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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-27 · Heft 543 (27.7.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 543 (27.7.1920)
Date
1920-07-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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t 'StTws feien, Dienstag »Woamle Flecken tobet Blase» auf, an deren Stelle sich Hann später eine vollständige Gefühllosigkeit entwickelt, so Mß -sich zuin Beispiel die Kränken a» den ernpfindungslos gewordenen Stellen verbrennen können, ohne es zu spüren, köre 'LedeüZdauer 'beträgt bei Knotenlepra etwa acht Jahre, pA< bet glatfcrt Förn: etwä zwölf bis zwanzig Jahre. Hervortzebrachd wird die'Erkrankung durch einen 1871 von dem nor-',, tvegifchen^ Arzte Av-vrä u e-r 'H an s e'x entdeckten Bazillus. M-ist-'-his 'jetzt noch-' nicht einwandfrei gelungen, den LeprasbttziWrs auf, künstlichem- Nährboden zu züchten oder, ' die Krankheit auf Versuchstiere! zu übertragen. Bor vielen Jahren Dr. A r n i n g . aus Hamburg' bei eupem auf Hawaii gum Tode verurteilten Verbrecher dUrch Ueberinrpfung den Aussatz experimentell hervorrüfeir, könüen. .Merkwürdigerweise Lrmwen Infektionen, fast auFschlirßlich nur m Ländern' vor, dvv.'biä-Lepra wirklich zu Haufe»ist, .üud' nicht etwa in unseren ^Gegenden. -AlZ das klaffifche Lepraländ Europas galt lange Aeit- Norwegeu, wo durch die seit einem halben Jahrhundert ^urchgeführten großzügigÄr sanitären ' 'Maßnahmen ärn ganz svcherordentlicher Rückgang, der Krankestzisfer'' erzielt worden ^sk''--Das' Deutsche- Reich besaß eirren kleinen Lepraherd in lbeV-Girgend von 'Memel;' Weit mehr verbreitet ist -bie^Leprir »N/-VüdrWand und ganz besonders in gewissen überseeischen sLächdern/'zumal Indien, China und Japan. Die Ansteckungstfahigkeit deZ Aussatzes ist sicherlich nicht sehr groß und cs Lind 'daherdie bei uns' noch geltenden gesetzlichen BorsWWk' strieMicht cillzu harte; sie sind aber dennoch gerechtfevLigt, wenn ditz furchtbaren 'Zerstörungen, die' sich im Verlauf dieses Äens ergeben können, berücksichtigt sowie den Umstand, daß i«-Behandlung der Lepra bisher so gut wie erfolglos gern, ist. '' . __ Das Heine-Denkmal in Hamburg. I 'Unter dem Titel „Reinemache«^ schreibt Mied Kerr r« ^Berliner Tageblatt" folgende bezeichnende Worte: I. -; | . Das «Hamburger Echo* * berichtet von der Säubermiß, die ^Hamburg- Arbeiterjugend an dem neuerdings besudelten Denkmal Meinrick Heines vorgenommen hat. ' . [ Es handelt sich hier um jenes harmlose bteingebild, d«S jdie Kaiserin Elisabeth ihrem Dichter am Eerabhang des Achrlleion v«f Korfu gesetzt hatte. Dieses etwas rührselig-kitschige Denkmal churßte, sobald der Stifter der Siezesallee das Achilleusschloß Übernahm, in die Ferne schweifen. { / Trotzdem nun der hamburgischr Senat für das wahre, von Lederer gemeisterte deutsche Denkmal Heinrich Heines schon einen «Platz bestimmt hatte,-, trotzdem siedelte der Verleger Campe das mekaüste süßliche Korfu-Denkmal zwischendurch in Hamburg