Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 549 (2.8.1920)
- Date
- 1920-08-02
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979627--04856-2990645- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
ttr. 5-19 Wien. Montag Xlcnct 1g Abwanderung jüdischer Kolonisten aus t Argentinien nach Palästina. k Dr. N. Epstei n.der gegenwärtig im Aufträge ves Jüdischen,Nationalfonds die ainerikanischrp Bundesstaaten ' bereist, gab dem Redakteur des New-Aorker „Morning Journal" die folgenden Mitteilungen über die'Juden in Ar gent.inren:. Wenn von den Juden in ' Argentinien gesprochen wird, muß; zwischen den Städtern und den Kolonisten scharf unterschieden werden. Das Zentrum des jüdischen Lebens ist- Argentinien ist Buenos Aires, wo die Juden, ungefähr 7.0.000 Köpfe zählen. Ihr Einfluß macht sich auf allen Gelbieten des öffentlichen Lehens in Argentinien fühlbar. gibt unter ihnen Großkaüfleute, Fabrikanten, Aerzte, Rechtsanwälte, Univerfitätsprofesso.eu, bekannte Publizisten, Schriftsteller und Arbeiter. Besonders stark ist per jüdische Mittelstand. Die meisten von ihnen stammen vus Rußland' und Polen, auch viele aus Frankreich, England und Deutschland, die jedoch, dem jüdischen Nätionalleben bereits längst entfremdet sind. 1 In den Städten gehören die Juden den verschiedenen politischen Nichtung-en an. Es gibt unter jihnen Bundisten, allgemeine Sozial sten und Sozialisten ' bestimmter Couleur. Der überwiegende Teil der argem Üinischen Juden aber ist jüdischnational und zionistisch. Bor ungefähr eineinhalb Jahren fand ein Kongreß der jJuden Argentiniens statt, der dir übrige Bevölkerung vrst darüber aufklärts» daß sie es nicht mit „Polen, und Russen", sondern mit Juden, zu tun haben, die sich jihrer Nationalität bewußt sind.' Für den Nationalfonds ftvurden in Argentinien rund 250.000 Pesos (ungefähr B00.000 Schweizer Franken) gesammeltwobei zu berücksichtigen ist, baß die Gesamtzahl der Juden in Argentinien 150.000 nicht übersteigt und außer dieser Summe auch' noch der Betrag von 200.000 Pesos für hie Kriegsbeschädigten in Europa aufgrbracht wurde. E)ie Zionisten geben zwei Wochenblätter heraus, und war; „Die Jüdische Welt" und den in spanischer Sprache Erscheinenden „Maccabean". Ein national sehr wertdolles, Element bilden diy Kolonisten, die im Gegensätze zu den städtischen Juden alben Assimilations-?er,bungen erfolgreichen Widerstand leisten. Sie führen rüch ein streng konservatives. Familienleben, in der andwirtschaft jedoch genießen sie als Pioniere in der Einführung der modernsten Hilfsmittel und Ärbeitsrethoden großes Ansehen.. Trotzdem ihre wirtschaftliche Lage eiste sehr gute ist, haben sie eine Aktion zur Liquidierung der Wirtschaften und Regelung ihrer Abänderung nach Palästina und ihrer. .Ansiedlung daselbst ba; \ Die Leiden der jüdischen Emigranten. - ..Das Jüdische Korrefpondeusbureau berichtet aus N e wo r k: 112 jüdische Emigranten, die lctztens hier mit dem )ampser .New Amsterdam" der Holland-Amerikan-Lmie ringerosten sind, , veröffentlichen im „Tog* einen offene» Brief au die jüdische Oeffentllchkeit in Amerika, in welchem sie die.Brschwerden, fwelche fte auf dem Schiffe der genannten ScknWompagnie zu jertrage« hatten, schildern