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Wiener Morgenzeitung · 1920-08-05 · Heft 552 (5.8.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 552 (5.8.1920)
Date
1920-08-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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! i'i ji i %ette 6 Wien. Donnerstag L a » t n e r. M a n d l, K l r i « IN a n n und Spira, Bei den Unterlegenen Kurz, F i S c u S. S ch ä ch i «e r und Da »kner. Die Treffer erzielten für die Sieger V n n t in t (1), Mandl (2. davon ein Elfmeterston). *itr die Unterleaenen 8 t i t « 8 (l\ St u r g (1 aus einrm Elirncterstov). DaS Wettspiel wurde vom Schiedsrichter G r ü n w a! d sehr gut geleitet.! Spielcrpäfse. Der Fukballverdapd beschloß. in einer Untertzrnpve der IV. Klaffe probeweise Svieleiväffe ^nzustiliren. Ans diesem Baß soll neben dem Lichtbild deS SvielerS auch deffm Berechtigung zur Teilnabme an Cup- und MtlsierichastSsvielen ersichtlich sein. Der Schiedsrichter wird dadurch in die Lage versetzt sein, eine sichere Kontrolle schon auf dem Platze vornehmen zu können. Sternes nimmt an der Rene der Hakoah nicht teil. Der Ex-Hakvcchnrr befinde! sich nach wie vor in Basel. Sportklub Hakoah — Schwimmsektio«. Das kür heute augesagtc Trammgsprel gegen W. A. C. findet nicht statt. Gerichtssaal. Die Streiche des Ketterrhandlers. Der Hilfsarbeiter Josef Kounenberger halte einer Marktfrau ein Fuhrwerk enilockk rmd der Gmoffrnschasts-Kochschule am Judenplatz K 4000 unter der Vorspiegelung hcrausgeschwindelt, hicsür Kartoffeln zu liefern. Zahlreiche andere Personen betrog er um Darlehen und Lebensmittel. Er trieb auch erneu schwunghaften Kettenhandel. Der bereits w edcrholt vorbestrafte Angeklagte wurde Mittwoch neuerlich vom Schwurgerichte zu vierJahrcn schwerenKerkers vcr- —'teilt. Ein Etendsbild. > Tine Frau war gestern vor hem Landesgerichtsrat Doktor Dittmernn (Bezirksgericht Leopoldstadt) Wege« Betruges Ln geklagt, weil sie sich unrechtmäßig in den Besitz einer zweiten Brotkarte gesetzt hatte, und damit durch mehrere Wochen unrechtmäßig Brot bezogen hatte. Die Angellagte gestand unter Tränen ihre Schuld ein. Ri chte r: Die sind Cie denn zu dem zweiten Brotbezugschein gekommen? An ge kl.: Die Hausmeisterin hatte mir am Samstag alle Lebensmittelkarten in einem Kuvert gegeben. Ich eilte sofort zu dem Kaufmann, wo ich rayoniert bin, um das Brot "zu beheben. Ich ziehe das Kuvert heraus und finde keine Brotkarte. Ich war außer mir, da ich schon zwei Laib Brot schuldig war und nun mit meinen Kindern wieder, ohne Brot dastehen sollte. Ich eile zurHausmeisterm zurück litib mache ihr Vorwürfe, daß keine Brotkarte da war. Wir konnten erst am Montag zur Brotkommission gehen und von dieser erhielt ich meinen Brotschein, und zahlte meine Brotschuld. Als ich am folgenden Tage Milch bezog, fand sich in der Einkauftasche eine zweite Karte, und die Milchverschleißertn. erklärte mir, daß ich mich bei ihr auf Brot rahonieren lassen könne. Ich zögerte, weil ich ja ohnehin vom Kaufmann mein Brot erhalten hatte. Die Milchfrau sagte aber: Geben S' nur Her! und nun kam mir das ganze Elend mit .dem Brot in den Kopf. Zwei kranke Kinder zu Haufe, die