an. T Auf diese Art hatte jedenfalls der tragikomische Fürst und Molitiker, welcher die Erinnerung an Heine nicht einmal auf'einem ^Juselcheu ün honischen Mrer^zulteß, ihm ein Denkmal.mitten in DeutfDand verschafft. (Symbol seitter Politik: das Erreichen des GesÄeils.) > i --Dr wurde, für chie Ausweisung des Verstorbenen von Ehre«« chrännern angehimmrlt, welche Deutschland ebenfalls herrlichen Aeiten^vtgegenführtrn, heute durch edle Mittel Ablenkung sü^en — «M-nicht, böse sind, wenn einer den Gedenkstein des DichterS j&ebte<& ..*-•••: , Die Tat selbst ist so feig, daß außer dem Denkmal auch tt Toter-eine < berlinerisch gesagt) Remrgrmg verdienten. An -die jungen Arbeiter Hamburgs geht ans Herzensgrund in Dank der Anständigen. '' . . II. j Als für daS große deutsche. Denkmal Heinrich Heines aufberufen wurde, bat ich'. Max Klinger PN ein Wort. Er schrieb, «rit einem, seltsame« Ausdruck, daß er mir zur olle" — und. hall chan« zur Gcldsammlmtg eiuladen. K.liugrrS Mühen um das Erinnerungszeichen für' den Dichter sei ihm hoch angerechnet. Er kümmerte sich auch um den Matz. Klinger trug sich eine Zeit mit dem Plan, Heines deutscher Denkmal selber zu schaffen. Am 10. November 1310 schreibt' er Vir darüber^ ' «Der Platz. Ho'? Bei, meiner letzten, Anwesenheit in HaMuts sab ich mir Berschudenes. daraufhin an. Und ich dachte' .an die Außenalster iich. .weiß nicht, ob ich richtig benamse) Äs-ä-vis dem Fährhaus-Restauränt am Ufer vor den dort'gelegenen Billen,' möglichst Nah: des Wassers, so'daß Spiegelung eintritt.E ' ' . Der Senat (der m. dieser... ganze«.Denkmalsftage sich schon!por einem Jahrzehnt freundlich und voll vornehmer Gesittung ■ erwies) wählte, den Platz 'zwar nicht an der Außennlster, dach in dem wunderhübschen Stadtpark.. Es ist . ein würdiger, und schöner.Ort, .auch ohne Spiegelung. Seitdemkam die Re- /toolutiöü.' .! . . / Aber'dar Denkmal ist nyn seit Jahr und Tag ' von iHugo Leddhrr, der für Hamburg auch den Bismarck, schuf, hettlrch itoollendetl Warum, in drei Teufels Name«, wird es nicht müfgeflellt? ' __, , ' i * Promotion. Unser lieber Gesinnungsgenosse Jakob W e i n e r, Mitglied >urrd. Sekretär de? Zionistischen Landes-. LomiteeS,. wirh heute,. Dienstag, um. halb.11 Uhr vormittags itn großen FestsaÄ der Wiener Universität zum Doktor der Rechte promoviert. * Degräb«iste »« kevtl-e« Tage,- Zentrales x t.t d-b o K ' llr Uh.r:; Deutsch ' Säumet. N euer (F r i e d h o'.f t'S Uhr : Ältschiller Amalie, ' "' * Poate Zio»^ Heute' s Ühr'abendS findet ., im großen I Saale des'Hotel.:Post, 1.', Fleiichmärkt 21. die Erossnung-sitzung j der Wrstspvferenz derfoale 'Zron statt. Gastka'rten sind in -der Jüdischen Arbesterküche, ll., Blumauergaffr 1, erhältlich.! * Sitzungen i« Nnthause. Stadtsenat und Gemeinderat 'werden in dieser'Woche die Verhandlungen über das Budget' der Gemernde Wtrn für das Verwaltungsjahr 1920/21 sührrn.' Im FinanzanSt'chnß werden die Beratnngen heute nachmittags zu Ende geführt und wird sich der Stadlsenat in Sitznügen am , Dienstag und Mittwoch vormiltags von ^9. bis .1 Uhv.n«d .yach- »mittags rem 9 Ulw und Donnerstag vormittags von 9 bis 1 Uhr mit £cu Borlaucn brsihäftige«. Der (Leniemderat wird am _ igifttt Letzte Nachrichten. Dr. Srvrons über anßen- und innerpotttische Fragen. f . Borlin, L6. Juli. N e i ch S m i n i st er- Simons, (sortsahrend).: WäS die B e'r h a t t u n g Doktor D o r t e n s anlange, so habe er für drrmtige e'genmächtltzti Handlungen einzelner.Regier«ngsstellkn kein Bkrstärid nis. Es lieg hier nnfertrseits ein Verstoß gegen das Völkerrecht vor. Herr Dorten ist bereits V i e d \ r n « terwegS nach Wiesbaden Mit A m e r i k a besinden wir nnS noch immer im Kriegszu' stand. Ein Ende ist vor Marz nächsten Jahres nicht abzusehen. Inder E n t w a f f n u n g S f r a g e blieb, die Entente unbeugsam, trotz der drohenden Verwicklung im Osten. Wir wolle» in dem russisch-polnischen Kampf neutral bleiben,) aber der Versailler -Vertrag .macht, uns dies schwer. Wir lasten daher keine Transporte sür die beiden Machte durch unser Gebiet hindurch und haben jede Ausfuhrvon Waffen und Munition dorthin untersagt. Die «Vovjetrepubliri a!S Muster. — Bels Statt. Man hat uns vorgewörfen, -wir hätten die bolsche« wikische Regierung-jetzt'anarkünnt. Das sei schon zur Zeit des Friedens von Brest-Litowsk der Fall gewesen. Er sehe auch nichts Schlechtes in der Sowjetrepublik. Es werde dort eine ce>;e Anfbautätigkeit getrieben, die uns vielfach als Muster dienen konnte. (Beifall links. Ein Zwischenruf: Das habt ihr Wohl nicht erwartet!) Nun hat man uns geraten, uns in. Rußlands Arme zu werfen, um die Versailler Verpflichtungen losznwerden. Davor wevden wir, uns hüten. Wir haben an einem dreißigjährigen Kriege genug. Der Minister kommt sodann auf den Fall Bela K un zu sprechen und sagt: Solange die Feftgenommenen sich bei uns befinden^ wird ihnen nichts geschehen. Stellt sich heraus, daß Bela Kun nur politischer Verbrecher i st, wird er dorthin gebracht - werden, wohin er will. Fm and'eren Falle wirö er ausgeliefert werden. . - ' Dosnerst«, ««chmittsgu« t Uhr tx die 8ech«itdltr«gen über de« Voranschlag ««trete« u»d diese t« de» Sitzunge« »« Freitag u«d S««rtag vormittags von 9 -iS 1 Uhr und «achmitttigs vm 3 Uhr fortsühre«. * Der Deburtstag Ler »euer» Wehrmacht i« Film. Dir Staatliche Frlmba»ptstelle hat über Einladung drS LandeSbefehlShaberS und Stadtkommandanten Oberst H sa S die bedeutsame Szene der Vereidigung der neuen Wehrmacht im Film ausgenommen. Dieser bedeutsame Film ist ab Freilag dieser Woche in den Wiener Kmos zu sehen. * Die Gültigkeit der Halbjahresrretzkarteii. Die bereits mitgeterlt, verlieren die für die Zeit vom S. April bis 1. Oktober gelpsten Halbjabresnetzkarten der Straßenbahn mit 2. Auävst ihre Gültigkeit. Die.GÄtwkettsdauer kann jedoch für ..dir Zeit vom 2. August bis. einschließlich 1. Oktober durch den Ankauf einer Ergänzuvsswertmarke, die in allen Vorverkaufsstellen zum Preise vo» L 200 erhältlich ist, verlängert werde«. * TaschendieKstahl. Dem