Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 564 (17.8.1920)
- Date
- 1920-08-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ts!te 2 Wien, Menskää «■-——f--- Das Zudentnm als Pfadfinder für die gegenwärtige Entwirrung. Von Otto Lang. II. *) Vor kurzem gelangte, auf englische Quellen gestützt, ' leine in dieser Hinsicht höchst wertvolle Zusammenstellung dom Finanzrat Dr. RenS Per in zur Veröffentlichung, die seinerseits die Steigerung des Geldumlaufes, ändererseitdie Teuerung in einigen Staaten zeigt, und zwar, beträgt nach diesen Angaben die Steigerung des Geldumlaufes seit dem Kriege in den Vereinigten Staaten 77, Großbritannien und Irland 150, Japan 174, Frankreich 300, Italien 465, Spanien 99, Schweiz 153, Dänemark 155, Schweden 175, Niederlande 190 und in Norwegen 205 Prozent. Aus anderen Grundlagen wird ferner dieselbe Steigerung im Deutschen Reich mit 1118, in Rußland mit etwa I200 Prozent angegeben,'und nur um ein Bild zu bieten,'!ln welchen Zahlen sich diese Steigerung abspielt, sei erwähnt, baß die Summe, auf die sich diese .Prozentanzahl bezieht, sich mit Ausschluß des Deutschen Reiches in einet Steigerung von etwa 1631 auf 9947 Millionen Pfund Sterling bewegt. Diese Steigerung betrifft, abgesehen davon, das; sie nur einige Staaten erfaßt, nur das Geldwesen; hiezu kommt aber noch die Steigerung in den Anspruchsbefcheinigungen anderer Art, wie Renten, Schatzscheine, Aktien und dergleichen. Weiter kommt noch hinzu die allerdings weit geringere, aber doch immerhin als nicht unbeträchtlich ein- Huschcitzcnde Wterverminderung, der auch der Verlust an ' Ausbildung menschlicher Fähigkeiten umsomehr zuzuzählen ist, als es sich doch sowohl bei Toten wie bei Invaliden durchwegs um Männer von guter Leistungsfähigkeit im besten Alter handelt. Die früher erwähnte Durchschnittswertemheit vfät bk Anspruchsbescheinigungen dürfte Wohl mi4 einiger Zuverlässigkeit kaum für die Frieoenszeit, aber noch viel weniger!sür die Gegenwart zu errechnen sein, aber wenn man alle erdenklichen Fehlerquellen, einschließlich aller strittigen Auf-» Fassungen, wie immer berücksichtigt, kann es keinen Zweifel geben, daß bei dem gegenwärtigen Stande jene Einheit sich gegenüber dem Stande vor dem Kriege um ein Mehrfaches des letzteren Standes verminderte. Erst wenn man das ungeheure Mißverhältnis erwägt, bas sich für jene Dürchschnittswerteinheit für Anspruchsbescheinigungen gegenüber dem Stande vor dem Kriege ergab, jerft dann zeigen sich die Umrisse des wirtschaftlichen Umsturzes, den der Krieg unabänderlich vollbrachte, und man wird ihn dann nicht mehr in irgendwelchen politischen Bewegungen suchen, aber auch nicht wähnen, ihn auf solchem Wege ungeschehen machen zu können. Nimmt man nun weitgehende ^Abschöpfungen der An-!spruchsbeschei:ügungen durch Vermögensabgaben und dergleichen an, so wird schon bei diesen Abgaben, weit mehr aber noch bei dem verbleibenden, noch immer den Friedensstand mindestens verdoppelnden, wahrscheinlich aber mehr als verdreifachenden Reste das Streben nicht aufhören, sich der Durchfchnittseinheit der Vorkriegszeit zu nähern, schon deshalb, weil ein nicht unerheblicher Teil dieser voneinander kaum unterscheidbaren Ansprüche aus jener Zeit stammt, wie zum Beispiel Rentner, Versicherungsnehmer usw. Hiezu kommt aber noch der bestimmt