Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 551 (4.8.1920)
- Date
- 1920-08-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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«fl»' “ Utl'55F1 SÖtcn, Wtiwoch AMürVenmasfeir ein jüdisches Problem darstelle, dessen- Be-. deK'kung der jüdischen" 'Öeffentlichkeit'^ durch den Weltverband' erst Noch nachdriMich zum BewußtMi' gebracht' werdest Müsse. Die Konferenz beschloß'' 'MEE.'^ieiDründung.,cincf Verbandes zichiiMcher. Stüdonten, der auch die Jylüä^ivL zur Schaffung zionistischer, akademischer BernssorgänisationeE in den einzelnen Ländern zu ergreifen hätte und dessen Aufgabe es sein soll, N'ls Instrumenti^er Zionistischen Weltorganisätion bei der wissenschaftlichen Pä'lästrnä-Vorbereitnngscirheit mitzüwirken, ferner die fachliche und kulturelle Pälästura-BvrbererLung zionistischen Akademiker zu leiten, Esnslüß zu nehmen,anf deren Studium und Beruf''uyd, sticht-• -Wetzt- '"die,..Pbev»^ territoriale Solidarität^ der zionistischen Utudentenschäft zu;■ wahren und' für ihre Interessen eiNzutretrn.' Mit der 'Leitung des "Verbandes wurde die niederländisch-zionistische Studentenvrganisation betraut, die mit ' den nötigen organisatorischen Arbeiten unverzüglich beginnen wird, Äs Bureau des Weltverbandes fungiert und die Herausgabe der Zeitschrift des Verbaubes- Me^or alleni das wissenschaftliche Forum der zionistr^ ßchüt' Stüdenten in allen Palästina- und damit verbundenen WMthfragen bilden soll, vorbereitet. Sozialdemokraten als Gegner der Gewerbefreiheit. , Mt der jüngsten Sitzung der Leopoldstädter Bezirks-/ Vertretung wurde von christlichsozialer Seite der Antrags gestellt, „an 'maßgebender Stelle darauf hinzuwirken/, daß in Hinkunft an Personen,.welche nach dem August >1914 nach' Wien zugereist sind und sich bis jetzt noch Nicht als. Deutschösterreicher erklärt haben, ke ine Kv nzessiv neu und Gewerbescheine verliehen werden,/ da mit Rücksicht auf die vielen Kriegsgefangenen, die 'jetzt zurückkehren und sich eine Existenz gründen wo/llen, diefe rn erster Linie in Betracht zu kommen habend. : Man erkennt auf den ersten Blick, gegen wen dieser jfamfcfe Antrag geht. Die Flüchtlinge, die sich.' „noch piW - als.-Deiutschösterreicher erklärthaben", weil man jihnen bisrmn diese Erklärung nicht gestattete, sollen vom ehrlichen Gewerbe» ausgeschlossen sein. Trotzd^nt aber dieser Antrag dem von der sozialdemokratischest Partei pwkhamstertew Grundsatz der absoluten GeweLbefreiheit 'lins. Gesicht, schlägt und trotzdem gerade von sozialdemokratischer Seite immer wiederbei den Debatten in dev ^zirksvextretung hervorgehoben wuche, daß jede Beschränkung in der Erteilung von Konzessionen und Gewerbescheinen die Bevölkerung schädige, hasten die ^vMÄemokratischen Bezirksräte für diesen Antrag tzewrd nur die vier Jüdischnativnaben stimmten da- U, Den ^Heimkehrern ist mit diesem demagogischen, ktionaren Antrag nicht gedient. Wer den Juden Iwird zu schaden versucht, und das /war. der Zweck der Demonstration. Sie