Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 536 (20.7.1920)
- Date
- 1920-07-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr 536 . Vken.-Dienstag Wrener Morgen.zertnnn Vermittler zwischen den kämpfenden Gruppen äugenormnen werden t&inbe. {&§ sei' »irottoenbiß, düv britische Regierung zu erinnern, daß sie selbst die Lage, die nach der Annahme Her Bedingungen vom 1. Juli entstünde, als „WLffenstillstNnd" bezeichnet, sich somit selbst als Kriegführender gegen Sowjetrußland bezeichnet,^ ein Umstand, der keineswegs geeignet ist, England die./ Rolle .eines Vermittelnden/zwischenRußland Und einem anderen Kriegführenden spielen zu lassen. Die russische Regierung hat inihrer Antwort auf das Menroranduln vom - 1. Juli eine 'dux»hwegs versöhnende '-Erklärung abgegeben und /alle Forderungen.angenommen, die die britische Regierung stellte. 'Es hat dadurch-klar gezeigt, daß es alle Borwände zu iveiteren.Konflikten aus der Welt! schaffen und einen endgültigen Frieden mit Großbritannien erreichen will. Es .wünschte gleicherweise Frieden mit Polen und hält zu diesem Zweck uniuittok bare Verhandlungen mit diesem Land bei Ausschluß irgend-einer Einmischung von Äußenals das beste. Diese Verhandlungsform ist ebenso notwendig, wie 'gegenüber Großbritannien selbst, wenn zwischen Rußland und Großbritannien sin Friede::.zu erlangen sein wird. Die Sowjetregiernng ist umso weniger geneigt, die Vermittlung Englands in den Verhandlungen mit Polen zuzillassen, als diese Vermittlung unbedingt die -Verhandlungen erschweren würde, da Polens Interessen und. Schicksal im Vergleich zu jenen anderer, die aus dem Friedet: mit Rußland Nutzen ziehen wollen, eine ganz untergeordnete Rolle einnehmen. Mit jener Offenheit, die allein geeignet ist, alte Mißverständnisse zwischen den beiden Ztegierungen aus dem Weg zu räumen, wünscht die Sowjetregiernng der britischen Regierung ins Gedächtnis zu rufen, daß eines cher Mitglieder des britischen Unterhauses die Hilfe Großbritanniens für Koltschak und Denikin damit rechtffertigte, daß Denikins und Koltschaks Kampf gegen Dowjetrußland zur Verteidigung britischer Interessen sin Indien und Asien, somit gegen eine für Großbritannien große Gefahr beitrage, s Bei den Verhandlungen wegen 'Handelsbeziehungen 'zwischen ' Sowjetrnßland und Großbritannien wurden Zahlreiche Beziehungen zwischen Rußland'und anderen Ländern erwähnt, die lediglich russischen und nicht britischen Interessen dienen sollen. Die Sowjetregiernng ist der Ansicht, daß eine Aussöhnung zwischen ihr und Polen nur dann erfolgreich stattfiuden könne, wenn jbte Interessen nur dieser beiden Länder in Betracht gezogen werden. Die Interessen sind leicht vereinbar, Hingegen wäre eine Versöhnung ungemein schwierig ffalls auch die Interessen einer dritten Macht gleichst Zeitig in Erwägung gezogen werden sollen. Die arbeitenden Massen des russischen Reiches/wünschen eine volljständige Aussöhnung' mit Polen, "und um diese zu -erlangen/. muß die 'Vermittlung ‘ aller jener Elemente sterngehabten werden, die die Interessen und Wünsche der Bevölkerung' und der beiden Regierungen benachjteiligsn. Nebst den Lebensfragen und Wünschen der -russischen arbeitenden Massen hält die Sowjetregierung -einzig und alieiu nur jene der polni.schen