gekennzeichnete Besitz, zum Beispiel an Gebäuden, Grund und Boden, Anlagen usw., bei dem notwendigerweise von dem , gegenwärtigen Berechnungswert .ausgegangen wird. Wie könnte sich aber «ine solche Annäherung an die!Friedenseinheit vollziehen? Doch nur, indem für die zahlenmäßig gleiche Anspruchsbescheinigung annähernd die : gleiche Gütermenge wie im Frieden zu erlangen wäre. Diese -Gütermenge kann aber nur durch Arbeit entstehen und auch der etwaige Vorrat erlangt von da her seine Bewertung. Mne solche Annäherung wäre daher nur möglich, wenn jene, -die solche Arbeiten leisten, im Umfang jener ungeheuerlichen '$Lniptüd)ibe]d)tiniQvintttn auf ihren Anteil an dem Arbeitsergebnis verzichten würden. Das ist aber ganz unmöglich,!weil ein Arbeitsergebnis, ber dem nach solchent Verzicht auch .nur das Nötigste für eine ganz durstige Lebenshaltung übrig Ibliebe, geradezu undenkbar ist, und weshalb soll denn ein Verzicht in solchem Umfang geleistet werden? Wie unmöglich itoirb es aber, etwas von solchen Ansprüchen des einen Landes lauf ein anderes £anbA }et es auch als Sieger, zu überwälzen!! Nichts anderes als diese erweisliche, völlige Unmöglich-! feit offenbart sich in jenen Erscheinungen, die man jetzt unter dem Sammelnamen Bolschewismus bezeichnet, nichts ^anderes aber auch in dem Zurückbleiben der Güterergiebigkeit jber Arbeit, sei es unmittelbar, sei es infolge Streiks, Sabotage «und dergleichen, während sonst nach Kriegen alsbald ein ge-! waltiger Leistuilgsaufschwung einsehte; jene völlige Unmöglichjkeit macht sich eben ber allem und jedem instinktiv und un-! unterbrochen geltend. Ginge man diesen Weg weiter, müßte sich daher ein!unab,ehbares, heimtückisches Kämpfen ergeben, einander durch '«irgendwelche Mache einen höheren Bescheinigungsertrag ab-!zujagen, wobei diese Mache nur neuerlich an der Gütersrrgiebigkeit der Wirtschaft zehren würde. J Es gibt hier keinen anderen Ausweg, als zu crkenncu: «Die Ges amtwirtschaft müsse unverzüglich auf «andere Grundlagen übergeleitet werden. Dazu sei die Rückkehr vom geldzum güterwirtschaftlichen! Denken der einzige Weg urrd mit dem hiezu unentbehrlichen jge istigen Ringen hätte das Judentum voranzuschreiten. Solches geistiges Ringen auf wirtschaftlichem Gebiet ent-! spricht dem Wesen des Judentums am meisten; es kann hier fbie Führung aber auch deshalb übernehmen, weil seine Ängelhörigen auf diesem Gebiet, sowohl in der Presse wie in wer Wirtschaft selbst, fast bei allen westlichen Völkern V 558 der «Wiener , Wiener Mosgenzeitung i großen Einfluß haben und weil für sie, und zwar gerade für jene einflußreichen Kreise, sich hier die von ihnen lang ersehnte Gelegenheit erschließt, de r Aechtüng für immer zu entrinnen, die gerade utn jener Kreise willen auf dem Judentum so schwer lastet. Selbstverständlich könnte ein solch offen ausgesprochenes Streben an manchem' Stellen geradezu einen Aufschrei der Entrüstung Hervorrufen: Nun wage das Judentum sogar ' schon offen, die Führerschaft zu beanspruchen. Davor braucht man nicht zu erschrecken, denn um die Führerschaft aus diefepi Wirrsal reißt sich' heute niemand. Sie ist, dessen muß sich das Judentum bewußt sein, hart und schwer und dornenvoll und setzt ein hohes Maß von Verantwortlichkeitsbewnßtsein voraus, wobei mit einem grenzenlosen Mißtrauen von allen Seiten, auch