wäre mißlungen, wenn.die Sozialdemokraten das Programm, nicht/preisgKgeben hätten,. das ihry.Whrer in , einer der erstep Sitzungen verkündet hat. Aber da es sich doch nur um die jüdis ch e MjviMnmg handelte, drückte, man beide Augen zu.! Wieder eine bittere Lehre für die jüdische. Wähler- Wandel der Zeite» v Mr lesen in der „Frankfurter Zeitung": Do war zwar der k. und. k. Gesandte. Freiherr, von DieSl in Belgrad auch an jenem 23, Juli 1914. nur jein Briefträger, als er Berchtolds Note der serbischen. Regierung überreichte. Wer es gab. sicher niemals, in der Weltgeschichte einen verhängnisvolleren Briefträger, und damals war er wirklich eine historische Figur,., her Baron Giesl; die Augen von fünf. Erdteilen waren in den folgenden, zweimal vierundzwanzig Stunden ouj ihn gerichtet, und als der Draht in alle Windrichtungen die 5kunde trug, daß er „mit dem Personal der Ge- »saMfchas^ Belgrad verlassen habe,, senkte es sich wie schwarze Schatten auf die fröhliche Sommerwelt und eiskalte Vorahnung...vyn Schauerlichem kroch uns an.. Das alles ist gerade sechs Fahre, her! Und heute gibt ks kein Oestecreich-Uttgarn mehr und das „k. u. k." verstaubst in der Rumpelkammer der Geschichte, aber der Freihestr v. Giesl ist noch frisch und munter. Und wohnt sauf seinem' Hvsgut in der Nähe' von. Radkersburg im Staatsgebiet des Königreichs der Gersten, Kroaten und Slowenen'. Und.als in dem allerdings zu Unrecht' von den Südslawen., besetzten Radkersburg vor kurzem der ijebenundsiebzigste Geburtstag des Königs Peter durch einen Festgottesdienst gefeiert wurde, wer erschien da $n der Kirche? Natürlich der Baron <Giesl und betete Irndächtig für das Heil des. Herrschers, dessen Neaiesrung er damals jene Note, jene Bombe vor die Füße warf. Ja, Wandel der Zeiten! i ^Begräbnisse am heutigen Lage: Z entralfried. Hof: 9 Uhr 30 Min. Pollak Emil: 19 Uhr Koppel Siegmund; 11 Uhr Zolles Bruno. — NruerFriedhof: 9 Uhr Löwit Eisig; 9 Uhr 20 Min. Kosal Äathi; 9 Uhr 40 Min. Wohlmnth Rosa; 10 Uhr Beer Eduard; 10 Uhr 80 Mm. Grünwald Ladislaus. *■ Direktor Erdös. Unter zahlreicher Beteiligung bat gestern das Leichenbegängnis des Direktors Armand Erdös stattgesunden. .Rabbiner Dr. Taglicht hat in ergreifenden Worten den LedenSlaus des Verblichenen geschildert. Nach den liturgischen Gesängen wurde der Sarg rm rrgene« Grabe beigefetzt. . > ^Preiozuerkeununa an einen jüdischen Gelehrten. Professor Dr. Umberto C a s i u t o, Dozent am Collegia Rabbmico Jtalianv und an der Universität r« Florenz, ist für sein Werk ..Geschichte der Juden in Florenz während der Zeit der Renaissance" von der Academia dei Lincei in Rom der „Königliche Preis für Geschichte" im Betrage von 10.000 Lire zuerkount worden. Die Preiserteilung stellt die höchste wiffen-!schastliche Auszeichnung dar. welche in Italien zu vergeben ist. Mcs«er^MsrsettzeMtts 4. August 1920 \ .TKe L —- - — .■ ..Ly-rrT-MjnK«,.»^.\axskim<,r ■ . - .. ■r-r- »»>, -!, errang .n.