Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 533 (17.7.1920)
- Date
- 1920-07-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. 533 Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung 17. Juli 1929 Seite 7 Sr demselben Paragraph die Bestimmung, daß bei Dienstnd Lohnbezügen bi- |ttt Höhe von 10.000 Kronen Befrage, öie zur Beistellung und Erhaltung.eigener Arbeitsgeräte und Arbeitskleider' erforderlich sind, die mit der Beschäftigung in besonders gefährlichen kontinuierlichen oder Nachtbetrieben verbundenen besonderen Auslagen, Fahrgelder usw. als Abzugspost gelten dürfen, dahin abgeändert, daß dies für Dienst- und Lohnbezüge bis zur Höhe von 40.000 Kronen zu gelten habe. Die Festsetzung des steuerfreien ExistenznrinimumS mit 8400 Kronen ist jedenfalls zu niedrig gegriffen, denn wer kann heute von einem derartigen Jahreseinkommen auch n.ur annähernd leben? Sarrdelsnachrichten aus der Tschecho-Slvwakei. Prag, 16. Juli. (Privat.) Unter Mitwirkung der bölmiischm Jndustrialbonk gründet eine Reihe Industrieller und Großhändler mit Fr. Grob an der Spitze eine Aktiengesellschaft unter her Firma Produktiv a-A.-G. für Getrerde- und Produttendandel in Prag. Das Aktienkavital, vorderhaud nut 2 Mlllwmn Kronen festgesetzt, tfl bereits subskribiert worden. In der nächsten Zeit wird eine Fleischer- und Selcherban k-A.-G. m't einem Kapital von 10 Millionen Kronen gegründet werden. Die Konzessionäre sind führende Persönlichkeiten aus den Kreisen der Fleischgroßhändlec. Unter Mitwirkung der Oderberger Filiale der Depositenbank gründen die Großhändler Oskar Körner und Artur Stern in Oderberg eine Gesellschaft unter der Firma Vereinigte MLbr. - O st rauer Holz- und Jndustri e-A.-G. mit dem Sitze m Ostrau. Das Kapital dürste mit 1 Millron Kronen festgesetzt werden. Unter Beteiligung französischen Kapitals und der Slowakischen Bank ist die Gründung einer Gesellschaft unter der Firma S o e i e t 6 anonyme de petrole de Mikova in Bildung begriffen. Die Gesellschaft, deren Kapital 5 5 Millionen Kronen beträgt, wird sich mit der Naphtagewinnung in Mikowa (Kom. Zcmplin) befaffcn. Zwischen den B r a u e r r i e n in der tschechv-slvwakischen Republik und dem Staate ist ein Abkommen zustandegekvmmen, wonach dm Brauereim für dje Kampagne 1920/21 10.000 Waggons Gerste nach Erlag emer Angabe von 100 Millionen Kronen zugewieien werden. Die Liquidation der Oesterreichisch-nngarischen Dank. Prag, 16. Juli. (Privat.) Die tschechischen Unterhändler, die in Wien in Angelegenheit der Oesteneichisch-nngarischen Bank geweilt hatten, sind nach Prag zurückgekehrt. Es konnte kein definitives Abkommen abgeschlosien werden. Die Notenbank wird ihre Vorschläge jetzt schriftlich der tschechischen Regierung machen. Der Notenumlauf um 230*2 Millionen Kronen gestiegen. Dem letzten Ausweis der Oesterreichisch-ungarischen Bank zufolge ist der Notenumlauf um 230'2 Millionen auf 62 37 Milliarden gestiegen, wovon auf Oesterreich 17 2 Milliarden entfallen. Dalufenkrrrse. Nach den vorgestrigen starken Steigerungen, machte sich im gestrigen freien Verkehr in fremden Zahlungsmittel eine Abschwächung geltend. Es notierten: Leinoten K 4.96 nach K 5.12. Rubelnoken 3 22 nach K 8.48, Markus 1 e n grün K 4.65. Lire K 10.45, tschechische NotenK 3,85, Schweizer NotenK 30.10, Dinar 10.80, polnisch eMark K 119.50, Pfund 650.