Schriftsteller Professor Doktor Auto« B e t t e l h e r m wurde am 22. d. Mm einem Straßenbahnzug eine goldene Rementoiruhr mit goldener GlrederreÜk, Monogramm 8." und Photographie, K. 15,000 wert, gestohlen. * Krregsinvaliden jüdische» Schustergehilfen bietet die Werkstätte des Verbandes der jüdlsche« Invaliden und Heimkehrer in Wien, XX., Heinzrlmanngaffc 15, sofort dauernde und lohnende Beschäftigung. * .Spende»: Für bte ins Elend geraten« j ü d i s eb e.F a m i l i e („Hilferuf"): Z. D., Baden bei Wien, 20.— (bisher K 1190.—). ,27.'2>L 1»« ^, * t—«'■— ■ -igahgaa? rr ,y«r mmqmmri Mitteilungen ans dem Publiknm. B BgS g äÜTFEI PSRUNundJUWBUM BII&opRmVIII B EiB« |(auf| (lurlr a|| |Ct|Cv v, Vagö, Jawetier, f., Graben S&O!!! Atirsss« beachte»!!!————« TaLLANTEtf. Perle», Gold,.Silber. Platin utlA Uhren kaut.- zu Höchstpreisen .Bettwr, WWMKÄÄ »LLLLLL Am 2.1. d. M..wmde in Baden in der Billa des Herrn P a u l» S .ch j s s. Heler.k»straße il?. rin großer DiMahl verübt.^ Ew etwa Wjähriger Mann bat Schmuckgegenstandv und Wertsachen um etwa L 200.000 gestohlen. . * BeK«nnt«e»ch»rtg. Alle Zborower. Zalvreer, Jezitkner. PomArzaner und Umgebuus, welche bisher keine PersoualhlLtter aüSgeferligt haben, wer den rm eigenen Interesse ausgrsvrdrrt. P.rrsgnalblätter rm Bureau. U., Praterstraße 9,, abzuholen un» bre Beiträge \ii entnHpn. Wer bereits a«Sgesertigte Persoual' hlälter^en Verlretern übergeben hat» wird aufgesordert, ehestens die Beiträge im Bureau, 1!., Praterstraße 9, zu entrichten. ,. * Vl»ttrr«f«Ur i» DerttschSstavrerch. I« der Woche vem l l. bi§ 17. K M. wurden im B-lkS-esundheitSarpt, - im Sia'atSamt für fetale' B.-r-waltung, 3 Neuerkrankungen an B lall er n und keine Rene-.kianku«g an. Flecktyphus angemeldrt. - * §«r ^SerufsWatzl. Der kürzlich erfolgte Schukfchtuß nötigt pule Eltern, sich dafür zu e«tfÄndm, welchen Kernt daH der Schule entwachsene'Kind ergreifen soll. Die Getivssenkchrst der Mledkrertzmaer macht darauf aufmerksam, bah sptziell d«K Miederaewerbe eim ganze Reihe van Bartelles au Rete» i« dfr Lage ist. Die Lehrzeit betragt «ur zwei Jahr«, dir Artest ist, leM. fo daß sie auch von körperlich -nicht trfo«drr» gut britet&M* Mädchen bewerkstelligt werde« kann, dir BezühlE / Mt und tw Miglickkeit der Erla«g»»s ««er sell>stä»bi-8n HeschSstSsl"rhr«»g besser als in drelen' andere« Bra»Oe». Auskü»stk nteckt jede« Montag vo« 3 bkS -5 Uhr ««chr»iit»-V h« Oeuaffenschaflsaarstehtmg (Wien, k-, Ballgasse 6), waffklbst a«ch sLrhrsteste« kostenlas annnttekt «erde«. * Grstza» Wiener „Zu stmäLS ©BSratw? resident" lautet die Devise bei araßen Wiener Garteüfestrg, daS Samstag den 31. d. M. im Türkknscharrwark rum Best« der BereineS »A u r f!i r s » r g e" stattsi«det. A«S »e» ums»st»bW Barkehrunge« des Komiteeergibt sich, daß di« Bevanstaltgdm sicherlich eine der geluttgenste« des hrnrtgen «ommerr zu wktdB verspricht. Die Leitung des Festes liegt iu den H8«d« O-«r G r o » n e r s. Karten bei Hehlendorfer. Mask. 1.. Meptzitgs-" platz, Nado, ll, Kärntnrrstratze, Türkenschanzpark