-s'-- * Tariferhöhung im.jugoslawischen- Staate- Aus Lai. ba'ch wird gemeldet:''Mt' 157Mgüst' I.' J/ M'rden''1)ke''sn ' Kronen lautenden Gütertarife der" "jugoslawischen Siaatsbahnen hinsichtlich der - -^FrachtunW Nebengeb ührcn um 125 Prozent erhöht. Aus dieser Mitteilung acht hervor, daß die Tarifs der DittzkkioüönLZaA welche Mr 1. August. 1919, beziehungsweise am August -^1919 eingefühjct, und durchs je...einen Nachtratz .vom 16._.ILovemIrr-,- 1919 abgeändert und ergänzt wurden, omn 15. Äugust 1620 . erhöh»!/werden-,' wahrend der in. Dinars, erstellte - Tarif - der.' ElsenbÄindirektioll Beograd -.(Belgrad) vom -1. .August. ,1919 , keine Äenderung erfährt.. Herner wird iniige eilt/ daß .vom-- 16. angefangen die-Einhebung der Frachten in -Dinars erfylgjen wirdi Als MmrZechnunbskurs/ ist' --/estgrsetzt, worden: 4 jugoslawische Krotten gleich 1 Dinar. Eine rreuc Gebühren., ber^chriungstabelle,. welche: -die .üm -125 Prozent /«-rhöhten.-- HeMrsätze, in. Paras lungeoechnct, enthalten .wirst/ ,soll> rnr . kommenden. .Monat erscheinen Neben der Erhöhring -der--. Tarife weaden auch Aenderungen in den Ausnichmetavifen durchgeführt. Es ist anzunehmen, daß auch die' SüdLahn für tzhre' jugoslawischen Linien -die gleichen Tarlfändcrungen und die Umrechnung der Frachtsätze in die amtliche jugoslntvische Währung vornehmen wird.- * Stint** aus Dänemark. Heute kifft am 4 Uhr nachmittags äm Nordwestbahnhof ein Kinderzug aus Dänemark ein. Die mittels Karte avisierten Eltern wollen sich zuversichtlich zur Entgegennahmeihrer Kinder dortselbst emfiyden. - * Heimkehrerbewegung. In dcr Zeit vqm 30. Mai bis 3. Juli 1920 sind aus den ehemaligen Fremdstaaten und aus dem Bereiche der Orientarmee hrimgrkchrt; Oestrrrricher: Aus Jtälun 103, aus Rußland 1522, aus Frankreich 19, aus England 1, aus Rumänien 1, aus S.H.S. 3. Fremdnatioüale: A«S Italien' 1536, aus Rußland 6059, aus Frankreich 958, 4«$ England —, aus Rumänien 2, aus S.H.S.'I. * Hie HaAMesitzer Md die neuen Steuer». Die Landtagskorrespondenz meldet nachstehende.„Erklärung der Hausbesitzer": Die Hausbesitzerschaft erkennt-die schwierige. Lage der Industrie, des Handels- '-und G'ewerbestandes und wirb sich allen oou diesen Ständen beschlosseuen. Abwehrmaßnahmen anschließen. D'er - Zentralverband' der Hausbesitzervereine von. Wien und den Ländern Oesterreichs hat beschlossen, die Hausbesitzer aufzufordern, von der ihnen eingeräumten gesetzlichen Zahlungsfrist für die am 1. August fällige Hauszmssteuer samt Zuschlägen unbedingt Gebrauch zu machen und demgemäß mit der Einzahlung zuzuwarten. * Kontrollrecht der interalliierte« AeberwachungoauSschüfse. Auf Einschrntru der iuteralliierten Ueberwachungsausschüfse wurde bic Betcilung aller Mitglieder dieser Ausschüsse^ mit Legitimationen beschlosien. Diese Legitimationen weiden vom. Staatsamt für Aeußeres ausgegeben. Die K 0 n t r 0 l l t 8 t i g k e i t auf Grund dieser Legstimationen hat am 80. v. M. begonnen. Die Lezitimatiouen ermächtigen die Mitglieder der Heeres-, Manne- und Luftfahrt-Kontrollausschüsse mit ihrer militärischen Begleichug, militärische