Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 560 (13.8.1920)
- Date
- 1920-08-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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AK. 560 Wien» Freitag ii........ . ji - ■ i ■—•■•*■-■? nr- AMD, if*as 13'. ftiiguft »SV nfr--.. vnfT'" V vün bkesew Leiben fehlt; für'sie ist,.wie für Bozi, die Der- Hängung von Strafen lediglich „eine empirisch gegebene, der Rechtfertigung nicht bedürftige soziale Erscheinung". .Andere haben versucht, die Notwendigkeit der Strafübel'barzutun,'das „Recht zu strafen", zu begründen, eine „Rechtfertigung des Strckfrechts" zu geben, ohne daß jedoch ihre, vorwiegend logizistischen und vorurteilsvollen, Gebankengänga Ueberzeugungskraft beanspruchen können. Im Zuge der Entwicklung nmß es liegen, daß willentliche Grausamkeiten der Menschen 'gegDemander immer mehr aufhören..! Die Strafe ist nur einer schmerzhaften Therapie, nicht der'ungleich wertvolleren Hygiene vergleichbar. Sie ist auch Nur eine äußerliche, symptomatische und schematische Behandlung, keine kaujale Behandlung, . , die. das Nebel bet der Wurzel ergreift. Sie ■ Be" seitigt nicht die Motive zum Verbrechen, sondern beschränkt sich darauf, Gegenmotive 'zu setzen; schon deshalb ist sie 'zu halber' Wirkungslosigkeit verurteilt. Denn es liegt in ider-Natur des Menschen begründet, daß gegen einmal bestehende /starke Motive Gegenmotive überhaupt wenig zur Wirkung gelangen. Die Verbrechensmotive zum Verschwinden zu bringen, mehr fürsorgen, weniger strafen, das. ist. die .Aufgabe." Der Postpaketverkehr in die Tschecho-Slorvakei.! Amtlich wird verlantbart: Nach Mitteilung des Postmmi-!steriums in P r a g unterliegt nunmehr die g e s a m t e Einfuhr von Waren in die Tschecho-Slowalei mit wenigen Ausnahmen einfr besonderen Einfuhrbewilli-!g un.g,.dievon der Kommission für den auswärtigen Handel in P r a g erteilt wiro.! Zu den a u s g e n o m m e n e u Gegenständen zählen insbesondere: Periodische Zeitschriften aller Art, Mustkalirn und Bücher, W a r e n m u st e r b i s 2 50 Gram m, mit Ausnahme ivon Monopolgegenständen, Seidentvaren, Spitzen, Stickereien»!Gold, , Silber und überhaupt Luzusware. Nachbildungen ohne Handelswert. Retourwaren, ausgenommen Waren aus Edel- -metall oder anderweitig an eine Bewilligung gebundene Waren, ^wie Monopolgxgenstände, Waffen, Schießbedarf, Silber, Gold und dergleichen, soweit die Partei gemäß den Zollvorschriften Nachfrist, daß es sich tatsächlich um Waren handelt, die auS dem 'Zollaustaude nach dem tschecho-slowakischen Staate zurückkehren. ^Gegenstände, die im Zollvormerkverfahren zur Reparatur oder mach-diesir'WM vorübergehenden Gebranch oder, nach diesem, Keinesfalls aber'zu anderen Zwecken eingeführt werden. Hefe. , . Dagegen ist die E i n f u h r b e w i l l i g u n g auch!f ü r . H a k e t t mit Liebesg a b e n notwendig, äuch wenn sie das Gewicht von 6 Kilogramm nicht übersteigenj Am zweckmäßigsten ist es, die Einfuhrbewilligung in das >Paket..izu hinterlegen und dies auf dem Pakete und auf der Be« gleitadresie z» vermerken.! .iiDie-Etüftchrbewillitzung kann auch durch einen besonderen Einfuhrschein oder durch eine gerichtlich oder notariell beglaubigte Abschrift der Einfuhrbewilligung ersetzt werden, j .Die Postämter haben Pakete nach der Tschecho-Slowakei, jbie nicht! mit/ der erforderlichen Einfuhrbewilligung versehen find, bei der'Ausgabe