—, ungarische Noten K 104.50, Auszahlung A g r a m K 268.—, nach K 876.—, Auszahlung B erli n kl 4.50, A u s z a b l u n g B u d a v e st L 104—. Aussige« chemischer Verein. In der Generalversammlung des Ocsterreichischen Vereines für chemische und metallurgische Produkiion wurde die Ausschüttung einer Dividende von österr. K 50.— pro Aktie beschlossen. Der Antrag auf Erhöhung des Aktienkapitals -der Gesellschaft von 18 Millionen aus Höchstens-L6 Millionen Kronen wurde ji,m Beschlüße erhoben. Ein literarisches Unternehmen. Aus dem Tohuwabohu Sammy Gronemaun». (5. Fortsetzung.) , ...Und willst du sagen, daß in den Brassen nur die fcent'2 Wahrheit steht?" rief Jossel. „In den Briefen sieht doch bestimmt lauter Schwindel!" .^.„Siehst du, Jofsel," sagte Berl triumphierend, r>'/du-hast keinen von den Briefen gelesen, aber du weißt woraus, daß die reine Wahrheit nicht barm sein kann. Woher weißt du das? Weil es die einfache Vernunft fügt, daß man damit.nicht auskommen kann. Wahrheit^ Das.-ist Wahrheit? NimrN hier die Zeitung und sieh hie Annoncen an; jeder behauptet, seine Ware ist die beste. Ist das Wahrheit? Ist das vielleicht Schwindel? Nein! Man versteht doch, wenn man liest: Der Mann will seine Ware verkaufen und übertreibt. Man versteht, es ist nicht alles so geweint, tvie es dasteht! Und wenn einer genau nach der Wahrheit schreiben würde, er hätte nur mittelmäßige Ware, würde jeder sich sagen, daß er Nur ganz schlechte Ware hat, .und kein Mensch würde bei ihm kaufen. — Da hätte per, Mann also geschwindelt — zu seinem eigenen Nachteil. Wahrheit ist auch eine Art Schwindel — sie kann auch Schwindel sein. Das sind alles nur Worte. ES kommt nur darauf an, ob jemandem ein Unrecht geschieht, ob fern and geschädigt wird. Wer wird hier geschädigt? Wer wird beschwindelt?" „Der Mann, der solch einen Brief bekommt," sagte Jossel unruhig, „der wird vielleicht gerührt durch., den Jammer, von dem er liest und —" „Nun? — Ist das ein Schaden? Und ich fa-e bjt: es ist schon das alles eine gute Tat! Sott solch fia reicher, Mensch auch einmal gerührt werden — soll er mal sein Herz spüren! Er wird um rin Stückcheit besser und edler! — Stell dir vor: DZ ist ein Many, Wiener Börse. 