immer Brot haben wollen. Der Mann, dem das bisserl Brot bei dem ewigen Herumlaufen nicht genügt. Das gering« Einbrmmen — 900 Kronen monatlich mit zwH krausen Kindern, die an Tuberkulose leiden, wo der Arzt immer sagt: Geben S' den Kindern nur viel Milch und Butter, Dinge, die ich nicht kaufen kann, da hat mich der Teufel geritten und ich Hab' mir auf den zweiten Schein Brot geben lassen. (Weinend:) Herr Richter, glauben Sie es mir, ich habe dir Wochen, bis mir auf Grund einer anonymen Anzeige die Karte abgenommen wurde, keine Nacht geschlafen.' Immer habe ich Gewissensbisse gehabt, die Sache Wune aufkommen. Richter: Hätten Sie doch selbst die' Anzeige Msner M»rge«zAt«ng^ bei der Brytkvmmissipn gemacht. Angelt.: Ich hin zweimal hinaufgegangen und wollte immer die Anzeige mache». Dann, wenn ich oben war, sind, mir'die hungernden Kinder durch den Kopf gegangen und ich bin weg. Ich Habs, als mir die 5Birte abgenommen wurde, gebeten, keine Anzeige zu machen. Ich wollte mir von meinem Brotbezug wöchentlich einen Läiö so lang« abziehey lassen, bis der Schaden gedeckt ist, aber darauf sind die Herren nicht eingegangen. Herr Richter, ich soll morgen eine Stelle in einen: Amt äntreten. Wenn ich heute verurteilt werde, so ist das auch verloren. Erbarmen Sie. sich . . . Der Richter, sprach die Angeklagte frei, da bei der Notlage, in^>er sich die Angeklagte befindet, ihre Tat zweifellos unter unwiderstehlichem Zwang geschah. Der Volkswirt. Eine Krone --- 3.25 Centimes Geld. Gestern nomrte in Zürich: die österreichische Krone Geld . . . 3.23 (3.37'/s am 3. August) die österr. gestempelte Krone Geld . 3.30 ( 3.50 am 3 August) die tschechische Krope ....... 11.— (11.75 am 3 August) die Mark ............ 13.— (13.65 am 3. August'- Agram ..'. 7.40 ( 7.70 am 3. August Warschau.3.— ( 2.90 am 3. August! Budapest. 3.25 ( 3.40 am 3. August) Die Tefchener Kohle. Dr. Karl U h I i g schreibt im «Prager Tagblatt": Die tschech--slowakische Republik erhielt alle Schachte des Ostrau» Karwiner Reviers zugesprochen. Die Kohlenlager erstrecken sich ja auch jenseits der Olsa weiter und ungeheure Kohlen» schätze, Milliarden Tonnen, harren noch der Erschließung. Aber sie sind nicht erschlosien. Ein einziger Schacht, die ..Silesia", steht 40 Kilometer vom äußersten Karwiner Schacht, 25 Kilometer vom nächsten galizischen Schacht dort allein ai|f weiter Flur ihr polnisch werdenden Teile Ostschlesiens. Und (dieser Schacht verlädt nur 30 Wagen täglich. Neue Schächte zu taufen ist heute fast unmöglich, denn dazu gehören bei einem einzigen Schacht von 160 Wagen TageSberladung Investitionen von mehr .als einer halben Milliarde. Die Schchächte in dem un§ zufällenden Teile OstschlesienS haben 1913 täglich über 1600 Wagen Steinkohle verladen und find auch heute noch imstande, rund 1200 zu liefern. 