zurückzuweiscn. Perlüftrrerung der Karlsbader Spielklubs. j Aus. K a r l 8 b a d wird berichtet: Vor kurzem trafen hier fünf UegierungSkommifiare ein, welche die Aufgabe hatten, nach den Verbreiter» der f a l f ch e n F ö n f t a us en d k r o n e nn o t e n .zu fahnden. Im Hotel Imperial wurde eine Razzia veranstaltet, die jedoch ergebnislos blieb. Hierauf wurden alle S p i elklu b s einer. Perlustüetung unterzogen. Die Spiel Leitung.hatte jedoch rechtzeitig von lern bevvrstehenden Besuch Kenntnis erhalten und bereits vor einigen Tagen das Spiel eingestellt.^ - Drubenexploston in Sthlefisch-Ostrau. 6 Tote, 4 Schwerverletzte. , Aus Schlesisch-Ostran wird berichtet: Auf dem der Oester ,reichischen Berg- und Hüttenwerksgesellschaft 'gehörigen Salmes ch ach t e ereignete sich eine folgenschwere Graben* 'exPl o.s i.o n, beider sechs Bergleute den Tod fanden und,vier schwer verletzt wurden. Die Explosiv» dürfte -wahrscheinlich durch einen in der Grube abgegebenen Sprengschuß .erfolgt fein. . O alte Burschenherrlichkeit. Wie die. „Bossische Zeitung" berichtet,' hat die Deutsche Burschenschaft ans ihrem diesjährigen Deutschen Burschen- -tag ini..ihre neue „Verfassung" folgenden Grundsatz aus-! genommen: - . ' - ^„Mit. allen Kräften tritt die Burschenschaft für die Erhaltung und Pflege deutscher Eigenart, Sprache und Sitte.i<ciit.' * Die Burschenschaft steht - auf dem R aff c n* st a Nrd p u n kt, deshalb dürfen nur deutsche Studenten cr r i sch-er. 'Abstammung, die sich offen züm Deutschtum bekennen, in die Bursche,rschäft ausgenömmeu werden. Die Burfchenschuft "verpflichtet sich anss "neue', ihre Mitglieder zu völkischem' Bewußtsein zü erziehen." -Hervorzuheben ist ferner der Beschluß: „Die' Deutsche BnrschLnschaftl erkennt' an, daß' Mitglieder' die internationale oder-jeparatiftrsche Parteien unterstützen, nicht mehr Angehörige der Deutschen Burschenschaft sein können." Dieter Beschluß'dev Deutschen Burschenschaft legt nunmehr „verfassungsmäßig" fest, was bisher in praxi geübt wurde, daß Juden nicht ausgenommen werden.. Dieser Beschluß ist freudig zu begrüßen, denn er nimmt einer gej wissen Sorte deutscher Juden, welche derlei Bestimmungen 1 bisher im Stil der „Vossischen" verschänrt „lokal" genannt ( hat. den Anlaß, sich noch mehr zu entwürdigen, als sie es ''ijUiiCi' getan l;aoc»; Um die geht es, .u.icht, da ja bereits Letzte Nachrichten. Frankreichs Befürchtungen. Paris, 12. August. '(Havas.) Der „Temps" sagt zur Anerkennung der Negierung Wrangel, daß die französische Regierung damit keinen Gegenschlag gegen den von England in Warschau gemachten Schritt geführt habe. Als Millerand von der Besprechung in Lympne zurückkehrte, fand er das Ersuchen der südrusfischen Regierung vor, von Frankreich als tatsächliche Regierung anerkannt zu werden. Der Ministerrat, der sich' um! 10 Uhr vormittags versammelte, beschloß in diesem Sinne. Erst am Nachmittag traf die Mitteilung von dem britischen Schritt in Warschau ein. Durch, diesen, ohne vorherige Beratung mit Frankreich unternommenen Schritt, gab Lloyd George Polen bekannt, baß England ihm die Annahme der bolschewikischen Bedingungen anrate. und daß England, falls sie nicht angenommen, werden sollten, sich! in der polnischen Frage desinteressieren würde, Die Zerstörung der Unabhängigkeit Polens bedeutet aber einen gefährlichen Schlag für Frankreichs Sicherheit und man fragt sich, wie