innerhalb des Judentums, gerechnet werden muh; allein das liegt ja vorweg im Wesen dsr Sache. Würde aber ein solches Zusammenwirken Hervorragender geistiger und wirtschaftlicher Kräfte an einer gemeinsamen großen Aufgäbe'Ünd unter den Äugen der gesamten Oefsentlichkeit nicht das Zusammengehörigkeitsgefühl im Judentum neu belebest? Wäre- «Ed zugleich dis won dieser Aufgabe untrennbare Berücksichtigung vieler/EHHer und staatlicher Verschiedenheiten die wtrtöollste E^Nrmisquelle, wre dann von jüdischem Wesen ausgehend das neuzeitliche Zion zu gestalten sei? All das, ohne baß jemand begründeten Anlaß zu irgendwelchen Bedenken hätte! Wie wtzre nun jene, Aufgabe seitens des Judentums zu erfüllen? mfe in Betracht kommenden geistigen Kräfte des Judentums hätten sich innerhalb ihres Wirkungskreises dieser Aufgabe zuzuivendcn/jedoch nicht, um wegen des eigenen geistigen Erfolges untereinander oder gegen irgendwen zu kämpfen, sondern um. alles richtig Scheinende, selbstverständlich auch von nichtjüdischer Seite, so unvollständig eS sei — wer könnte das Vollständige bieten — zu sammeln, «i i nh e i t l i ch, daraus kommt es vor allem an, zu ordnen, um banst zu dem erwünschten, Ergebnis zu gelangen. ' Schon durch-diese Art geistigen Bemühens wäre sehr viel gewonnen; denn seit langem — im Kriege steigerte sich dieser Vorgang ins Maßlose — galt es fast nur, sich gegenseitig irgendwelche Fehler, nachzuweisen oder einer Schuld zu zeihen und in diesem Sinne die Leidenschaften zu wecken. Was Wunder, daß sie schließlich so verheerend losbrachen. Solches geistiges Ringen hingegen würde dazu dienen, womöglich jene volle Klärung zu erreichen, die erstrebt werden muß. bevor in solch weittragruden Angelegenheiten zur Tat geschritten werden kann. Wo eS aber unmöglich wäre, so lang« zu warten, da müßte im aufrichtigen Bewußtsein dieser Tatsache, die noch fehlende Erkenntnis vorläufig durch Vorsicht ersetzt werden, daß Krieg und Kampf jedenfalls nicht der richtige Weg seien, daß. diese Erkenntnis, vielleicht jene Errungenschaft. für die Menschheit selbst mit solch ungeheuren Opfern nicht zu teuer, erkauft. wurde. Jedenfalls setzt die Schaffung solch umfassender Einrichtungen, wie sie hier m Betracht kommen, voraus, daß sehr' weite Kreise schon im voraus mi2 deren Wesen wohlvertraut sind. Das ist bei der Dichte der heutigen geistigen Verkehrswege leicht zu erreichen, sobald jenes ganze Mühen, wie es hier gedacht ist, in seinen jeweiligen Ergebnissen der breitesten Oeffentlichksit zugänglich gemacht wird, mögen damit auch manch unliebsame Nebenerscheinungen verbunden sein. Eine solche Anregung erfordert aber auch mindestens Andeutungen dafür, wie man sich den sachlichen Erfolg einigermaßen vorstellen könne. Dieser Forderung wird in den weiteren Ausführungen auf Grund eindringlicherer Zergliederung, einerseits des Zieles, andererseits der in der Gegenwart sich ergebenden Möglichkeiten entsprochen werden. Hiebei werden auch verschiedene Einzelheiten für die Durchführung deutlicher werden. Eine solche Einzelheit fet jedoch schon hier berührt: Es wird sich nämlich in überzeugender Weise ergeben, daß Wien geradezu vyrbcstimmt er. scheint, den Ausgangspunkt für diese Bewegung zu bilden. Zuversichtliche Auffassung in Polen. Von offizieller polnischer «Seite wird mitgeteitt: Nach, den letzten