1200 : 30 oder 40 :1, das ist ungefähr das Verhältnis, in welchem die Kohlenförderanlagen OstschlesienS, deren Neuanlegung heute mindestens 8 Milliarden tschechische Kronen kosten würde, zwischen der Tschecho-Slowakei und den Polen geteilt wurden. Welche Gründe haben die Entente zu dieser Entscheidung bewogen? Zunächst läßt sich das Ostrau-Karwiner Revier nicht teilen. Dazu ist eS zu klein. ES bedeckt im ganzen nur ein Rechteck von 20 Kilometer Länge und 8 Kilometer Breite, einschließlich des mährischen und Hultschiner Anteils. Auf diesen 160 Quadratkilometern arbeiten 48.000 Mann in den Gruben und Kokereien, ganz abgesehen von den Arbeitern der Eisenwerke. Das ganze Revier ist ein einziges großes Arbeitsdorf. Außerdem sind die einzelnen Schächte untrennbar miteinander verbunden. Sie haben Ouerschläge zueinander, gemeinsame Kohlenwäschen, liefern die Kokskohle mäbrischep Kokereien. Ein Schnitt durch dieses Revier würde die Fördermöglichkeit heruntersetzen. Und eine so mutwillige Zerstörung von Nationalvermögen, ein so mutwilliges Herabdrücken der ohnedies ungenügenden Förderung wäre ein Verbrechen an der wirtschaftlichen Entwicklung des 5. August 1920 St. 552 1 ganzen nahen.Ostens, in erster Linie PolenselM Wen« aber das Revier nicht teilbar ist und nur als Ganzes einem Staate gegeben werden.kann, dann muß man es dem geben, der den größeren Teil schon besitzt, der eS notwendig braucht und der auch die bessere Verwaltung garantiert. Und das trifft alles bei der Tschecho-Slowakei zu. Diese hat zunächst 80 Prozent der Förderung des Reviers itf Mähren in ihret unbestrittenen Verwaltung uub von den übrigen 70 Prozent in' Ostschlesien entfallen 40 Prozent auf die Schächte mit tschechischer und 30 Prozent auf die mit polnischer Beleg» schaft. Bei diesem Lebergewicht der Tschechen war die Wahl umsoweniger schwer, als die Tschecho-Slowakei die Ostrauer Kohle ja viel notwendiger braucht als Polen. Die Tscheche, Slowakei ist mehr Industrieals Agrarstaat, Polen aber fast ein reiner Agrarstaat. Hätte man * das Revier zu Polen geschlagen, so hatte dies (nach den . Förderziffern von 1913) außer den 6,8 Millionen TotrnirN in Dombrau und 2 rn Westgalizien noch 9,4 Millionen in Ostschlesien und Nordmähren, zusammen 18,2 Millionen. Tonnen Steinkohle gehabt und der Tschecho-Slowakei waren 5 Millionen Tonnen geblieben. So aber hat Polen in Dombrau, Westgalizien und mit der Silesia 0 Millionen Tonnen nud wir 14,2 Millionen Tonnen Steinkohle. Die 23 Mil. lionen Tonnen Braunkohlen, über die wir im Frieden außerdem verfügten, werden, abgesehen von unseren Ausfuhrverpflichtungen nach Deutschland und Oesterreich, für Polen noch dadurch kompensiert, daß Oberschlesien jährlich über 6 und Ostrau-Karwin über 2 Millionen Tonnen Steinkohle an Polen zu liefern haben. Polen verfügt also über ö Millionen Tonnen Produktion und <7 Millionen Tonnen Zufuhr, das sind 16 Millionen, wir über 14, weniger 2 Millionen Tonnen Ausfuhr, Pas ist 12 Millionen Tonnen Steinkohle und, 23 minus 4, das, ist 19 Millionen Tonnen Braunkohle. Die Lösung'war also, vom Standpunkt deS Bedarfes betrachtet, nur gerecht. Und , daß unsere Verwaltung, so sehr wir auch manchmal über sie zu klagen haben, nach immer zehnmal besser ist als "die polnische Wirtschaft, das braucht nich bewiesen zu werden.' Nun aber die Frage, wie groß die Lieferungen an Polen und Oesterreich sein werden, die man uns auserlegt. Und hier deuten leider alle Anzeichen darauf hin, daß man das Revier der Tschecho-Slowakei nicht deswegen gegeben hat, um ihr eine