die britische Negierung die Annahme der Bedingungen in Warschau empfehlen konnte, ohne auch nur ein Wort mit Paris daarüber zu sprechen. Das Blatt verweist sodann auf die Liebereinstimmung in den Auffassungen der Vereinigten Staaten und Frankreichs bezüglich der russischen Frage und .fährt fort: Die polnische und die russische Frage sind nur Elemente einer noch weiter reichenden Erörterung. Seit einiger Zeit hat Frankreich den Eindruck, daß gewisse Einflüsse es zu einer Konferenz bringen wollen, an deren Beratungstisch Deutschland und Sowjetruß band saßen unh wo Frankreich dazu verhalten .würde, die Revision des Versailler Vertrages, den Verlust der für seine Sicherheit notwendigen Bürgschaften und damit sogar die teilweise, wenn nicht vollkommene An n u l lieru n g der Wiedergutmachungen, auf die es ehr Recht hat, hinzunehmen. * Eine ungarische Darstellung des Fürstenfelder Einbruches. Budapest» 12. August. (Tel.'Komp.) Heute ist die offizielle ungarische Darstellung über dm Fürstenfelder Waffenraub publiziert worden. Es wird darin ebenso wie in der seinerzeitigen österreichischen amtlichen Darstellung festgestellt, daß die Aktion vom österrelchischen Hauptmauu Bardorfer geführt wurde. In der Darstellung wird ferner festgestellt, daß die ungarische Grenzwache auf die Räuberbande beim Ueberschreiten der ungarischen Grenze geschossen habe und daß die Grenzwache genöttgt war, infolge der Urbermacht der Angreifer sich zuröckzuziehen. «Die Auftraggeber wiffm natürlich hinterher von nichts. Sie verlassen sich darauf, daß sich iu Ungarn schwer etwas beweisen läßt. Der sagenhafte Hauptmann ist ebenfalls spurlos verschwunden — oder sollte er nicht ewa in Zalaegcrszeg zu finden sein? Die Red.) kein anständiger Jude in eine deutsche Burschenschaft eingetreten ist. Weit interessanter ist die „gesetzliche Festlegung" des Prinzips, daß Sozialisten, Pazifisten und dergleichen „Gesindel" nicht Mitglieder, der Deutschen Burschenschaft sein können.' Damit hat sie, die einstige Trägerin der deutschen Einheit und Freiheit, gezeigt, wie der Geist beschaffen ist, der in ihr herrscht. Lassalle, der ehemalige deutsche Burschenschafter, wird sein fröhlichstes Lachen im Grabe lachen: So sieht der Sinn für Freiheit in der deutschen Jugend aus! Allerdings — die Helfer der Weißen März-Mörder können nicht anders denken. Und von dem Geiste der Deutschen Burschenschaft vom März 1848 ist nur ein sentimentales Lied geblieben: ,O alte Burschenherrlichkeit!" Nach all dem, ist es recht erfreulich, zu hören, baß dem Burschentag ein ^urschenschastliches Handbuch' für dem Burschentag ein „Burschenschaftliches Handbuch' für Politik vorgelegt wurde, bas als Leitfaden für die Erziehung. zur Kultur (!) und nationalpolitischem Denken und Wollen die Billigung des Burschentages fand. Kultur und nationalpolitisches. Denken und Wollen — was „ver?ä pPt" sich dahinter? _ Ein deutscher Reichsverbaud der Vorbestrafter, und Angeklagten. Die nicht geringe Zahl neuer Bereinigungen in Deutschland ist durch einen „Reichsverband der Vorbestraften und Angeklagten" vermehrt worden. „Der Verband", so sagt die Denkschrift, „ist eine juristische Korporation. EmerseitS vertritt er die Interessen der Angeklagten und Vorbestraften sowie deren Angehörigen gegenüber erstens den Vorurteilen der menschlichen Gesellschaft und zweitens den ungerechtfertigten Härten der richterlichen. Behörden. Um