folgen des Krieges vollständig jüberwunden haben wird. - , s „Biel schlechter ist Frankreich daran, dessen kBudget für 1620 zirka 25 Milliarden answirft, von denen bloß zirka 12 Milliarden gedeckt erscheinest. Das bgpite! der Staatsschuld, di: sich auf 163 Milliarden beläuft, ist besonders interessant. Der Finanzminister strebt vor allem, durch eine geschickte Konversion der ^erschs'deucn Llnleihen die Staatsschuld zu v-eremheit- Lichen und in langfristige Rsntens'chuld umzuformen, sDiese namhafte Staatsschuld wird Frankreich mit dör sZeit nötigen, wie England zu einer Erhöhung der heute schon bedeutenden Steuern Zuflucht zu nehmest, k— Frankreichs schwächst: Sxite ist freilich das Passivum seiner Handelsbilanz, gegen die es keine Hilfe gibt, .solange Frankreich ipicht rein im Ausland placiertes Kapital zürückbetommt. Tosha'.b waHst die auswärlige kschstld Frankreichs, di: sich aus etwa 15 Milliarden' Maxienbad, «Nachdruck brrtyreft.) jLtM Domap, sondern eine überaus vstwi.ckelte Geschichte, di? zwrfchep'Warschau und Mqrienbad 'Pults in" ZS' Br:x'en. 1^ Billel-doup und 46 Telrssrämmen. ' s ' < Bon Söholem Alejche«^. degr Jüdischen übertragen von S r e g f r red Sch m i tz. .5 Forlieyuv^.) Wsgre er nsejn Manu, er käme mir nicht nzehr stuf if Nfllefvsi zursich Ich würoe cs ibm schon heihringen, , -stß er dqrf in Mariepbav aus immer fitzest bleibt. ^Er wstrde h^i mir ordentlich ..abnehisten"' und nicht jblpß d^n Bauch verlieren. Du kannst sagen, was Du dvfftst -7ich wefß, dyß pp D-ern Freund ist aber ^o'etwas tut piast nicht. Dass Herz hat mfr geblutet, doie ich bei ihr mich verav:chwoen war. Sie gehört jnicht zu denen, die klagen. Aber man hat doch Augen. ^Sie Hachen schon so ein Glück, die beiqen SKwestörn: jEsther und Chancie. Chancie hat — so redet man — jngch mehr durch ihre?! Hafer astszuftehep. Hftr in IBerlin hat man mir erzählt, daß Maser Mgrjastszyk jauch in Marienhah ist. Und Bronja Hauferprgnn,. Leftie DZrauchstuhl und die Jasttfljkerin yiit ihren ^öcht§rn, siyd die auch schon ist Mar.enba'o? All:— jpqs aps Heu Rstlsstyst wo Huf, fährt stach WqriKjchqtz; Usthpxstfssn! — tzch hpfst P«n Dix einen Brief bereits ip Wstri^stbqd ststMrefsen; aber vergiß sticht, stiir. asses zu schxrlhen, wgs zil Hause vergeht. Verlaß Dich sticht ggnz auf jSstrr-Ritchel. Schau jedi'u Tag nach, was sie vopi Mstrft bringt, tvjkge pgs Fleisch nach, foestst es ppsti ^Ffpischssr Ipmnu. imb nimm um Himrne s wi len ja sticht? deust die Lkrüister., sesstst die ehrsichst^n, Haffst Pst Gespvhstheit. sn^hr quszuschreiheg. Htthy wirtz tzst.MMist zu chix stch sfch d-GMst, tzstß ich ihr post ihxrr R«chWltg m Hube. Wnn sir bststn Dristä Gkrrchtfg^st an- -rstft, um etwas nachgsszahlt zu kriege«, gib ihr kein« jAutivort. Sie hat mir mil. d.uu Gsr:cht gedroht, alfr Ä» DM. DM Franken beläuft, weiter an. Allerdings kömmt Frankieic\ nach dem Friedensvertrage von Dentfchland ein hedeuteuder Schad^uersatz zu,. Einen Anlauf zur Ge-; frpiung aus der heutigen schwierigen Situation machte man jedenfalls durch Auflegung einer neuen Staatsanleihe, die ungefähr 17 Milliarden einürachte." Infolge ' diKser Passivität sekner HandelsbilHstz nn ßt« Frankreich auch. wie. bekannt, ein: Reihe tief'b einschneidender Einfuhrbeschränkungen und Verb ob: erlassen, die erst in jüngster Zeit teils aufstehoben, teils gemildert wurden. Aber die'Kauptursache-für die. ungünstige Ffngst.flgge Frastkreichs liegt doch in dubiosen Uüslästhsforderuflgeß. Pie .Rieseusuftnnen, die Frgnkreich im zgMischest Rußland