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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-12 · Heft 559 (12.8.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 559 (12.8.1920)
Date
1920-08-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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ftiTBSIT Mm, Donnerstag SBfcttef Morgenzsi^mff fr»1 ■ - — i ' i» ■■ -.i - ..- .—-- teS jbettt Wegfall des Gebietes links der Theiß, zum kleineren Teile aus dem Mangel an Dünger, Zuchtvieh nM Geräten, aus der Entkräftung des Bodens und wohl auch aus -Störungen infolge politischer Verhältnisse während des Anbaues. Me Frage ist nun, ob Ungarn nennenswerte Mengen ^für die Ausfuhr wird erübrigen können. An Saatgut dürften für eine Anbaufläche von 2,2 Millionen Hektar zirka SV3 bis 4 Millionen Meterzentner benötigt werden, wenn Ungarn den Anbau im nächsten Jahre wieder auf den fiü^rrn Um'ang.bringen will. Der Rest von 10MU« livnen Meterzentnern wird bei 71/4 Millionen Einwohnern einen Verbrauch von ltya Meterzentner free Kops und Jahr ergeben. Nun betrug aber der Verbrauch an Edelgetreide, in Ungarn im Durchschnitt der iFahve Itzll bis 1914 174 Kilogramm per Kopf, da Über die an Maisnahrung gewöhnte rumänische Bevölkerung wegfällt und der Getreideverbrauch im eigentlichen magyarischen. Ungarn viel größer war, ist für düs heutige Ungarn ein Verbrauch von mindestens 2 Meterzentnern per Kopf und Jahr anzunehmen. Die Regierung macht gar keinen Versuch, diesen Verbrauch einzuschränken, und gibt den Getreideverlehr fast^ganz fiel. Der „Oesterreichische Volkswirt" bemerkt hiezu: „Unter diesen. Umständen kann von "einer Ausführ voü Heizen und Roggen keine Rede sein und dis ungarische Bevölkerung selbst wird ihre Brotnahrnng mit Gerste und Mais ergänzen,miissen, da das Agrarland nicht noch im -ÄuslNNd Getreide kaufen kann. Da übrigens die Einfuhr gesperrt ist und auch die benachbarten Ueberschußländer, Jugoslawien und Rumänien, die Ausfuhr tzeLunden haben, so wird der Getreidepreis in Ungarn irasch mindestens auf den Weltmarktpreis, wahrscheinlich aber darüber hinaus steigen. Welch ungeheuer ernste soziale. Folgen das für das Land nach sich ziehen muß, ist . leicht einzusehen. Ueb^rdies schwindet damit für bas unglückliche Land die Hoffnung, daß sich bis üuf tveiteres seine Valutanot mildere." Es ist festzuhalten, daß damit endgültig nachgewiesen erscheint, daß Ungarn iin nächsten Erntsjahr als Lieferant von Getreide und Mehl nicht mehr in Betracht kommt und bannt das von einer gewissen Presse dem österreichischen Publikum vorgegaukelte Trugbild, das Ungarn als Wichtigsten Getreidelieferanten Oesterreichs hinstellen zvvllte, iy nichts zerfließt. Die Zucker- und Eisenindustrie in der Tschechoslowakei. Prag, 11. August. (Tschccho-flow. Preßbur.) In der gestrigen Sitzung des Wirtschastsbeirates wurde hrrvorgehoben, daß die Zuckerind nstrie, wenn ste rechtzeitig Kohle bekomme, 7 Millionen Zentner erzeugen und 4 Millionen Zentner exportieren könnte. Weiters wurde konstatiert, daß die Eisenindustrie nicht an einer Absatzkrise leide, da sie . den Bestellungen kaum Genüge leisten könne, sondern daß die Krise durch Ursachen valutarischen und finanziellen Charakters verursacht sei._ kontinentale Bank. Ueber Beschluß der Generalversammlung der „Sozialen Bank in Wien* vom 28. Juni d. I. wurde der FirmnUitcl in »Continentale