ungetrübte Freude zu machen, sondern um einen ernsten, fleißigen und gewissenhaften Sachwalter zu filiden, der den Lieferborschreibungey der Entente auch gehorsam Nachkommen wird. An den Liefervorschreibungen, welche gegenwärtig in Paris ausgearbeitet (werden, werden wir erkennen, ob das Fünfmilliardengeschenk, das man uns mit dem Revier machte, nicht ein Danaergeschenk war. Ein neucr tschechisch-österreichischer Vertrag. Prag, 4. August. (Privat.) „Narodni Listy" berichten, daß außer dem zwischen der tschecho-slowakischen und her österreichischen Republik abgeschlossenen Vertrag über die gegenseitige Leber* sührung der Wertpapiere auch eine V er e i n b a r u n g hin* sichtlich dir $.8 strifizierung der auf Gewinn berechnetenUnternehm ungen getroffen wurde, welche ihre Fabriken in der Tschecho-Slowakei haben. Die Ratisisicrung dcx Verträge wird noch im Laufe dieses Monats :cr* folgen und die Anträge dünn so'ort in Kraß treten. Handelsnachrichten aus der Tschecho-Slowakei. Prag, 4. August. (Privat.) In Ausführung des Beschlusses der letzün Generalversammlung erhöht die Koliner S v i r i t u s r a f i i n e r r e Ä. - G. ihr Kapital von 2 Millionen auf 4 Millionen Kronen durch Ausgabe von 10.000 Stück Aktien zu K 200 Nominale - Das Kreuz. Von L. Schapieo. Aus dem Jüdischen übcrlrägen von SiegfriedSchmitz. (Schluß.) Au5 meiner Brust riß sich ein wilde? Gelachter. Mein Fuß hob. sich unwillkürlich und stieß nach dem blutigen Aas, das sich aus der Erde krümmte wie ein zertretener Wurm. % . XII. Da? dauerte Tage und Nächte; ich weiß nicht, wieviele. Eines Abends stand ich vor einer Tür ' und klopfte aus eine beftiinmte Art. Das war das Zeichen, daß ein „Freund" nahe. Was war das nur für ein 'Signal? Wozu diente es? Woher. kannte ich's? . . . Ich fragte mich nicht diese Fragen. Auch im Traum stellt man solche Fragen nicht . ... Die Tür ging auf. Ich sah Minna. ' | Ein Blitz zuckte dnrch mein Hirn. In einer ^Sekunde erhellte sich mir alles. Ich begriff, wo ich «sei; was ich tun will. Ich war gleich ganz ruhig.! Sie erkannte mich nicht sogleich. Dann trat sie heran, faßte mich bei der Hand und zog mich ins Zimmer. Ich ließ inich auf einen Stuhl fallen. Sze -blickte aus meinen Kopf und auf meine Stirn, wo das Kreuz brannte. Dann sagte sie mit dunkler Stimme: „Erzählen Sie!" Ich erzählte. Ich erzählte gern, gelassen; ich erzählte alles. Das Geschick meiner Mutter — mit schändlichen Einzelheiten. In ihrem Gesicht wechselten Not, Weiß, Grün, Gelb . . . Als ich fertig war, verneigte ich mich vor ihr mit liebenswürdigem Lächeln. Sir niä&> s£ kaum »ich vMssrud ihr Gssichl to Ha LLrckAt. D«mr yvd stch He ftitUft. « t»«¥ Htftrtni. «, Ach isich vsr mir auf die Knie u»h fgtzke «eixr &tnb. Wein Lächeln wurde breiter. Diesmal sah sie es. Rasch eachab. si: sich und begann im Zimmer auf- und abzugehen. Zu mir flogen ihre unruhigen Blicke. Ich saß da und lächelte stets wohl sehr liebenswürdig. Endlich entschloß sie sich, ein Mittel anzuwenden, das sie offenbar für sehr stark hielt. Sie setzte sich wieder auf den Stuhl mir gegenüber und fragt« stilli „Und Ihr. Entschluß? . . „Mein Entschluß? Was für ein ' Entschluß? . . . Einen