9m Gegensätze zu ihrer Vorgängerin bekundete die gestrige Börse eine ziemlich feste Haltung, gestützt auf die Meldungen über das Kohlenabkommen in Spa und des russischen WaffenstillstandSangebotes. Wenn das Geschäft dennoch keinen größeren Umfang anzunehmen vermochte und die Umsätze sich in den bescheidensten Grenzen hielten, so war dies dem Wochenschluffe zuzuschreiben. Immerhin zeichneten sich im Schranken Petroleumwerte durch größere Steigerungen aus. So avancierten Fanto um K 600, Karpathen Petroleum um K 650, Galizia um K 870 und Schodmca um kl 420, Berg- und Hüttenwerke profitierten kl 480, Ungar, allg. Kohlen kl 300, Westböbmen kl 285,. Prager Eisen kl 445. Geg^n Schluß war wieder erhöhtes Jntereffe für Lombarden wahrnehmbar. Auf dem Nentenmarkte waren durckwrgs Befferrrngen zu verzeichnen; ebenso in Kriegsanleihen, welch» um 3'/, brö 5'/z«/° in die Höhe gingen. Die freundliche Haltung blieb bis zum Ende dcS Verkehrs aufrecht. Im übrigen verweisen wir ans nachstehende Schlußkurse: AnSustrie-Anterrrehrnnnge«. Allgemeine Bangesell» schafi 697.— (4- 16.—), Unionbau 600 50 (— —.—), Wiener Baugesellschaft —(—- —-.—), KvnigLbofer Zement — .— (-!-.—), Perlmovser Zement 2310.— (+ 90.—), Wienerberger Ziegel —.— (— —Lirsinger Brauerei —.— (- Sarajevo —(--.—), Aussig Chem. 7000.— (-!- 50.-), Brosche Spiritus —(— —Carbvrundum — (-.—). Elotkilde 2150.— (4- 90.—), A. E. G. Union Elektr. 1358.- (4- 58.-). Vereinigte Elektrische 1095.- (4- 40.-). Sremens Sckuckert 1554.— (4- 4.—). Alpine 3100.- (— 5.—', Berg- «nd Hüttenwerke 8780.- (4- 480.—), Nustna Email — i—- —Egydier —(— —.—), EnzeSfelder 1860.— (— 80.—), Kelten L Guilleaume 4125.— (— 25.—), Greinitz Eisen —(-.—), Hutter A Schrantz 1878.— (4- 26.—), Krupp«.-«. 1450.- (— 24.—). Poldchüttr 2445.— (4- 165.—), Prager Eisen 6495.— '4- 445.—). Rimamurany 2848.— (-.—), Skodawrrke 2250.— (4-49.—X Wasiensabrik 3000.— (4- 95.—), Brüxer Kohle» 6300.— (— 200.—), Grau- GzaSzvarer —(— —.—), Nordung. Kohlen 2300.— t-.—), Ohrrurig. Hütte« 5500.— (-.—), Rosfitzer 2500.— (4- 35.—), Salz» - Tariauer 5400.— (-.—), Trisailer Kohlen 8350.- (+ 30.-), Ung. Allg. Kohlen 7300.-(4- 300.-). Urikany —.— (— —.—), Vertscher Magnesit — (-Westbohm. 3600.- (4- 225.—), WolsSegg 1485.— (4- 75.—), Danek Maschine« —(— —), Brünner Maschinen 2460.— (— 70.—), Daimler Motoren 1170.— (4- 25.—), Fiatwerke 1325.—(— 1b.—), Heid Maschinen 895.— (— 5.—), Hofherr & Schrantz 834.— (4-13.—), Sigl Lokomotiv 1470.- (4- 15.—), Rnston 2255.— (4- 40.—), Simmeringer 1199>— (4- 79.-). ElbemÜhl 2300.— (-.-4, Lehkam-Iosessthaler 2190.— (4- 90.—), Reusiedler 7950.— (— 20.—), Apollo 8900.— (4- 55.-), Fanto 17.800.— (4- 60k).-), Karpathen 11.850.- (4- 650.—), Galizia 83 450 - (4- 870.-), Schodnica 13.300.— (4-420.-). Cosmanos 2650.— (4-100.—), Fezfabrikm —(— —.—), Schoellrr Zucker 6700.— (— 100.—), Schönpriesener 3275.— (— —.—), Oesterr. Eisenbahnverk. 1920.— (4- 115—) Unfl. Eisenbahnverk. (— —V Wrmer Waggonfabrik 1200.— (-.—), Gerngrvß 680.- (4- 45.—), Holzhandel-gtskLschast —(— —Türkenlose 1426.— (— 158.-). Tran»port-rtnter««h«mrgen. Adria 9950.— (- Ausfig-Teplitzer —(-.—), Buschtehrader Ut. A —.— (-.—), BuschteLrader Kt. B 1580.