Bank" abgeändert. In Durchführung des Ausbaues der ausländischen Beziehungen wurde Herr Luigl B 0 r r a Cominendatore. Verwaltungsrat der Lanva d'Italia und der Banca di Firenze, Mitglied der Handels- und Gewerdekmnmer in Rom. und weiters die Herren: Doktor Eduard Garten b erg. Großindnstueller. Wien, Ingenieur Heinrich Gründer«, Ge'ellichattrr des Bankhauses Kindlrr Co.. Wien, in den VerwaltungSrat kooptiert. In die Direktion werden Hernien: Als leitender Direktor der bisherige Direktor der Union-Bank Herr Fritz Hübner und als Direktor-Stellvertreter Herr Dr. Karl Morgenstern.! Äalntenkurfe. Der enorm lebhaften Umsätzen waren im gestrigen freien Verkehr Dollarnoten Gegenstand reger Nachfrage, ferner waren von den fremden Zahlungsmitteln M a r kn 0 t en und Rubel gekragt und höher. Es notierten: e t tt 0 t e n K 4.76, Rubeln 0 ten K 8.88V*, Markvoten grün K 4.76, Lire11.—, Dollar 221.—» 'D i n a r K 9.85, tschechrscheRotenF 3.84. polnische Des Batzgelgers Gebet. Von Z. L. Perez. (Schluß.) V. , Plötzlich wenden sich alle Augen zur Mtteltür. ^Draußen hört man Tritte; die Diener laufen hinaus Md rufen: „Rein! Nicht jetzt! Ihr bekommt später bas Armenmahl!" Alles begreift: Arme Leute wollen hereinkommen. Der Rabbi hebt seine Augerr und öffnet die Lippen zu einem Befehl; da erscheint in der Tür iein alter Mann in zerlumpten Kleidern. Ein grauer jBart umrahmt wirr sein Gesicht, Lumpen decken müh- >sam seinen alten Leib — eine Bettlergestalt, »wie tausend andere. Doch der Blick feister Augen ist wie her eines Königs; seine Handbewegung ist königlich. Ohne es zu wollen, begegnen die erschrockenen Diener i seinem Blick mit scheuer Achtung. Der Alte macht eine chefeßlende Geste nt{t der Hand und unwillkürlich bildet -her Dienerhaufe verlegen eine Gaffe. Der Mann im Kleid eines Bettlers und mit dem Gebaren eines! Königs schreitet in den Saal. Hinter ihm zieht sich eine ° lange Reihe von Bettlern. In der Mitte des)! Saales bleibt der ganze Zug stehen. Alles sieht schweifend dem seltsamen Aufzuge zu; nur Abraham führt jden Bogen, Sein gekrümmter Rücken zittert. Dumpf I und ernst klingt es: Bu—bu—buu... Der Alte öffnet den Mund , . . Alle beugen sich vor aber stellen srch auf die Fußspitzen. Sie hängen an seinem Munde voll Erwartung und ihre Augen M ark K 98.—, ungarische NotenL 109.—, Auszahlung Agram K 258.—, Auszahlung Berlin K 466.—, Auszahlung Prag K 832—, A u Szahlung Budapests 109.— und ungestempelte Noten K 101.—. Au« der Wiener Borfekammer. Die Wiener Bvrsekammer schreibt den Konkurs iür die Besetzung einer (allenfalls zwei) Sensalstellen für die Vermittlung des Verkehrs in Waren mid fü>- mit dem Warenbandcl in Verbindung stehende BerstcherungS". Fracht-, Speditions- und Lcibgeschäitt an der Wiener Börse au§. Die Gesuche um die Verkeilung dieser Stelle iinb chis längstens Montag dm 6. September d. I. bei der Wiener Vorsckanrmcr zn überreichen. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Die Situation auf dem Getreidemarkt ist nach wie vor unbefried'gcnd. In jenen Artikeln, in welchen der Handel sich betätigen könnte, tritt kein wesentliches Ausgebot zutage, während wieder andere Artikel reichlich ansgeboten werden, die aber wieder wegen der staatlichen Bew'rtschaftunfl 'für den Handel nicht in Betracht kommen. So wird beiip,elSweise jugoslawischer Mais reichlich und zu dem verhältnismäßig billigen Prelle von T 16 ab Wien ausgeboten.. doch kann diesem Ausflckwt nicht nähergetreten weiden, weil keine Einfnbrl'ewilligung für die Ware zu erlangen wäre. Hier tritt eben der Nachteil der Zwangswirtschaft vollkommen kkar zutage. Die Emfnhrgesellschast sowie die Knegsgelrckdeverkchrsanstalt haben sich nämlich mit rumänischem Mais reichl'ch cmgcdcckt., welcher nun heranschwimmt. Der Preis war damals gegenüber der jugoslawilchen Provenienz wobl billiger, aber seither haben sich eben die Verbältnisse geändert und Jugoslawien siebt sich jetzt veranlaßt, infolge dcr guten Ernte seine ältest Bestände loszuschlagen.und würde sogar mit unterer Valuta vorliebnebmen. Aus diesem Beispiel erhellt wieder der Vorteil des ireün Handels, welcher in dickem Falle das Risiko der Konjunktur zu tragen härte. während es jetzt der Staat ist. Bezüglrch beS heutigen Verkehrs ser erwähnt, daß das Geschäft belanglos war. Hür 'Hafer zeigt sich unvermindert dringende Nachfrage, doch rst keine Ware erhältlich. Dagegen wurde mrderösterrrichischer Mohn offeriert, in welchem anscheinend eine gute Ernte erzielt wurde. Die Offerten bewegen srch zw'schen K 58 und K 60 und wurde zu letzterem Preise auch ein Geschäft abgeschlossen. Im allgemeinen verhält sich aber der Handel zurückhaltend. da er noch wckenilrch billigere Preise zu erreichen hofft. — Hinsichtlich dcr Getreideablicfcrungen wird uns mitgeteilt, daß die Landwirte brsber keine Eile m der Ablieferung bekunden, obwohl die Ernte größtenteils unter Dach ist und auch mit dem Drusch bereits begonnen wurde. Wiener Börse. Durch den Telegraphen- und Telephonstreik wurde der Verkehr an der gestrigen Börse wohl eingeengt, die Tendenz des Marktes war jedoch fest im Hinblick auf die freundlichere Auffaffung der äußeren politischen Lage. Im Vordergründe des Interesses standen die Werte mit valutarischem Charakter, welchen der Rückgang unserer Krone zustatten kam. Lebhafteren Umsatz erzielten Südbahnwrrte und stiegen Lombarden um K 80 —, Siidbabn-Prioritätcn um K 48.—. Dagegen waren die Werte tschechischer Provenienz pernackläffigt undschwächer. Im Schranken war die Stimmung ebenfalls freundlich. Namentlich Petroleumwerte, ausgenommen Galizia, welche K 250.— billiger erhältlich waren, lagen fest, ferner wiesen einzelne Kohlenpapiere größere Steigerungen auf. So avancierten Brüxer Kohlen um K 750.—, Oberungar. Hütten um K 150.— und Trifailer Kohlen um K 55.—. Die übrigen in den Verkehr gezogenen Effektengattungen wiesen nur unwesentliche Verschiebungen auf. Der Rentenmarkt lag ruhig. Im übrigen verweisen wir aus nachstehende Schlußkurse: Industrie-Unternehmungen. Allgemeine Bauackellschaff 694.— (+ 5.—), Ünionbau —(— —.—), Wiener Ballgesellschaft —(-Königshofer Zement 2850.— (-Perlmooser Zement 2125.— (--Wienerberger Ziegel 1675.— (— 25.—), Liesmger Brauerei —{— — Sarajevo (-Aussig Chem. 6600.— (-f- 45.—), Brosche Spiritus 2995.— (— Carbomiidum —.— (--.-). Clotbilde (-.-), A. E. G. Union Elektr. 1315.— (+ 35.-), Vereinigte Elektrische 1030.- (- 20.-), Siemens Schlickert 1505.— (+ 10.—), Alvine 8220.— (-f 40 —1, Berg- und Hüttenwerke —(-Austria Email 8420,— (— —Eghdier —(— —Enzesselder 1820.— (— —Felten & -Au'lleaume —(-.—), Greinitz Eisen —(-.—), Hutter L Schrantz —.— (— Krupp A.-G. 1450.- (+ 27-), Poldchülte 2393.— (-f 8.-), Prager Eisen 6350.— «'-f 50.—), Rimamurany 3020.— (+• 50.—), Skodawerke 2185.