für die wichtigste aller sozialen Fragen — in philanthropischem wie. in staatspolitifchem Sinne — eine kulturfordrrnde Losung zu erkämpfen, vereinigen wir alle Vorbestraften in der Mitgliedschaft deS ^Verbandes der Vorbestraften", der der RechtShilfsgesellschaft cingegliedert ist. Die Mitgliedschaft ist durcheinen monatlichen Mindestbeitrag von 5 Mark zu erwerben. Das Deutsche Reich hat etwa 1-0 Nt i l l i o n e n D o r b eft r a f 1 e. Es ist also erforderlich, von der. Berliner Zentrale aus in jeder Provinzialhauptstadl . eine Zweigstelle der RechtshilfSgesellschaft zu errichten» Außerdem soll sobald wie möglich eine eigene Zeitung herausgegeben werden." _ Schießende Einbrecher. Vorgestern hat ein städtischer Gärtner auf dem Uatterbiergplatz in Döbling in einer Blnmengrnvpe der Anlage versteckt <ciuc Tasche tv:iiuu>cu, die Ei nv r nch swe r kzenge mthrelk. Der' Mann brachte die ^Hrschv zum Polizei kommissariat Döbling. Da anzunehmen' war, : baß die Einbrecher in ber^Nacht sich die Werkzeuge holen würde«, wurde eine planmäßige Uebqxwachung der ganzen Gegend «rgeordnet. Gegenüber dem magistratischen Bezirksamt in einenr Gasthaus^ waren zwei Kriminalbeanrie versteckt; sie konnten voll dort aus den ganzen Platz ständig im Auge behalten. In der Dollinergasse, Ecke der Würthgasse» beim Postamt und auf der Döblinger Hauptstraße, die Straße -ans- und abwärts, waren Sicherheitswachposten verteilt; sie hatten die Bestimmung, allenfalls flüchtende Täter aufzuhalten. Um etwa 1/4I Uhr nachts bemerkten die Krimknalbeanrten, wie zwei Bltrschen, ein größerer und ein kleinerer, .von der Hauptstraße herkamen; der Große begann in dem B l u nr e n b c c t z u suchen, während der Kleinere anfpaßte. Ihn sah auch ein in der Hauptstraße in einer Toreinfahrt lauernder Wachmann. Der Kleinere kam dmm langsam dein Größerell näher. In diesem Augenblick sprangen die Krinrinalb'eamten aus ihrem Versteck hervor. Nun ergriff der Größere, der noch Beim Blumenbeet stand, die Flucht. Seine Verfolgung wurde sofort ausgenommen. Der Manu lies durch' die Radlmayergasse gegen den Franz Josef-Bähnhof, verfolgt von den Aultsorganeir. Er suchte sie dadurch in Schach zp halten, daß er aus seinem Revolver fortwährejnd Schüsse abgab. Der Kleinere wurde schon an der Ecke der Gätterburggafse uird Hauptstraße festgenontmen und züni Kommissariat Döbling gebracht. Er ist der Kutscher, und Markthelfer Karl Molari, 10. Bezirk, Gellertplatz 3 wohnhaft. Bei ihm wurde eine geladene Frommerpistsle und ein Schrarlbenzieher gefunden. Beim Verhör stellte er jede Mitschuld an dem geplanten Einbruch in Abrede und behauptete, er hätte einen in Döbling wohnhaften Pferdehändler aufsuchen wollen. Die Ausforschung seines Helfershelfers ist im'Zuge. '_._ . ,*• Die Farm des Hechaluz i» Grschsm. Wie wir seinerzeit berichtet haben, hat die Hechaluz« Organisation in Polen im Frühjahr 1920 eine F a r m in Grochow iu der R^he von Warschau begründet. Auf dieser Farm wmde bisher bloß Feldwirtschaft und in Feinem Maße anch Gemüsebau betrieben.