Arbeitenden Massen für wichtig und ist her Ansicht, daß zur Erreichung des sehnlich,st gejwünschten Friedens mit Polen nur unmittelbare Verhandlungen fruchten können. Die Sowjetregierung Hebt hiebei hervor, daß es ihr ohne Einmengung von -außen gelungen ist, den Frieden m'it drei Nachbarstaaten zu schließen, und hies trotz der Warnung des Obersten Rates an die kleinen Staaten, den Frieden hbzüschließen. Bei den Verhandlüngen in /London stellte sich heraus, daß die britische Regierung von Heu Tatsachen dieser Friedensschlüsse ohne Kenntnis sei, und selbst am 12. Juli nannte die britische Regierung Litauen als einen der Randstaaten, der mit -Sowjetrußland Frieden zu schließen hätte, in welchem Zustand er sich schon seit längerer Zeit befindet. Die -Sowjetregiernng glaubt, daß sie mit gleichen: Erfolg wie' bei den anderen drei' Randstaaten auch mit Polen verhandeln könne, wobei nur unmittelbare Verhandslungen, ohne jede Einmengung von außen, in Betracht -kommen tönuen. Telegramme. Die Vorbereitungen für die Besetzung des Ruhrreviers. Düsseldorf, 19. Juli. (Tel.-Komp.) Der „Döffel-orfer Mittag" meldet vom Niederrhei«, dah die linksrheinischen BesatznugsbehSrden bereits alle Vorkehrungen für die Besetzung des Nutzere v i e r s getroffen und zu diesem Zweck 60.000 Mann Lersttgeftellt habe«. Diese große Truppenanzahl wurde mit Rücksicht darauf festgesetzt, daß nach Ansicht -er Entente der Arbeiterbevölkerung des Ruhrreviers nicht zu traue« sei. Die Welthilfskonferenz in Karlsbad verschoben. London» 19. Juli. (Füd. Korr.-Bur.) Die jüdische WelthilfZkonferenz, die am 27. Juli in Karlsbad zusmnmeuiretr»» sollte, fvurde auf den 1. August verschoben.' Das Kabinett Teleki gebildet. -; ■ Ändapest, '19. Juli. (Ung. Tel.-Korr.-Bur,) Die seit wchrercn/ Tage:: 'geführte:: Bergtungeu des, Grafen Teleki wurden am Tü:etidet. .Graf Tclell. bat, bente vormittags Iren: - Neichsveriveser folgende Kabinetts-iste Nnterdrcitet: Präsidiunl — Graf Paul Teleki, Inneres — . Dr. Inlius Fc r d i n a n d y,..Honved —• Oberst Stephan S re t e r, Finanzen — Baron Friedrich Ko ran hi, Justiz — D'r. Paul Wilhelm T o in csauy i, Kultu? und Unterbricht— Stephan H alle r, Handel — Julius N u b i n 6f, Ernöl-rnng — Stephan 'S z a b ö>N a gy a t a d. später Johann Mayr). Balkswolilsahrt — Dr. ÄnZust Be n ar d, Ministerium . für.nationale-Miuchrhciterr- —Dr. Jikob.B lever, Minister für kleine Landwirte — Stephan K z a b o - 'S o k o r o' p a t k a,' Mit der prö'-rwri'chrn Leitung des Ministeriums des Aus-, wärtigelp, -wurde Ministerpräsident Graf, Teleki, mit der provisorischen Leitung des Ackerbauiuiuisteriüms Haudelsminister. Rubinek betraut. Der Reichsverweser hat die vorgelegte Liste angenommen und den Grafen Paul Teleki zum Ministerpräsidenten ernannt. Im Laust des heutigen Tages wird' die Ernennung'des ganzen Kabinetts erfolgen. Die neue Regierung' wird sich Donnerstag den 22. d. M. in der Nationalversammlung vorstellen. Meldezwang für alle Fremde« in Ungarn. ButzaprsL, 19. Juli. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) -Zwecks Kontrolle st a a ts g c f ä h r l i ch e r Elemente hat der Minister des'Innern den Meldezwang für die in Ungarn befindlichen fremden S. 1 a a t s b ü r g e r angeordnet. Nach dieser Verordnung haben sich alle in Ungar,: wohnendem Fremden innerhalb 15 Tagen nach Inkrafttreten der Verordnung bei den zuständigen Zivilbehörden zwecks Registrierung zu .melden. Nach diesem Zeitpunkt hat sich jeder durchreisende Fremde innerhalb 24 Stunden zu. melden. Desgleichen alle Fremden, wenn sie ihren Aufenthaltsort wechseln. Alle Fremden werben auf Grund dieser Meldung 6 eint Ministerium des Innern in Evidenz gehalten. Ihre Aufenthaltsbewilligung wird auf dem Paß vermerkt. Die Ausreise ist ebenfalls zu melden. Für die Anmeldung ist eine Gebühr von 200, Kronen zu entrichten, für die Abmeldung ist jedoch keine Gebühr zu zahlen. Die Wohnungsgebev haben sich davon zu überzeugen, ob die bei ihnen wohnenden Fremden ihrer Meldungspflicht, entsprochen haben und find' verpflichtet, Zuwiderhandelnde zur Anzeige, zu bringen. Bei der Meldung haben die Ausländer den Paß oder den Meldeschein vorzuweisen. Hotels und Pensionen werden auf die Meldepflicht durch die Polizei kontrolliert. Beim Grenzübertritt werden die Ausländer auf diese Meldepflicht aufmerksam gemacht. In begründeten Fällen können Aufenihalts- . bewilligungen auch vor Ablauf der Frist entzogen werden. Zuwiderhandelnde oder solche Personen, die die Behörden durch Falschmeldungen irreführen, werden zu Gefängnisstrafen bis zu zwei Monaten und zu Geldstrafen bis zu '600 Kronen verurteilt. Ausländer, die sich der Meldepflicht entziehen, können als staatsgesährliche Personen bestraft und zur Internierung vorgeschlagen cherden. . Geplante Ermordung der Gefangenen? Der „Arbeiter-Zeitung" wird cats Budapest berichtet, daß die Offiziere des Oste nburg-D'e tachemen ts den Versuch gemacht haben, das Gefängnis in der ^Ma rkögasse, wo die Volkskommissäre und die meisten noch , nicht verrtrteilten , politischen Gefangenen uutergebracht sind, z n besetzen, die dort den Wachdienst versehendett- Gendarmen zu vertreiben und so alle politischen Gefangenen m ihre Gewalt zu bekommen. Nachdem 'die Gendarmerie Widerstand leistete, -konnten .sie ihren, Plan vorläufig nicht ausführen und bezogen in der unmittelbaren Nähe des Gefängnisses in der Markogasse e in'e Schule, von wo aus die Offiziere das Gefängnis im Auge behalten und so eigentlich schon ihrer Gewalt unterworfen habest. Dieses Vorgehen — sagt die „Arbeiter-Zeitung" — gibt zu den-ernstesten Besorgnissen begründeten Anlaß ruck» kann als ein Beweis für die Nichtigkeit unseres Berichtes für die geplante Ermordung'- aller politischen Gefangenen gelten. Generalstreik im Rsichenberger Bezirke. Reicheiwerg, 19. Juli. (Privat.) Die Arbeit ruht hier vollständig. Die Eisenbahnen verkehren vorläufig, aber die Eisenbahner erklären, daß sie, wenn es notwendig werde,! sollte, natürlich sofort bereit seien, mitzttstretken. In den hiesigen Betrieben wird nicht gearbeitet. Die Zeitn ngen erscheinen nicht. Das Streikkomitee hat beschlossen, ein' zweiseitiges Streik-Mitteilungsblatt hernuszugeben. Gestern fand hier eine Vertraue,tsurännerpersaminlung statt, in der die Stellmtguahme zum Streik erörtert wurde. Daran nahmen' auch Vertreter der tschechischen Arbeiterschaft teil, welche erklärten, daß' die tschechischen Arbeiter nt i t i n d e lt 'S ij mpat h iestreik treten. Am SamStag ' waren Negicrungsvertretcr aus Prag hier' erschienen, welche allerhand