seinerzeit investiert hat« dürften so gstk wie v^rlprest sein trotz aller her-,: zweifelten AnstrengustDn festeu's teL' gegenwärtigenDrgisrnng,. die hauptsächlich aus diesem Grunds eine so unglückliche^ Palitik gegenüber Sowjetrußland und Polen Kunacht hat. Den Milliardenzerftörungest in den seinerzeit von den Deutschen besetzten Gebieten Norüsrankceichs stehrn. wohl die Gewinne, die Frankreich aus dsm Saargebiet zieht, vor allem aber die deutsche, Kriegsentschädigung gegenüber. Auch-diese ist doch ein einigermaßen dubioser Uktivposten in her- Bilanz Frankreichs, dubios einerseits.durch die hgütige politischs Konstölkätion im Osten, noch mehr aber durch hie hauptsächlich von Frankreich selbst verursachhe Lähmung des deutschen Wirtschaftslebens. > Di«' Finanzlage Frankreichs w ird vielfach recht ungünstig beurteilt, was in den Kursen des Franken gegenübsx drir Valuten ansersr ^ntentestaaten zum Ausdruck kommt sowie auch den Stand der Rente Ungünstig besinfkstßt. ,Hstgleich besser .steht xß mif Italien, dessen PtaatsschstLsich ,güf, 78 Hkilliarden Kire Wäuft, Äaß Püdgök von 1820 weist ein Defizit in der Höhe von; L176 Millionen aus. Die.HstuPtschwierigkeit' bereitet die Passivität der Hanhslshilayz, deren Passivem, etji;-'» 13 Milliarden Peiragt. - Sichsr wird - sich hiese Lhge bedeutend bessern, sobald ein intensives HstsamiMnarbeiten mit Aenträstuvopa undi Rnßlgnd Möglich fein wird. Dazu stbcrtraf der ^riesige srnanzi^lle Erfolg, her bei dxr Zeichnung auf hi« Staatsanleihe erreicht ward, alle Erwartungen, Im ganzen wurhen 1.^ Milliardest tzezeichnet -7- Hr einen Staat wieAtaliest eine üngWöhn^ sich hohe Summe. Dieser Petrstg' gleicht sticht nur has Unbedeutende Budgetbhfizit aus, sondern HM auch dejn Staate namstntlich beim/Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete. Den verb'leihenden Betrag^ verwendei' deP ^Wt fn erster Linie zu Inpestitfonen 'und prpdukjitzen Zwecken.-" ' ' ' Italien befindet sich sttzt ln tzinem-HirtschaftWen, por allem irKustrstlsttt'''AüssWMtz', dev sich, ach besten mit jenzeM Heutschlands nqAi lJ7t' "'MMiHeu laßt Wenn nicht irgendwelche pstlrtlsche stjrd soziale Störustgen Hort eintreten, so wird Italien ebenso wie England hie Folgewirkungen des Krieges bgld überwunden habcn. „Es , hat auch dssn Anschein, gss ob Belgien perhältniZmäßig schnell ^aus der durch, den Krieg geschasfenen siürnzieltzn Situation seinen Ausweg fände. Pas Budgetdesizit von 300 Millionen 'wird leicht hurch Steuern gedeckt werden; denn bisher war die Bevölkerung Belgiens vielleicht die am wenigsten mit Steuern belastete. Di« Staatsschuld beläuft sich apf 20 Milliarden, eingerechnet die .7,5 Milliarden Bons, hie als Ersatz für die in Belgien in Umlauf vorr ja nicht, mix Mch Maxiesthqd Held zu seuhen. jpexde Psr sofort nach meiner Anfunft meine - Ud^sse rnstterlen. Gott gebe, daß ich schon glücklich angelangt bin. Von mir, Deiner Frau, Pelcie Kurländer. Nr. IV. Schlojme Kurltzuder aus Warschau (auf den Nylewki) an seine Frau Belrie Kurlander in Harienbad. Der teuren Gattin,^Frau Belci:, meinen Gruß! . Pejpz:' hupest Priese aus Berlin habe ich erhalten und stist Orri teure Bslcst, mit, daß ich, .Gott sei Dant. PesündMn und zu Hause, alles in bester -Ordnung ist. Wenn nur'alle Mieter rechtzeitig zahlen würden, daß man nicht mit ihnen btc ewigen Scherereien hat. Denn, tzb^esehän vqp hept Hirlijst/kostet ftas noch eine Menge.