Kommando-, Anstalten, Gebäude, Fabriken und Depots oder die: noch in militärischer Verwaltung stehenden Gebäude und Etablissements der Republik Oesterreich, Gmdannrn, Zoll- und Forstwachtcr, Orts- oder - Gemeindepolizrikasernen oder ähnliche Anstalten, dann auch jene P r i v a t f a b r i k e n, die im Kriege und nach dem Kriege Kriegsmaterial erzeugt haben oder noch erzeugend und jene staatlichen Fabriken, Anstalten und Anlage«, die aus der HrerrZverwaltung ausgeschiedrn sind und in das Reffort anderer StaatZämter der Zivilverwaltung eingereiht wurden, zu besichtigen. * Herausgelockte NotgelVsaMmlung. Ei« 13- bis 20jähriger Bursche, der sich Albert F o r st n e r nannte, hat am 18. v. M.' im Caf6 Mariahilf dem Gymnasiasten Josef G.alandauer aus Wilhelmsbirg eine Sammlung von 400 Sätzen Notgeld in blauem Einbande, K 4000 wert, .entlockt. * Selbstmorde iw Juli 1920. Im Juli b. I. sind im Wiener Polizeigebiet 38 Selbstmorde angezrigt worden gegen 35 im Juli v. J. und 42 im Juni l. I. Bon der Gesamtzahl haben sich 12 Personen, darunter 2 Frauen erhenktz 8 Personen, davon.6 Frauen, vergütet, 8 Männer erschaffen, .5 Personen, darunter 2 Frauen, eriränkt» 8 Personen,, darunter 1 Fra«, durch Stmz von Höhen gelötet. Eine Frau ließ .sich überfahren und ein Mann verbrannte. * Wie man reich wird. Der New-Dorker Korrespondent der „Daily News" berichtet einen ganz außerordentlichen Fall von Bereichern«-, der sich in Boston zngetragm hat. Die Aufmerksamkeit der Behörden wurde dieser Tage ans einen geviffen Herr« Charles Ponzi gelenkt, der vor etwa sechs Monaten, als ganz armer Mann nach Amerika gekommen war und heute «in Vermögen von 1,700.006 Pfund (etwa über 100 Millionen Kronen) besitzt. Herr Ponzi hatte nämlich ' eine. Art Wechselstube eröffnet und sein Geschäft im Freien beim AnkunftS- und Abfahrtsplatze der Ozeandampfer errichtet. Er wechselte italienischer,, tschechisches, französisches und 'englisches Geld gegen Dollar Und ebenso Dollar gegen die anderen Getdsorten. Popzi tauschte etwas billiger als. die Banken und konnte trotzdem in kurzer Zeit ein so reicher Mann «erden. Bei der Untersuchung. ergab sich' daß er sein Vermögen aus durchaus redliche Weise erworben habe. * Hilfe für Chaluzim. Im Lokale der zionistische». Bezirkssektion Brigittenau, Karl Meilelstr aße 5, werden -Geldspende» und Naturalien, wie Brot, Zucker, Tee nsw., auch Wohnungsanmeldungm zur Beherbergung in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 2 dis 6 Uhr nachmittags eutgegengenommen. * Jüdischer Ardeitrnachweis. Das GrwerbeförderungSamt btS Jüdischen Nationalrates, II., Taborstraße 20 a (Telephon 41.630), hat im Rahmen seiner Bestrebungen zur b e r ufli ch e n U m sch 1 ch t u n g d e r I » d e » in der Richtung - der Zuführung derselben zur m aV u e l l-p r 0d u k t i v en A r b e i t einen Arbeitsnachweis für jüdische Arbeiter errichtet. Alle Inden werden dringend ersucht, die Intentionen dieses Amtes zu unterstützen und sich bei Bedarf von Arbeitskräften an diesen Nachweis z» »mden, in deffen Evidenz Profrsiionlsten, Hilfsarbeiter, Lehrlinge aller Art, Haus- und Burcaupersonal usw. vertreten smd. ittciknngelr alls dem PnblikM. ertü »mS-llennsna Beiwerk zeigen ’höcherfreut allen Ver-wandten, Freunden und Dekanaten die glückliche Geburt einer hübschen Tochter-an. )2 jB.IlfLÄNTjR3Sf. Perlen, CtolA. SUbor. Platin und ^„TThren kauft - zu Höchslproiscn 11 ""■‘"'"j ' Kotintormstrassosr. 