— (— 84.—), Wasiensabrit 2846.— -4- 56.—', Brüxer Kohlen 6150.— (4- 750.—', Gran- Szaszvarer 2940.— (— —.—), Nordung. Kohlen —.— (— —Oberung. Hütten 8450.— (4* 125.—).Rossitzrr 2240 — (— —Salgo * Tarjaner 5500.— (— 60.—), Trifailer Kobken 3125.— k-p 55.—). Uug Allg. Kohlen—.— (-—.—), haften an seinen Lippen, um sein Wort zu vernehmen. Ein einziges Wort spricht der Bettler zur Menge: „Mitternacht!" Dann wendet er sich' zum Krakauer Rabbi: „Höre gut zu, Rabbi von Krakau, mein lieber Abraham spielt das Mitternachtgebet. Auf daß du es hSrest, ward dir beschieden, mit dem Lubliner Schwäherschaft zu schließen; denn Tomaschvw liegt inmitten zwischen Krakau und Lublin. Um deinetwillen sollen alle Abrahams Gebet vernehmen, nicht hören, wie hu; denn du vermagst Musik zu hören." Bu—bu—buu . ... tönt es weiter durch den Raum. Die Menge schweigt wie gebannt. Da hebt der alte Bettler die rechte Hand; das Dach spaltet sich und seine Heiden Hälften legen sich um. Und woeben noch das Dach war, dort blickt jetzt der Himmel in den Raum, dunkler, sternbesäter Himmel. Still zieht der Mond über die Oeffnung und ergießt sein weißes Licht in den Saal . . . Der Bettler hebt die linke Hand: der Himmel spaltet sich und zitternder Glanz liegt in der Oeffnung. die sich den Blicken aufgetan. Und aus der lichten Höhe klingt Sang und Spiel — die Himmelshöhen sagen ihr Mitternachtgebet. Engel singen inr Chor, Engel spielen die begleitende Musik des Orchesters. Und in diese Symphonie des himm" Irschen Gebetes paßt wundersam der Ton von Abrahams Instrument- Sein Don ergießt sich irr die lichte Harmonie, welche die Klänge verbreiten, die den HimmelSraum mit dem Licht der Töne erfüllen. In zitternder Ehrfurcht steht die Menge der Gäste. 12. AugO 1920 ggT7\ llrikany — — —.—), Beitscher Magnesit —. — Westbobm. 3300.— f-f 60.—), WolsSegg 1895.— ■+■ 35.—), Dünek Masännen 1980.— (— 45.—), Brümmr, Maschinen 1740.— (+ 20.—), Daimler Motoren 1132.—! /t c (-.—), Heid Maschirreri 765,— (•f 5.—), Hofherr & Schrantz —(-.—), Siyl Lokomotiv —1 Nuston 2100.— (— 39.-), Simmmnger 1129.— (4- 14.—). Elbemühl —(— —Leykam-Iosels-! thaler 2060.— (— 40.—), Neusiedler 8000.— l— 75.—', Avolla —(— —,—), Fanto 17.350.— -f 2 0.—), Karpatbe»! 11.200.- (+ 670.—1 Galizia 21600.- (— 250.-), Schodnica' *•’- (— —.—), CosmanoS 2510,— (-f 60.—), Fezfabriken. 4100.— —.—), Schoeller Zucker 6510.— (— SO.—). Schön-! pnesener —(— —Oesterr. Eisenbahnverk. 1L75.—!;+ 5.—\ Unq. Eisenbahnverk. —(— —Wiener^ Waggonfabrik 1080.— tck- 40.—). Gerngrvß 700.— (-s- 2.—),' HolzhandelSgckelljchasl 2350-— (ck- 95.—', Türkenlose 1S66.-' Transport-Anternehmungen. Adria 9990.— (-M90.—V Attsstg-Teplitzer —.— (— —Buschtehrader iit. A — .— (— —), Buschtehrader Ut. B —(-), Donau-! Dampf. 8960.- (-1- 210.—), FerdinandS-Nordbahn 12.400.-! (+ 100.—), Graz-Köflacher 2970.— (+ 70.—), Kafchau-Öder»! betfler —(— —Lemberg - Czernowitzer 1850.—! {+ 50.-), Lloyd 20.000.- t— Navigazione (— —.—), Staatseisenbahn 3325.— (4* 15.—), Lombarden 722.—, (4- 30.—), 8°/, Südbahn-Prior 1047.— i-f 48.—), StratSbahn- Genußscheine 2150.— (-f 50.-). j Renten. Mairente 90.75 (4—.25', Frbruarrenle 92.50, (-.25), Oesterr. Kronenrente 88.25 (•-.26), Oesterr. Goldrente (— Ungar. Goldrente —(-.—), Ungar. Kronenrente —.— (— I Danken. Anglo-Dank 694.— (— 3.-), Oefie«^o§it.! Bank 630.— (+ 5.—), Ungar. Bank und Handels. | — — •—)/ Bankverein 756.