- für Advpkateu uph Gxekutjflneu und sonstiges Unglükf- Und dazu hat man noch Aergernis; denn es gibt da so feine Micjpart:iün, die drohen, Dich in die Zeitung zu setzen, wenn Du sie. aus der Wohnung hinauswiLfst. Und ich will nicht, daß man mich in die Zeitung setzt. Hsr ist dqs nicht re-cht. Und die! Gautän. "die ich jetzt bauen lasse, verschlingen so viel Geld.; daß ich gar nicht wefß, wie ich da herausköinmen werde; überdies hat man mit ungebildeten ßeystjr. zu tM, mit Hqgdtperk^rp uyd Axbeitrxn, hie einsM auf heu Aqpf sstigen uud jkeinen Funken Ächtung vor einem Hausherrn haben. Kurz und gut, was soll ich Dir. viel erzählen, teure Belcie? Sorgen, Sorgen auf Sorgen. Und da komme »l pych Deine Oxiefe ails Berlin. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie ich mich gekrankt habe, haß Du nicht über Wien, statt über Berlin, gefahren bist. G-lpjß r- Du willst beim Professor sein unh Pich mft Wl her-ahru mi* s«ll i&. recht sein, pch will etz Dir, GW bewahre, nicht verhietzen, »mH pW Gelh *-r Dq8 jjvßist Du jck tut eS mir »» ha wahr ich kehL -r nicht leid, wo es sich um Deine Gesundheit h>nid:lt. Aber wozu Dich mit Dottornr einkiie»t bk BlittrauLrr sind M M dxpi. Lr-WpM gefund:n:n deutschen Banknoten qgsgssgebsn MrdW sW. Dar,ni^ brauchte es für Belgienkein«! besonderen fiskajifchen BorWruugen; die, Gesundung der FinanM geht guf nprinalem Wege vor sich. Ts ch e ch 0 S l p w a l ie n ging in das Jahr IftW hinüber mit einem Gesqmischuldbetrag von zirka siardcn tschechischer Kronen und 3 Milliarden Goltzsrqükru- (in'kt.- .Vefreiungstaxe', Quoten dev öst«Eichischen Äuslandsanleibön). Dafür erhält äs GchadWersah von Oöst-wreich und Ungar« in einex noch Psp der Reparationskommiffion zu fixierenden H'KHK, ..chqK pian vorläufignoch als zweifelhafte FvrhsMngz KM sehen rmlß. Sein« Schulden sind im Vergleich.mit den Finanzen anderer. Staaten unbeirßutend; doch ist. bei uns bas Bewußtiein noch Nicht zum Durchbruch gelangt,!)aß gesunde StavtSsinänzen die Grundlage "ciuch/M- ' friedenen Lebeus jedes einzelnen darstel.'r.l. So ruft die' B«!iysteusr. die denen der Weststaaten lange nicht gleich kommt, dort unendliche Debatten und Mtßstimmungen' hervor. Die Anleihen ergaben kerne befriMMdW Resultate." Sehr viel Schuld an dieser.Situation txagj: hie imperialistische Politik gewisser Kreise in der Tscheche Slowakei, welche die Unterhaltung eines bedeutenden Heeres erfordert nnb das Land auch sonst, besonders in Wirtschaftlicher Hi nicht, schwer schädigte. Mer nach de» heuen Nachrichten, die mall über ein Neutralitätsabsommen Tschechisns mit Oesterreich und anderen Suk- 'zessionsstaaten hört, scheint diese unglücklich« Phase in der tschechisch:?! Politjk übertpiluden zu sein, was djx. wirtschaftliche, fin.snz'elle und politische Zukunft dieses Landes bereits in viel h'-llerem Licht erscheinen läßt. Eine Warnung der Schweizer NaLionalbanh vor auswärtige« Kapitalsanlagen. Wie aus Bern genieldek wird, bat sich die Cchwei-erische Notionalbank in einem Sclireiben an alle schweizerischen Finan:.-- inslilute gewendct, warm bir»c mit Rücksicht auf die gespannte jitage des. schweizerischen Kapitalsmarktes crmihnc wrrdcn, Kav:tal°»mlagw izn Auslände zu untellassep, die Kreditgewährung an das Ausländ emzuschranken. am eine iallmähüche Liquidation ausländischer ^nthabkn hinzuarbeiten und die Hereingehrachten Gkldxr ,n den günhigen enlhs'nnschen Augclegeuheitku zu vrr^. Ausgleich. Vom Landesqericht Wien wurde dqs. Aus» gleichsverfahren über das Vermögen' des Franz Schmidt. Hgvhklsanqestsllten, urld de?: Wss Sch?u i d t in Pim, Zffft,- Ha'uytstraße 11 ivohnpatt, ejugelciiet. Äusgleichskomwissgr; Dberlandesgerzchlsrm Dft Karl Dol'zl. Alnsglttchstzeswgl'ttx: peovold Berg, Wien, l., Zelinkagasse 10- Anmeldefrist: 17. Sxp? tember- Ausgleichslagiatzung: 21. September. V-11 Uhr. Vom Wiener Handelsgerichte 'wurde die 'Ausgieichstag'ahnnq jm Ausgleichsverfahren der Fama G a'r d p, Metall-Güellschast nz. b. H. in 2Lie?i, X.,. Van dcr'NüllgaNe 2l, aus Antrag des dÄuSgleichsverwalters für den V2. Ostober d. I., 10 Hr,. hft piesem Gerichte, Zimmer 98, erstreckt. . , . Beendeter Konhprs.. Vom Wiever.