Nachrichten vom Kriegsschauplatz ist ejue entschiedene Wendung, zugunsten Polens eiugetreten. Schon vorgestern waren hier Gerüchte über einen Durchbruch der russischen Front verbreitet. Diese Meldungen finden nunmehr ihre Bestätigung durch die letzten offiziellen Kriegsberichte, in denen die Aufnahme der Gegenoffensive bei Klonst, nordwestlich von Warschau und der Durchbruch der feindlichen Front bei Hrubieskow, südwestlich von Warschau, bestätigt wird. Bei Plonsk wurden drei bolschewikische Regimenter aufgerieben. Oestlich von Warschau haben bereits die Vorstöße der dritten und der sechzehnten bolschewikischen Armee begonnen, die den kategorischen Befehl erhielten, die Hauptstadt unter allen Umständen zu erobern. Es entwickelten sich dort erbittert« Kämpfe, in denen die polnischen Truppen mit heldenhafter Ausdauer allen feindlichen Angriffen standhielten. Im Süden wurde nach einer heftigen Schlacht Hrubieszow von unseren Truppen erobert. Polnische Kgvallerie verteidigt, unterstützt von Jnfanterieabteilungen, die Gegend von Radziechow und Chvlejow gegen heftige Angriffe der Reiterei Budjennys. An der Strypa wurden alle Angriffe des Feindes abgewiesen. Diese günstigen Nachrichten vom Kriegsschauplatz haben die Stimmung in allen Schichten der Bevölkerung sehr gehoben. Allgemein blickt man der weiteren Entwicklung der Kämpfe mit umso größerer Zuversicht entgegen, als die lieber zeugung vorherrscht, daß die Bolschewiken keine beträchtlichen Reserven besitzen und daß die Schlagkraft ihrer Truppen nicht ouKreichen ,1 wirdr um Warlch.au zu erobern. A 17. August 1926 ftfc 56< Politische^undscha«. Die FriedenSvertrüge der Alliierten. Aus London wird unS geschrieben: Mit der Unterzeichnung des Frie-ensvertrages mit der Türkei/ st der letzte der Verträge unter Dach gebracht worben, i)ie nach dem Konzepte des Obersten fftaitS' notwendig wären, um der Welt den Frieden wiederzuigebsn.. Der türkische Friedensvertrag wurde in Sevres von elf verbündeten Mächten unterfertigt, und zwar" von Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Armenien, Belgien, Griechenland, Polen, Portugal, Rumänien und der Tschecho-Slowakei. Serbien und der Hedjas fehlten. Serbien hat bekanntlich die Unterchrist des Vertrages aus dem Grunde verweigert, weil';s nicht geneigt ist, einen Teil der türkischen Schuld, )ie ick Sinne des Abkommens vom Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen gemeinsam mit der Türkei getragen werden soll, auf sich z« nehmen. Der Friedensvertrag mit der Türkei besteht aus drei Dokumenten:'Dem eigentlichen Friedensvertrag, einem 'tasienisch-griechischen Protokoll und einem Protokoll über die Einflußzonen in Kleinasien. Die formale Beendigung des Kriegszustandes erfolgt in England durch einen eigenen Staatsakt, durch welchen das Ende des Krieges (War Definition) proklamiert wird. Von dett einzelnen politischen Kreisen Englands wird dieser Akt ununterbrochen urgiert, der besonders jetzt angesichts der Vorgänge in Polen von weittragender politischer Bedeutung wäre. Demgegenüber verweist die Regie mng auf die bereits am 1. Juni d. I. von Bonar Law im Unterhause abgegebene Erklärung, daß die Proklrmierung des Kriegsendes erst erfolgen könne, wenn die Verträge mit Deutschland, Oesterreich, Bulgarien, Ungarn und der Türkei unterzeichnet und die