1 Gefo^nlreilskäafe. | ®ot*ntan»»tra JCtöHör, iHtarlahilferstr. 98 7?rr * Eine Million erMtsgelockt unv geflüchtet Jus B u d a p e st wird gemeldet: Die Landesgcwerbebank hat gestern die Änzeige. erstattet, daßv ihr ans dein Scheckbuch ein Scheck .. gestohlen und damit aus der Oestnrelchrsch-tingarischen Bank e in e Mü l-l ion Kronen behoben wurde. Die Untersuchung ergab, daß der 34iähüge ^Leainte dcr Bank Franz Ivan S t e s a n i.rs dm Diebstahl »nd .die Fälschung begangen hat.. Er hat das Geld bei der Oesterreichischmugarischen Bank pe>- önlich behoben, sich und seiner Frau neue Kleider gekauft und ist dann in einem Alitomvbil geflüchtet. : * Ein Geschädigter wird sesrrcht! Im Sicherhrittz« burean beftndrt sich rin junper Mann-wegen Tascheiidlehstahis in Haft. B« ibm wurde eine schwere goldene Ehrvnometcruhr mir ' drei Mänteln, und Monogramm, vorne -te>ch verüeit, samt - goldener, langglredrrigcr Kette gefunden. Die Uhr ist tehr wert» . voll; ihr Eigentümer ist bisher «ich: bekann'. Offenbar r-iihtl sie von einem Taschendiebstahl her. Sie zeigt Tage, Wochen unö Monate und dürfte am 10. oder am 17. v. M. gestohlen worden 'ein. Der Geschädigte wird ersucht, stch im Sicherhritsbureau, IX., Eli'obethvromenade 7. I. Stock, zu melden- * Verhaftete Einbrecher. In der zweiten Hälfte de? vorigen Monats wurde' im Hause 9. Bezirk,' Augaffe 18, eia Diebstahl von Fenstereinsteigern verübt. Durch ein osseües - Fenster^ im Erdgeschoß schlichen sie in ^fnc Wohnung 'und ' stahlen aus versperrten Kasten Kleider im Werte von'.',. 7000 Kronen. Als Täter wurden die Brüder Johann und ' August F r ü h a u f verhaftet und dem Landesgerichte einge- ■ liefert. Nun wurde am 2. d. M. ihr DiebSgenoffe. der 20jährige gewesene Eisenbahner Franz Braun, im 9. Bezirk verhaftet und dem Landesgericht eingeliefert. * Verhafteter Dieb. In einem Straßenbahnzug der ’ Linie D wurde gestern auf der Fahrt durch die Porzellan Me ein junger Mann sestgenommen, der dem Kansmann Samittl W e i n b e r g e r, IX., Porzellangaffe 41. eine kostbare llhc gezogen hatte und eben abspringen wollte. Der Dieb wurde dem Polizeikommissariat Alsergrund überstM und nannte sich dv>t Düvid Rosenberger. Er wurde aber als der wegen Diebstahls . wiederholtabgrstraste und aus Oesterreich abgcschafftc 27iährigc Hilfsarbeiter Moritz S ch l a m k o w i c z erkannt und dem - Landesgericht ringeliefert. * Vachsteuer für Wein, Bier. Schaumwein nnd gebrannte geistige Flüssigkeiten. Der Gememdcrat bar a.s - Tag des Begmnes der Einhebung der erhöhten städttschcn Abgaben.von den genannten Flüssigkeilen, der auch als