-HgHsslßWM' würde der am j0, März IfllZ über das Veonqgs» dft 'zM ftetriebe des Schneidergeiperbes reg. Fnma Ädotf Kflh'z, ch Oph» M Wien, XVII., Hernalier Häuprsrraße 5. elöffnete Könkursi um Zunimmilng sämtlicher Gläubiger gemäß 8 167 Ki O. ‘ für beendet erklärt. Börse für landwirtschaftliche Prodnkte, W6 e y; 18. Angust. lOrig.'Berichs5 Der Verkehr an der lien-igen Börse bnjt sich wieder w reckit engen Greiizen. nachdem die Lage aus dein Getreideunlkt unveräud-ni »nlic-r-edig'nd ist/ Noch immer besteht rege Nachfrage nach den U'ischikd>'niren Pradnkten, dach kann dieser wegen Fcbirns der L.ire nicht entsprochen werden, Das Geschä't war auch recht drtänglos und erstreckte sich nur gM einzelne FlNkelstosse, welche sich zu Mischzweckeu eignen, tochie aus Sämereien, welche noch augebaut wcxdcn könnrn. Fn Hafer ist das Ausgebot weltclhlü belanglos. Dalutenkurfe. Das Gesstiäft in fremden Zahlnngsniittcln War im pe?'ir-gkn >rncn Verkehr wieder recht lebhaft nud mebrjauf eiümal zu tnn haben? Sie w2rd:n Dir schließlich und endlich so arg den ^opf verdrehen, daß Du — Gott behüte — vpu thueu krgnk lptrst. Ogs wgxk eines. Puttt. zweitsn aber frage ich Dich, tessre B«leie: Warum .schonst Du Dein« Gesündh-est mcht? sondern gehst zu Werthcim und. Tiatz Gelegsithestskäuse machen? Ich glaube Dir, daß dort jeder Kauf ein Treffer ist. Aber erstens ist mir Deine Gesundheit mehr wert und' ztpeitKns msj»e ich, daß man in Warschau auch solchs Qkkastonen kriegt. Für G«kd bekommt man Du kennst ja has Sprichwort — al'kvs, nuv kein Kieb-er. Steht es wirklich dafür—- ich fraHö Dich sich' dort im Gedränge .hermnzudrücken, um richtig äin Paar Socken und gilt« Wanduhr zu kaufen? Muß man d-W sein Hch-N aufs Spiel setzen? Ich frage DichZBsftftl (Du bist-poch nicht das prfte eheste -Weib EvVn-sttznÄsjtsstl'ti): wie . kommst es, daß Du ssschen Unsinn nrachst? Und darin noch herumtanftiu um sich Berlin anzufchäMnl Ich muß Dir sagen/ meine teure Belcle, daß ich Nicht begreifen kairn, luas in dein Berlin eigentlich zu sehen ist.- Ich stellen mir vor. daß es «ine. große Stadt ist, drestngft fünfinal, zehiunal größer als Warschau: Schön«, große Häuser, viel schöner und viel größer als in Warschau t~ u«b: was habe ich schön davon? Wer^ Dp mir zum Beispkl schreibeu würdest, daß Du im TlMter gewesen bisft Mr im Zirkus oder in derlei Orten r~ das ärgert mich nicht. Im Gegentril, w«nn Dst im Ausland hist, so solltest Du überall sein und alles sehen. Warlim denn nicht? Mich ärgert öur eines! Warrrm kannst Du nicht Deine Würde und Deinen Stand wahren und mußt Dich von jedem Müßiggänger außführen lassen, den Du nicht kennst uud von dem Du nichts wAßt? Es ist noch gut, baß Du auf pins» Mrrllm gesvofftn hast, der Dich rsfpektiert hat. Was wäre, MM Du ettim Huligan pver einem LSindbßu^l in die Hände ges-lle» märst? In der Fremde, liebe Belxie, muß mmr noch mehr auf der Hut lein als. zu Hause. - ' * ' . ' (Fortsetzung folgt.) ' j

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