— (— 2.—), Bodenkredit! 1670.— (+ 10.—), Oesterr. Kredit 910.— (— 1.—\ Ung. Kredit 1773.— (4- 8.—), Depositenbank 748.— (-fl.—), Ntederöst.i EZlompteges. 1130.— (— —.—), Ung. Hypothekenbank —| —Länderbank —(— —Bosn. Landesbank, 640.— (-f 5 —),. Mercur 828.— (— —.—). Oesterr.-ungar.! Bank 5050.— (— 50.—, Unionbank 783.— (-f 3.—)J Vcrkehrsbank 592.— (— 3.50). Zivnostenska 1646 (~ 6.-). j Georg (odaplati 3 Wien Uez. Telephon 18-1-33 Kulanteste Durchführung aller batiVmässIgen Transaktionen sowie Besorgung von Zahlungen und Ueberweisungen an alle Plätze im ln- und Auslande Eigene Korrespondenten In Berlin, Budapest Prag, Krakau, Agram m Die Devisenkurse. Wien, il. August. Kurse der österr. Devisenzentrale.) \ Amsterdam 6500— 6500.—). Berlin467.60(463.—),Mrich, 332d.— (3325.—), Chnstiania 3026.— (3025.—), Kopenhagen! 3000.— (3000.—), Stockholm 4100.- (4100.—), Mark-Note«^ 466.60 (461—), Lrr-Noten 415.- (445,—). Leva-Noten 340.—! (340.—). Schweizer Noten 3300.— >3300.—). Französische! Noten 1450.— (1450.-). Italienische Noten 1015.— (1015.-), Englische Noten 705.- (705.-), Dollar-Noten 202.50 (202.50', Rubel-Noten (Romanows) 290.— (290.—). Wien, 11. August. (Kurse im freie» Dev-, kehr.) Agram 242.— bis 262.—, Budapest: Zahlung in Postsparwffageld 102.— bis 116.—. Budavest: Zahlung m gestempelten Noten 102.— bis 116.—, Ungarische gestempelte Noten 102.— bis 116.—, Warschau. Krakau m P0H1. Mark 89.— bis 99.—, Prag 873.— bis 893.—, Tschecho-slow. Kronenuvten 5000er 375.— bis 898.—. Neinere 376.— bis 397.—, Neue Dinar» noten 975.— bt§ 1025.-. : Zürich» 11. August. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 12.90 (12.80 , Holland 200.25 (200.75), Ncw-Vork 600.- (698.-), London 21.90 (21.85'. Pan« 43.80 (48.-).! Mailand 30,10 (30.-). Brüffrl 46.10 (46.90), Kopendagm 92.— (92.—), Stockholm 121.25 (121.—), Christiania 92— (92.—), Madrid 92.— (90.—), Buenos-Aires 230.— >2jO.—), Prag 10.50 (10.60), Agram 6.40 (7.—). Budapest —(—.—) *). Warschau —.—) (—.—), Belgrad 26.— (28.—), Wien Geld 2,90 (2.95', Wien Ware —(—.—), österr. gest. Kronen Geld —(—.—) *). österr. gest. Kronen Ware —. *) Ausgeblieben. Wieder winkt der Alte: Der Himmel schließt sichV bü Musik hört man nicht mehr; nur die Sterne funkeln ins Gemach hinein und erzittern in stiller Freude... j Noch ein Wink des Bettlers und die btiden Hälften des Daches fallen zurück. Die Menge sitzt wie per-' steinert. Keiner getraut sich zu atmen und man hörk nur Mrahams Baß: Bu—bu—buu... Das Instrument und der Bogen entsinken Abrahams Hand; er wendet sich ber Menge zu und erhebt' seine Stimme zum „Sch'ma Jisroel" . . . Er sagt es in derselben Melodie, tidt wtW&ec er im Himmels, orchester mitgespielt. Wie er zu Ende ist, ftM er tok nieder. Der Alte fängt ihn in seinen Armen aass und befiehlt den Dienern: „Tragt ihn hinaus!" Ä geschieht.; „Krakauer Rabbi!" — ruft der Alte — „Zu keiner Hochzeit bist du gekommen, sondern zu einem Begräbnis. Abraham ward in§ himmlische Orchester berufen. Dort hat ein Baßgeiger gefehlt. Sr war ef hier und ist es jetzt — dort." Mit diesen Worten verschwindet der Mte und mit ihm alle Bettler. — —, — Zwei Tage darauf wurde Abraham, der Baßgeiger, begraben; der Krakauer Rabbi und alle Gaste gaben ihm das Geleite. Man sagt, der Alte sei Rabbi Leib, der „Bettkevcabbi", gewesen.

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