und Klage gegen die Funktionäre dieser SchiffahrtSgeseSschast wegen schlrchierBehandlung, M i ch t e i n h a lt n» g der KlasseubillrtteS, schlechter Verpflegung erheben. Die Hebrew Immigrant Aid Society hat sich dieser Sache angenommen und «int Untersuchung ringeleitet. Die Kinothealer vor der Sperrungr Im Laufe des gestrigen Tages haben vb Prozent der Kino besitz er ihrem Personal die vierzehntägige Kündigung, diemit §15. August zu Ende geht, überreicht. | Mit der Überreichung der neuen Forderungen am j8Ö* Juli erscheint der Kollektivvertrag außer Kraft gesetzt. Nach Abbruch der Unterhandlungen haben die Kmobefiher sich veranlaßt gesehen, am ersten Tage des vertragslosen Zustandes mit der Massenkündigung vorzugehen. Für heute sind Unternehmer und Angestellte, Vertreter der Union des Personales, des Gremiums der Musiker und der Vereinigung der Kapellmeister zu Unterhandlungen im Einigungsamt Geschieden, jedoch besteht angesichts der durch die neuen kommunalen Steuern hervorgernfenen überaus erregten «Stimmung unter denKinobefitzern fast gar keine Auslicht auf einen Erfolg der Intervention des Einigungsamtes. Das Präsidium des Bundes österreichischer Lichtspieltheater ist auch bei Ausbruch eines Streiks fest entschlossen, von seinem Standpunkte nicht abzngehen; der •einmütige Beschluß, der von fast sämtlichen Kinobesitzern Mens besuchten Versammlung, mit der Verwirklichung der neuen Steuern die Kinos am 16. August zu schließen, spricht auch gegenüber den neuen Lohnforderungen der Angestellten eine deutliche Sprache. Für die Kinobesiher, die sich nach vyrhergegangener schriftlicher Verpflichtung diesem Beschlüsse nicht fügen sollten, wurde eine K o.n p e n t i Y n a l st r q f e bis zu 5000 Kronen s ü r d e n T a g festgesetzt. Das Präsidium wird in einer Denkschrift an die maßgebenden Stellen .die Beweggründe für seine Abwebrmaßnahmen auseinandersetzen. In dieser wird 'darauf hingewiesen, daß m Graz der billigste Sitz im Kino 10 Kronen, in Berlin 6 Mark kostet. Die Eintrittspreise in Wien stehen in keine« Einklang z« diesen Preisen. Bei dem Umstände, als die meisten Kinos an Wochentagen kaum ll/a mal im Durchschnitt gefüllt sind. Mitteilungen aus dem Publikum. \TlIXiIi AHTEHT, Perlen, Gold, «Uder. Platin und Uhren kauft zu Höchstpreisen ■ " 'TitiiiciT Better, | ergibt eine auch nur oberflächliche Berechnung, daß der Geschäftsgang der Kinos ein derartiger ist, daß er zu exorbitanten Steuererhöhungen, die nach Abzug der Regien sich nicht einmal aus den Einnahmen decken lassen, keineswegs ausmuntern könnte. Die neuen Lohnforderungen haben nun dem Faß den Boden ausgeschlagen und so bleibt den Kinobesitzern nichts anderes übrig als zu sagen: „Wir können nicht weiler.wir sperren zu." Mit diesem Akte der Verzweiflung werden nicht nur die Kinobesitzer — eines der wirksamsten Steuerobjekte Wiens — sondern auch über 40.000 An g estellte, die im Kinobetriebe eine auskömmliche Existenz selbst in diesen traurigen Zeiten gefunden haben, ihr Brot verlieren. Für die Kinobesitzer, heißt es znm Schlüsse, gibt es in dieser unhaltbaren Situation kein Zurück mehr. A«s de« Theatern. Im Wiener Stadttheater beginnen ab heute Montag, die Vorstellungen von ZvlaS »Der Totschlägermit Karl Forest vom Burgthraler als Gast präzise '/«? Uhr. _ * GrftOchV« ftiifgefwttfccit. $««* rezen 1 Uhr «echtt haben Passanten nächst deck Hause XV!., Thalisstraße 90 einen jungen Mann mit einer schweren Da-nchstichwunde auf dem Pflaster liegend besinnungslos aufgesunden. Sie brachte« ihn ^rr das Wachzimmer, XVI„ Wichtelgaffe. Die NrttüngsgesMchast wurde berufen» doch der Arzt konnte nur den Eintritt dcS TodeS festsiellen. Der Mann hatte eine tiefe Stichwunde in der Gegend des rechten UnterbaucheS; der Tod dürfte durch innere Verblutung erfolgt fern. Vom Polizeikommissariat fand sich eine Kommission in der Wachstube «in. Da bei dem Toten we§er eine Barschaft, noch Wertgegenstände gesunden werden konnte«, konnte die Möglichkeit einer Beraubung der Sterbenden nicht ganz von der Hand gewiesen werden. ES wurde frstgestellt, daß der Erstochene der am 1. Oktober 1808 in Wie« geborene Kutscher Karl Ratzel, XVI, Degengaffe 25 wohnhaft, gewesen ist. Die Erhebungen zur Ausforschung drS Täters sind im Zuge. Auf dem Tatorte erschien auch eine gerichtliche Äwwufflen. Die behördliche Orffnung der Leiche ist angevrdmt. * Der Bureaudiener als Kaffeuriubrecher. I« der Nacht zum 25. v. M. wurden die Bureauräumc der „Allgemeinen Industrie- und HandelS-Altieugesellichaft", I, Nenngaffe st, erbrochen. Die Täter hatten die Türfüllung ausgeschnitten und warm eingedrungrn. Sie sprengten eine eiserne Kaffe auf und entnahmen ihr einen Betrag von X 50.000. Auf Grund einer vertrauliches Mitteilung haben Kriminalbeamte des Sicherhc'.tsburraus einen der Tater in der Person des 33jährigen Elektrikers Gottlieb Fuchs, V., Obei? AmtZhauSgaffe 32 wohnhaft, verhaftet. Fuchs war im Juni d. I. durch vier Wochen bei der Gesellschaft alsBnrraudiener beschäftigt gewesen. Zwei seiner Spießgesellen, und zwar der wiederholt abgcstrafte 29jcibnge Hilfsarbeiter Johann Switlrk jun. und sein Bruder, der 23jährige Hilfsarbeiter Peter Switlik, die beide auf dem S erneckplatz 19 wohnten, sind flüchtig und werden verfolgt. Fuchs wurde am 3t. v. M. dem LandeZgerichte emgrlsefert. * Bier Personen durch Pilze vergiftet. Am 81. v. M. abends sind in'ihrer Schrebevgartenhütts beim Laaerwald der Privatbeamte Franz Fellner, 10. Bez., Trostgaffe 86 wohnhaft, seine Gattin Dorothea und ihre Zwillingskinder HanS und Franz, 6 Jahre alt, unter Dergiftungserfcheinung-n schwor erkrankt. Die Familie hat von einer Nachbarin im Schrebergarten selbstgepflückte Pilze zum Geschenk erhalten und sie verzehrt. . * Bon einem Einbrecher angeschoffen. Der AmtSdiener Franz Tachal hat gestern nachts in seinem Schrebergarten nächst der Byehmstrahe einen Einbrecher ertappt. Der Strolch zog einen Revolver und gab auf Tachal einen Schutz ab. Die Kugel drang dem AmiSdirner in hie linke Brustseite und verletzte ihn schwer. Der Einbrecher entkam. * Verschiebung der Belvederevoranstaltnngen. Die andauernd ungünstige Witterung hat haS Alland-Komstee veranlaßt, die für vorgestern anberaumt gewesene Belvedere- Redyutß und das für gestern angesetzt gewesene Dritte Belvedere-Konzert neuerdings zu verschieben. Das Dritte Belvedere-Konzert findet sonach am Dienstag den 9. und die Belvedere-Redopte am 4. d, M« statt. Karten