Stichiacr für die Nachversteuerung zu gellen hat. den 10. August 1920 'frst- ' gesetzt, so daß die Nachsteuer des Staates und der Gemeinde ans einen Tag zusammenfallen. Diejenigen Produzenten, Händler nnd Berschlelßer. welche nachsteuerpstichtlge Vorräte au abgabopflichtigk« Gegenständen besitzen, gleichgültig, ob sie diese selbst . verwahren oder verwahren lasten, sind verpfsichtel, deren Meng» sowie de« Ort und die Räume dcr Aufbewahrung spälestmS'am Seiten Tage nach dem Stichtage, das ist i'vätestens anr 12. August. riftlich in zweifacher Ausfertigung bei jener Finanzwachabteilvng einzurerchen, in deren Umkreis sich der anmeldepflichtige Vorrat befindet, woselbst auch Anmeldeformulare unentgeltlich verabfolgt werden. * Spenden. Für.die ins Elend g'e raten« jüdischeFamilie («Hilferuf">:Ungeuannt K 60 (bisher si 1250). — Für jüdische Blinde: Ber:a Gottlieb (anstatt Blumen zum Geburtstage der Großmutter) K 50. — A. F. (in wehmütigem Gedenken am Todestage unseres Felix) X 50 (bisher L 6640). * Die heutige Belvedere-Rrdönte. Heute, Mit t- « o ch, findet nn S ch l o ß p a r k des B e l v e d/e r e unter der Leitung des Dilektors Benno L i e die Wiederholung der vom Alland-Komitee veranstalleten Belvedere -Redo nie statt. Um die Mitternachtsstunde wird ein großes Feuerwerk abgebrannt. Bal champetre, Schramme l- QuartettemitWienerLredersängernrc. Ballmustk:Das v o l l st ä n d i g eKonzer to r ch e st e r. Beginn 9 Uhr abends. Damen erscheinen in Ball- oder Abendtostette oder Domino mit Maske-(Maskenzwang) «nd Herren m Frack oder Smoking öder Sommeranzug. Karten und Logen be,m Alland-Komitee, Hk., Landstraße Hauptstraße 1, Tel. 9577, in der Schloßverwaltung des Belvedere, Ilk.. Prwz Engenstiaße 3, Tel. 2591, bei Kehlendorier, I., Krngerstraße, Hotel Bristol (altes- und neues Haus), Hotel Imperial, Grand Hotel und bei B. Meyers Söhne, Stephansplatz. * Wiedereröffnung der beliebten Koscherrestnuration' Spritzer m den prächtig reuoviertcn Lokalitäten, II., Obere Augartcnsiraße 72, via-ä-\ris Hotel Bayrischer Hof. Ab 9 Uhr vormittags wird sowohl kalte als auch warme Küche verabreicht. * Seltene Gelegenheit! Weiße Leinen - Halb-- nnd Spangenschuhe mit Komteßabsatz X 350.--. Schühhaus Ländler, VI., Gumpendorserfiraße 68. * Ehngigath Ehamischa-Assnr K'Ab. Diescs althergebrachte jüdische Bolkslest findet Heuer durch ein vom Berein Erez Israel am 8. d. M. im Prater veranstaltetes Gartenfest mrt rnchhaltrgrm Programm seine Würdigung. Näheresiehe Inserat. ' Bnefkcksten der Redaktion. Stafa Harzops. Zwei Oelbaume sind K 60; nt sende» an Jüdischen Natronalionds, II., ZirkuSgaffe 33. JsraelittschrS Bliuden-» Institut, XlX., Hohe Warte. — Ständiger Leser. Ei» solcher Bereue besteht in Wien nicht. — N-tlage. Wende» Sie sich an de« Jüdischen Natioualrat. H., Taborstraße 20», wo Sie alle AufNär«»gm erbalten. — An unsere Leser. DerBrrefkasten der Redaktion wird inHinkunft. i« u n s r r t n M o n 1 a gnu m w e.rn er s ch e i n en. Mi'!; ’1 -1', ' irifc; -V/l ■ivt \rv' 'v: i I ■ ir'