- (4- 5.—), Donau- Dampf. 9430.— (4- 180.—), FerdinandS-Rordbah« 12.860.— (— —Graz-Köflacher 4450.— (-.—),“ Kafchau-Oderberger 1210.— (4- 60.—), Lemberg - Czernowitzer 1850.— (— —.—), Lloyd —(— —Navigazione 8650.— (4-150.—), Staarseisenbahn 3445.— (—10.—), Lombarden 810.— (4- 8.—), 8% Südbahu-Prwr. HOL- (+ 1.-), Stratsbahn- Grnußscheine —(-.—). «tenten. Mairente 90.— (— 1.—), Februarrente 92.75 (— —♦—), Oesterr. Kronemente 85.25 (— 1.25), Oesterr. Goldrente —(— —.—). Ungar. Goldrente 262.— (— Ungar. Kronenrente 109.50(4- 2 50). Banke«. Analo-Bank 766.— s— 8.—). Oesterr.-doSn. Bank 643.— (4- 18.—), Ungar. Bank «nd Handels. 996.— (-1- 86.—), Bankverein 770.— (4- 9.—), Bodenkredit 1725.— (4- 5.—), Oesterr. Kredit 988.— (— 7.—), Ung. Kredit 1700.- (-'\ Depositenbank 710.— (— —.—). Niederst. Eskompteges. 1140.— (-l- 10.-), Ung. Hypothekenbank 507.— — •—), Länderbank 959.— (4- 34.—). Bosn. Laudesbank 699.— (4- 19.—). Mercur 854.— (— 8.—), Oesterr.-ungar. Bank 4150.— (— 40.-, Unionbank 790.- ('+ 6.—), Berkebrsbank 610.— (4- 7). Zivvostrnska 1530.— (— — .-^-). ein ordentlicher frommer Jude — er hat bitter eine Unterstützung nötig. — Da ist ein anderer, ein reicher Mensch mit einem ganz guten Herzen; der würde, gern dem armen Mann helfen, wenn er nur von ihm wüßte. Aber er kennt ihn gar nicht, und er bekommt so viele Bittgesuche-und es kommen zu ihm so viele arme Leute, daß er nicht weiß, wem er eher geben soll — wer es verdient Nnd -wer nicht. Der arme Mann, von dem wir sprechen, der weiß genau, daß er gerade xin solcher ist, dem der Reiche am liebsten geben würden wenn er ihn nur recht kennt. — Was soll er tun? — Es bleibt ihm nichts anderes Übrig, als die anderen auszustechen. Er hat ein Kind — schreibt er, er hat sieben; er hat ein schwaches Auge — schreibt er,' er ist vor dem Erblinden. Sv bemerkt ihn der^ Reiche und er bekommt von ihm gerade so viel als er ihm geben würde, wenn er ihn wirklich genau kennt. Also, er ist gar nicht beschwindelt! Nicht im geringsten! — Im Gegenteil — der Reiche, der Geber, hat noch einen großen Vorteil. Er Hat die Freude darüber, daß er sieben Kindern igeholsen hat, uvd dabei hat.cr doch nur einem geholfen. — Also hat er mehr Belohnung in seinem Innern, als er eigentlich verdient. — Also wo ist da ein Schwindel?" - Chane wollte auffahven; Berl winkte ihr beruhigend ab. „Laß nur!" sagte er mild. „Mein Kind! Dn hast mich schwer gekränkt; aber ich will dir verzeihen. Du kennst die Welt nicht und du kennst die deutschen Juden schon gar nicht. — Du hast dich aufgeregt wegen der ■ Schnorrer. Sie haben uns mehr nötig wie wir sie! >Zst es nicht so, Klatzle?" „DaS ist richtig!" sagte Ksatzke und nickte ernst. ^Lsteint ihr, ich betreibe dieses Geschäft gern? Ich bin nicht nach Deutschland gegangen, um zu schnorren oder Knorren zu helfen. ES ist mir oft schlecht genug Mnute bei dem Geschäft!" Berlirrer Börse. Die Börse