und sämtlichen Durea»§. * Die heutigs Beveldere-Röd««te. Heute, Dienstag, findet im Schloßpark deß B e l v e d e r e die vom Alland» Komitee veraustalteie ^Belvedere - R e d s «t t* zum Beste» der Fursörgestelle der Heilanstalt Alland statt. Im Rahme« dieses zweiten großen ValllesteS wird, so wie bei det »Sommer» nachts-Redoute". »m dir MitternachtSst»»dr ein großes Ke»erw er k abgebrannt werden. Lallmusik: DaS & « * e 11* orch est e r. Sämtliche BeleuchtunzSessekte und Gartesdekorationen der letzten Freilichtaufführungen werde» in Verwend«ng stehen und gelangt gleichfalls, ein großes Ta»wodm« in der Nähe des Olchesters zür Äujstelluna. Dame« mchem« in Ball-Abendtoilette oder Domino mit MaSke (MaSkenzwang) und Herren in Frack. Smoking oder Ssrnmerkleidung. Kart« und Logen beim Alland-Komitre, Ul., Landstraße Hauptstraße i, Telephon 9577, in der Schloßverwaltung des Belvedere, lu.. Prinz Eugenstraße 3, bei Aehlendorsxr, I., Krugerstratze, im Holü Bristol (Altes und Neues Haus). Hotel Imperial, Grand Hotel, bei B. MayerS C'öö««,. k., Stephansplatz, »rnd ab 8 Uhr abends a» der Abendkasse im Belvedere. Beginn der Redvut« sMhr abends. -W * Zeder kaufe di e für unsere Leser z«m A u.s n a h « S p r e i s e » o n 190.^ in der Dame»-' kousektionZabtellung der Firma A. Gerugröß-A.-G. zum Verkauf gelangende E t a m r n b l « s e, glatt und gem«strrt. * Der Dahnverkehr. Ab 1. August nehmen die Züge v 407 nur zum Einsteigrn und v 408 nur zum AuSstcigen in St. Polten Aufenthalt, und zwar Zug D 407 an St. Pölten 9 Uhr 43 Minuten vormittags, ab St. Pollen 9 Uhr 52 Minuten vormittags und Zug v 408 an St. Polten 9 Uhr 38 MiruiD abends, ab St. Polten 9 Uhr 42 Minuten abends. * Zigarette« im Werte vo» 72.000 Krone» geftohleu. Nach einer Mitteilung der Olmützer Staatsbann» direktion-sind auS einer Sendung von 134 Kisten ägyptischer Zigaretten zwischen P r e r a n und S t e r n b e r g 6 Kisten mrk Zigaretten im Werte von K 72.000 gestohlen worden. * Selbstmorde, Die Ißjährlga Comptoiristiu Antonia G o t t l t't 5, II. Schiffamtsgasse 10 wohnhaft, sprang am 25. d. M. von der Augartrxbrücke i» dtn Doxankaual u«d verschwand in de« Wellen. Ursache der Tat ist Familienzwist. — Der 45jährige Privacheamte Ludwig Hofb-ruer, II., U»leie Augorirnsilaße 26 wohnhaft, hat am-25. d. Ä. nachts i« einem Leopoldstädter Hotel größere Dosen Brronal und Morphium genommen und ist ^ach kurzer Zeit gestorben. Ursachen der Tat sind Krankheit und mipliche Vermögenßverhältnissc.' * Erm«rdu«O^er»rs Geld«echfler». A« einem der belebteste» Punkte vo» Triest in der Bia della beria wurde gestern ein furchtbares Verbrechen entdeckt. Al» man das Geschäft der Geldwechslersiima'Tavella £ Campöffnete, fand man de» rixe« Besitzer der' Firma, Ärduino D a v a « z o, in einer Blutlache siegend tot aus. Dem Unglücklichen war mit nnem Rasiermesser die Kehle druchschnitte« worden. Ein m der Nähe befindlicher Knäuel Bammvollsetzen. der stark nach Chlor» s o t« roch« ließ daraus schließen, daß