für diese beiden Veranstaltungen iw Bureau deS Alland-KomiteeS, 3. Bezirk, Landstraße Hauptstraße Nr. 1, Tel. 9577, in der Schloßverwaltung des Belvedere, tz. Bezirk, Prinz Eugenstraße Nr. 3, und bei Kehlendorfer, 1. Bezirk, Krugerstrahe. *' * Lehrstellen für Mische Hvchschüker und Hychschülexinnen an jüdi'chen Volksschulen, Zü Ä-ginn des Schuljahres 1921/22 werden in Wien Bolksschullehperstellen mit deutscher Nnterrichtssprqchch zur Besetzung gelangen. Da es gegenwärtig an entsprechend qualifizierten Lehrkräften mangelt, hat dur ll n t e r r i ch 1S ko m m i s s i an b«S Jüdischen National-- rateS in ihrer Sitzung vom 28. Juni 1920 beschlossen, für jüdische Hochschüler und Hochschülerinnen, welche willens und geeignet sind, sich unter Verzicht auf die Fortsetzung ihres Hochschulstudiums dem schönen und verantwortuu-n?- volle» Beruf von Erziehern ihres Voltes zu widmen, im 2. August 1220 , Seite 3 - - ■ ■ ■ ■ -r •- r. . .... - September 1920 einen Lehrervilbungskurs zu eröffnen, der es den an ihm mit Erfolg Teilnehmenden ermöglichen soll, im Frühjahr 1921 sich der staatlichen Reifeprüfung in Wien zu unterziehen. Die Unterrichtskommissio» sichert den Absolventen dieses Kurses zu, daß sie nach bestandener Reifeprüfung eine Anstellung als provisorischer Lehrer, beziehungsweise Lehrerin, an einer jüdischen Volksschule i n Wien auf die Dauer, von zwei Jahren erhalte^ werden, und zwar mit Wirksamkeit vom Beginn des Schuljahres 1921/22 und mit Bezügen, welche den von der Gemeinde Wien den provisorischen städtischen Lehrern gezahlten Gesamtbezügen mindestens gleichkommen werden. Die Unterrichts kommisston wird ferner den Besuchern des Kurses etwa am Jüdischen Pädagogium die Gelegenheit geben, sich zum Teil schon vor, hauptsächlich aber während ihrer provisorischen Dienstleistung in der hebräischen Sprache Luszubilden und im Juni 1923 durch Ablegung einer besonderen Prüfung die Befähigung zum Unterricht des Hebräischen an jüdischen Volksschulen mit deutscher Unterrichtssprache zu erwerben. * Ausländer, Hausierer, große Post Kommißwäfchl nur beim Mayer, U., Taborstraße 39. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Ssnel Beer. Pellagra i« Wie«. Der Krieg und die nachfolgende Zeit haben auch nach Wien verschiedene Infektionskrankheiten emgeschleppt, die unsere wachsamen Sanitätsbehörden einzudämmen wußten, soweit eben organisatorische Maßnahmen in Betracht kamen. Die seit sechs Jahren bestehende Mangel» hafte oder einseitige Ernährung der Bevölkerung hat uns mit neuen Krankheitsbildern bekannt gemacht, wie der Oedemkrankheit und den verschiedenen Knochenerweichungen, oder Krankheiten gebracht, deren Auftreten bisher auf unserem Boden keine entsprechenden Bedingungen fanden. Die durch die schlimmen Ernährungsverhältnisse bedingten Krankheiten vermögen die Sanitätsorgane nicht zu beeinflussen, hier vermag nur ausreichende Belieferung der Stadt mit billigen Lebensmitteln Wandel zu schaffen. Immerhin ist es interessant, zu erfahren, daß Aerzte Gelegenheit hatten, einige auf dem Wiener Boden entandene Pellagrafälle festzustellen. Wenn man weiß, welche Bedingungen zum Auftreten dieses fast unheilbaren Leidens führen, so wird man an diesen Krankheitsfällen