Augenblick! . . . Entschluß ... Ja — vor vielen, vielen JahreN, 8a habe ich einen Entschluß gefaßt. . . Einen sehr wichtigen Entschluß — aber, weswegen nur? .... Ja, jetzt weiß ich's!" Ich lachte ihr ins Gesicht.. Bald wurde ich ernst und ruhig und sah ihr ins Auge. Sie wurde weiß wie Schnee und sprang vom Stuhl. Ich stand auch auf, langsekn und rllhig. Ich habe sie vergewaltigt. Sie wehrte sich wie meine Mutter. Doch was vermochten ihre Kräfte gegen den Mann mit dem Kreuz auf der Stirn? Auf ihrem Gesicht begann ein furchtbares Spiel zwischen Flammenrot und Leichenblässe. Sie schrie nicht; sie biß sich auf die Unterlippe, zerfleischte sie und schluckte das Blut. Ich tat mein Werk — mit all seinen erniedrigenden Einzelheiten. Es dauerte lang. Dann erstickte ich sie. Kurz und stürmisch.' Ich grub .meine Finger, lange knochige Finger, in ihren weißen Hals. Sie wurde rot, dann blau, dann schwarz. Es war zu Ende. Ich warf mich auf einen Stuhl und entschlief in demselben Augenblick, als'wäre ich in einen tiefen See gesunken — traumlos. , XIII. / Als ich erwachte, merkte ich, daß. die Kerze auf dem Tische fast gar nicht kleiner geworden war. Ich hatte wohl nicht länger als fünfzehn Minuten gefchlafo«. Doch ich war völlig munter u«d ruhig, ft* Achroi ,Mch, mein Pahn!" hat mich bis Heu« «och nicht verlassen; aber seit jener Munde wurde ich weicher, mütterliches. Meiner. Muftex S-ee.le. .hat chre Lösung gefunden. Unser Konspirationsquartier war sehr bequem, fast komfortabel eingerichtet. Ich ging ins Toilettezimmer und wusch mir Kopf imb Hände. Im Spiegel sah ich: ich war grau. Da sah ich denn endlich das Kreuz, welHes ich die ganze Zeit bloß gefühlt hatw. Die Wunde tat nicht mehr weh, sie brannte bloß ein wenig. Ich wollte ein Messer nehmen, ein Stück Haut aus der Stirn Schneiden,'das Kreuz'-ausmerzen. Dann überlegte ich mir's: Mag es bleiben — „als Stirn-, zeichen zwischen deinen Augen" . . . ' , t; Haha! Meintest du solche „Stirnzeichen", mein lieber, alter Gott? ' . ' " fl" - XIV. f ■ , ’ Ich schuldete niemandem etwas undi-wollte nie«.- mandem mehr etwas zahlen. Noch in derselben Nacht verließ ich mein« Stadt. Zwei Tage später war ich jenseits' der Deutschen Grenze. Es ging stach' Amers^ä'. Das Me7r nahrn mich aus, das Meer mit seinen .endlosen Weile, den rauhen Winden, mit seinem scharssalzigen Atern. Und es sprach mir Wunderbares,' sprechend und schweigend sprach es. Ich horchte ihm. zu mit Freude und Staunen. Doch ich kann nicht Im SßQtte Neiden, was es mir erzählt hat. Bald nach meiner Ankunft in Amerika begann ich über LanÜ „zu trampen^. Die Prärie begann mir | in ihrer Sprache zu deuten,'was des Meeres Sprache mir erzählt hatte. Die Prärie! .Ihre- Nächte, .ihre, Tage! . . . ' '' ' Fast drei Jahre wandere ich schon. Und ich neu-: geborenes Kind spüre, daß ich kräftig genug bin. Bald, bald will ich in die Heimat zurückkehren! Und dann-" Er sagte nichts mehr. E hatte mich wohl ganz verILksan. ' ' uub ich, der sch»» jahrelang attem ganz fern war, dachte: Erstehen wirb ein Geschlecht eherner Menschen. Me werden üülbauen, Mir verfalle», ließen. .! t .4. f i> * A A . t V

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