beurteilte auch heute die Meldungen über die Verhandlungen in Spa ziemlich optimistisch und »igte demgemäß eine feste Haltung. Im Zusammenhänge mit den Nachricht«« über die Vereinbarungen mit Frankreich, bezüglich der Lieferung von Farbstoffen, waren Farbwerte lebhaft begehrt und erfuhren «uter der Führung der Badischen Anilin-Aktien Besierungrn bis zu 10%. Eine beträchtliche Steigerung, nähmlich um 24°/«. wiesen Tb. Goldschmidt-Aitirn auf. Von Montanwerken wurden BochnmrrGuß» und Buderus-Aktien mit Besserung von 4 bczw. 6% bevorzugt. Dagegen schwächten sich die oberschlesischen Papiere um 3 bis 4 % ad. Bemerkenswert höher stellten sich ferner Rheinische Metall- «ud Köln-Rotiwciler-Akkien, die 9 beziehungsweise 15% gewannen. Von Petwlenmwcltcn wurden Deutsche Petroleum-Aktie« zu auzechendem Kutte lebhaft umgesetzt. Kolvnialpapiere wurden der vorwiegenden Abschwächungen zumeist vernachlässigt. Auf,d«m Anlagemarkt blieb der Kursstand im allgemeinen unverändert. aiikMus Schuber L Brenner Wien, I, Georg Cochplatz 3 / Telephon Nr. 18135 Kulanteste Durchführung aller bankmässlgen Transaktionen im In- und Auslände. *i& Die Devisenkurse. Wie«, 16. Juli. (Kutte der österr. Devttmzmtrale.) Amstevv«« 5600 - (5600.—). Berlin 444.50 (444.50), Zürich 2700.— (2700.—), Christiania 2550.— (2550.—), Kvpurhag«« 2*00.— (2425,—), Stockholm 3350 — (8200.—), Msvk-Rvte« 440.50 (440.50), Lri-Noten 410.— (420?—), Leva-Not«» 290.— (290.-), Schwerer Noten 2675.- (2675.—), FrarrrvÄche Note« 1300.— (1800.—), Italienische Noten 950 — (950.—), Englische Note« 595.— (595.—), Dollar-Rot«! 160.—(160.—), Rubel-Noten (Romanows) 290.— (396.—). Wien, 16. Juli. (Kurse im freie» Verkehr.) Agram 250.— bis 878.—, Budapest: Zahlung i« Postsp«ckaff«seld 98.— bis 118.—, Budapest: Zahlung in gestempelte« Notr-e 98.— bis 112.—, Ungarische gestempelte Rote» 97.— bis 109.—, Warschau. Krakau m vokn. Mark 97.— biS 107.—, Prag 372.— dis 392.—, Tschecho-slow. Kronen«o1e« 5000« 374.— bis 894.—, kleinere 875.— biS 395.—, Reue Di»av- «oten 1050.— bis 1100.-. Zürich» 16. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vo« d« Gchwelzerische« Kreditanstalt.) Berlm 14.75 (14.46), Holland 198.15 (198.-), Rew-Kmck 563.— (566.-). London 22.06 (21.92). ParrS 47.40 (4645), Mailand 33.35 (82.90), Brüssel 50.50 (49.75), Kopenhagen 94.50 (94 75), Stockholm 125,— (124.50), Christians« 95.25 (94.75), Madrid 90.40 (90.—); BüenoS-Aires 232.—! (231.—). Prag 12 40 (12.40), Agram 9.— (9.30), Budapest 3.55 (8.40), Warschau 3.40 (3.30), Belgrad 37.- (39.-),! Wien Geld 3.70 (3.70), Wien Ware —.— (—.—), österr. g«{L: Kronen Geld 3.80 (3.60), österr. gest. Krone« Ware —.7—' Prag» 16.Juli. (K«rse der Deviseu-enivale.) Amsterdam 1608.50 (1608.56), Belgrad 293.— (297.-), Berlin 117.25 (117.25), Bukarest 139.25 U37.25', Sofia 109.25 (106.25) , Zürich 808.50 (808.50), Kopeuhageu 763.50 (763.50), Stockholm 1008.50 (1008.50), Mailand 271.