allein die schwere Not der Wiener Bevölkerung ermessen können, wenn auch, tausend andere Zeichen für deren körperliche und geistige Verelendung vorhanden sind. Die Pellagra ist nämlich eine Erkrankung, die auf den Genuß von verdorbenem Mäis zurückgeführt wird. Sie schasst eine chronische Vergiftung des Körpers, ähnlich der Veriberi-Krankheit, die auf die Neisnahrung bezogen wird. Die Pellagra beginnt mit einer lepraartigen Bautaffektion, worauf schon der Name (la pella ist gleich die Haut, agra ist gleich rauh) hinweist. Es kommt zu roten Flecken und Verdickungen im Gesicht, an den Händen und Beinen, später zu Schuppung und Geschwüren. Aehnlich wie bei Lepra treten lieber- oder llnterempfindlikeit der Haut, Störungen von seiten des Magendarmkanals und des Nervensystems auf. Die Krankheit zieht sich mehrere Jahre hin und führt durch allgemeine Hinfälligkeit zum Tode. Ein entsprechendes, wirksames Heilmittel kennt man nicht. Die Pellagra trat bisher nur als Massenerkrankung in Gegenden auf, wo Mais in großer Menge gebaut wird und als Volksnahrung dient, zum Beispiel in Spanien, Italien. Rumänien. Sicher ist der Zusammenhang der Erkrankung mit verdorbenem Mais. . Die krankmachende Substanz dürste ein Schimmelpilz sein. Daß Menschen^ die früher an Maisgonuß nicht gewöhnt waren — schon gar nicht an verdorbenen Mais, der uns monatelang. vorgesetzt wurde — die auch sonst in ihrem Allgemeinbefinden stark gelitten haben, disponierende Moments für die Pellagra abgeben, ist klar. Da die pellagröse Erkrankung nicht immer mit den gesamten eindeuügen Symptomen, mit Hauterscheinungen, Diarrhöen und nervösen Störungen, austritt, .so ist anzunehmen, daß viele leichtere Fälle bisher überhaupt nicht erkannt wurden und daß erst die jüngsten^^Mitteibmgen in den ärztlichen Gesellschaften die Aufmerksamkeit der praktizierenden Aerzte auf dieses bisher bei uns unbekannte Leiden lenken werden. Wichtig ist noch, daß der Pellagrakranke für die Umgebung nicht gefährlich ist, das heißt nicht ansteckt. Hoffen wir, daß dis „große Zeit" der verdorbenen Maisnahrung für unS endlich vorüber ist —- und die wenigen festgestelltm Pellagrafälle nur eine interessante Episode für die Aerzte Wiens wären. Aevztlichtz Winke. Der schädliche Sonntag. Uebex Anregung des Wiener Physiologischen Instft tuts erhob die Lehrerschaft einer großen Anzahl Wiener Volksschulen, an welchem Tage in der Woche die - geisfige Regsamkeit der Schiller und Schülerinnen am größten wäre. Es wurden genaue Aufzeichnungen über das Per" halten der Gesamtheit der Schüler in Notenform gemacht. Und da ergab sich die interessante Tatsache, dis Tätigkeit der Schüler am Montag am ungünstigsten war, das Verhalten sich im Laufe der Woche besserts, die günstigste Tätigkeit der Kinder auf Freitag und Samstag fiel. Am deutlichsten zeigt sich dieses charakteristische Verhalten bei den Knaben, woraus man dtzp Schluß ziehen kann, daß für Kinder der Sonntag ein Tag der größten Ablenkung vom pflichtgemäßen PerhMm wird. Nach Höhepunkt der Arbeitslust am Samstag machen sich starke Ermüdungserscheinungen geltend. Zieht man zu diesem Verhalten der Schüler die täglichen Amtsi Handlungen der Streuer Sicherheitswache in Parallele,