D a v a n z o zue.st chlvroformiert worden war. Einer der eurrne» Schranke war erbrochen. Nach den bi'-brrieen Erhebungen wurde eine größere Anzahl iialiemichrr Wenpapiete sowie eine größere. Summe, in AuslandSvalutcn geraubt. Bon den Mördern.s.ehlr bi-'her jcdr»Spur.. * Ginbvrrche. Am 25. d. M.. abe«ds. wurde in der Wohnung dcs Erwin V o x d y- "VI., Mollardgaffe 2, ein Einbruch verübt. Gestohlen wurden ei« Sealbisamdamenvel». eme graue Fuchrboa. et» paar rote Dameuhalbschuhe, Kleidungsstücke, ein Kollier aus Perlen, Silvergerätschaftr« und Wasche. Der Gesamtwert der Beute beträgt K 400.0^0. —* In den Geschäftsräumen der Firma B o s s i. XUk^ Auhosstraße 84. wurde am 25. d. M. nachts ein Einbruch verübt. Gcsiodleü wurden Hrrrenhute ungefähr K r 0.000 wert. — Äm 25. d. M. wurde auch b.'i ' dem Juwelier Isidor S i l b e r st e i n, XVI:. Neulcrchenseldci'straüc: 2. m: Einbruch verübt, bei dem Schmuctüc^ensijind: im von i-'vw li 2-JO.uCO cntivcnbct wmdcu. — * Seltene Gelegenheit! Weiße Leinen * Halb- und Spanaenschu^ mit Kvmteßabsatz K 359.—. Schuhhaus Landser, Vl.,,Gumpendorferstraße 52. Die Ernährung. X Der Marktbericht. x schwachen Nachfrage stand gestern auf den G tstst n« markten ein sehr gutes Angsbot tz^enüber. Namentlich mit grüne» Fisolen und Gurken aus der Mowcckei waren die Markte förmlich überschwemmt. Grüne Fisole« wären daher auf den Märkten um 2 Kronen, Calataurken um 7 Krpnen per Kilogramm zu haben. Obst stand i« reichenden Mengen zur Verfügung. In der Großmarkholle' wurden die Samstag uxver, kauft gebliebenen Reste fast ohne Erfolg feilgehalte«. I« der G e f lüge.labteilung kamen mindere Hühner mft Fed^rp das Kilogramm - zu 100 Kronen und gepichte Hntöch' das Kilogramm zu 120 Kronen zum Verkaufe, doch Geflügel zu diesen hohen Preisen wenig Käufor. FLeischnbqckbe in Wien in dev Wnche vor« Ä. ZuN »is 4. A»,uft 192». I», der Abgabewsch« vom SS. Juli biS 4. A«g»t IS-s gelangt i» Wie» Rindfleisch ru den Pnckst» der teuren Wtoch'er zür Nl^Habe. Es erhalten alle HauShaltmiat» 10 DekstgraNp, Rmdfleiich zum Preise von 98.— für 1 Kilogramm SwWtit £ 1,02.— för 1 Kilogramm HitirereS und K 124.-— flir 1 Kikch gramm Bratenfleisch. Der Verkauf erfolgt gege« Ahireu«st«r d-z mit, Ziffer? be«ich»etrn Abschnittes des Rindsteischei»kauffchei«M. Am' Samstag de« 31. Juli. 10 Uhr vormittügs, dürfe« « gädestelle» das. erübr-.-re Rindstiüch Verläufe«. Die KopsMop beriägt auch m dlestm Faste 10'Dckaaramm. -K«rtostel«ltG»tze. Dienstag dis Donnerstag werde« it de» Bezirken IX bis XV ausländische Kartoffel zum Preffe xor X.3.— tu Kilogramm, ver Person 1 Kilogramm, gegen W» IMnnng der Abschnitte P und Q abgegeben. BereiN-nnchittchte«. ^Bereiulgtes Hilfskomitee f t x > « v ch* r e i fe n d e C h a l u z i m, II., GlockeygM 30. {Hraib S abends, im Ber-ei«Skokal erste konstituirende Slduxtz.' MntkliM Gesiunangsgenossr». welche rur Mim-but bereit sind, werden uw püulrl'ches und bestimmte' E'.schemc» rrnirhi.

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