— (271.-), Pari- 379.— (379.—). London 179.25 (179 25), Rew-Yorl 45.- (4b.-), Wien 25.87(26.25), Brüssel 401 — (404.-), Agram 73.— (74.50V Warschau 26.— (25.50), Budapest 27.75 (27.50), Jugoslawische Noten 290.— (294.—), Rarinoten- 116.25 (116.25), Rumänische Roten 135.25 (133.25), Bulgarische Noten 106.25 (103.25), Schweizer Note» 804.50 (804.50), Dänische Notm 759.50 (759.50), Schwedische Noten 1004.50 (1004.50), Jtcckienische Noten 268.- (268.-), Französische Notex 876.— (376.-), Englische Noten von 1 Pfund Sterling auswärts 177.25 (177.25) , b,S 1 Pfund Sterling 176.25 (176.25); Amenkanüche Noten von 10 Dollar aufwärts 44.— (44.—), von 1 bis 10 Dollar 43.— (43.—), Oesterreichische gestempette Krone« 24.87 (2b.85>. Holländische 1603.50 (1603.50), Belgische 401-— 401.—), Serbische Noten (—.—). Amsterdam» 15. Juli. (Devisenkurse.) London 11.06 (11.13'/.), Berlin 7.30 (7.35\ Paris 23.55 (23.70). Schweiz 50.60 (50.60), Wien 1.92V, (1.90), Kopenhagen 47.60 (47.90), Stockholm 62.70 (63.—), Christianir 47.63 (47.90), Rew-York 285.25 (283.25), Brüssel 25.15 (25.25),i Madrid 45.75 (45.25), Italien (17.-). „Weshalb betreibst dti. es denn?" rief Jvssel unmutig. „Mshalb? Ich bin dazu gekommen, ohne daß ich es gewollt habe. Das Geschäft (ist eine Notwendigkeit.; ich kann es machen wie ein anderer. Man braucht die Schnorrer in Deutschland wie das liebe Brot. Ohne Schnorrer kein Judentum rn Deutschland! Ohne 'sie würde man nicht wissen, was anzufangen. Und deshalb' hat man auch in Deutschland ganz besondere Einrichtungen erfunden, um aus jedem russischen Juden, der ohne viel Geld herkommt, einen Schnorrer zu machen und um zu machen, baß an jedem Schnorrer möglichst viel Gemeinden und Menschen ihre Freude haben. Ich bin damals in Thorn angekommen: ich bin gleich' zur jüdischen Gemeinde gegangen und habe ganz ehrlich gesagt, was mit mir ist, daß ich nach Berlin möchte und sehen, daß ich dort was verdiene. Nach! Berlin, haben sie gesagt, können sie mich nicht schicken, das ist zu weit, und sie haben mich mit der Bahn ein paar Stationen weit zu einer anderen Stadt geschickt. Ich habe gemeint — damals habe ichs mich noch' nicht so ausgekannt — das ist auf dem Wege nach Berlin. Aber nein! Es hat sich, herausgestelltz, baß sie nach' der Richtung'schon zuviel Leute geschickt hatten in letzter Zeit, da wollten sie jetzt einmal einer, anderen Gemeinde etwas zukommen lassen. Und dort ist es ebenso gewesen; man hat mich einen Tag verpflegt — ganz gut — und dann wieder irgendwohin geschickt. Und so ist es immer weiter gegangen; ich bin an Orte gekommen, deren Namen ich nie gehört hatte und an die ich nicht im Traume gedacht habe. Durch ganz Deutschland hat man mich geschleppt — hin und her. Ich habe tzar nicht gewußt, was mit mir ist. Matt hat mit mir gespielt wie mit einem Ball; eine Gemeinde hat mich' geworfen und die andere hat mich ausgesangen. (Fortsetzung fofet)