Versprechungen machten, mit denen sich das Streikkomitee jedoch nicht zufrieden gab, da außer der Ernährungsfrage auch andere Angelegenheiten tn Erörterung standen, welche die Ministerien für soziale Fürsorge und' Handel betreffen. Im Augenblick findest neuerliche Verhandlungen statt. Die Forderungen der Arbeiterschaft sind:' 1. Die Regierung hat Vertreter der Ministerien' für - Ernährung/ Fürsorge und Fittanzen mit Vollmachten zur Verhandlung mit der Arbeiterschaft zu entsenden. 2. Die Verhandlungen haben für das Streikgebiet Reichenberg ftattznfinden. 3. Es ist die dringende Pflicht der Regierung, die Ernährung der Bevölkerung int Streikgebiet unbedingt sicherzustellen. ’4. Die Regierung hat finanzielle Hilfe bereitzustellen, um die vorhandenen Hülsenfrüchte sowie Fettstoffe zu herabgesetzten Preisen abgeben zu können. 5. Sie hat auf Seite der Unternehmer Maßnahmen zu treffen, um das Heer der Arbeitslos est nicht zu vergrößern. 6/ Bei der notwendig werdenden Produktionsstockung) sind die Unternehmungen zu verpflichten, in erster Reihe mit ArbeiiSzeitverbtrzuna '^0. nun 1920 ' Sen« t ödtr einem Schichtenwechset vorzngehen-. Die einschränkendett Bestiiunningen für den Bezug der Arbeitslosenunterstützung, , eiitschließtich der Minderbeschäftigten, fittb' aufzuheben; die bestehenden Nnterstützungen sind zu erhöhen, um den . gegebenen Verhältnissen zu entsprechen. Exp^osisrrskaiastrophe in der Pfalz. , LudwigShasien, 19. Juli. (Wolif.) Die „Pfälzische Post* meldet: Im Saapalbencr Wald befanden sich 200 Baracken mit' Granaten, Gasbomben, Artilleriemunition usw. aus. deutschen Heeresbeständen. Durch die ungeheure Hitze der letzten Tage werden die Leuchtkugelir und andere entzündbare Körper, die durch Diebe aus den Schuppen entwendet mtft im - Walde verloren worden waren, zurEntzündung gebracht. Das Feuer ging auf. die Baracken über, die mit-'ungeheurer Detonation in die Luft flogen. Die Detonation war in der ganzen Umgebung hörbar, ganz besonders in Saargemünd, wo unzählige Fensterscheiben zertrümmert- und' hunderte Häuser abgedeckt wurden. Passanten wurden z» Boden geschleudert. Es entstand eine allgemeine Panik. Die Bewohner der der Gefahr am meisten ausgefetzten Viertel, verließen die Wohnungen. Französische Soldaten^ mit Gasmasken ausgerüstet, trafett z urH i l f el e i st n n g ein.- Der Wald wurde im ganzen Umkreis abgeholzt und. ein acht Meter breiter Graben rings um die BranbsteKe! attsgehoben. Man hofft so, das Feuer lokalisieren z«. können. Soitderzüge mit 200 Wagen stehen bereit, um die' Bevölkerung fprtschaffen zu können. Protestierende Mörder. Marburg, 19. Juli. (Wolfs.) Auf dem Marktplatz^ fand heute eine studentische Protestversammlung gegen d«e' Kultusminister wegen, des Thüringer Prozesses statt. Folgende - Entschließung wurde angenommen: Der allgemeine Stttdestpaaausschuß der Marburger Universität erhebt ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit Einspruch gegen bis Handlungsweise des Ministers s ür Wissettschaft und Volksbildung. Um diesem Einspruch größeren Nachdruck zu verleihen, hat sich die gesamte Märburger Studentenschaft auf dem Marktplatz ve» sammelt und protestiert auf das schärfste dagegen, daß' btt. Minister, entgegen feiner Pflicht, die Hochschule und ihrei