erforder-' lichen Ratifikationsurkunden hinterlegt sind. Diese Vorbedingungen sind jedoch bis heute nicht erfüllt, denn: Der Vertrag mit Deutschland, wurde in Versailles am 28. Juni 1919 unterzeichnet und am 10. Jänner 1920 ratifiziert; der Vertrag mit Oesterreich wurde in Saint- Germain am 10. September 1919 unterzeichnet und am 16. Juli 1920 ratifiziert; der Friede mit Bulgarien wurde am 27. November 1919 im Trianvn unterzeichnet unö am 9. August 1920. ratifiziert; . der Friede mit Ungarn wurde am 4. Juni 1920 in Neuilly gesch'.ossem wurde jedoch bis heute nicht ratifiziert. _ Die Randftaatenkonferenz in Riga. Der Ukrainische Pressedienst meldet aus Riga- Die Konferenz der sogenannten Randstaaten, die am 8. d. M. in Riga begonnen hat, hat das ganze zuv Verhandlung gebrachte Material über das Zusammenwirken der Konferenzstaaten einer Anzahl von . Kommissionen zur Vorberatung überwiesen. Am 9. d. M'. haben die juristische und die politische Unterkonunission ' der Naridstaatenkorifcrenz ihre Arbeiten begonnen. Vorsitzender der N-'chtskommijfion ist Senator Samuels. Ciuk besondere Kommission beriet die gemeinsame Kriegführung gegen die Ausbreitung der aus Rußland cingeschlcppten Epidemien und hat sich auf die Annahme der diesbezüglichen Bestimmungen der Ppriser Konvention geeinigt. Jeder Epidemiefall wird sofort den Regierungsbehörden des Nachbarstaates mitgeteilt werden; die Kommission stellt jene Grundsätze auf, nach denen die Nandstaaten ihre Hygienebehörden organisieren werden. Die Vertreter Finnlands und Litauens erklärten, daß sie sich den Beitritt zu dieser Konvention bis zum Eintreffen neuer Bevollmächtigter Vorbehalten, Der Zwist in der französischen Sozialdemokratie. Die Sozialistische Partei Frankreichs wird dem-- nächst über den Versuch Cachins und FrossardS» die Sozialistische Partei Frankreichs zur Anerkennung der Dritten Internationale zu veranlassen, sich auSfprechen. Nach dem „Petit Parisien" macht sich schon jetzt eine sehr erhebliche Opposition eines beträchtlichen Teiles der sozialistischen .Abgeordneten bemerkbar. Am 29. Juli fei bereits ein energischer Protest gegen die Haltung Cachins und Frossards von einer Anzahl Sozialisten, und zwar nicht der unbedeutendsten, unterzeichnet worden. Die Unterzeichner des Protestes, der in der „Vie Sociale" veröffentlicht wird, werfen Eachin und Frossard vor, durch tendenziöse Telegramme versucht zu haben, Frankreich zum Anschluß an die Dritte Internationale zu bewegen, das heißt, zur Anerkennung von Prinzipien, die in den drei HauptpiurUterr der Demokratie, der Syndikatsorganisation und der naktvMlä» Verteidigung eine Verneinung derjenigen Prinzipien/ seien, die die französischen Sozialisten bisher anerkannt hätten nnd denen die Unterzeichner treu bleiben wollten. Der Dritten Internationale beistimmen, hieße von der Partei den wichtigsten Teil abtrennen. Der „Petit Parisien" schließt daraus, daß man sich auf besondersstürmische Auseindandersetzungen zwischen beiden sozialistischen Ansichten gesüßt machen könne und daß man sich am Vorabend einer Krisis befinde, wie sie die Partei schon öfters burchgemacht habe. Lüttwitz meldet sich wieder. ' General Lüttwitz, ber tm unglückseligen Äapp*Putsch' bekanntlich bi« größte Rolle gespielt hat, meldet sich in der 1 «KrüNLLvit«.NL" iu Wort, AuL dem Driel erläM