« NM wird daS Arbeitsgebiet der Farm erweitert und M i l ck w i r t s ch r f t und Geflügelzucht eingeführt. Im Winter sollen auf der Farm anch Handwerkerkurse eingeführt werden. Im Zusammenhang mit der Reorganisierung der Arbeit auf dieser Farm «erden für die neue Saison noch weitere Kandidaten ausgenommen, di« sich für ein ganzes Arbeitsfahr verpflichten, 2000 Mark riuzahlm müssen und verhalten sind, während der ganzen Zeit auft der Farm zu wohnen. Wohnung und Kost erhalten sie in dem der Farm angeschlosscnen Jntemat. —————— t Jüdische Kinder in dev Slowakei. Man meldet uns: Sonntag den 3. d. M. kamen nach P i st h a n und V r b 0 v 6 m der Slowakei Wiener jüdische Kinder, die von der „Zentralstelle zur Versorgung jüdischer Kinder im Auslande" (Anüta Müller) entsendet worden waren. In beiden Orten wurde den Kindern ein herzlicher Empfang bereitet. In Pistyan wurden die Kinder von einem Komitee empfangen. Die Kinder erhielten Kakao und Butterbrote. Der Großteil der Kinder wurde in der Israelitischen Volksschule einquartierl, die übrigen bei Familien. In Vrbov-6 wurden die Kinder gleichfalls von einem Komitee erwartet, an dessen Spitze der verdienstvolle Leiter der Kinderaktivn Herr Alfred Mohr stand. Alle Kinder wurden im Schulhof im Freien mit Milch und Buttersemmeln bewirtet und daun in den vocgemerkten Familien untergebracht. In Vrbove befinden sich 23, in Pistyan 22 Kinder, die sich alle sehr wohl fühlen und tüchtig heransgefüttert werden. In Vrbove werden die Kinder von zwei Schwestern, in Pistyan von einer Schwester und dem Begleiter deS Transports beaufsichtigt. * Geschaftseir»br«ch. In der Nacht wurde das Geschäft der Mannfakturwarenfirma L K v m p., 1., N u d 0 l f s P a tz 11, * Präsident Seitz trifft am 21. d. M. in Salrbmg ei», um au der Generalversammlung der Salzburger Festspielhausgemeinde teilznnehmen und der ersten Aufführung des Spieles „Jedermann" beizuwohnen. * Begradnisie am heutigen Tage: Zentralf r i e d h 0 t: 10 Uhr Zerter Anna, V,11 Uhr PMtzrr Ada, */<11 Uhr Drill Siegmund. — Neuer Friedhof: VjIO Uhr Steiner Wilhelm, 16 Uhr Morgen Isidor. zum 12. d. M« Brack, Btzg ck I., N u d 0 l f s P a tz 11, erbrochen. Gestohlen wurden Leinen- und Banmwollwarrn rm Werte von kl 100.600. Die Einbrecher sind vom Kanal aus in die Geschäftsräume der Firma gelangt und haben den nänckichen Weg auch zür Flacht benützt. * Wiener Kinder «ach Dänemark. Montag de« 16. d. M. trifft voraussichtlich um S Uhr vormittags tm Kinder* zug aus Jütland ein, Elter«, die bereits verständigt sind, sollen sich zur angeaebenen Zeit am Nordwestbahnhos (Anlunftsertt) emfinden. Im August geht kern Kinderzug nach Dänemark ab. * Einschränkung der Biererzeugung. Das Staatsgefetzblatt veröffentlicht eine Lollzngsanweisung d:S Staa'.samles tür Finanzen, betreffend die Einschränkung dev. Bier erzeugung. Die Bollzugsanweisung verordnet,, daß iu den Brauereien vom 1. August d. I. an bis ans weiteres während eines Kalendermonates höchstens 86°/» jener Bierwmzemmge erzeugt werden dürien, welche sich als Durchschnitt der ftnanzamtlich erhobrnrn Erzeugung der betreffenden Kalendermonate der BetriebSjahre 1911/12 und 1912/13 ergibt. * Die eS »echt erwarten könne«. Beim Kafchauer Matrikelamt. so bmchtet „Rep.", wurde gestern eine intrreffaute teirat geschloffen.. Der fiebzehnjähriße Michael asak und die d r r i z e h n j a h r i g r Ianka Halek rrschienen vor dem Matrikelamt und erklärten, daß sie sich vrrhnrätrN wollen. Die drerzehnjährige Braut fügte noch hinzu, daß sie ihren Bräutigam vom Herzen gern habe und deshalb ihn heirate» wolle. Da alle Dokumente in Ordnung gefunden wurde«, wurde das merkwürdige Paar auch zur Eheschließung zNgelaffen und erhielt den Trauungsschem anSgesolgr. ,