Mitglieder zit schützen, selbst deutsche Studenten mit schwerere Beleidigungen angreift. In dem von so hoher Stelle a»S- ^gesprochenen Urteil erblicken wir gleichzeitig ein gesetzwidrigL^ Eingreifen in ein. schwebendes Verfahren, wogegen wir nnB aus das schärfste verwahren. Auf dem allgemeinen Stndente»» tag, der irr drei Tagen äbgehalten iuerden wirb, werden weite«! Schritte unternommen werden. Wir rufen der deutschem Studentenschaft zu: Helft uns in Unserer guten Sache, die: auch die eure ist. (Der Thüringer Prozeß' galt den deutsch^' natioitalen Studenten, die sich nach/ dem Kapp-Putsch alsf Freiwilligensormation zusammengeschlvsscn und Arbeiter ohne. Urteil ermordet hatten. Drei der Mörder waren freigesp.rocheM worden.) Die Teschener Frage. Prag, IO. Juli. Das Tschecho-flowakische Preßbureau meldet aus Paris: Der Botschafterrat setzte am 14. d. M. eine aus Fachleuten bestehende Kommission zur Prüfung der Teschener Frage ein. In der tags darauf abgehaltenen Sitzung der Koinmission vertrat Minister Osudsky folgenden Standpunkt: Zunächst wünsche er, daß das Problem eine Richtigstellung erfahre. Das Teschener Land gehöre seit 600 Jahren der böhmischen Krone an. nnd es habe daher nicht die Tschecho- Slowakei zubeweisen, daß es rechtlich ihr gehöre, sonder:: es sei Sache der Polen, zu erweisen, daß sie dn Recht ans das Teschener Gebiet haben. Aber selbst wenn es. Sache' der ischecho-slowakischen Republik Wäre,' diesen Nachweis zn führen, so würde sie einen über jeden Zweifel erhabenen Beweis erbringen, daß das Teschener Gebiet rechtlich ihr gehöre. Nach den Grundsätzen, dies auf der Friedenskonferenz, bei der Lösung aller territorialen Fragen geltend gemacht worden seien, sei die Teschener Frage ein nationales und ein Existenzproblem. Wie'die Lösung auf Grund des Nationalitätenprinzips ansfallen würde, gebe am besten daraus hervor, daß es die Polen gewesen seien, die ein Plebiszit verlangt und erztvttnge'n batten nnd die vor Wochenfcist in ihrem' Landtag erklärten, das Plebiszit nicht anzunehmen. Was das Teschener Problem als Existenzproblem betreffe, so ergebe sich, wenn man einen Blick auf die Landkarte- Mitteleuropas werfe, daß die Eisenbahn Oderberg—' Jablunkau für Polen fast ohne Bedeutung, für.di^ Tschecho-Slowakei jedoch eine Frage der Existenz sei. Einü Beweis' hiefür sei die Verkehrsstatistik, wonach sich die! Bedcütlnlg dieser Bahn für die Tschecho-Slowakei undfür Polen wie 17:1 stelle. Ferner handle es sich hier' um die Kohlenfrage. Polen produziere quantitativ fasßs zweimal soviel nnd qualitativ mehr als zweimal soviel' Kohle. als die Tschecho-Slowakei mit Einschluß de^i Teschener Gebietes, während der Kohlenbedarf der.! Tschecho-Slowakei nnverhältinsmäßig größer sei als'' jener' Polens. Nach dem Gesagten sei die Lösung vock selbst gegeben. Lloyd George über die Spaer Konferenz.- . London, 19. Juli. (Fuuksprnch.) Lloyd George, äußerte sich über die Ergebnisse der Konferenz von Spaej. unter anderem, daß "das Fernbleiben der Vereinigten, Staaten wenig gliicklich und fast ein Unglück gewesen sei. Ueber Stinnes meinte Lloyd George, ec halte ihnchiv einen Fanatiker: er glaube jedoch nicht, daß kn Deutsche land eine Diktatur möglich sei, gleichgültig, ob dnrO lStinue.6 lidsr e.im>v» rui/horm* ■